hufnagel am 24 Jul 2012 19:58:07 Ich habe ein Problem: die Aufbaubatterie meines Bürstner 550 ist ständig leer. Wenn ich die Kiste an 220 Volt hänge, wird sie ein bisschen geladen, der Lader in der Sitzbank wird ziemlich warm, aber selbst nach drei Tagen meldet die Anzeige nur "orange" und ein probeweise angehängter Batterielader meldet "Batterie sofort laden". Die Batterie ist mit dem externen Batterielader problemlos zu laden - daran kann's also nicht liegen . Ich verdächtigte schon das interne Ladegerät und habe den Batterielader mal an die entsprechenden Kabel gehängt, der hat dann aber recht schnell heftig protestiert. Ich vermute also, dass irgendwas in der Verkabelung oder dem mysteriösen Schaltpanel defekt ist. Wie ich's gekauft hatte, war die Kühlschranksicherung durchgebraten - habe ich ersetzt. Und mittlerweile habe ich auch den originalen Absorber 'raus und will einen Kissmann Kompressor einbauen - nur dazu sollte der Elektriktrick Ok sein. Das mitgelieferte Schaltbild der "Bedienungsblende" ist natürlich ein schlechter Witz. Einen losen Widerstand auf der Platine der Anzeige der Batteriespannung (das Ding, das so freundlich blinkt) habe ich mittlerweile festgelötet (wenn der Rest der Elektronik genauso fachmännisch gebaut ist, wundert mich nur, dass das Ding überhaupt funktionert.)
Also: Hat irgendwer Erfahrung, wo ich da suchen könnte, bevor ich das gesamte Bedienpanel 'rausnehme und wegwerfe?
Danke im Voraus!
kilroy am 24 Jul 2012 22:45:49 hallo,
um da antworten zu bekommen die dir eher bei der lösung deines problems helfen, könntest du folgendes tun:
erstmal ein (günstiges) voltmeter kaufen.
dann bei den verschiedenen ladezuständen also zb:
1. batterie leer nach drei tagen standzeit
2. 230v angeschlossen seit 30 minuten
3 mit 230 v nach 6, 24 und 48 stunden
4 1 , 12und 24 stunden nach dem aufladen ohne laufenden verbruacher und mit laufedem verbaucher (licht)
5 und evt auch mal mit laufendem motor.
mit dem voltmeter die spannung messen die direkt an den batterien anliegt. da du ja schon selber gelötet hast, kennst du dich offensichtlich aus :)
dann die ergebnisse hier schreiben, dann kommt die forumsweisheit der lösung deines stromproblems schon ein ganzes stück näher :)
wenn du schreibst: "problemlos laden" heist das dann das die batterie ca 36 stunden lang lädt bis sie voll ist? doer schon nach 2 stunden?
hufnagel am 25 Jul 2012 08:09:58 Also: Den Akku heute nacht an ein externes Ladegerät angeschlossen. Startleerlaufspannung: 12,05 Volt, direkt nach Abklemmen des Ladegeräts nach 13 Stunden Ladezeit: 12,98 Volt. Also voll geladen.
Wird mit dem WoMo-internen Ladegerät 3 Tage geladen, erreiche ich lediglich 12,23 Volt. Der Akku ist also nicht defekt. Steht das WoMo mehrere Tage mit ausgeschalteter Bordelektrik passiert gar nichts. Schalte ich die Bordelektrik ein, funktioniert alles, und nach einer gewissen Zeit - je nach Anzahl der Verbraucher, geht die Spannung halt in die Knie - recht normal so weit. Fahre ich mit dem Fahrzeug, wird die Aufbaubatterie geladen - allerdings nicht besonders gut. Selbst 700km am Stück reichen nicht, damit die Aufbaubatterie voll ist. Die Motorbatterie ist allerdings immer top in Schuss - an der LiMa kann's also nicht liegen.
Ach ja: Am Lade-Ausgang der Stromversorgungseinheit habe ich zwischen 12,17 und 12,23 Volt, am Stromversorgungsausgang habe ich eine Leerlaufspannung von ca. 16 Volt, sind Verbraucher angeschaltet, sind es noch 12,35 Volt.
