Gast am 18 Jun 2005 21:44:37 Hallo
Ich stelle mir die Frage der Isolierung eines Kastenwagens.
Wer hat Erfahrung mit Pu-Schaum?
Würde ihn verwenden für die Türen, Profilträger und zum Einkleben von den Kabelrohren.
Ist Glaswolle im Wohnmobil als Isolierung zu empfehlen?
lg
rup
echo am 19 Jun 2005 01:42:31 Bei PU-Schaum ist Vorsicht angebracht.
Beim Schweissen eines mit PU ausgeschäumten Holmes kann - wenn ich mich nicht irre - hochgiftige Blausäure freigesetzt werden.
Ein kleiner Unfall kann bei ausgeschäumten Holmen leicht zum Totalschaden werden.
Oder ?
echo
Gast am 19 Jun 2005 09:27:33 Hallo Rup, hatte meinen Ford A Kastenwagen vom Dach bis zum Boden mit PU ausgeschäumt. War jedoch nicht der Bauhaus-Tuben Schaum, sondern ein Zweikomponentenschaum aus dem Fernheiz- Bereich. Ich habe die besten Erfahrungen gemacht, Winterfestigkeit 1a. Glaswolle würde ich auf keinen Fall nehmen, da sie, durch die Erschütterungen während der Fahrt nach unten absackt. Vorsicht ist bei der Verarbeitung von PU Schaum geboten, da er ziemlich stark aufschäumt und im ungünstigsten Fall die Bleche nach aussen drücken kann. Überquellenden Schaum mit Fuchsschwanz abschneiden und im nächsten Sektor mit einarbeiten. Zu giftigen Dämpfen bei Schweißarbeiten kann ich nichts sagen, bei mir mußte ich mal eine Kupfer Wasserleitung neu einlöten, dabei ist rundum der PU Schaum geschmolzen, ich lebe noch.
Als Alternative kannst Du die Blauen Iso-Platten nehmen und verkleben, sind ebenfalls gute wärme- kälte Isolatoren.
Viel Erfolg beim Aufbau wünscht präses
Gast am 19 Jun 2005 16:06:57 Hallo
Danke für die ersten Antworten.
Also was ich weiss, werden bei Luxuslimosinen die Türen mit einem spritzfähigen Isolier und Dämmmaterial bearbeitet. Es soll so etwas wie Schaumstoff sein. Im Fahrzeugbau muß dieser flammhemmend und unbrennbar sein. Nur schmelzen darf er.
Zur Mineralwolle: Mich haute es fast um, als ich sah, dass Adria, Pössl und sogar Burow mit Mineralwolle isolieren (die Türen).
Weiter verwenden alle Hersteller im Bodenbereich Holz, was längst nicht mehr an der Zeit ist.
lg
rup
echo am 19 Jun 2005 22:17:02 7.1.3. Cyanwasserstoff HCN
Cyanwasserstoff ist eine farblose Flüssigkeit mit einem charakteristischen Geruch nach Bittermandeln. Die wässrige Lösung von Cyanwasserstoff wird Blausäure genannt. Auf Grund des niedrigen Siedepunktes von 25,7°C bilden sich mehr oder weniger hochprozentige Cyanwasserstoff/Luftgemische. Blausäure kann bei der Verbrennung von bestimmten stickstoffhaltigen Kunststoffen entstehen, z.B. Polyurethanschaumstoff (PU-Schaum), Polyamid (Nylon, Perlon), Polyacrylnitril (Dralon) und Melamin-Harz (vgl. Kapitel 5.1.2.2 Kunststoffe); des weiteren aber auch bei in Brand geratenen Federbetten. Diese Blausäuredämpfe sind ein starkes Atemgift, welche in höheren Konzentrationen auch über die Haut in gefährlichen Dosen aufgenommen werden kann. Es wirkt unmittelbar an den Körperzellen, wo es die Ausnützung des Sauerstoffs im Gewebe verhindert. Es kommt, ähnlich wie bei der CO-Vergiftung zu einer "inneren Erstickung", welche innerhalb von wenigen Sekunden zum Tod führt. (vgl. K. KNORR 1993, S. 23-24)
frebeka am 20 Jun 2005 16:45:47 Hallo,
rup hat geschrieben:Ist Glaswolle im Wohnmobil als Isolierung zu empfehlen?
