rump
anhaengerkupplung
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Wasserschaden - Sanierung oder doch lieber Verkauf?


harpa am 05 Sep 2012 20:02:19

Hallo,
bin relativ neu im Forum, bisher nur zum Rumstöbern und Infos zusammensuchen. Dies ist mein erster Beitrag, denn es hat uns voll erwischt mit einem kapitalen Wasserschaden. Jetzt sind wir am Hin- und Herschwanken, ob wir eine Komplettsanierung wagen sollen oder doch lieber verkaufen.

Zur Geschichte: Ein Kollege erzählte 2008, dass er seinen selbst ausgebauten Ford Transit LT verkaufen wollte. Damals waren die beiden Kinder noch relativ klein (Tochter 14, Sohn 7), ich wollte vor allem eine bequemere Schlafmöglichkeit auf den Reitturnieren meiner Tochter, und der Platz reichte fürs erste. Nach einigen langen Wochenende stellten wir aber schnell fest, dass uns das Leben als Wohnmobilist sehr gut gefällt. Nur, für 2 Erwachsene (47 und 53) und 2 immer größer werdende Kinder reichte der Platz nicht aus. Es musste also ein „richtiges“ WoMo her.
Ende 2009 fanden wir den für uns idealen Grundriss und eine vermeintlich günstige Gelegenheit, einen Fiat CI Granduca 68, Erstzulassung 08-2000, damals 79t km. Alles sah ganz gut in Schuss aus, Feuchtigkeit konnten wir vom Sehen her nicht feststellen, da Frost herrschte, waren natürlich auch keine weichen Stellen im Unterboden festzustellen. Blauäugig wie wir waren, wussten wir natürlich auch nicht, wie man so was angeht. Das WoMo kam draußen auf unsere Auffahrt.

2 Jahre lang hat uns der Granduca auch gute Dienste getan. In diesem Sommerurlaub kam dann das böse Erwachen. Als absolute Laien haben wir einen kapitalen Fehler gemacht und zum ersten Mal gründlich von außen gereinigt: und zwar mit dem Hochdruckreiniger. Jetzt sind wir schlauer: Moos und Dreck hatten die noch vorhandenen Dichtmittel wohl noch einigermaßen zusammengehalten. Nach 4 Sonnentagen kam spät abends im Breisgau das erste starke Gewitter und es fing an, aus einem der Hochschränke zu tröpfeln. Schüsseln aufgestellt, Lappen ausgelegt und gehofft, dass es bis zum Morgen aufhört zu regnen. Dann am nächsten Abend der nächste Platzregen, und da kam es dann schon im richtigen Schwall durch die Tür. Wir haben daraufhin den Urlaub abgebrochen.
Zuhause dann erst mal in einer Halle untergestellt und sämtliche Schränke ausgebaut. Und dann gegoogelt, was das Zeug hält. Inzwischen haben wir Dank der Tipps aus dem Forum das Voltcraft MF 100. Folgendes konnten wir im jetzt fast leeren Womo feststellen:

Das Dach hat Alufraß in unterschiedlich schwerem Stadium. Vereinzelt gibt’s kleine Löcher bis ca. 2 mm, vor allem parallel zu den Kederschienen. Es kommt sozusagen von überall oben Wasser rein, mit Sicherheit mehr als nur eine undichte Stelle oder Leiste. Sämtliche Leisten und Anbauteile (zum Glück nicht so viel, nur Gittergerüst zur Montage von 2 Dachkisten, 2 Dachluken, die Treppe und Fahrradträger) müssten komplett neu abgedichtet werden. Das Dach komplett erneuert oder beschichtet werden.
Von innen ist das Dach von hinten bis zur Mitte der vorderen Sitzecke ein einziger Schwamm, muss also komplett neu, alles raus und neu aufbauen. Auffällig ist, dass es mittig der vorderen Dachluke einen leichten Knick im Dach gibt, dort wo es zum Alkoven hin ansteigt, aber noch ca. 70 cm vor direktem Beginn des Alkoven. Die Messwerte wechseln hier abrupt von patschnass zu „alles im grünen Bereich“. Die Seitenwände sind laut Messungen nur an einigen wenigen Stellen bis zum max. 15-20 cm nach unten hin betroffen. Bis hierhin versuchte ich meinen Mann (Handwerker) von einer Sanierung zu überzeugen. Dann haben wir mal nur ganz kurz den Unterboden befühlt und auf Anhieb gleich 2 weiche Stellen in den hinteren Ecken ertastet. Heißt also, der muss wohl auch mehr oder weniger komplett neu.

