Wir waren auf ein drastisch verlängertes Wochenende in Österreich unterwegs und können bezüglich Stellplatzmöglichkeiten und -Situation nur Positives berichten. Nach Anschaffung einer Go-Box sind wir über Passau eingereist, via Linz bis Amstetten auf der Autobahn und dann der Donau folgend in die Wachau, wo wir am Stift Melk unsere Freunde, die schon länger unterwegs waren, getroffen haben. Am Stift Melk gibt's einen großen, schön angelegten Parkplatz, an welchem man sicher auch über Nacht gut und ruhig stehen kann (zumindest waren keinerlei Verbotsschilder zu entdecken und es standen etliche Wohnmobile rum). Wir fuhren aber weiter nach Weissenkirchen, wo wir uns, von unserem Weinbauern avisiert, auf dem SPAR-Parkplatz einrichteten.
Anderntags dann entdeckten wir ortsauswärts auch einen größeren Parkplatz, der sicher auch gut zum Nächtigen taugt. In Krems, unserer nächsten Station, besteht ebenso am Busparkplatz (allerdings sicher geräuschvolle) Möglichkeit zum Stehen.
Wir fuhren aber weiter zum Neusiedler See; in Rust hat man am Ortsausgang links Ri. Seebad auf einem Busparkplatz eine Sani-Station eingerichtet, auch hier Möglichkeit der Nächtigung. Ebenso am Hafengelände in Mörbisch (günstig für Operettenbesucher auf der Seebühne), dort allerdings gegen Entgelt. Am Parkgelände beim Römersteinbruch St. Margarethen, welchen wir zur traumhaften Opernaufführung aufsuchten, hingegen, hat man uns zum Nächtigen 200 m weiter Ri. Rust und dann rechts bei einer verlassenen Pizzeria geschickt, wo wir in Gesellschaft einigermaßen ruhig und mit gutem Überblick über den Neusiedler See standen. - Hinweis für Ópernfreunde: "CARMEN" läuft in klassischer Inszenierung vor gigantischer Kulisse noch bis zum 28.8. und ist auf jeden Fall empfehlenswert!! -
Unseren letzten Abend wollten wir wieder dichter an Deutschland dran verbringen, um am Heimfahrtag nicht soo weit fahren zu müssen und suchten uns, nach Ost-West-Fahrt quer durch die (wunderschöne) Steiermark als Ziel den Hallstätter See im südlichen Salzkammergut aus. Wir waren einige Jahre nicht da gewesen und nun überaus angenehm überrascht, welche Möglichkeiten zum Stehen es gibt: Am Ortsende ist nun ein Campingplatz entstanden, 100 m weiter auf der rechten Seite befindet sich ein Parkplatz, auf dem auch Wohnmobile offenbar über Nacht standen, wir fuhren aber weiter Ri. Obertraun und nahmen den P5, für 9,00 EUR kann man dort wunderbar frei stehen und den viertelstündig bis 17.15 Uhr verkehrenden Shuttlebus verwenden.
Resümee unserer insgesamt in Österreich gefahrenen ca. 700 Kilometer: Eine gewisse Wohnmobilfeindlichkeit, wie wir sie schon in Tirol erlebt haben, scheint auf diese Region begrenzt zu sein. Nirgendwo haben wir uns unwillkommen gefühlt oder wurden negativ angesprochen, ganz im Gegenteil. Allerdings konnten wir auch auf diversen Rundfunksendern Beiträge über drastische Einbußen im Touristenaufkommen hören...
Ach ja: Und noch nie haben wir so viele österreichische Wohnmobile gesehen (außer vielleicht auf einem Campingplatz in Kroatien oder nahe Venedig).

