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Frühling in der Normandie 1, 2


eva b. am 06 Mai 2010 14:41:36

Nachdem ich nun so viele Reiseberichte - vor allem natürlich über Frankreich (meine besonderen an Manfred (mk9)) - gelesen habe, fühle ich mich doch ein wenig verpflichtet, auch selber mal wieder aktiv zu werden. Bitte erwartet keine kulturellen Höhepunkte und schraubt eure Erwartungen bzgl. des Bildmaterials deutlich zurück. Ich habe die Kamera einfach im Automatikmodus gelassen und auch schon mal durch die reflektierende Frontscheibe „geknipst“. An dieser Stelle meine Bewunderung für die Aktiven in den diversen Fotothreads hier, wunderschöne und vor allem professionelle Fotos habe ich dort bestaunen dürfen.

Es ging, wie schon an anderer Stelle angedeutet, in die Normandie. Leider hatten wir in diesem Jahr nur zwei Wochen Zeit, da die Feiertage sehr ungünstig liegen und wir gerne auch noch im Herbst und Winter mit dem Mobil unterwegs sein möchten.

Am Freitag den 16.4.2010 starten wir mit dem Ziel Bergkamen ( --> Link ). Das sind 120 km - genug für den ersten Tag, an dem wir beiden noch bis mittags arbeiten mussten. Wir reisen über die A2 und A1 an und kommen trotz Wochenendverkehrs staufrei am Sp an. Einfach ein netter Platz im architektonisch super gelungenem Umfeld. Wir fühlen uns hier wohl und zahlen die 7€ Gebühren gerne (am Automaten, der nur Münzen nimmt). Strom gibt es für 0,50€/kWh, was aber wohl sehr pi mal Daumen ist, denn nach 3 Stunden schaltet der Automat ab, obwohl nur das Ladegerät versorgt wurde.
Wir drehen eine schöne Hunderunde, durch den angrenzenden Wald hin (Naturschutzgebiet Beversee) und am Hafen entlang wieder zurück zum Sp. Die Sonne scheint bei 13°C, für uns ideales Wetter. Zur Abrundung des Tages gibt es den traditionellen Kartoffelsalat mit etwas gewöhnungsbedürftigen holländischen Bio-Würstchen, die ohne „zarten Saitling“ doch recht schlapp auf dem Teller liegen (leider kein Foto :D ).
Die folgenden Bilder (zum Vergrößern bitte anklicken) habe ich schon bei unserer Reise im letzten Jahr gemacht:

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eva b. am 06 Mai 2010 14:52:43

Am Samstag (17.4.) machen wir uns recht früh auf den Weg, denn heute wollen wir über Aachen, Liège, Charleroi und Mons nach Amiens fahren. Die hochgesteckte Fahrstrecke schrumpft angesichts der miserablen Fahrbahn zwischen Liège und Charleroi ganz erheblich. Um einem Stau auszuweichen fahren wir bei nächster Gelegenheit von der AB ab, was sich als großer Fehler herausstellt. Für die nächsten 10 km brauchen wir fast eine Stunde auf holprigen Betonpisten und wie zum Hohn trällert unsere Navidame: Sie befinden sich immer noch auf der schnellsten Route.
Am Nachmittag sehen wir kurz hinter Mons einen See mit guten Parkmöglichkeiten. Wir fahren die nächste Ausfahrt runter und landen am See „Grand Large“ mit Hafen und vielen Touristen. Zwischen den PKWs findet unser Dicker auch noch ein Plätzchen und wir im Hafenrestaurant die guten belgischen Pommes und ein leckeres Stella Artois.
Die Sonne scheint, die Betonpiste mit Eisenbahncharme ist vergessen. Hier lassen wir den Tag ausklingen.

Nachtrag: die Nacht war sehr unruhig, weil eine nahe Disko bis früh morgens Unterhaltung für die Jugend bot. Die Musik empfand ich weniger störend, die rennmäßigen Starts und Stops der Autos allerdings schon. Bei der Gelegenheit hab ich endlich gelernt, wie Geländewagen getunt werden - sie werden tiefergelegt *kopfschüttel*

eva b. am 06 Mai 2010 15:06:38

Es ist Sonntag, die Autobahnen sind leer und so gut ausgebaut (péagé - Maut!), dass der Duc mit 110km/h dahingleitet wie auf Schienen. Und auch die Sonne meint es mal wieder gut mit uns, so macht das Fahren Spaß. Die Musik von Runrig stimmt uns auf die kommende Tage ein und wir landen nach einer kurzweiligen Fahrt in Honfleur.

