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leere Starterbatterie & Solarzelle


batchman99 am 09 Jan 2011 01:00:54

Zum 2. Mal ist nach ein paar Wochen Stillstand über Winter die Starterbatterie leer.
Eigentlich dachte ich, das sowas mit einem Stromspender auf dem Dach nicht vorkommt....

Zur Lage:
Als Starthilfe hat mein Duc-230 die übliche 88Ah, als Aufbau dient eine 100Ah-Gel unter dem Fahrersitz. Der Vorbesitzer hat ein 85W-Solarpanel installiert, das über einen ganz einfachen Regler eine 45Ah-Nassbatterie unter dem Beifahrersitz speiste. Den Regler habe ich zwischendurch gegen einen etwas komfortableren mit Display getauscht.
Letzten Winter ging ma die Kiste nicht an. Mit Überbrücken bin ich nicht weitergekommen (habe wahrscheinlich nicht lange genug gebrückt), weswegen mir damals der Autoclub geholfen hatte.
Ich habe mir damals keine weiteren Gedanken darüber gemacht, das Wohnmobil hatte ich noch nicht lange, und es war der erste Winter mit einem eigenen...

Letztes Wochenende war nach längerem Stillstand die Batterie mal wieder völlig leer. Das Messgerät zeigt 0,8V.
Heute habe ich mit meinem PKW Starthilfe gegeben. Erst nach etwa 15-20min Strombrücke war in der Duc-Batterie soviel Saft, das der Anlasser auch drehte und nicht nur die Relais klapperten.
Per Zufall habe ich gesehen, das der Solarregler muntere 13,1V Füllstand auf der 45Ah anzeigte, obwohl die beiden anderen Batterien zu diesem Zeitpunkt fast leer waren.
Solche Erkenntnisse regen natürlich immer ma n bissl den Grips an:
Offensichtlich scheint die zusätzliche 45Ah nicht mit den anderen Batterien zusammenzuhängen. Wie aber könnte sie dann verschalten sein?
Es kommen aus dem Untergrund die Zuleitungen von der Solarzelle und im selben Untergrund verschwinden die Anschlußleitungen der Batterie, allerdings weiß ich nicht wohin.
Am Solarregler sehe ich jederzeit den Ladestrom, und manchmal auch Entladestrom, ich weiß aber nicht genau, von welchem Verbraucher.
Als Elektroversorger werkelt eine Calira ESV 30/12, kann man an die einfach einen zweiten Stromsammler anschließen oder geht das erst ab gewissen Preisklassen?
Ich dachte eigentlich, das Solarzellen ebenfalls an der Elektroversorgung hängen und der Strom entprechend über Prioritäten verteilt wird, bzw. bei Nichtbenutzung zur Ladungserhaltung beitragen, weswegen es ja in diesem Fall eigentlich keine leere Startbatterie geben dürfte.

Fragen über Fragen.....

Übrigens steht die Kiste im Moment vorm Haus an der Nabelschnur zum Laden. Aus Interesse habe ich mal auf der 230V-Seite ein Verbrauchmesser dran gemacht.
Zu Ladebeginn zeigte der 220W an (ca. 15A bei 14Volt), 5 Stunden später waren es noch 90W (ca. 6A Ladestrom)

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ak-competition am 09 Jan 2011 01:38:37

Hallo Mr. Batchman,

das liest sich etwas merkwürdig... Also du hast 3 unterschiedliche Batterien? Du weisßt aber nicht wofür die 3te Nassbatterie ist, nur das sie am Solarregler hängt?

Vorweg:
- bei den günstigeren Solarreglern wird die Starterbatterie meist nicht mit geladen.
- du kannst deine 45AH und deine 100AH nicht parallel anschließen da GEL/NASS
- wenn wirklich nur 0,8V anliegen ist die Batterie nicht alle sondern kaputt
- bei der momentanen Witterung dürfte der Ertrag eines 85W Solarpanels zu vernachlässigen sein

Aber ohne zu wissen wohin denn nun diese Leitung im "untergrund" führt kann man nur rätseln und mutmassen. Wenn deine Starterbatterie öfters schlapp macht schein da ein dauerhafter Verbraucher dran zu hängen (?).

