Im Wohnmobil in die Ukraine und zur Krim 2010
Im Internet hatte ich ein Deutsches Ehepaar, am Balaton in Ungarn wohnend, kennen gelernt die eine Reisebegleitung für eine Ukraine Krim Reise suchte. Sie waren schon mal in der Ukraine gewesen und wollten nicht immer allein fahren. Als ich meine Absicht, die Ukraine und die Krim zu besuchen bei unseren Wohnmobilbekannten herum sprach, schlossen sich noch 2 Wohnmobilbesatzungen der Reise an.
Am 24. August 2010 begann dann unsere Reise mit 4 Wohnmobilbesatzungen in die Ukraine und zur Krim. Wir trafen uns am Balaton in Ungarn und die Reise ins unbekannte konnte beginnen. Unser Etappenziel war Mukaceve in der Ukraine etwa 500 Km. Wir fuhren auf der Autobahn über Budapest immer nach Osten zum Grenzübergang bei Berehove – Ukraine. Für unsere 4 Mobile dauerte die Grenz – Passage 2 Stunden, es musste jeder ein Doppel - Formular ausfüllen, das dann geteilt wurde, ein Teil verbleibt an der Grenzstation und das zweite muß man bei der Ausreise vorlegen. Uns wurde zu verstehen gegeben, dass es bei der Ausreise benötigt wird, kann es nicht vorgelegt werden gibt es große Schwierigkeiten, also haben wir es gut Aufbewahrt und es wurde bei der Ausreise auch verlangt. Die Autopapiere wurden gewissenhaft überprüft und mit den Nummern am Fahrzeug verglichen. Ansonsten war der Grenzüberschreitung nichts besonderes man stellte die üblichen Fragen nach Rauschgift, Alkohol, Zigaretten, schaute kurz ins Mobil und dann ging es weiter. Man verlässt ja an dieser Grenze die EU. Von der Grenzstation bis Mukaceve hat mich dann der erste Schock ereilt. Die Straße ca. 40 Km in einem Zustand, schlimmer als ich die schlechteste Straße der DDR in Erinnerung habe. Fährt man schneller als 50 Kmh denkt man das
Womo fällt auseinander. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich nicht, daß sich dieser Straßenzustand die folgenden 4000Km nicht sehr viel bessern würde. In Mukaceve standen wir auf einem bewachten Parkplatz in der Innenstadt einem
„Awtostojanka.“ ( N 48´ 26’ 28,0´´ O 22´ 42’ 58,4 ´´) Wenn man dieses Wort liest, meist gelbe Schilder an der Straßenseite, dann handelt es sich um einen bewachten P-Platz. Die Übernachtungsgebühr liegt um die 0,20 bis 0,50 €. Nach einer ruhigen Nacht machten wir einen kleinen Stadtbummel durch die Innenstadt, 5 min vom
Stellplatz entfernt. Wir waren über das Warenangebot sehr angenehm überrascht. Es war Markttag und es war ein Riesenangebot von allem was man sich denken kann vorhanden, bei sehr günstigen Preisen. Die Ukraine hat eine eigene Währung, den Griwna, zu unserer Reisezeit 1 € = 10 Griwna
Als wir nach unserem Stadtrundgang in Mukaceve abfuhren kam dann der nächste Schock. Plötzlich überholt uns ein silberner Toyota mit drei Polizisten und hielt die beiden letzten Womos von uns an. Ich war der erste, mir wurden die Fahrzeugpapiere und der Paß abgenommen, man hielt mir vor, ich hätte an der letzten Stopp - Straße nicht gehalten, wir sollten umdrehen und zurückfahren. An der Stelle angekommen wurde ich recht Laut und in einem Kasernenton aufgefordert aussteigen. Da ich im Ukraine Forum vor unsere Reise einige Berichte über die Arbeitsweise der Polizei gelesen hatte, erklärte wie ich genau so Laut, wie ich an die Kreuzung gefahren bin, angehalten habe, erst nach Nalewo (Links) und dann nach Naprawo (Rechts) gesehen habe und danach erst weitergefahren bin. Darauf gab mir einer der Polizisten die Papiere in die Hand und mit scharfen Ton wurde ich mit Dawai und auf wieder sehn verabschiedet. Ich fuhr dann ein paar 100 m weiter und wartete dort. Dem anderen Womo Fahrer wurde dann ein Film vorgespielt wo nicht genau zu sehen war ob der Wagen gestanden hat oder nicht. Es gab dann eine Festlegung der Ordnungshüter, entweder 1200 Griwna mit Quittung oder 600Griwna ohne Quittung zu zahlen, man entschloß sich für die 600.
