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Gangster auf Spaniens Autobahnen 1, 2, 3


schnarchi am 04 Dez 2010 16:17:44

Seit über 30 Jahren fahre ich beruflich und privat durch Spanien ,Italien usw und was soll ich sagen?Ich wurde noch nict einmal schief angeschaut ,was mache ich falsch das ich nicht überfallen wurde? :D tIPS HIERZU WÄREN HILFREICH :D :D

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Gast am 04 Dez 2010 16:24:30

schnarchi hat geschrieben:Seit über 30 Jahren fahre ich beruflich und privat durch Spanien ,Italien usw und was soll ich sagen?Ich wurde noch nict einmal schief angeschaut ,was mache ich falsch das ich nicht überfallen wurde? :D tIPS HIERZU WÄREN HILFREICH :D :D


Hallo Schnarchi,
du solltest des öfteren mit einem Gespann , PKW mit Wohnanhänger auf dem Kostenlosen Autobahnstück auf der A7 bei Barcelona hin und herfahren.
Vieleicht hast du ja dann auch mal das nette Vergnügen. :ironie:

Nette :roll:
Meli und Wolfgang

travelrebell am 04 Dez 2010 18:36:22

es grenzt Dumpf.......tum wie einige sich über das Unglück der meist älteren und betagten Herrschaften belustigen...

Weil sie alt sind, sich kaum noch wehren , vlt. auch langsamer mit ihrem Auffassungsvermögen und zu bequem mit Gottvertrauen unvorsichtig mit ihren Wertsachen umgehen ...werden diese Personen im Vorfeld ausgesucht.

freud euch solange ihr Glück habt und umsichtig genug handelt, bedenkt eure Sanduhr rieselt auch ungebremmst Richtung Boden.

Wollt ihr mit 65 -70- oder mehr Jahren gelangweilt am Kamin zH sitze, nur weil es dann vlt.auch so einfach ist, euch dann zu übertölpeln ?

Meine Eltern, weltgereist in allen Erdteilen, hatte es die vergangenen Jahre ebenfalls in der mautfreien Zone Barcelona erwischt. Die Endsechziger waren so perplex, von einer vermeintl. ZivilStreife mit Blaulicht in den frühen Morgenstunden auf den Seitenstreifen gezwungen. Von Fahrer und Beifahrerseite vo 2 "Beamten"bedrängt wurden sie übertölpelt. GsD blieb der Schaden in Grenzen, ein Unfall wurde vermieden Ok, die Helden im Forum hätten es sicher geschafft, sich des Überraschungsmomentes zu entziehen, hellseherische Fähigkeiten vorausgesetzt....':twisted:'

Problem ist nicht die Sorglosigkeit der betagten Touristen, sondern die laxe Einstellung der Behörden die seit langen das Problem nicht in Griff bekommen. Denn gäbe es weniger Senioren-Beute, verlagert es das Risiko auf jüngere Pers. oder Familien mit Kleinen Kindern.

deshalb lieber den Ball flachhalten...

Anzeige vom Forum


Waldi am 05 Dez 2010 07:39:58

Hallo Lo da kann ich dir nur zustimmen :klatschen: , dass muß man selbst erlebt haben.

Waldi

francis am 08 Dez 2010 21:11:57

Liebe Wohnmobilisten.
Wenn ich alle diese Berichte lese betr. Überfälle an der A7 dann graust es uns durch Spanien zu fahren. Unser Ziel wäre Ende Februar an die Algarve zu fahren, weiter durch Galizien und dann der Nordküste Spaniens entlang nach Frankreich und zurück nach Genf. Zeitdauer ca. 6 - 7 Wochen. Wer kennt eine sicherere Route ? [/code]

Randyandy01 am 08 Dez 2010 21:23:51

hm, sichere Route, hm vielleich Zuhause um den Kirchturm ???

Lass ich nicht verunsichern... beherzige einfach die einfachen Regeln, die im Ausland so gelten, dann sollte nichts passieren.

travelrebell am 08 Dez 2010 21:29:14

die Überfälle kannst niemand schön reden, denoch kein Grund nicht dort langzufahren, wo diese statt finden. Risiko ist mit etwas umsicht minimierbar.

Gast am 08 Dez 2010 22:11:10

vor über strecke 10 jh war es schon gefährlich diese strecke zu fahren. die spanische polizei und justiz bekanntermaßen unfähig, faul und zu lasch hat noch nie ernsthaft, außer schildern, gegen diese kriminellen elemente, meist südamerikaner oder zigeuner, unternommen. man hat auch uns schon versucht zum anhalten zu bewegen. nach unserem überfall in F war jedoch die devise weiterfahren. die größte gefahr haben wir jedoch durch fahren bei tag, niemals in barcelona tanken, hund 45kg ins führerhaus gebannt
ansonsten sind wir ES als urlaubsland untreu geworden ud präferieren mittlerweile GR und TR. ebenso scheint mir die provence sicherer zu sein. oder ES meiden bis das problem gelöst ist nur so lernen es die spanier keine touris keine kohle
grüße
olly

CurtGoetz am 09 Dez 2010 18:32:17

Hallo, lohnt es sich , um die Probleme auf der A7 zu vermeiden, hinter Gerona nicht die Umfahrung, sondern durch Barcelona immer Richtung Flughafen und Hafen zu fahren
?
Wir wollen demnächst los

CG

SingleMalt am 09 Dez 2010 18:36:39

CurtGoetz hat geschrieben:Hallo, lohnt es sich , um die Probleme auf der A7 zu vermeiden, hinter Gerona nicht die Umfahrung, sondern durch Barcelona immer Richtung Flughafen und Hafen zu fahren
?
Wir wollen demnächst los

CG


Die Gangster lesen offenbar mit - und ihr habt sie offenbar sehr verschreckt.
Ich bin problemlos über die Schreckensroute gefahen und gesund und unberaubt in Tarifa angekommen :D

Gast am 09 Dez 2010 22:16:33

[/quote]Die Gangster lesen offenbar mit - und ihr habt sie offenbar sehr verschreckt.
Ich bin problemlos über die Schreckensroute gefahen und gesund und unberaubt in Tarifa angekommen :D[/quote]

Dann sei doch froh darüber und mach dich nicht noch darüber lustig.
Vielleicht erwischt es dich ja auch erst auf der Rückfahrt? :D

Randyandy01 am 09 Dez 2010 22:40:27

CurtGoetz hat geschrieben:Hallo, lohnt es sich , um die Probleme auf der A7 zu vermeiden, hinter Gerona nicht die Umfahrung, sondern durch Barcelona immer Richtung Flughafen und Hafen zu fahren
?
Wir wollen demnächst los

CG


Ob es sich lohnt ist die Frage... Kostenmäßig auf jeden fall... man kann auch gleich die erste Abfahrt in Spanien nehmen und dann über die N2 Richtung Barcelona fahren... nur nicht im Bereich Gerona an der N2 Übernachten das ist nicht so toll und kann Überrschungen geben.

