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Reisebericht Périgord 2010


kalimera am 01 Sep 2010 17:19:12

Viele werden dieses Jahr Frankreich bereist haben und begeistert von dem Land sein. Obwohl unsere Lieblingsregion die Bretagne ist und wir die meiste Zeit dieses Jahres dort verbracht haben, wollen wir mal einen Tip für die nächste Reise geben. Uns hat der Périgord wirklich begeistert.
Sonntag, 08. August 2010


ein riesiger Flohmarkt, der sich durch die Straßen von Sauzé-Vaussais zieht


Auf unserer Weiterfahrt am Morgen sehen wir ein großes Banner: Foire de
Brocante (Trödelmarkt) in Sauzé-Vaussais. Also muss Herbert, der ja seiner
Gattin nie einen Wunsch abschlagen kann, abbiegen und einen Parkplatz suchen.
Der ist um diese Uhrzeit noch leicht zu finden. Dann stürzen wir uns ins
Getümmel. Ein Flohmarktbesuch ist immer wie eine Zeitreise. Was sich nicht
alles so im Haushalt angesammelt hat.


Verschnaufpäuschen zwischendurch..


..bevor wir auch noch die letzten Flohmarktstände abklappern

In dieser Gegend muss es wohl eine große englische Enklave geben, denn wir
sehen kistenweise englischsprachige Bücher (und hören auch andauernd und
überall englisch). Würde man alle diese Kisten aufkaufen, könnte man damit
einen Bücherladen für gebrauchte Bücher irgendwo in Spanien aufmachen. Aber
ein Buch von Tom Wolfe ist hier für Annette nicht zu finden.


Ankunft in Angoulême - Blick auf die Charente

Dann geht unsere Fahrt auf der N10, die autobahnähnlich ist, weiter nach
Angoulême. Der erste Eindruck der Stadt ist sehr hübsch und auf unserer Suche
nach einem Parkplatz überqueren wir die Charente schon mehrmals. Zuerst parken
wir einfach irgendwo am Straßenrand, machen erste Fotos von den Brücken und
dem Comic-Museum und sehen dabei einen großen Parkplatz. Dorthin stellen wir
uns dann.

die Stadt ist bekannt für das Comic Museum ";Cité de la Bande dessinée et de l'image"


wir spazieren am Ufer der Charente


mehrere Brücken führen über die Charente

Eigentlich wollen wir hinauf zum Wahrzeichen der Stadt, der Kathedrale
St-Pierre, die hoch über der Stadt und dem Fluss thront. Aber es ist so
ungeheuerlich heiß, dass wir auf einen Aufstieg in die Oberstadt verzichten.
Der Herbert ist robust, ihm macht die Hitze nie etwas aus, aber Annette ist
nicht besonders hitzebeständig, ihr wird es dann schnell schwummerig.


Also bleiben wir am Ufer der Charente und lustwandeln ein wenig im Schatten
der Bäume. Die Figur des spitznasigen Hans-guck-in-die-Luft finden wir süß.
Sie steht auf der Holzbrücke, die direkt zum Comic-Museum führt. Zurück am
Wohnmobil glauben wir, dass es einfach zu heiß ist. Es ist nirgends Schatten
dort und der Abend ist noch lang.


Monsieur Spitznas steht auf der Holzbrücke


wir übernachten auf dem Rastplatz Aire du Pontaroux

Und so meint Herbert, dass wir noch ein Stück stadtauswärts fahren und wieder
einen Rastplatz entlang der Route für die Nacht nehmen sollten. Den finden wir
dann in Pontaroux, wo wir natürlich nicht die einzigen sind. Wir stellen
unsere Stühle heraus und hören das Rauschen eines kleinen Flusses, der an den
Platz grenzt. Jetzt kann die Nacht kommen.


unsere Tagesroute ca. 107km

Montag, 09. August 2010

wir erreichen den Ort Brantôme

Es geht an großen Sonnenblumenfeldern vorbei, doch sind die Sonnenblumen schon
verblüht und lassen die Köpfe hängen. Wir sind nun mitten im Périgord. Unsere
Fahrt dauert gar nicht lange, als kurz vor Brantôme ein Schild für einen
Carrefour Market gibt, wo wir nachtanken wollen. Immerhin geht der
Preisunterschied bei den Supermarkttankstellen für den Diesel auf bis zu 0,15
EUR pro Liter, verglichen mit den normalen Tankstellen.


Blick auf die Abbaye de Brantôme

Nach einem kurzen Einkauf, das Tanken fällt aufgrund der Höhenbegrenzung aus,
findet Herbert, dass wir doch mal durch den Ort Brantôme fahren und diesen
anschauen sollten. Aber dann führen uns die Beschilderungen auf einen
fabelhaften Wohnmobilstellplatz auf der grünen Wiese. Dort parken wir also und
machen uns auf in den Ort. Der Fußweg dauert keine 5 Minuten.


Blick auf die Brücke Pont Coudé

Auf einem ausgehängten Stadtplan sehen wir, dass Brantôme eine Insel ist, von
der Dronne umschlossen. Später lesen wir dann, dass Brantôme auch das Venedig
des Périgord genannt wird. Und das ist keineswegs übertrieben, so sehr
überraschen uns die vielen Brücken und engen Gassen. Die Insel ist fast
kreisrund.


es braucht viel Schwung, um diese Stufe zu meistern

Amüsant ist es, den Kanuten zuzuschauen, denn ein jedes Kanu bleibt bei dieser
Stufe im ersten Moment stecken. Egal, wie leicht oder schwer die Leute, es
muss kräftig gewippt und geschaukelt (auch aufgestanden) werden, um mit einem
Ruck weiterzukommen. Die Zuschauer auf der Brücke feuern die Kanuten an und
klatschen, wenn sich das Boot losmacht.


ein jedes Kanu bleibt hier stecken


ein weiterer Blick auf die Abtei





so schaut man vom Boulevard Charlemagne auf die Dronne (den Fluss)


wir stehen auf der Brücke Pont Coudé


hier noch einmal die Abtei mit dem Glockenturm

Im 8. Jahrhundert zogen Benediktinermönche in die Höhlen am Fuße des Felsens,
bevor sie die Abtei gründeten. In Brantôme gibt es den ältesten Glockenturm
Frankreichs, der seit dem 11. Jahrhundert intakt ist und auch heute noch
läutet, während die Besucher sich in den alten Gassen tummeln oder im
Mönchgarten wandeln.


