stu am 14 Okt 2010 13:34:09 Hallo,
Ich bin immer noch Elektro-DAU, deshalb ein paar Fragen:
Wenn ich die sereinverbauten Volt- und Amperemeter in meinem 87er Hymer 550 ablese, bin ich immer etwas unsicher. Folgendes Bild bietet sich mir (alle Messungen ohne Verbraucher):
Nach 3 Tagen Benutzung folgendes Bild:
V-Meter - MotorBatt: 12,6V
V-Meter - WohnRaum-Batt: 12,4V
Das Amperemeter steht immer leicht auf "Laden" (geschätzte 0.3A)
mit Landstromanschluss:
V-Meter - MotorBatt: 12,4V
V-Meter - WohnRaum-Batt: 13,5V
Der Ladestrom wird mir mit ungefähr 3 A angezeigt.
Wenn ich das Landkabel abziehe:
V-Meter - MotorBatt: 12,4V
V-Meter - WohnRaum-Batt: 13,0V
Nach etwa 12h Ladung ziehe ich das Kabel ab und habe dann:
V-Meter - MotorBatt: 12,3V
V-Meter - WohnRaum-Batt: 12,4V
Wenn ich den Hauptschalter auf AUS stelle, zeigt die MotorBatt 12.6V.
Eingebaut sind 3 Starterbatterien, alle mit 90Ah - eine ist 1 Jahr alt, die anderen beiden (baugleich) 1/2 Jahr. Geladen wird mit dem serienverbauten Ladegerät.
Wie muß ich die Werte interpretieren? (Diese Ungereimtheiten , wie die höhere Spannung der Motorbattere, wenn ich die Wohnraumbatterie abschalte, z.B.)
PS: der Vorbesitzer hat viel rumgebastelt; da liegen einige Kabel, deren Sinn ich nicht eruieren kann, aber nicht tapfer genug bin, sie einfach abzuschneiden ;-)
guet goahn
Stu
moppel11 am 14 Okt 2010 16:43:08 So wie die Werte aussehen wird deine Starterbatterie nicht mitgeladen. Nur Anzeige kommt auch darauf an wie genau diese ist. Was für ein Ladegerät hast du ?? Mach mal Bilder.
Christian
pitb am 14 Okt 2010 16:56:28 Bei dem alten - sorry -Teil hätte ich nicht erwartet, dass auch die Starterbakterie geladen bzw. gefresht wird. Ich kenne es bei neueren Ladern zB so: mit Landstrom Wohnbatterie voll - dann auf Erhaltungsladung und auch für die Starterbatterie. Aber halt erst nach dem Laden der Wohnbatterie. Starterbatterie wird nicht geladen sondern bekommt stets nur Erhaltungsladung. Also die reduzierte Spannung.
Beim Beispiel hier scheint mir alles - bis auf die Genauigkeiten der Anzeigen - ok. Bis auf die geschätzten 0.3 A im ersten Fall. Wenn kein Landstrom dran, dann würde das bedeuten, es fliesst ein Ladestrom von nirgendwo. Oder von den o.2 Volt Überschuss der Starterbatterie zu den Wohnbatterien. Glaub ich aber nicht.
Eine Frage: sind das mehrere Anzeigen (Zeiger wohl) für die Spannungen und den Ladestrom oder schaltet man je nachdem was man sehen will um? Per Taster oder so.
felix52 am 14 Okt 2010 16:57:18 hallo stu,
Fakt ist, die Materie ist komplexer als Du vielleicht denkst. Das war vor Jahren auch meine Erfahrung. :(
Solltest mal hier im Forum die einschlägigen Themen dazu nachlesen. Ne
Patentlösung gibt es halt net. Da wird dann klar, dass Du keine 3 Starterbatterien hast und auch, dass es entscheidend ist, womit Du die Spannung und wann etwa nach Abschalten des Ladegerätes messen solltest.. :) Und solange Du vor "Leitungen" Deines Vorgängers Angst hast, wir das eh nix, wenn Du auffällige Werte hast.....
Aber insgesamt ist klar: Du musst Dich schon intensiver damit befassen, so schwer es auch fällt. Und konzentriere Dich auf Kollegen, die sachlich was aussagen. Dann geht Alles "Wie von selbst"! :D
ubruesch am 14 Okt 2010 17:37:35 Hallo
fahre hier zwar nur einen Hymer Camp von 91 aber die Technik wird sich wohl nicht so stark unterscheiden.
Bei mir war ein altes WU Ladegerät von Schaudt verbaut. Ausgangsstrom max 7A. Damit hat man jede Batterie zerkocht.
Habe mit das 87 Prospekt geladen. Denke so wird es auch bei dir sein, ausser dein Vorbesitzer hat alles umgebaut.
--> Link
Wird, denke ich, bei dir nichts anderes sein. Deiner ist ja noch mal einen Zacken älter.
Die Starterbatterie wird nicht mit geladen. Bei meinem war alles diskret aufgebaut. Trennrelais mit 70A separat. Kühlschrank und Einschaltrelais getrennt.
Die eingebauten Instrumente sind nur Schätzeisen. Außerdem sind diese dann auch noch über mehrere Meter 1mm² mit mehreren Klemmbrettern mit der Batterie verbunden. Amperemeter hat meiner nicht.
Wird aber auch nur eine Spannungsmessung über einen Shunt Widerstand sein.
Wenn du das dann mit den normalen Spannungen einer Batterie vergleichst ist eigentlich alles OK.
Ladezustand
12,7V 100%
12,5V 75%
12,3V 50%
12,1V 25%
11,9V 0%
Dieses sind ca Werte. Spannung nach einer längeren Standzeit ohne Verbraucher messen. Du mit deinen Starterbatterien solltest sie niemals unter 50% treiben. Starterbatterien haben nicht so eine hohe Zyklenzahl.
Von der Lima zum Trennrelais liegen 6mm². Das über mehrere Meter führt zu einem doch erheblichen Spannungsabfall.
Ich würde mir mal ein Multimeter besorgen. Z.B. bei Conrad für ein paar Euro und mal Messungen direkt an der/den Batterien machen.
Wenn du auch so ein altes Ladegerät verbaut hast und du öfters an Landstrom hängst solltest du mehr wie einmal im Jahr den Flüssigkeitsstand in den Batterien kontrollieren.
Udo
stu am 14 Okt 2010 18:14:34 Hallo,
Das Ladegerät ist ein Schaudt LA50 - ich glaube dasselbe war in meinem alten B540 auch drin.
Ich habe die Batteriespannung an den Batterien gemessen:
Startbatterie: 12.3V
Womo-Batt.: 12.73 V
Was bedeuten würde, wie die meisten hier schon anmerkten, dass die Startbatterie nicht mitgeladen wird.
Jetzt reduziert sich die Frage auf: billiges Ladegerät für die Startbatterie kaufen, oder neues Kombiladegerät anstelle des Schaudt?
Ich vermute mal, dass der Installationsaufwand für ein neues Ladegerät nicht unerheblich ist. Das Ladegerät liegt Mitte rechts, die Batterien vorn links und die Kabelstränge dazwischen verlaufen irgendwo unter der Nasszelle und durch die Backskisten. Außerdem vermute ich, dass der Kabelquerschnitt nicht ausreichend sein dürfte. Hm.
guet goahn
Stu
gepe600 am 14 Okt 2010 18:27:15 Hallo ,
ich habe ein Neues Womo und bei mir wurde die Starterbatterie auch nicht geladen. Habe mir einen,, Standby Lader´´ eingebaut ,kommt zwischen Plus Wohnraum Batterie und Plus Starter Batterie
Der Stand-by-Lader 12 Volt dient zur vollautomatischen Nachladung und Ladeerhaltung der Starterbatterie. Das Gerät wird einfach zwischen Bordbatterie und Starterbatterie geschaltet und gibt je nach Ladezustand einen Erhaltungsstrom (max. 2 A) in Richtung Starterbatterie ab. Da in umgekehrter Richtung kein Strom fließen kann, bleibt die Starterbatterie immer optimal geladen.
Ladestrom: 0-2 A
Maße: 90 x 60 x 38 mm
ich hoffe ich konnte helfen
ubruesch am 14 Okt 2010 18:37:09 Hallo stu
meine Lösung sah damals so aus.
--> Link
Ist preislich OK. Ein deutsches Produkt. Hat eine moderne Ladekennlinie.
Habe das Temperatussensorkabel noch dazu genommen und an die Aufbaubatterie geklemmt.
Beide Bänke sind gleichwertig. Werden also beide Batterien mit dem max Strom geladen. Anschluss sollte einfach sein.
Such das Trennrelais. Auf der Lastseite hast du zwei 6mm² Kabel. Wenn der Motor nicht läuft hast du an dem einen Anschluss die Starterbatterie und an dem anderen Anschluss die Bordbatterien. Trennrelais ist ja nicht angezogen, sprich durchgeschaltet. Solltest du messtechnisch feststellen können. Da Starterbatterie bei 12,3V und Bordbatterie bei 12,7V
Vorteil wäre automatische Ladung beider Batterien mit einem modernen Ladegerät mit Temperaturkompensation. Kannst das Womo theoretisch für Monate am Landstrom stehen lassen.
Kostenaufwand 150€ und ne Stunde Arbeit. Wenn du es nicht selbst machen kannst such dir einen Elektriker im Bekanntenkreis.
Udo
PS: Bin auch mit Starterbatterien unterwegs und habe seit dem Umbau keine Probleme mehr mit Strom.
ubruesch am 14 Okt 2010 18:43:04 Hallo Stu
was mir gerade noch so auffällt.
Wiso hat deine Starterbatterie nur 12,3V. Lädt die Lichtmaschine nicht richtig?
Oder hast du das Radio zu lange an gehabt?
Oder die beiden Batterien vertauscht?
Udo
stu am 14 Okt 2010 22:47:47 gepe600 hat geschrieben:Der Stand-by-Lader 12 Volt dient zur vollautomatischen Nachladung und Ladeerhaltung der Starterbatterie.
Danke, gepe. Kannst Du mir mal Namen nennen. Ich habe das gegoogled und nichts gefunden :)
stu am 14 Okt 2010 22:51:13 ubruesch hat geschrieben:Vorteil wäre automatische Ladung beider Batterien mit einem modernen Ladegerät mit Temperaturkompensation. Kannst das Womo theoretisch für Monate am Landstrom stehen lassen..
Fein. Wie gesagt, ich habe die Befürchtung, dass ich neue Kabel legen müsste.
Wenn ich dann soweit wäre, gibt es Combigeräte für 220V und Solarstrom? Damit nicht noch ein Gerät eingebaut werden muss. Oder ist ein speparater Lader für Solar obligat?
stu am 14 Okt 2010 22:52:34 ubruesch hat geschrieben:Wiso hat deine Starterbatterie nur 12,3V. Lädt die Lichtmaschine nicht richtig? Oder hast du das Radio zu lange an gehabt? Oder die beiden Batterien vertauscht?
Nein, nicht vertauscht. Bin zwar nicht viel gefahren in letzter Zeit, aber das macht mir auch Kopfkratzen.
Am Wochenende fahre ich ein paar Hundert Kilometer, da werde ich mal messen.
Danke vorerst
Stu
ubruesch am 15 Okt 2010 00:07:16 Hallo Stu
1. Für deine Ladung der Lichtmaschine brauchst du keine hunderte von km zu fahren. Lasse den Motor laufen und mess an der Starterbatterie die Ladespannung. Diese sollte jetzt zwischen 13,5 und 14V liegen. Vielleicht ein wenig Gas geben dabei.
Steigt diese aber nicht über die 12,x Volt an tippe ich auf ein LM Problem.
2. Die Kabel die verlegt sind, sind durchgängig 6mm². Dieses reicht zumindest für die max 20A aus. Diese 20A Ladespannung ist der Kombinierte Ladestrom. Im ideal Fall teilt er sich zur hälfte auf. 10A in die eine und die anderen 10A in die andere. Dieses wird aber im Regelfall nicht auftreten. Die Bordbatterie ist die Batterie die am meisten geladen wird.
Max Strom pro Querschnitt.
6mm² = <40A
2,5mm² = <16A
3. Wenn du eine Solaranlage einbauen willst brauchst du auf jeden Fall einen Regler für diese. Der wird einfach an die Bordbatterie angeschlossen. Die beiden "Ladegeräte" werden sich dann drüber einig wer wie viel beiträgt.
Will sagen es kann nichts passieren.
4. Es gibt "Kombigeräte" die alles können.
Ein so genanntes EBL. Dieses beinhaltet alle einzelnen Baugruppen die im Moment diskret aufgebaut sind. Ladegerät, Trennrelais, Kühlschrankrelais, Steuerrelais, Anschluss für Solarregler. Wobei bei diesen in den meisten Fällen auch ein seperater Solarregler verbaut werden muss.
Des weiteren bedeutet dieses einen kompletten umbau deiner gesamten Anlage. Siehe als Beispiel hier.
--> Link
Ein Solarregler kostet ab 20/25€ aufwärts. Es ist wie immer. Es gibt die einfachen und natürlich die "guten". Die kosten dann ein vielfaches.
Aber meistens muss ein seperater Regler für den Solarstrom nachgerüstet werden.
Mir ist im Moment kein IUoU Ladegerät mit gleichzeitigem eingebauten Laderegler für Solar bekannt. Aber vielleicht kennt ja jemand ein solches.
Der Stand by Lader von Gepe sollte dieser sein.
--> Link
Bedenke aber das darüber keine richtige Ladung der Starterbatterie gelingt. Nur eine Ladeerhaltung.
Udo
stu am 15 Okt 2010 15:14:31 Danke für die umfassende Antwort, Udo.
Die Spannung an der Startbatterie bei laufendem Motor liegt zwischen 13.4 und 13.6 V - also am unteren Ende Deiner Skala.
Ich habe mir mal das EBL von Schaudt angesehen: nun, ich verzichte dann doch lieber auf die eierlegende Wollmilchsau. Abgesehen davon, dass das Gerät sicher um 800 - 1000€ kosten wird, denke ich :) . Plus die zusätzliche Verkabelung.
Also lasse ich erstmal alles, wie es ist und behalte die Startbatteriespannung im Auge (vor allem, wenn ich die Hunderte km gefahren bin ;-) ).
Wenn ich es richtig verstanden habe, gibts Solarregler mit 2 Ausgängen - also auch zum Laden der Startbatterie - dann wäre ein Standby-Lader obsolet.
Danke nochmals
guet goahn
Stu
macagi am 15 Okt 2010 15:56:48 Hi,
was mich wundert ist dass die Spannung deiner Motorbatterie ansteigt wenn du den Hauptschalter auf aus stellst. Das deutet darauf hin dass irgendwo her Spannung an die Motorbatterie kommen muss!
Wie sind die Spannungen wenn der Hauptschalter auf aus ist, aber Landstrom anliegt?
12,3V ist übrigens recht wenig - da ist irgendwas nicht in Ordnung. Fehlt Wasser?
ubruesch am 15 Okt 2010 16:03:31 Hallo
genau das. Wenn du eh eine Solaranlage einbauen möchtest, dann nimm den Regler eine Nummer größer so das du später vielleicht noch ein zusätzliches Panel verbauen kannst. Die größeren haben dann auch zwei Ausgänge für zwei Bänke. Musst halt nur nicht den billigsten nehmen.
Der hier wäre dann das was du suchst. Ist aber nur ein Beispiel.
--> Link
Udo
stu am 20 Okt 2010 21:19:19 so, zurück vom Wochenende. Insgesamt 560 km in 2 Tagen. Heute 4 Stunden - die Startbatterie zeigt nun 12.8 V - nicht so üppig oder? Es ist eine wartungsfreie, also ohne Stopfen zum Nachgucken, ob Wasser fehlt :-/
guet goahn
Stu
kassiopeia am 22 Okt 2010 08:57:34 stu hat geschrieben: die Startbatterie zeigt nun 12.8 V - nicht so üppig oder?
Doch - damit ist die Batterie voll...
Hoehere Werte erhaelt man nur waehrend und kurz nach der Ladephase.
Das spiegelt dann aber nicht eine hoehere Ladung der Batterie wider (wie sollte das auch, voller als voll geht nicht), sondern eine hoehere Ladespannung des Reglers bzw. einen chemischen 'Setzungsvorgang'.
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