Selbstverständlich kann man von da auch weiter Richtung Barca Hafen und Flughafen fahren, wer keine Angst vor dichten Verkehr, hat kein Problem und dann weiter Richtung Casteldefels und Tarragona, man kommt an der N340 raus, aber Vorsicht schlecht Beschildert alles, man kann sich leicht verfahren, es gehen 3 Wege Richtung Süden, die alte N340, die AP 7 und die neue Strasse, wo ich den Namen nicht zur Hand habe.

travelrebell am 10 Dez 2010 01:08:34

SingleMalt hat geschrieben:
CurtGoetz hat geschrieben:Hallo, lohnt es sich , um die Probleme auf der A7 zu vermeiden, hinter Gerona nicht die Umfahrung, sondern durch Barcelona immer Richtung Flughafen und Hafen zu fahren
?
Wir wollen demnächst los

CG


Die Gangster lesen offenbar mit - und ihr habt sie offenbar sehr verschreckt.
Ich bin problemlos über die Schreckensroute gefahen und gesund und unberaubt in Tarifa angekommen :D



Vieleicht erschrecken sich die BösenBuben bei deiner respekteinflösenden Gestalt ':box:'

schnarchi am 10 Dez 2010 20:44:08

CurtGoetz hat geschrieben:Hallo, lohnt es sich , um die Probleme auf der A7 zu vermeiden, hinter Gerona nicht die Umfahrung, sondern durch Barcelona immer Richtung Flughafen und Hafen zu fahren
?
Wir wollen demnächst los

CG

Ich bin regelmäßig in Barcelona und um Barca herum unterwegs.Wenn Du durch Barca fahren willst empfehle ich die nacht zu nutzen den da gibt es keine Staus.Aber warum solche Angst?Habe nur soviel Geld in der Brieftasche für einmal Tanken ,keine Lapptops wärend der Fahrt auf dem Armaturenbrett und stelle andere gegenstände wie Uhren und teuren Schmuck nicht zur Schau und schon ist die gefahr des auszurauben geringer geworden.
Dies ist aber nur meine Meinung und damit stehe ich hier wohl alleine da.Naja ich wünsche Euch einen schönen Urlaub in Spanien ,fahre selbst am 20.12 in den Urlaub nach Spanien.

carthagocliff am 11 Dez 2010 11:34:50

Aber warum solche Angst?Habe nur soviel Geld in der Brieftasche für einmal Tanken ,keine Lapptops wärend der Fahrt auf dem Armaturenbrett und stelle andere gegenstände wie Uhren und teuren Schmuck nicht zur Schau und schon ist die gefahr des auszurauben geringer geworden.


Diese Verhaltensweise hilft auf jeden Fall, wenn der Fall der Fälle eintritt.

Davon abzusehen ist es kein AUSRAUBEN, sondern nur Fälle von Trickdiebstahl. Die Opfer werden in eine plötzliche Ausnahme- und Stressituation gebracht (vermeitlicher Reifenschaden, Brand, etc.) , nach draussen gelockt, damit der Komplize die Wertgegenstände aus der Fahrerkabine entwenden kann. Gewalt oder Gewaltandrohung ist größtenteils nicht dabei.


travelrebell am 11 Dez 2010 13:23:57

@carthagocliff

nicht ganz richtig, ist wichtig für die Reisegepäck oder Hausratvericherung der abgewandelte Raub-Begriff vs.Diebstahl


--> Link

nachsehen unter räuberischer Angriff auf Autofahrer


kann bei der Durchsetzung der Ansprüche nützlich sein.

carthagocliff am 11 Dez 2010 17:29:06

Mag sein.

Es ging mir hier auch nicht um die juristische Spitzfindigkeit des Begriffes, sondern um den normalen Sprachgebrauch, in dem es sich einfach schrecklich anhört, wenn man sagt : ......... ich wurde ausgeraubt...!!, aber meint, jemand habe einem die Geldbörse entwendet.

So wollte ich nur relativieren und abschwächen, daß Reisende hier mitlesen und schon großräumige Umfahrungsrouten von Barcelona einplanen, weil sie meinen, sie würden überfallen und ausgeraubt.

Viele

Gast am 11 Dez 2010 17:38:29

carthagocliff hat geschrieben:Mag sein.

Es ging mir hier auch nicht um die juristische Spitzfindigkeit des Begriffes, sondern um den normalen Sprachgebrauch, in dem es sich einfach schrecklich anhört, wenn man sagt : ......... ich wurde ausgeraubt...!!, aber meint, jemand habe einem die Geldbörse entwendet.

So wollte ich nur relativieren und abschwächen, daß Reisende hier mitlesen und schon großräumige Umfahrungsrouten von Barcelona einplanen, weil sie meinen, sie würden überfallen und ausgeraubt.

Viele


Hallo,

das sehen die, die da ausgeraubt wurden, sicher ganz anders.
Denen ist es dann auch egal, wie man das nennen mag, wenn ihnen nach so einer Geschichte alles Geld, alle Papiere und alle Wertgegenstände fehlen.
"Die Geldbörse entwendet" ist ja nach so einem Überfall sehr geschönt beschrieben.
Da gibt es auch nichts abzuschwächen.
Ich möchte nicht zu denen gehören, dem so was passiert.
Und als Krönung dann, wie so oft hier gelesen, daß die Polizei bedauernd mit den Schultern zuckt nach solchen Vorfällen und die Anzeige der Geschädigten, sobald diese die Tür hinter sich zugemacht haben, in die "Rundablage" werfen, da sie mit der Fülle der Fälle längst kapituliert haben.


lg
peter

bernierapido am 11 Dez 2010 18:58:28

Ich habe die selbe Auffassung wie carthagocliff.

Ob ich einem Trickdieb auf den Leim gegangen bin und mir lediglich etwas entwendet wurde ohne dass ich irgendwie berührt worden bin
oder ob jemand Gewalt gegen mich oder einen meiner Lieben angewandt hat oder mir gedroht wurde um mir etwas zu entwenden (Raub)
ist qualitativ schon ein Unterschied und macht auch psychisch schon einen erheblichen Unterschied.

Lancelot am 11 Dez 2010 19:19:39

bernierapido hat geschrieben:Ich habe die selbe Auffassung wie carthagocliff.


Ich auch :!:

Außerdem sollte man wirklich nicht vergessen, daß "Überfälle" dort immer noch die Ausnahme sind, keinesfalls die Regel.

"Passieren" kann einem überall was unangenehmes - sicher sehr bedauerlich für die Betroffenen - aber deshalb einen Riesenumweg planen :?: Das denke ich geht eindeutig zu weit ... vergeßt nicht: zig-tausende Urlauber fahren völlig unbehelligt diese Route ...