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eva b. am 06 Mai 2010 15:12:32

Noch ein paar Bilder von der Fahrt.

al am 06 Mai 2010 16:18:07

ein schöner anfang... und über die qualität der bilder mach dir mal keine sorgen.

bitte, weitermachen.

eva b. am 06 Mai 2010 16:22:41

Ich hätt schwören können, dass der Supermarkt in Honfleur sonntags geöffnet hat :roll: Blöd gelaufen, so gibt es halt schon am ersten richtigen Urlaubstag unsere Notreserve, Nudeln mit einer Tomatensauce aus dem Glas. Na ja, wenigstens die Hunde fanden die total lecker.

Der Sp ist fast vollkommen belegt, so haben wir das noch nie erlebt. Allerdings ist ein Teil des Platzes durch eine Baustelle blockiert. Überhaupt wird überall gebaut, auch auf der anderen Seite des Hafenbeckens. Dort entstehen viele Holzhäuser - könnte in Zukunft ganz nett werden, aber uns bleibt dadurch die übliche Hunderunde ums große Hafenbecken verwehrt.

Wir spazieren noch einmal um das kleine Hafenbecken in der Innenstadt, das wie immer von Touristen überlaufen ist. Auf dem Rückweg findet unsere Leni doch noch einen Badeplatz und rettet einen toten Fisch an Land und bringt ihn uns. Braver Hund, sehr aufmerksam. Anschließend sitzen wir noch warm eingepackt in der Sonne, die es nicht so richtig schafft, die letzte Winterkälte zu vertreiben.

Also, noch einmal ganz zerknirscht als Tipp: der Supermarkt (Leclerc?) hat sonntags geschlossen und dafür montags geöffnet.

eva b. am 06 Mai 2010 16:24:43

al hat geschrieben:.. und über die qualität der bilder mach dir mal keine sorgen.

Danke, al, das gibt mir Auftrieb :)

eva b. am 06 Mai 2010 16:32:16

Montag zieht es uns weiter. In Saint-Vaast-la-Hougue soll es einen Sp direkt am Hafen geben. Leider schlecht recherchiert, denn der Platz ist inzwischen für Mobile gesperrt. Es stehen zwar trotzdem welche dort, wir haben jedoch keine Lust mitten in der Nacht vertrieben zu werden und landen auf dem dortigen Cp. Und dieser hat einen vorgelagerten Sp auf Schotter ohne allen Komfort, die Anlagen vom Cp dürfen nicht genutzt werden. Wir ziehen Rasen vor, bekommen einen Platz mit Hecke ringsumzu (hab noch nie verstanden, warum da immer alles blickdicht sein muss) und können sogar die zwei Türme der Festung sehen.

eva b. am 06 Mai 2010 16:42:39

Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Barfleur. Auch dort soll es einen Sp am Hafen geben. Ihr ahnt es vielleicht, die Dinge wiederholen sich. Der Platz ist reserviert für die „Ambulance“, es steht zwar kein Rettungswagen dort, dafür aber einige Mobile. Vielleicht werden sie dort in dieser Jahreszeit toleriert, wir jedoch parken auf einem großen P am Hafen und schauen uns die Stadt an.
Nett hier, typische Steinhäuser, eine Boulangerie (Bäcker), einen kleinen Shopi gibt es, eine sehenswerte Kirche ohne Turm und einen recht großer Hafen, in dem auch Fischerbote liegen. Es wird fangfrischer Fisch angeboten. Ich kann natürlich nicht widerstehen und kaufe zwei Fische, die ich nicht einordnen kann. Lecker waren sie, obwohl die Grätenflut unser Sättigungsgefühl stark ausbremste.

eva b. am 06 Mai 2010 16:46:04

Barfleur

al am 06 Mai 2010 16:53:16

ha, auf diesem mauersims ( saint vaast) bin ich im sommer 2008 entlang und dann rund um die festung. was war meine bande sauer, das ich so lange gebraucht habe. übrigens der festungsbaumeister ist mal wieder vauban. schön erkennbar an der spitze des turms und der ausrichtungen der mauern.


und jetzt mehr!

und wo sind die bilder zwischen den beiden letzten stationen? also honfleur und der manche.

uschi-s am 06 Mai 2010 18:17:54

Schön, was wir bisher zu sehen und lesen bekommen habe. Den ersten Übernachtungsplatz von Euch kennen wir auch, ist ja gar nicht weit von uns entfernt, aber irgendwie schon ein bisschen Urlaub.

