bw am 26 Apr 2010 06:55:22 Wir würden gerne so hin und wieder ein wenig Wassersport betreiben.
Dabei sind die Ansprüche nicht so hoch. Wir stellen uns vor, ein aufblasbares Kajak im Womo zu haben, das dann ggfls. eingesetzt werden kann.
Im Moment steht das Sevylor Tahiti K109HF im Fokus. Hat jemand damit Erfahrung?
goliver am 26 Apr 2010 07:55:17 Hallo Bernd! Schau dich doch mal hier um: --> Link
Oliver
hgpassen am 26 Apr 2010 08:34:57 Hallo!
Soll das Kajak ein bisschen was aushalten oder nur eine Art Badeboot
auf einem kleinen See oder so sein?
Wenn es auch über längere Paddelstrecken genutzt werden soll,
sollte man sich mal bei Grabner (Österreich) umtun: Sind zwar ziemlich
teuer, so zwischen 1000,- € bis 2000,- € , je nach Modell, evtl auch darüber, je nach Modell, aber jeden Cent wert.
Ich bin vom professionellen Kajak und Kanadier - wegen des Platzes
auf dem Dach - umgestiegen auf einen Grabner - sehr zufrieden.
Ganz weit dahinter laufen dann Gumotex und im Bereich Bade-Spielboot
dann halt das angesprochene Sevylor....
Das Grabner hat als einziges die nötige Stabilität, weitgehend ergänzbar,
u.a. Holzboden (unbedingt empfehlenswert, Steuerungseinrichtung,
sogar unterschieliche Besegelungen)
Tipp: Bei Globtrotter in Köln gibts ein Becken zum Testen unterschiedlicher Boote, oder, noch besser:
Grabner ( --> Link) bieten zu Sommerbeginn immer einige Testtermine direkt in ihrem Gelände an, an einem See, da hat man den kompletten Überblick über ihre Flotte...
HG
HUGOSTRATZ am 26 Apr 2010 08:39:54 Hallo
ich war gestern versuchsweise mit einem Seylor K2 xds 42 unterwegs.
Ein äußersts stabiles Kajak zum aufblasen, relativ leicht zu steuern und mit annehmbarem Packmaß.
Es entpricht in etwa dem Sevylor Sport Kayak SK200DS aus Golivers Link.
Wenn Du die Möglichkeit hast, versuch mal bei einem Sportgeschäft bzw. Kanu/Kajak-Verleih an einem See, verschiedene auszuprobieren.
Es kommt halt auch auf die Größe und das Gewicht (sowohl Körper- wie Kajak) an.
G.H.
bw am 26 Apr 2010 12:28:38 Schon mal vielen Dank für Eure Hinweise.
Der Hintergrund meiner Frage: Wir (also meine Holde und ich) waren gestern an einem See und konnten dort ein gemietetes Kajak fahren. Dies hat uns wohl sehr gut gefallen. Spontan haben wir uns entschlossen, ein solches Gefährt ins Wohnmobil zu packen, um dann gegebenenfalls ein eigenes Boot zur Verfügung zu haben und nicht auf die (Miet-)Uhr schauen zu müssen.
Wir werden (zunächst) sicher keine ausgedehnten Bootswanderungen o.ä. machen. Wir wollen einfach nur ein bischen 'rumpaddeln, wenn sich die Gelegenheit ergibt. De facto wird so ein Boot sicher die meiste Zeit nur gelagert und mit auf Womotour genommen werden. Darum wäre uns ein kleines Packmaß und ein geringes Gewicht wichtiger, als eine hochwertige Ausstattung des Bootes. Zunächst ist eine Investition >300 € nicht angedacht.
eisloewe62 am 26 Apr 2010 15:23:15 Hallo BW,
ich weiß nicht, welche Region du bereisen möchtest.
Von daher müsste man sicher paar Dinge vorab wissen:
1. ruhige Gewässer, Wiesenfluss, Seen oder auch mal schnellfließende Gewässer mit steinigem Untergrund?
2. Schon von dir gesagt, Gewicht, damit scheidet eine Variante Faltboot dann aus. Meines wiegt ca. 30 kg, ist ein Pouch, die aber heute auch nicht mehr wirklich *günstig* zu haben sind, diese Boote taugen aber zu Wasserwanderungen z.B: in Mecklenburg oder auch in Skandinavien.
3. Kostenfaktor! Bei deinen Vorstellungen sind dann sowohl Faltboote als auch *Hartschalen* Kajaks neu eher außen vor.
4. Und dies ist ein Punkt, der mir im Spreewald auffiel und so evtl. auch auf andere reviere zutrifft.
In den bekannten Revieren (zumindest in Deutschland) leben Vermieter auch von Tagestouristen, mitunter sind dies Regionen, in denen diese Einnahme, nun sagen wir, wichtig ist. Paddler mit eigenen Booten, die dann Stege nutzen, Häfen anlaufen, sind geduldet aber nicht so gern gesehen.
