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Eine tolle Gegend, viel Historisches und eine wunderbare Wohnmobil-Infrastruktur haben wir auf unserer Sommerfahrt Juli/August 2010 erfahren dürfen!
Los ging es über Brüssel - Freunde besuchen - und von dort bis an die belgische Kanalküste. Ab da sind wir ausschließlich an der Küste entlang gefahren. Die Reise sollte auch noch durch die Bretagne gehen, aber wir haben es nur bis St. Malo geschafft - vorher einfach zu viele schöne Stopps :-). Hier also ein kleiner Überblick über einen bereisenswerten Landstrich... In Brüssel sind wir abends angekommen, haben dann mit unseren Bekannten geklönt und sind am nächsten Tag gleich weitergefahren - also keine Brüsselbilder.
Erster Stopp war dann Calais, wo wir uns zunächst freuten, noch einen Stellplatz ergattert zu haben, dann aber feststellen konnten, dass man auch außerhalb des offiziellen SP stehen kann und es noch einen SP näher an der Stadt gibt... Aber schön war´s auf jeden Fall! Dicke Schiffe, toller Sonnenuntergang. Die Stadt selbst war bei einem kurzen Durchgang hauptsächlich wg. ihrer vielen Fährtouristen interessant. Auf der Weiterfahrt Richtung Boulogne-sur-Mer haben wir dann die wohl "klassischen" Stopps am Cap Blanc-Nez und Cap Gris-Nez gemacht, wobei uns der Blick und die Landschaft an ersterem viel besser gefallen hat. Bei gutem Wetter Blick auf die Kreidefelsen von Dover und nicht übersehbare Reste des 2. Weltkriegs. Am Cap Gris-Nez drehte eine französische Band gerade ein Video, so dass wir von Schlagzeugsoli begleitet dort herumliefen. Erzeugte eine ganz interessante Atmosphäre.
Boulogne selbst ist an der Hauptstraße erstmal gar nicht schön und weil´s schon spät war, haben wir uns den Aufstieg in die Altstadt erspart (die soll aber toll sein - nächster Urlaub ;-) ...). Außerdem noch: Batterie Todt, Esel und die Skyline von Boulogne Übernachtet haben wir dann auf dem SP in Le Portel, der hier auch gepostet wurde. Wollten eigentlich nur gucken, fanden es dann aber sehr nett dort (der Bezahlautomat war kaputt... dazu später mehr). Am nächsten Tag haben wir uns das Dorf angeschaut und den (bei Ebbe) weitläufigen Strand angeguckt und sind dann glatt noch ne Nacht geblieben. ...bezüglich des Bezahlens in Le Portel und dem damit verbundenen Rausfahren vom SP folgende schöne Urlaubserinnerung: Als wir kamen, war die gesamte Bezahlanlage außer Betrieb - also einfach draufgefahren. Während unserer Standzeit wurde die Anlage allerdings wieder in Betrieb genommen und man konnte die Schranke nur öffnen, wenn man einen Code eingibt, den man beim REINFAHREN bekommt. Hatten wir natürlich nicht. Großes Palaver und nette fast deutschsprechende Belgier halfen und ein freundlicher Gemeindearbeiter gab dann wasauchimmer ein und die Schranke öffnete sich. So, freigekommen in Le Portel ging´s dann weiter nach Le Touqet. Ein großzügiger Stellplatz mit fertig ausgebautem Fahrrad- und Fußgängerweg an der Küste entlang in die Stadt. Die bietet mal wieder breiten Strand bei Ebbe und eine lebhafte Altstadt - Gastronomie ohne Ende... Außerdem mündet hier die Canche in den Kanal, schöner Anblick mit vielen Seevögeln. Nach dem lebhaften Le Touqet die fast totale Ruhe gefunden: Le Hourdel.
