Wie angekündigt nunmehr der Reisebericht zu unserer ersten "großen" Fahrt mit unserem "alten Schätzchen".
1. Etappe: Köln - Honfleur (610km)
Am 8. August ging es bei strömenden Regen los. Eigentlich wollten wir nur bis Bertangles (in der Nähe von Amiens) fahren und auf dem CP am dortigen Schloss unsere erste Übernachtung wahrnehmen (412km). Da dort das Wetter aber aucch nicht besser war, haben wir uns kurzfristig entschlossen Richtung Honfleur zu fahren und zu hoffen, dass der Weettergott uns gnädig ist. Er war es ... In Honfleur war wunderbares Wetter und nachdem wir unseren "Willi" (ja, unser Wohnmobil heißt tatsächlich Willi, genauer gesagt Willi Wohnmobil) auf dem Steellplatz am Hafen zu etwa 150 anderen gefährten gestellt hatten, haben wir uns das Örtchen angeschaut, echt nett. Dazu frisches Baguette, leckeren Rotwein, die Sonne, was will man mehr ...
2. Etappe: Honfleur - Saint Pair sur Mer (185km)
Am 9. August wollten wir eigentlich von Bertangles nach Granville fahren. Da wir aber schon an der Küste waren, haben wir uns abseits der großen Straßen an der Küste entlang geschlängelt und so einen echt tollen Eindruck von der Umgebung erhalten. Da der SP in Granville uns nicht zugesagt hat, sind wir kurzentschlossen einen Ort weiter gefahren und haben dort einen super SP mitten im Ortszentrum zwischen Teennisanlage, Supermarkt und Kirch gefunden. Hier waren etwa 20 Plätze auf Asphaalt angelegt, V/E gab es auch. Da das Wetter nach wie vor schön war, haben wir noch einen schönen Nachmittag am Strand verbracht.
3. Etappe: Saint Pair sur Mer - Plouescat (270km)
Am nächsten Morgen haben wir unseren Augen nicht getraut; Reegen, Regen, Regen. Wir sind dann schnell aufgebrochen, da wir guter Hoffnung waren, dass an unserem nächsten Zielort besseres Weetter sein würde. Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt und war dann leider auch tot ...
Wir hatten aus Deutschland hier von Di bis Fr einen Platz auf dem CP La Baie de Kernic reserviert, da wir hier unserer Tochter (8 Jahre alt) und unserem Familienwuff etwas Zeit zur Entspannung geben wollten. Neben dem Freiluftpool gab ees zum Glück auch ein kleines Hallenbad, denn die nächsten Tage waren doch eher kühl. Die Landschaft hier war beeindruckend, tolle Dühnen, tolle Feelsen zum (gefahrlosen) Klettern. Neben dem CP gab es einen kostenlosen SP, allerdings ohne jegliche Infrastruktur, also keine V/E, nur Müllcontainer.
Da sich die nächste Einkaufsmöglichkeit in etwa 4km Entfernung befand, habe ich mich dann zwischendurch mal aufs Rad geschwungeen und für Lebensmittelnachschub gesorgt. Zum Glück war die Bäckerei nur etwa 500m etnfernt!
4. Etappe: Plouescat - Prefailles (320km)
Nach erholsamen aber kühlen Tagen in Plouescat ging es dann am Freeitag weiter nach Prefailles. Der dortige SP liegt direkt am Meer, auf Schotteruntergrund, leider aber ohne unmittelbare V/E, diese ist ca. 2km entfernt im Ort. Morgens kamen zwei Bäcker vorbei, die ihre Backwaren angeboten haben.
Nach einem Strandspaziergang, hat neben uns ein Wohnmobil mit deutschem Kennzeichen und einer Familie mit zwei Hunden eingeeparkt, mit denen wir einen netten Grillabend verbracht haben. An dieser Stelle liebe nach Siegburg ...
5. Etappe: Prefailles - Saint-Georges-D`Oleron (280km)
Voller Vorfreude ging es dann die Atlantikküste weiter runter Richtung Süden. Dort hatten wir eine Woche auf dem CP Le Suroit auf der Ile D´Oleron reserviert. Da der Samstag auch in Frankreich in den Ferien Wechseltag ist, fuhren wir von Stau zu Stau und haben fast 10 Stunden für die Strecke benötigt.
Der CP selber war sehr schön, unter deutscher Leitung, nur leider aucch wieder sehr, sehr abseits gelegen. Der nächste Supermarkt war 7km entfernt, der nächste (tägliche) Markt etwa 4km. Auch hier wurden immer mal wieder Radtouren erforderlich, um Großeinkäufe zu tätigen.
Auch hier haben wir eine nette deutsche Familie kennen gelernt und einige schöne gemeinsame Momente erlebt. An dieser Stelle dann auch liebe nach Sprockhövel!
Auch hier hatten wir leider kein richtiges Badewetter, es schien zwar überwiegend die Sonne, allerdings bei Temperaturen um die 23 Grad.
6. Etappe: Saint-Georges-D`Oleron - Beaugancy (320km)
Aufgrund unserer Erfahrungen von der Hinfahrt (Samstag als Wechseltag) sind wir früh aufgebrochen, um vor dem großen Schwung von der Insel zu kommen. Nach einem kurzen Stück Autobahn sind wir dann durch das Loiretal bis nach Beaugancy gefahren. der dortige SP liegt direkt an der Loire und ist schön schattig. Auch hier gibt es V/E. Beaugancy ist ein nettes, altes Städtchen, das sich zu besuchen lohnt. Zudem fand direkt neben dem SP eine Stadtfest mit Tanzrevue und Kirmes Stadt, so dass wir auch hier einen schönen Abend verbringen konnten.
7. Etappe: Beaugancy - Lac D´Orient (215km)
Nach verregneter Nacht sind wir zunächst einmal zum Schloss Chambord gefahren (ca. 25km) und haben dieses riesige Schloss besichtigt. War schon beeindruckend. Das Wetter wurde auch besser so dass wwir kurzfristig (mal wieder) umdisponiert haben und Richtung Lac D`Orient gefahren sind, da meine Familie noch eine Nacht auf einem CP (wegen Duschen usw.) verbringen wollte. Tatsächlich haben wir dort auf dem CP Kawan Resort noch ein Plätzchen ergattern können. Nach ausgiebigem Schwimmen und Duschen haben wir auch hier noch einen schönen, sonnigen Abend verbracht.
8. Etappe: Lac D`Orient - Köln (520km)
Die Nacht war verregnet und da es sich mittlerweile so richtig eingeregnet hattee, haben wir unsere Pläne erneut geändert und uns entschlossen direkt nach Hause zu fahren. Erst hinter Lüttich hörte der Regen auf und die Sonne kam eetwas heraus, so dass wir mit einem guten Gefühl wieder heimgekehrt sind.
Alles in allem sind wir über 3000km durch Frankreich gereist, unser Willi hat uns treu begleitet und uns zu begeisterten Wohnmobilisten gemacht.
Im nächsten Jahr wollen wir nach Kroatien ... ach wäre es nur schon soweit ...

