Gast am 10 Feb 2011 22:22:32 Hallo an Alle,
war heute zur Durchsicht,Ölwechsel usw. (90.000 km), um in Anschluss dann TÜV machen zu lassen.
Dabei haben die Jungs von der MBV-Werkstatt mir dann zeigen können/müssen, dass die "Führungsfeder", also das durchgehende, beidseitig befestigte Federblatt der rechten Hinterachsfeder gebrochen ist. Eigentlich deutlich zu sehen, wenn man weiß, wo ein Bruch liegen könnte. Gespürt hab ich davon aber nichts.
Ich hoffe nun einmal, das dieser Fehler nicht durch die Zusatzluftfederung überdeckt wurde und damit das Risiko für uns angeblich nicht vorhanden war. Ich wage nicht, mir einen Federbruch bei voll geladenem Fahrzeug auf Überführungsetappen, also auf der Autobahn, vorzustellen.
Dem TÜV-Prüfer hat niemand etwas gesagt. Wenn ich wollte, könnte ich trotz gebrochenem Federblatt( Bruch liegt genau auf dem Achspunkt, also mittig) mit einem Fahrzeug " ohne jegliche Mängel " am Strassenverkehr teilnehmen. Der gute Mann hat alle möglichen Kleinigkeiten geprüft, hat mir den Hinweis gegeben, das das rechte Traggelenk am Vorderrad minimalstes Spiel aufweist, den er aber noch nicht als Sicherheitsrelevant einstufen würde. Man müsse das unbedingt beobachten, es wäre aber nicht gefährlich, man könne ja mal bei Gelegenheit über einen Austausch nachdenken :? ( Ich hatte keinen 500€-Schein in die Papiere gelegt :D )
Nun eigentlich meine Frage: Hat schon jemand einen Bruch an der Federung der Hinterachse an einem Sprinter gehabt? Der Werkstattmeister wird einen Kulanzantrag stellen, obwohl das Womo nun exakt 6 Jahre auf uns zugelassen ist (und genau so alt). Seine Begründung, bei einer Laufleistung unter 100k sollte man das auf jeden Fallversuchen. Ich bin mal gespannt, was da so rauskommt. Nur die rechte Seite kommt mit Arbeitslohn auf ca. 650 €, da wären so ein paar geschenkte Euros von MB ja schon schön.
Ach so, noch etwas. Wir haben nachdem TÜV -Termin das Womo mal auf die Waage gestellt, das Womo liegt mit Diesel, ein paar Kleinigkeiten in der Garage und vollen Gasflaschen 3213 kg. Auch die Hinterachslast ist nicht überschritten, das war allerdings die erste Annahme des Werkstattleiters.
Gast am 10 Feb 2011 22:46:28 Hallo,
ich kenne 2 ähnliche Fälle; allerdings beides Sprinter 416.
Und der der Kulanzantrag blieb absolut erfolglos, obwohl beide Fahrzeuge noch jünger waren ( 4 und 5 Jahre).
Also mach Dir mal nicht zu viel Hoffungen....
Viele ,
westy75
Jagstcamp-Widdern am 11 Feb 2011 09:23:56 ...sicher ist ein neues tragblatt (so heiszt die gebrochene feder) bei db kein schäppchen...machen lassen solltest du es trotzdem!
ich würde aber nach alternativen schauen, die könnten sein:
verwerter, federschmiede (man kann gebrochene federn schweissen + neu härten) oder federfachbetriebe, z.b. "federn oswald"
grusz hartmut
Timberjack am 11 Feb 2011 12:00:56 Moin
hatten wir auch schon bei einem unserer Firmen Sprinter.
War ein 316 Kasten mit 3.,5 t ZGG. Allerdings muß ich dazu sagen das es bei uns wohl eher daran lag, das dieses Fahrzeug immer an der Lastgrenze bzw. darüber war.
Kulanz nach ca. drei Jahren wurde abgelehnt.
Da der Sprinter so wie bei dir keine Luftfedererung hatte, konnte ma recht gut erkennen das das rechte Blatt gebrochen war. Er hatte doch arg schräglage
paldauer am 11 Feb 2011 12:54:37 Hallo,
ich weiß nicht, ob es beim Austausch einer Blattfeder genauso ist wie beim Austausch einer Spiralfeder.
Neulich hatte ich bei meinem MB C-Klasse einen Spiralfederbruch hinten links. Mehre m. E. kompetente Leute haben mir erzählt, dass der Austausch wegene einer gewissen Materialermüdung nur paarweise erfolgen sollte.
Ich kann mir vorstellen, dass dies bei Blattfedern ebenso ist.
