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Hiermit kündige ich bestimmt eine Diskussion an, möchte niemanden damit auf die Füße treten.
War gerade ein wenig die Kleinanzeigenseiten im Netz am durchforsten und bin immer wieder auf Pflegestellen gestoßen, die Tiere aus dem Ausland, wie z.B. Griechenland,Spanien oder Rumänien, um nur einige zu nennen, die mir extram auffallen, vermitteln. Grundsätzlich ist es ja ok, wenn die verwahrlosten, bzw. wieder aufgepeppelten Tiere hier in Deutschland ein sicheres Leben geboten bekommen. Andererseits haben wir hier in unseren eigenen Tierheimen und anderswo so viele Hunde und Katzen, die nicht vermittelt werden. Warüm müssen also Tiere Importiert werden, wenn wir genügende hier haben? Ich bin ein absoluter Tierfreund, kann dies aber leider nicht nachvollziehen... Vielleicht weil Tiere, die in deutschen Tierheimen sind ein relativ "friedliches" Leben leben.
Tiere in ausländigen Tierheime verwarlosen in der Regel weiter bis sie nach einer gewissen Zeit getötet werden. Es handelt sich hierbei um private Tierschutzorganisationen, die nur für diesen Zweck ins Leben gerufen wurden, also nicht um die städtischen Tierheime, die Auffanglager für deutsche Hunde sind.
Die Pflegestellen sind Privatleute, die unentgeltlich Hunde aufnehmen und bis zur Vermittlung betreuen, aufpäppeln und pflegen. Sie setzen sich speziell für diese Hunde ein, um sie zu retten. Somit wird keinem deutschen Hund ein Platz weggenommen, aber viele ausländische Hunde vorm sicheren Tod gerettet, denn diese Hunde haben im Gegensatz zu den deutschen Nothunden niemanden, der sie auffängt, denn in den dortigen Tierheimen enden sie meist auf der Tötungsstation, weil diese Länder andere Gesetze haben als wir hier. In deutschen Tierheimen enden die Nothunde nicht auf der Tötungsstation. Somit sind sie sicher versorgt, wenn auch nicht unbedingt angenehm untergebracht. Doch auch da gibt es viele Gassigänger und andere Freiwillige, die sich kümmern und die sich dieser Aufgabe verschrieben haben. Es geht also in erster Linie darum, die ausländischen Hunde vor dem sicheren Tod zu retten. Es sind zwei paar Schuhe, die nebeneinander herlaufen, denn die Hunde haben unterschiedliche Ausgangspositionen mit unterschiedlichem voraussichtlichem Ende. Der deutsche Hund braucht eine Unterkunft, dazu gibt es städtische Tierheime oder auch andere Organisationen, die sich um diese Hunde kümmern und sie auch wieder weitervermitteln. Der ausländische Hund würde auf dem Müll landen, und für diese Hunde setzen sich Menschen ein, denen speziell dies ein Anliegen ist. Deshalb habe ich mich auch vor Jahren als Pflegestelle für spanische Inselhunde, die sonst auf dem Müll gelandet wären, beworben und so 36 Hunde gerettet. Wir haben einen Hund aus Rumänien (bzw. aus Tiere suchen ein Zuhause) und einen von Teneriffa. Zum Glück gibt es diese Vermittler, mit deutschen Tierheimen habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht. Außerdem schonmal in Spanien, Italien und Griechenland die vielen herrenlosen Hunde gesehn? Hier auch?? Das kann ich dir mit 3 Worten sagen. Die Hunde in den Tierheimen sind in der Regel: zu groß, zu alt oder unberechenbar.
Habe 2 Podencos aus Spanien 6 + 7 Jahre alt. Bessere Hunde könnte ich mir nicht wünschen. Shila ist jetzt 5 und Frisco 4 Jahre bei mir. Gehe doch mal auf die Seite von deutschen Tierheimen und schaue dir die Hunde an, dann kannst du die selber ein Bild machen. Ich schreibe später noch mal was zu dem Thema. Muss heute um 10 in die Tierklinik, Frisco wird operiert. LG Mary-Jo Ich denke am Anfang vieler solcher Vereine/Organisationen, die Auslandshunde nach Deutschland vermitteln, steht häufig eine Art "Schockerlebnis". Jemand erlebt vor Ort Tierleid, wie Mißhandlungen, Kettenhunde, Welpen in Mülltonnen, an Bäumen aufgehängte Galgos... und dass Hunde nach kurzer Frist im Tierheim getötet werden. Je nach Mensch und Möglichkeit kommt der Gedanke auf, zu helfen. Nun ist die Frage, wie? Natürlich muss sich grundsätzlich die Einstellung dem Tier gegenüber ändern, soll sich langfristig etwas ändern. Auch Kastrationsprojekte mögen helfen. Aber wenn in einem Land zu viele unkastrierte Hofhunde sich selbst überlassen werden, ist der Nachschub einfach zu groß...