Glaswolle ist im Womo zur Isolation nicht geeignet, da es sich mit der Zeit zu einem festen Klumpen zusammenrüttelt.
Ich würde Styropor, selbstklebende Isomatten oder PU-Schaum nehmen.
Gast am 24 Jun 2005 15:57:40 Hallo echo
Kann deinen Beitrag nicht zuordnen?!?
Was willst du ausdrücken?
lg
rup
Beduin am 24 Jun 2005 16:51:32 Vielleicht
das in PU Blausäure ist
diese bei 25° grad anfängt zu schwitzen und vom der recht gefährlich ist?
Gast am 25 Jun 2005 17:26:18 Hi
Wenn in PU (bei 25Grad) Blausäure entsteht, ist die Blechhaut innerhalb 2 Jahren durchgerostet. Da hilft auch kein verzinken mehr!
Ja, genau um diese Erfahrung geht es! Wie sieht der PU-Schaum in der Praxis aus?
Wer bietet einen "verträglichen" Isolierschaum (muß ja nicht PU sein) an?
lg
rup
Scout am 25 Jun 2005 17:45:16 Hallo!
Wenn in PU (bei 25Grad) Blausäure entsteht
Lasst doch diesen Unfug!
PU enthält keine Blausäure.
Bei der Verbrennung von PU kann HCN (Blausäure) entstehen.
PU-Schaum enthält zu 95% Luft. Wenn man eine Tüte Bittermandel isst, konsumiert man mehr Blausäure, wie wenn man etwas PU verkokelt.
Wenn dies sicherheitstechnisch wirklich relevant wäre, glaubt ihr, dann wäre PU in der Anwendungsbreite zugelassen?
Wolfgang
Troll am 25 Jun 2005 18:32:36 Hallo Rup,
ich habe mal die Holme und Schweller meines alten VW-Busses mit PU-Schaum ausgeschäumt. Das Auto ist richtig steif geworden dadurch, würde ich immer wieder machen wenn ich noch mal ausbauen würde. Für die Flächen habe ich die grünen Styrodurplatten genommen, und im Dach hatte ich Steinwolle verklebt und dann mit dünnem Sperrholz verkleidet. Ich war sehr zufrieden mir dieser Lösung.
Über giftige Dämpfe würde ich mir nicht so einen Kopf machen wenn ich an Lack, Unterbodenschutz und Kunststoff im Auto denke.
Viele !
Norbert
Gast am 25 Jun 2005 20:43:00 Hallo, kann mich dem Vorschreiber nur anschließen, heute wird im Baubereich fast überall PU Schaum verarbeitet, (Zargen, Fensterbänke, Dächer....) und da wird es überall über 25 Grand warm.
Meinen alten ausgeschäumten Ford A habe ich selbst 14 Jahre gefahren und die Aussenhaut nicht alle zwei Jahre erneuert. Wie vorher schon geschrieben, war der Schaum auch nicht brennbar, sondern ist bei Lötarbeiten nur geschmolzen. Würde einen Selbstbau auf Kastenwagenbasis immer wieder mit zweikomponennten Schaum isolieren.
VG präses
Lothar May am 27 Jun 2005 08:15:48 Du musst nur darauf achten geschlossen porigen Schaum zu benutzen.
Offenporiger zieht Wasser, und das ist auf Dauer garnicht gut.
Deshalb würde ich auch von Styropor abraten. Ist ebenfalls offenporig.
Lothar
Gast am 30 Jun 2005 23:35:49 Hallo
Danke für die Infos.
Nur noch eine Frage: War ein Isoliertwert zu bemerken?
lg
rup
rs270550 am 01 Jul 2005 09:51:02 Mach Dir das Leben doch nicht so schwer: --> Link -> Dichtungsmassen Polyrethan -> Monageschäume, Schüttelschäume
Oder anrufen und Du bekommst garantiert eine kompetente Auskunft:
Ratingen: 02102-94207-0
Uetersen: 04122-7170
Kolbermoor: 08031-23393-0
Oschatz: 03435-620258
Berlin: 030-3618011
Jetzt dürfte es eigentlich keine Fragen mehr geben, was richtig ist.
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Rolf
Gast am 01 Jul 2005 17:35:00 Hey, na endlich wird ausgespuckt, wonach ich suche!
Vieln Dank!!!
lg
rup
rs270550 am 02 Jul 2005 11:15:41 Man muß nur jemanden kennen, der jemanden kennt!
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Rolf
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