Wir fahren jährlich in den Spreewald, mieten ein Kanu und das sind immer richtig schöne Tage. Wie das in anderen Regionen ausschaut, ich weiß es nicht.
Ich hoffe, dass wir in Schweden ebenfalls freundliche Vermieter treffen, denn mein Faltboot möchte ich nicht mitnehmen.
Fazit: Ich möchte dich nicht in deiner Entscheidung beeinflussen, aber aufblasbare Boote wären für mich irgendwie nix richtiges. Da hätte ich etwas Bammel, dass man nicht lange Freude hat, weil es selbst in ruhigen Seen immer Äste, Steine, Bootsstege gibt, an denen man gerade am Anfang Gefahr läuft, das Boot zu beschädigen.
Ich würde mieten oder versuchen, ein gutes gebrauchtes Hartschalenboot (z.B. von Vermietern) zu erwerben.
puget am 26 Apr 2010 15:35:23 eisloewe62 hat geschrieben:Ich würde mieten oder versuchen, ein gutes gebrauchtes Hartschalenboot (z.B. von Vermietern) zu erwerben.
Hallo eisloewe62,
deine Tipps in Ehren, die ich als Kajakfahrer auch nachvollziehen/bestätigen kann.
Aber was meinst du, wie man ein Hartschalenboot auf einem Womo transportieren/handhaben kann ? Mir genügt schon die Wuchterei meiner beiden Kajaks auf das Pkw-Dach, die mir (alleine) von Jahr zu Jahr schwerer fällt!
Kommt man bei einer Dachverladung auf das Womo da nicht obendrein auch auf eine Schwindel erregende Gesamt-Höhe ?
a.miertsch am 26 Apr 2010 19:26:53 Hallo Bernd (bw)
ich habe die gleichen Intentionen wie Du gehabt und mir Das Sevylor KC330 gekauft und bis heute nicht bereut.
Ob Altmühl oder Vätternsee, oder Siljan gleichermaßen ein Freudenspender. 17kg, 60x60x30 sind Wohnmobilmaße.
Albert
bw am 26 Apr 2010 21:28:11 Hallo zusammen,
@ eisloewe62
Du argumentierst so nachvollziehbar, daß ich annehme, Du bist ambitionierter Wassersportler auf dem Gebiet. Du hast sicherlich recht mit den Bedenken.
Allerdings bringt es Horst (puget) schon sehr exakt auf den Punkt. Für ein starres Boot haben wir im Womo keine Unterbringmöglichkeit. Auf dem Dach ist kein Platz (Fenster, Klima, Antenne, 2 große Panels), und unser Womo ist jetzt schon 326 cm hoch. Auch möchte ich mir das Hochwuchten erst gar nicht vorstellen, geschweige denn praktizieren.
@ Albert
Bist Du denn von Beschädigungen bisher verschont geblieben? Die Bedenken von eisloewe62 sind diesbezüglich ja nicht von der Hand zu weisen.
Camper68 am 26 Apr 2010 21:34:43 Ich habe seit 2 Jahren das Air Flex hier mal der Link --> Link
Wir fahren zu zweit damit und sind auch auf dem Meer in Kroatien damit unterwegs. Schnell und wendig ist es und kippt nicht oder wenn üerhaupt nur schwer um. Bisher ist noch nie was passiert auch nicht bei leichtem Wellengang.
Bis jetzt bin ich voll zufrieden damit. Die Preise halten sich im Rahmen. Ich habe mit Pumpe, 2 Paddel und ein Stabi Zusatzteil knapp unter 1000€ bezahlt.
Du kannst diese Boote vorher selbst testen. Kaufst also nicht die Katze im Sack.
Gerd
bw am 26 Apr 2010 21:49:28 goliver hat geschrieben:Hallo Bernd! Schau dich doch mal hier um: --> Link Oliver
Hallo Oliver,
Dein Link ist ja genial. Habe mich gerade mal mit der Homepage beschäftigt. Sehr interessant. Da werde ich noch öfter stöbern und - so weit weg ist das Geschäft ja nicht. Kann man doch einen Besuch dort mit einer kleinen Womotour perfekt kombinieren.
Vielen Dank!
Freddy123 am 26 Apr 2010 21:49:43 Ich habe mir vor 1 Woche ein Gumotex Scout Eco zugelegt.
Es ist ein Schlauchkanadier, welcher ein wirklich sehr gutes Preis Leistungverhältniss bietet.
Der Preis lag bei 840,-€.
Ich kann das Teil nur empfehlen. Für das Geld bekommt man nichts besseres.
Es ist halt kein Badeboot, sondern schon was für den "Profieinsatz".
goliver am 26 Apr 2010 21:55:41 Hallo Bernd! Gern geschehen :D Ich habe dort selber ein Gumotex Baraka letztes Jahr gekauft. Dieses verkaufe ich aber gerade wieder bei Ebay Link zum eBay Artikel Kanu/Schlauchboot ist nicht so unser Ding. Ich habe letzten Winter den Sportbootführerschein See und Binnen gemacht und werde mir ab nun Boote vor Ort leihen. Ansonsten war ich mit dem Gumotex sehr zufrieden. Tolle Qualität. Habe letztes Jahr auf der Boot-Messe in Düsseldorf diverse Anbieter vergleichen können.