Aktuelle Situation ist also Folgende: Das WoMo steht zumindest zur Überbrückung in einer trockenen Halle. Alle Oberschränke sind abgebaut, Badbereich steht aber noch zur Erhaltung der Stabilität. Wir haben noch nichts an den Wänden aufgerissen, nur die untere Verkleidung der hinteren Luke abgebaut. Dachboxen und Gitter sind abmontiert, ebenso ein Teil einer Kederschiene um mal zu gucken, wie das geht und aussieht.

Wir stehen jetzt vor der Wahl:
• Nach und nach den Komplettaufbau in Angriff nehmen: wenn wir in der Halle bleiben können, zuerst von innen alles stückchenweise rausreißen (immer max. 2-3 qm, damit es stabil bleibt) und erneuern. Ich würde mit der Decke beginnen, weil die die meiste Feuchtigkeit enthält und das Austrocknen der anderen Bereiche erschwert. Dann die Seitenwände, soweit sie betroffen sind (nach und nach schauen), dann erst den Unterboden, und zum Schluss von außen alles abdichten. Da ein komplett neues Dach aus Kostengründen eher nicht in Frage kommt, würde ich es hier erst mal mit der Dachbeschichtung Durexon CW 130 versuchen (Händler ist hier bei uns Nähe Hamburg). Im schlimmsten Fall wären das dann 100,- € Verlust, falls es nicht funktioniert. Und dann könnte man immer noch sehen. Die Materialkosten für den Wiederaufbau wären absehbar, die Arbeitsstunden aber wohl fast unendlich! Von innen ist kein Wasserschaden zu sehen, daher auch keine Fotos möglich, ohne die Tapeten abzureissen. Dann hätten wir aber nicht mehr die Möglichkeit, die mein Mann favorisiert:

• Alles wieder an- und einbauen und an Bastler verkaufen, den Ärger runterschlucken und den Verlust (immerhin sicherlich 5-stellig) abschreiben. Bezahlt haben wir damals an die 20.000. Was könnte man für so ein Teil noch bekommen? Wie und wo könnte man es „loswerden“? Alte Bilder existieren leider z.Zt. so gut wie keine, machen kann ich erst welche, wenn alles wieder zusammengebaut wäre.

Zu was ratet ihr mir? Mein Mann ist für den Verkauf, an ihm würde die meiste Arbeit ja auch hängen bleiben. Wenn er nur daran denkt, was er alles finden würde… ! Er hat aber auch nicht wie ich im Forum gesucht und die vielen hilfreichen Anleitungen gelesen. Für ihn gilt: lieber ein Ende mit Schrecken… Ich bin handwerklich nicht ganz ungeschickt, kann aber natürlich nicht alles allein machen. Jetzt aber… Wie gesagt, als es noch nur um die Decke ging, hätte ich es mir zugetraut. Wenn ihr meint, dass es Sinn macht, könnte ich meinen Mann wohl schon nach und nach überzeugen.
Hilfe!!! Bin für jeden ernstgemeinten Ratschlag dankbar!

Liebe

Katja

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

ernsteto am 05 Sep 2012 21:08:26

Hallo Katja,

also, wenn Du meine ehrliche Meinung hören willst:

Ich würde wie Dein Mann denken. Der riesige Zeitaufwand und das Risiko noch mehr Schäden zu finden wäre mir zu groß.

Man hat nur ein Leben. Ich würde sagen: Weg mit Schaden

Aber das ist ganz persönlich meine Meinung.

franz_99 am 05 Sep 2012 21:18:52

groß Geld wird es da wohl nicht für geben daher restaurieren oder abschreiben

Anzeige vom Forum


xs650 am 05 Sep 2012 21:52:58

Kontaktiere den Turbokurtla, zur Zeit ist der allerdings nicht anwesend, weil im Urlaub. Ich denke, der kann euch einen wirklich professionellen Rat geben.