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. Als wir dann wieder zu viert waren ging es auf der E 50 durch die Karpaten nach Lviv (Lemberg) und weiter nach Ternopil etwa 350Km. Die Straße bis Lviv durch die Karpaten war gut fahrbar, Von Lviv nach Ternopil dann die üblich Rüttelpiste. Die Straßendecke aus Asphalt wird von den schweren Lastwagen und Sattelzügen im Sommer geknetet und gewalkt so daß sich an den Rändern Wülste von bis zu 20 cm auffahren. In der Mitte wird dann die Deckschicht zu dünn, wird Wellig, bildet Risse und Unebenheiten. Im Winter bei Kälte zerkrümelt alles und der Zustand ist perfekt. Mit einer Instandsetzung in diesen Größenordnungen ist die Ukraine meiner Meinung nach total überfordert, wenn es ganz schlimm wird dann wird auch mal ein Stück ausgebessert, aber das ist bei dem Straßenzustand immer nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Auf diesen Straßen ist eine Tagesetappe von etwa 400 Km möglich und mehr haben wir auch meistens nicht geschafft. Hinter Ternopil an einer Rast und Tankstelle haben wir unsere Etappe beendet denn der Tag ging schon zu Ende. Wir rangierten die Womos etwas abseits der stark befahrenen Straße, zum Abendessen gingen wir in die Raststätte. Es gab gebratene Leber mit Kartoffelbrei in sehr viel Öl gebraten aber ein gutes Bier spülte alles runter. Nächster morgen 8 Uhr Start in Richtung Osten über Chmel`Nyc`Kyj, Vinnycja, nach Uman. Bei Uman stößt man auf die E 95 die von Kiev nach Odessa führt. Etwa 60 km südlich von Uman ist die E95 Vierspurig ausgebaut und man kann zügig fahren, es war die beste und schnellste Straße die wir befahren haben. Nach 500Km fahrt kamen wir Revova an, eine Tankstelle und ein Großparkplatz lud uns zur Übernachtung ein. Es war ein warmer sonniger Abend und wir saßen mit ein paar Bierchen vor unseren Mobielen. Am nächsten Morgen ging es weiter auf der E 95 bis Odessa hier war unser schöne Straße leider zu Ende. Dann ging es wie gewohnt auf der E 58 weiter über Mykolaiv nach Kherson und dann auf der E97 nach Armians`k. Hier beginnt die „ Autonome Republik Krim “ es gibt eine „ kleine Grenze “ mit Polizei, aber wir konnten durchfahren, es ging weiter auf der E97 bei etwas besserem Straßenzustand bis Dzhankoi dann kreutzten wir den Pivnichnokkryms`kyi Kanal wir waren wieder 500 Km gefahren, das Wetter schön warm und am Kanal ein schöner Platz für die Nacht also beschlossen wir hier zu Übernachten. Dieser Kanal ist 1500 Km lang, und ist in der Sowjet Zeit von dem Fluß Dnipro ( Dnepper) bei Nova Kakhovka bis in den Ostteil der Krim, 40Km vor Kerch gebaut worden. Der Kanal ist oben etwa 60 m und in der Sole 20 m breit und hatte am 27.8. einen Wasserstand von ca. 2 m. Wir sind an diesem Kanal einige 100 Km entlang gefahren und konnten über dieses Bauwerk mit den vielen Schleusen und Staustufen nur staunen. Aber an jedem Wasserbauwerk war Fotografieren verboten. Und man sollte sich an die Gesetze und Vorschriften in der Ukaine halten denn Polizeikontrollen achten alle paar Km peinlich genau auf die Einhaltung. Der Gegenverkehr macht immer mit der Lichthupe auf die Ordnungshüter aufmerksam. Gut ausgeschlafen und gefrühstückt geht es am nächsten Morgen weiter über Feodosiia, einem großen Badeort am Schwarzen Meer mit großen Hotelanlagen und gelbem Sandstrand nach Scholkine am Asovschen Meer. Hier ist unser erster Zielpunkt auf der Krim, ein Campingplatz direkt am Meer, Wassertemperatur 28 Grad es ist nach der Reise herrlich, wir stehen im Schatten großer Bäume, genießen das Wetter und faulenzen. Der Campingplatz recht einfach und nicht mit westlichen zu vergleichen. Es ist ein großes Gelände mehrere 100 m am Meer entlang. Es gibt keinen Strom, eine Frau aus dem Ort kommt zweimal am Tag und stellt das Wasser an. Die Toiletten, ähnlich eines Dixi aber ohne Boden, stehen auf einer betonierten Sammelgrube mit Loch und da muß man rein zielen.