Oliver
a.miertsch am 27 Apr 2010 10:34:33 Hallo Bernd,
Bin mit dem Kajak auf der Altmühl und der Werra gefahren und hatte mehrmals Grundberührung. Kratzer oder Risse- Fehlanzeige. Der Bootskörper besteht aus den Schwimmkörpern (Gummi), die in einem äußerst strapazierfähigen Polyestergewebe stecken,das wierum im Unterwasserbereich eine zusätzliche PVC- Beschichtung besitzt.
Für die geforderten ca. 380 € ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis.
Ich besitze es nun schon 5Jahre und ein Verschleiss ist nicht erkennbar.
Aber die Betonung liegt bei mir auch nur auf "nur mal was zum Spasspaddeln" haben.
Albert
eisloewe62 am 27 Apr 2010 13:11:49 Puget, ja klar, wer das Boot nicht auf dem Dach verstauen kann, für den sind *Wanderboote* ungeeignet.
Ich habe noch eine recht interessante Seite gefunden, incl Tourenvorschlägen in Deutschland!
--> Link
Hier wird darauf hingewiesen, dass aufblasbare Boote windempfindlich sind. Meine Erfahrung ist, dass sehr große Seen (z.B: Müritz, Femund) ohnehin Gefahren für Paddler bergen, da der Wind leicht unterschätzt wird. Ausserdem sind dann die Entfernungen recht groß, die man zurücklegen muss.
Flüsse wie die Havel, Spree, Altmühl, Unstrut oder auch die Elbe bieten da mehr Abwechslung. Ich sage mal so, wo man Segelboote sieht, macht man sich als Paddler so seine Gedanken :wink:
Zu aufblasbaren Booten schreibt das Magazin:
Zitat
"
Wer also weniger Wert auf elegante Technik liegt, sondern einen unkomplizierten schwimmenden Untersatz sucht, für den kann ein Luftboot das Richtige sein
"
Also, gut Paddel 8)
thilo am 27 Apr 2010 13:28:27 Grabner Luftboote kann ich auf Dauer nur empfehlen. Wir kauften uns vor 15 Jahren ein Grabner Dolphin und haben einige Paddeltouren auf Seen und Flüssen gemacht. Dann kam Hausbau und Familienplanung und das Boot wurde auf dem dachboden vergessen. 10 Jahre später heruntergeholt und aufgeblasen und ohne irgend einen Lagerschaden benutzt. Wie neu. Nun toben die Kids damit herum und haben ihren Spaß. Da war im Rückblick jeder Euro gut investiert und auf die Jahre umgerechnet auch niocht teuer.
puget am 27 Apr 2010 13:49:01 eisloewe62 hat geschrieben: Hier wird darauf hingewiesen, dass aufblasbare Boote windempfindlich sind.
. . . Wer also weniger Wert auf elegante Technik liegt, sondern einen unkomplizierten schwimmenden Untersatz sucht, für den kann ein Luftboot das Richtige sein
Ein Boot, das nicht oder nur wenig "über den Kiel gebaut ist", also keinen oder nur einen angedeuteten Kiel hat, kann nicht zufriedenstellend gerade aus laufen und ist folglich außerdem nicht nur sehr Seitenwind empfindlich, sondern reagiert mit jedem Paddelschlag in die dem eintauchenden Paddel entgegen gesetzte Richtung.
Im Wasser entsteht halt kein Grip, sondern nur Strömung . . .
Man kann (bei etwas Kenntnis) dem Kiel eines Bootes die Geradeauslauf-Eigenschaften in etwa ansehen.
Ein schlechter Geradeauslauf verdirbt in den meisten Fällen (außer auf bewegten Gewässern) den wundervollen Spaß am Genuss-Paddeln.
Roman am 27 Apr 2010 21:28:19 puget hat geschrieben:Ein schlechter Geradeauslauf verdirbt in den meisten Fällen (außer auf bewegten Gewässern) den wundervollen Spaß am Genuss-Paddeln.
Da muss ich Horst uneingeschränkt recht geben.
Wer wirklich nur "planschen" will, ist mit den meisten (billigen) Luftbooten gut bedient.
Für Luftboote, die auch bei etwas schwierigeren Bedingungen Spaß machen, und sicher sind, muss man auch tiefer in die Tasche greifen.
Viele Unfälle mit tödlichem Ausgang, in scheinbar für Paddelboote harmlosen Gebieten wie z.B zwischen den Inseln in Kroatien, resultieren nach der Analyse, aus ungeeignetem Material.
Wenn dort Wind aufkommt, ist man den Naturgewalten hilflos ausgeliefert und erreicht höchst wahrscheinlich nicht mehr rechtzeitig das rettende Ufer.
Es ist daher (lebens-)wichtig, dass man genau weiß, was man mit dem jeweiligen Boot machen kann und was nicht.
Roman
|
|