Gerd-R am 07 Mai 2010 06:29:27

Hallo,

es hat mir Freude gemacht, den nett geschriebenen Bericht zu lesen und die wirklich gut gelungenen Bilder anzusehen. Im Herbst 2008 waren wir auch in der Normandie und Bretagne. In Honfleur, Saint-Vaast-la-Hougue und Barfleur waren wir auch, so das die Bilder die Erinnerungen an diese Reise wachrufen.

Bin jetzt gespannt, wie es weitergeht. Ich kann aber zunächst nur bis Montag früh mitlesen, weil wir dann auf eine 6-wöchige WoMo-Tour (Polen/Baltikum) gehen.

Gerd

Beduin am 07 Mai 2010 06:59:11

Ich erkenne auch einiges wieder :)
Schöner Bericht und auch die Bilder sind gut, zeigen sie doch was ihr erlebt habt und wo ihr ward :)

Barfleur zu :eek:
St. Vaast auch, schande das ich das nicht besser beschrieben habe, keine Ahnung mehr wo ich da gestanden bin :oops: meine aber das muss der bei der Polizei gewesen sein

eva b. am 07 Mai 2010 07:40:13

al hat geschrieben:und wo sind die bilder zwischen den beiden letzten stationen? also honfleur und der manche.

Da gibt es keine. Wir wollten möglichst schnell zum nordwestlichen Zipfel um dann langsam an der Küste entlang zurückzufahren, deshalb sind wir über die AB gefahren.
uschi-s hat geschrieben:Den ersten Übernachtungsplatz von Euch kennen wir auch, ist ja gar nicht weit von uns entfernt, aber irgendwie schon ein bisschen Urlaub.

Wir waren wirklich überrascht im "Ruhrpott" so einen idyllischen Hafen vorzufinden (unser Urlaub beginnt eigentlich immer erst richtig, wenn Wasser zu sehen ist).
Gerd-R hat geschrieben:Ich kann aber zunächst nur bis Montag früh mitlesen, weil wir dann auf eine 6-wöchige WoMo-Tour (Polen/Baltikum) gehen.

Ach Gerd, wie gerne würd ich auch mal meine Koffer für eine so lange Zeit packen. An dieser Stelle schon mal meine besten Reisewünsche! Und wie ich dich so kenne wird es ja vielleicht wieder einen interessanten Reisebericht geben :)

@Ina,
hab gerade noch mal deinen Normandiebericht gelesen und musste lachen: auch unser Navi wollte uns partout nicht über die Pont de Normandie schicken, sondern verwies immer auf Routen fernab jeglicher Zivilisation. Als ich kurz davor war, es aus dem Fenster zu werfen, fiel mir ein, dass ich ein Häkchen bei "Autobahnen meiden" gesetzt hatte :D

Maxima am 07 Mai 2010 10:54:54

Wunderschöne Sehnsuchtsbilder! Die leeren Strände ein Traum. Ich war noch nie in der Normandie, auch nicht in der Bretagne.
Waren die Lappis denn gar nicht im Meer oder kommen diese Bilder noch? :D

@Gerd
Auf Deinen Reisebericht freue ich mich schon und wünsche Euch eine wunderschöne Reise, toll wenn man sich so viel Zeit nehmen kann.

eva b. am 07 Mai 2010 11:02:56

Ist nur ein Labradormädchen, das andere ist ein Rottweiler, der findet es schon scheußlich, wenn nur die Füße nass werden.
Klar war Leni im Wasser, das braucht sie unbedingt zum Wohlbefinden, aber da waren wir immer ohne Kamera unterwegs :(
Den Bericht schreibe ich erst nächste Woche weiter.
Euch allen ein schönes Wochenende!

al am 07 Mai 2010 11:56:00

haha, ich hab auf meinem navi auch "autobahn meiden" vermerkt, aber die pont de normandie, die muss einfach sein.... ausser ich komme von rouen her....

eva b. am 29 Jun 2010 08:13:55

eva b. hat geschrieben:Den Bericht schreibe ich erst nächste Woche weiter.