Gibt es ein idyllischeres Hotel als dieses?





Zurück am Wohnmobil entschließen wir uns jedenfalls, auch morgen noch
hierzubleiben. Was wir so über das Périgord lesen, gefällt uns sehr gut.
Vielleicht können wir ja mit dem Motorroller kleine Ausflüge machen, dann sind
wir beweglicher. Abends füllt sich der Wohnmobilplatz sehr, aber wir sind die
einzigen Deutschen unter den vielen Franzosen und Engländern hier.


unsere Tagesroute ca. 36km

Dienstag, 10. August 2010

dies ist der Wohnmobilstellplatz in Brantôme

Es ist nach sieben, als Annette ihren Fotografen am Ohr zupft, damit er doch
aufstehe. Denn wir wollen heute früh in der Stadt sein, den Touristen und der
Sonne voraus. Als wir dann in Hut und Mantel (sozusagen) sind, kommt noch der
Platzwart und kassiert die 3 Euros der Stellplatzgebühren.


es ist Markttag in Brantôme

Aber dann stellen wir fest, dass heute Markttag ist und schon viele Leute in
den Straßen sind. Der kleine Marktplatz ist eine hübsche Kulisse für den
Markt, wo viel Foie Gras (das ist die Stopfleberpastete von der Gans) in der
Dose oder im Glas angeboten wird. Und auch andere Produkte der Region.


die Rue Gambetta führt auf diese Brücke



Dann spazieren wir weiter, während die Idylle von einem rechten Lärm gestört
wird. Dieser kommt von einem alten Boot, das das Unterwassergras im Fluss
schneidet. Vorn am Boot ist eine Art Heckenschere angebracht. Man muss
staunen, wie grün das geschnittene Gras ist. Die Photosynthese funktioniert
also auch unter Wasser.


dies Boot macht einen ziemlichen Lärm


ein Steinmetz bei seiner Arbeit

Gestern hatten wir diesen Steinmetz gesehen (und schon das Foto gemacht), der
dieses absolut detailgetreue Sofa aus Stein meißelt. Heute ist es also fertig,
es ist noch ein Kissen am Fußende hinzugekommen, und Annette könnte sich
hineinkuscheln, wenn es nicht so hart wäre.


Puh, die Polster sind ja steinhart


Blick in die Rue Puyjoli de Meyjounissas

Auf der Rue Puyjoli de Meyjounissas kaufen wir dann noch ein großes Brot und
schlendern noch etwas weiter. Die Sonne blendet aber schon ziemlich auf dem
weißen Stein der Hausfassaden.


auf dem Boulevard Charlemagne


der Pavillon Renaissance, worin sich eine Kunstausstellung befindet


der Frühstückstisch wird gedeckt

Wieder daheim parken wir das Wohnmobil um, sodass wir jetzt direkt am Ufer der
Dronne stehen. Dann fährt Herbert die Markise aus und wir setzen uns zu einem
späten Frühstück hin. Den Nachmittag verbringen wir mit dem Lesen der Welt am
Sonntag, die wir gestern gekauft hatten. Auf dem Platz ist ein Kommen und
Gehen, aber die schönen Plätze, wie wir einen haben, sind längst besetzt.

Mittwoch, 11. August 2010

heute ist alles grau in grau

Heute passiert nicht viel. Der Himmel ist ganz grau; immer wieder kommt
Nieselregen herunter. Und im Gegensatz zur Bretagne, wo das Wetter ständig
wechselte und der Wind die Regenwolken fortgeschoben hat, kleben sie hier
direkt über uns.



So gegen halb zwei machen wir uns trotzdem auf und wollen im Carrefour Market
etwas Gemüse kaufen. Aber ach, wir sind ja hier auf dem Lande. Der kleine
Supermarkt ist über Mittag geschlossen. Gehen wir also später noch einmal los,
wenn um 14:30 Uhr wieder geöffnet ist. Es sind ja nur 15 Minuten zu Fuß
dorthin. Und trocken bleiben wir auf beiden Wegen auch. Den Rest des Tages
sitzen wir entweder am Laptop oder mit einem Buch in der Hand.


hier stehen wir

Donnerstag, 12. August 2010

diese 7 Leute machen tolle Musik

Zuerst wissen wir gar nicht, was wir heute tun sollen. Der Himmel ist grau und
einen Ausflug mit der Yamaha zu machen lohnt nicht. Wir sitzen also bis zum
späten Nachmittag, als endlich der Himmel aufreißt. Schnell sind wir stadtfein
und laufen noch einmal los.


Blick auf die Felsenhöhlen von Brantôme

An der Kirche ist einiger Trubel, so als würden Vorbereitungen für eine
Hochzeit stattfinden. Doch dann löst sich die Menschentraube. Wir steigen im
alten Gemäuer der Touristinformation ins dritte Obergeschoss, um einen letzten
schönen Blick auf den Fluss und die Stadt zu haben. Morgen wollen wir mal
wieder weiterziehen.


friedlich liegt uns die Stadt zu Füßen

Freitag, 13. August 2010

Blick auf das Château L'Évéque auf unserer Weiterfahrt

Freitag, der 13. beginnt mit einem wirklich kalten Morgen. Brr, es sind nur
17°C auf dem Thermometer, so als würde schon jetzt der Herbst beginnen.
Annette ist in dicken Socken, als wir uns gegen halb acht auf die Weiterfahrt
machen. Auf unserem Weg Richtung Süden wollen wir uns die beiden Städte
Périgueux und Bergerac anschauen. Aber dann haben wir in beiden Städten keine
Lust auszusteigen.


in Bergerac geht es über die Dordogne


gleich ist der Campingplatz erreicht

Stattdessen schalten wir unser Navi ein, das uns den Weg zum
?-Camp Terme d'Astor zeigen soll. Mei, ist die Anreise kompliziert. Der kleine Ort
St-Avit-Riviére ist auch nicht auf unserer Karte. Die Überlandstraßen werden
immer enger, und die Stichstraße zum Camp hin erst. Gottlob kommt kein
Gegenverkehr.