Günter
klink_bks am 11 Feb 2011 15:10:17 :D Ich wuerde dazu mal behaupten ! :D
dass die meisten Federbrueche (insbesondere bei der Fa. mit dem Stern) wg. absolut schlechter Qualitaet auftreten. Ich selbst hatte an mind. 3 meiner eigenen Stern-Fahrzeuge Federnbrueche, die eindeutig durch Einschluesse im Federstahl entstanden sind. Vielleicht haengt die schlechte Qualitaet damit zusammen, dass die Verkaufspreise steigen und die Einkaufspreise bei den zulieferern auf Teufel komm raus gedrueckt werden. Der Aktionaer will's halt so. Hab ich gehoert ! :D
Ich jedenfalls habe mir ein Fahrzeug (PKW) zugelegt mit deutlicher hoeherer Garantiedauer und bin daher nicht auf Kulanz angewiesen.
von der schoenen Mittelmosel
Achim
klink_bks am 11 Feb 2011 15:14:31 :D Ach so :D
Und das die jeweilige andere Seite auch betroffen ist, ergibt sich ebenfalls aus der Qualitaet der jeweiligen Serie.
Ich hab' jetzt uebrigens von Schraubenfedern gesprochen, nur damit kein Missverstaendnis entsteht.
von der schoenen Mittelmosel :sauf:
Achim
Bergbewohner1 am 11 Feb 2011 19:57:21 Ein Federbruch kann passieren. Mein Nachbar arbeitet bei einem Instandsetzungswerk in Chemnitz der DB. Die haben emense Probleme mit dem Federstahl, es gibt immer weniger Hersteller für Federstahl und die Qualität würde immer schlechter.
Ich hatte an meinem L 200 nicht nur einen Federbruch, ohne Überladung.
Eine Blattfedernlage einzeln auswechseln geht problemlos und hat keine negativen Auswirkungen.
Man kann eine Blattfedernlage nicht mit einer Spiralfeder vergleichen.
Ich würde aber auch versuchen, von einem Federnschmied eine Lage zu bekommen und dann in einer Freien einbauen lassen, geht zum halben Preis.
zack am 11 Feb 2011 22:40:28 Hallo Werner,
danke schon mal für Deinen Bericht. Ich werde mich mal in den nächsten Tagen unter unseren Sprinter (316cdi 3,8to) legen. Wir haben auch eine Zusatzluftfeder verbaut und sind immer an der max. Gewichtgrenze. (meist sogar ein wenig darüber!) :oops:
Nachschauen beruhigt, :) oder :cry: auch nicht wenn ich was entdecke!
Gerd Peter am 12 Feb 2011 12:21:24 klink_bks hat geschrieben::D
Ich hab' jetzt uebrigens von Schraubenfedern gesprochen, nur damit kein Missverstaendnis entsteht.
von der schoenen Mittelmosel :sauf: Achim
Aus diesem Grund war der Beitrag auch sehr hilfreich :!: :roll:
Gerd Peter
Bergbewohner1 am 12 Feb 2011 17:51:46 Habe mich heute auch gleich mal unter meinen mit einer LED Lampe zum Prüfen drunter gelegt.
110000 km auf der Achse, Überladen nicht unbedingt-Achslasten ausgereizt, also immer an der Grenze, nix gebrochen, bis jetzt wenigstens nicht. Rapido ist halt ein Schwergewicht, sind halt doch nicht so schlecht die Federn, wenigstens nicht bei Modell 2004.
wocaraft am 12 Feb 2011 18:47:18 Waldtroll hat geschrieben:Habe mich heute auch gleich mal unter meinen mit einer LED Lampe zum Prüfen drunter gelegt. 110000 km auf der Achse, Überladen nicht unbedingt-Achslasten ausgereizt, also immer an der Grenze, nix gebrochen, bis jetzt wenigstens nicht. Rapido ist halt ein Schwergewicht, sind halt doch nicht so schlecht die Federn, wenigstens nicht bei Modell 2004.
Ich habe das oben gelesen:
Eigentlich deutlich zu sehen, wenn man weiß, wo ein Bruch liegen könnte.
Und frage jetzt mal den Waldtroll wo er den was gesucht und gefunden oder nicht gefunden hat.
dieter2 am 12 Feb 2011 19:00:24 In der Mitte ist auch der schwächste Punkt,wegen der Bohrung.
Würde auch nach einer Federwerkstatt ausschau halten.
Dieter
lucy am 12 Feb 2011 19:11:56 Ich hab zwar einen Sprinter, aber ich weiß nicht der der neuere unten drunter aussieht.
Das Federblatt stabilisiert unter anderem ja auch die Hinterachse in der "Längsrichtung". Selbst wenn noch ein sogenannter "Länglenker" mit verbaut ist. Daher, "sorry" kann ich es nicht verstehen, ja ist es sogar unverantwortlich wie der aaP den Stempel gibt. Oder hab ich irgendwas was falsch gelesen. Die verbaute Luftfederung hingegen steckt die ungleiche Achslast locker weg. Bei den Fahrzeugen ist ja sogar ( ohne Firmen zu nennen ) eine "Volluftfederung" nachrüstbar. Dann muß aber trotzdem das, Hauptfederblatt ( die anderen können entfernt werden ) drin bleiben, wegen der längs"stabilität". Vielleicht setzen die da auch was anderes ein, weiß nicht so genau.