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Wir sind die einzigen mit Wohnmobilen, es sind noch einige Ukrainer und Russen mit Pkws und Zelten auf dem Platz, der etwa zu 10 % belegt ist. Man kann auch duschen. Auf dem Platz ist eine Wellblechverkleidung mit Tür, als Fußboden waren ein paar Paletten verlegt es gibt kaltes Wasser, bei 35 Grad Mittagstemperatur aber eine erfrischende Angelegenheit. Wenn man aber mit dem Wohnmobil unterwegs ist, ist diese Ausstattung völlig ausreichend, wir haben nichts vermisst, denn was man braucht, ist auch vorhanden. Und für 2,00 € pro Tag kann man auch nicht mehr verlangen. Der Ort Scholkine ist in 10 min zu F uß zu erreichen es gibt Geschäfte, ( Magasin ) Gaststätten eine Bank und täglich einen Markt mit einem reichhaltigem Angebot auf dem man alles zu sehr günstigen Preisen kaufen kann. In sowjetischer Zeit wurde etwas abseits des Ortes mit dem Bau eines Atomkraftwerkes begonnen dass aber nicht fertig gestellt wurde. Es ist jetzt eine riesige Inwestruine. Für die Arbeitskräfte wurde ein neuer Wohnkomplex gebaut der nun nur teilweise benötigt wird. Wir haben jedenfalls auf dem Campingplatz in Scholkine schöne Tage verlebt und es hat allen sehr gut gefallen. Nach einigen Tagen ging unsere Reise weiter nach Osten, nach Kerch. Es ist der Östlichste Ort der Krim. Von hier kann man mit der Fähre in die Russische Förderation fahren. Wir aber wollten nach Kurortne, 20 Km nördlich von Kerch am Asovschen Meer. Etwa 3 Km nach Kerch hörte die Asphaltstraße auf und für die restlichen 17 km benötigten wir über eine Stunde. Diese „ Piste “ war für Wohnmobile nur im ersten Gang befahrbar. Von den russischen Ladas wurden wir denn noch flott überholt. In der nähe des Ortes Kurortne gibt es einen Moorsee. Diesem Moor wird eine heilende Wirkung bei Gelenkverschleiß und Reuma nach gesagt. Zwei Womo Besatzungen wollten in dem Schlamm baden und zwei blieben am Meer stehen. Wir blieben auch am Meer, es gab einen sehr schönen weißen und flachen Sandstrand hat von dem man kann weit in das Meer laufen konnte. Es war eine herrliche weite Bucht am Asovschen Meer. Unsere zwei Wohnmobile und ab und zu mal ein paar Badegäste aus dem Ort, mehr war in der 10 Km langen Bucht mit weißem Sand in den nächsten tagen nicht zu sehen. Im Ort ein „Magasin“ mit allem was man so braucht, ein Gemüse und ein Fischstand sowie ein Andenkenladen und das am ende der Welt. Auch wenn die Orte noch so klein waren es gab immer eine Einkaufsmöglichkeit mit dem wichtigsten was man zum Leben braucht. „Da kann sich Deutschland mal ein Beispiel nehmen, denn hier werden die Einkaufmöglichkeiten in den Dörfern abgeschafft“. Nach ein paar Tagen fing es an zu regnen und die Moor und Schlamm begeisterten kamen zurück, sie hatten Flaschen mit „Heilschlamm “ für zu Hause abgefüllt und die Rückreise begann. Da wir nach Liubymivka 12 Km nördlich von Sevastopol wollten mussten wir vom Östlichsten zum Westlichsten Teil der Krim fahren. Es ging also auf der E 97 die gleiche Strecke zurück nach Feodosiia und dann auf die Küstenstraße P08 nach Alushta und dann auf der E 105 über Jalta Richtung Sevastopol nach Liubymivka ans Schwarze Meer, etwa 350 Km. Hier erwartete uns eine große Ferienanlage aus Sowjetzeiten mit kompletten Ferienwohnungen und Ferienhäuschen mit 2 Schlafsellen, ganz einfach, ohne Strom und Wasser, ähnlich einem Zelt aber aus Holz gebaut. Es gab einen großen Speiseraum in dem man dreimal täglich für 7.50 € essen konnte. Man konnte sich morgens zu den einzelnen Malzeiten anmelden und wurde dann bedient. Da wir Schwierigkeiten hatten die Speisekarten zu lesen, und die Speisen für uns geschmacklich gewöhnungsbedürftig waren haben wir nach ein paar Tagen auf Selbstversorgung umgestellt.