Blick auf die Poolanlage unddas Restaurant dahinter

Der Campingplatz gefällt uns dann auf den ersten Blick so gut wie auf deren
Website. Er ist unter holländischer Führung und wir sind komplett von
Holländern umgeben. Nachdem wir auf dem Platz eingerichtet sind, gefrühstückt
haben und im Pool geschwommen sind, merken wir, dass wir hier gar keinen
Telefonempfang - geschweige denn Internet - haben. Oh weh, da sind wir ja so
richtig in der Pampa. An der Rezeption können wir einen zweistündigen
Internetzugang kaufen. Hoffentlich kommen wir damit zurecht, sodass sich
niemand wundern muss, wenn gar kein Lebenszeichen mehr von uns kommt.


unsere Tagesroute ca. 89km

Samstag, 14. August 2010

hier stehen wir..

Bei einem Gang übers Gelände merken wir erst mal, wie leer der Campingplatz
ist. Das hätten wir für Mitte August nicht gedacht. Als wir später mit einem
der Bediensteten reden, sagt er uns, dass die Leute immer ganz schnell
abreisen, wenn das Wetter nicht perfekt mitspielt.


mit schönem Blick auf Rezeption und Restaurant


hier wird für die Gäste gegrillt

Na gut, das Wetter ist nicht das beste heute, aber wir können zumindest schön
am Pool liegen. Und wenn die Sonne nicht gerade von Wolken bedeckt ist, ist es
richtig heiß hier. Wenn man den Kindern hier so zuhört, kann man ganz schnell
holländisch lernen. Nach etwa einer Stunde gibt es einen kurzen Regenhusch,
sodass wir schnell zurück an Bord eilen. Aber dann können wir uns wieder an
den Pool legen. Wir gehen auch ins Wasser.



Heute Abend gibt es etwas Unterhaltung - ein Spectacle Magnifique - an der
Bar. Es ist aber mehr für die Kinder, die sich im Tellerdrehen auf einem
langen Stock üben und auch sonst allerlei Gaukelei zum besten geben. Unter
Anleitung von zwei Clowns. Abends sind das Restaurant und die Terrasse schön
beleuchtet.

Sonntag, 15. August 2010

rechts von hier befindet sich das Restaurant - links der Pool..

Schade, dass das Wetter nicht so mitspielt. Denn bis zum Nachmittag sitzen wir
an Bord, während draußen ein Regenschauer nach dem anderen herunterkommt. Na
wenigstens führen die nicht gleich zu Überschwemmungen. Und egal wie bedeckt
der Himmel, uns ist dank Solar auf dem Dach noch nie der Bordstrom
ausgegangen. Und dabei fahren wir seit Mitte Mai, als die eine Gelbatterie
gekocht hatte, nur auf der einen anderen. Hier auf dem Platz jedenfalls, wo
man 5 Euros (pro Tag!) für den Strom verlangt, haben dankend darauf
verzichtet.


..und Annette im Whirlpool


So gegen 16 Uhr endlich reißt der Himmel auf, sodass wir uns doch noch an den
Pool legen können. Und die Liegen sind nicht mal mehr nass vom Regen. Immer
wieder schalten die umherspringenden Kinder den Whirlpool an, tauchen kurz ein
und sind dann weg. Und weil der Whirlpool erst nach 15 Minuten wieder
ausschaltet, setzen wir uns zwischendurch selbst hinein.


es wird Abend auf dem Platz


die Band Dusty Bottoms spielt auf


Für heute Abend ist die Band Dusty Bottoms engagiert. Sie machen tolle Musik,
aber weil gestern schon so viele abgereist sind, ist das Publikum nun ziemlich
klein. Und wer wie wir so ausschließlich unter Holländern steckt, ist auch
nicht recht froh. Die Leute auf dem Platz hätten ruhig etwas mehr gemischt
sein können.



Sonntag, 16. August 2010

hier beginnt unser Spaziergang durch die Wehrstadt Monpazier

Wir rätseln hin und her, was wir tun sollen. Denn irgendwie wird es uns auf
dem Camp langweilig, es ist so wenig los und ruckzuck hat man den gesamten
Platz umrundet. Der Blick in den Himmel verspricht im ersten Moment auch
nichts gutes. Und so tun wir es den anderen Campern nach und reisen ab. Obwohl
der Campingplatz, insbesondere das Restaurant usw. hübsch und charmant
angelegt sind. Schnell tauscht Annette noch ein paar ausgelesene Bücher.


die Mairie (das Rathaus) von Monpazier

Unsere Fahrt geht immer weiter südwärts, bis wir Monpazier erreichen. Bleiben
wollen wir eigentlich nicht, aber dann sehen wir ein Schild für einen
Wohnmobilstellplatz. Gut, denken wir, da können wir Wasser nachtanken, denn
auf dem Camp war das Wasser extrem kalkig, richtig weiß wie Wandfarbe. Der
Parkplatz ist vollbesetzt und so setzen wir unsere Fahrt fort.


wir schauen uns die Auslagen an

Dann aber sehen wir einen alten Torbogen, der in die Gassen führt. Auch lesen
wir am Straßenrand La Cité Mediévale und Bastide und sind mittlerweile
neugierig auf diese mittelalterliche und Wehrstadt. Am Ortsende biegen wir
also in die letzte Straße ab und stellen uns auf einen großen Parkplatz auf
der Wiese. Direkt unterhalb der alten Stadtmauer.


die Restaurants sind gut besucht


Ob es hier wohl eine Elefantenschule gibt?

Es ist 14 Uhr, die Restaurants sind gut besucht. Wir wollen uns aber nur auf
Kaffee und Kuchen niederlassen; ein Café suchen wir aber vergeblich. Also
bummeln wir durch die alten Gassen, die sehr schnuckelig sind. Es gibt viele
kunsthandwerkliche kleine Geschäfte im Ort. Überhaupt verlieben wir uns
langsam in den Périgord.





auf der Rue Notre Dame


alles ist sehr lieblich hier


es gibt viel Kunsthandwerk in den Geschäften


Geranien schmücken die Fassaden


solcher Torbögen gibt es mehrere

Im Zeitungsladen kaufen wir uns wieder eine Sonntagszeitung, gehen zurück ans
Wohnmobil, lesen, trinken uns einen Kaffee& und versuchen uns im
Nichtstun. Zum Abend hin kommen noch zwei andere Wohnmobile zu uns auf die
Wiese.


auf dem Place des Cornières




auf der Rue Saint Jacques


hier stehen wir für die Nacht


unsere Tagesroute ca. 13km

Fortsetzung aus dem Perigord folgt.

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uschi-s am 01 Sep 2010 17:35:53

Und bis hierher war es schon mal ein tolles Lese- und Schauerlebnis. Ich wusste gar nicht, was für eine schöne Region dort ist. Alles so beschaulich und lieblich, einfach toll.

Anne42 am 01 Sep 2010 18:37:52

wir waren auch schon im Perigord und ich werde bestimmt wieder hin fahren, es ist einfach schön

Freue mich schon auf die Fortsetzung

Anzeige vom Forum


Maxima am 01 Sep 2010 18:50:45

Ich bin begeistert! Das Foto von Deiner Frau auf dem Sofa mit Kissen ist cool, wenn man es nicht wüßte, man könnte es kaum glauben, dass es aus Stein ist.
Tolle Bilder, ich liebe die blauen Türen und Fensterläden. :wink:

kalimera am 02 Sep 2010 09:11:32

Dienstag, 17. August 2010



der Tag beginnt

Direkt neben und oberhalb von uns gibt es einen Picknickplatz mit 3 Tischen
und Sitzbänken, von wo aus man einen herrlichen Blick auf das Land hat.
Kurzerhand schnappen wir unsere Siebensachen und frühstücken hier.


Tischlein-deck-dich sagen wir, und siehe da: es funktioniert



Dann sitzen wir noch lange und lesen Zeitung. Es ist ja richtig schade, diesen
hübschen Platz jemals zu verlassen. Aber gegen 13 Uhr sind wir reisefertig und
fahren weiter.


auf diesem schönen Picknickplatz gibt es sogar eine Wasserstelle


die Ortschaften im Périgord sind sehr schön

 Unsere Route führt südöstlich nach Cahors. Es geht durch mehrere Ortschaften,
und wir sind begeistert vom Licht und den Farben im Périgord. Die Häuser hier
sind oft quadratisch, und sowieso sind Steinhäuser ja unverwüstlich.


Durchfahrt durch Goujounac


Durchfahrt durch Mercuès


unsere Fahrt geht am Ufer des Flusses Lot entlang

 In Cahors angekommen, ist es extrem heiß. Die Stadt liegt in einem Kessel, da
hilft auch der Fluss Lot nicht viel zur Abkühlung, der direkt durch die Stadt
geht. Es gibt auch einen Parkplatz für Wohnmobile - Parking Saint George - der
recht passabel ausgeschildert ist. Als wir von 100 Places gratuit und Navette
gratuit (Pendelbus gratis) lesen, freuen wir uns. Aber dann gibt es nur etwa 5
Plätze für Wohnmobile, die restlichen sind aufgrund der Höhenbegrenzung für
Autos reserviert. Alle Kurverei durch die Stadt hilft auch nicht, wir finden
einfach keinen Parkplatz für uns.


auf dem Stellplatz in Prayssac halten wir für die Nacht

 Also setzen wir unsere Fahrt fort in Richtung Puy-l'Évêque, wo es laut Buch
einen Wohnmobilstellplatz gibt. Aber wenige Kilometer vor unserem Ziel, in
Prayssac, weist ein Schild auf einen Platz im Ort. Und da landen wir also und
sind sehr angetan von diesem Platz. Es sind abgetrennte Parkbuchten unter
alten Tannen. Auch Wasser- und Abwassermöglichkeiten gibt es. Wir sitzen lange
draußen und essen uns ein Eis.


unsere Tagesroute ca. 92km

Mittwoch, 18. August 2010



wir sind in Puy-l'Évêque

 Am Mittag brechen wir auf und fahren ins 5km entfernte Puy-l'Évêque, wo es ja
auch einen Stellplatz geben soll. Der ist auch schnell gefunden, auf einem
großen Parkplatz unweit dem Stadtkern. Heute ist es bewölkt und nicht so heiß.


Blick auf den Hauptplatz



 Wir lesen, dass Puy eigentlich als Dorf gilt, aber so winzig klein ist der Ort
denn doch nicht. Am vergangenen Wochenende muss wohl ein Stadtfest
stattgefunden haben, denn wir sehen noch manche Dekoration in verschiedenen
Gassen.


pfiffige Ideen vom kürzlich stattgefundenen Stadtfest


am Ufer des Lot (le Lot)

Schnell haben wir das Ufer des Lot erreicht, von wo aus wir einen guten Blick
auf die am Hang liegende Altstadt haben. Der honigfarbene Kalkstein, der so
typisch für diese Region Frankreichs ist, wirkt ganz heimelig auf uns.


die Stadt liegt an einem Hang


honigfarbener Kalkstein, der so typisch ist für den Périgord

Aber so eine richtige Stimmung für Puy kommt bei uns nicht auf. Das mag
vielleicht am bedeckten Himmel liegen, oder aber, dass es in mancher Gasse
gänzlich leerstehende Häuser gibt, während in anderen Gassen vereinzelt
restaurierte Häuser zu finden sind.


Blick in die Hauptgeschäftsstraße

Als wir zurück am Wohnmobil sind, entscheiden wir uns, nicht hier zu
übernachten, sondern die paar Kilometer nach Prayssac zurückzufahren. Denn man
steht dort viel hübscher auf dem Stellplatz und bei unserer Durchfahrt heute
Mittag sah alles sehr gefällig aus.


auch hier noch Überreste des Stadtfestes

Also sind wir praktisch nach 10 Minuten Fahrt wieder zurück und können uns
sogar auf unseren alten Platz stellen. Als wir uns abends die heutigen Fotos
anschauen, finden wir dann, dass das kleine Puy doch gar nicht so schlecht
wegkommt. Wer weiß, wie charmant Puy im Sonnenschein sein mag? Heute jedenfalls
hatte Puy einen eher morbiden Charme auf uns.


wir schauen auf den Lot

Donnerstag, 19. August 2010



der Stellplatz in Prayssac

 Wir stehen ganz nah zur Innenstadt von Prayssac und wollen noch ein paar
Schritte durch den Ort gehen. Es gibt viele Blumenrabatten auf unserem Weg.
Auch Prayssac liegt am Ufer des Lot, der sich in unzähligen Windungen durch
das Tal windet. Aber ans Wasser zu gehen, ist uns der Weg zu weit.


Wer will in diesem Auto durch den Périgord fahren?



 Es gibt auch viele kleine Restaurants in den Straßen. Aber allzu groß ist der
Ort ja nun auch nicht, und so haben wir das Zentrum schnell umrundet. Wir
werfen auch einen Blick in die Kirche, die recht bescheiden ausfällt.


in den Straßen von Prayssac


her mit der Kohle


Blick auf die Kirche des Ortes


uff, ist das heiß heute


dies ist die Touristinformation

 Zurück am Wohnmobil packen wir alles zusammen - wir hatten uns hier ja richtig
ausgebreitet - und fahren weiter nach Tournon d'Agenais, das ein weiteres
Wehrdorf ist. Je weiter südlich wir uns nun bewegen, desto mehr entfernen wir
uns vom Périgord. Aber die Region ist einfach zauberhaft, wie wir finden


Durchfahrt durch Duravel

In Tournon angekommen, es ist gegen 16 Uhr, ist es so heiß, dass wir heute
keinen Schritt mehr tun. Der Stellplatz für Wohnmobile befindet sich am
Ortsanfang auf einem großen, wenn auch etwas abschüssigen Parkplatz. Der alte
Kern von Tournon ist nur wenige hundert Meter entfernt und schaut gut aus. Um
acht, als es endlich etwas abkühlt, essen wir uns zwei Stück Filet de Panga
und Tomaten mit Mozzarella.


der Tisch ist gedeckt


der Stellplatz in Tournon d'Agenais


unsere Tagesroute ca. 36km

Fortsetzung folgt.

kalimera am 02 Sep 2010 09:29:27

Freitag, 20. August 2010



etliche Stufen führen hinauf ins Wehrdorf

 Das war gestern der heißeste Tag des Jahres für uns. Mei, was haben wir auf
die Nacht und abgekühlte Temperaturen gewartet. Darum machen wir uns heute
früh schon kurz nach acht auf den Weg zur Bastide. Die Straßen sind noch ganz
leer, als wir einen Engländer, er ist allein im Auto, auf der linken Fahrspur
fahren sehen. Huch, sieht das komisch aus. Schnell laufen wir auf die linke
Straßenseite und schauen ihm hinterher. Nach 200m biegt er nach rechts ab.
Können wir nur hoffen, dass es ihm bald dämmert, dass er sich auf dem
Kontinent und nicht daheim in England befindet.


willkommen im mittelalterlichen Kern von Tournon d'Agenais

Für uns geht es in etlichen Stufen hinauf in das Wehrdorf Tournon, obwohl wir
auch diesen Ort ob seiner Größe nicht als Dorf bezeichnen würden. Tournon
d'Agenais liegt im Grenzgebiet zwischen Agenais, Quercy und dem Périgord und
wurde als königlich-französische Bastide im 13. Jahrhundert erbaut.



Der Ortskern ist schachbrettartig angelegt und mit starken Wällen, Türmen und
Gräben gesichert. Alles wirkt gleichermaßen trutzig und anheimelnd. So früh am
Morgen liegt uns der Ort sehr friedlich und still zu Füßen. Trotz Schatten
gelingen ein paar schöne Fotos.


Blick auf den arkadengesäumten Marktplatz

Der Marktplatz ist arkadengesäumt und mit Markthalle und Pfarrkirche angelegt.
Für mittelalterliche Verhältnisse fällt er recht groß und rechtwinklig aus.
Wir wandeln eine ganze Zeit durch die Gassen, bevor wir wieder hinabsteigen
zum neueren Teil von Tournon.




der Marktplatz ist recht groß und rechtwinklig angelegt


ein weiterer Blick auf den Marktplatz


Ob die beiden Besetzer auch die Besitzer dieses Autos sind?


Blick auf das Hôtel de Ville - das Rathaus von Tournon


alles ist festungsartig angelegt


Blick in das umliegende Land


das Wehrdorf ist teils restauriert



 Für die nächsten Tage haben wir uns einen ? Campingplatz in der Nähe
ausgesucht. Bei Monflanquin. Dorthin machen wir uns jetzt auf den Weg. Aber
der Weg wird immer länger, da können wir uns ausrechnen, wie abgelegen der
Platz sein wird. Zwischendurch ist Herbert sogar der Meinung, wir sollten
zurück nach Quiberon fahren. Es wäre doch so herrlich dort gewesen. Und schön
windig. Aber jetzt sind wir hier auf dem ? Camp Laborde. Der erste Eindruck
ist wahrhaft gut, nicht umsonst hat dieser Platz 4 Sterne. Unsere
unmittelbaren Nachbarn sind Engländer. Für heute passiert nicht mehr viel,
außer dass wir ganz oft in den Pool springen.


Ankunft auf dem ?-Camp Laborde bei Paulhiac


unsere Tagesroute ca. 35km

Samstag, 21. August 2010



der Empfangsbereich des Camps

 Am Vormittag orientieren wir uns auf dem Gelände und wandeln an den vielen
Bäumen& und wilden Pflanzen, den Orchideen und Kräutern entlang. Es gibt
auch mehrere Obstbäume, an denen dicke Äpfel und Pflaumen hängen. Das Publikum
hier ist recht gemischt, aber unsereins ist hier in der Unterzahl. Deutsche
Zeitungen gibt es jedenfalls nicht in der kleinen Epicerie - dem kleinen
Laden.


Blick auf den Swimmingpool

Die meiste Zeit des Tages verbringen wir dann am Pool, der aber recht klein
ausfällt. Seit diesem Jahr, das Jahr 2010 ist in den Boden eingepflastert,
gibt es eine riesige Rutsche, die die Attraktion für die Kinder ist. Wundern
muss man sich, wieviel Leute heutzutage ein Tattoo haben. Die Männer jeweils
auf der rechten Schulter, die Frauen rechts auf dem Popo. Und dabei will doch
heutzutage jeder so individuell sein. Also ein Tattoo ginge bei uns beiden nur
über unsere Leiche. Aber lustig ist es, dass wir hier ganz ungeniert reden
können, ohne dass uns ein jeder versteht. Was wir jedenfalls noch nie gesehen
haben auf den vielen ? Camps: Ein Mann mit schwarzlackierten Fußnägeln,
einen großen Schnauzbart und Lederhut. Und eine Frau mit einem spanischen
Stier, wie es sie überall in Spanien an Autobahnen gibt, auf dem Popo. Man
lernt eben nie aus.
In den letzten Tagen herrscht eine unglaubliche Hitze. Und nicht das mindeste
Lüftchen geht. Da findet man uns zwei die meiste Zeit im Whirlpool im kalten
Wasser. So leer wie auf dem Foto ist der Poolbereich natürlich nie; wir haben
dafür einen passenden Moment abgewartet. Abends spielt die Zweimannband Loula
B bis Mitternacht. Die Sängerin hat eine schöne Stimme.

Sonntag, 22. August 2010

Ein Tag auf dem Campingplatz verläuft eigentlich immer gleich. Man hält sich
die meiste Zeit am Pool auf und hält es mit Müßigkeit. Da machen wir keine
Ausnahme. Heute ist es nicht ganz so heiß. Was uns hier am Pool auffällt: Die
holländischen Kinder sind so schön schlank und entsprechend sportlich und
aktiv. Da hatten wir letztes Jahr in Griechenland fast nur fette Kinder
gesehen. Das kommt alles von Coke und Frappé und den vielen bunten Limonaden.

Montag, 23. August 2010

 In der Nacht kam noch ein kräftiger Regenguss herunter. Schnell konnte Herbert
die Markise einfahren; es hätte ja noch stürmisch werden können. Tags sind wir
dann wieder am Pool, während sich am Himmel ein paar Wolken zusammenschieben,
sodass es nicht allzu heiß wird. So vertreiben wir uns die Zeit.


ein Blick in den Himmel


bis Mitternacht ist die Sauna geöffnet

 Montags, mittwochs und freitags ist die Sauna geöffnet von 20 Uhr bis
Mitternacht. Da dürfen wir heute also nicht fehlen. Am letzten Freitag hatten
wir schon mal einen Blick ins Hallenbad geworfen, aber da war uns nicht nach
Sauna zumute, so heiß war der Tag. Es ist etwa 21 Uhr, als wir eintrudeln, da
ist die Kabine noch recht voll. Als ein paar Engländer dazukommen, wechselt
die Sprache sofort von holländisch auf englisch. Daraufhin sagen die
Engländer, dass sie die Europäer um deren Zweisprachigkeit beneiden. Manche erzählen, dass sie
schon den fünften Sommer auf diesem Camp verbringen.
 Je später der Abend, desto leerer und ruhiger das Bad. Irgendwann sind wir die
einzigen hier, das ist der pure Luxus. Noch um 23 Uhr können wir nackend
draußen herumspringen, so warm sind die Temperaturen noch. Am Ende unseres
Saunaabends lassen wir uns einfach im Wasser treiben

Dienstag, 24. August 2010


ein Blick von oben

 Weil es nachts wieder geregnet hat und auch der Morgen nicht vielversprechend
aussieht, sind viele Leute wohl heute zu kleinen Ausflügen unterwegs. Denn als
wir mittags an den Pool gehen - das Wetter hat sich schlagartig wieder zum
besseren gewendet - sind wir mit einem einzigen weiteren Paar ganz allein.


Annette stürzt sich hinab

Und das ist die Gelegenheit für eine Rutschpartie, bei der Herbert Fotos
machen kann. Von hier oben schaut das Gelände aber gut aus. Und schon stürzt
sich Annette in die Tiefe. Für eine Schrecksekunde ist gar keine Zeit.


sie ist gut gelandet

Als alle Fotos im Kasten sind und wir die Rutsche verlassen, kommt das andere
Paar und fotografiert sich gegenseitig. Die Flanke tut Annette ziemlich weh,
mei was war das für ein Klatscher ins Wasser. Den Rest des Tages verbringen
wir dann am Pool.



Donnerstag, 26. August 2010


Blick auf das Restaurant

 Vieles gibt es nicht zu berichten, wenn doch ein Tag dem anderen gleicht. Hier
übrigens sind wir wieder so fern jeder Zivilisation, dass unser eigenes
Internet hier nicht abgedeckt ist. Aber zwischen Rezeption und Verkaufsladen
gibt es eine Internetecke, wo man sein Notebook ans Netz hängen kann. Dort
findet man uns also auch allmorgendlich.


alte Landwirtschaftsgeräte sind überall verstreut



Überall an den Wegen und auf den Wiesen sind ausgediente Landwirtschaftsgeräte
verstreut. Auch sind im Restaurant, an der Informationstafel, der Bibliothek
usw. Fotos ausgehängt, die die Bauphase des Camps zeigen. Manche der heutigen
Gebäude waren mal Ruinen, andere sind neu hinzugekommen.


Ferienhäuschen - Chalets- sind natürlich auch zu mieten


hier stehen wir

 Auch sind auf dem Camp drei oder vier sehr nette holländische junge Männer so
um die 20 Jahre alt, die hier Saisonarbeit machen, nach dem rechten schauen,
oben auf der großen Rutsche darüber wachen, dass die Kinder keinen Unfug
treiben usw. Manchmal, in deren Pausen, sind sie dann am Pool, springen ins
Wasser oder stürzen von der Rutsche und sind dann wie Riesenbabies und richtig
albern. (Aber Annette ist ja manchmal auch nicht viel anders.) Jedenfalls gibt
es deren Altersgruppe fast nie auf einem ?-Camp.



Samstag, 28. August 2010

 Das wird wohl heute unser letzter Tag auf dem Camp Laborde. Morgen wollen wir
uns aufmachen zu neuen Ufern. Irgendwann ist die schönste Zeit ja immer
vorbei. Nun stellt sich die Frage, ob wir noch weiter südlich ziehen sollen,
wo es noch heißer sein wird, oder aber in den Norden, was dann eher unserer
Heimatroute entspricht.
 Herbert hat große Lust, noch einmal in die Bretagne zurückzufahren, denn dann
sind wir ja praktisch auf dem Breitengrad von Südddeutschland und können dann
stracks Ende September heimwärts fahren. Das Buzerl (Enkelkind) soll ja Anfang
Oktober kommen. Na, schauen wir mal, wie uns morgen so ist.


die beiden Papageien können natürlich auch sprechen

 Heute jedenfalls genießen wir die letzten Stunden auf dem Camp. Es gibt hier,
wie man auf dem Foto sehen kann, auch zwei Papageien, die nicht gerade leise
sind. Am ersten Tag hatten wir gedacht, hier wäre irgendwo eine Schar Gänse
oder ein Esel. So haben die beiden Papageien geklungen. Aber dann haben wir
sie entdeckt. Manchmal sagen sie keck Hallo und sprechen auch ganze Sätze, was
die Holländer immer zum Lachen bringt. Es werden also irgendwelche frechen
Dinge sein, wie man sie von Papageien ja gewöhnt ist.


Blick in das Hallenbad

Abends werfen wir noch einen letzten Blick in das Hallenbad, bevor wir uns an
Bord zurückziehen. Der Vollmond leuchtet uns den Weg, ansonsten wären wir fast
noch auf ein kleines Fröschchen getreten, dessen Schatten wir am Boden sehen.


Au revoir Domaine Laborde

Fortsetzung folgt

kalimera am 02 Sep 2010 14:17:28

Sonntag, 29. August 2010



die Straße zum und vom Camp

So, heute geht es weiter. Als wir bezahlen, gibt man uns noch eine Flasche
Wein mit dem Etikett des Laborde Campings. Das ist eine liebe Geste, finden
wir. Es geht schon auf 15 Uhr, als wir abfahren. Die ersten der acht Kilometer
bis Monflanquin gehen durch Wald und wirklich dünnbesiedeltes Gebiet.


wir kehren in die Zivilisation zurück

Der Laborde Campingplatz gehört zum Dorf Paulhiac und dieses wiederum
postalisch zu Monflanquin. Diesen Ort hatten wir bei unserer Anreise bereits
durchfahren und gesehen, wie hübsch er ist. Dorthin wollen wir also als
erstes. Ein Parkplatz findet sich leicht.


Ankunft in Monflanquin

Puh, ist das eine Hitze, als wir aussteigen. Es geht ein Wind, aber der ist
wie die Höchststufe beim Fön. Also müssen wir von einer Schattenseite der
Straße zur anderen eilen, bis wir den Marktplatz erreichen. Dort können wir
dann unter den Arkaden wandeln, aber der heiße Wind ist doch irgendwie
befremdlich.


auf dem Marktplatz von Monflanquin


auch dieser Ort ist eine Bastide


Arkaden spenden Schatten


der Marktplatz ist riesengroß

Monflanquin ist eine Bastide, die wie die anderen von uns besuchten Wehrdörfer
auf das 13. Jahrhundert zurückdatiert. Diesem Ort wurde im Jahre 1252 das
Stadtrecht erteilt. Charakteristika wie Charta des Gewohnheitsrechts,
Arkadenplatz und Schachbrettgrundriss machen Monflanquin zu einem Beispiel für
die Bastiden Aquitaniens. Monflanquin war ursprünglich eine offene Stadt und
wurde Ende des 13. Jh. von den Engländern befestigt.


unterwegs im schicken Alvis

Wir wollen auch mal einen Blick ins Umland werfen, als uns dieses schicke Auto
entgegenkommt. Der Fahrer hält an und wir laufen einmal um das Auto herum. Des
Fahrers Brust schwillt immer mehr, als wir das Auto voller Bewunderung
anschauen. Er sagt uns, dass es ein Alvis sei. Dann geht sein Ausflug weiter.


der Eingang zur Kirche


Blick auf die Kirche von Monflanquin

Wir wandeln dann weiter zur Kirche hin. Für dieses Foto geht Herbert auf die
Knie; seine Assistentin muss sogar Stühle dafür verrücken. Um diese
Nachmittagszeit ist die Stadt aber wie ausgestorben, die Hitze erschlägt aber
auch.


es gibt hübsche Einkehren rund um den Marktplatz


und noch eine Ansicht vom Marktplatz


der Marktplatz ist arkadengesäumt


Frankreich von seiner besten Seite

Zurück am Wohnmobil steht unser Entschluss fest: Wir fahren noch einmal zurück
in die Bretagne. Dort fühlen wir uns mittlerweile heimisch und weiter südlich
wollen wir aufgrund der Hitze nicht mehr. Unsere schöne Zeit im Périgord und
jetzt in Aquitaine wollen wir aber um keinen Preis missen. Hach, jetzt haben
wir Vorfreude auf den ständigen Wind, der am Meer geht. Unsere Fahrt geht
heute noch bis Sauveterre, wo wir zufällig einen Stellplatz sehen. Auch dieser
Ort ist eine Bastide aus dem 13. Jahrhundert.


unsere Tagesroute ca. 87km

Montag, 30. August 2010



hier war unsere Übernachtung

Nach vielen Wochen hatten wir mal wieder eine laute Nacht, so nahe dem
Ortskern von Sauveterre. Jetzt am Vormittag wollen wir noch einen kurzen Blick
in dieses weitere Wehrdorf werfen. Aber so gut restauriert oder erhalten wie
andere Bastiden ist dieser Ort nicht.


unter den Arkaden von Sauveterre-de-Guyenne


eines der vier Tore in die Bastide

Wir halten uns also nicht allzu lange auf. Gut ist, dass sich der Himmel etwas
bewölkt und damit die Temperaturen fallen. Das ideale Wetter zum Weiterfahren
für uns.


in Libourne geht es über die Dordogne

Waren es im Périgord endlose Sonnenblumenfelder, wenn auch längst verblühte,
so sind es nun hier im Raum Bordeaux Weinberge, die bis zum Horizont reichen.
Die Trauben hängen üppig an den Weinstöcken. Irgendwann halten wir auf einem
Rastplatz, um die Trauben zu fotografieren. Wir probieren auch mal ein paar
Beeren, und siehe da, sie sind schon ganz süß.