Verkaufen mit dem Wissen eines so gravierenden Schaden, nur für Kleingeld, in meinen Augen unter 2000 Euro

Matthias

pit02 am 05 Sep 2012 22:33:03

Mhh... also nur mal so zum Überlegen. Wenn es mit dem Grünzeug gehalten hat und erst die Hochdruckreinigung die verstopften Löcher geöffnet hat, kann es vermutlich nicht gaaaanz soo schlimm sein, denn...

ob die Messung der Wahrheit letzter Schluss ist, würde ich bis auf weitere Erkenntnisse erst mal anzweifeln. Es ist ja bekannt, dass Leitungen und Metalle etc. die Messwerte massiv verfälschen oder gar ungültig werden lassen.

Wenn's bisher trocken war, wäre doch auch ein Austrocknen und Abdichten vorläufig ein Zwischenlösung, oder ist der Wasserschaden schon länger am Wuchern?

walter@bibuu am 06 Sep 2012 07:34:57

pit02 hat geschrieben:Wenn's bisher trocken war, wäre doch auch ein Austrocknen und Abdichten vorläufig ein Zwischenlösung, oder ist der Wasserschaden schon länger am Wuchern?


Wenn Du den Satz "Das Dach hat Alufraß in unterschiedlich schwerem Stadium. Vereinzelt gibt’s kleine Löcher bis ca. 2 mm, vor allem parallel zu den Kederschienen" mal in Ruhe liest sollte klar sein das Alufraß in der Dimension nicht nach kurzer Einwirkungszeit entsteht. Dazu braucht es schon einiges an Wirkzeit!

harpa am 06 Sep 2012 08:28:56

Danke schon mal für eure Meinungen, hatte ich so schon befürchtet.

Ja, ich denke auch, dass das Wasser schon länger drinnen ist. Sonst wäre die Decke wäre nicht laut Messwerten wie ein Schwamm durchgängig nass, und der Alufraß eine Folge davon.

Katja

wolfsch6 am 06 Sep 2012 09:00:27

Hallo Katja,

wenn ich in Eurer Situation wäre, dann würde ich mir zuerst Gewissheit über das genaue Ausmaß verschaffen, d.h. mit dem Feutemessgerät arbeiten und die betroffnen Stellen kleinflächig zur Sichtung öffnen. Danach würde ich dann noch einmal mit einem Profi (Turbokurtla oder Wohnmobilhändler zu dem Ihr Vertrauen habt) und mit Vorführung des Fahrzeuges über Eure Situation und die möglichen Alternativen sprechen.

Letztendlich würde ich aber, wenn der Schaden wirklich so immens ist, das Fahrzeug verkaufen. Neben den hunderten Stunden Arbeit solltest Du nicht vergessen, dass Du wahrscheinlich noch mal die gleiche Zeit dafür benötigst um den Schaden zu verarbeiten und in den nächsten Wochen jeden Abend mit den Bildern im Kopf einschläfst und morgens auch wieder damit aufwachst. Auch nach der Reparatur kriegst Du diese Negativerlebnisse nicht mehr so schnell aus dem Kopf...und das Fahrzeug kann auch nach der Reparatur wieder einen Feuchteschaden bekommen.

Ich würde die Geschichte lieber mit einem Schrecken beenden als das Leiden fortzuführen.

Den Verkauf würde ich wahrscheinlich über Ebay versuchen. Vielleicht am besten alles wieder zusammenbauen, dann Feuchteschaden anständig dokumentieren mit Text und Bildern und einen Versuch starten.

Ich wünsche Dir und Deinem Mann viel Kraft!

,
ws

Rumbuddel am 06 Sep 2012 20:27:11

Aaaalso, Ihr habt Gefallen am Wohnmobilurlaub gefunden und könnt Euch eine andere Art des Reisens eigentlich nicht mehr vorstellen?

Dann ist die Frage ob Ihr Euch nach dem Quasi Totalverlust ein anderes Womo leisten könnt oder nicht.

Wenn Ihr es Euch leisten könnt, weg mit Schaden und beim nächsten Kauf mit neuem Wissen besser aufgepasst.
Wenn Ihr es Euch nicht leisten könnt: Restaurieren!
Das würde ich zumindest tun. Aber ich bin auch gelernter Tischler ...

