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Nun sind wir schon wieder seit mehr als 14 Tagen aus unserem wunderschönen Frankreichurlaub zurück und ich will endlich einmal ein wenig darüber berichten.
Am Freitag, dem 29. Juli 05 ging es hier los. Nachdem der ganze Tag fürchterlich schwül war starteten wir unser Wohnmobil kurz nach 17 Uhr Richtung Luxemburg, denn dort wollten wir unseren Tank zu erheblich günstigeren Preisen als hier zu Hause füllen. Schnell kamen wir über die Autobahn bis hinter Trier- der Freitagabendverkehr hielt sich in Grenzen, doch zwischen Trier und Luxemburg kamen wir in ein plötzlich aufziehendes schlimmes Gewitter. Urplötzlich wurde es stockdunkel, der Regen prasselte nur so auf die Autobahn und wir wären gerne auf eine Rastplatz gefahren- aber gerade jetzt wo wir einen gebraucht hätten gab es keinen. Also mit ganz langsamen Tempo weiter. Und irgendwie um Luxemburg drumrum- und natürlich getankt. 87 cent- statt 107 cent bei uns daheim. Da hatte sich der Weg schon gelohnt. Dann mit einem klitzekleinen Umweg über Belgien so schnell wie möglich nach Stenay Hier übernachteten wir im Port de Plaisance. Dort gibt es einen schönen neuen Stellplatz. Der jedoch durch eine Schranke gesichert ist. Um diese passieren zu können muss man sich zwischen 8.30 h und 20 h im Hafenbüro anmelden. Der Platz kostet 5€ pro Nacht. Man kann aber, wenn man außerhalb dieser Zeit ankommt auch neben dem Hafengebäude übernachten und zahlt dann die Übernachtungsgebühr am nächsten Morgen. Dafür hat man dann die Möglichkeit, Duschen und auch Toiletten zu benutzen und auch die Ver- und Entsorgung ist frei. Und wenn man schon länger unterwegs ist könnte man auch die Waschmaschine und den Trockner für jeweils 4€ in Anspruch nehmen. Hier war es nun auch wieder trocken- wir bummelten noch ein wenig durch die Gegend und schliefen dann völlig ruhig. 30.7.05 Am nächsten Morgen gab es dann das erste „baguette“ vom nahen „boulanger“ Und es konnte weitergehen Richtung Meer. Zunächst durch Reims dort auf die N31 und dieser gefolgt bis nach Rouen. Und von hier aus über die hier kostenlose Autobahn13 bis zur Abfahrt3- Honfleur. Der Stellplatz dort war wie erwartet ziemlich voll, aber wir fanden für uns ein schönes Plätzchen im von uns bevorzugten vorderen Teil. 7€ kosten 24 Stunden, darin sind dann Ver- und Entsorgung und, wer es unbedingt will, auch Toiletten enthalten. Abends dann der für uns obligatorische Besuch am „Vieux Port“. Es gab Musiker und einen Feuerschlucker, tolle Segelschiffe und viel interessantes Publikum zu bestaunen. Und hinterher nach einem Schlaftrunk im Wohnmobil. Auch hier wieder eine ruhige Nacht. 31.7.05 Heute liegt unser nächstes Übernachtungsziel nur wenige Kilometer entfernt, deshalb bleiben wir bis zum Nachmittag in Honfleur. Wir essen in einem kleinen Lokal – abseits vom Hafen- zu Mittag, natürlich ein wenig Meeresgetier und Moules und hinterher eine köstliche Tarte des Pommes, bzw. Käse und Eis und machen uns dann irgendwann auf den Weg an der Küste entlang zunächst nach Houlgate- dem einzigen Ort dort, wo man auf einem Parkstreifen direkt am Strand auch mit dem Wohnmobil parken kann, um Schwimmen zu gehen. Weiter geht´s dann zur Pegasus Bridge vor Benouville. Dort haben wir schon oft in der Nähe eines Restaurantschiffes direkt am Kanal Caen Oistreham übernachtet. Wir unternehmen dann noch eine Radtour ins nahe Oistreham- leider kommt gerade keine Fähre aus England. Schade- wir lieben große Schiffe…. Und als wir zurückkommen haben sich 2 französische Wohnmobile zu uns gesellt. Es wird freundlich gegrüßt und eine weitere Nacht mit tiefem erholsamem Schlaf kann folgen. A. 1.8.05
Strahlender Sonneschein weckt uns. Da hier der Bäcker weiter entfernt ist, backen wir in unserem Minibackofen ein paar Brötchen auf, dann geht´s zunächst nach Arromanche. Oben am Kino bezahlen wir 4€, um uns die Gegend anzuschauen- dafür hätten wir dann auch wie viel andere Womos dort übernachten können. Wir fahren aber weiter, besichtigen auch noch den Stellplatz in Arromanche, der uns viel zu klein, zu eng und zu voll ist und auch das Essen im Ort sagt uns nicht so sehr zu. Scheint sehr auf englische und amerikanische Touristen zugeschnitten zu sein, deshalb verköstigen wir uns selbst und fahren dann ( wie wir es sowieso vor hatten ) weiter über Bayeux Richtung kostenlose A 64 bis Avranche und die daran anschließende Kraftfahrstraße bis Pontorson. Den Mont St. Michel haben wir schon seit ein paar Kilometern in der Ferne gesehen, aber ihn werden wir heute rechts liegen lassen. Obligatorisch aber ein Besuch im Supermarkt .Tanken, Entsorgen und erste Einkäufe. Dann geht´s weiter nach Cancale. Mit Schrecken stellen wir fest, dass der angesteuerte Wohnmobilstellplatz mit den berüchtigten Balken versehen ist…aber zum Glück gibt es einen neuen Platz, noch nicht ganz fertig gestellt, aber benutzbar und dieser ist zu Fuß auch nur wenige Meter weiter vom Ort entfernt als der bisherige, auf dem sich übrigens, obwohl als PKW Platz ausgeschildert, kein einziger PKW befindet- grins.. Auch hier nun wieder das was wir hier immer tun- ein abendlicher Bummel in den Ort. Lokale und Austernstände bestaunt und begutachtet und dann hinein ins Lieblingslokal und den Beginn des Bretagneurlaubs gefeiert. Dann zurück zum Stellplatz- er ist erheblich ruhiger als der bisherige- nur viel zu klein. – Am Ende des Urlaubs sehen wir dann, dass vorher vorhandene Absperrungen entfernt wurden so dass dort nun schätzungsweise 60 oder mehr Wohnmobile Platz haben. 