Ach ja: ich habe so einen albernen 10A-Sicherungsautomaten in der Blende, dem man nicht ansieht, wann er ausgelöst hat. Der liegt laut Schaltplan in der Ladeleitung vor dem Laderelais. Als ich die Blende durchgemessen habe, habe ich festgestellt, dass der Automat ausgelöst hatte. Sicherung wieder 'rein, geht trotzdem nicht. Spricht was dagegen, den Automaten durch eine Schmelzsicherung zu ersetzen?
Noch etwas erstaunt mich: ich hatte die Blende abgenommen um sie durchzumessen. Wenn ich die Blende angefasst und dabei etwas gebogen habe, oder auch wenn ich nur Kabel angefasst und aus dem Weg gebogen habe, hat die Unterspannungsanzeige angefangen zu blinken. Es sieht also so aus, als wäre irgendwo in der Blende ein schlechter (Masse)-Kontakt. Gibt's da einen Verdächtigen?
Danke schonmal für Hilfe....
huegelcamper am 25 Jul 2012 10:11:07 Kenne das Panel nicht, aber ich hatte Probleme mit meinem Kühlschrank! Nachdem ich alle steckkontake "gereinigt" hatte wars besser aber der Fehler trat immer wieder auf... ich war schier am verzweifeln! Bis mir der Fachmann alle Steckkontakte gegen Edelstalkabelschuhe ausgetauscht hat!!! Seit dem Zeitpunkt nie wieder Probleme!!
Ich will damit sagen, daß bei äteren Fahrzeugen oft schlechte Stromverbindungen sind .... kleine Ursache große Wirkung!
Stefan
hufnagel am 25 Jul 2012 10:25:13 OK - ist ein Ansatz. Also werde ich mal lostigern und Kabelschuhe kaufen. Wenn noch jemand was einfällt: ich bin für alle Tips dankbar!
kilroy am 25 Jul 2012 11:43:33 hmm klingt als ginge irgendwo strom verloren :)
vielleicht ein kriechstrom.... evt sogar an der ladeleitung...
mal batterien abklemmen (sicherungen raus) und durchgang zur ladeleitung messen, und ob da evt kurzer oder kriechstrom.
würde aber auch immer noch defekten akku nicht ausschliessen !!
vielleicht hat der nur ncoh 20AH oder so? mall füllstand überprüft? wird der ggf warm? wieivel AH hat die batterie und weiviel hat das ladegerät hineingeladen? hast du den ladevorgang gesehen ? waren es zwischenzeitlich 14,x V? wielange hat es geladen?
wenns nciht der akku ist:
ich würde versuchen mit amperemeter alle sicherungen am ebl (hat der wagen sowas?) mal entfernen und den durchgehenden strom messen , vielleicht ist damit die übeltäter-leitung zu finden.?
viel spass :)
hufnagel am 25 Jul 2012 12:13:09 Der Akku hatte, als dieses Phänomen aufgetreten ist, gerade mal vier Wochen auf dem Buckel - ich dachte zuerst, dass eine Zelle hinüber ist, das ist es aber nicht. Ich vermute auch einen Kriechstrom oder Übergangswiderstand an einem oder mehreren Steckern. Nachdem die Elektronikblende ja schüttelempfindlich ist, vermute ich den Übeltäter da drin. Die Leitungen durchs WoMo sind fast alles Mantelleitungen, die eigentlich gut aussehen. Da glaube ich eher weniger an Schäden. Na. Ich probier mal aus, was geht.
Danke!
pizzaaaaa am 25 Jul 2012 13:06:16 Vielleicht den Akku mal abklemmen, laden und dann gucken ob er die Spannung hält.
hufnagel am 25 Jul 2012 14:24:19 So wie's aussieht, war eine Masseklemme der böse Bube. In der Elektronikblende ist eine Masseleiste und die Masseleitung des Laders hatte einen Steckschuh, bei dem die Federn angebrochen waren. Folge: mieser oder temporär gar kein Kontakt, je nach Schlagloch. Steckschuh ausgetauscht. Schau mer mal, ob's jetzt geht....
Danke für die Hilfe! Auf die Idee, dass die Steckschuhe malade sein könnten wäre ich alleine nicht gekommen...
huegelcamper am 25 Jul 2012 19:26:20 Eben, ich auch nicht :D drum gib ichs weiter!
Stefan
Tomcam am 26 Jul 2012 17:05:50 Hallo,
wenn es der Steckschuh nicht war hört sich das für mich so an, als ob das Relais den Kühlschrank bei Stillstand nicht vom 12V-Bordnetz trennt.