Na ja, das war ein seeehr langes Wochenende :D
Aber jetzt geht es weiter:

Wir fahren weiter nach Gatteville-le-Phare, wo es den höchsten Leuchtturm Frankreichs geben soll. Tatsächlich sehen wir den Turm schon lange, bevor wir das Dorf erreicht haben. Aber bis zum Turm und Dorf schaffen wir es nicht, denn vorher lässt ein etwas verwahrlost anmutender Cp unser Herz höher schlagen. Zwischen scharrenden Hühnern und meckernden Ziegen stellen wir unser Mobil direkt neben einer menschenleeren Badebucht ab. In der Ferne hören wir ein vom Wind verwehtes I-Aah, was unsere ängstlich Hündin schnell wieder im Mobil verschwinden lässt. Ein Esel wartet dort wohl auf seinen Mittagsnack.
Hier können wir die Seele baumeln lassen.
Camping LA FERME DU BORD DE MER in Gatterville.

eva b. am 29 Jun 2010 08:19:54

Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang zum Leuchtturm. Dazu gehen wir einfach die kleine Straße direkt neben dem Mobil immer am Wasser lang. Warum gibt es hier keinen Verkehr? Die Antwort finden wir ein Stück weiter - die Straße verläuft im wahrsten Sinne im Sande. Kurz davor gibt es noch einen Parkplatz vor einer Austernzucht, von dort geht es nur noch zu Fuß weiter. Den Leuchtturm erreichen wir übrigens wieder nicht, denn der tiefe Sand bremst unsere Unternehmungslust.

Am nächsten Morgen (Dienstag, d. 20.4.)gibt es einen herrlichen Sonnenaufgang.

eva b. am 29 Jun 2010 08:44:41

Wir machen uns auf das Dorf Gatteville zu erkunden. Auf einem großen Umweg erreichen wir den Ort sozusagen durch den Hintereingang und sind beeindruckt: eine imposante Kirche, ein zentraler Platz, der von alten Steinhäusern umgeben ist und der Ort ist menschenleer. Es gibt eine Bäckerei und einen Schlachter - beide Läden sind geschlossen, obwohl es 11 Uhr ist. Die einzigen Lebewesen sind zwei dicke Labradorhündinnen, die uns argwöhnig beäugen, vermutlich weil sie schon lange keine Touristen mehr im Dorf gesehen haben. Hier soll es sogar einen ausgewiesenen Stellplatz für Wohnmobile geben, wo der wohl sein mag?

Am nächsten Tag (Mittwoch, d. 21.4.) legen wir einen Faulenzertag ein. Die Sonne scheint, die Campingliegen locken zu einem Schläfchen an der frischen Luft. Bei den Hofhühnern hat es sich herumgesprochen, dass es bei uns das beste Baguette gibt. Rings um den Tisch wird gepickt und gescharrt und die Hunde finden das Federvieh einfach nur langweilig. Ja wenn das Kaninchen wären, dann hätte Max sofort ins Jagdhorn geblasen :?
Am Nachmittag entdecken wir einen schönen Weg in der Ort Barfleur: rechts vom Cp runter, dann immer am Wasser lang. Belohnt wird der Fußmarsch mit einem leckerem Café au Lait.

(Die Bilder können alle durch Mausklick vergrößert werden.)

eva b. am 29 Jun 2010 08:56:49

Donnerstag (22.4.) geht es endlich weiter nach Port-en-Bessin. Auch hier soll es einen Platz am Hafen geben, aber ihr ahnt es schon: auch hier ist der Hafen für Mobile gesperrt. Bei dem hohen Aufkommen an Wohnmobilen schon jetzt in der Vorsaison wundert mich diese Entwicklung nicht, denn die Städte werden geradezu überrollt von der weißen Flotte. Leider, leider muss ich sagen, dass wir zu einer echten Plage geworden sind.
Etwas oberhalb des Hafens wurde ein neuer Sp (am Sportplatz) angelegt. Der Platz ist kostenlos und man ist nach wenigen Metern im Zentrum. Allerdings konnte uns die Lage nicht überzeugen, auch weil es keine Fußwege für die Gassigänge gab, aber für eine Übernachtung geht das schon mal.
Es ist gleich 20 Uhr und die Stellplätze sind fast alle belegt. Unser Nachbar demonstriert sein umweltbewusstes Verhalten: das Brauchwasser wird mühsam aufgefangen und 5 Meter weiter in die Böschung gekippt und die kleine Tochter hilft ihm dabei :?

Maggie am 29 Jun 2010 10:29:03

eva b. hat geschrieben:
Gerd-R hat geschrieben:Ich kann aber zunächst nur bis Montag früh mitlesen, weil wir dann auf eine 6-wöchige WoMo-Tour (Polen/Baltikum) gehen.