2.8.05 Leider hat noch kein Bäcker den Weg zum neuen Stellplatz gefunden, zu Fuß in den Ort mag keiner aus der Familie und mit dem Fahrrad ist es uns zu steil- also ist Selbstversorgung angesagt. An St. Malo vorbei –Richtung Barrage de la Rance(Gezeitenkraftwerk). Dort ein kurzer Fotostopp- wer mag kann auch hier übernachten. Dann über St. Jacut- wo Wohnmobile nur nachts erwünscht sind (die Version gibt´s in Frankreich öfters) nach St. Cast le Guildo zum Mittagessen. Dort erstehe ich dann erst mal eine Tageszeitung France West, um über das was so in der Gegend los ist auf dem Laufenden zu sein. Weiter geht´s zum Fort de la Latte. Wir haben von Leuten gehört dass sie dort übernachtet haben, da dieses jedoch laut Schild nicht mehr erwünscht ist, besichtigen wir das Fort nur von außen und suchen uns danach einen schönen Stellplatz, den wir auch ganz schnell finden. Kurz vor dem Cap Frehel biegen wir nach links Richtung Erquy ab und schon sehen wir hinter einem Erdwall auf der linken Seite der Straße einen Parkplatz mit vielen weißen Dächern. Am Eingang des Parkplatzes wird der Bäcker für morgens um 8.15 Uhr angekündigt- ein deutliches Zeichen dafür, dass hier das Übernachten erlaubt ist. Es ist auch noch ein schönes Plätzchen für uns frei und wir können unsere Beine ausstrecken. Aber ganz schnell zieht es uns zum nur wenige Meter durch Dünen und Farne entfernten Plage de la Fosse. Da stürzen wir uns dann endlich in die Wellen- na ja ein bisschen kühl ist das Wasser ja schon- macht aber nix. A. Wo ist denn der neue Platz in Cancale ? Weit vom alten entfernt ? in welche Richtuung ?
bitte auch an WOMO SP melden ¨ Herzlichen Dank ! Guten Morgen Aretousa,
bei Deinem Bericht läuft mir das Wasser im Mund zusammen, und das jetzt auf nüchternen Magen! Ich freu mich auf eine Fortsetzung. Gibt es auch Fotos? Unseren Südfrankreichurlaub kann ich kaum mehr erwarten. Schönen Tag wünscht mirazu Hallo Aretousa,
wenn ich den Bericht lese kommen alle Urlaubserinnerungen wieder. Die meisten Orte, die Du beschrieben hast, haben wir im Frühling auch angefahren. Nur scheint es da etwas beschaulicher (sprich leerer) gewesen zu sein. Ich freue mich schon seeehr auf die Fortsetzung :) Ach ja Aretousa, Cancale. Da haben wir vor noch nicht einmal 2 Wochen frische Austern zum Frühstück gegessen, direkt am Meer. 13 Stück für 4 EURO - das nenn ich doch noch günstig!
Sind allerdings dann weiter gefahren. Wo der Stellplatz ist würde mich auch interessieren, falls wir beim nächsten Mal noch mit Weißwein nachspülen. Viele Der neue Stellplatz in Cancale ist zu Fuß nur wenige Meter weiter vom Ort entfernt- er liegt quasi oberhald des bekannten Platzes. Mal sehen, ob ich eine Beschreibung des Fahrweges hinkriege- denn das ist nicht so einfach. Man sieht diesen neuen Platz allerdings- wenn man den alten ansteuert. Ja, Bilder wird es auch geben- wenn ich es schaffe sie reinzustellen- gestern Abend ging erst mal nix- dabei habe ich ewig lange gemurkst.
Austern zum Frühstück hatte ich noch nicht- aber ansonsten schon zu jeder Tageszeit- und in Cancale sind sie wirklich spottbillig und supergut. Aretousa Also im Moment klappts nicht mit dem Bilder einstellen- dabei konnte ich es schon mal........
Vielleicht guckt ihr schon mal hier. ...gelöscht...... A. Edit.... Der Link funktioniert nicht :cry: Stimmt, heute ist nicht mein Tag- ich bleibe dran
Jetzt geht´s Aretousa
Stimmt :D , tolle Bilder. Bißchen Geduld noch- muss noch mal dran......
A.
Keine Hektik - bei dem Wetter. :D funzt :daumen2: tach aretousa,
re: bilder es ist einfach nicht zu fassen schön - nur frankreich ist wie frankreich. unter deinen vielen schönen fotos gefällt mir persönlich "der privatstrand" am besten, und das sonnenuntergangsmotiv (d"ie italiener kommen", das könnteste glatt in der womo-werbung wiederfinden, mein lieber schwan ... :) Hi Aretousa,
auf dem Bearbeitungsfenster zur Antwort gibt es doch die Rubrik Atachment hinzufügen Darunter steht doch: Dateiname, dann ein schlankes Fensterchen und dahinter in eine Schaltfläche "Durchsuchen" Damit durchsuchst Du deinen Rechner nach der Datei, die du hochladen möchtest, Dann nur noch weiter unten auf die Schaltfläche (weiß) Atachment hinzufügen klicken, warten bis sich ein weiteres Fenster öffnet um noch mehr Dateien hochladen zu können. Und dann kommt es: "Absenden" Dann muss es kommen. Wie ich das verfolgt habe, hast Du versucht einen Link: (img)dateiname(/img) von Deiner Festplatte (C:\...........) zu setzen. Das geht nicht. Das funzt nur bei Dateien die auf einem Webserver im Internet liegen und somit verlinkt werden können (z.B. Http: /......... FTP:/................www. etc). Wenn Dein Rechner nämlich aus ist kann ja sonst niemand mehr darauf zugreifen, weil du nicht im Netz bist. Also versuchs nochmal Vielen Dank Zegu- wie gesagt- ich hab´s schon mal gekonnt- gestern Abend ging aber gar nichts- lag zu dem Zeitpunkt aber vermutlich nicht an mir. - Mit Zeit und Muse werde ich dann demnächst noch mal dran gehen.