Trotzdem sollte man halt - generell - vorsichtig sein ... aber DAS gilt doch überall :!:

travelrebell am 11 Dez 2010 19:37:29

entscheidend ist die Gewalteinwirkung gg. das Fzg -- um die Person am weiterfahren zu hindern, --das freie Weiterkommen wird durch eine gewaltsame Einwirkung der Täter gestoppt/beendet .

Mag dies durch einen zerstochenen Reifen oder das Anrammen der Autos geschehen oder einen Steinwurf gegen die Scheibe, die Insassen werden genötigt anzuhalten. Auch ein Schuß gg. das Auto läßt die Insassen vermuten "Gefahr in Verzug" und nötigt zum Nothalt.

Ein Trickdiebstahl ist etwas anderes, da merkt der Betroffene garnicht was ihm geschieht, wird er jedoch umgerempelt, umgestoßen in der U-Bahn bspw. ist auch wieder als Raub, räuberischer Diebstahl einzustufen


Mir geht es in diesem Beitrag nicht um jur.Spitzfindigkeiten, sondern um den Betroffenen hinsichtlich Schadenersatz weiterzuhelfen...

bernierapido am 11 Dez 2010 21:21:57

Gerade deswegen: Die Versicherungen sind Spitzfindig genug, wenn es darum geht, zu zahlen.
Hier ist der Text zum Raub:
(1) Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

Das Herbeiführen einer Panne könnte, wenn z.B. Reifen zerstochen werden, als Gefahr für Leib/Leben gedeutet werden, das Vortäuschen einer Panne aber ist Trickdiebstahl.

Wem durch Trickdiebstahl etwas abhanden kommt, wird der Schaden nicht ersetzt. Die Opfer bekommen normalerweise nichts von ihrer Hausratversicherung erstattet. Trickdiebstahl ist in der Hausratversicherung nicht mit abgedeckt, Raub hingegen schon.
Beim Unterschied zwischen Raub und Trickdiebstahl wird vor allem auf die Gewaltanwendung geachtet: Ein versicherter Raub liegt vor, wenn das Opfer mit Gewalt daran gehindert wird, gegen die Wegnahme des Eigentums Widerstand zu leisten. Ob diese Gewalt vorlag oder nicht, kann schnell zum Streitfall werden.


Da sich da aber ganze Generationen von Versicherungsanwälten drüber Streiten, werden wir hier die schadenserstattungsfähige Abgrenzung der Fälle nicht erreichen.

Noch was wichtiges:
Es kommt auf das subjektive Empfinden des Opfers an. Wenn ich als Opfer mich bedroht fühlte ist der Tatbestand schon erfüllt.

schnarchi am 11 Dez 2010 22:00:36

So wollte ich nur relativieren und abschwächen, daß Reisende hier mitlesen und schon großräumige Umfahrungsrouten von Barcelona einplanen, weil sie meinen, sie würden überfallen und ausgeraubt.

Viele [/quote]
Dann würde ich es denen sagen die hier und anderswo solche Artikel über Überfälle etc.in ein Forum hineinstellen.
Wie ich vorab erwähnt habe bin ich seit über 30 Jahren in Südeuropa unterwegs und bin nie Beklaut etc.worden im gegenteil meiner Frau wurde in Deutschland die Geldbörse gestohlen . :eek:

fitnessingo am 11 Dez 2010 23:14:47

Bin absolut Wolfgangs Meinung obwohl es mich schon dreimal erwischt hat. Benidorm,Altea und an der Grenze in ca 15 Jahren bin ich regelmäßig in Spanien zu Hause auf CP,SP und Strasse.Positiv denken. Ingo

Gast am 12 Dez 2010 00:02:26

Hallo Ingo ,da bin ich ja platt das du dich hier auch mal zu Wort meldest.
Du bist ja sonst nur ein fleisiger Mitleser,und hälst dich soweit es geht aus allem raus, und denkst dir sonst deine Meinung dazu.
Es freut uns das wir hier mal was von dir lesen :-o
Uns geht es gut.

Liebe an unseren Fitnessingo aus dem Sonnigem Spanien.
Du bist halt zu früh nach Hause gefahren. :ill: jetzt musst du frieren.

fitnessingo am 12 Dez 2010 10:10:35

Guten Morgen ihr zwei.Alles Gute wir treffen uns 2011. Ingo :roll:

Gast am 01 Jan 2011 21:20:06

Habe nochmal etwas dazu gefunden von Mai 2010 aus der Costa Blanca Nachrichten
Dient nicht zur Panikmache ,sondern nur zur weiteren Information :!:

"La Banda de los Peruanos"

Organisierte Kriminalität auf der A 7

CBN-Reporter begleiten Spezialeinheit der Guardia Civil bei ihrem täglichen Kampf gegen die Bande

Janette Vehse (Text) Leif Piechowski (Fotos) [Barcelona]

Die "Banda de los Peruanos" – in Barcelona ist sie in aller Munde. Ob Taxifahrer oder Putzfrau, über die südamerikanischen Banditen weiß man Bescheid. Und das obwohl die Opfer der Überfälle ausschließlich Touristen sind. Diese dagegen tappen immer wieder ahnungslos in die Falle. 811mal allein im letzten Jahr auf dem kurzen gebührenfreien Teil der Autobahn A 7 bei Barcelona.

Immer auf die gleiche Weise laufen die Überfälle der Peruaner ab: Während der Fahrt machen sie die Urlauber mit Handzeichen darauf aufmerksam, daß etwas mit dem Wagen nicht in Ordnung sei. Die beunruhigten Touristen halten auf dem Seitenstreifen an, während die "hilfsbereiten" Fremden ebenfalls aussteigen und den vermeintlichen Defekt suchen. Dies generell auf der rechten Seite des Fahrzeugs, um die Aufmerksamkeit von demjenigen abzulenken, der auf der Fahrbahnseite vorbeischleicht und Wertgegenstände aus dem Auto der Opfer stiehlt. Nach wenigen Sekunden ist alles vorbei, wie Augenzeuge Sigurd Tesche in der CBN Nr. 852 vom 14. April beschrieben hat. Die Diebe steigen in ihren gestohlenen PKW und rasen davon. Die ahnungslosen Opfer merken oft erst an der nächsten Zahlstelle, daß sie um ihr Hab und Gut erleichtert wurden.

Seit nunmehr zehn Jahren agieren die Südamerikaner auf der Autobahn, und seit ebenso langer Zeit existiert eine Einsatzgruppe der Guardia Civil, die sich ausschließlich um die "Banda de los Peruanos" kümmert.

14 Beamte und vier zivile Fahrzeuge sind im ständigen Einsatz, um die A 7 bei Barcelona zu bewachen. Im letzten Jahr kam es zu 93 Festnahmen. Die Bande besteht nach Erkenntnissen der Guardia Civil aus 98 Männern und 40 Frauen.

