Scout am 04 Apr 2005 23:03:34
Hallo!
Zu dem Thema Gaswarngeräte habe ich im Internet recherchiert und möchte ein paar grundsätzliche Anmerkungen machen.
Ich habe mehrere Narkosegaswarngeräte gefunden. Wenn ich richtig gelesen habe, reagieren alle auf organische d.h. brennbare Gase, damit auch auf Alkoholdampf und sonstige brennbare Körpergase.
Brennbare organische Narkosemittel wie Äther, das in den Starthilfesprays für Dieselmotoren enthalten ist, werden solche Systeme erkennen. Es gibt aber auch nichtbrennbare anorganische Narkosemittel, wie Distickstoffmonoxyd (Lachgas) das z.B. in Sahnesprühdosen als Treibgas enthalten ist. Profis würden natürlich keine Sahne ins WoMo sprühen, sondern das Narkosegas, das in Stahlflaschen erhältlich ist. Da in den Gerätebeschreibungen brennbare Gase genannt werden, ist zu vermuten, dass die Geräte dieses Lachgas nicht erfassen.
Der Sensor sollte da angebracht werden, wo die höchste Gaskonzentration auftritt.
Wenn Narkosemittel in das WoMo eingeleitet werden reichern sich entweder am Boden an, oder verteilen sich gleichmäßig in der Luft. Da die Dichte dieser Mittel höher als die Dichte der Luft ist, werden sie sich nicht an der Decke ansammeln.
Reichern sie sich am Boden an, ist die beste Messstelle am Boden. Verteilen sie sich gleichmäßig in der Luft, kann ich an jedem Punkt des Raumes messen. Im Bereich der Nase ist ein ungünstiger Ort. Wenn dort die Alarmkonzentration erreicht wird, kann in ungünstigen Fällen in anderen WoMo-Bereichen schon eine wesentlich höhere Gaskonzentration herrschen und man wird trotz Alarm narkotisiert.
Meine Einschätzung ist:
Mit dem Einbau macht man nichts falsch.
Dies als Ersatz für mechanische oder organisatorische Maßnahmen zur Einbruchsverhinderung einzusetzen, wäre recht abenteuerlich.
Es suggeriert ein falsches Sicherheitsgefühl.
Ich würde mich auf eine verlässliche Wirkung nicht verlassen.
Wolfgang