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Ich möchte aber hervorheben das der Speisesaal, das dortige Personal in Punkto Ordnung und Sauberkeit keine Wüsche offen lässt. Es gab 3-mal täglich warme Malzeiten mit Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise, reichlich Gemüse und Obst. Einige von uns haben das komplette Angebot genutzt und waren zu frieden. Es gab Stromanschlüsse warme Duschen und Waschgelegenheiten. Ein Strand aus grobem Kies lud zum Baden ein. Das Schwarze Meer hat dunkelgrünes Wasser und ist manchmal recht wild, an manchen Tagen konnten wir wegen zu hoher Wellen nicht baden. Die Wassertemperaturen waren Anfang September 23/24 Grad am Schwarzen und 27/28 Grad am Asovschen Meer. Liubymivka liegt ca. 10 Km nördlich von Sevastopol. 10 min zu Fuß vom Campingplatz entfernt gibt es wie immer einige Geschäfte mit allem was man braucht. Mit den Bussen der Linie 52 kann man im 10 min Takt nach Sewastopol fahren. Ein paar min vom Campingplatz entfernt, an die Straße stellen und aufpassen wenn der nächste Bus 52 kommt, winken, der Bus hält an und schon geht es los. Fahrzeit etwa 15 min und man ist am Hafen, dann mit einer Fähre übersetzen und man ist fast in der Stadtmitte. Kosten für Bus + Fähre ca. 1 €. Wir hatten natürlich auch vor die Sehenswürdigkeiten der Krim zu besuchen, konnten aber auf unserer Fahrt auf der Küstenstraße keine Park und Übernachtungsmöglichkeit für 4 Wohnmobile finden. Wir sind dann mit einem VW -Bus( 20 Sitzplätze) von Liubymivka zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gefahren. (Der Busfahrer fuhr als ob wir Teilnehmer einer Rallye wären) Wir besuchten den Woronzov Palast. Hier wohnte der britische Primier Churchill während der Konferenz von Jalta, das Schwalbennest, eine mit Türmchen verzierte Villa die ein deutscher Baron erbauen ließ. Heute ein italienisches Restaurant, und auf jeder Postkarte zu sehen. Weiterer Höhepunkt war der Liwadija Palast, 1911 als Sommersitz des letzten Zaren gebaut, fand hier im Februar 1945 die berühmte Konferenz von Jalta statt. Hier beschlossen die Staatsoberhäupter der Sowjetunion, Stalin, der USA, Roosevelt, und Großbritannien, Churchill, das nach dem Ende des zweiten Weltkrieges Deutschland in 4 Besatzungszonen aufgeteilt wird. Die Teilung Deutschlands in die „ Bundesrepublik Deutschland “ und die „Deutsche Demokratische Republik “ hielt dann fast 45 Jahre lang. Man kann den Konferenzsaal mit dem originalen Tisch und viele Fotos besichtigen. Das Wetter und die Strandpromenade von Jalta mit Palmen erinnert an das Mittelmeer. Der botanische Garten von Nikita ist ein gigantisches Natur Ereignis. Ein alter Park mit über 50 m hohen Mammutbäumen, Oliven, Zypressen, Rosen und anderen tropischen Gewächsen lädt zu einer Wanderung ein.
