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Dimensionierung Batteriekapazität Solar


pillepaule am 09 Mär 2011 12:00:17

Hallo Reisende,

ich komme bei meinen Recherchen nicht weiter und benötige nun Rat.
Ich würde gerne etwas unabhängiger von der „Steckdose“ werden und versuche nun eine Solaranlage zu planen.

Folgende Batterie Situation habe ich zur Zeit:
Der Ford Transit hat 2 Fahrzeugsäurebatterien (1. zum Starten und die 2. für die Autoverbraucher Radio, Licht,…)
Für den Aufbau habe ich eine Exide Gel Batterie 85AH, die jetzt 1,5 Jahre in Benutzung ist.

Mit der 85AH Aufbaubatterie kommen wir ca. 3 bis 4 Tage gut zurecht (und das im Winter bei Minusgraden, d.h. mit Heizungsbetrieb und mehr Lichtbedarf).

Nun zu meinen Fragen:
Ich stelle mir die Frage ob ich eine 2. 85AH für den Aufbau dazu nehmen soll, da wir bei unserem Verhalten gut 3 bis 4 Tage zurechtkommen. Bei dem vielen lesen im Forum und Netz habe ich auch gelernt das man „benutzte“ und „neue“ Batterien nicht mischen soll.

Eine weitere Frage ist die Leistung des Moduls. Hier gehen die Meinungen sehr stark auseinander. Wenn ich ein Mittel aus allen Aussagen nehme, komme ich auf ein Leistung von 100 bis 120WP.

Welche Erfahrungen habt Ihr bezüglich der Leistung und der Batteriekapazität?
(Hier im Forum habe ich eine Aussage gelesen „… mit 120WP ist unsere 85AH Batterie an sonnigen Tagen Morgens wieder voll und an bedeckten Tagen erst am Nachmitag…“)
Wenn die o.a. Erfahrungen stimmen, würden ich doch mit den 85AH und 100 bis 120 WP prima einige Tage ohne Fahren oder Steckdose zurande kommen.

Mein Plan wäre:
Zunächst eine 100 bis 120 WP Solaranlage aufs Dach und die vorhandene 85AH Batterien verwenden. Sollte die Energiereserve zu knapp werden könnte ich eine zweite 85 AH Batterie dazu hängen. Oder wenn ich die Batterien nicht mischen kann (alte neue Batterie) 2 neue 80/85AH.

Ich freue mich schon auf Eure Infos und Ratschläge

Matthias

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chrisk am 09 Mär 2011 12:26:22

Was spricht dagegen, zuerst eine zweite Batterie einzubauen ?
Das Gewicht unten ist besser als auf dem Dach, kein Dichtheitsproblem, schneller eingebaut als Solar, Kosten geringer, etc.

Gast am 09 Mär 2011 12:31:24

pillepaule hat geschrieben:Mein Plan wäre:
Zunächst eine 100 bis 120 WP Solaranlage aufs Dach und die vorhandene 85AH Batterien verwenden. Sollte die Energiereserve zu knapp werden könnte ich eine zweite 85 AH Batterie dazu hängen. Oder wenn ich die Batterien nicht mischen kann (alte neue Batterie) 2 neue 80/85AH.

Hallo Matthias,

der Plan ist gut !!

alt mit neu mischen, darüber streiten sich die "Experten", wichtig ist gleicher Typ, also wieder eine 85 Ah Exide Gel.
solange keine der beiden Batterien ernsthaft "krank" ist, regeln die Batterien unter sich wer wieviel bekommt.

deshalb mein Vorschlag, über das laufende Jahr das Verhalten der alten Batterie beobachten, wenn sie nicht schwächelt und Ihr mehr Kapazität braucht, einfach eine Neue dazu schalten

grüße klaus

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pillepaule am 09 Mär 2011 12:32:03

bezüglich der 2. Aufbaubatterie bin ich noch unsicher wegen dem Mischen von neuen und benutzten Batterien.

chrisk am 09 Mär 2011 12:37:50

@ Klaus

Kann man die neue Batterie nicht einfach per Diode von der alten trennen, so dass diese sich nicht gegenseitig beinflussen ?

kassiopeia am 09 Mär 2011 12:47:53

wenn du sie nur laden oder entladen wuerdest koennte das klappen, aber du willst ja beides - da muesstest du schon die Dioden zum Laden umdrehen :)
- oder die Ladekabel von den Verbrauchskabeln trennen...

aber du hast ein weiteres Problem: der Regler weiss dann nichts ueber den Ladezustand der Akkus, da sie ja per Diode keinen Rueckfluss erlauben

Alles in allem wohl keine Option

kassiopeia am 09 Mär 2011 12:54:03

pillepaule hat geschrieben:Mein Plan wäre:
Zunächst eine 100 bis 120 WP Solaranlage aufs Dach und die vorhandene 85AH Batterien verwenden. Sollte die Energiereserve zu knapp werden könnte ich eine zweite 85 AH Batterie dazu hängen. Oder wenn ich die Batterien nicht mischen kann (alte neue Batterie) 2 neue 80/85AH.

Genau so habe ich auch angefangen, im Sommer wars auch prima, aber im Winter brauchte ich mehr Reserven, daher habe ich zweite Batterie und zweites Panel nachgeruestet...

chrisk am 09 Mär 2011 12:59:02

Danke kassiopeia, das leuchtet natürlich ein. In der Summe der Eigenschaften dann keine vernünftige Lösung.

Gast am 09 Mär 2011 12:59:16

hallo chrisk,

nein das ist nicht gut, weil
durch die Diode die Spannung der neuen Batterie um rund 0,5V reduziert wird. Das bedeutet daß zunächst immer die schwächere Batterie belastet wird.

Außerdem müßtest Du zum Laden die Diode überbrücken (kurzschließen), sonst wird die neue Batterie nicht geladen

macht man garnichts, teilen sie beide Batterien den Ladestrom und den Laststrom entsprechend ihren Innenwiderständen auf, d.h. die "gute" bekommt und liefert mehr Strom (da niedrigerer Innenwiderstand)

Erst wenn eine Zelle defekt ist (und damit die Spannung um 2V zu niedrig liegt) gibts Ärger, weil dann die gesunde Batterie immer tiefentladen wird, und darin liegt das Risiko bei "alt + neu"

grüße klaus

pitb am 09 Mär 2011 13:05:41

Wie Du es machen kannst, hast Du schon aufgezählt. Und wenn Du alte und neue Btterie nicht 'mischen' willst - darüber gibt es Glaubenskriege 8) - dann lass die Batterie die da ist und häng das Modul dran. !20 Wp sind bei Sonne - auch im Winter - reichlich -> die 85er ist, bei einem Tagesverbrauch von 10-15Ah uU schnell voll. Bei Wolken, Schattenlage usw hast uU aber auch Pech Daher die alte Regel: erst mal Kapazität für den Sonnenstrom schaffen -> zweite Batterie. Da biste wieder beim Zwist alt plus neu. Und die alte wegtun nur wegen dem Glaubenskrieg und zwei neue her ist zwar ne Lösung aber keine Gute.

Die Kombinierungsängste ließen mit ner Dode nicht 'abschalten' - Gründe wurden genannt. Aber Du kannst die beiden Akkus manuel trennen -> Natoknochen. Sehr unkompfortabel aber machbar.

Was ich machen würde? zweite Bakterie vom gleichen Typ - Sicherungen dazwischen und gut ist. Ja und dann das Panel dran. Und besser ists. :)

pillepaule am 09 Mär 2011 13:21:59

Da die zweite Batterie etwas Entfernung von der ersten haben würde, würde ich an beiden Enden eine 30A/50A Sicherung anbringen. Hierdurch würde ich ein Kurzschluss im Kabel zwischen den beiden Batterien absichern.

bushlover am 09 Mär 2011 13:50:22

Hallo Mathias,

steht wohl auch schon in einem oderer mehreren Beiträgen zum Thema Solar, aber der Vollständigkeit halber nochmal zusammengefasst 5 Tipps aus dem Forum, die ich mir für meine neue Solaranlage zu Herzen genommen habe:

1. Es gibt SPR- Powermodule mit höherem Wirkungsgrad (20% im Vergleich zu 12%). Diese Panels haben bei gleicher Leitstung eine kleinere Fläche bzw. anders herum. Habe meine bei --> Link gekauft.
2. Das beste Panel nützt nichts, wenn der Regeler nichts taugt. Auf jeden Fall einen MPP-Regler nehmen.
3. Nicht am Querschnitt der Solarleitung sparen. Min. 4mm² besser noch ist 6mm².
4. Regeler mit Temperaturfühler nehmen. Damit bekommt man im Winter die Batterien besser voll und im Sommer werden sie nicht gekocht.
5. Wegen Abschattungseffekten lieber 2 x 60 Watt nehmen als 1 x 120 Watt und wenn möglich die beiden Panels an unterschiedlichen Stellen auf dem Dach (einmal vorne, einmal hinten) montieren.

Schöne ,

bushlover

kassiopeia am 09 Mär 2011 14:23:21

Das kann man so allgemein nicht stehen lassen:

bushlover hat geschrieben:Es gibt SPR- Powermodule mit höherem Wirkungsgrad (20% im Vergleich zu 12%). Diese Panels haben bei gleicher Leitstung eine kleinere Fläche bzw. anders herum. Habe meine bei --> Link gekauft.

Hier scheint es mir wichtiger die bestehende Dachflaeche optimal auszunutzen, es hilft dir nichts 20% Wirkungsgrad teuer zu kaufen wenn das Modul nicht gut in die Luecke zwischen Heki und Zwangsbelueftung passt...
Miss die vorhandenen Dachluecken aus und schau, welches dort hinein passende Modul die groesste Leistung hat.
Es gibt Module in den verschiedensten Abmessungen...

Auf jeden Fall einen MPP-Regler nehmen.

Angenommen du hast mehr als ein '12V-Modul' (das ja nur um die 17-18V liefert) und trennst diese sinnigerweise durch Dioden (die ein halbes Volt nehmen). Zieh dann noch die Leitungsverluste ab.
Da gewinnst du durch einen MPP-Regler nicht mehr alzu viel. Ein guter Shuntregler kann dann sogar durch den geringeren Eigenverbrauch die bessere Wahl sein...

Wegen Abschattungseffekten lieber 2 x 60 Watt nehmen als 1 x 120 Watt und wenn möglich die beiden Panels an unterschiedlichen Stellen auf dem Dach (einmal vorne, einmal hinten) montieren.

Das gilt - wenn ueberhaupt - nur fuer den Fall, dass die beiden Module parallel angeschlossen und durch Dioden getrennt sind.
Denn sonst bremst das beschattete das unbeschattete Modul aus, so dass sie besser direkt nebeneinander montiert waeren.

bushlover am 09 Mär 2011 16:05:34

Den Ergänzungen von kassiopeia stimme ich uneingeschränkt zu. Es kommt wie gesagt drauf an, wie viel Fläche auf dem Dach vorhanden ist.

Ich habe zwischen den beiden Hekis nicht mal ganz einen Quadratmeter und da möchte ich mit dieser vorhandenen Fläche auch noch das letzte Milliampere an Ladestrom rausholen.
Ist hingegen Dachfläche satt vorhanden, dann tut es an der ein oder anderen Stelle sicherlich auch eine etwas günstigere Lösung und auch bei den Panels darf es dann ruhig etwas mehr sein.



bushlover

pillepaule am 09 Mär 2011 17:04:57

über die Flächenbebauung habe ich mir noch keine Gedanken gemacht da ich noch nicht nach Modulen gesucht habe... und das Dach ausmessen muss ich auch noch.

Wo wir gerade auf dem Dach sind:

Da ich eine Dachreling habe überlege ich ob ich die Module mittels Querstrebe an der Reling montieren soll.

kassiopeia am 09 Mär 2011 17:10:58

so habe ich meine Module befestigt, ich finds eine gute (weil gut unterlueftet) und preisguenstige Moeglichkeit...

bushlover am 09 Mär 2011 17:44:13

Ich sehe im Prinzip auch keine Probleme bei der Relingbefestigung. Diese Lösung habe ich auch schon auf verschiedenen Expeditions- und Weltreisemobilen gesehen und man spart sich auch das Gebatze mit dem Sikaflex Kleber.

Überlegenswert wäre hier, ob man dann nicht auch noch gleich eine sogenannte "Winteraufstellung" realisiert. Dabei werden die Panels auf einer Seite mit einem Scharnier befestigt und können dann - wiederum für einen noch besseren Wirkungsgrad bei flach stehender Sonne - der Sonne entgegen gereckt aufgestellt werden.

Nachteil bei der Relingmontage ist halt, dass man sie dann für nichts anderes mehr benutzen kann...

bushlover

kassiopeia am 09 Mär 2011 18:09:17

Eine solche Aufstellung hatte ich kostenguenstig realisiert:
--> Link

Ich wuerde es aber nicht wieder machen, letztlich nutze ich dies sehr selten...

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