Oliver

batchman99 am 09 Jan 2011 02:00:29

ak-competition hat geschrieben:Hallo Mr. Batchman,

das liest sich etwas merkwürdig... Also du hast 3 unterschiedliche Batterien? Du weisßt aber nicht wofür die 3te Nassbatterie ist, nur das sie am Solarregler hängt?


So ischt ääs

- bei den günstigeren Solarreglern wird die Starterbatterie meist nicht mit geladen.

Der Solarregler hängt wie üblich zwischen Solarzelle und 3. Batterie und hat eigentlich mit der Startbatterie nichts zu schaffen.

- du kannst deine 45AH und deine 100AH nicht parallel anschließen da GEL/NASS

Habe ich irgendwo schon mal gelesen, das soll aber zunächst nicht das Problem sein.

- wenn wirklich nur 0,8V anliegen ist die Batterie nicht alle sondern kaputt

Sie war zwar tiefentladen, aber scheinbar nicht beschädigt.
Das kam bisher 2 mal vor, wenn das Womo mehrere Wochen bei tiefen Temperaturen stand und kleine Verbraucher noch am Leben sind.
In beiden Fällen hat sich die Batterie sofort und anstandslos erholt.

Aber ohne zu wissen wohin denn nun diese Leitung im "untergrund" führt kann man nur rätseln und mutmassen. Wenn deine Starterbatterie öfters schlapp macht schein da ein dauerhafter Verbraucher dran zu hängen (?).


Der einzig mir bekannte Dauerverbraucher ist ein Antennenverstärker vom Autoradio, der paar mA zieht. Aber ich meine mal gelesen zu haben, das sich die Batterie ohnehin gut 20% je Monat bei 20° selbst entläd.

Unabhängig davon brauche ich die 3. Batterie nicht wirklich, ich nutze sie gelegentlich für das Hobby Amateurfunk, wenn Funkgeräte kurzzeitig 20-30A benötigen.
Viel eher würde mich interessieren, wie ich die Solarzelle zur Erhaltungsladung von Start- und Wohnbatterie nutzen kann.
Ich weiß z.B. nicht, was der Elektroversorger macht, wenn ich den Solarregler von der scheinbar autonomen 3. Batterie an die Aufbaubatterie hänge?

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macagi am 09 Jan 2011 09:20:17

batchman99 hat geschrieben:Der einzig mir bekannte Dauerverbraucher ist ein Antennenverstärker vom Autoradio, der paar mA zieht. Aber ich meine mal gelesen zu haben, das sich die Batterie ohnehin gut 20% je Monat bei 20° selbst entläd.


also mein altes Radio zog 20mA, das Neue fast 70.....digitale Technik!

Gast am 09 Jan 2011 09:59:22

Hallo,

Dein Radio zieht täglich 1,7 Ah aus der Batterie, falls das an der Starterbatterie hängt ist die nach 4-6 Wochen zwangsläufig leer.

Als schnelle Maßnahme kannst Du das Radio an die Solarbatterie hängen, auch bei miesem Wetter wird die mit 85W Solar ausreichend geladen

grüße klaus

Gast am 09 Jan 2011 11:50:34

Hallo,

als Maßnahme 2 würde ich das Womo systematisch nach stillen Verbrauchern absuchen:

dazu nacheinander jede Sicherung ziehen und mit einem Amperemeter die Sicherungskontakte überbrücken (erst im 1A-Meßbereich, dann niedriger). Zeigt das Instrument was an, gibts da einen Verbraucher
ZUr Sicherheit nochmals den Gesamtstrom messen der von der Batterie abgeht. Falls der höher ist als die Summe der Einzelstöme, gibts da jemand der außerhalb der Sicherungen Strom nascht....

als 3. Maßnahme hängst Du alle Batterien zusammen an das Solarpanel gemäß Skizze
Klemmen, Abzweigdose bekommst Du im Baumarkt, die Dioden sollen Schottky's sein mit 5 A und 30 V, Spannungsabfall bei 0,2 - 0,3 V (ich weiß ist zeitaufwendig sowas bei Conrad etc zu suchen...). alles in die Dose pfriemeln und mit Heißkleber festpappen