Kennst du diesen Text? Findet sich auf fast jeder solchen Tierschutzseite und spiegelt den Grundgedanken hinter der Vermittlung nach Deutschland ganz gut wieder, denke ich: Der Seestern Nach einem Sturm ging ein alter Mann am Strand spazieren. Durch das Unwetter waren Unmengen an Seesternen an Land gespült worden. Vor sich sah der alte Mann einen Jungen, der Seesterne aufhob und ins Meer zurück warf. Der alte Mann sah ihm eine Weile zu und fragte dann, warum er das tue. Der Junge erklärte daraufhin, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenaufgang dort liegen bleiben. „Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und tausende von Seesternen liegen hier“, erwiderte der alte Mann. „Was macht es also für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?“ Der Junge blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen. Dann meinte er: „Für diesen hier macht es einen Unterschied!“ Verfasser unbekannt Das Argument, dass durch die Auslandshunde die Vermittlung der inländischen Tierheiminsassen erschwert wird, kann man sicher diskutieren. Tatsächlich bemühen sich viele Tierschutzorganisationen solche Hunde nach Deutschland zu holen, die gut zu vermitteln sind. Also z.B. jung, klein bis mittelgroß, mit ansprechendem Äußeren, freundlich zu Menschen und Tieren und gelassen auf Umweltreize reagierend. Wer bereit ist, einen alten Hund, einen großen schwarzen Hund, einen so genannten Kampfhund oder einen Hund mit gewissen Macken zu übernehmen, wird davon tatsächlich mehr als genug „deutsche“ in unseren Tierheimen finden. Die Frage ist, ob von diesen tatsächlich mehr vermittelt werden würden, wenn keine kleinen „netten“ Hunde aus dem Ausland im gleichen Tierheim sitzen würden. Würde die Familie auf der Suche nach einem kleinen freundlichen Familienhund tatsächlich alternativ den Langzeitinsassen „Schäferhund mit Aggressionsproblem“ nehmen? Und immerhin bringt die Vermittlung und das Angebot „ansprechender“ Auslandshunde Geld in die Tierheimkasse und Interessenten ins Tierheim. Wir haben auch Erfahrung mit Auslands-Hunden.
Eine Touristin kam von Ihrem Sommerurlaub spät abends aus Griechenland am Flughafen an und hatte einen Welpen im Gepäck. Die Personen, die diesen Hund haben wollten, kammen nicht zur Abholung. So ließ diese Dame den Hund einfach am Flughafen stehen und fuhr nach Hause. Da ich in dieser Nacht Dienst hatte, hab ich den Hund angenommen, tja und nach ein paar Blicken dieser treuen Seele war klar: jetzt gehöhrt er uns. Diese Frau macht das häufig so und irgendwie geht ihre Rechung immer auf. Ich finde, sie tut den Tieren damit keinen Gefallen, viele landen auch bei uns im Tierheim. Unser Hund hatte halt Glück, leider nur kurz. Mit 5 Monaten ist er gestorben. Der zweite Hund, ebenfalls auch Griechenland ist uns von einer Organisation vermittelt worden. Diese führt im Ausland Kastrationen durch und hin und wieder bringen sie ganz junge oder hoffungslose Fälle nach Deutschland. Nach der Vermittlung stellte sich heraus, daß Lucy fehlende Impfungen und Parasiten im Blut hatte. Wir haben die ersten Monate viel Geld in die medizinische Versorgung gesteckt und Lucy mußte Einiges über sich ergehen lassen. Gott sei Dank konnten wir sie aufpäppeln und mittlerweile ist sie 11 Jahre alt und immer noch fit. Ob´s richtig war, keine Ahnung. Wenn ich aber die überzüchteten Rasse-Hunden hier bei uns in der Siedlung anschaue, sehe ich bei unserem Hund Treue und Dankbarkeit in ihren Augen. Dennoch glaube ich, Tiere und auch Menschen gehören dahin, wo Sie her sind. Oder vielleicht red ich mich auch zu leicht, weil wir´s hier ja gut haben. Ähnliche Geschichte bei uns. Zeusi war ein ca. 3,5 Monate alter Welpe, den haben wir aus Griechenland (Nähe Volos) mitgenommen, weil ihn Jemand im Wald erschießen wollte.
Vor 1 1/2 Jahren verstarb er an Niereninsuffizienz, er wurde 6 Jahre. Der beste Hund, den wir je hatten. Unsere Lilly kommt aus einem Tierheim in Teneriffa, hat wahrscheinlich einiges erlebt, ist bei vielen Menschen immer noch verhaltensauffällig (gerne Wadenbeißer). Für uns ein super Tier, bei uns hat sie wenigstens eine Chance. Damals forschte ich in den umliegenden Tierheimen. Vielleicht hat man die geeigneten Hunde versteckt und die Kampfhunde u.ä. nach vorn gestellt. Ich bin zwar der Typ "ich liebe jeden Hund", habe dort aber keinen geeigneten gefunden. Ganz davon abgesehen, dass die ausländischen Hunde auch in deutsche Tierheime vermittelt werden. Scheinbar gibt es hier doch mehr gute Seelen, die einen Tierheimhund möchten, als es solche Hunde gibt. Natürlich gibt es in deutschen Tierheimen genügend Hunde, die auf ein neues zu Hause warten, aber denen geht es vergleichweise doch gut.
Meine Tochter arbeitet seit fast einem Jahr in einem kleinen Tierheim und das bekommt immer wieder Hunde aus den Tötungsstationen in Polen. Es sind bezaubernde und meistens kleine Hunde, die einfach nur Liebe und Zuwendung brauchen. Dafür geben sie unendliche Treue und Demut. Warum sollte man, wenn man kann, diese Hunde nicht aufnehmen? Diese Tierheim ist klein, vermittelt aber viele Tiere. Natürlich finden sich dort auch zwei wunderschöne Schäferhündinnen und ein Stafford Terrier, die sich nur aufgrund ihrer Größe schlecht vermitteln lassen. Vom Charakter her sind sie alle ok. Dass in den Tierheimem nur Tiere mit Macke leben, stimmt so also nicht. Außerdem arbeiten die meisten deutschen Tierheime inzwischen mit Tiertrainern zusammen. Ich halte es für wichtig, dass hier in Deutschland immer mal Tiere aus dem Ausland vermittelt werden können. Viele Markgräfin Unser Tierheim (in Großstadtnähe) ist quasi Auffangstation für Listenhunde und Problemhunde, mit denen die Besitzer in der Stadt nicht mehr klar kamen.
Früher gabs öfter mal Scheidungshunde, aber die sind schnell vermittelt, weil sie erzogen sind und auch mal für Anfänger geeignet. Die Vermittlung von Listenhunden gestaltet sich schwieriger. Hallo zusammen!