Wienix-Ich glaube es war ein Laika- kann ja mal Angebote einholen :razz: Aretousa Hallo Aretousa,
danke für die schönen Fotos. Am Privatstrand wäre ich jetzt auch gerne, mit einem Glas Roten, einem Baguette und franz. Käse. Lg mirazu Abends dann ein herrlicher Sonnenuntergang und am
3.8.05 kommt der Bäcker tatsächlich laut hupend um 8.15Uhr auf den Platz. Mich stört´s nicht, ich lese schon seit eineinhalb Stunden, aber es soll ja Leute geben, die im Urlaub gerne etwas länger schlafen. Nun, der Platz gefällt uns so gut- der Strand ist wirklich klasse- wenn auch nicht so leer wie auf den Fotos, da beschließen wir, noch bis gegen Abend dort zu bleiben. Unser nächstes Ziel ist nämlich nur 15 km entfernt- Erquy. Ich habe in der France West gelesen, dass dort jeden Mittwoch vor der Kirche Konzerte stattfinden- an diesem Mittwoch gibt es bretonischen Rock- also kommt nur der Stellplatz dort in Frage. Der Platz ist wie immer stark frequentiert- nachdem er im letzen Jahr asphaltiert wurde ist er jetzt auch noch in Parzellen eingeteilt und die sind einfach viel zu schmal. O.K. in der Nebensaison mag es gehen, wenn man zwischen zwei Womos einen Platz freilassen kann, aber jetzt in der Hochsaison wird´s nicht nur ein wenig eng. Aber das Meer ist auch hier wieder klasse. Es hat sich wie üblich ganz schön weit zurückgezogen und als es so ganz langsam wieder zurückkommt ist auch für uns wieder die Zeit gekommen um in die nun aufkommenden Wellen zu hüpfen. Und unser „Ernährer“ zieht mit einem Eimer und Werkzeug bewaffnet in die Felsen. Denn für ihn ist Erquy der beste Jagdgrund für Meeresgetier. Heute geht er Austern suchen- in anderen Jahren waren es Taschenkrebse und Seespinnen. Die Ausbeute heute kann sich sehen lassen- und größere Verletzungen sind auch nicht zu verzeichnen. Der Stellplatz in Erquy kostet übrigens 2€- am Zugang zum Meer gibt’s kalte Duschen, die wir ausgiebig nutzen und Toiletten sind dort vorhanden. Entsorgen umsonst- Wasser 1€. Abends gehen wir dann in den Ort zum Rockkonzert- und treffen dort Bekannte die mit Wohnwagen und Zelt ganz in der Nähe auf dem Campingplatz stehen. Sehr unterhaltsam ist das Konzert und es gibt für die französischen Touristen Bretonischlektionen- na ja vom Französischen verstehen wir ein paar Brocken. Nach dem Fußmarsch steil hinunter zurück zu unserem Wohnmobil haben wir auch hier wieder eine richtig ruhige Nacht. Die dann wie so oft ziemlich früh von Müllabfuhr und Bäcker beendet wird…. Aber wie schon gesagt- ich lese dann ja schon lange…… 4. 8. 05
Entsorgen ..und weiter. In La Couture wenige Kilometer hinter Erquy Richtung Süden gibt es einen guten Weinhändler- gegenüber der Tankstelle. Also schnell den Kanister geschnappt und 5 Liter Rotwein erstanden. Danach stauten wir ein wenig durch Binic dort herrschte Verkehrschaos wegen des heute stattfindenden Wochenmarktes und dem am Abend zu erwartenden Konzert von Joe Cocker…..In Plouha fahren wir zum Palus Plage- da stehen auch wieder ziemlich viel Wohnmobile- wir wollten nur mal gucken- auch da ist übrigens der Bäcker für morgens um 9 Uhr angekündigt- weiter zurück nach Plouha und auf der Suche nach einem Lokal mit Moules frites werden wir direkt an der ersten Kreuzung fündig. Aber es gibt nicht nur Muscheln sondern das Lokal ist auch eines der bei uns sehr beliebten „routier-lokale“. Während unser Sohn sich Moules crême (Muscheln mit Sahnesoße) mit frites für 7 Euro bestellt wählen wir das Mittagsmenue für Lastwagenfahrer oder in diesem Fall Arbeiter. Nach guten Vorspeisen gibt´s Steak bzw. Fisch danach Käse und Desserts und Wein bzw. Cidre, Wasser und zwei Café sind auch im Preis von 9,80 € p.P. . enthalten. So bestens gestärkt steht als nächstes die Besichtigung der Klosterruine Abbaye Beauport(?) kurz vor Paimpol auf unserem Programm. Danach geht´s über Tréguier in den Norden diese Zipfels nach Pors- Hir und zum Pointe du Château, um Le Gouffre zu besichtigen. Superenge- wunderschöne Straßen. Riesige Granitbrocken. Und eine absolut sehenswerte Gegend. Am Parkplatz kaufen wir einem Bauern noch ein paar Artischocken ab- erheblich billiger als in jedem Supermarkt und begeben uns dann für die Nacht auf den Stellplatz am Fluss in Tréguier. Natürlich ist´s auch hier wieder ziemlich voll, aber man kann zu Fuß gut in die malerische Stadt spazieren- da ist am Tag vorher eines der historischen Häuser aus dem 15. Jahrhundert vollständig abgebrannt- nur auf einer Seite steht die Fassade noch. Nicht vorstellbar was in so engen Gassen passieren könnte wenn die Feuerwehr zu spät kommt. Für 3 mal 2 Bällchen Eis dürfen wir 7,50 Euro bezahlen- Luxus pur. Wie schon früher beschrieben, Austern sind preiswerter- Eis wächst eben nicht im Meer…… Aretousa Hi Aretousa, hab vieles wiederkannt, schööön.
Chateau lag bei uns im Nebel ![]() Schöööööööööööööööööööööön
als ich das Karusell sah hatte ich auch dieses "AHA" Erlebniss da war ich schon mal :) Das ist ja auch wirklich ein tolles Karusell
Aretousa 5.8.