Schüsse auf der A 7
Bisher waren die Überfälle der Peruaner immer gewaltlos abgelaufen. Bis zu jenem Freitag, an dem zwei Redakteure der CBN die Guardia Civil bei einer Patrouillenfahrt begleiten. Jenem Tag, an dem Schüsse auf der A 7 fallen.

Drei Bandenmitglieder waren mittags bei einem erneuten Überfall überrascht worden und hatten auf einen Polizisten gefeuert. Über Funk wird um 12.23 Uhr eine Großfahndung nach dem flüchtigen Tatfahrzeug – einem silbernen BMW, vermutlich 5er Klasse – eingeleitet. Die Spannung in dem Zivilfahrzeug ist zum Zerreißen. Mit Höchstgeschwindigkeit wird der Wagen durch den dichten Verkehr manövriert, während die Beamten ihre Dienstwaffen bereithalten. Angestrengt wird dem Polizeifunk gelauscht. Die Polizisten in der Zivilstreife zeigen sich erschüttert über die plötzliche Brutalität der Peruaner. Kurz zuvor hatte man noch beteuert, daß sie nie eine Waffe dabei hätten. Schüsse auf einen Kollegen, das hat man von den Peruanern noch nicht erlebt.

An allen Autobahnausfahrten postieren sich Einsatzfahrzeuge der Guardia Civil, um das Fahrzeug mit dem Kennzeichen von Barcelona zu stoppen. Schließlich wird einer der Täter in Sitges, einem Ort südlich von Barcelona, gestellt. Der Polizist, auf den geschossen wurde, blieb glücklicherweise unverletzt.

Resignierte Beamte fordern Gesetzesänderung
Eine solch skrupellose Vorgehensweise ist auch für den 28jährigen Zivilfahnder Juan García* neu. Seit zehn Jahren patrouilliert er auf der A 7 und gehört damit schon zu den alten Hasen der Spezialeinheit. „Die Peruaner achten normalerweise darauf, gewaltlos zu agieren.“ Rechtlich handelt es sich bei den Überfällen um einfache Diebstähle, die bei der spanischen Gesetzeslage nicht mit einer Gefängnisstrafe geahndet werden. „Wir nehmen ein und denselben Täter 50 bis 60mal fest, doch nach wenigen Stunden geht er als freier Mann früher nach Hause als wir“, erzählt der resignierte Beamte. Ohne eine entsprechende Gesetzesänderung könne man das Problem nicht aus der Welt schaffen.

Private Beweisfotos
Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum die Guardia Civil der Machenschaften der Bande nicht Herr werden kann. Eine Identifizierung der Täter anhand der von der Polizei selber gemachten Fotos zählt nicht vor Gericht. Die Verhandlungen jedoch sind teilweise so spät, daß sich die Opfer dann nicht mehr recht erinnern können oder wollen. Ausländer müßten zur Identifizierung der Täter nach Spanien kommen, dorthin, wo man zum Opfer wurde. Eine Reise, die niemand gern antritt.

Die Guardia Civil zeigte sich daher begeistert über Fotos, die ihr von der CBN übergeben wurden. Diese zeigen Mitglieder der peruanischen Bande, die in einem gestohlenen BMW einen erneuten Überfall versuchen. Der CBN- Leser Günter D. hatte geistesgegenwärtig die Kamera parat. „Mit diesen Aufnahmen können wir den Südamerikanern den Raub des BMW nachweisen. Und dabei handelt es sich nicht mehr um einen einfachen Diebstahl“, so Salvador Pérez*, Einsatzleiter der Spezialeinheit.

Leben auf der Autobahn
Die Arbeit der Gruppe besteht nicht nur in der Beobachtung der Autobahn, "obwohl ich manchmal das Gefühl habe, die Hälfte meines Lebens auf dem Asphalt zu verbringen", meint Zivilfahnder García. Er ist auch für die Festnahmen der Täter nach der Identifizierung durch die Opfer zuständig. "Es ist schwierig, bei den Aufenthaltsorten der Peruaner auf dem laufenden zu bleiben", erklärt er. "Sie sind nicht registriert und haben keine Papiere.“ Oft werden die Delinquenten wegen schwerer Delikte, die sie in ihrer Heimat begangen haben, von Interpol gesucht.

Sie geben daher bei ihren Festnahmen in Spanien Decknamen an. Bevorzugt behaupten sie, aus Kuba zu kommen, genau wissend, daß die Zusammenarbeit mit den dortigen Behörden besonders schwierig ist. So bleibt es meist bei einer Geldstrafe wegen Diebstahls. Und es kam durchaus schon vor, daß die Polizisten den gleichen Täter am nächsten Tag wieder vor sich sitzen hatten.

"Die Bande ist sehr gut organisiert", erzählt Juan García. "Es gibt Drahtzieher, die mit den Akteuren nur telefonisch in Verbindung treten. Und auch die Diebe kennen sich untereinander kaum." Daher ist die Arbeit mit Informanten aus den Kreisen der Peruaner nicht besonders ergiebig. "Um überhaupt etwas aus ihnen rauszukriegen, müssen wir ihnen beim Verhör schon zusetzen."

La Cagada de las Palomas
Die "Banda de los Peruanos" agiert aber nicht nur auf der Autobahn. Auch in Barcelona selbst gelingt es ihr immer wieder, Touristen mit den einfachsten Tricks zu berauben. "Bestes Beispiel ist die "Cagada de las Palomas", erzählt Salvador Pérez. Dem Ausländer wird vorgegaukelt, er sei mit Taubenmist beschmutzt worden. Beim hilfsbereiten Abwischen der Kleidung wird das arglose Opfer aber nicht von Exkrementen des Federviehs, sondern von seiner Brieftasche befreit.

Aber nicht nur die peruanische Bande ist hinter dem Geld der Touristen her. "Wir kümmern uns auch um Diebstähle auf den Raststätten", sagt der Leiter der Einsatzgruppe. Und hier hat es die Guardia Civil nicht mit den "Peruanos" zu tun, sondern mit Marokkanern und Algeriern. Wie durch geheime Absprache haben sich Nordafrikaner und Südamerikaner die A 7 untereinander aufgeteilt: die Rastplätze für erstere, der Rest für die Peruaner.

Die Nordafrikaner arbeiten mit einem Kartentrick: Sie bitten einen Urlauber, ihnen beim Lesen einer Straßenkarte zu helfen. Abgelenkt durch die vor seiner Nase ausgebreitete Karte, bemerkt der Tourist nicht, daß seine Habe währenddessen klammheimlich den Besitzer wechselt.

In die Fänge der Diebe geraten überwiegend ältere Menschen und Familien mit Kindern. Die Täter wissen genau, daß ersterer Personenkreis zunächst meist verwirrt reagiert und in letzterem Fall Familienväter keine wilden Verfolgungsjagden riskieren.