Wetter wurde kurzzeitig etwas schlechter, daher Seehundebeobachtungstation leider abgebaut. Nichtsdestotrotz ein toller Ort... Leider wurde während unseres Aufenthaltes eine Person gesucht; Hubschrauber, Rettungstaucher und Polizei waren unterwegs, weil am Strand Schuhe und ein Rucksack zurückgeblieben waren. In dem Watt kann man sich aber auch echt verlaufen, wir wissen nicht, wie es ausgegangen ist...und drücken die Daumen, dass alles ok ist Nach den naturnahen Tagen in Le Hourdel ging es weiter nach Dieppe. Eigentlich war dies gar kein Ziel, aber stellte sich dann als gute Übernachtung heraus. Auf dem Weg noch Le Treport angeguckt - sehenswert und lecker Fritten :-) . Auch die Steilküste ist nicht zu verachten.
In Dieppe gibt es (mind.) 2 Stellplätze, einer etwas außerhalb der Stadt, aber auch an einer Straße gelegen und einen innenstadtnahen. Dort waren wir und haben es nicht bereut: Kiesstrand und Kanalblick direkt vor der Haustür, Innenstadt Laufnähe. Es lohnt sich, dort mal einen Halt zu machen! [quote="pepe20"]Übernachtet haben wir dann auf dem SP in Le Portel, der hier auch gepostet wurde. Wollten eigentlich nur gucken, fanden es dann aber sehr nett dort (der Bezahlautomat war kaputt... dazu später mehr).
Guude! Die Bezahlautomaten werden immer mehr. Offenbar haben die franz. Stellplatzbetreiber die Nase voll von denen, die sich um die Bezahlung drücken. Ohne ein Ticket kommt man nicht auf den Platz. Und ohne Registrierung bei der Einfahrt kommt man auch nicht mehr runter. Auch V + E ist da nicht möglich. In St. Pol-de-Leon wurde außerhalb noch eine zusätzliche V + E gebaut, so dass man erst gar nicht auf den Platz muss. CU Wolf Noch ein paar Eindrücke von Dieppe am nächsten Vormittag Nach einigen Tagen unterwegs mussten wir feststellen, dass die Versorgung mit Internetzugängen (Cafés, offene Netze o.ä.) eher bescheiden ist. Im Reiseführer fand sich ein einigermaßen praktikabler Tipp: In Touri-Info oder öffentlichen Bibliotheken gebe es oft frei zugängliche PCs. Dies hat sich an dem einen oder anderen Ort auch bestätigt, ansonsten kann man beim Amerikaner ;-) gut und günstig surfen. Natürlich mussten wir dann auch noch den hier auch schon oft erwähnten Stellplatz in St. Valery-en-Caux besichtigen. Liegt ja tatsächlich spektakulär und ist auch tatsächlich sehr voll! Hätten wir einen freien Platz gefunden, wären wir vermutlich geblieben, da auch das Städtchen einen netten Eindruck machte. Der Tag endete dann in Veullettes-sur-Mer, wo es uns sehr gut gefallen hat. Vor dem SP läuft zwar die Straße entlang, aber die haben wir quasi nicht gehört (standen auch in der Reihe, die am weitesten entfernt ist). Ansonsten viel Natur (ok, das AKW sieht man vom SP aus halt einfach nicht) und wieder tolle Steilküste! Etretat war wie erwartet so voll, dass wir nicht mal einen einigermaßen annehmbaren Parkplatz gefunden haben. Sind dann einfach dran vorbeigefahren :-( - ein Ziel für eine der nächsten Reisen. Ein Stückchen weiter am Cap d'Antifer konnten wir dann aber noch schön etwas spazierengehen und dabei mal wieder die so häufig noch "herumliegenden" Bunkerreste sowie den Ölhafen Antifer bewundern. Weil der SP in Le Havre voll war, haben wir uns dann auf den hier im Forum schon oft kritisch gewürdigten Riesen-SP in Honfleur getraut und fanden es gar nicht so schlimm. Ist halt groß, aber gibt daher auch viel zu gucken :-). Die Stadt selbst ist trotz großer Mengen Touristen auf jeden Fall sehenswert und verhungern wird man hier sicher nicht!
Ach so: Natürlich über Pont de Normandie gefahren, davon gibts ja schon reichlich Fotos In Arromanches-les-Bains sind wir 2 Tage geblieben, weil es viel zu Gucken gab und außerdem mal wieder Zeit für einen Strandtag war :-).