Heute geht´s von Nord nach Süd durch die Bretagne- aber zunächst steht ein Großeinkauf im Super U an und dort natürlich auch Tanken. Über Lannion, Richtung Guingamp steuern wir dann unterwegs den Ort Callac an, um zu entsorgen- in Trequier war am Morgen einfach zu viel Betrieb an der Entsorgungsstation. Hier könnte man am Campingplatz ganz schön stehen- aber uns zieht´s weiter. Ganz flott geht´s bis kurz vor Lorient, da ist dann wie schon seit Jahren auf der N? eine Baustelle danach geht´s ganz schnell in den Ort hinein. Heute startet das Interceltique Festival und wir sehen schon einiges von den Vorbereitungen, Bühnenaufbauen etc….. Hier sehen wir schon an allen Ecken und Enden Wohnmobile stehen- aber da ist uns dann doch zu viel Trubel. Denn nachts möchten wir schon ruhig schlafen können. Also wie im letzten Jahr weiter ins gut ausgeschilderte Ploemeur- wo es am Friedhof eine kostenlose Entsorgungsstation gibt – nur das Wasser kostet wie fast überall 1 Euro und dann auf den für Wohnmobile empfohlenen Parkplatz entlang der Friedhofsmauer. Es handelt sich wirklich nur um einen ganz normalen Parkplatz für PKWs und Womos aber er liegt sehr günstig zur Bushaltestelle von wo aus wir wieder nach Lorient rein fahren möchten. Der Familienrat hat beschlossen- damit jeder zu seinem Recht kommt, dass Sohnemann heute Abend im Fernsehen Fußball schauen darf- dafür bekomme ich morgen einen ganzen Tag Lorient. Mir wären mehrere Tage lieber- aber so ist´s auch o.k. Also ein Bummel durch den Ort, Ansichtskarten und Briefmarken erstanden- ein Barbesuch und dann ein fauler Abend im Womo. Bei unserem großen Heckbett kann ich die Schiebetür schließen dann stört mich auch der Fußball im Fernsehen nicht. 6.8 Über Nacht haben sich die Wohnmobile auf dem Platz vermehrt, auch andere Leute nutzen vermutlich die gute Busverbindung in die Stadt. Nach dem frühstück kaufe ich erst einmal im nahe gelegenen, gut bestückten Fischgeschäft ein, dann fahren wir ein paar Kilometer nach Fort Bloqué zum Meer. Hier stehen schon einige Wohnmobile- vielleicht sollten wir auch einmal versuchen, hier zu übernachten- der Bus nach Lorient fährt auch von hier aus. Jetzt werden aber erst mal wieder die Badeklamotten angezogen und dann geht´s mit Eimer bewaffnet ins Meer- die Flut kommt gerade aus weiter Ferne. Wir schwimmen ein wenig und suchen dann Tellines- kleine mandelförmige Muscheln die sich hier in den Sand eingraben- meine Lieblingsmuscheln. Die Ausbeute ist nicht sooo groß aber es reicht für eine kleine Vorspeise aus diesen Muscheln, gekocht und in eine Vinaigrette mit viel Petersilie eingelegt so haben wir sie schon vor mehr als 30 Jahren in Les Stes. Maries de la Mer in der Camargue kennen gelernt. Danach gibt´s eine richtig feine Paella. Und nach ein wenig Mittagsruhe zurück nach Ploemeur auf den Parkplatz und ganz schnell zur Bushaltestelle. Heute kaufen wir dort nur Einzelfahrscheine- sobald man 2 Tage in den Ort will lohnt sich die 10 Tageskarte für das ganze Festival, mit der man sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb und außerhalb Lorients (auch Pendelboote) während des Festivals benutzen kann. In diesem Jahr sind vor allem im Yachthafen sehr viele Verkaufs- und Informationsstände aufgebaut. Alle Länder in denen heute noch keltischsprachige Menschen leben sind vertreten. Es gibt gute Informationen und schöne Sachen zu kaufen. An allen Ecken in diesem Innenstadtbereich beginnen jetzt am frühen Nachmittag die Vorbereitungen für die abendlichen Musikveranstaltungen. Schon jetzt hört man Dudelsäcke und andere Instrumente die eingespielt werden. Irland ist in diesem Jahr der Hauptpartner des Festivals und hat ein großes Zelt aufgebaut. Bewirtet von Beamish- das Bier wird hier für 4,50 Euro pro Pint verkauft- ziemlich preiswert im Gegensatz zum Bierpreis außerhalb diese Zeltes, denn wieder hat man sich auf 6 Euro pro Pint für Beamish und Guinness geeinigt. Davon werden dann wohl die Musiker bezahlt die abends ganz zahlreich überall vor den Lokalen auftreten. Wir gönnen uns also im Zelt ein großes Beamish- haben im Rucksack aber auch noch Guinness in Dosen aus dem Supermarkt dabei (hihi- kostet nur1,50 Euro- ebenfalls der halbe Liter). Beamish ist erstaunlicherweise erheblich stärker vertreten als Guinness- dabei mag ich Guinness viel lieber. Im Zelt spielt eine Frauengruppe mit Geige,Flöten, Akkorden und Harfe sanfte Balladen und eher ruhige Gigs und Reals und draußen bläst ein Dudelsackspieler nach Herzenslust. Wir ziehen weiter, lassen uns treiben und bleiben dann nacheinander bei den Auftritten von den drei rockigsten Bands hängen. „Shannon“- die erste Band kommt aus Polen- wir wunderten uns schon, dass sie noch eigenartiger Englisch sangen als Franzosen- aber sie sind spitzenmäßig. Danach suchen und finden wir „Mask ha Gazh“- die Gruppe die uns schon im letzen Jahr total begeistert hat. Der Schlagzeuger sitzt auf einem Resonanzboden und trommelt mit Holschuhen- aber auch mit 2 Löffeln ist er ein Meister seiner Musik. Und ganz zum Schluss gönnen wir uns noch einen Auftritt der Gruppe „Terre Neuve“- auch die kennen wir vom letzten Jahr und sind froh, sie auch in diesem Jahr wieder sehen zu können. Alle Konzerte finden kostenlos vor den zahlreichen Lokalen in Lorient statt. Außerdem gibt´s natürlich auch noch große Konzerte in Hallen und Stadien. Rockiges aber vor allem viel Folkloristisches. Und sehenswert sind natürlich auch die großen Umzüge mit tausenden von mitwirkenden Musikern- auf die wir aber in diesem Jahr verzichten. Müde lassen wir uns um Mitternacht vom Bus wieder zum Wohnmobil bringen- das nächste Mal darf ich aber länger als einen Tag nach Lorient!!!! Schöne Seite zum Thema --> Link Aretousa[/url] So, ich habe mir einen Ricard bereitgestellt und schreibe mal ein wenig weiter.