Üblicherweise ist es ja so, dass der Kühlschrank im Stand mit Gas oder 230V (auch Akku-Nachladung per 230V-Netz) läuft und nur während der Fahrt (12V eingeschaltet und Nachladung per Lichtmaschine) die Kühlung halbwegs aufrecht erhält.
Da das Ding die Aufbaubatterie aber im Nullkommanix leersaugt, trennt ihn ein Relais bei Stillstand ab.
Umkehrschluss: Ist das Relais kaputt saugt der Kühlschrank den Akku leer.
Auf das Relais kannst Du abseits von SP/CP m.E. nur verzichten, wenn Du wirklich potente Solarzellen (tagsüber, gutes Wetter) und/oder einen Generator hast.
Tom
hufnagel am 26 Jul 2012 18:14:00 Das Relais ist es nicht gewesen - und selbst wenn, wär's nicht die Ursache - da ich den Kühlschrank ausgebaut hatte... ;-)
Mittlerweile funktioniert alles soweit, wie es soll. Ich habe jetzt einen Kissmann-Kompressor eingebaut, der soweit auch tut, also alles bestens.
hufnagel am 01 Aug 2012 17:39:40 So - zu früh gefreut. Durch den Wackler an der Masseleiste hatte ich zwar die flackernde Kontrolleuchte repariert - aber die Aufbaubatterie wurde trotzdem nicht geladen. Mittlerweile bin ich dem Fehler auf die Spur gekommen: in der Elektronikblende befindet sich eine Platine, auf der die ganzen Relais sitzen. Auf der Unterseite derselben befanden sich drei kalte Lötstellen, an denen 2 Volt Ladespannung abgefallen sind - und damit der Akku nicht mehr geladen wurde. Lötstellen repariert, alle Kontakte mit Kontaktspray behandelt - und siehe da - jetzt wird auch die Batterie geladen.
Allerdings bin ich nun heilfroh, dass die Technik so prähistorisch ist, dass man sie auch ohne Schaltbild flicken kann. Die gleiche Qualität in einem modernen Mobil - grusel.
kilroy am 01 Aug 2012 23:05:44 sag mal:
bei unserem bürstner gibts ein panel wo die sachen angezeigt werden und einen setilcih im staukasten untergebrachtetn EBL-99 ELEKTROBLOCK.
in dem elektroblock findet die aktion statt darin sind ladegerät, fast alle sciherungen, alle stromkreise und trennschalter... und und und .....
das panel ist nur die anzeige....
was meinst du bitte mit elektronikkblende !!?? doch nicht etwa das panel?
hat dein fahrzeug keinen elektroblock?? denn das wäre ja schon die stelle um mal nach fehlern zu suchen.
hufnagel am 02 Aug 2012 20:54:39 Der 550er hat ein gebogenes Blech über der Spüle hängen, in der drei Platinen, die Sicherungen und ein paar Wippschalter verbaut sind. Und unter der Sitzbank gibt's noch ein Netzteil, das für die Versorgung bei 220 Volt und die Ladung zuständig ist. Mehr gibt's da nicht. Und das Netzteil/Ladegerät ist ein Block - wenn das aufgibt, ist Komplettersatz angesagt, schließlich ist da nicht viel mehr als ein Trafo und ein paar Gleichrichter drin.
Bei den teilintegrierten aus der gleichen Zeit sind da, soweit ich weiß, völlig andere Dinger verbaut. Aber mein Lakoven hat eben noch diese "Bastlerlösung"......
kilroy am 02 Aug 2012 21:16:05 was ist das denn für ine baujahr bitte?
hufnagel am 29 Apr 2013 18:51:00 Baujahr 1990
rkopka am 29 Apr 2013 23:41:28 Etwas spät, aber dennoch :-)
Bei mir 1992. Hatte ähnliche Probleme mit der Aufbaubatterie. Da etwas Wissen da ist, habe ich den Ladeblock ausgebaut und aufgemacht. Schließlich war eine Lötstelle rund um eine Sicherung nicht mehr in Ordnung. Wenn mans kann, die Lötstellen testen und nachlöten, auch die Sicherungen und Halter - da sind auch innen welche.
RK
hufnagel am 30 Apr 2013 09:06:55 In dem Fall war die kalte Lötstelle eben in der Elektrikblende. Repariert, geht....
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