Auffällig waren besonders hier die vielen "Landungstouristen", die busweise aus ganz Europa vorgefahren wurden, um Originalschauplätze des D-Days zu bestaunen. Das Museum haben wir uns auch angeschaut, ist durchaus interessant gemacht. Verzichtet haben wir auf das 3D-Kino, hatte irgendwie zuviel Event-Charakter. Gestanden haben wir im Ort vor dem Campingplatz, eng, aber schön ruhig und zentral. Außerdem in Arromanches: Strand mit Resten von Landungsbrücken, Karatekas beim Training im Watt :-) und Sonnenuntergang Bayeux haben wir uns mal kurz angeschaut (ohne Teppich), ist eine hübsche Stadt mit einer mordsmäßigen Kathedrale. Mittlerweile waren wir auch zu "Landungstouris" geworden und mussten natürlich auch den Omaha-Beach anschauen. Hier gibt´s eine umfangreiche us-amerikanische Gedenkstätte - insgesamt sehr amerikanisch ;-) . Sicherheitskontrollen wie am Flughafen und alles sehr perfekt aufbereitet, außerdem an jeder Ecke ein freundlicher, junger Wachmann (oder wie die sich nennen). Mensch, Pepe, tolle Fotos - macht richtig Lust, sofort dorthin zu fahren.
Hast Du den Film "Willkommen bei den Sch'tis" gesehen? Da wird Nord-pas-de-Calais und der dortige Dialekt (picardische Sprache) mächtig auf die Schippe genommen. Mach weiter so mit den tollen Fotos und schöne Reise noch! saren Zum Utah-Beach differenzierte Aussagen, zur Historie und zum SP: Auch hier wieder ein Museum und Denkmäler, außerdem einige Fahrrad-km entfernt das Örtchen St.-Marie-du-Mont, das wohl heißumkämpft gewesen sein muss. Wir schwanken zwischen beeindruckt-sein von soviel direkt erfahrbarer, schrecklicher, aber im Ergebnis ja zum Glück positiver Geschichte und dem Gefühl des Überladenseins - operation overload statt overlord.
Gestanden haben wir auf dem großen Parkplatz gegenüber des Museums, auch hier 2 Tage, weil´s uns so gut gefallen hat (Radeln, Beachen, Ausruhen). Da fühle ich mich gleich wieder an unseren Urlaub in der Normandie erinnert. Viele Eurer Orte haben wir auch besucht. Es ist einfach schön dort. Vor allem hat mir die ungezwungene Art, wie Wohnmobilisten empfangen werden, gut gefallen. Barfleur (sehr hübsch!) und St.-Vaast-la-Hogue haben wir auf der Fahrt angeschaut und sind um das Fort in St.-Vaast herumgelaufen. Hätte mir einen deutlicheren Hinweis bzgl. des Weges gewünscht: Für höhenängstige Menschen wie mich durchaus problematisch ;-) aber zu bewältigen - bin einmal rumgekommen ohne umdrehen (*schulterklopf*) Dann natürlich: Gatteville-le-Phare, nix wie rauf auf den Turm! 300+xStufen und dann Aussicht genießen. Wohnmobile schienen uns direkt am Leuchtturm nicht erlaubt - mangels guter Französischkenntnisse wissen wir´s aber nicht ganz genau. Wir sind dann nach Cherbourg weitergefahren, wo wir gar nicht viel erwarteten, aber doch ganz positiv überrascht wurden. Hafenstadt mit Szeneflair, viele "junge" Kneipen und entsprechend auch junge Leute oder viele junge Menschen und deswegen entsprechende Atmosphäre. La Hague - man kennt es aus älteren Nachrichten, aber "in echt" eine wunderschöne Halbinsel (die Wiederaufbereitungsanlage ist zum Glück nicht überall präsent). Mit dem Wohnmobil darf man nur noch auf einem Platz kurz hinter Auderville stehen, alle anderen Plätze haben Barrieren und deutliche Schilder. Vom offiziellen SP aus haben wir einen schönen Spaziergang nach Goury gemacht, dort einen Cidre genossen, das Seenotrettungsschiff angeguckt und auf die Kanalinseln geschaut. Wunderschön! Am nächsten Tag Wetter wie erwartet...