Ach Gerd, wie gerne würd ich auch mal meine Koffer für eine so lange Zeit packen. An dieser Stelle schon mal meine besten Reisewünsche! Und wie ich dich so kenne wird es ja vielleicht wieder einen interessanten Reisebericht geben :)

Hallo Eva,
schön, dass es weiter geht. Du hast sicherlich nur abgewartet, bis Gerd wieder da ist, oder?! :) :razz:

von Maggie

eaglesandhorses am 29 Jun 2010 10:35:24

Ein sehr schön geschriebener und bebilderter! Bericht. Bitte mee(h)r.

al am 29 Jun 2010 10:48:08

eh genau,.... meeeeeer und mehr. :wink:
ps. die texte gefallen mir genauso wie die bilder.

eva b. am 29 Jun 2010 13:08:59

zimtzicke hat geschrieben:Du hast sicherlich nur abgewartet, bis Gerd wieder da ist, oder?!

Genau das war der Grund für die lange Pause, Maggie 8)

Heute (Freitag d. 23.4.) wollen wir einen Cp aufsuchen, weil die Franzosen das schöne Wetter am WE nutzen werden und es dann bestimmt eng auf den Stellpätzen wird. Es soll auf den Cp „Le Point du Jour“ in Merville-Franceville gehen, den wir von einerm früheren Besuch noch positiv in Erinnerung haben. Die Sonne begleitet unsere Fahrt und ein Bäcker am Straßenrand sorgt für leckere Croissants und Baguette. Überhaupt gibt es noch in jedem kleinen Dorf eine Boulangerie und das Brot schmeckt überall anders. Es lohnt sich also von der Hauptstrecke in den nächsten Ort abzuzweigen und sich immer wieder auf köstliche Überraschungen einzulassen.
In Ranville machen wir eine Pause am Memorial und bestaunen die Pegasusbrücke, zu der Forumsmitglied al schon mal etwas geschrieben hat (ich find‘s grad nicht wieder, aber hier: --> Link gibt es Informationen).

eva b. am 29 Jun 2010 13:21:13

Wir haben Glück und bekommen auf dem Cp einen Platz direkt am Stranddurchgang. Herrlich! Sonne, blaues Wasser und weißer Strand, die besten Motive für eine Urlaubskarte - vorausgesetzt man beherrscht die hohe Kunst des Fotografierens. Ich begnüge mich laienhaft mit der Automatikeinstellung der Kamera :D

eva b. am 29 Jun 2010 13:50:17

Der Samstag (24.4.) beginnt wie jeder Urlaubstag mit einem ausgiebigen Frühstück.

eva b. am 29 Jun 2010 13:55:17

Nach einem letzten Strandspaziergang brechen wir auf Richtung Honfleur.
Der Cp „La Briquerie“ liegt auf dem Weg und wir beschließen, hier zu übernachten.
Wir werden mit einem Schwimmbad (Wasser beheizt), kostenlosem Internetzugang und einem eigenen Frisch- und Abwasseranschluss verwöhnt. Auweia, das wird sich in der Rechnung widerspiegeln :?
Um es vorweg zu nehmen: 23€ haben wir bezahlt, weniger als bei vielen anderen Cps ohne diesen ganzen Luxus. Das Umfeld des Cps hat nicht viel zu bieten, allerdings kann man das Zentrum von Honfleur gut mit dem Fahrrad erreichen (ca. 3,5km) und gleich um die Ecke gibt es einen großen Supermarkt. Ok, das ist keine Attraktion, aber wenn das Essen einen hohen Stellenwert hat, ist das eine wichtige Information :D

eva b. am 29 Jun 2010 15:39:22

Es ist Sonntag (25.4.), ab Mittag leeren sich die Stellplätze wieder, weil die französischen Nachbarn wieder zu Arbeit müssen. Wir packen unsere Siebensachen und verlassen Calvados und fahren zurück in die Haute-Normandie mit dem Ziel Etrétat.
Wieder führt der Weg durch Honfleur, über die Pont de Normandie und dann immer an der Küste entlang. Wir kommen an Heuqueville vorbei, das bei uns ganz alte Erinnerungen wachruft. Vor ca. 20 Jahren haben wir - aus Ermangelung an den damals noch nicht üblichen Stellplätzen - in diesem winzigen Dorf in einer Seitenstraße übernachtet und waren DIE Attraktion für die Einwohner. Seitdem gibt es eine Metapher in unserem Sprachgebrauch: "Mann mit Milchkanne" bedeutet (mal modern ausgedrückt): Mensch mit debilem Hintergrund. Ein solcher ist nämlich stundenlang mit einer Handkarre, auf der sich eine leere Milchkanne befand, um uns herumgelaufen. Es ist schon merkwürdig, welche wirklich unwichtigen Ereignisse im Gedächtnis haften bleiben.
So, nach diesem kleinen Exkurs zurück zum Reisebericht :)