Tierschutz in Deutschland ist gegenüber dem Tierschutz im Ausland reiner "Luxus-Tierschutz" meiner Meinung nach. Wer sich schon mal mit den Zuständen von Tierheimen oder sogenannten Auffang-/Tötungsstationen im Ausland befasst hat, weiss wovon ich spreche. Die Geschichte mit dem Seestern ist sehr schön und spiegelt auch meine Einstellung wider - bin seit ca. 20 Jahren im Tierschutz ehrenamtlich tätig. Früher sehr aktiv mit Tierbetreuung/-vermittlung seit ein paar Jahren durch Zeitmangel mehr passiv. In unserer Region arbeiten einige deutsche Tierschutzvereine mit ausländischen Tierschützern zusammen und es gibt private deutsche Tierschutzorganisationen speziell für herrenlose Auslandshunde. Meiner Meinung nach ist das Rüberholen der herrenlosen Tiere nach Deutschland als "Lebensrettung" der einzelnen Tiere anzusehen - wie in der Geschichte mit den Seesternen schön beschrieben. Veränderungen im Tierschutz des jeweiligen Landes sollten Vorort stattfinden mit Bau von Tierheimen,Kastrationsaktionen etc. - was ja auch gemacht/finanziert wird von Deutschland aus durch Spenden und zum Teil durch die Vermittlungsgebühren - also zukunftsgerichtete Aktionen sind. Steter Tropfen höhlt den Stein. Jedoch gibt es - meine persönliche Meinung - auch eine Schattenseite des Ganzen. 2 Punkte beobachte ich in den letzten Jahren leider. Erstens, es gibt immer mehr von diesen "Tierschützern", die Auslandshunde vermitteln - an sich ja nichts Schlechtes - und bei einigen (nicht falsch verstehen - ich spreche von Einzelfällen!) kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass es vordergründig um das "Geschäft" Tier geht unter dem Aspekt Tierschutz. Die holen dann die "süßen", "kleinen", "lieben" (Rasse)Tiere um sie gut hier in Deutschland verkaufen zu können. Aber Trittbrettfahrer werden wohl nie zu vermeiden sein. Der zweite Aspekt, der mir leider auffällt, ist die "Verharmlosung" der Auslandstiere. Ein Hund ist ein Rudeltier und wird sich seinen Begebenheiten meist anpassen. Die Situationen im Ausland sind aber überhaupt nicht mit unseren hier in Deutschland vergleichbar. Im Ausland hat er bis jetzt auf der Straße gelebt, als "Nutztier" = Wachhund, in Massentierhaltung in überfüllten Tierheimen oder in kleinsten Käfigen. Hier in Deutschland soll er als Teil einer Familie leben, an der Leine gehen und lieb sein. Größere Gegensätze gehen fast gar nicht. Der Hund hat hier bei uns einen Status bzw. muss ein Sozialverhalten haben, dass er meist noch nie kennen gelernt hat. Das setzt Einfühlungsvermögen und meiner Meinung nach auch Hundeverstand bei den neuen Besitzern voraus. Und auch wenn man sich einen Auslands-Welpen anschafft, hat der überwiegend eine andere Sozialisierungsphase als die bei uns in Deutschland aufgezogenen Welpen und ist - meine Meinung - instinktgesteuerter (meist Angsthund). Versteht mich nicht falsch - es muss nicht so sein - aber diese Möglichkeiten muss ich auf jeden Fall in Betracht ziehen, wenn ich mich für einen Auslandshund entscheide und evtl. noch keinerlei Erfahrungen mit Hunden habe! Schon aus Liebe zum Tier muss ich es in Betracht ziehen, dass er ein "Überraschungsei" sein kann! Denn wenn das arme Tier dann von Hand zu Hand geht, weil keiner ihn "händeln" kann, dann bleibt er zum Schluss in irgendeinem deutschen Tierheim und fristet dort sein Leben. Da gehts ihm zwar dann besser als im Ausland, aber ist das dann Tierschutz? Kann man geteilter Meinung sein. Na ja Fakt ist, dass ich mir in dieser Hinsicht wünschen würde, dass einige Tierschützer weniger blauäugig sind und die Interessenten der Tiere sich vorher mehr Gedanken machen würden. Trifft aber wahrscheinlich beim deutschen Tierschutz auch zu. Nichts destotrotz - ich habe seit ca. 3 Jahren einen älteren "Ungarn" bei mir zuhause. Das erste Jahr war verdammt hart - sowohl für ihn als auch für mich - jetzt läuft alles prima und er liebt Wohnmobilfahrten! :-) LG Karin Das mit der Prägung als und Straßen- und Rudelhund stimmt, ist aber mit ausreichend Geduld und Liebe zu meistern.
Meist werden die Tiere aber dort nicht alt. Sie werden überfahren, gequält oder eingefangen und landen in der Tötungsstation, bevor sie ein hohes Alter erreichen. Junge Hunde mit wenig negativer Erfahrung haben aber beste Chancen, sich hier gut einzuleben. Schon nach 2-3 Tagen spürt man die Dankbarkeit und Anhänglichkeit dieser Tiere. Es mag sein, dass es Organisationen gibt, die auf Profit aus sind. Unser Verein schafft es trotz angepassten Vermittlungsgebühren nicht, kostendeckend zu arbeiten, denn alle Hunde brauchen tierärztliche Versorgung und Impfungen, teilweise auch Medikamente, und werden außerdem kastriert, um eine Vermehrung zu verhindern. Moin !