7.8. Heute ist Sonntag. Gestern Abend standen relativ viele Wohnmobile auf dem Parkplatz heute Morgen herrscht lebhafter Autoverkehr. Als mein Mann vom Bäcker zurückkommt weiß er wieso- heute ist großer Markttag. Da muss natürlich auch ich nach dem Frühstück hin. Nur wenige Meter von unserem Wohnmobil entfernt haben zig Händler ihre Stände aufgebaut. Kaufen kann man hier mehr oder weniger alles was das Herz begehrt. Natürlich Lebensmittel, aber auch Kleidung, Lederwaren, Matratzen, Wein, Schmuck, Kitsch, CDs, Fahnen, Blumen..usw…und natürlich, ganz wichtig am Sonntagmorgen, fertige Gerichte. Da gibt es Schweinebraten, Rinderbraten, Hähnchen, Paella, Couscous tausenderlei Feinkostsalate und auch leckere Gerichte von zwei asiatischen Imbissen. Die französischen Hausfrauen kaufen Unmengen ein. Man hat den Eindruck, heute wird in den wenigsten Häusern selbst gekocht. Aber auch Meeresgetier findet lebhaften Absatz. Ein Händler hatte eine große Menge tollster Hummer- aber nach kurzer Zeit ist der Korb fast leer- nur noch ein einziger wunderschöner Hummer ist übrig. Zum Glück gibt´s in unserem Wohnmobil keinen passenden Topf für dieses Riesenvieh- essen würde ich ihn ja gerne –aber kochen?????? Wir beehren also einen der chinesischen Imbisse, kaufen ein paar Leckereien und fahren dann wie schon am Tag vorher nach Fort Bloqué. Da verbringen wir dann noch einen gemütlichen Mittag am Meer, um uns dann am Nachmittag auf den Weg nach Westen und dann Süden zu machen. Über die N 165 geht´s über La Roche Bernard, Guerande- an den Salzfeldern vorbei nach Le Croisic. Hier gibt´s mehrere Möglichkeiten zu übernachten. Am neuen kostenlosen Stellplatz mit zwei ebenso kostenlosen Entsorgungsstationen hinter dem Bahnhof. Auf einem Parkstreifen im Yachthafen oder wenn man Glück hat an der Côte Sauvage- mit herrlicher Aussicht auf´s Meer. Wir ziehen den Parkplatz im Hafen zu. Dort geht´s eng zu wie in einer Ölsardinendose- aber man hat einen fantastischen Ausblick auf den Ort und ist von diesem nur wenige Schritte entfernt. Natürlich ist der Platz ein reiner Übernachtungsplatz. Das tun wir dann dort auch nachdem wir durch den Ort gebummelt sind , ein Ölsardinengeschäft (Tausende von Dosen- nix als Ölsardinen) besichtigt haben und uns zur Abwechslung mal wieder an Moules frites gestärkt haben. 8.8. Montag Nach dem Entsorgen hinterm Bahnhof fahren wir an der Côte Sauvage entlang nach La Baule um mal wieder bei einem Supermarkt zu tanken. 1,03 Euro ist ok. Den Ort selbst sehen wir nicht, legen auch keinen Wert drauf. Dann geht es weiter zur Brücke von St. Nazaire und drüber. Als wir in Beauvoir sur Mer sehen, dass bei der Passage du Gois zur Île de Noirmoutier gerade Ebbetiefststand ist, müssen wir natürlich einen kurzen Abstecher machen. Das letzte Mal waren wir vor einige Jahren hier kurz nach dem Tankerunglück der Erika. Damals wurden hier keine Austern mehr gezüchtet- aber inzwischen sind die Austernbänke wieder aufgebaut worden. Dort wo vor zwei Stunden noch das Meer war ist jetzt die Passage zur Insel völlig trocken und auf dem freigelegten Meeresboden wimmelt es von Menschen die mit Körben und Eimern, Hacken und kleinen Rechen bewaffnet der größten Leidenschaft der Franzosen am Meer nachgehen- der Pêche à pied- also dem Jagen zu Fuß. Schnecken, Muscheln, Krebse, wilde Austern und kleine Krabben- wir kommen gerade vom Mittagessen…also beteiligen wir uns ausnahmsweise mal nicht. Nachdem wir uns ausgiebig umgeschaut haben fahren wir weiter zur Insel- und dann gleich nach rechts und über die Brücke wieder aufs Festland. Dabei legen wir eine Gedenkminute für Jan Ullrich ein……. Zunächst fahren wir ein paar Kilometer durch die anschließenden Urlaubsorte- nix für uns- und flüchten dann über die D 948 Richtung La Roche sur Yon, um dann in l´Aiguillon zu landen. Inzwischen ist es richtig knallheiß geworden. Während es in der Bretagne, die bis kurz vor der Abfahrt nach Noirmoutier reichte, angenehm warm bei herrlichstem Wetter war, fangen wir jetzt so richtig an zu schwitzen- während uns die heimatliche Bildzeitung Berlin-19°-Regen- verkündet. In L´Aiguillon gibt es im Ort einen Stellplatz an einem Plan d´Eau- also einem künstlich angelegten See. Das Meer ist ein paar Kilometer entfernt gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Hier am Stellplatz ist wieder relativ viel Betrieb- er kostet 5 Euro pro Nacht, Entsorgung kostenlos, Wasser kostet extra. Wir kühlen uns erst mal im Tümpel ab und verbringen dann den Rest des Tages im Schatten des Wohnmobiles. Aretousa Seufz, schön schreibst, will auch mal wieder hin
"Tara" liest auch so gerne Scarlett :) Hallo,
ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß bei allen wunderbaren Bildern und Beschreibungen jemand mal eine kleine Karte von der Bretagne hier reinstellt mit "schönen" Plätzen, guten Stellplätzen usw. Ich als bisheriger Italienfahrer muß mir immer mühsam die jeweiligen Ortsbeschreibungen (mir sagen die nichts) auf einer Karte zuammensuchen. Es waren doch schon so viele dort; bitte mal eine Karte einscannen, einen Filzstift nehmen, eine Route eintragen, ein paar Kreuze rein und einige, insbesondere ich wären glücklich. :bindafür: Sellheimer :biggthumpup:
Leider verbieten es die Copyritghts ! aber es gibt eine einfache möglichkeit: Den Routenplaner von Michelin aufrufen und und die Route selber eingeben und ausdrucken. In meinen Berichten sind die Orte der Reisefolge entsprechend angegeben Hallo Sellheimer,
ich hatte im Juli ? eine Französische Seite als Link eingegeben, auf der alle Versorgungsplätze und Stellplätze in Frankreich nach Departements aufgelistet sind. Wenn Du dann das entsprechende Departement anklickst, so erhälst Du eine Übersicht, wo sich die Stellplätze innerhalb des Departements befinden und es werden auch die Koordinaten angegeben. Zusätzliche Infos und Fotos zum Platz werden auch angegeben. Rolf @Ina klar liebe ich auch Vom Winde verweht- den Namen Tara hab ich allerdings vom Tara Hill dem größten keltischen Heiligtum in Irland ausgeliehen- ich vermute aber dass die Erbauer von Tara (in Vom Winde verweht)- vermutlich ja die Eltern von Scarlett, irische Einwanderer waren- somit schließt sich der Kreis.