Für immer gelähmt
Wie gefährlich das Anhalten auf dem Seitenstreifen ist, zeigt das Beispiel eines italienischen Ehepaares: Mit dem üblichen Trick hatten Bandenmitglieder die Urlauber aus Italien zum Halten veranlaßt. Die junge Frau stieg aus und wurde im nächsten Moment von einem LKW erfaßt. Die 34jährige wird für immer an den Rollstuhl gefesselt bleiben.

Leichtsinniges Verhalten
Um zu vermeiden, Opfer von Übergriffen auf der Autobahn zu werden, sollte man dringend einige Verhaltensregeln beachten. Niemals sollte man auf dem Seitenstreifen anhalten. Falls man dazu aufgefordert wird, handelt es sich in aller Regel um einen Raubversuch. Wer ein Handy dabei hat, sollte die Guardia Civil (Telefonnummer 062) anrufen. Diese kann dann schnell reagieren und hat eine größere Chance, die Täter noch auf der Autobahn zu erwischen.

Auf Rastplätzen sollte man immer das Fahrzeug abschließen. Selbst wenn man sich nur wenige Meter entfernt. Die Diebe schlagen blitzschnell zu und sind sehr geschickt. Lassen Sie auch nie Ihren PKW unbeaufsichtigt, wenn er gut sichtbar vollgepackt ist.

Während der Patrouille auf der A 7 zeigen die Zivilfahnder zahlreiche Beispiele einer leichtsinnigen Verhaltensweise auf: ein Ehepaar, das sich von seinem nicht abgeschlossenen Wohnwagen entfernt. Ein abseits abgestellter, vollgeladener PKW, während von den Besitzern keine Spur zu sehen ist. 811 Diebstähle allein von der „Banda de los Peruanos“ ist eine alarmierende Zahl, die zu mehr Vorsicht mahnt.

Liebe aus Spanien
Meli und Wolfgang wünschen euch noch ein Friedliches Jahr 2011

Gast am 01 Jan 2011 21:20:43

Habe nochmal etwas dazu gefunden von Mai 2010 aus der Costa Blanca Nachrichten
Dient nicht zur Panikmache ,sondern nur zur weiteren Information :!:

"La Banda de los Peruanos"

Organisierte Kriminalität auf der A 7

CBN-Reporter begleiten Spezialeinheit der Guardia Civil bei ihrem täglichen Kampf gegen die Bande

Janette Vehse (Text) Leif Piechowski (Fotos) [Barcelona]

Die "Banda de los Peruanos" – in Barcelona ist sie in aller Munde. Ob Taxifahrer oder Putzfrau, über die südamerikanischen Banditen weiß man Bescheid. Und das obwohl die Opfer der Überfälle ausschließlich Touristen sind. Diese dagegen tappen immer wieder ahnungslos in die Falle. 811mal allein im letzten Jahr auf dem kurzen gebührenfreien Teil der Autobahn A 7 bei Barcelona.

Immer auf die gleiche Weise laufen die Überfälle der Peruaner ab: Während der Fahrt machen sie die Urlauber mit Handzeichen darauf aufmerksam, daß etwas mit dem Wagen nicht in Ordnung sei. Die beunruhigten Touristen halten auf dem Seitenstreifen an, während die "hilfsbereiten" Fremden ebenfalls aussteigen und den vermeintlichen Defekt suchen. Dies generell auf der rechten Seite des Fahrzeugs, um die Aufmerksamkeit von demjenigen abzulenken, der auf der Fahrbahnseite vorbeischleicht und Wertgegenstände aus dem Auto der Opfer stiehlt. Nach wenigen Sekunden ist alles vorbei, wie Augenzeuge Sigurd Tesche in der CBN Nr. 852 vom 14. April beschrieben hat. Die Diebe steigen in ihren gestohlenen PKW und rasen davon. Die ahnungslosen Opfer merken oft erst an der nächsten Zahlstelle, daß sie um ihr Hab und Gut erleichtert wurden.

Seit nunmehr zehn Jahren agieren die Südamerikaner auf der Autobahn, und seit ebenso langer Zeit existiert eine Einsatzgruppe der Guardia Civil, die sich ausschließlich um die "Banda de los Peruanos" kümmert.

14 Beamte und vier zivile Fahrzeuge sind im ständigen Einsatz, um die A 7 bei Barcelona zu bewachen. Im letzten Jahr kam es zu 93 Festnahmen. Die Bande besteht nach Erkenntnissen der Guardia Civil aus 98 Männern und 40 Frauen.

Schüsse auf der A 7
Bisher waren die Überfälle der Peruaner immer gewaltlos abgelaufen. Bis zu jenem Freitag, an dem zwei Redakteure der CBN die Guardia Civil bei einer Patrouillenfahrt begleiten. Jenem Tag, an dem Schüsse auf der A 7 fallen.

Drei Bandenmitglieder waren mittags bei einem erneuten Überfall überrascht worden und hatten auf einen Polizisten gefeuert. Über Funk wird um 12.23 Uhr eine Großfahndung nach dem flüchtigen Tatfahrzeug – einem silbernen BMW, vermutlich 5er Klasse – eingeleitet. Die Spannung in dem Zivilfahrzeug ist zum Zerreißen. Mit Höchstgeschwindigkeit wird der Wagen durch den dichten Verkehr manövriert, während die Beamten ihre Dienstwaffen bereithalten. Angestrengt wird dem Polizeifunk gelauscht. Die Polizisten in der Zivilstreife zeigen sich erschüttert über die plötzliche Brutalität der Peruaner. Kurz zuvor hatte man noch beteuert, daß sie nie eine Waffe dabei hätten. Schüsse auf einen Kollegen, das hat man von den Peruanern noch nicht erlebt.

An allen Autobahnausfahrten postieren sich Einsatzfahrzeuge der Guardia Civil, um das Fahrzeug mit dem Kennzeichen von Barcelona zu stoppen. Schließlich wird einer der Täter in Sitges, einem Ort südlich von Barcelona, gestellt. Der Polizist, auf den geschossen wurde, blieb glücklicherweise unverletzt.

Resignierte Beamte fordern Gesetzesänderung
Eine solch skrupellose Vorgehensweise ist auch für den 28jährigen Zivilfahnder Juan García* neu. Seit zehn Jahren patrouilliert er auf der A 7 und gehört damit schon zu den alten Hasen der Spezialeinheit. „Die Peruaner achten normalerweise darauf, gewaltlos zu agieren.“ Rechtlich handelt es sich bei den Überfällen um einfache Diebstähle, die bei der spanischen Gesetzeslage nicht mit einer Gefängnisstrafe geahndet werden. „Wir nehmen ein und denselben Täter 50 bis 60mal fest, doch nach wenigen Stunden geht er als freier Mann früher nach Hause als wir“, erzählt der resignierte Beamte. Ohne eine entsprechende Gesetzesänderung könne man das Problem nicht aus der Welt schaffen.