eva b. am 29 Jun 2010 15:58:22

Wir landen auf dem Cp Municipal von Etrétat. Auf dem direkt nebenan liegenden Stellplatz ist es uns zu eng. Ein Entschluss, den wir nicht bereuen, denn der Platz gefällt. Überschaubar klein, keine Hecken und saubere und warme Duschen ohne Zeitbeschränkung (wenigstens einmal im Urlaub so richtig Wasser verschwenden). Die Kosten sind auch moderat: 11,80€ bezahlen wir. Wer allerdings Strom möchte, dem wird genau wie uns nur ein Kopfschütteln bleiben: pauschal 6€ pro Tag.
Der Weg in die Stadt und zu den berühmten Falaises ist recht weit, deshalb satteln wir die Räder und machen einen Stadtbummel. Fotos davon gibt es keine, das Internet bietet reichlich davon.
Abgerundet wird der Tag mit leckeren Moules Marinières und Frites (wir waren im Restaurant, hier aber ein Rezept für euch Daheimgebliebene zum Nachkochen: --> Link , gut bebildert, da braucht's keine Französischkenntnisse).
Der anschließende Verdauungsspaziergang mit den Hunden führte uns in der Berghang hinterm Cp: am Ausgang rechts, dann nach einigen Metern den grasbewachsenen Alleeweg rechts hochlaufen. Leider kann man auf dem Hangweg nicht ins Zentrum, weil ein Privatzaun das verhindert. Achtung Hundebesitzer: am Ende des Alleeweges wartet eine ganze Kleinhundemeute auf arglos vorbeischlendernde Fremdhunde, allerdings durch einen Zaun gesichert. Unser Max war ganz verzückt, alles Hundemädels *inschaleschmeiss*. Wer Rüden kennt, weiss schon was ich meine, Bauch rein, Brust raus und so :D

Beduin am 29 Jun 2010 16:07:30

schööööööööööööön das dieses lange We endlich rum ist. Macht nicht nur Spass die Bilder zu sehen, sondern auch dich zu lesen. Hast einen erfrischenden Stil :D

eva b. am 29 Jun 2010 16:17:22

Unser Ziel am nächsten Tag ist Le Portel in der Nähe von Boulogne. Wir haben schon im letzten Jahr gesehen, dass dort dicht am Strand ein neuer Sp angelegt wurde. Der halbe Platz ist durch Schaustellerwohnwagen belegt und es ist sehr unruhig, weil noch Strom- und Wasserleitungen für diese Wagen verlegt werden.
Leider dürfen Hunde nicht mit auf den Spazierweg rechts am Meer, deshalb müssen wir zum Strand runterklettern.
Die Gebühren für den Platz (3€, in der Hochsaison 5€) und Strom werden mit Kreditkarten bezahlt. Wir haben gar nichts bezahlt, weil die Beschreibung alles andere als verständlich war (siehe Foto).

eva b. am 29 Jun 2010 16:31:09

Hallo Ina, irgendwie stehe ich ja auch in deiner Schuld, schließlich hab ich schon sooo viele Reiseberichte von dir lesen dürfen.
Ich hatte ganz vergessen, wie viel Arbeit das Schreiben und Schnippeln macht, deshalb an dieser Stelle noch mal einen Knicks für die Vielschreiber :respekt:

Beduin am 29 Jun 2010 16:45:24

Früher habe ich die Reisebericht auf meinem Navi :eek: getickert, eben das alles frisch ist und weil ich dann nicht die ganze Arbeit habe wenn ich wieder da bin. Jetzt bin ich moderner und machs mit dem Läppi, da sind einfach die tasten grösser ;D
Danke für das Lob

eva b. am 30 Jun 2010 14:52:35

Am Mittwoch d. 28.4. zieht es uns mal wieder in die Cité Europe. Unser Mobil parkt auf dem einzigen Schattenplatz unter einem Baum und wir stürzen uns ins Getümmel.
Von unserem letzten Besuch weiss ich noch, dass es im Supermarkt eine Theke gibt mit einer riesigen Auswahl an Pasteten. Die sind wirklich alle uneingeschänkt zu empfehlen. Lecker!
Ein paar Stunden später und um einige Euros ärmer fahren wir ermattet die 8 Kilometer bis zum Stellplatz in Escalles. Wir genießen die Sonne, die Pasteten und den Wein und können in der Ferne England und den Kanal sehen.