Nicht, daß das hier irgendwie in den falschen Hals kommt, ich gönne absolut jedem selbst wenn mal ein Mangel am Auto ist, die Plakette ..... bin ja selber froh drumm, logisch. Aber das hier ist ein gravierender Mangel. Und .... wenn mal was schlimmes passiert, dann gehts los. Dann wird ein schuldiger gesucht.
Nachtrag: Ich hab es falsch gelesen. Es war nicht der aaP, es war ein Werkstattmitarbeiter der auf den Umstand ( HA Federblat ) hingewiesen hat. Ich würde es in jedem Fall machen / reparieren.
Das mit dem Traggelenk ....... ja ist o.k. ( soweit ) aber wenn irgendwie auch das mal.
Ist halt so: Ich seh das in erster Linie als eigene Sicherheit. Und zweitens, weiß eigentlich schon jeder Wohnmobilist ..... wenn mit unseren Mobbels mal was passiert, wird jeder Krümel der im WoMo war zusammengekehrt ( ist kein Witz ) und dann kommt alles auf die Waage. Und wenn wir unterwegs sind ( aufgerüstet ) sind mir meistens am Limit eher drüber. Über die Versicherungsrechtlichen Folgen reden wir dann nicht mehr. Sind wir dann noch Schuld ..... war´s das.
Jetzt hab ich wieder viel zu viel geschrieben. Aber bei so Sachen bin ich persönlich halt ein " Muffengänger " Gelobe Besserung. :?
Bergbewohner1 am 13 Feb 2011 14:11:53 lucy hat geschrieben: ..... war´s das.
Jetzt hab ich wieder viel zu viel geschrieben. Aber bei so Sachen bin ich persönlich halt ein " Muffengänger " Gelobe Besserung. :?
Denke auch hast bißchen viel Anschuldigung rein gepackt, ist gut das du Besserung gelobst.
Einen Bruch sieht man nicht immer, besonders nicht wenn der Bruch in der Mitte ist, den sieht man meistens erst bei entlasteter Achse-Feder. da mein Mobil auf Böcken steht, konnte ich das leicht prüfen.
Also nicht gleich wieder auf einen TÜV Prüfer losgehen, diese sind auch nur Menschen.
Gast am 17 Feb 2011 13:40:37 Hallo an alle,
nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt wg. Nierenstein, der einem die Nachtruhe raubte, kurzer Sachstand:
Die Feder habe ich bei MB wechseln lassen. Bei einem 313 ist das ein Doppelblatt, bestehend aus Führungsfeder mit Laschenbefestigung und dem Zusatzblatt. Der Bruch lag genau im Bereich der Haltebohrung des Paketes.
Zu meiner Äußerung wg. TÜV-Mitarbeiter: Durch den Service-Meister von MB weiß ich zwischenzeitlich, das der TÜVler dem Meister nach meinem Verschwinden Bescheid dazu gab, dass er den Federbruch zwar gesehen hätte, von einer nochmaligen Vorführung aber absah, weil der Fahrzeughalter, also ich, den Wagen durch die MB-Werkstatt vorführen ließ und er sicher gewesen sei, dass die Werkstatt mich mit dem Womo nicht mit einer gebrochenen Feder vom Hof hätte fahren lassen. Die komplette Feder kostet mit Ein- und Ausbau, auch der Luftfeder, ca. 400 €. Soviel ist mir die Sicherheit allemal wert.
Trotzdem vielen Dank für die Hinweise zu den Feder-Fachbetrieben. Wenn ich sie mal benötige, werd ich mich hier in der Region mal auf den Weg,bzw. die Suche machen.
Das Womo läuft wieder ohne Mucken, so soll es ja auch sein.
zack am 02 Jul 2012 22:59:16 So nun hat es mich auch erwischt!
Am 23.06. bei der DEKRA, WoMo MB Sprinter 316 CDI 3,8t mit Zusatzluftfeder. Alles in Ordnung aber dann...
...rechte Seite Blatt gebrochen. Für diesen Tag war Ende im Gelände!
Anruf bei MB Werkstatt ein Federpaket 300,00€ plus Steuer.
Über einen guten Bekannten von Kfz Zulieferer 109,00€ plus Steuer.
Einbau bei MB Werkstatt. Diese Rechnung steht noch aus. Ich tauschte beide Federpakete. Danach in der Werkstatt zeigten sie mir, daß auch links die Feder angebrochen war. Da war mein Bauchgefühl richtig beide zu tauschen.
Ich rate allen Sprinter-Fahrern immer wieder die Federn zu kontrollieren, ich bin sicher mehrere tausend Kilometer mit gebrochenen Blattfedern gefahren.
zack am 31 Aug 2012 22:07:46 Bei Mercedes Hofmann in Erding kostete mich nur das wechseln beider Federpakete rund 400,00€! :?
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