Solarregel wird auf "Gel" gestellt

damit werden jetzt alle Batterien geladen, Gel mit seiner Spannung, die nassen Säurebatterien mit 0,2 - 0,3 V weniger. Was jede Batterie im einzelnen abkriegt, kann ich nicht vorhersagen, da hilft nur an einem sonnigen Tag messen

Wohn-Akku und Starterbatterie können sich durch die Dioden nicht gegenseitig entladen. Wenn keine Ladespannung (Sonne) anliegt schiebt der Gel-Akku solange Strom in die beiden anderen bis seine Spannung nur noch 0,2 V über der Spannung der anderen Akkus liegt

willst Du das vermeiden, bekommt der Strang zum Gel-Akku ebenfalls eine Diode, der Nachteil ist daß er dann halt über Solar nie ganz voll wird

grüße klaus

edit: Sicherungen natürlich nicht vergessen !

traveller-71 am 09 Jan 2011 12:11:39

Hallo,

willi_chic hat geschrieben:als 3. Maßnahme hängst Du alle Batterien zusammen an das Solarpanel gemäß Skizze
Klemmen, Abzweigdose bekommst Du im Baumarkt, die Dioden sollen Schottky's sein mit 5 A und 30 V, Spannungsabfall bei 0,2 - 0,3 V (ich weiß ist zeitaufwendig sowas bei Conrad etc zu suchen...). alles in die Dose pfriemeln und mit Heißkleber festpappen


... als Schottky-Diode kannst Du zb eine MBR1645 nehmen. Zusätzlich würde ich in Reihe zu der Diode eine 20W Halogenlampe als Strombegrenzer für evtl. zu hohen Einschaltschaltstrom schalten.
So habe ich es auch bei mir gelöst und funktioniert super.

batchman99 am 09 Jan 2011 13:04:35

willi_chic hat geschrieben:Dein Radio zieht täglich 1,7 Ah aus der Batterie, falls das an der Starterbatterie hängt ist die nach 4-6 Wochen zwangsläufig leer.


Hmm...das erscheint mir recht viel..... dann wäre ja die 45Ah-Batterie eines Kleinwagens nach einem 3wöchigen Flugurlaub praktisch leer...?
Hab noch nirgends gelesen, das sowas "gängig" ist...

Ich erinnere mich, das sich mein Blaupunkt-Woodstock (analog+digital-Radio) mit 25mA begnügt, plus 10mA für die aktive Scheibenantenne.
Das wäre dann ungefähr die Hälfte an Entladung....bei doppelter Kapazität einer Diesel-Batterie...

willi_chic hat geschrieben:Hallo,

als Maßnahme 2 würde ich das Womo systematisch nach stillen Verbrauchern absuchen


Stimmt, das is ma ne Beschäftigung für die kommenden Frühlingstage...

als 3. Maßnahme hängst Du alle Batterien zusammen an das Solarpanel gemäß Skizze


Sind über den Lademanager nicht unter bestimmten Umständen Start- und Wohnbatterie verbunden?
Wenn ich das richtig verstanden habe, hängt die ESV die Starterbatterie unter einen bestimmten Level von der Wohnbatterie ab, um Saft zum Starten zu bunkern, während man auf der Dinette schon Kerzen aufstellen muß.
Wenn das stimmt und die Aufbaubatterie über Solar immer auf Plansoll gehalten wird, müßte doch auch immer die Startbatterie davon profitieren und startklar sein?
In diesem Fall müßte ich ja den Solarregler, wie von dir vorgeschlagen, lediglich zusätzlich mit der Aufbaubatterie verbinden, aber nicht unbedingt noch mit der Motorbatterie?

Wie gesacht, die 3. Batterie muß nich unbedingt eingeplant werden, ich möchte aber die Solarzelle etwas sinnvoller einsetzen, als es der Vorbesitzer gemacht hat.

anneli-m am 09 Jan 2011 13:19:20

Hallo

Ich habe bei meinem Flair ein ähnliches Problem.Die Starterbatterie wird nur bei Netzanschluß geladen.In der Beschreibung steht ,daß das Laden über Solar eine Option ist.Der dafür vorgesehene Anschluss am Solarregler ist aber mit einem dicken roten Kabel belegt.Das Nachladen über die Aufbaubatterie bei Unterspannung funktioniert.Da ich überwiegend an Stell-bzw Campingplätze mit Stromanschluß fahre ,hat mich das bisher nicht weiter gestört und ich war zu faul um mal zu suchen.