Private Beweisfotos
Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum die Guardia Civil der Machenschaften der Bande nicht Herr werden kann. Eine Identifizierung der Täter anhand der von der Polizei selber gemachten Fotos zählt nicht vor Gericht. Die Verhandlungen jedoch sind teilweise so spät, daß sich die Opfer dann nicht mehr recht erinnern können oder wollen. Ausländer müßten zur Identifizierung der Täter nach Spanien kommen, dorthin, wo man zum Opfer wurde. Eine Reise, die niemand gern antritt.

Die Guardia Civil zeigte sich daher begeistert über Fotos, die ihr von der CBN übergeben wurden. Diese zeigen Mitglieder der peruanischen Bande, die in einem gestohlenen BMW einen erneuten Überfall versuchen. Der CBN- Leser Günter D. hatte geistesgegenwärtig die Kamera parat. „Mit diesen Aufnahmen können wir den Südamerikanern den Raub des BMW nachweisen. Und dabei handelt es sich nicht mehr um einen einfachen Diebstahl“, so Salvador Pérez*, Einsatzleiter der Spezialeinheit.

Leben auf der Autobahn
Die Arbeit der Gruppe besteht nicht nur in der Beobachtung der Autobahn, "obwohl ich manchmal das Gefühl habe, die Hälfte meines Lebens auf dem Asphalt zu verbringen", meint Zivilfahnder García. Er ist auch für die Festnahmen der Täter nach der Identifizierung durch die Opfer zuständig. "Es ist schwierig, bei den Aufenthaltsorten der Peruaner auf dem laufenden zu bleiben", erklärt er. "Sie sind nicht registriert und haben keine Papiere.“ Oft werden die Delinquenten wegen schwerer Delikte, die sie in ihrer Heimat begangen haben, von Interpol gesucht.

Sie geben daher bei ihren Festnahmen in Spanien Decknamen an. Bevorzugt behaupten sie, aus Kuba zu kommen, genau wissend, daß die Zusammenarbeit mit den dortigen Behörden besonders schwierig ist. So bleibt es meist bei einer Geldstrafe wegen Diebstahls. Und es kam durchaus schon vor, daß die Polizisten den gleichen Täter am nächsten Tag wieder vor sich sitzen hatten.

"Die Bande ist sehr gut organisiert", erzählt Juan García. "Es gibt Drahtzieher, die mit den Akteuren nur telefonisch in Verbindung treten. Und auch die Diebe kennen sich untereinander kaum." Daher ist die Arbeit mit Informanten aus den Kreisen der Peruaner nicht besonders ergiebig. "Um überhaupt etwas aus ihnen rauszukriegen, müssen wir ihnen beim Verhör schon zusetzen."

La Cagada de las Palomas
Die "Banda de los Peruanos" agiert aber nicht nur auf der Autobahn. Auch in Barcelona selbst gelingt es ihr immer wieder, Touristen mit den einfachsten Tricks zu berauben. "Bestes Beispiel ist die "Cagada de las Palomas", erzählt Salvador Pérez. Dem Ausländer wird vorgegaukelt, er sei mit Taubenmist beschmutzt worden. Beim hilfsbereiten Abwischen der Kleidung wird das arglose Opfer aber nicht von Exkrementen des Federviehs, sondern von seiner Brieftasche befreit.

Aber nicht nur die peruanische Bande ist hinter dem Geld der Touristen her. "Wir kümmern uns auch um Diebstähle auf den Raststätten", sagt der Leiter der Einsatzgruppe. Und hier hat es die Guardia Civil nicht mit den "Peruanos" zu tun, sondern mit Marokkanern und Algeriern. Wie durch geheime Absprache haben sich Nordafrikaner und Südamerikaner die A 7 untereinander aufgeteilt: die Rastplätze für erstere, der Rest für die Peruaner.

Die Nordafrikaner arbeiten mit einem Kartentrick: Sie bitten einen Urlauber, ihnen beim Lesen einer Straßenkarte zu helfen. Abgelenkt durch die vor seiner Nase ausgebreitete Karte, bemerkt der Tourist nicht, daß seine Habe währenddessen klammheimlich den Besitzer wechselt.

In die Fänge der Diebe geraten überwiegend ältere Menschen und Familien mit Kindern. Die Täter wissen genau, daß ersterer Personenkreis zunächst meist verwirrt reagiert und in letzterem Fall Familienväter keine wilden Verfolgungsjagden riskieren.

Für immer gelähmt
Wie gefährlich das Anhalten auf dem Seitenstreifen ist, zeigt das Beispiel eines italienischen Ehepaares: Mit dem üblichen Trick hatten Bandenmitglieder die Urlauber aus Italien zum Halten veranlaßt. Die junge Frau stieg aus und wurde im nächsten Moment von einem LKW erfaßt. Die 34jährige wird für immer an den Rollstuhl gefesselt bleiben.

Leichtsinniges Verhalten
Um zu vermeiden, Opfer von Übergriffen auf der Autobahn zu werden, sollte man dringend einige Verhaltensregeln beachten. Niemals sollte man auf dem Seitenstreifen anhalten. Falls man dazu aufgefordert wird, handelt es sich in aller Regel um einen Raubversuch. Wer ein Handy dabei hat, sollte die Guardia Civil (Telefonnummer 062) anrufen. Diese kann dann schnell reagieren und hat eine größere Chance, die Täter noch auf der Autobahn zu erwischen.

Auf Rastplätzen sollte man immer das Fahrzeug abschließen. Selbst wenn man sich nur wenige Meter entfernt. Die Diebe schlagen blitzschnell zu und sind sehr geschickt. Lassen Sie auch nie Ihren PKW unbeaufsichtigt, wenn er gut sichtbar vollgepackt ist.

Während der Patrouille auf der A 7 zeigen die Zivilfahnder zahlreiche Beispiele einer leichtsinnigen Verhaltensweise auf: ein Ehepaar, das sich von seinem nicht abgeschlossenen Wohnwagen entfernt. Ein abseits abgestellter, vollgeladener PKW, während von den Besitzern keine Spur zu sehen ist. 811 Diebstähle allein von der „Banda de los Peruanos“ ist eine alarmierende Zahl, die zu mehr Vorsicht mahnt.

Liebe aus Spanien
Meli und Wolfgang wünschen euch noch ein Friedliches Jahr 2011

bernierapido am 01 Jan 2011 23:20:19

Gute Reportage, vielen Dank, dass du uns daran hast teilhaben lassen.

Auch in Deutschland kommt man an die Täter fast nicht ran, wenn es nicht ein richtiger Raub ist. Die kriegen dann Bewährung und dürfen in ihr "Heimatland" zurück. Ich frage mich echt, wie ein Richter überwachen will, wie sich solche Ausländer dann in ihrem Heimatland "bewähren".