Das Thema bietet viele Facetten, meiner Meinung ist es hier schon recht gut von allen Seiten beleuchtet worden. Wir sind ja recht häufige Griechenlandfahrer und haben bei all unseren Reisen natürlich viele herumstreunende Hunde gesehen. Manches Mal kam der Gedanke hoch, einen davon mitzunehmen. Da es aber bei der Anschaffung eines Hundes i m m e r in erster Linie um das Tier gehen muss, haben wir das nicht getan. Bis auf einmal: 2008 fanden wir "Pedro". Er war offenbar überfahren worden, vermutlich von einem Motorrad oder - roller. Jedenfalls hatte er eine heftige Oberschenkelfraktur und war stark ausgehungert, bzw. abgemagert. Er konnte nur auf drei Beinen humpeln, das vierte zog er einfach nach. In einigen Tagen wäre er gestorben. Wir konnten nicht anders. Zusammen mit Freunden haben wir ihn in GR untersuchen, impfen, chippen lassen und ihn dann nach D gebracht. Hier wurde er operiert. Heute ist er gesund und läuft als wäre nie was gewesen. Hinsichtlich der Hundepersönlichkeit war es natürlich ein Risiko: Wir wussen nichts über seine Vorgeschichte, hatten nur den Eindruck, dass er nicht im Rudel sondern allein herumgestreunert war. Allerdings hatte ich - als Hundehalter mit 30-jähriger Erfahrung - das Gefühl, dass er einen guten Charakter hat. Und wir wurden nicht enttäuscht, er ist ein Lieber, besonders gegenüber Kindern ausgesprochen schmusig. Zur Sozialisation: Pedro war ca. 1 Jahr alt, als wir ihn fanden, dh. Sozialisation / Erziehung unbekannt, bzw. nicht erfolgt. Hinsichtlich seines Verhaltens gegenüber anderen Hunden macht er keine Probleme, allerdings ist sein Verlangen, "sich die Gegend anzusehen", deutlich zu spüren. So ist er uns anfangs häufiger mal weggelaufen, ließ sich aber immer wieder überreden, zu uns zu kommen. Mit dem Gehorchen ist es unterschiedlich: Mit "Clicker-Training" habe ich ihn nun so weit, dass er im Großen und Ganzen gehorcht, manchmal hat er aber auch seinen Kopf. Logisch, musste er sich doch allein durchschlagen und ist dementsprechend selbstbewusst. Alles in allem ist er ein tolles Tier und wir bereuen es keine Sekunde, ihn aufgenommen zu haben. Klausimaus PS: Die ganze Geschichte ist unter unser HP unter "Unsere Hunde" und dann "Pedro" nachzulesen. Ich denke der Grundgedanke hier ist immer der gleiche und wir als Tierfreunde freuen uns ganz besonders darüber das den ausländigen Tiere geholfen wird.
Da wir z.Z. im Malaga weilen kam mir folgender Gedanke: Ja wir finden es sehr schlimm das die Hunde auf einer "Tötungsstation" enden wie hier allgemein gesagt wird. Die andere Seite ist vielleicht das gerade diese "Stationen" ein Segen für diese Tiere ist. Uns tut es im Herz weh wenn wir die Tiere hier sehen... es gibt dutzende die wir am Wegrand oder in den Bergen sehen. Was aber sollen wir machen? Mitnehmen? Alle? Alle mitnehmen geht ja nicht, alle retten können wir nicht, aber die Geschichte mit dem Seestern ist ein Anfang.
Auf Dauer hilft nur, dass in den betreffenden Ländern ein Umdenken stattfindet und viele Tierschützer setzen sich dafür ein. Es gibt sogar Tierärzte, die in ihrem Urlaub in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Tierschutzvereinen unentgeltlich Kastrationen vornehmen. Die Landesbehörden zu überzeugen, dass Kastration die einzige Möglichkeit ist, auf Dauer eine Änderung der Zustände herbeizuführen, ist ein wichtiges Ziel. Und die Tätigkeit deutscher Tierschützer bleibt ja nicht verborgen und so muss langsam ein Umdenken einsetzen. Mancherorts fruchtet es ja schon. Hallo,
ich bin seit vielen Jahren in Hundeforen unterwegs und es gibt dort oft sehr sehr heftige Diskussionen zum Thema Auslandstierschutz. Aber noch nie war es so sachlich wie hier und so manche Ausführung kann ich nur sagen "Super formuliert". Christel, so wie Du es in Deiner ersten Antwort formuliert hast, habe ich es noch nie zuvor gelesen, super erklärt. Aber auch das was Karin schreibt ist richtig. Dazu kommt dass es viele Vereine gibt, die das mit dem Tierschutz nicht so richtig verstanden haben und ohne wenn und aber nach dem Motto vermitteln "Hauptsache raus aus dem Ausland und alles rein nach Deutschland". Ich weiss aber auch, dass viele Tierheime mit ausländischen Orgas zusammen arbeiten, weil sich diese Hunde oft besesr vermitteln lassen. Letzendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wo er seinen Hund holt, wozu man bereit is, ob es lieber ein Welpe sein solle usw. Ich selbst bin mit Dacklen aufgwachsen, die wir von Welpenbeinen an hatten. Meine erste eigenen Hündin war vom deutschen Tierschutz, aber ursprünglich mal von Spanien. Sina ist auch von Spanien, sie war aber schon in Deutschland, als ich sie kennenlernte. Nikan ist ein Suprise Paket aus Spanien, wobei ich mich vorher informieren konnte, wie er ist, da er in einer deutschen Pflegestelle in Spanien lebte. Und Asko ist vom Züchter, so wie auch Robbie vom Züchter war. Wie ich zu 2 Hunden aus Spanien kam.