eva b. am 30 Jun 2010 15:26:27

Es hilft nichts, wir müssen Frankreich verlassen. Da die belgischen Autobahnen so schlecht sind, wollen wir das Land auf dem kürzesten Weg durchqueren und beschließen, durch den Westerscheldetunnel bei Terneuzen zu fahren. Ein sehr guter Entschluss, wie sich später herausstellt, denn durch Zufall entdecken wir in NL einen offiziellen Sp in Sas van Gent, direkt hinter der belgisch/niederländischen Grenze. Auf einer Halbinsel gelegen an einem kleinen Hafen. Es gibt einen schönen Spazierweg am Kanal Gent-Terneuzen entlang. Es sind nur wenige Meter bis in das Dorfzentrum, in dem es sogar einen recht großen Supermarkt gibt (Albert Heijn). In einer typischen niederländischen Patat-Bude gibt es endlich mal wieder Loempia und ein kaltes Grolsch.
Auf dem Sp sind leider nur 2 Mobile zugelassen, obwohl sehr viel Platz vorhanden ist. Am Abend stehen dann doch 5 Mobile hier, was offensichtlich niemanden stört.
Ach ja, der Platz ist gut ausgeschildert, bietet keine V/E etc., ist dafür aber kostenlos. Sogar ein freies WLAN-Netz haben wir gefunden.

eva b. am 30 Jun 2010 15:29:57

Am nächsten Tag treten wir endgültig die Heimreise an. Bei der Passage durch den Tunnel müssen wir dann doch mal ordentlich schlucken: 17,50€ müssen Mobile bezahlen, Gespanne nur 7,15€.
Und es regnet zum ersten Mal seit Urlaubsbeginn.

al am 30 Jun 2010 16:35:45

ok. dem regen habt ihr dann doch hoffentlich verziehen. und der tip mit sas van gent ist interessant. bedankt.

Gerd-R am 01 Jul 2010 07:59:53

eva b. hat geschrieben:Wir fahren weiter nach Gatteville-le-Phare, wo es den höchsten Leuchtturm Frankreichs geben soll. Tatsächlich sehen wir den Turm schon lange, bevor wir das Dorf erreicht haben. Aber bis zum Turm und Dorf schaffen wir es nicht, denn vorher lässt ein etwas verwahrlost anmutender Cp unser Herz höher schlagen. Zwischen scharrenden Hühnern und meckernden Ziegen stellen wir unser Mobil direkt neben einer menschenleeren Badebucht ab. In der Ferne hören wir ein vom Wind verwehtes I-Aah, was unsere ängstlich Hündin schnell wieder im Mobil verschwinden lässt. Ein Esel wartet dort wohl auf seinen Mittagsnack.
Hier können wir die Seele baumeln lassen.
Camping LA FERME DU BORD DE MER in Gatterville.


Hallo Eva,

auf diesem CP haben wir 2008 für zwei Nächte auch gestanden. Aber nicht vorne an, sondern im hinteren Teil des Platzes. Wir mussten mit dem Wohnmobil ziemlich durch die Büsche fahren. Aber er war recht urig und er hat uns gut gefallen.

Den Esel haben wir auch gesehen und gehört. Siehe Bild.

Vielen Dank für den nett geschriebenen Bericht und die tollen Bilder.

Gerd

mk9 am 08 Jul 2010 14:28:15

Hallo Eva,

ich habe mir Deinen Reisebericht bis heute aufbewahrt.

Das hast Du sehr, sehr schön gemacht. Alles schön beschrieben und ganz tolle Fotos sind das geworden. :daumen2: In dem Bericht den Du am 29.6. geschrieben hast mit dem Bild 213 fragst Du: und was ist das ?