Das selbe Problem gibt es in Deutschland übrigens mit Skimming-Fällen.

lucy am 17 Jan 2011 13:28:42

Ich war auf meiner Heimfahrt auch "mal wieder" dran. Aber bei mir müssen die schon die Scheibe raushauen, oder das Auto aufflexen. Ich habe sämtliche Sicherungselemente.
Übrigens: Wir waren im Auto ( am schlafen ) !!! Ich habe "extra" die Thermovorhänge von den Scheiben abgelassen, damit man das Lämpchen von der Alarmanlage blinken sieht !!!
Das geht denen alles am Ar.... vorbei. Oder die sind doof !?

margratete am 18 Jun 2011 23:53:26

Hallo,
wie ich berichtete, planen wir eine Reise nach Barcelona. Wenn ich die Berichtige hier lese, bekomme ich aber doch schon Angst. Ok, die üblichen Sicherheitsvorkehrungen (Wagen verschließen, nicht unbeaufsichtigt stehen lassen, keine Wertsachen sichtbar mit sich führen) werden wir einhalten. Was können wir noch tun? Wir reisen ja mit unseren Kindern (14 und 19 Jahre alt) für die wir ja auch die Verantwortung haben. Ich möchte da keine Risiken eingehen. Andererseits denke ich, es sind so viele Menschen unterwegs, die werden ja nicht alle überfallen und bedroht. Doch mulmig ist mir nach den Berichten schon..... Wir beabsichtigen schon, nur auf Campingplätzen bzw. bewachten Stellplätzen zu übernachten. Aber was gibt es noch, was wir tun können?
Vielen Dank für Eure Hinweise.

Margratete

strassenfuchs245 am 19 Jun 2011 03:12:52

Gsnz einfach, wenn ihr über die Grenze seit hab ihr ja euer Ziel schon fast erreicht und ihr seit ja auch im Urlaub.
Also weg von der Autobahn und den Schnellstraßen, nehmt die Küstenstraße oder kleine Inlandsstraßen.
Ersten passiert dort bestimmt nichts, zweitens seht ihr mehr von Land und Leuten.
Wir sind seit 10 Jahren fast das ganze Jahr in Frankreich und Spanien auf diese Art in Frankreich u. Spanien unterwegs und uns ist noch nie etwas passiert. Außerdem sind wir auch noch "bekennende Freisteher" stehen oft und gerne ganz allein in kleinen Dörfern. Natürlich nutzen wir auch die angebotenen SPs. Werden übrigens in Spanien immer mehr.
Wünschen euch eine schöne Reise und viel Spaß in unserer zweiten Heimat.
strassenfuchs

WoRo1 am 19 Jun 2011 07:34:08

Hallo Margratete,
ich weiß nicht, wo Ihr in Barcelona bleiben wollt. Sehr viele, die Barcelona besuchen wollen, bleiben auf dem CP Bon Repos in Santa Susanna nördlich von Barcelona, weil man von hier mit dem Vorortzug immer am Meer entlang nach Barcelona hinein fahren kann. CP bieten nun - entgegen dem häufig gehegten Gefühl - nie eine völlige Sicherheit. Der CP in Santa Susanna aber überhaupt nicht. In Spanien sind die Strandabschnitte (immer oder meistens?) der Allgemeinheit zugänglich. Dort kann also jeder entlang laufen, auch wenn der CP bis an den Strand reicht. Das ist unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit das Gleiche wie Freistehen. Ich schreibe das deswegen, weil bei meinem letzten Besuch von Bon Repos ein Womo aufgebrochen und alle Wertsachen gestohlen wurden. Die gerade angekommenen Bewohner wollten als erstes gleich begeistert ans Meer gehen und haben - wohl in der Annahme, dies sei ja schließlich ein (sicherer) CP - ihre Wertsachen im Fahrzeug gelassen. Dabei sind sie dann von den Dieben beobachtet worden. Papiere, Geld und alles sonst Wertvolles war weg. Sie waren so verzweifelt, dass sie gleich die Heimreise angetreten haben. Auf dem CP wurden sogar in der Nacht Fahrräder geklaut. Also Vorsicht! Wenn man die walten lässt, sind auch solche CP in Ordnung.

margratete am 19 Jun 2011 10:17:59

Hallo Straßenfuchs, hallo WoRo,
danke für die Hinweise, insbesondere was den genannten CP betrifft. Wir haben noch kein bestimmtes Ziel in Barcelona, so dass wir da völlig offen sind für interessante Vorschläge.

Liebe
Margratete

ccostabel am 19 Jun 2011 10:22:42

Ich war im April drei Wochen in Spanien unterwegs (ganz alleine) - vom Süden in Granada bis zum Norden Santiago. Die ganze Zeit war ich aufgrund der hier geposteten Nachrichten auf der Hut, es ist aber nie etwas verdächtiges passiert. War eine ganz normale Fahrt - mit der Ausnahme, dass die Strassen in einem wirklich üblen Zustand sind.

Viel Spass auf jeden Fall. Mir hat Spanien super gefallen und ich werde bestimmt noch öfters dort sein!

jennergruhle am 19 Jun 2011 11:54:01

WoRo1 hat geschrieben:Die gerade angekommenen Bewohner wollten als erstes gleich begeistert ans Meer gehen und haben - wohl in der Annahme, dies sei ja schließlich ein (sicherer) CP - ihre Wertsachen im Fahrzeug gelassen. Dabei sind sie dann von den Dieben beobachtet worden. Papiere, Geld und alles sonst Wertvolles war weg.

Und genau das war ja auch das Hauptproblem - es wird einem ja ständig eingebläut, auf keinen Fall Geld und Papiere liegen zu lassen - egal in welchem Land. Das ist sicher nicht typisch für Spanien, das hätte unter gleichen Umständen auch anderswo passieren können.

WoRo1 am 19 Jun 2011 15:17:03

jennergruhle hat geschrieben: Das ist sicher nicht typisch für Spanien, das hätte unter gleichen Umständen auch anderswo passieren können.

Das ist richtig. Ich wollte Margratete auch nur darauf hinweisen, dass - vermutlich auf allen - spanischen CP, die am Strand liegen, jeder durchlaufen kann und man sich deswegen nicht auf die vermeintliche Sicherheit eines ringsum abgeschlossenen CP verlassen darf. Ich kann mir vorstellen, dass es auch in anderen Ländern die Regelung gibt, dass jeder Strand jedem zugänglich ist. Dann gibt es dort das gleiche Problem.

otto36 am 19 Jun 2011 16:44:15

Wir fahren seit Jahren nach Spanien und hatten noch nie Probleme.Wenn man auf sein Bauchgefühl hört und keine Wertgegenstände offen rumligen lässt, dürfte es nicht gefährlicher als in Deutschland sein.
Wir haben in Spanien auch noch nie Gangster kennen gelernt. :D
Auf deutschen Autobahnen kenne ich etliche Gagster.Sie heißen Shell,Aral und so weiter. :wink: :wink:
Mit besten n und nicht jeck machen lassen Wolfgang

Ostwestfale am 19 Jun 2011 17:12:22

otto36 hat geschrieben: keine Wertgegenstände offen rumligen lässt, dürfte es nicht gefährlicher als in Deutschland sein.