Wenn Wohnmobilurlaub nicht das non-plus-Ultra für Euch ist ... weg mit Schaden.

Rein handwerklich stellt das alles kein so großes Problem dar. Wichtig ist das richtige Werkzeug und Zeit!

sternleinzähler am 06 Sep 2012 20:27:16

Hallo Katja,
wenn du ein anderes Womo kaufen willst, versuche eures bei einem Händler in Zahlung zu geben. Mein altes, mit Wasserschaden in Heck und Boden, wurde zu einem akzept. Preis vom H. in Zahlung genommen mit dem Hinweis: Dann haben meine Leute im Winter was zu tun, wenn die Auslastung nicht so gut ist. Anschließend kann ich es gut verkaufen!
(Ob er das dann gemacht hat entzieht sich meiner Kenntnis)

Bootskip am 07 Sep 2012 18:16:33

Hallo Katja,
eine Möglichkeit wäre es, eine komplette Leerkabine von von z.B. "der Fehntjer" oder "Ormocar" mit dem gleichen Maßen zu kaufen. Dann könnte man über den Winter (nötigenfalls auch ohne Halle) Fenster, Türen, Innenausstattung nebst Technik, die man im vorab ordentlich demontiert hat nach und nach in die neue Kabine einbauen. So eine Kabine kostet etwa 10000 €, besteht aus holzfreien Sandwitchplatten und würde zusammen mit einem technisch einwandfreien Fahrgestell ein fast neues Mobil werden. Das wäre von den Kosten aber auch nur vertretbar, wenn man diesen Umbau selber in Eigenleistung durchführt. Die Leerkabine kann man beim Herstellerbetrieb gewechselt bekommen oder holt sie mit einem großen Anhänger ab. Schaut euch einmal die Internetseiten dieser Leerkabinen-Hersteller an um Informationen zu bekommen. Vielleicht eine interessante Alternative zum flicken oder verlustreichen Notverkauf?


Frank[/u]

harpa am 07 Sep 2012 21:36:30

Das hört sich als wirklich ernstzunehmende Alternative an. Denn das Hauptproblem sehe ich nicht im Neuaufbau von Innen sondern darin, die vielen undichten Stellen in den Griff zu bekommen.
Wir haben gerade die Seiten beider Hersteller studiert. Da ist ja fast alles möglich. Und durch die rundum geschlossene Leerkabine wäre auch gleichzeitig das Problem des Unterbodens gelöst.
Ich denke, wir werden uns auf jeden Fall mal unverbindlich Angebote einholen. Vielleicht können wir ja auch mal zu einem Beratungsgespräch direkt zu Fehntjer fahren. Sooo weit ist das ja auch nicht.
Auf jeden Fall ist diese Lösung realistischer als der Kauf eines neuen Gebrauchten, bei dem wir schon einiges investieren müssten um nicht gleich wieder reinzufallen.

Ganz lieben Dank an dich, Bootskip. Das es so etwas gibt, darauf wären wir von allein nicht gekommen!

Bootskip am 07 Sep 2012 22:31:07

Nun ja, auch ich hatte mich mit einem kapitalen Wasserschaden (Alkoven und weitere Stellen am Dach) an meinem Mobil auseinander setzen müssen. Habe mich letztendlich zum Nachbau ganzer Sandwitchplatten (Aufbau Alu 0,75mm/Jakudur 30 mm/Sperrholz 4mm) fürs Dach und die Seitenteile entschieden. Diese Materialien habe ich mit einen PUR-Klebstoff (wie er von der Industrie zur Herstellung von Sandwitchplatten verwendet wird) in meinen Keller mit Hilfe großer Wasserkanister als Anpressgewichte miteinander verklebt. Die anschließende Montage dieser selbst hergestellten Platten am Womo hatte mir einige Schweißperlen auf die Stirn getrieben, Herzklopfen inklusive denn ich hatte derartig große Teile nie zuvor an einem Fahrzeug verbaut. Eine Leerkabine kam für mich für unseren 20 Jahre alten Wagen (Rote Plakette) nicht mehr in Betracht, eine Sanierung um Lichtjahre preiswerter aber eben auch nicht so Schön.
50 Arbeitsstunden später sah es dann so aus:

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Mini Heki S
Cassettenaußentür - abschliebar - wie die Einzelteile einbau
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt