Hallo zusammen,
normalerweise schreibe ich recht ungerne in Foren, hier habe ich jetzt aber doch das Bedürfnis meinen Senf dazu zu geben.
Wir haben vor 2 Jahren einen Wochner Fact Three, (6meter) Bj. 98 mit rund 200.000 Km recht günstig gekauft.
Seither habe ich mit viel Liebe und Geduld dieses Auto "saniert" und rund 8000€ investiert.
Wenn ich jetzt alle Einzelheiten hier aufzähle, schreibe ich morgen immer noch. Nur einen ganz kleinen Auszug aus dem Alkoven: Matratze: Neu, Lattenrost: Neu, Konstruktionsunterholz: Neu, und vor Neueinbau alles 2x mit Sagrotan geputzt! Beide Alkovenfenster ausgebaut (die sind wegen der sehr ordentlichen Spaltmaasse Gott sei Dank nicht mit den Außenwänden verklebt) bis ins Detail gereinigt, Das Fahrerhaus Rollo ausgebaut und liebevoller Kleinarbeit gereinigt.
Wie gesagt, nur ein ganz kleiner Auszug, von vorn bis hinten und von oben nach unten, es war Anfangs überall das selbe Bild. Ich denke, ich kann von mir Behaupten dass ich jedes Bauteil wenigstens ein mal in der Hand hatte.
Ihr mögt mich jetzt alle für verrückt halten, jedoch...
jetzt kann ich euch zum Thema Wochner, fundiert, etwas sagen!
Die Wochners waren immer höflich und bemüht, ein 2,5 Stündiger Werksrundgang (ohne Voranmeldung) war kein Problem. Das habe ich bei anderen Anbietern auch gaaaanz anders erlebt.
Qualität ohne wenn und aber und das bei oft erschreckender Einfachheit. Schlicht gut konstruirt. Da fallen keine Türdichtungen einfach so ab.
11 Tage
Norwegen bei 25 Grad minus, tja, da reichen die beiden Gasflaschen. Eben gut Isoliert.
50 Kilometer Well-Blech-Piste zum Dettifoss (Island), da knarzt auch nach 200.000 Kilometern NIX. Weil alle Bauteile mehrfach ineinander, miteinander verschraubt sind, ganz einfach.
Unser Dettleffs Mechaniker staunt immer wieder über die hohe Verarbeitungs Qualität. Seine Worte: Tja, der machts halt mit der Zeit.
Der Dometic Mann bei München sagte: Der beste Kühlschrank, den es damals gab, ja nicht austauschen, so was hochwertiges gibts heute gar nicht mehr. Und dass da ein Kabel abgebeutelt war, da kann der Kühlschrank nichts dafür.
Ich kann sicherlich nicht sagen ob ein Phönix oder ein Bimobil eine noch bessere Qualität bietet, sicher nicht. Aber eins weiß ich heute: Lieber ein altes, runtergekommenes Premium Auto, als einen Nigel Nagel neuen Schrotthaufen, bei dem letztlich sehr bald schon die Basis fehlt auf der man (renovierungstechnisch gesehen) neu aufbauen kann.
Mit dem aller größten Respekt: Warum beschäftigt Ihr euch mit der Frage ob es arrogant ist auf einer Messe vertreten zu sein oder nicht? Mir geht es um das Produkt, den after-sales-service und, ja, auch die Art und Weise wie man miteinander umgeht.
Und zur Kernaussage: Auch wenn die Autos keine Schnäppchen sind (und hoffentlich nie werden) Ich kann Wochner, ohne wenn und aber, empfehlen.
Habe die Ehre,
Viktor