Ich wollte keinen Rassehund und auch keinen vom Züchter. Es sollte ein Mischling sein, nicht zu groß und aus dem Tierheim. Das war 2006, im Umkreis von 100 km war kein einziger im Tierheim zu finden der zu uns gepasst hätte. Wir fanden sie im Tierheim von Granada in Albalote. Shila wurde wild geboren, mit 2 Monaten eingefangen und dabei am Bein schwer verletzt. Inzwischen war sie 9 Monate alt und niemand wollte sie, da sie nur auf 3 Beinen laufen kann. Das 4. Bein ist 10 cm zu kurz, aber zum sitzen noch brauchbar. Und ganz wichtig, ich habe sie nicht aus Mitleid genommen. Wir kannten sie nur vom Bild und sie wurde per Flugpate geschickt. Sie ist ein ganz toller Hund, aber niemand wollte ihr eine Chance geben. Schaut sie euch an, das Tierheimbild und vier Wochen später. Das Bild täuscht, sie ist nur 50 cm groß. Der 2. Hund kam 1 Jahr später, mit einem ganz traurigen Schicksal. Er war hier auf einer Pflegestelle als Notfall. LG Mary-Jo Ein prachtvolles Tier geworden :!: Hallo ,
wir haben unsere Lady über Pro Animale bekommen. Die haben Sie dort rausgeholt: --> Link Bitte nur den Link anklicken,wer starke Nerven hat. Dieser Hund begegnet uns mit einer Treue und Dankbarkeit, die unvorstellbar ist. Wir habe unsere süsse nun seit 5 Jahren bei uns. Sie war 3 als sie uns vermittelt wurde. Ich möchte keinen Moment missen. Deshalb würden wir wieder eine arme Seele aus dem Ausland zu uns holen. Klar sind wir uns bewußt darüber, das es in deutschen Tierheimen genug arme Hund gibt, die auf ein neues Zuhause hoffen. Aber im vergleich zu den Verhältnissen in Spanien, Griechenland und anderen Problemländern geht es den Tieren hier besser. Es gibt meines Wissens in Deutschland keine Tötungsstationen. hallo
wir habe so einen armen Teufel aus Ungarn, nachdem meine Frau und Ich gesundheitlich einen großen Einbruch erhalten haben ist unsere Bärli eine große stütze. gruß steinbock Zum Thema ausländische Hunde und Tierschutz habe ich inzwischen ein etwas gespaltenes Verhältnis. Einerseits halte ich es für gut und wichtig, dass sowohl Hunde aus unseren Tierheimen wie auch die aus dem Süden angekarrten Hunde hier gut aufgenommen werden und ein neues Zuhause finden.
In krassem Gegensatz dazu sind wir selbst Zuchtstätte und produzieren Hunde. Unser erster Hund war aus dem Tierheim. Es hat Jahre gedauert bis dieser Hund wieder Vertrauen zu Menschen hatte. Dieser Hund Aika hatte nur Angst, ließ sich kein Halsband anlegen und war wohl vom Mann der Familie geschlagen worden. Ich durfte kein Glas aus dem Schrank holen, dann ging dieser Hund unter dem Teppich her. Nach viel Arbeit hatte dieser Hund wieder Vertrauen war ein lieber Familienhund. Es war auch unser erstes Lernen im Umgang mit Hunden. Unser 2.Hund Momo kam aus dem Tierschutz aus der Türkei. Ein Minibild im Internet war alles was wir von ihr hatten. Wir haben sie in Düsseldorf am Flieger abgeholt. Der Tierschutz überlegte sie bevor sie zu uns kam nochmal woanders zu parken. Wir haben sie direkt geholt! Dieser Hund wurde als Cockermix angepriesen und es war Herdenschutzhundmix. Bücher über das Wesen von Herdenschutzhunden waren dann bei uns Lektüre. Das genetisch veranlagte Wesen hat uns gefordert, manch einer hätte den Hund ins Tierheim gebracht. Wieder Jahre Arbeit! Inzwischen ist sie 11 Jahre alt. Dann wollten wir auch mal einen Hund haben, dessen Herkunft bekannt ist, dessen Wesen keine Überraschungen bereit hält und mit dem man auch "arbeiten" kann. Positive Beschäftigung mit dem Hund, die uns und dem Hund einfach Spass macht. Im Laufe der Zeit und über viele Hundefreunde sind wir dann selbst in die Zucht eingestegen. Es ist keine einfache Rasse, zu der wir uns entschlossen haben und unseren Welpenkäufern erzählen wir mehr woraus sie aufpassen müssen als dass wir mögliche Probleme verniedlichen. Unsere Hunde kommen auch nicht ins Tierheim. Wenn ein Käufer seinen Hund -warum auch immer- wieder abgibt, dann kümmern wir uns um ein anderes neues Zuhause. Alle unsere Hunde leben bei uns in der Familie, im Haus und schlafen alle im Schlafzimmer. Sie toben im grossen Garten, wir arbeiten mit ihnen. Es sind Familienhunde. Wir geniessen es die Rudelbeziehungen zu beobachten oder das besondere Verhältnis zwischen Mutter und Tochter im Rudel. Aber ganz ehrlich: so eine Momo brauchen wir nicht noch einmal. Wer sich klar darüber ist, dass er einen Hund aufnimmt, dessen Wesen völlig unbekannt ist und der bereit ist die Probleme zu lösen, soll sich bitte um Tierheim oder südländische Hunde kümmern. Wir züchten Hunde für Leute, die genau dies nicht wollen. So konkurriert Hundezucht auch nicht mit der Unterbringungssuche des Tierschutzes. Wolfgang Unsere beiden Hunde Leo und Poldi sind aus einem türkischen Tierheim.
Sie sind in touristischen Badeorten gemeinsam umhergestreunt und haben von den Abfällen und vielleicht den Gaben der Touristen gelebt. Die Tierhilfe "La Palma", die dort eine Niederlassung hat, stellte die Beiden mit Bild ins Internet, wobei sie ausdrücklich nur gemeinsam vermittelt wurden. Wir haben sie gerne beide genommen und es keinen Tag bereut. Allerdings wurden wir auch von Bekannten und Nachbarn gefragt, wieso wir nicht welche aus einem deutschen Tierheim genommen hätten. Die Antwort lass ich auch hier bewusst offen. Klaus (Poldi) Nun zu unserem 2. Hund.