Oder vielleicht einfach nur Glück gehabt?

Oder meinst Du, alle Bestohlenen hätten provozierend die Kamera, die Mobiltelefone, den Laptop und vielleicht auch noch das Navi alle provozierend offen irgendwohin gelegt?

Nein, den Dieben in diesen Ländern ist einfach bewußt: Wenn da so ein Womo Richtung Urlaubsorte unterwegs ist, ist immer etwas zu holen:

- Navi
- Laptop
- Digicam
- TV
- Kreditkarten oder Bargeld

sind dort praktisch immer zu finden.

Da brauch man nicht intelligent zu sein um das zu wissen.

Vielleicht gehört eben auch mal ein gehöriges Quentchen Glück dazu um beim Austreten am Rasthof oder beim Getränke holen im Supermarkt bei der Rückkehr nicht doch seinen Schrecken zu erleben.

Wenn ich das so lese was da passiert, so bekomme ich schon meine Sorgen über die Kriminellen selbst und deren Protege durch die spanischen (und auch französischen) Polizeibehörden.
Denen scheint nämlich eine Straftat gegenüber den Touristen so etwas - positiv ausgedrückt . von SCHEIßEGAL zu sein.
Das könnte man mit etwas bösem Willen schon als Ausländerhaß bezeichnen.

Soweit zu unseren Brüdern und Schwestern aus der EG, bei denen wir als Überbringer netter Scheine mit dem EURO-Symbol drauf immer willkommen sind.

PS: Ich fahre auch seit Jahrzehnten in die Schweiz. Ich habe dort auch noch nie ein Bußgeld o.ä. wegen Geschwindigkeitsübertretung, falschem Parken o.ä. bekommen. Die Maut von 40 CHF pro Jahr halte ich für einen vernünftige Sache.
Und trotzdem werden diejenigen die am Gotthard- oder Berhardino-Tunnel wegen Überladung zur Brust genommen wurden die chweiz nicht lieben.

mafrige am 19 Jun 2011 17:29:27

Also jeder wird in seinem Wohnmobil einige Verstecke finden, wo man Papiere, Geld und anderes deponieren kann!
Man kann ein Versteck auch, durch eine doppelt eingezogene Schrankrückwand bauen, um Laptop u.s.w. zu verstecken!
Viel Zeit hat ein Dieb in der Regel nicht, um alle Hohlräume zu erforschen!

groovy am 19 Jun 2011 17:40:28

Ostwestfale hat geschrieben:Oder vielleicht einfach nur Glück gehabt?


Warum Glück gehabt :?:
Bisher ist es doch wohl immer noch der Normalfall nicht ausgeraubt zu werden .
Ich finde,die wenigen die bisher ausgeraubt wurden haben einfach nur Pech gehabt .

Volker

a.w.meincke am 19 Jun 2011 17:40:53

-und wenn er dann nichts findet, wird er eben gemein und kann Schäden anrichten, die viel mehr "ins Geld" gehen...

mafrige am 19 Jun 2011 18:34:32

a.w.meincke hat geschrieben:-und wenn er dann nichts findet, wird er eben gemein und kann Schäden anrichten, die viel mehr "ins Geld" gehen...

Das stimmt!
Habe vergessen zu erwähnen: Wir bieten immer ein alten Fotoapparat und eine Geldbörse an. (da sind alte Geldscheine, Kreditkarten und ca. 20 € drin. Aber die Auswirkung konnten wir bisher nicht wirklich testen, da es bei uns, so ein Einbruch noch nie gab.( 3 x auf Holz klopfen ...)

dschuttle am 20 Jun 2011 23:28:25

Hallo zusammen

Auch wir sind vor 2 Jahren auf dem Weg zum Camping Bon Repos beim Supermarkt in Santa Susanna ausgeraubt worden,
und das am Mittag auf dem Parkplatz!
Also, Wohnmobil auf öffentlichen Plätzen nie unbeobachtet lassen!
Bon Repos ist ein schöner Campingplatz wir waren letztes Jahr wieder dort
und dieses Mal ist uns nichts abhanden gekommen!

Sandra

svenhedin1 am 30 Jun 2011 17:58:00

Hi,
die die sich sorgen, die womöglich schon mal ausgeraubt worden sind haben Recht und die seit Jahren quer druchs Land fahren ohne beondere e Vorsicht und denen nichts passiert ist haben auch Recht.

Keiner von beiden Partien kann jedoch aus bisher eigenem Erlebten sagen, es ist so wie er es erlebt hat und Punkt. Es kommt ganz drauf an und ich denke, es ist besser, generell vorsichtig zu sein.

Ich z.B. war auch dieses Frühjahr wieder in Andalusien einige Zeit. Nicht in Barcelona, nicht an hier genannten Hauptpunkten der Gangster usw wie man hört sondern in ganz versteckten Ecken sozusagen am A.d.Welt. Und eher am Atlantic als am Mittelm.. Ganz ruhige Gegend, seit Jahren bestens bekannt und geschätzt - und raubmäßig nichts ungewöhnlich kriminelles bisher beakannt.

Und dieses Jahr auf einmal dennoch. Parkplatz direkt am Meer. Promenade mit Leuten drauf, die hin und her laufen. Bespielte Tennispätze gleich nebenan. Und dennoch. Am hellichten Tag rechte Scheibe eines Iveco-Concord-Alkoven mit Stein eingeschlagen. Das übliche, TV, Notebook und son Kram weg und alles druchwühlt und beschädigt -und zwar innerhalb nur ganz kurzer Abwesenheit. U.a. dringend benötigte blutverdünnende Spezial-Medikamente mitgenommen). Viel Zores mit (fauler, desinteressierter ) Polizei schon nur wegen dem Protokoll) Aber nicht ein so ein Fall. Nein , kurze Zeit hintereinander gleich 4 solcher Vorfälle in der ganzen Region von Freunden berichtet bekommen, die man seit Jahren von dort kennt. Alle sind der Meinung. Es ist Kein Zufall. Die neuerdings 20%tige Arbeitslosigkeit bzw die 50% unter den Jugendlichen macht sich aktuell ganz eindeutig bemerkbar. Es hat sich was geändert in Spanien. ist anders geworden in Spanien. Man muß mehr aufpassen und sein Mobil merh unter eigener Kontrolle behalten, so man frei steht. (Und Hauseinbrüche muss es massenhaft geben - einen sogar selber aus der Ferne zur Mittagszeit gesehen und gehört- die Einbrecher haben eine Bank von der Terasse ins Hausfenster geworfen und Rahmen und alles damit zertrümmert)

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