Martin Höche

andwein am 10 Jan 2011 11:08:20

Hallo @batchman99,
die Verschaltung ist doch sehr undurchsichtig und mit vielen offenen Fragen. Ich würde dir empfehlen, einen Stromlaufplan anzufertigen. Solange du nicht weißt wie die Batterien verschaltet sind und geladen werden ist alles nur Lesen in der Kristallkugel.
Sorry, meine Meinung, Andreas

micheleupen am 10 Jan 2011 11:15:57

Hallo,
ich klemme wenn das Wohnmobil nicht benutzt wird den Starterakku ab einfach Minusklemme lösen, lade wohl im Winter einmal im Monat nach.

juppes am 11 Jan 2011 15:42:07

Hallo, batchman

bei meinem Duc war die Starterbatterie auch schnell leer. (Stand über den Winter auf dem Bauernhof) Ich habe den Duc einmal im Monat nach Hause geholt und 2 – 3 Tage ans Netz angeschlossen (Der liebe Bauer gab mir keinen Strom, bzw. meinte ein Entgelt dafür nehmen zu müssen, welches dem Stromverbrauch eines 8 Familienhauses gleichkommt).

Klemme einfach mal die Starterbatterie ab (Plus oder Minus- egal) und klemme ein Amperemeter dazwischen (zwischen abgeklemmter Batteriepol und der abgeklemmten Leitung) und messe mal wie hoch der Strom ist. Es ist nicht nur das Radio welches ständig Strom zieht, sondern auch die Wegfahrsperre. Bei mir zog auch das Hauptpaneel und/oder der Verteilerblock Strom von der Starterbatterie(!!)- warum weiß er Fuchs.

Diese Messung kannst Du auch an den drei anderen Batterien in gleicher Form durchführen. Dann weißt Du zumindest DASS Strom fließt und somit lässt sich eventl. eine defekte Batterie ausschließen. Wenn Du weißt DASS Strom fließt, kannst Du der Sache auf den Grund gehen und jede einzelne Sicherung herausnehmen und den jeweiligen „(Stromkreis)Strom“ messen. Das ist zwar friemelig, aber so kommst Du der Sache näher. Hierzu gibt es aber preiswerte Hilfsmittel. Wenn es interessiert anfragen (Ich weiß aber als Forenneuling nicht ob es mir gestattet ist Links zu setzten,- dann erklär ich es halt so) .

Ich gebe Oliver dahingehend recht, wenn er sagt, dass Du Dich zuerst über die tatsächliche Verdrahtung / Verschaltung der einzelnen Komponenten schlau machen musst. Es hilft nichts, da herum zu spekulieren und aufgrund lediglich dieser Spekulation irgendetwas zu machen, sondern Tatsachen müssen her.

Abhilfe, zumindest vorübergehend, kannst Du schaffen, in dem Du einfach die (Solar)Leitung für die 44 AH- Batterie abklemmst und auf die Starterbatterie legst. (Achtung: Richtige Schalterstellung am Solarregler wählen: Nass / Gel. Dann versorgt die Sol.-Anlage ausschließlich die Starterbatterie.

Den Tipp von Klaus mit den Schottky´s ist absolut empfehlenswert, kostet ein paar Eu, aber funktioniert. (Im maritimen Bereich kosten Dreifachverteiler locker 250 Eu und mehr.

Tipp: Wenn Du die Funktion der Solaranlage bei dunklem Wetter oder abends prüfen willst, beleuchte die Zelle mit einer 500 – 100 Watt Halogenlampe möglichst vollflächig. (Natürlich nur wenn Du die Möglichkeit dazu hast.)

kassiopeia am 21 Jan 2011 12:13:19

willi_chic hat geschrieben:als 3. Maßnahme hängst Du alle Batterien zusammen an das Solarpanel gemäß Skizze
Klemmen, Abzweigdose bekommst Du im Baumarkt, die Dioden sollen Schottky's sein mit 5 A und 30 V, Spannungsabfall bei 0,2 - 0,3 V (ich weiß ist zeitaufwendig sowas bei Conrad etc zu suchen...). alles in die Dose pfriemeln und mit Heißkleber festpappen


Wenn ich hier einmal einhaken darf:
Was fuer Klemmen nimmt man am besten, um Kabel, die doch ein paar Ampere fuehren, untereinander und mit Dioden anzuschliessen?
Ich fuerchte hier kann man einiges (um nicht zu sagen alles) falsch machen, wenn man die Kontakte nicht wirklich sauber verbindet...

Bei mir gehts konkret darum zwei (vlcht. spaeter drei) Solarmodule ueber Schottkydioden parallel zu schalten, da moechte ich nichts falsch machen.

Und gleich noch 'ne Frage: waere --> Link Diode geeignet um zwei 130Wp Module zusammen zu fuehren?

Gast am 21 Jan 2011 13:13:15

als Klemme genügt jede Form der Lüsterklemme, solange das Kabel reinpaßt

diese Diode ist von den Daten her geeignet, aber "mechanisch" schwierig zu verarbeiten, deshalb lieber Einzeldioden nehmen die man problemlos mit den langen Anschlußdrähten unterklemmen kann (nicht an 2 € sparen und dafür einen Nachmittag pfriemeln, es sei daenn man ist leidenschaftlicher Masochist)

grüße klaus

MobilIveco am 21 Jan 2011 16:01:16

Lag's eventuell einfach am Schnee?

Ich hab' auch ein 80 W Panel drauf und dachte mir, Klasse, diesen Winter musst du nicht jedesmal die Kabeltrommel anschließen und die Starterbatterie abklemmen (was ich sonst immer getan habe weil sie vom Bordladegrät nicht mitgeladen wird).
Da hatte ich die Rechnung nur ohne den Schnee gemacht. Promt war die Starterbatterie von den stillen Verbrauchern (Bordelektronik Iveco, Radio?) leergenuckelt.

batchman99 am 03 Feb 2011 20:10:55

Hochschieb......

Heute bin ich die Sache nochma angegangen.
Remember:
Die Starterbatterie leert sich, wenn die Kiste im Winter nicht bewegt wird, obwohl eine Solarzelle vorhanden.
Das Solarpanel (85W) hängt zwar an einer 2. Aufbaubatterie (45Ah nass), die scheint aber keine Verbindung zur 1. Aufbaubatterie (100Ah Gel) zu haben.
Ob und welche Verbraucher an dieser 45er angeschlossen sind, konnte ich nicht ausfindig machen, die Kabel verschwinden teilweise im Untergrund.

Heute habe ich den Solarregler an die erste Aufbaubatterie angeschlossen.
Im Ruhezustand zeigt der Solarregler 13,2V Batteriespannung an, wenn der Motor läuft zeigt er 14,4V an.

Frage:
Die Aufbaubatterie ist doch über den Laderegler auch mit den Starterbatterie verbunden, damit Lichtmaschine und Landstrom unter bestimmten Bedingungen beide Batterien laden bzw. beim Entladen die Starterbatterie bei einer bestimmten Unter-Spannung von der Aufbaubatterie getrennt wird?
Wenn die Solarzelle jetzt die Aufbaubatterie am Leben erhält, müßte doch auch über den Laderegler die Starterbatterie immer up-to-date sein?

kassiopeia am 04 Feb 2011 01:26:54

batchman99 hat geschrieben:Frage:
Die Aufbaubatterie ist doch über den Laderegler auch mit den Starterbatterie verbunden, damit Lichtmaschine und Landstrom unter bestimmten Bedingungen beide Batterien laden bzw. beim Entladen die Starterbatterie bei einer bestimmten Unter-Spannung von der Aufbaubatterie getrennt wird?
Wenn die Solarzelle jetzt die Aufbaubatterie am Leben erhält, müßte doch auch über den Laderegler die Starterbatterie immer up-to-date sein?

Ueblicherweise sind doch Starter- und Aufbaubatterie nur bei laufendem Motor verbunden, d.h. die Solaranlage kann die Starterbatterie nur dann laden, wenn sie sowieso von der Lichtmaschine gefuettert wird.

Was dir helfen koennte ist ein Standbylader zwischen Aufbau- und Starterbatterie, die gibt's z.b. mit bis zu 4A...

Gast am 04 Feb 2011 11:58:40

Stimmt so pauschal nicht,
schon der EBL 99 oder der neuere 101C von Schaudt lädt immer beide Akku`s, egal ob vom Netz oder der Solarzelle. bei laufendem Motor sowieso. Auch unabhängig von der Stellung des Hauptschalters !!! Wobei das Bordnetz Vorrang hat. Eindeutig in der Schaltung zu sehen. Z.B. beim 101C: Max 18A Ladestrom, aber max 6Afür den Starter.
Trennt auch Starter vom Bordnetz bei Motorstillstand. Klar.
Ich würde die Verschaltung erst mal zerlegen und neu zusammensetzen lt. Willi Chic. Vor allem mit einem Schaltplan versehen, denn in 4 Wochen ist alles vergessen.

Paul

batchman99 am 04 Feb 2011 14:08:14

Ich meine mal zu meiner Calira gelesen zu haben, das beim Laden erst Starter dann Aufbau geladen wird.
Das wäre bei LiMa und Landstrom gleich.
Entladen werden zunächst beide Batterien gleichzeitig.
Beim Unterschreiten einer Schwellspannung wird die Starterbatterie abgehänt, um sie für den Startvorgang zu erhalten.
Anschließend wird nur die Aufbau weiter entladen.

Deswegen war ich der Annahme, das im Stillstand ohne Ladestrom beide Batterien elektrisch verbunden sind.
Da die Solarzelle jetzt an der Aufbaubatterie hängt, müßte sich dann, wenn ich richtig liege, der Ladestrom auf beide Stromsammler verteilen?

So wie es aussieht, sind Aufbaubatterie und Laderegler noch serienmäßig verkabelt. Ich weiß nicht, ob der "Natoknochen" nachträglich reinkam, ansonsten hat der Pluspol zwei kleinere abgesicherte Abgänge für zusätzliche 12V-Buchsen im Führerhaus.

Noch eine Anmerkung zum ersten Post:
Der Steckdosen-Energiemesser zeigt beim Laden über Landstrom am Anfang 230W an, nach einem Tag Laden ging die Anzeige bis auf 25-30W runter.

batchman99 am 04 Mär 2011 20:52:34

Update:
Habe die Solarzelle an die Aufbaubatterie, diese wird zwar voll gelhalten, allerdings ging trotzdem regelmäßig nach ein paar Tagen die Starterbatterie in den Keller, die wird also nicht, wie vermutet, über den Lade-Manager mitgeladen.

Noch eine Erkenntniss zur Starthilfe:
Die Hilfbatterie (PKW, 45Ah) mußte immer mindestens 15-20min an der Womo-Starterbatterie hängen, bevor genug Saft da war zum Starten.
Davor brach beim Starten die Spannung weg und es flatterten bestenfalls ein paar Relais.
Ich bin eigentlich davon ausgegangen, das die leere Starterbatterie (100Ah) während der Hilfe zuviel Saft zum Starten abzieht, solange sie selbst noch nicht die Kraft dazu hat.
Also mal die Starterbatterie abgehängt und allein mit der PKW-Batterie versucht zu starten:
Die gesunde 45Ah-Batterie samt laufenden Motor schaffte es nicht, den Anlasser vom 230er Duc zu drehen.
Ich dachte immer, Diesel haben hauptsächlich deswegen größere Batterien, damit der (stärkere) Anlasser ungefähr genauso ausdauernd leiern kann wie beim Benziner.

Also losgezogen und für 140€ ne neue 100er geordert und schon war die Welt wieder in Ordnung ;-)

viking92 am 04 Mär 2011 22:17:49

tutnix11 hat geschrieben:Stimmt so pauschal nicht,
schon der EBL 99 oder der neuere 101C von Schaudt lädt immer beide Akku`s, egal ob vom Netz oder der Solarzelle. bei laufendem Motor sowieso. Auch unabhängig von der Stellung des Hauptschalters !!!


Hy Paul,

nicht so ganz richtig :wink:
Der 99'er lädt rein über Solar (kein Landstrom anliegend) nicht die Starterbatt. mit.
Die Starterbatt. wird nur bei Landstrom mitgeladen, denn nur dann zieht das zweite Trennrelais an.


bushlover am 05 Mär 2011 08:00:07

Auch ich hatte diese Woche eine leere Starterbatterie aufgrund von Wenignutzung meines Kastenwagens. In Zuge der laufenden Recherchen bin ich bislang zu folgender Erkenntis gekommen.

1. Das EBL (beim mir ein CBE 506) lädt zwar beide Batterien (Aufbau 2x80Ah) und Fahrzeugbatterie Ducato X250, jedoch macht er nur die Aufbaubatterie richtig voll. Der EBL bringt zuwenig Ladespannung und auch zu wenig Strom auf die Fzg.-Batt. als dass diese "mal ordentlich voll geladen" würde.

2. Auch der Laderegler, den ich mir nächste Woche einbauen werde (MPP 150 duo) kann beide Batterien laden, macht mit der Fzg.-Batt. aber auch nur die sogenannte "Erhaltungsladung".

3. Um die Fahrzeugbatterie richtig voll zu bekommen gibt m. E. es also nur 3 Möglichkeiten:
3.1 Fahrzeug im Winter regelmäßig benutzen und dabei nicht nur zum Briefkasten fahren
3.2 Batterie regelmäßig an ein externes Ladegerät für Autobatterien hängen
oder was ich mir jetzt schon überlegt habe
3.3. Parallel zum EBL von CBE ein zweites, geregeltes Ladegerät für die Fahrzeugbatterie fest einbauen. So würden, sobald Landstrom vorhanden ist, beide Batterieblöcke immer vollständig aufgeladen werden.

Hat das schon mal jemand im Forum realisiert?



bushlover

Gast am 05 Mär 2011 10:37:31

hallo bushlover

gut recherchiert!!

darf ich Deine Erkenntnisse ergänzen?

1. der Lade-Ausgang zur Starterbatterie ist fast immer nur durch eine Diode von Ausgang zur Bordbatterie getrennt. Das bedeutet, daß (entgegen verbreiteter Annahmen) beide Batterien gleichzeitig geladen werden, die Starterbatterie jedoch 0,7V weniger bekommt, damit weniger Ladestrom bekommt, damit nicht voll wird. Gleichzeitig verhindert die Diode daß über den EBL Strom von der Starterbatterie zur Bordbatterie fließt

2. Dieses Prinzip gilt auch für Solarladeregler mit 2 Ausgängen

3. stimmt alles, wobei 3.3. die optimale Lösung ist, ein Ctec 3600 gibts für rund 60 €

grüße klaus

Lancelot am 05 Mär 2011 11:28:25

bushlover hat geschrieben:3.2 Batterie regelmäßig an ein externes Ladegerät für Autobatterien hängen


Da mir ein "Festeinbau" zu mühselig erscheint, machen wir´s so ...

Vor Abfahrt hängt das Auto immer an Landstrom (so für 24 Stunden etwa, zum Batterie laden, Kühli richtig vorkühlen, Zahnbürste laden usw.), dabei kommt auch ein Ctek 7000 für die Fahrzeugbatterie zum Einsatz und lädt diese "richtig voll".

kassiopeia am 05 Mär 2011 12:19:37

Hmm, damit laedst du sie richtig voll, bevor sie von der Lichtmaschine richtig voll geladen wird?

doppelt gemoppelt haelt eben besser ;D

Lancelot am 05 Mär 2011 14:49:05

kassiopeia hat geschrieben:doppelt gemoppelt haelt eben besser ;D


Wenn ich mir sicher wäre, daß die beim "fahren" richtig voll würde ... wäre es doppelt gemoppelt - bin ich aber nicht ... weil Kühli, TFL, Radio etc. frißt ja auch was von der Lima-Leistung weg ...

Außerdem hat das Ctek ja auch einen "pulser" ... :)

batchman99 am 05 Mär 2011 22:22:44

Dann fasse ich ma zusammen:
Meistens werden beide Batterien nur bei laufendem Motor geladen, wahrscheinlich gehört meine bescheidene Calira dazu ;-)
Das würde dann zu den gemachten Erfahrungen passen...

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