Heute Abend schreibe ich weiter Aretousa /Tara 9.8
Bisher kannten wir die Gegenden durch die wir gefahren sind gut- heute steht Neuland auf dem Plan. Wir wollen zur Île de Ré . Die Inseln Oleron und Noirmoutier kennen wir gut und mögen sie sehr aber auf Ré waren wir noch nie. Also geht´s früh los Richtung La Rochelle und dort zur Brücke zur angestrebten Insel. Ein wenig Bedenken haben wir schon. Denn die Maut kostet hin und zurück 17,50 Euro- ziemlich viel Geld wenn man nicht weiß, ob man dort jetzt in der absoluten Hauptsaison tatsächlich ein Plätzchen zum Übernachten findet. Gleich hinter der Brücke beginnen wir einen dort angeblich vorhandenen Stellplatz zu suchen- ohne Erfolg zu haben. Wir fahren ein wenig durch mehr oder weniger enge Gassen und landen dann endlich auf einem schönen Parkplatz mit hohen schatten spenden Bäumen- eher leer- obwohl ganz nahe an einem schönen Sandstrand, aber leider handelt es sich nicht um den gesuchten Stellplatz , vielmehr klärt uns ein Schild unmissverständlich darüber auf, dass wir auf der ganzen Insel nur bis 23 Uhr außerhalb von Campingplätzen geduldet werden. Der Familienrat beschließt erst mal ein gutes Mittagessen zuzubereiten um dann über die Sachlage nachzudenken. Beim Bummel zum Bäcker, denn zu einem anständigen Mittagessen gehört in Frankreich natürlich Brot, sehen wir dass nur wenige Meter von unserem Parkplatz entfernt ein Campingplatz ist vor dem Wohnmobile von 18 Uhr bis 10 Uhr morgens stehen dürfen- für 8 Euro mit Benutzung aller Campingeinrichtungen. Das ist ein gutes Angebot. Also zurück unter den schattigen Baum und erst mal gegrillt- bei 41° in der Sonne und 32° im Schatten. Gut gestärkt möchte ich nun doch die Insel ganz kennen lernen. Wir begeben uns als gen Norden durch endlose Autoschlangen und Tausende von Radfahrern- nervtötend, dabei wird es scheinbar immer heißer……Im Norden der Insel finden wir einen weiteren Stellplatz vor einem Campingplatz- erstaunlich leer- de Grund sehen wir schon bald. Das nahe Meer ist hier felsig, voller Algen- absolut nicht einladen zum Baden, da mag ich auf keinen Fall bleiben. Also wieder nach Süden unterwegs ein Schwimmstopp, um abzukühlen und dann gegen Abend auf den am Vormittag ausgeguckten Stellplatz am Camping Municipal Le Platin. Man steht sehr schön, hat eine gute Aussicht, das heiße Wasser unter der Dusche läuft ausgiebig und eine schöne Radtour auf und über die Brücke kann man hier auch machen. Erstaunlicherweise werden die Stellplätze für Womos nicht alle belegt- wir fragen uns wo die unzählige Wohnmobile übernachten die wir im Laufe des Tages gesehen haben. Mit dem Fernglas sehen wir jedenfalls einige von ihnen irgendwo an der Küstenstraße stehen- scheinbar unbehelligt….. 10.8. Gut geschlafen haben wir- der Bäcker ist wie gesagt direkt gegenüber und das Entsorgen dauert dann etwas länger als bis 10 Uhr denn es ist an der Station viel Betrieb. Jetzt möchte ich aber doch noch etwas von der Insel sehen und wir fahren an der Westküste entlang Richtung Ste. Marie de Mer. Dabei schaffen wir es, durch eine Straße zu fahren die nur wenige Zentimeter breiter ist als unser Wohnmobil- zum Glück eine Einbahnstraße, aber auch andere Straßen sind mit dem Wohnmobil im Gegenverkehr nur beschwerlich zu befahren. In Ste. Marie ist Markt. Da werden schöne Sachen- meist folkloristisch angehaucht, angeboten. Auch Pferdekutschen und Eselwagen gibt´s für die Touristen und wir erfahren dass die Esel „Strampelhosen“ gegen die Moskitos tragen. Gegen Mittag haben wir dann genug von der Insel gesehen und begeben uns zurück zum Parkplatz vom Vortag denn dort in der Nähe ist ein schönes Lokal mit ansprechender Speisekarte. Vorher geht´s aber noch am herrlichen Sandstrand zum Abkühlen in die Fluten. Nachdem wir uns dann gesellschaftsfähig angezogen haben ziehen wir zum Lokal Le Ré- Galet los. Ein vorbeigehender älterer Herr beglückwunscht uns zur Wahl- dieses sei das beste Lokal auf der Insel (wir fragen uns, ob der wohl als Anreißer für den Wirt tätig ist?) Jedenfalls bekommen wir einen schönen Platz auf einer schattigen Terrasse und sind dann mit dem Essen und dem Service super zufrieden. Es gibt ein tolles Vorspeisenbüffet, Superhauptgerichte und nach dem Käse eine wundervolle Nachspeisenauswahl. Zunächst hilft der Patron Jean- Claude beim Bedienen mit, doch als alle Gäste ihre Bestellungen aufgegeben haben greif er zur Gitarre und gibt Lieder aller bekannten französischen Chansoniers zum Besten Wir sind begeistert. Vor allem als er auch Adieu Emile von Jaques Brel sing und unseren Wusch erfüllt und auch noch „Amsterdam“ zum Besten gibt. Allein für diese Lokal würde es sich lohnen auf die Insel zu fahren- leider sind dann aber 17,50 Euro ein wenig zu viel als Eintritt über die Brücke. Man könnte ja auch mit dem Fahrrad hinfahren (ist kostenlos)- aber ob ich den steilen Rückweg mit vollem Bauch schaffen würde????? Nun, es gibt ja auch in Frankreich mal ne Nebensaison. Nun geht´s als per Wohnmobil zurück über die Brücke und über Rochefort nach Port de Barques. Dort gibt es laut französischem Wohnmobilführer 100 Stellplätze. Etwa 20 davon befinden sich unmittelbar am Meer und sind sowohl rappelvoll belegt, als auch superheiß und sehr staubig. Wenige Meter davon entfernt gibt es einen Stellplatz, von Hecken umrahmt auf einer Wiese, direkt zum Campingplatz gehörend. Und dank sehr freundlicher Franzosen schaffen wir es uns dort zu installieren. Für 7,67 Euro dürfen wir auch hier alle Campingplatzeinrichtungen incl. eines kleinen Schwimmbeckens wieder mitbenutzen. Es ist sehr heiß, aber auch sehr windig, aber unserer Markise machen wir es uns gemütlich. Gegen Abend dann wird die unmittelbare Umgebung erkundet. Die Stadt hat ein Plan d´Eau angelegt. D. h. ein Teil des Meeres wurde mit so großen Steinen befestigt und mit Planen abgedichtet dass ein Schwimmbecken entstanden ist in dem man auch bei Ebbe richtig gut schwimmen kann. Klasse. Bei Flut wird dann durch das Überlaufen des Wassers das Ganze ein wenig aufgefrischt. 11.8. Schon morgens ist es heiß. Und weil es uns hier gut gefällt beschließen wir den Tag auch noch hier zu verbringen. Gleichzeitig beschließen wir, anschließend wieder nach Norden zu fahren. Denn die Zeitung verheißt weiterhin Hitze, mit leereren Stellplätzen ist nach Süden nicht zu rechnen und überhaupt möchten wir gerne alle drei noch mal in die Bretagne. So machen wir heute eine Radtour auf die Île de Madame, eine winzigkleine Insel knapp vor der Küste über einen Kieselweg bei Ebbe trockenen Fußes zu erreichen ist. Auf der Insel gibt es einen Campingplatz, einen Bauernhof, Austernzucht und sonst nix….. Natürlich müssen wir uns auch wieder im Wassertümpel abkühlen. Ansonsten ausruhen vom Nichtstun, Lesen, Gammeln, Einkauf im Fischgeschäft und ausgiebig duschen. @Aretuosa,
schöner Bericht, klasse Bilder ! Den Stellplatz in Port de Barques direkt am Meer habe ich (Ende August) leider nicht gefunden - hatte ihn von früher her schon gekannt - nur den beim Campingplatz, der hat uns aber nicht zugesagt. Sind dann wenige Kilometer weiter gefahren, nach Soubise am Bootshafen: SP incl. Strom, VE, WV und Duschen für 5.- €/Tag. Werde demnächst im Rahmen meines Reiseberichtes ein Foto davon einstellen. Gerhard Da möchte Mann und Frau gleich wieder los....
schöner Bericht und tolle Fotos ein echter aperitif !
ich könnte auf der stelle! bräuchte mich nicht zu zwingen ! :wink: Ja, popl der Stellpaltz in Soubise ist sehr schön- haben wir erst auf der Weiterfahrt gesehen- aber ganz dick unterstrichen für den nächsten Aufenthalt in dieser Gegend gemerkt.
Übrigens, merci für die Komplimente..... Aretousa Hallo Aretousa;
sitze gerade in Paimpol im Internet-Cafe. Konnte kurz in den Bericht schauen, sehr schoen. Uebrigens, Stellplatz in Erquy (da waren wir gestern) ist toll, inzwischen 3 Euro. Hier in Paimpol zwei SP am Hafen, im Sept. kostenlos. Werde mich nach Rueckkehr mit Bericht melden. Gut, dass wir hierher gefahren sind; allerdings erst heute sonnig, eine Woche grau und regnerisch. Point de Bilfot war spektakulaer (Anm. Die Frqnzosen haben eine konische Tastqtur !!!) Lupo3 Hallo Lupo
euch beiden weiterhin viel Spaß in Frankreich. Toll, dass es euch so gut gefällt- war ja auch nicht anderes zu erwarten. Aretousa Jetzt soll es aber mal weitergehen:
12.8. Es soll also wieder nach Norden gehen. Am Morgen suchen und finden wir die kostenlose Ver- und Entsorgungsstation – hinter dem Campingplatz gelegen. Dort befinden sich auch die restlichen 50 oder mehr Stellplätze auf einem großen Parkplatz mit asphaltiertem Untergrund. Völlig unattraktiv und auch von keinem Wohnmobil in Anspruch genommen. Eine gute Alternative bietet sich nun auf der Rückfahrt Richtung Rochefort in Soubise, einem hübschen, kleinen Ort mit schönem Jachthafen. Dort ist auch der neu angelegte Stellplatz, 5 Euro kostet er pro Nacht, dafür darf man dann auch die Duschen und Toiletten am Jachthafen benutzen. Merken wir uns auf jeden Fall für die nächste Reise in diese Gegend. Weiter geht´s nun wieder Richtung Noirmoutier- dort wieder über die Passage auf die Insel und wegen der anhaltenden Hitze zunächst zu einem Badestopp an der Westküste am Sandstrand von L´Epine dann später mangels eines anderen Stellplatzes auf den Riesenplatz in Noirmoutier- Stadt, 5,-Euro pro Nacht . Bei einem Stadtbummel am Abend treffen wir am Rathaus auf die Gruppe „Le Chameau“ die nach Aussage ihrer Werbeplakate Chansons iiiirréalistes zum Besten gibt. Sehr unterhaltsam. 13.8. Die Nacht war, mal abgesehen davon dass wir in der Nähe des Glascontainers stehen- welcher nachts von der Müllabfuhr geleert wird und am frühen Samstagmorgen von vielen eifrig Müll trennenden Franzosen (eine Neuheit) aufgesucht wurde, ziemlich ruhig. Obwohl in unmittelbarere Nähe einige Bäcker sind kommt um 8.30 Uhr ein Bäckerauto hupend vorgefahren. Unsere weitere Reiseroute wird nun von einigen, mit unseren Nachbarn (na, ihr Rumtreiber) die sich auch gerade mit ihrem Wohnmobil in der Gegend aufhalten, getauschten SMS´ bestimmt. Sie fahren Richtung Piriac- wir also auch. Runter von der Insel müssen wir heute über die Brücke- es ist bis nachmittags Flut und leider ist Samstag und Tausende Franzosen fahren aus ihren Urlaubsquartieren nach Hause- also Stau von der Insel runter und auch weiter auf der nach Norden führenden Straße. Dem können wir dann entfliehen indem wir eine