flachdach am 21 Mai 2012 14:20:31 Hallo zusammen. Ich bin hier neu, jedoch im Ausbau nicht unerfahren. Vielmehr geht es mir um das richtige Trägerfahrzeug.
Sprinter hatte ich mal ( gleichzusetzten ist ja der LT / Crafter ) - aus eigener Erfahrung enorme Rostanfälligkeit und mir zu teuer bei Reperaturen, die fallen grundsätzlich weg.
Aber über Euere Hilfe bei folgenden Fahrzeugen wäre ich Euch dankbar, es muss wegen Familienzuwachs nämlich ein Neuer ( oder Gebrauchter )her, der Momentane ist zu klein.
Meine Wahl ist der Fiat Ducato, Citroen Jumper, oder Ford Transit, alle lang und flach ( da ich oft das dach beladen muss ).
Wichtig wäre mir eine Einschätzung zur Technik.
Natürlich hat jeder verschiedene Erfahrungen und Vorlieben, mir geht es eher darum zu wissen wovon ich auf jeden Fall die Finger lassen sollte ( also kapitale Schadensanfälligkeit ).
Zur Zeit habe ich einen Ford und bin recht zufrieden, von den Maßen her wäre der Fiat / Citroen aber etwas günstiger. Leider weiß ich über Italiener und Franzosen nicht viel. Ersatzteilkosten, Werkstattkosten...
Anfälligkeit: Turbo, Getriebe, Motor allgemein, Zahnriemen....
Das künftige Fahrzeug soll entweder neu oder max. 3 Jahre alt sein.
Narbe am 21 Mai 2012 15:49:51 Frage? Willst Du es selber ausbauen oder einen Fertigen kaufen und wie dick ist der Geldbeutel ?
Zu den Reparaturkosten oder den Ersatzteilen kann man nur sagen: Es schenkt einem keiner was.
canter am 21 Mai 2012 16:47:32 Für den Ducato gibt es viel Ausbauteile fertig z.B. bei Reimo. Lange werkstattintervalle, großes/günstiges Servicenetz und zumindest bei unseren Transportern bisher die besten Erfahrungen in Sachen Zuverlässigkeit mit dem Ducato 250 / 120( haben/hatten Crafter, Sprinter Boxer und Ducato )
Von den Ducs laufen bei uns Baujahre zwischen 2005 und 2011 mit bis zu ca. 550tkm, alle hoch und lang.
Crafter und Sprinter fallen durch heftigen Rost und hohe Wartungskosten auf, sind allerdings besser/wertiger verarbeitet ( nur Innenraum ) als der Duc. Allerdings auch deutlich überteuert. Neue Duc/Boxer gibt es als Reimport mit 130PS/Kasten lang/hoch/Klima aktuell ab 23.tsd €.
Roman am 21 Mai 2012 17:33:43 canter hat geschrieben:Crafter und Sprinter fallen durch heftigen Rost und hohe Wartungskosten auf, sind allerdings besser/wertiger verarbeitet ( nur Innenraum )...
Ich will hier keine MB/Fiat Diskussion beginnen, zumal sich der TO ja wohl schon entschieden hat.
Dennoch wehre ich mich vor allzu pauschalen Aussagen. Wir fahren einen Sprinter jetzt im 7. Jahr ohne eine einzige Roststelle. Natürlich wird er sicher mehr gepflegt, als ein Transporter, der mit zig Beulen täglich irgendwelche Päckchen transportiert.
Auch ist nicht ganz unwichtig, ob er eine zweischicht Metalliclackierung hat, oder in Reinweiß durch die Gegend fährt.
Zu den Wartungs- und Reparaturkosten kann ich nicht viel sagen, da wir bisher in den 7 Jahren nur einen undichten Ölschlauch zum Turbolader zu beanstanden hatten.
Wir hatten vorher einen ´94er Ducato. Zu den Erfahrungen schreibe ich hier jetzt bewusst nichts. :wink:
Nur soviel. Unser nächster KW wird sicher wieder ein Sprinter.
Roman
flachdach am 21 Mai 2012 19:59:46 Ja sicher, ein Kastenwagen zum Selbstausbauen. Aber individuell wie meine 2 letzten auch schon. mir gehts aber nicht um den Ausbau.
Wie gesagt, Sprinter hatte ich selbst schon mal. Viel Rost und von Merc. war ich sehr enttäuscht. Zylindekopf, Lenkgetriebe, Differential und alles unter 120000 Km !