im Großraum Bordeaux reichen die Weinberge bis zum Horizont


dick hängen die Trauben am Stock


dieses schicke Schloss in Le Pontet ist heute ein Hotel

Unsere Fahrt geht dann noch weiter bis kurz vor Niort, wo wir auf einem
Rastplatz übernachten. Es ist 18 Uhr und wir machen es uns an Bord gemütlich,
legen die Füße hoch und schalten den Fernseher ein. Puh, was ist das für ein
Wetter daheim in Deutschland, immer kalt und Regen. Also wir waren bisher
noch von beidem verschont


unsere Tagesroute ca. 213kml


So, das soll es mal wieder gewesen sein. Ich hoffe, ein wenig zur Unterhaltung hier im Forum beigetragen zu haben.
Zur Zeit verbringen wir wieder schöne Tage mit viel Sonnenschein in der Bretagne.
Ab Oktober geht es langsam zum Überwintern Richtung Süden.

bärnd am 02 Sep 2010 14:28:07

Super, tausend Dank! :daumen2:

maxe am 02 Sep 2010 15:46:26

Toll gemacht, danke für die Mühe. :D

CKgroupie am 02 Sep 2010 17:05:46

Sehr schöner Bericht, vielen Dank!
Bei dem Engländer der auf der linken Seite fuhr, fiel mir direkt dieser schlimme Unfall hier ein --> Link

Hoffentlich hat der Fahrer in Frankreich rechtzeitig seinen Fehler bemerkt!

Danke euch auch für die tollen Bilder. Und es sieht ja nicht so aus, als sei das Périgord im August total überlaufen. Da kann man ja dann auch gut in den Sommerferien hinfahren.

kalimera am 02 Sep 2010 17:30:03

Ja CKgroupie,
überlaufen war der Perigod überhaupt nicht. Was uns auffiel, dass uns keine deutschen Wohnmobile begegnet sind. Die einzigen Ausländer waren Engländer und Holländer. Selbst auf den Campingplätzen waren wir die einzigen Deutschen.

Ab Mitte August galt auf den Campingplätzen schon die Nebensaison.

Und überall gibt es Stellplätze für Wohnmobile, die nicht im pm-Stellplatzführer gelistet sind.

zeus am 02 Sep 2010 17:41:11

Wir waren früher mit den Kindern auch viel urlaubsmäßig in der Region. Heute sind wir eher auf der Durchreise dort. Nach den schönen Bildern habe ich richtig Lust auf die Region bekommen.
Super schön. Liebe , Hildegunde

uschi-s am 02 Sep 2010 17:46:33

Wie hat es mit der Verständigung geklappt? Ist es zwingend erforderlich, französisch zu sprechen?

kalimera am 02 Sep 2010 18:07:50

Hallo Uschi,

obwohl Frankreich unser Lieblingsland ist, sind wir in den vielen Jahren, die wir in Frankreich verbringen, nie über ein paar Brocken französisch hinausgekommen.

Es ist eine Region, in der ganz verstärkt Engländer Urlaub machen. Entsprechend ist man auf deren Sprache eingestellt. Campingplätze stehen ganz oft unter holländischer Leitung, wo man auch wiederum in deutsch oder englisch weiterkommt.

Also französisch braucht man nicht unbedingt.

Gast am 02 Sep 2010 19:03:25

kalimera hat geschrieben:Ja CKgroupie,
überlaufen war der Perigod überhaupt nicht. Was uns auffiel, dass uns keine deutschen Wohnmobile begegnet sind. Die einzigen Ausländer waren Engländer und Holländer. Selbst auf den Campingplätzen waren wir die einzigen Deutschen.

Ab Mitte August galt auf den Campingplätzen schon die Nebensaison.

Und überall gibt es Stellplätze für Wohnmobile, die nicht im pm-Stellplatzführer gelistet sind.


Hallo Herbert,

erstmal Glückwunsch zu dem tollen Reisebericht.

Ja, schon 1982 als wir das letzte Mal im Perigord Urlaub gemacht haben,(damals noch mit Zelt) waren wir auf vielen Campingplätzen die einzigen Deutschen und es war sogar in der Hochsaison nie überfüllt .

Euer toller Bericht wird wohl die Planung des Urlaubes Sommer 2011 beeinflussen, Perigord und Dordogne sind einfach toll und wir wollten immer mal wieder hin, warum wir es nie gemacht haben..keine Ahnung..vielleicht weil Frankreich einfach fast überall schön ist.(wir nutzen F ja auch öfter als Kurzreiseziel wegen der Nähe zur Grenze(60 km)

Gast am 02 Sep 2010 19:07:55

uschi-s hat geschrieben:Wie hat es mit der Verständigung geklappt? Ist es zwingend erforderlich, französisch zu sprechen?


Hallo Uschi,

die Franzosen honorieren es, wenn man versucht, die Sprache zu sprechen.
Ähnliches gilt auch für Spanien.

..aber ist es hier in D nicht auch so, dass man freundlicher reagiert, wenn ein andersprachiger die Deutsche Sprache versucht :)

anton-reiser am 02 Sep 2010 19:54:09

meine erfahrung: bereits in sierck les bains, 3 km von der deutschen und der luxemburger grenze (Schengen), ist es besser französisch zu beherrschen, sonst bekommt man in geschäften und in restaurants verständigungsschwierigkeiten.

anton

Lancelot am 02 Sep 2010 20:07:37

Super schöner Reisebericht und tolle Fotos, Herbert :klatschen:

Macht richtig Lust auch mal wieder hin zu fahren ...

uschi-s am 02 Sep 2010 23:25:53

Es reicht ja auch zum Bestellen im Restaurant oder zum Einkaufen, aber eben nicht mehr, um sich so richtig zu unterhalten.
Es ist natürlich immer schön, in der Landesprache zu sprechen. Aber wie soll ich in so kurzer Zeit 8 oder 9 Sprachen lernen? Da finde ich es schon sehr praktisch, wenn man ein paar Brocken der Landesprache beherrscht und den Rest mit Englisch hinbekommt.

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