Mittagsrast einlegen- als wir wohl gestärkt weiterfahren machen vermutlich alle Franzosen Mittag, jedenfalls ist die Straße fast leer. Neben die Brücke von Saint Nazaire liegt ein Schiff im Wasser welches einen Airbus transportiert- wir fahren weiter nach Westen. Probleme gibt´s heute beim Tanken. Vorsichtshalber wollen wir den Tank voll machen, jedoch hat die erste Supermarkttankstelle keinen Diesel die zweite eine für uns zu niedrige Zufahrt. Am 3. Supermarkt klappt´s dann. Ich spurte schnell noch in den Laden , um ein wenig Fleisch zum Grillen zu erstehen- und kriege einen Schock. Hier drin herrschen Zustände wie vor dem Ausbruch einer angekündigten Hungersnot. Morgen ist Sonntag- am Montag Feiertag (die Supermärkte haben an beide Tagen mindestens bis mittags geöffnet) aber französische Hausmänner und Hausfrauen beladen ihre riesigen Einkaufswagen bis zur obersten Grenze. Es herrscht ein nie zuvor gesehenes Chaos zwischen den Kühlregalen und ich bin froh, als ich mit ein paar Koteletts und Steaks bewaffnet die Kasse wieder hinter mir gelassen habe. In Piriac-Lérat treffen wir unsere Nachbarn auf dem Stellplatz am Tennisplatz. Auch hier kostet es 5,-Euro p. Nacht. Unser Sohn ist glücklich. Im anderen Wohnmobil gibt´s eine Playstation- endlich wieder Zivilisation. Die beiden Söhne sitzen also, einträchtig auf den Bildschirm starrend, zusammen und wir Erwachsenen tauschen Neuigkeiten über die bisherigen gefahrenen Kilometer aus. 14.8. Heute Morgen nieselt es ein wenig- das ist aber schnell vorbei und es wird wieder heiß. Leider verwöhnt uns hier kein Bäckerauto mit seinem durchdringenden Hupen, also muss Brot aus dem 1,8 km entfernten Piriac geholt werden. Dort hin machen wir dann auch später eine kleine Radtour. Ein sehr hübscher, aber auch sehr touristischer kleiner Ort mit einem schönen Jachthafen. Bei einem Spaziergang stellen wir fest, dass man mit Rocky dem Hund unserer Nachbarn leider nicht an den Strand darf, aber es gibt auch die Möglichkeit auf einem Zöllnerweg spazieren zu gehen und dabei ans Wasser und auch an Muscheln zu kommen. Faulenzen beim Wohnmobil ist dann angesagt während die Söhne zusammen schwimmen gehen und wieder glücklich vor der Playstation sitzen. 15.8. Als wir an der Küste entlang über Piriac (da ist montags ein riesiger Markt) am zweiten Stellplatz des Ortes vorbei kommen, sehen wir, dass er verkleinert wurde und nicht mehr die riesige Anzahl von Stellplätzen bietet die noch vor einem Jahr im Führer angegeben wurden (50?) Verständlich ist diese Maßnahme. Denn wenn hier alle Wohnmobile stehen blieben, die durch die Gegend fahren gäbe es and diesen engen Küstenstraßen kaum noch einen Parkplatz für die Badegäste mit PKWs. In La Roche Bernard gönnen wir uns endlich mal einen Stopp an der Brücke mit ihrer herrlichen Aussicht auf den Ort- hier könnte man auch übernachten- dann geht´s weiter nach Ploermel zum Mittagessen. Es sind sehr viele Motorradfahrer unterwegs- in den Lokalen sind ihnen spezielle Menüs gewidmet- aber Kir als Aperitif und danach ein Viertel Wein- ob das die richtigen Getränke für Motorradfahrer sind? Anschließend fahren wir durch scheinbar ausgestorbene Orte über völlig leere Straßen, Erquy diesmal links liegen lassend, wieder zu dem Stellplatz am Plage de la Fosse an dem wir vor etwas mehr als einer Woche waren. Hier sehen wir wo all die Menschen an diesem Feiertag sind- am Meer. Viele PKWs parken auf dem (nicht offiziellen) Wohnmobilplatz- aber das kommt uns gerade recht. Denn am Spätnachmittag verschwinden diese Autos Richtung Heimat oder Hotel und es wird genügend Platz für uns frei. Logisch dass wir uns dann ganz schnell zum sich nun leerenden Strand und in die Wellen begeben. 16.8.
Diesen Tag gehen wir ganz gemütlich an. Camperleben vom Feinsten. Baden, Faulenzen, Sonnen, Lesen- erst am späten Nachmittag machen wir uns wieder auf den Weg, denn wir wollen in Ploubalay, nur etwa 20km entfernt, unseren Abschied von der Bretagne feiern. Dort gibt es ein völlig unscheinbares Lokal an der Hauptstraße, der Eingang geht durch eine PMU- Bar, in dem man supertolles Meeresgetier aber auch richtig gute Menüs essen kann….. aber ersten kommt es anders und zweitens…… Zunächst steuern wir den Stellplatz und damit die Entsorgungsstation in Ploubalay an. Wir müssen entsorgen- habe ja zwei Tage ohne eine Gelegenheit dazu fest am Strand gestanden. Der Stellplatz ist umsonst, die V+E kostet 2,50 Euro in 50cent Stücke. Wer hat das schon an Bord???? Meine Münzsammlung verfügt nur über Ein- und Zweieurostücke. In der am Platz gelegenen Touristinformation ist man auch jetzt am Abend nicht mehr in der Lage mein Geld zu wechseln, da kommen am Tag vermutlich viele vorbei. Also gehen wir die paar Schritte zu „unserem“ Lokal. Eigenartig- auf der Terrasse stehen keine Stühle, die Bar hat auf, aber das Speiselokal hat zu….grrrrrr. Schade, wir hatten es uns eigentlich so schön vorgestellt. Was machen wir nun? Also wieder zum Womo, ohne Essen, ohne Entsorgen weiterfahren. Nun ganz so problematisch ist die Lage natürlich nicht und wir kommen dann kurz hinter Cancale , vor Vivier zu unserem bretonischen Abschiedsmahl. |
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