thomas56 hat geschrieben:Kann jemand erklären wie so ein Computer verkabelt/angeschlossen wird?
Wird denn jeder Verbraucher erfasst, auch der verbrauchte Strom über Wechselrichter und die Ladungen über Netz, Generator, Ladegerät und Solar?
Eigentlich ist das ganz simpel:
Der Shunt (Messwiderstand) sieht ungefähr so aus
--> Link
Wie man sieht sind an beiden Enden große Schrauben (bei diesem hier M10) dran.
Man entfernt das Kabel des Minuspols der Aufbaubatterie(n) und schließt es auf einer Seite des Shunts an. Die andere Seite des Shunts wird nun mit dem Massekabel, das ins
Wohnmobil führt verbunden.
Also einfach in die Masseleitung einschleifen (in Reihe).
Am Shunt ist eine Buchse, in die ein Kabel eingesteckt wird, dass dann zum Batteriemonitor geführt wird.
Auf diese Weise wird am Batteriecomputer JEDE Ladung und Entladung gemessen, egal woher sie kommt oder welcher Verbraucher sie entnimmt.
Ausgeschlossen ist Ladung und Verbrauch des Basisfahrzeuges, (bei ausgeschaltetem Motor) jedenfalls wenn ein Trennrelais vorhanden ist und korrekt arbeitet
Falls jemand auf die Idee kommt, den Batteriemonitor bei Fraron (Link weiter oben) zu bestellen, bitte folgendes beachten:
Im Lieferumfang ist alles enthalten, Batteriemonitor, Shunt und langes Kabel zwischen Shunt und Batteriemonitor. ABER nicht enthalten, ist das Kabel zwischen Minuspol der Batterie und Shunt. Da sollte man auch nicht mit Klingeldraht und Kombizange operieren , an der Batterie können im Kurzschlussfall durchaus mehrere hundert Ampere fließen, womit man durchaus ganz passabel schweißen kann.
Bei meinen Batterien (AGM 120Ah) brauchte ich ein Kabel mit einem Rohrkabelschuh mit Loch für 8mm (an der Batterie) und einem Kabelschuh für M10 (am Shunt). Kabelquerschnitt sollte keinesfalls dünner sein, als das Massekabel, was vorher an der Batterie angeschlossen war.
Fraron konfektioniert und liefert das Kabel nach Wunsch für ein paar Euro.
Also vorher messen und gleich mit bestellen.
Die elektrische Seite der Installation, war das, was bei mir am schnellsten ging. Der Kabelweg quer durchs Womo, durch Doppelboden und diverse Schränke, am Kühlschrank vorbei, bis hin zum Panel, wo ich das Teil eingebaut habe, der war am "aufregendste". Meine Batterien sind ziemlich genau auf der anderen Seite des Womos verbaut.
Mal noch ein Fazit generell zum verbauten Batteriemonitor.
Man kann das Display durch schalten zwischen
- Spannung
- Strom
- restliche Batteriekapazität
- restliche Betriebsdauer (bei momentanen Stromverbrauch)
und noch mehr.
Bei mir steht das Teil die meiste Zeit auf I (Strom), damit kann ich am meisten anfangen. Man kann jeden Verbraucher einzeln anschalten und schauen, wie viel Strom der verbraucht. War und ist sehr interssant, auch beim Austauschen der Halogenleuchtmittel gegen LED-Leuchtmittel.
Und jeder vergessene Verbraucher fällt sofort auf. Wenn alles aus ist, sollte auch 0 dran stehen.
Interessant ist auch die Beobachtung, was die Solarpanele so machen...
Selbst die Funktion des Landstrom Ladegerätes lässt sich damit beobachten.
Ich hab mir so ein Teil schon Jahre gewünscht, waren mir früher nur immer zu teuer.