xcamping
luftfederung
hallo
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Antrieb


kleinepfoten am 23 Okt 2011 17:41:43

Hallo,
wir fahren seit Kurzem einen Dethleffs Globetrotter XLI - neues Modell. Wir sind mit dem Fahrzeug sehr zufrieden, hatten aber am letzten Wochenende ein Erlebnis, das uns sehr nachdenklich macht. Ich muß noch kurz mitteilen, dass wir Wintercamper sind und uns dieses Fahrzeug auch wegen seiner guten Wintertauglichkeit gekauft haben. Nun waren wir auf einem Kurztripp im Schwarzwald und sind bei der Durchfahrt einer kleinen Ortschaft bei nasser Fahrbahn hängen geblieben. Sprich die Reifen haben "durchgedreht", es war uns nicht möglich das Fahrzeug bei regennasser Fahrbahn auf einer
geringen Steigung aus dem Stand in Bewegung zu setzen. Erst der ADAC-
Abschleppservice konnte uns mittels Seilwinde aus der mißlichen Situation befreien.
Nun meine Frage: Hat jemand mit diesem Fahrzeug schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Handelt es sich vielleicht um ein grundsätzliches Problem wg. Vorderradantrieb Fiat?

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Lancelot am 23 Okt 2011 17:54:42

kleinepfoten hat geschrieben:Handelt es sich vielleicht um ein grundsätzliches Problem wg. Vorderradantrieb Fiat?


Klar ... je länger ein Fahrzeug ist und je größer der Hecküberhang, desto mehr wird sich der Gewichtsschwerpunkt nach "hinten" verschieben, desto weniger Gewicht auf der Vorderachse, desto weniger "Grip" .. :(

Was hast Du denn für einen XL-I :?:

Vielleicht noch die Heckgarage richtig schwer beladen :?:

starlight am 23 Okt 2011 18:09:29

kleinepfoten hat geschrieben:Hallo,
.............................................
Nun meine Frage: Hat jemand mit diesem Fahrzeug schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Handelt es sich vielleicht um ein grundsätzliches Problem wg. Vorderradantrieb Fiat?



Hallo,

ja, deshalb habe ich Fiat gegen Sprinter getauscht und bereue es nicht!

mfg

@starlight

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wocaraft am 23 Okt 2011 18:37:42

kleinepfoten hat geschrieben:Nun meine Frage: Hat jemand mit diesem Fahrzeug schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Handelt es sich vielleicht um ein grundsätzliches Problem wg. Vorderradantrieb Fiat?


Nein, kleinepfote die Erfahrung habe ich nicht gemacht. Vor dem Kauf meines Womos habe ich mich mit diesem Problem beschäftigt und ein Fahrzeug mit Heckantrieb gekauft.
Aber ich kann Dich beruhigen, Du bist in guter Gesellschaft.
Du glaubst gar nicht wie viel dieser Womokrücken die Straßen unsicher machen und auch sich selbst in Gefahr bringen.

Mfg Wolfgang

klausevert am 23 Okt 2011 18:40:11

Evtl das Fahrzeug anders beladen, so das die Vorderachse wieder "Bodenkontakt" bekommt.
Am besten mal achsweise wiegen lassen

mueckenstuermer am 23 Okt 2011 18:53:29

kleinepfoten hat geschrieben:Hallo,
wir fahren seit Kurzem einen Dethleffs Globetrotter XLI - neues Modell. Wir sind mit dem Fahrzeug sehr zufrieden, hatten aber am letzten Wochenende ein Erlebnis, das uns sehr nachdenklich macht. Ich muß noch kurz mitteilen, dass wir Wintercamper sind und uns dieses Fahrzeug auch wegen seiner guten Wintertauglichkeit gekauft haben. Nun waren wir auf einem Kurztripp im Schwarzwald und sind bei der Durchfahrt einer kleinen Ortschaft bei nasser Fahrbahn hängen geblieben. Sprich die Reifen haben "durchgedreht", es war uns nicht möglich das Fahrzeug bei regennasser Fahrbahn auf einer
geringen Steigung aus dem Stand in Bewegung zu setzen. Erst der ADAC-
Abschleppservice konnte uns mittels Seilwinde aus der mißlichen Situation befreien.
Nun meine Frage: Hat jemand mit diesem Fahrzeug schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Handelt es sich vielleicht um ein grundsätzliches Problem wg. Vorderradantrieb Fiat?


Fahr auf die Waage. Die Vorderachse muss bei jeder Gelegenheit min. 40 % des Gesamtgewichtes tragen. Ist das nicht der Fall, liegt ein Verstoß gegen die Aufbaurichtlinien von Fiat, also ein Konstruktionsfehler vor (Ist doch ein Fiat, oder?!).

Wiege also das ganze Fahrzeug, dann eine Achse und dann die Radlasten zusätzlich gesondert.

Link dazu:

--> Link

Du bist nicht allein. Besonders Frankias mit den Tanks auf der Hinterachse (völlig bekloppt beim Vorderradantrieb), haben da so ihre Probleme. Mein Eura, den ich für einen Frankia A800 eingetauscht habe, kann das besser. Da sind die schweren Bauteile zwischen den Achsen. Ich komme erst dann unter 40 % Vorderachslast, wenn ich einen 150 kg-Roller in der Heckgarage transportiere. Im Sommer aber kein Problem, im Winter nehme ich ihn nicht mit und mache den Wassertank voll und bringe schweres Gepäck möglichst vorne unter.

ruptech am 23 Okt 2011 18:59:29

Dies hört sich so an, als ob das Fahrzeug nicht nach den geltenden technischen Richtlinien gebaut wurde!

Die technische Richtlinie gibt dem Fahrzeugbauer auf das Kilogramm genau vor, weiviel Gewicht er auf welcher Achse haben muß um die Traktion auf "normalen" Straßen zu gewährleisten!

Und dabei geht es nicht nur um Anfahrsschwäche. So ein Fahrzeug wird in Extremsituationen, wie Ausweichmanöver auf trockener Fahrbahn, unlenkbar!!!

@wocaraft: und nicht nur Womokrücken fahren herum. Mich schauderts täglich, was ich da im regionalen Schwerverkehr sehe - einfach Wahnsinn. Nicht umsonst braucht man für solche Fahrzeuge "schlechte" Fahrer, weil sich diese nicht bewusst sind, wie sich falsch verteilte Massen verhalten!

lg
ruptech

kleinepfoten am 23 Okt 2011 20:33:23

Hallo zusammen,
wir fahren einen 7910 XLI und ich hoffe es ist keine "WOMOkrücke".
Die Heckgarage war nahezu nicht beladen.
Mein Mann hat das Fahrzeug kurz nach dem KAUF gewogen.
Gesamtgewicht: 4.460KG - Vorderachse: 1.860 KG - Hinterachse: 2.600KG.

Advantage am 23 Okt 2011 20:45:35

Hallo,

das Problem kannte ich auch beim FIAT-Frontantrieb. Ohne Überladung der Achsen (ich wiege vor JEDER Fahrt) kam ich mit meinem Anhänger nicht mehr den Berg hinauf.

Ich musste abkuppeln, das Fahrzeug als auch den Anhänger, gesondert vom Bauern hochschleppen lassen. Es hatte nur leicht geregnet und es war Ende.

Deshalb haben wir jetzt auch Heckantrieb mit Zwilling.

mueckenstuermer am 23 Okt 2011 21:01:11

kleinepfoten hat geschrieben:Hallo zusammen,
wir fahren einen 7910 XLI und ich hoffe es ist keine "WOMOkrücke".
Die Heckgarage war nahezu nicht beladen.
Mein Mann hat das Fahrzeug kurz nach dem KAUF gewogen.
Gesamtgewicht: 4.460KG - Vorderachse: 1.860 KG - Hinterachse: 2.600KG.


Komisch!
Was für Reifen?
Möglich wäre noch, dass die Räder vorne sehr unterschiedlich belastet sind. Dann dreht das leichtere schnell durch. Sperrdiff wÄre klasse. Gibt es aber nicht.

Mal die Radlasten vorne auswiegen.

Gast am 23 Okt 2011 21:04:28

Moin,

ein Fiat als Basisfahrzeug ist in meinen Augen für ein Wohnmobil völlig ungeeignet!

mit Hinterradantrieb UND Zwillingsräder kommst Du von jeder (fast) Wiese runter.

mueckenstuermer am 23 Okt 2011 21:08:37

Noch was:

Ich habe keine Dethleffs-Fälle. Ganz anders wie bei Hymer, Carthago, PhoeniX, Hobby usw. Von eine Krücke wird man nicht ausgehen können. Tolles Teil, was Ihr da habt. Jetzt müssen wir ihn nur zum Laufen bringen.

Notfalls Goldschmitt bemühen und Verkäufer mit ins Boot nehmen. Mit einer doppelten Luftfederung soll es möglich sein, den Anpressdruck vorne zu erhöhen. Man muss glaube ich die dritte Achse mehr aufpumpen wie die zweite. Da gibt's was zu ....

bestager am 23 Okt 2011 21:41:06

Hallo,

aus einer Achslastverteilung von 40 % zu 60 % in der Ebene
wird an einer Steigung, je nach Höhe des Schwerpunkts ganz
schnell 30 % zu 70 %. Das ist die statische Achslastverteilung.
Die dynamische beim Beschleunigen wird dabei oft gar nicht
erreicht.

aus Kiel,

Charly.

sloter am 23 Okt 2011 21:44:39

bestager hat geschrieben:Hallo,

aus einer Achslastverteilung von 40 % zu 60 % in der Ebene
wird an einer Steigung, je nach Höhe des Schwerpunkts ganz
schnell 30 % zu 70 %. Das ist die statische Achslastverteilung.
Die dynamische beim Beschleunigen wird dabei oft gar nicht
erreicht.

aus Kiel,

Charly.



da gibts nur eins rückwärts rauffahren :D

kleinepfoten am 23 Okt 2011 21:59:17

Hallo,
auf dem Fahrzeug sind Winterreifen der Marke Conti Winter Vanco 2 montiert, zudem haben wir eine AlKO Vollluftfederung und trotzdem...

kleinepfoten

Gast am 23 Okt 2011 23:01:33

bzgl Achlastverteilung:

hier --> Link hab ich das mal ausgerechnet, zur praktischen Anwendung auf der Straße die Grad (grd) in % Steigung umrechnen

grüße klaus

mueckenstuermer am 24 Okt 2011 07:53:02

willi_chic hat geschrieben:bzgl Achlastverteilung:

hier --> Link hab ich das mal ausgerechnet, zur praktischen Anwendung auf der Straße die Grad (grd) in % Steigung umrechnen

grüße klaus


Interessant. Danke.

Wär mal spannend, die Berechnung von Goldschmitt zu erfahren.

dieter2 am 24 Okt 2011 08:24:16

willi_chic hat geschrieben:bzgl Achlastverteilung:

hier --> Link hab ich das mal ausgerechnet, zur praktischen Anwendung auf der Straße die Grad (grd) in % Steigung umrechnen

grüße klaus


Und ergo kehrt sich das Ganze bei Bergfahrt um :wink:

Dieter

topolino666 am 24 Okt 2011 08:33:06

kleinepfoten hat geschrieben:Hallo,
wir fahren seit Kurzem einen Dethleffs Globetrotter XLI - neues Modell.


Hallo!

... und da ist kein ASR an Bord?? :eek:

Wir fahren einen popeligen Dethleffs -Alkoven der Mittelklasse (Advantage) und haben ASR an Bord - und ich sage Euch das ist - gerade im Winter (da merkt man es halt) - ein Traum.

Ich ziehe gerne (wirklich!) Schneeketten auf, die Anti-Schlupf-Regulierung, die einem Differenzial nahe kommt hat uns aber noch immer aus dem "Dreck" gezogen.



topolino
Matthias

ruptech am 24 Okt 2011 09:51:11

kleinepfoten hat geschrieben:Hallo zusammen,
wir fahren einen 7910 XLI und ich hoffe es ist keine "WOMOkrücke".
Die Heckgarage war nahezu nicht beladen.
Mein Mann hat das Fahrzeug kurz nach dem KAUF gewogen.
Gesamtgewicht: 4.460KG - Vorderachse: 1.860 KG - Hinterachse: 2.600KG.


Mit dieser Gewichtsaufteilung sollte man auf normalen, asphaltieren Strassen bis zu 12% keine Probleme haben (es ist somit auch keine Womokrücke!). Eine geregelte Luftfederung bringt zudem den Vorteil von "angepassten" Bodendrücken am Rad, natürlich nur im Rahen der Physik.

Woran kann nun dieses Problem liegen, bzw. wie kann man gegensteuern?

Die Frage nach den technischen Helferlein, wie Rückrollsicherung, stellt sich. Habe es schon mal gehabt, dass diese, im Verhältnis zur VA, zu spät löst. Dann geht das Fahrzeug vorne aus den Federn und die Räder drehen durch. - ein möglicher Fehler!

Ein Weiterer. Es gibt Asphaltmischungen, die bei Nässe extrem rutschig sind. Solche Steigungen gibt es immer wieder. Dies liegt aber dann nicht am Fahrzeug! Dazu muß man wissen, dass in dem Moment, wo die Reifenhaftung durch "durchdrehen" abgerissen ist, die Leistung in Reibwärme abdriftet und zum eigentlichen Antrieb fast nichts mehr übrig bleibt.

Sind die beiden Fälle nicht vorhanden, und es liegt am "Anfahrverhalten" des Fahrzeuges (schlecht dosierbares Drehmoment durch die elektronische Motorregelung - Drehmomenterhöhung durch Gemischveränderung im Anfahrbereich), hilft nur eine andere Bereifung: größer, breiter, mehr Tragkraft.
* größer: bringt mehr Auflagefläche auf der Fahrbahn
* breiter: bringt ebenfalls mehr Auflagefläche
* mehr Tragrkaft: bringt weniger Walgarbeit und somit weniger Rollwiederstand.

ASR-Regelung beginnt erst dann zu arbeiten, wenn beide Achsen "über 3,3 km/H "arbeiten". ASR bringt somit zum Anfahren nur ein Einbremsen der Antriebsachse, gepaart mit der Reduktion der Motrodrehzahl bei erhöhtem Drehmoment.

Aber in Summe bleibt eines klar: Wenn der Schwerpunkt die Antriebsachse verlässt, gibt es nur "Tricks". Spannend wird dieses Fahrzeug am Berg immer bleibem, zudem ein sehr hoher Reifenverschleiß bei verminderter Reifenhaftung auch noch bemerkt werden wird.

Eine technische Lösung für die langen Womos wird leider nicht gebaut! Sie sieht so aus: elektrische Radnabenmotoren an der nicht-angetriebenen, höher belasteten Achse, die umgekehrt als Dauerbremse bei Bergabfahren eingesetzt werden kann. Dabei bräuchte man aber einen Teilhybrid-Schwung mit Pufferbatterien.

lg
ruptech

andwein am 24 Okt 2011 09:57:40

kleinepfoten hat geschrieben:Hallo,
wir fahren seit Kurzem einen Dethleffs Globetrotter XLI - neues Modell. Wir sind mit dem Fahrzeug sehr zufrieden, hatten aber am letzten Wochenende ein Erlebnis, das uns sehr nachdenklich macht. Ich muß noch kurz mitteilen, dass wir Wintercamper sind und uns dieses Fahrzeug auch wegen seiner guten Wintertauglichkeit gekauft haben. Nun waren wir auf einem Kurztripp im Schwarzwald und sind bei der Durchfahrt einer kleinen Ortschaft bei nasser Fahrbahn hängen geblieben. Sprich die Reifen haben "durchgedreht", es war uns nicht möglich das Fahrzeug bei regennasser Fahrbahn auf einer
geringen Steigung aus dem Stand in Bewegung zu setzen. Handelt es sich vielleicht um ein grundsätzliches Problem wg. Vorderradantrieb Fiat?

Die Aussage von Detleffs aus deren Vertriebsunterlagen: Zitat:
"Dethleffs Globetrotter XLi ist der souveräne unter den Integrierten und erfüllt alle Reisebedürfnisse. Sicher und komfortabel bringt er Urlauber und Reisende ans Ziel und sieht dabei auch noch gut aus. Durch seinen wintertauglichen Doppelboden bei nicht einmal drei Metern Fahrzeughöhe ist er für alle Witterungsverhältnisse gewappnet und durch seine abgestimmte Tandemachse fährt der Globetrotter XLi sich wie auf Schienen."

Meine Antwort auf die Frage: Bei dieser Länge, JA.
Bei einer Gesamtlänge von ca. 8m bracucht man sich meiner Meinung nach über den Vortrieb bergauf und nasser Straße bei einem Frontantrieb nicht wundern. Da werden auch andere Reifen, Zusatzluftfedern etc nur geringfügig was ändern.
Den physikalischen Kräften muss man halt ins Auge schauen und sie akkzeptieren. Das ist zwar wenig hilfreich, beantwortet aber die Frage.
Andreas

ruptech am 24 Okt 2011 10:04:51

Zum Vergleich und zum Nachdenken:

Ein Sattelschlepper mit 40 to hat 5 Achsen, wobei, in Fahrrichtung die 2te angetrieben ist. Die gesetzliche Höchstlast der angetriebenen Achse ist 11.700 kg!

Dazu sind diese Dinger ca. 17Meter lang und die Antriebsachse ist ca. 4Meter von der Vorderkante des Fahrzeuges.

Vergleicht mal das Problem des Fragestellers, mit einem, von hunderttausenden Sattelschleppern, die täglich die Strasse verstopfen. Ihr werdet sehen, dass sein Womo immer noch eine bessere Gewichtsrelation hat!

Und nachdem ich jetzt erst kapiert habe, dass es sich beim Womo um einen 3-achser handelt: seht mal nach, ob die Luftfederung an den Hinterachsen 2 Regelkreise oder einen Lastausgleich verbaut haben. Wenn nein, ist die Sache klar. Dann hat die 1te Hinterachse eine höheren Lastwert als die 2te und hebt somit die VA "aus den Federn".
Wird oft so gebaut um die Kurvenfahreigenschaften zu verbessern.
Hier gäbe es dann in Verbindung mit der achsweise geregelten Luftfederung viele Möglichkeiten, die Anfahrtraktion zu verbessern.

lg
ruptech

Gast am 24 Okt 2011 10:47:44

Hatten jetzt in Griechenland absolut keine Probleme mit unserem 5 tonner Frontantrieb.
Nein stimmt nicht ganz: Einmal musste ich in einem Dorf anhalten, weil die Strasse zugeparkt war. Das "Dumme" war nur daß die Strasse ca. 10-12 Prozent Steigung hatte und feucht bzw. nass. Und dann dazu noch die griechischtypisch rutschige Fahrbahn. Die Griechen spritzen wohl gerne mit ihren Wasserschläuchen rum, Wasser kost wohl nix :D

Da bin ich etwas ins Schwitzen gekommen, beim Wiederanfahren, als der Kollege die Strasse freigemacht hatte. Aber es hat geklappt mit bißchen Reifendurchdrehen :( Obwohl ASR drin ist :?: :?: Aber beim Losfahren mit Kupplung klappts wohl noch nicht so gut, ist halt kein Daimler, haha.

Zur Info: Ich hatte 4,7 to Gewicht, bei ca. 2,9 auf der HA, mit Roller auf dem Träger, also geht. Das war natürlich eine Grenzsituation, im Zweifel hätte ich nochmal rückwärts rollen müssen und mit Schwung diese prekäre Stelle durch.
Klar hat der HA-Antrieb in diesem Fall wohl Vorteile. Im nächsten Winter werd ich sehen, ob und wo ich tatsächlich Probleme hab.
Seh dem gelassen entgegen.

Ciao
Didier

mueckenstuermer am 24 Okt 2011 11:48:34

ruptech hat geschrieben:Und nachdem ich jetzt erst kapiert habe, dass es sich beim Womo um einen 3-achser handelt: seht mal nach, ob die Luftfederung an den Hinterachsen 2 Regelkreise oder einen Lastausgleich verbaut haben. Wenn nein, ist die Sache klar. Dann hat die 1te Hinterachse eine höheren Lastwert als die 2te und hebt somit die VA "aus den Federn".
Wird oft so gebaut um die Kurvenfahreigenschaften zu verbessern.
Hier gäbe es dann in Verbindung mit der achsweise geregelten Luftfederung viele Möglichkeiten, die Anfahrtraktion zu verbessern.

lg
ruptech


Interessanter Aspekt. Danke dafür.

Problem ist halt hier, dass die VA angeblich über 40 % Gewicht hat!? Das Ding müßte also einen normalen feuchten Hang rauffahren können. Kann mein 3-Achser ja auch. Wieso der also nicht???????????

Ich warte noch auf die Verwiegung der Vorderräder, links und rechts.

dieter2 am 24 Okt 2011 11:57:12

ruptech hat geschrieben:Zum Vergleich und zum Nachdenken:

Ein Sattelschlepper mit 40 to hat 5 Achsen, wobei, in Fahrrichtung die 2te angetrieben ist. Die gesetzliche Höchstlast der angetriebenen Achse ist 11.700 kg!

Dazu sind diese Dinger ca. 17Meter lang und die Antriebsachse ist ca. 4Meter von der Vorderkante des Fahrzeuges.



Kann man absolut nicht vergleichen.

Ein Sattelzug ist nichts anderes wie ein LKW mit Hänger.

Die Maschine ist wie ein großes Womo mit Heckantrieb der einen Anhänger zieht.

Dieter

mueckenstuermer am 24 Okt 2011 12:08:05

dieter2 hat geschrieben:
ruptech hat geschrieben:Zum Vergleich und zum Nachdenken:

Ein Sattelschlepper mit 40 to hat 5 Achsen, wobei, in Fahrrichtung die 2te angetrieben ist. Die gesetzliche Höchstlast der angetriebenen Achse ist 11.700 kg!

Dazu sind diese Dinger ca. 17Meter lang und die Antriebsachse ist ca. 4Meter von der Vorderkante des Fahrzeuges.



Kann man absolut nicht vergleichen.

Ein Sattelzug ist nichts anderes wie ein LKW mit Hänger.

Die Maschine ist wie ein großes Womo mit Heckantrieb der einen Anhänger zieht.

Dieter


Interessant ist an dem Vergleich, dass es fast immer die am Heck angetriebenen LKW sind, die uns im Winter die Autobahnen blockieren.

Interessant finde ich auch die neue Lösung eines Dreiachsers auf Sprinterbasis mit Heckantrieb und Schleppachse. Hatte die vorherige Einzelachse mit - sagen wir mal - 3000 kg Hinterachslast auf jedem Rad zum Vortrieb noch 1.500 kg, so wird jetzt die gleiche Last auf zwei angetriebene Räder mit nur noch je 750 kg und zwei Schleppräder ohne Antrieb mit auch je 750 kg verteilt.

Wer sich so etwas ausdenkt, muss auch aus dem Tollhaus entlaufen sein. Der prinzipiell in dieser Disziplin, Anfahren am Berg und auf Glätte, vorteilhaftere Heckantrieb wird auf diese Weise zum schlechtesten Antrieb überhaupt umkonstruiert. Hatte man beim Fronttriebler noch so um die 900 bis 1000 kg Last auf jedem Rad, sind es dann nur noch 750 kg. Damit einher geht dann eine schlechtere Traktion, somit schlechterer Vortrieb. Um dann diesen Murks wieder umzudrehen, wird mit zuschaltbaren Luftfedern gearbeitet. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.

Jedenfalls finde ich, dass schon sehr viele Anregungen gegeben wurden, wie man diesem Problem am konkreten Fahrzeug auf die Sprünge helfen kann. Sehr ordentlich, was hier so zusammen getragen wurde. Macht uns auf jeden Fall schlauer ;-)

Lancelot am 24 Okt 2011 12:33:43

mueckenstuermer hat geschrieben:Interessant ist an dem Vergleich, dass es fast immer die am Heck angetriebenen LKW sind, die uns im Winter die Autobahnen blockieren.



Hmm .. hab noch nie drauf geachtet :D , aber ich vermute mal, daß LKW´s mit Frontantrieb nicht soooo häufig sind :wink:

Deine Einschätzung zum neuen Sprinter Tandem teile ich :(

ruptech am 24 Okt 2011 15:37:04

dieter2 hat geschrieben:
ruptech hat geschrieben:Zum Vergleich und zum Nachdenken:

Ein Sattelschlepper mit 40 to hat 5 Achsen, wobei, in Fahrrichtung die 2te angetrieben ist. Die gesetzliche Höchstlast der angetriebenen Achse ist 11.700 kg!

Dazu sind diese Dinger ca. 17Meter lang und die Antriebsachse ist ca. 4Meter von der Vorderkante des Fahrzeuges.



Kann man absolut nicht vergleichen.

Ein Sattelzug ist nichts anderes wie ein LKW mit Hänger.

Die Maschine ist wie ein großes Womo mit Heckantrieb der einen Anhänger zieht.

Dieter


Warum sollte man ein Womo nicht mit einem Sattel vergleichen können?

Ein Fahrzeug hat 4 oder mehr Räder. Ob die Masse kleiner oder größer ist, nennen wir "Relation".

In Summe hat ein Sattel und ein Womo natürlich wenig gemeinsam, von Aussehen, vom Zweck und von der Traktion.

Die Traktion errechne ich aber auf gleiche Weise.

lg
ruptech

klausevert am 24 Okt 2011 16:01:38

weil - der Sattel-Auflieger verteilt sein Gewicht - ein großer Teil liget auf den Hinterachsen des Anhängers, der Rest drückt direkt auf die Antriebsachse des Zugfahrzeugs - also gute Traktion

Ein WoMo mit großem Überhang, egal on 2 oder 3 Achser, wirkt wie ein Hebel. JE mehr Gewicht hinter der Hinterachse liegt, umso weniger Druck bekommen die Vorderräder. Auch bei Heckantrieb kann so, im ingünstigsten Fall, auch schon mal die Lenkung versagen, bei Frontantrieb zusätzlich noch die Ha´ftung der Antriebsräder.

Ein Womo/WoWa als Sattelzug wäre natürlich vergleichbar, bei einem Hängergespann fehlt die enorme Stützlast des Aufliegers, der die Traktion verbessert

dieter2 am 24 Okt 2011 16:09:25

klausevert hat geschrieben:Ein Womo/WoWa als Sattelzug wäre natürlich vergleichbar, bei einem Hängergespann fehlt die enorme Stützlast des Aufliegers, der die Traktion verbessert


Beim Hängerzug lastet natürlich die Ladung auf der Hinterachse und bringt die Traktion.

Dieter

ruptech am 24 Okt 2011 16:10:30

mueckenstuermer hat geschrieben:Interessant ist an dem Vergleich, dass es fast immer die am Heck angetriebenen LKW sind, die uns im Winter die Autobahnen blockieren.

Interessant finde ich auch die neue Lösung eines Dreiachsers auf Sprinterbasis mit Heckantrieb und Schleppachse. Hatte die vorherige Einzelachse mit - sagen wir mal - 3000 kg Hinterachslast auf jedem Rad zum Vortrieb noch 1.500 kg, so wird jetzt die gleiche Last auf zwei angetriebene Räder mit nur noch je 750 kg und zwei Schleppräder ohne Antrieb mit auch je 750 kg verteilt.

Wer sich so etwas ausdenkt, muss auch aus dem Tollhaus entlaufen sein. Der prinzipiell in dieser Disziplin, Anfahren am Berg und auf Glätte, vorteilhaftere Heckantrieb wird auf diese Weise zum schlechtesten Antrieb überhaupt umkonstruiert. Hatte man beim Fronttriebler noch so um die 900 bis 1000 kg Last auf jedem Rad, sind es dann nur noch 750 kg. Damit einher geht dann eine schlechtere Traktion, somit schlechterer Vortrieb. Um dann diesen Murks wieder umzudrehen, wird mit zuschaltbaren Luftfedern gearbeitet. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.

Jedenfalls finde ich, dass schon sehr viele Anregungen gegeben wurden, wie man diesem Problem am konkreten Fahrzeug auf die Sprünge helfen kann. Sehr ordentlich, was hier so zusammen getragen wurde. Macht uns auf jeden Fall schlauer ;-)


Der Doppelachsprinter wurde für spezielle Anwendungen entwickelt, wo man eine tiefe Ladekante haben will. Er ist NICHT geländetauglich.
Die Wahrnehmung der Traktion ist dementsprechend richtig erkannt worden. Reines Flachland-Autobahnfahrzeug!
Und es ist die Autoindustrie, die nur dann produziert, wenn die Stückzahlen passen. Qualität und Funktion wird am Minimum errechnet.

Beim Sprinter mit 3-4,6to GG gibt es folgende Reihenfolge in der Traktion: Einfachbereifung - Zwillingbereifung an der HA - Allrad.
D. h. eine Zwillingsbereifung hat eine bessere Traktion als ein Allrad!

Wer Allrad schon gefahren ist, kennt die Nachteile:
permanenter Allrad: Die Kraft wird im Minimum lediglich auf ein Rad gebracht. Elektronische Helferlein sind Bedingung und kosten Geld, Bremse und somit Energie. Je schwerer das Fahrzeug, desto schwieriger.
Zuschaltbarer Antrieb: schieben über die Vorderräder - ist wiederum ein Traktionskiller.