Die Antwort kann ich Dir geben: eine Waschmaschine oder 2 könnte aber auch 1 Waschmaschine und ein Trockner sein. Jedenfalls siehst Du das häufig auf CP`s, wo entweder Schausteller oder "fahrendes Volk" übernachten. Habe es schön häufiger in Frankreich gesehen. Sind häufig in einem großen Clan unterwegs, zuletzt auf einem großen CP in Issoire südlich von Clermont-Ferrand an der A 75 gesehen. Waren sehr freundliche Leute dort, höflich und zuvorkommend uns gegenüber. Bei einem Spaziergang auf dem CP, an deren Wohnwagen vorbei sogar zu einem kleinen Getränk eingeladen worden. Hab es aber freundlich verneint, hätte mich ja ohnehin nicht mit ihnen unterhalten können. Diese Leute hatten auch so einen separaten Anhänger mit Waschmaschine und Trockner dort stehen.
Natürlich waren die E.-Säulen auch entsprechend hoch abgesichert ( 16 Ampere ). Im Büro des CP war jeder Elektroanschluß für den gemieteten Platz im Computer gespeichert und wurde nach Stromverbrauch bei der Abreise separat abgerechnet. Einschaltung des Stromes und Verbrauch konnte dann per PC vorgenommen bzw. abgelesen werden. Das nur zur Erläuterung.

Zum Schluß möchte ich mich nochmals für den schönen, bebilderten Bericht bedanken. War ein Trostpflaster für mich bzgl. der Niederlage unserer WM - Elf.

Liebe aus VIE-Dülken

Manfred ( mk9 )

eva b. am 08 Jul 2010 15:11:58

Hallo Manfred,
bei den Schaustellern hatte das ganze Equipment einen technisch hohen Standard. Du hast recht, auf dem Anhänger war eine Waschmaschine und ein Trockner. Ich habe so etwas noch nicht gesehen :eek: Und die Wohnanhänger waren auch beeindruckend, fast alle hatten Slide-Outs (deshalb die leeren Radkästen auf dem anderen Foto) und teilweise gab es sogar Sonnenterrassen.
Gräm dich wegen der WM nicht allzu sehr. Die Spanier waren eindeutig besser und haben es verdient im Finale zu stehen.
Ich hab es schon an anderer Stelle geschrieben: ich habe erst jetzt wieder gemerkt, wie mühsam es ist, einen Reisebericht zu schreiben. Deshalb nochmals ein ganz großes Dankeschön an dich für die vielen, vielen Berichte hier im Forum!

mk9 am 08 Jul 2010 19:55:56

Hallo Eva,

sicherlich ist es mit viel Zeit und Arbeit verbunden, wenn man von einer Reise berichtet. Aber ich finde es einfach schön, seine Erlebnisse auch den anderen Forenmitgliedern mitzuteilen.

Das war eines der Gründe, weshalb ich seinerzeit auch von unseren Reisen berichtet habe. Was geschieht denn später einmal mit all meinen Fotoalben, ich weiß es nicht. Irgendwann verschwinden die einfach und bisher wußten nur meine Frau und Kinder von unseren Reisen. Es sin ja keine Geheimnisse, die man unter Verschluß hält.

Und Freude hat es unzähligen Lesern gemacht, wenn ich an all die Aufrufe denke und ich habe all die Reisen noch einmal erlebt als ich die Berichte geschrieben habe. So wird es Euch auch ergehen, wenn Ihr Jahre später nur die Bilder anschaut und dann sagen: Weißt Du noch damals in der Normandie 2010. Irgendwann wirst Du Dich an meine jetzigen Worte erinnern und sagen, oder auch nur denken, da hat Manfred seinerzeit recht gehabt.

Apropos Halbfinale: die Spanier haben verdient gewonnen, jetzt freue ich mich besonderns auf den Sonntag. Dann gewinnt Holland und bin wieder zufrieden. Schön wäre es doch gewesen, wenn Deutschland und Holland im Finale gestanden hätten, wie 1974. Damals haben wir das Endspiel in Casteldefels, an der Costa Brava, verfolgt.

So, nun wünsche ich noch einen schönen Abend.

Liebe vom linken Niederrhein
Manfred

friedhelm28 am 08 Jul 2010 22:25:21

Hallo Eva

Sehr schöner Bericht von Dir/Euch. Da bekommt man sofort Lust los zu fahren. Mit dem Parkschein-Automaten das hatten wir auch ein mal, bloß wir wollten raus fahren und erst nach Zahlung ging der Poller runter. "Man was haben wir gefummelt und Knöpfe gedrückt, bis wir das herausgefunden haben wie das geht und wir Fahren konnten. (Ich glaube heute würde ich wieder "Doof" da vor stehen)

:klatschen: "Toller Bericht" :klatschen:

mk9 am 03 Feb 2017 14:47:57

Kleine Aufmunterung :) für Diejenigen, die auf den Frühling warten: Reisebericht aus dem Jahre 2010 von Eva.
Lesens- und sehenswert. Dabei spielt das Jahr 2010 keine Rolle.

Gruß
Manfred

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