Auf der Fahrt noch Barneville angeguckt (langweilig - lag vielleicht am Wetter), dann Gouville-sur-Mer angefahren. Auf dem Stellplatz Flohmarkt (schon im SP-Forum gepostet), daher schön gestanden neben des Ortes. Ist aber reine Touristensiedlung, gibt also nicht viel zu gucken. Nach dem ruhigen Gouville erlebten wir eine tolle französische Stadt: Granville! Das liegt ja super, überall Wasser wohin man auch guckt. Auf Grund des zu Ende gehenden Urlaubs sind wir leider nicht länger geblieben...auch wieder nächste Reise.... So, und nu haben wir´s zum absoluten Hotspot geschafft: Le-Mont-St.-Michel
Habe vorgeschlagen, dass wir nach dem Fernblick gleich weiterfahren, weil VIEL ZU VOLL. Aber wir fanden dann einen richtig tollen Platz und sind erst abends hoch. Möchte mir das tagsüber gar nicht ausmalen - alle in eine Richtung und Schulter an Schulter oder sonstige Körperteile...? Entsetzlich! Schönes zum Mont Michel: Es war abends echt klasse dort, tolle Atmosphäre und super Blicke Abschließend noch ein kleines Stück Bretagne: St. Malo - interessant, doch ein bisschen zuu sauber. Liegt wohl am akkuraten Wiederaufbau nach dem 2. WK. Ansonsten toll: Wasser überall Auf der Heimfahrt noch Rouen angeguckt - kein schöner Stellplatz, aber schöne Stadt. Übernachtung in Amiens und dann durch bis Mittelhessen. fertisch... Merci! Haben bei unseren Brüssel-Freunden den Cht'i-Film teilweise original gesehen - trotz fehlender Französischkenntnisse kommt der Witz rüber. Gestern die deutsche Synchronisation geguckt, auch klasse! Wünschte mir, das alles original verstehen zu können *schad* Sehr schöner Bericht. Vielen Dank dafür!
Da muss ich unbedingt auch noch hin! Endlich mal wieder ein Bericht ganz nach meinem Herzen :flower: Wir sind im Frühling in vielen der von euch besuchten Städte gewesen und so konnte ich jetzt wieder in Erinnerungen schwelgen. Tolle Fotos!
Wo habt ihr eigentlich in Amiens gestanden? Den von mir --> Link beschriebenen Park kann ich auf deinem Foto nicht erkennen. Danke für die netten Rückmeldungen!
Gestanden haben wir hier, Innenstadt geht dann am unteren Bildrand weiter. schöner beitrag...
erinnert zu beginn an unsere ostertour (bis zum michel) und endet in unserem sonnerurlaub 2008 (in der manche). bedankt. Hallo pepe20,
dann ist das doch der von mir beschriebene Stellplatz. Ihr habt euch wohl nur nicht an die Markierungen gehalten. Danke für den schönen Bericht,
haben nächstes Jahr Ostern auch Frankreich im Blick, werde mir so einiges hier mal vormerken. Viele aus der (momentan kalten und verregneten) Südpfalz
die Gedenkstätten sind Geschenke Frankreichs an die USA. Auf den Friedhöfen bist Du quasi auf amerikanischen Territorium . Stichwort Exterritoriale Besitzungen . Daher auch die Ami-Kennzeichen an den Wagen . howard Danke für die Info - hatte irgendwo gelesen, dass Frankreich die Grundstücke auf ewig den Amerikanern überlässt, aber das wir quasi auch mal kurz in den USA waren, wusste ich nicht. Hallo,
auch die Ruhestätten der USA von WW1 in F. ( 1917/18 ) gehören dazu. Weiteres ist dass die Grabsteine aus weissem Carrara Marmor sind, und die Gräber so angelegt, dass diese in Richtung Amerika zeigen. , gary32 Hi,
super Bericht mit tollen Fotos. Genau die Strecke bis Mont St. Michel wollen wir ab Dienstag in Angriff nehmen. Allerdings wollen wir über Antwerpen und an der Scheldemündung (Südseite) entlang und von dort evtl. nach Dünkirchen zur ersten Übernachtung in F. Danach werden wir Eure Spur aufnehmen und wenn es klappt von unterwegs hier im Forum und auf unserer Website live berichten. Vielen Dank für die aktuellen Infos und viele |
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