Der Tiefrahmendreiachser sollte aber bald einmal mit geregelter Luftfederung zu erwerben sein. Dann bekommt die Antriebsachse über die Luftfederung und der Reifen-Reibwert-Regelung (gleich Axor, Econic)mehr Gewicht. Sollte dann so funktionieren: Erkennt das Fahrwerksteuergerät eine schnellere Reifengeschwindigkeiten an der Antriebsachse, senkt es die Druckluft in der Nachlaufachse (3te Achse). Auch bei langsamer Kurvenfahrt (z. B. in der Stadt) senkt sich der Druck der NLA je mehr ich das Lenkrad bewege.
So wird dieser Dreiachser genau so spurgenau zu fahren sein, als ein 2-Achser.

Wen dieses Thema interessiert: es gibt bei "Oberaigner-Allrad" (irgendwo in Österreich) einige ineressante Entwicklungen.

lg
ruptech

Lancelot am 24 Okt 2011 16:30:28

ruptech hat geschrieben:Wen dieses Thema interessiert: es gibt bei "Oberaigner-Allrad" (irgendwo in Österreich) einige ineressante Entwicklungen.


DA : --> Link

Da wird auch der Sprinter 6x6 als Prototyp vorgestellt ...

klausevert am 24 Okt 2011 16:32:12

dieter2 hat geschrieben:
Beim Hängerzug lastet natürlich die Ladung auf der Hinterachse und bringt die Traktion.

Dieter


Aber nur die Ladung des Zugfahrzeugs, nicht auch ein Teil der Ladung des Anhängers.

Wenn ich an mein WoMo einen Einachshänger ankuppel, erhöht nur die Stützlast den Druck auf der HA ( Va wird wegen Überhang weniger)

Beim Sattel wirkt eine enorm hohe Sattellast direkt über der HA

dieter2 am 24 Okt 2011 16:52:56

klausevert hat geschrieben:[Aber nur die Ladung des Zugfahrzeugs, nicht auch ein Teil der Ladung des Anhängers.



Aber das was auf der Zugmaschine ist ist auf den Hänger eben weniger :wink:

Und wo die 11,7 to herkommen ist der Hinterachse egal :) die ist so dumm und merkt nicht wo das Gewicht herkommt :)

Brauchen nicht weiter zu diskutieren,war 40 Jahre mein Bötchenerwerb.

Dieter

Gast am 24 Okt 2011 19:01:28

Hat jemand mit diesem Fahrzeug schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Handelt es sich vielleicht um ein grundsätzliches Problem wg. Vorderradantrieb Fiat?


Nicht mit diesem ,aber mit einem Uralt 280 Fiat Ducato -->> allerdings bei erheblicher Steigung :wink:
Hätte ich angehalten ,wäre ich bei nasser Fahrbahn schon bei 6% Steigung nicht mehr in Gang gekommen :!:
Sind auch Winterfahrer und trotz Kopflastiger Beladung und Aufpumpen der Luftfedern -> Berghoch gings oft nur mühsam Vorwärts .
Du siehst es ist kein neues Problem ...

Ich hatte es satt - fahre jetzt Ford mit Zwillingsbereifung und werde mir nur noch Fahrzeuge dieses Konzeptes kaufen :!:

raser900 am 24 Sep 2016 18:04:39

Hallo
wir haben das gleiche Womo und haben nicht nur Traktionsprobleme sondern ein Montagswohnmobil mit vielen Mängeln und einen Händler, der sich um NICHTS kümmert. Er wirbt mit dem Spruch 'Sie kommen als Fremder und gehen als Freund'. Wir sind als Fremder gekommen. Durch sein Verhalten uns gegenüber konnten wir nicht als 'Freund' gehen. Wir reichen jetzt die Klage auf Kaufrückabwicklung ein.

mantishrimp am 24 Sep 2016 19:15:04

Hallo,

raser900 hat geschrieben: sondern ein Montagswohnmobil mit vielen Mängeln und einen Händler, der sich um NICHTS kümmert.


die Mängel haben aber wenig mit dem Ausgangsthema zu tun, daher wäre es besser wenn du dazu einen eigenen Thread erstellst.

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