Vor ein paar Tagen zum Beispiel kam ich an eine Unfallstelle, an der ein riesiges Wohnmobil auf einen stehenden und mit Kabelrohren beladenen Sattelschlepper aufgefahren ist. Die Autobahnmeisterei hat brav alles abgesperrt, wollte sich aber den Anblick im Inneren des Fahrzeugs ersparen. Schaulustige gab es kaum, denn auf den ersten Blick ähnelte der Unfallort zwei hintereinander parkenden Fahrzeugen. Ausserdem war die Verkehrsdichte morgens um 5 Uhr relativ gering. Bevor ich mich in das Innere des Wohnmobils machte, gab ich dem Fahrer des LKWs noch eine Beruhigungsspritze. Wenn es sich nämlich um ein verunglücktes Wohnmobil handelt, nehme ich immer vorsorglich eine meiner Klassik-CDs mit in das Fahrzeug und da würde mich das Geheule anderer beteiligten Fahrer nur stören.
Wenn das DRK eintrifft wirds ungemütlich
In dem Wohnmobil sah es aus wie bei Arafat zuhause. Und als ob ich es gewusst hätte: ein eingebautes TV-Gerät funktionierte noch! Irgendeine Pop-Show lief auf der Glotze. Ein Sony - die Geräte halten schon was aus. Bevor ich mich an meine Arbeit machen und mich um eventuelle Überlebende kümmern konnte, für die jede Sekunde zählt, musste der Fernseher aus- oder auf einen Klassik-Kanal umgeschaltet werden. Nach einer Minute war mir klar, dass man in dieser Karre keinen einzigen gescheiten Sender empfangen konnte. Ich überlegte kurz, ob ich die Satelliten-Antenne des Wohnmobils neu ausrichten sollte, bevor ich mich umgehend um die Verletzten kümmere. Aber nein. Ich brauchte lediglich einen CD-Player. Plötzlich stand ein blutüberströmtes kleines Mädchen fragend hinter mir. Ihre Eltern wurden von den Kabelrohren teilweise aber endgültig enthauptet und der Brustkorb der leise krächzenden, älteren Schwester war von einem eleganten Klapptisch geöffnet worden.
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ich hab keine Ahnung, wo an dieser Parodie die witzige Stelle sein soll......