Die Zeit verging wie im Fluge, und nach drei Wochen Ukraine wurde die Rückfahrt eingeplant. Zwei Womo - Besatzungen wollten wieder den gleichen Weg nehmen den wir gekommen waren und zwei wollten über Moldavien, Rumänien und Ungarn fahren. Wir Fuhren dann gemeinsam bis Mykolaiv auf einen Rastplatz. Hier nahmen wir gemeinsam unser Abschiedsessen mit Sekt und Wodka ein. Denn am nächsten Tag kam ja die Trennung. Am Nächsten Morgen ging es weiter Richtung Odessa und hier teilten wir uns. Es gab eine Große Verabschiedungszeremonie und zwei Mobile fuhren direkt auf bekannter Strecke zurück und die anderen beiden erkundeten die Fahrtrute durch Moldavien und Rumänien. Meine Frau und ich wollten auch die neu Fahrtrute ausprobieren, und hofften auf bessere Straßenzustände. Wir nahmen die Umgehungsstraße um Odessa, fuhren dann auf die E 87 und waren kurze zeit später bei Majaky an der Grenze zu Moldavien. Uns war bekannt, daß wir jetzt 6 mal Grenzübergänge zu passieren hatten und waren gespannt wie es ablaufen würde.
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Um es vorab zu sagen, es ging besser als gedacht. Mann muß ja von der Ukraine nach Moldavien, wieder zurück in die Ukraine dann wieder Moldavien und dann nach Rumänien. Bei der ersten Einreise nach Moldavien bekommt man einen Zettel mit Uhrzeit und Autonummer und weiter geht es, denn man ist ja nach 20 min wieder in der Ukraine. Hier Übernachteten wir in dem Dorf Kyrnycky auf einem Platz vor der Kirche nicht weit vom Lenin Denkmal. ( N 49°, 42`, 21,0`` / O 49°, 4`, 8,8`` / nicht wundern das auf einmal wieder Koordinaten angegeben sind, die
Navigation funktionierte nicht immer ) Gegen 22 Uhr klopfte es am Wohnmobil und der Pfarrer statte uns einen freundlichen Besuch ab. Am nächsten Morgen Weiterfahrt zur Grenze Ukraine – Moldavien, auch hier keine großen Probleme nach Zahlung von 2,5 € und großem Protokoll ( um welche Gebühr es sich handelte, konnten wir nicht in Erfahrung bringen) ging es weiter. Bei der Ausreise von Moldavien eine 150m lange Schlange, wir ahnten nichts Gutes. Also hinten anstellen und warten. Da gerade Mittagszeit war machte meine Frau etwas zum essen und wir mussten feststellen das die Abfertigung an der Grenze schneller ging als gedacht. Nach zwei Stunden waren auch wir abgefertigt und wir sind gut in Rumänien angekommen. Bis hier her war der Straßenzustand einigermaßen und man konnte um die 80 Kmh fahren. In Rumänien angekommen ging die fahrt auf ungewohnt guten Straßen über Galati, Braila auf der Straße 2b ab Bubuzau auf der 10 bis nach Patarlagele, einem Ort mit einem Festplatz, von der Straße sichtbar, hier machten wir Rast und haben eine ruhige Nacht verbracht.
( N 45° 19` 0,3`` O 26° 21` 34,8``)
Die nächste Etappe führte uns durch die Karpaten, nach Brassow (Kronstadt). Nach einer komplizierten Parkplatzsuche mussten wir erst mal Geld tauschen damit wir die Parkgebühren zahlen konnten. Nach einem Stadtrundgang durch eine schöne ehemals Österreichische Stadt, in der wir sofort auf Deutsch angesprochen wurden und hinweise über touristische Sehenswürdigkeiten bekamen, ging unsere Reise weiter auf der E68 über Sibiu (Herrmannstadt) nach Deva ( Diemrich ) Hier merkt man den Einfluss der EU deutlich, große Einkaufcenter Baumärkte usw. Wir stellten uns auf einen großen Parkplatz bei einem Supermarkt und verbrachten die letzte Nacht in Rumänien. Am nächsten morgen ging die Reise über Arad nach Ungarn in ein Thermalbad wo wir das warme Thermalwasser sehr genossen.
Wir bummelten in Richtung Westen noch durch mehrere Bäder in Ungarn fuhren durch Kroatien, Slowenien, Österreich, Italien - Süd Tirol nach Kastelruht. Dort besuchten wir das Spatzenfest der „Kastelruther Spatzen. Nach dem Besuch des Konzertes ging es über den Brenner zurück nach Deutschland und waren nach einer Reise von 7500 Km wieder zu Hause.
conrad