Um so was gehts mir eher. Das mal das ein oder andere Teil defekt ist kommt ja vor. Von einem Transportfahrzeug erwarte ich mir allerdings das so brachiale Schäden nach entschprechender Laufleistung - mindestens nicht vor 180000 Km - kommen und auch nicht kurz aufeinander. Also eine Zuverlässigkeit bei der sich das Fahren auch noch rentiert.
Für die Reperaturkosten inkl. Zeitwert hätte ich damals nämlich schon einen halbe neuen bekommen.
Einfach mal Euere Meinungen ob ihr so was ähnliches auch bei anderen Herstellern schon ( vielleicht gehäuft ) erlebt habt.
murzel am 21 Mai 2012 20:15:40 Hallo Flachdach,
also ich fahre nen Ducato 250 mit 3 liter Maschine als Kastenwagenausbau von Globecar.
Also beim Ducato finde ich die Werkstattkosten bislang OK. Er bekam nen neues Domlager vorne und ne neue Blattfederhalterung hinten. Beides war noch Garantie.
Du solltest beim Duc, Peugeot oder Citrön immer die Haube öffnen und Dir den Motorblock genau ansehen. Da durch eine katastrophen Konstruktion Wasser auf den Motorblock laufen kann, dieser verursacht dann ordentlich Rost an den Injektoren. Außerdem kann die Elektrik der Steckverbindungen schaden nehmen.
Es gab daraufhin Rückrufaktionen die Wasserabläufe wurden vergößert, aber ganz weg ist es wohl immer noch nicht.
Auf den Partikelfilter kannst Du getrost verzichten, er bringt Steuerlich keine Besserung aber dafür ab und an Störungen.
Arne
didje am 21 Mai 2012 22:21:56 Hallo
Warum nicht ein Japaner, es ist doch egal ob Fiat Ford,oderSprinter das ist doch alles nur noch Schrott
didje
Amadeus am 01 Jun 2012 16:54:24 Offenbar war das nur ein ein Tagesthema - trotzdem hier eine Wiederaufnahme: Nach einem Pössl auf Basis Citroen Jumper und viel Ärger mit Citroen wegen Lackablösungen haben wir uns einen Mercedes Sprinter ausbauen lassen. Sicher war die Basis knapp so teuer wie der ausgebaute Pössl; aber den Unterscheid merken wir täglich! Die Sitze sind bequem (!) auch nach langen Strecken, der Motor leistungsfähig und leiser (statt 3,8l jetzt 2,1l) dazu erheblich verbrauchsgünstiger. Inspektionen sind fast gleich teuer und man muss ja nicht zu Mercedes; Probleme plötzlich nahe Karlsruhe - Mercedesbetrieb aufgesucht, Batterieklemme unter dem re. Vordersitz ausgebaut und erneuert=kostenlos! Bei Citroen: re. Scheinwerferbirne kaputt=3 Stunden Werkstattaufenthalt, kompl. Vorderteil abgebaut! Hupe defekt = dasselbe. Es gibt schon Unterschiede. Wie lange möchtest Du das Auto fahren? Verrechne den Mehrbetrag mal auf die Jahre, vielleicht rechnet es sich auch für Dich.
MfG
HG
Gast am 01 Jun 2012 17:45:05 Hallo,
meiner Meinung nach kann man mit allen von Dir genannten Marken
Glück aber auch Pech haben.
Schau mal hier nach den Erfahrungen von uns FORD-Fahrern
--> Link
oder schau mal ins Dukato-Forum. :wink:
captain am 04 Jun 2012 11:13:01 Hallo, liebe Gemeinde.
Richtig ist, dass man mit jeder Basis Pech haben kann. Mein MB100 war ständig kaputt. Mein erster VW Bulli ebenfalls. Der zweite Bulli war okay. Mein erster nagelneuer Duc war in Ordnung, der gebrauchte, 6 Jahre alte Duc danach Schrott. Jetzt habe ich einen Citroen. EZ: Mai 2011. Das hatte er schon: Kaputte Domlager, kaputtes Lenkgestänge, Wassereintritt im Winter im Motorraum mit folgender Eisbildung und Anruf bei Abschleppdienst, defekter Blinker. Mit ist klar, dass so was passieren kann. Aber ich frage mich, wie zum Beispiel ein kaputtes Lenkgestänge eingebaut werden kann ... Ich jedenfalls habs nicht kaputt gemacht.
Die Citroen- und Fiatwerkstätten, die ich bisher kennenlernen durfte, sind alles andere als professionell und kundenfreundlich, wobei die Fiatwerkstätten ein wenig besser waren. Da habe ich bei VW und Mercedes andere, wesentlich bessere Erfahrungen gemacht.
Seit der letzten Reparatur läuft endlich mal alles rund. Drückt mir die Daumen, dass es so bleibt.
Insgesamt gefallen mir Jumper und Duc in der Verarbeitung nicht gut. Im Detail wie Schweißnähten, Türscharnieren usw. erkennt man Unterschiede zu VW und Mercedes. Wenn der Preis nicht wäre, würde ich den Crafter fahren.
Lieber , Captain
sposoz am 04 Jun 2012 17:00:57 Hallo zusammen,
ich denke, dass jeder das Fahrzeug vorzieht, zu dem er sich entschieden hat.
Meine letzten beiden Entscheidungen waren klare Ducs.
Vorher hatte ich VW - teuer und Albtraum: Bremsen und Handbremsen fielen im Gebirge auf glatter Fahrbahn aus. Klar, das war ein Einzelfall - aber bei mir. Daher fahre ich keinen VW Bus mehr.
Sprinter habe ich einige hin und wieder gefahren - ist also ein sehr eigenes Fahrgefühl, dass mir bei dem Auto nicht gefällt (seitenwindanfällig).
Den ersten Duc hatte ich 12 Jahre - 250.000 km ohne große Reperaturen aber Heizung im Winter auf der Beifahrerseite ---> unmöglich.
Den zweiten habe ich erst seit einem Jahr - bisher ohne Probleme.
Rost kenne ich nur vom VW und vom Sprinter.
Werkstattkosten und Zufriedenheit mit der Werkstatt hängt immer sehr von der Werkstatt ab, die du besuchst. Ich habe eine, mit der ich sehr, sehr zufrieden bin. Eine große Fiat-Inspektion kostete soviel wie 1 kleine Inspektion bei VW.
soweit zuerst einmal
Viele
Achim
Gast am 04 Jun 2012 17:24:02 Eigentlich ist vieles hier schon gesagt worden, trozdem möchte ich meinen Senf auch noch dazu geben:
Ich hab von 1997 bis 2004 über eine Distanz von etwas mehr als 130.000 km ein Knaus Alkoven auf Ducato 230 mit 2,5 l Hubraum bewegt. In dieser Zeit zweimal beide Domlager und ein Paar Federbeine vorn gewechselt. Die Werkstatt "hat sich stets bemüht" ( so würde man die Fähigkeiten in einem Arbeitszeugnis umschreiben). Letztlich haben mich meine Reisen von dem erlebten Unvermögen abgelenkt.
Seit 2005 bis zum heutigen Tag fahre ich ein Womo auf Sprinterbasis. Ich habe, nach spontanem Wechsel wg. Inkompetenz, eine Mercedeswerkstatt gefunden, die nicht nur weiß, was sie tut ( natürlich die Mitarbeiter dort ), sondern letztlich auch durchaus preiswert ist. Trotzdem gab es einen Zylinderkopfschaden bei ca. 60.000 mit einer für mich befriedigenden Kulanzregelung, bei ca. 80.000 wurde bei einer Inspektion vor dem TÜV-Termin ein gebrochenes Federblatt entdeckt. Auch hier hat man sich um kostengünstige Reparatur gekümmert, für die veranschlagte Zeit bekam ich einen Leihwagen.
Rost habe ich bisher, trotz Reisen bei Schnee und Eis weder an Türen noch am Rahmen finden können. Ist, wie hier schon einmal von Roman beschrieben, halt ein Freizeitfahrzeug und kein Lastenesel, der nach einer Laufzeit von 150-200k km zum Ausbau an Interssenten verkauft wird.
Mein Womo hat nun 100.000 km auf der Uhr, ausser wenigen kleinen Lackschäden durch Steinschlag auf der Motorhaube sieht es auch nach 7 Jahren aus, als wäre es gerade aus der Ausstellungshalle gerollt.
Das kann man mit, so meine Auffassung, sehr großer Wahrscheinlichkeit für die unterschiedlichsten Fahrgestellhersteller so feststellen. Pflege durch den Eigner vorausgesetzt.
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