Er ist ein Beispiel dafür, dass eine Vermittlung nicht immer was gutes für den Hund ist, wenn er in die falschen Hände kommt. Frisco war ein Strassenhund, verlor sein Bein in einer Falle und landete ca. 1 Jahr alt, im spanischen Tierheim. Wurde nach einem halben Jahr in die Schweiz vermittelt, wo er nach 1 1/2 Jahren von einem Tag auf den anderen weg musste. Das war sein Glück. Eine andere Tierschutzorganisation holte ihn dort ab und brachte ihn auf eine Pflegestelle bei uns in der Nähe. Er war ein häufchen Elend, rappeldürr und sah aus wie ein alter Hund. Das Leid spiegelte sich in seinem Gesicht wieder. Sein Verhalten zeigte, dass er auch viel misshandelt wurde. Als ich ihn das erste Mal sah, war ich einfach nur erschüttert. Das schlimmste war, im Tierheim hatte man den Stumpf medizinisch nicht entsprechend versorgt und die Schweizer haben nicht wie versprochen, den Stumpf amputieren lassen. Frisco hatte, wie mein Tierarzt sagte, ständig Schmerzen. Nachdem er sich eingelebt und etwas Vertrauen zu uns hatte, ließ ich den Stumpf abnehmen und von da an war er ein glücklicher Hund. Hier stimmt die Aussage: Hauptsache ins Ausland vermittelt und dann überließ man ihn seinem Schicksal. Mit dem Womo fahren und auf den Stellplätzen, einfach super. Da hatte ich schon so meine Bedenken, ob das gut geht. Aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen mit Menschen, gehen sie nicht zu anderen Leuten hin, möchten auch von Fremden nicht angefasst werden, bleiben 2-3 Schritte beim Mobil und bellen auch nicht rum. Frisco bewacht alles, nähert sich jemand, macht er einmal "wuff". Ich sehe immer die erstaunten Blicke unserer Womonachbarn. Die denken bestimmt, dass wären gut erzogene Hunde. Aber die beiden sind so, es bedurfte keiner Erziehung. Ihr werdet euch nun wundern, warum wir 2 dreibeinige Hunde adoptiert haben. Ich bin leider nicht mehr so gut zu Fuß und nach einem Spaziergang reicht es mir und den Hunden auch. Uns hat noch nie jemand gefragt, warum wir keinen Hund aus einem deutschen Tierheim genommen haben, aber schon 2 mal, warum die beiden nicht eingschläfert wurden. LG Mary-Jo Auch ich kann nur bestätigen, dass wir, als wir 2003/04 suchten, hier keinen Hund gefunden haben. Auch ich war bis dahin der Meinung, warum Tiere aus dem Ausland, wenn wir doch hier die Tierheime voll haben.
Ich kannte jedes Tierheim in Köln und großräumiger Umgebung. Nie war etwas dabei für uns. Unsere Zimtzicken waren damals ja noch jünger und es sollte auf keinen Fall ein Listenhund sein. Dann sollte er auch noch mit Katzen zurecht kommen. Sogar monatelanges Zuschauen bei 'Tiere suchen ein Zuhause' ergab damals keinen "Treffer". Immer kam in einem Nebensatz ein Handicap zum Vorschein, das für unsere Situation nicht passte. Einen Welpen wollten wir damals nicht, weil ich gerade wieder zurück im Job war und einfach keine Zeit für einen Welpen hatte. Wenn wir also nicht warten wollten, bis unsere Zimtzicken erwachsen waren, dann blieb uns nichts anderes übrig, als einen Hund aus der Auslandsvermittlung zu nehmen. Dieser Hund hatte dann auch noch Leishmaniose, obwohl in Mallorca negativ getestet und war als Podenco auch eine erzieherische Herausforderung. Aber die Alternative wäre gewesen 'Kein Hund' - und das wollten wir auch nicht. Unseren jetzigen Hund haben wir allerdings aus einem Kölner Tierheim - aber nur weil wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Er war gerade 1 Std. vorher abgegeben worden - und wäre am nächsten Tag wahrscheinlich auch nicht mehr da gewesen. Seltener Glücksfall eben, aber nicht Normalität in den Tierheimen hier. Maggie Dann will ich hier doch auch noch einmal unsere freche Ziege "Lilly" verewigen. Sie kommt - wie gesagt aus Teneriffa, --> Link. Guten Morgen,
mein Mann und ich arbeiten ehrenamtlich für eine Tierschutzorganisation! Auch haben wir seit Jahren Hunde aus Grichenland. Nicht nur eigene sondern auch sehr viele Pflegehunde. Zur Zeit sind es 3 eigene und 4 Pflegehunde, für die wir ein schönes Zuhause suchen. Das Thema Tierschutz spaltet nicht nur die Mitglieder in Foren sondern alle Menschen. Warum tun wir das? Als wir vor Jahren in Griechenland unseren Urlaub verbracht haben, lernten wir eine Deutsche kennen die seit Jahren sich für die leidenden Tiere einsetzt! (ich verzichte bewußt auf den Namen dieser Frau und den Namen der Tierschutzorganisation. Ich will keine Werbung machen) Nachdem wir gesehen hatten wie dort die Tiere misshandelt wewrden und wir immer schon ein großes Herz für Tiere hatten, wußten wir da müssen wir was unternehmen. So sind es mit der Zeit immer mehr Hunde geworden. Zu den Tierheimen kann ich nur eines sagen. In vielen Deutschen Tierheimen sitzen sehr viele Hunde aus dem süd- und Osteuropäischen Raum. Die Tierheime nehmen diese Hunde sehr gerne auf, das sie einfacher zu vermitteln sind. Diese Hunde sind sozial verträglich und dankbar! Da Tierheime Gelder vom Staat bekommen um zu überleben, sind darin auch einige Vorrausetzungen dran geknüpft. Sie müssen eine bestimmte Vermittlungsquote erfüllen. Diese haben sie nur wenn diese Tiere schnell vermittelt werden. Ich kann nur den Leuten raten die sich gegen diese TRiere stellen, mal ein Gespräch mit irgendwelchen Organisationen zu suchen und ich hoffe das sich die Einstellung dahin ändert! Kerstin
Hallo Kerstin, so viel vorab: Ich ziehe den Hut vor Leuten, die ehrenamtlich arbeiten. Ich möchte aber klarstellen, dass die Tierheime, zumindest die hier im Osten Deutschlands, so gut wie keine Mittel von irgendwelchen Städten oder Gemeinden bekommen. Diese drücken sich ziemlich erfolgreich davor. Die meisten der Tierschutzorganisationen leben ausschließlich von Spenden und Sponsoren. Ich kenne drei kleine Tierheime in der Umgebung, die in den Sommermonaten, in denen sogenannte Tierfreunde, ihre ach so geliebten Haustiere einfach so aussetzen, an den Rand des Erträglichen für Mensch und Tier kommen. Die dort angestellten oder ehrenamtlich arbeitenden Menschen versuchen es den traumatisierten Tieren halbwegs schön zu machen. Da ich durch meine Tochter, die eben in einem kleinen Tierheim arbeitet, die Not jeden Tag zu hören bekomme, fällt es mir schwer zu akzeptieren, dass man Hunde aus dem Ausland annehmen muss. Ich bin sicher, in diesem Tierheim würde jeder den zu ihm passenden Hund finden. Markgräfin PS. Allerdings kommen dort auch immer mal wieder Hunde und Katzen aus den polnischen Tötungsstationen an. Somit auch aus dem Ausland. ****Diese Hunde sind sozial verträglich und dankbar!****
Zitat von Gondo Da haben wir ihn wieder meinen Lieblingssatz....die Verallgemeinerung und Verharmlosung von Auslandshunden. Ein Auslandshund ist nicht mehr sozialverträglich als ein deutscher Hund. Dies hängt nämlich von sehr vielen Faktoren ab und nicht nur davon, weil er vielleicht (gezwungenermaßen) in einem Rudel im Ausland gelebt hat. Da es hier um Auslandshunde -/- deutsche Tierheimhunde geht, zählt das Argument "dankbar" meiner Meinung nach nicht oder wäre der Umkehrschluss dann, dass deutsche Tierheimhunde nicht so dankbar sind? Außerdem muss ich ehrlich gestehen, dass mich der Ausdruck "dankbar" persönlich beschäftigt. Ich hab seit 20 Jahren immer nur Tierschutzhunde, zur Zeit ja auch einen Ungarn mit dabei, aber dass mir meine Tiere dankbar sind, auf den Gedanken bin ich bis jetzt noch gar nicht gekommen. Meine Tiere sollen nicht dankbar sein - sie sollen Teil meiner Familie sein - mein Sohn ist mir ja auch nicht "dankbar". Klar hab ich Ansprüche an das Verhalten meiner Hunde und freu mich über das Vertrauen, die Anhänglichkeit und den (meist) Gehorsam. Aber im Enddefekt hatten die Hunde ja gar keine Wahl - ich hab beschlossen sie zu mir zu nehmen und damit müssen sie halt jetzt leben. Ich weiss es nicht, ob es nach ihrem Empfinden "vorher" besser war oder jetzt besser ist und sich daraus sowas wie Dankbarkeit erschliesst bzw. wüsste ich nicht, ob Hunde solche Gefühle wie Dankbarkeit überhaupt kennen. LG Karin
Dem ist nichts hin zu zu fügen. Markgräfin Puh, das ist wirklich ein sehr schwieriges Thema und da kann wohl nur jeder für sich , eine Antwort finden.
Reica habe ich zuerst per Mail als Bild gesehen und mich sofort !!!! in sie verliebt, da gab es kein zurück mehr, auch wenn ich ihre Geschichte nicht kannte und was dann nach und nach bekannt wurde, war mehr als hart........ das ging über den Tierschutz. Da ich gerne einen 2ten Hund wollte, mein Mann aber nicht sooooo darüber begeistert war, bewarb ich mich als Pflegestelle bei einer ganz kleine Organisation ,die Hunde aus Kreta rettet und immer wieder Pflegestellen sucht. Und so kam Allessio zu uns und er hat unser Herz sofort gewonnen und darf nun bleiben........ er und die Dicke vertragen sich prächtig und Reica geht keinen Schritt ohne Allessio. Und das Alles mir, die nie verstehen konnte, warum man Tiere aus dem Ausland holt, wo unsere Tierheime voll von abgeschobenen Hunden sind. Vielleicht ist es einfach egal , woher der Hund kommt, wenn man nur so eine arme Seele rettet. Ach so......... Allessio ist süß, lernt so langsam gehorchen, zeigt mir aber auch immer wieder, dass er selber schon groß ist und weiß, wo es lang geht. Er schmust sehr gerne und sucht Nähe,,,,,,,,,,,,,,, aber Dankbarkeit ????....... ich habe nicht das empfinden, dass er die zeigt ;) da der tröd wieder mal nach oben gekommen ist, hier noch eine info.
meine tante arbeitet für eine spanische tierschutzorganisation, über die wir auch unseren rafa haben. heutzutage geht über´s internet ja jede menge an vermittlungsarbeit. das problem ist aber, die tiere nach deutschland zu bekommen. oft sind hunde vermittelt, aber es finden sich keine so genannten "flugpaten". man muss am abflugshafen nur dabei sein, wenn die tiere (in boxen) eingecheckt werden und bestätigen, dass das tier zu einem gehört und die papiere an sich nehmen. den rest (zoll) machen die mitarbeiter der organisation. am zielflughafen werden die boxen aus dem zoll gebracht und man muss sie annehmen. dann warten auch schon die neuen besitzer auf ihre lieblinge. zumindest war es damals bei mir so, als ich rafa aus malaga geholt habe. ich habe ihn, seine schwester (war noch nicht vermittelt und bis zu dieser zeit bei mir als pflegehund) und einen dritten wuffel von malaga bis hamburg begleitet. der schon vermittelte hund wurde von der ganzen familie erwartet und überglücklich in die arme geschlossen. guapa, rafas schwester, war 2 wochen bei uns, dann war auch sie vermittelt. tja, und rafa, der ist und bleibt bei uns!!!!!!!! Mir gefällt das mit den seesternen ebenfalls.
Alle unsere Hunde kommen aus dem Tierheim, da ich der Meinung bin, dass es genug Tierelend gibt und man nicht noch Zuchten unterstützen sollte. Unbestrittener weise gibt es gute Züchter, leider aber auch viele die nur Kohle machen wollen, auf Mord und Kapput Qualzucht betreiben wo tierisches und nachher menschliches Elend bewusst in Kauf genommen wird. Hier ist es mir lieber einen Bastard aus dem Ausland vor dem Tode zu bewahren. Unsere Hündin sollte vor 8 Jahren in Spanien erschlagen werden. Damals war sie 10 Monate alt. Auf den letzten Drücker konnte ein Deutsches Tierheim Geld überweisen und uns so einen Wahnsinnshund vermitteln. Unvorstellbar, dass so ein Tier weggeworfen werden sollte. Gemeint ist jetzt natürlich das Lebewesen OHNE Weinglas !
Übrigens, bereisen wir kein Land, in dem eine solche Vorgehensweise Üblich ist. Spanien, Portugal, Griechenland, Türkei, Schweiz, (hier gibt es teils sogar "Spezialitäten" auf der Speisekate). sehen noch nicht mal meinen Schatten. Die Liste der Länder, um die wir einen Bogen machen ist nicht vollständig und leider gibt es auch in allen vermeintlich tierliebenden Ländern neben Licht auch Schatten. Auch hierbei ist es wie mit den Seesternen. Würden viel mehr Menschen so handeln, würden die jeweiligen Behörden und Touristikverbände aus reinem Geschäftsinteresse für langfristige Änderung sorgen. Über das WIR gesorgt wird in der Anfangsphase, darf man aber leider nicht nachdenken. Wer Tiere verachtet, verachtet auch letztlich den Menschen. Wenn Ihr ein Tier aus dem Ausland holt, achtet DRINGEND darauf das ALLE Untersuchungen und Behandlungen gemacht sind. Leismanniose, Babiose usw. MUSS mind. 2x geprüft sein !!! Zahlt die letzte Prüfung vor Abholung ggf. selbst ! Wir haben gerade Babiose hinter uns. Diese allerdings durch eine Deutsche Auwaldzecke. Es ist ein Elend sag ich euch. Nachtrag 13.40Uhr Das hier habe ich gerade gefunden: --> Link Mich würde mal interessieren, was jetzt den Fussballfreunden wichtiger ist, Fußball oder Tierschutz.
Und daher schreibe ich euch meine Geschichte: Vor elf Jahren hatten wir 3, Vater mit seinen 11 und 13järigen Söhnen, eine schwere Zeit. Und weil jemand fehlte, sollten wir einen Hund bekommen. Keine Ahnung von einem Hund, machte ich mich auf die Suche. Dann fand ich einen, der uns auf Anhieb gefiel. Was ich damals nicht kapierte. Wir suchten uns den Hund auf einem österr. Schlachthof, kurz hinter der DE-Grenze aus. Was dann kam war schwierig. Obwohl es der beste Hund war, den man sich vorstellen konnte, brauchte er die ersten 2 Jahre, um sich einzugewöhnen. Es war Glück. Der erste Hund. Er stürzte heuer in seinem 14 Lebensjahr ab. Zwischenzeitlich bekamen wir noch eine Katze dazu. Doch diese war einsam, weil der Hund ja mit mir täglich unterwegs war. Eines Tages sandte mir eine Tierschützerin ein Bild von einem, noch jungen Kater. Er war krank und kam aus der Tierklinik München, die das Tier aufgegeben hatten. Kurz geschrieben: Dieser Kater wurde bei uns gesund. Er wurde gepflegt, wie ein geliebter Mensch! Und er lebt heute noch. Ich fahre auch aus dem Grund nicht mehr nach Griechenland, weil ich der Meinung bin, dass es - ausschließlich wegen dem Tierleid - ein unschönes Land ist. Und wahrscheinlich hat man jetzt noch die Ausrede, dass kein Geld da ist, für die Regulierung der freien Tiervermehrung! Aber ich vergesse auch hier nicht, dass meine Tiere keine 100km von mir Zuhause ein ähnliches Los hatten. Möchte aber auch keinen Tierschützer angreifen, wenn er nicht nur redet, sondern wirklich handelt - für ein tierisch-schönes Leben hier auf diesen Planeten! lg ruptech moin.
grundsätzlich ist es richtig, das die tierheimversorgung in südlichen ländern viel schlechter ist, als bei uns in deutschland. unseren "ersten" haben wir aus tunesien mitgebracht als welpen. die (hysterische) hildegard, genannt hille. sie hielt sich für unseren rudelführer, war ein ausreisser und ein allesfresser. .. und kotzte jeden tag.. wir hatten viel spass. sie war der jugendbegleiter meiner tochter. sie starb schon mit 6 jahren ganz schnell an organversagen. degeneration durch inzucht, meinte der tierarzt nach der obduktion. seitdem kommen unsere hunde aus einem deutschen tierheim. sie sind immer alt immer groß immer schwarz. meist ausgesetzt, oder abnahmehunde. das sind die, die keiner will.. mittlerweile ist willie der vierte. probleme gab es nie. natürlich hat jeder so seine besonderheiten.. :) der jetztige ist z.b. einfach dumm.. aber lieb. damit reisse ich hier mal den durchschnitt adoptivhund deutschland hoch, smile. im grunde ist es doch egal aus welchem land, hauptsache, der hund bekommt nochmal ein paar schöne jahre. wenn ich ohne Womo verreise, melde ich mich immer hier an: --> Link hat bisher immer mit der mitnahme und abholung perfekt geklappt. lg magda |
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