sonnentau3 hat geschrieben:
Ja wenn man es genau schreibt soll es heisen max 1c Entnahme.Weniger ist immer besser.Bei der Winston liegt der verfügbare Wert bei einer Spannung von 3-3,65 Volt pro Zelle (12-14.6) Das heist der Balancer schaltet die Spannung zwischen 2,8 oder 3 Volt je nach Last. Optokoppler unterbricht das SSR Relais und dies schaltet die Last ab.Ist der Akku sehr kalt kommt die Schaltverzögerung ins Spiel.Zwischen 14,2 und 14,6 Volt liegt eine Differenz laut Battmonitor von gerade einmal 5Ah@160Ah Akku.Laut ECS und Thundersky ist dieser Wert genau der höchste Wert zwischen Lebensdauer und Zyklenzahl.Eine Abschaltung muß immer pro Zelle erfolgen,da eine Gesammtspannungsgeführte Abschaltung den einzelnen Wert einer Zelle nicht berügsichtigt.Würde man den Akku von 2,5 Volt-4Volt pro Zelle ausreizen sind mindestens 30% mehr herauszuholen.Das tut aber den wenigsten Verbrauchern und dem Akku gut.Die Spannung gibt bei einem Lifepo4 Akku keine Auskunft über die Höhe der Kappazität.In Fachkreisen nennt man dies zwei Phasenplateau.Die optimale Ladekennlinie wäre ein Ladeverfahren von CCCV.Dabei ist es wichtig,das das Ladegerät die Maximalspannung sehr genau einhält.Z.B.14,6 Volt.Würde man jetzt ein Bleiladegerät einsetzen welches Temperaturgeführt ist würde der Wert pro Zelle schnell mal über 4 Volt ansteigen können.Damit aber der Akku geschützt wird schaltet die Lipro Platine ab einen Wert von 3,7-3,9 die Ladeqelle ab.Somit ist es erstmals möglich auch vorhandene Systeme einzusetzen.Als Gerd seine ersten unbalancierten Akkus geladen hat konnte man diesen Vorgang genau beobachten.Noch ein riesiger Vorteil:alles läuft automatisch!!!Keiner muß mehr im Urlaub neben dem Akku knien und beten das dieser noch eine kleine Weile durchhält.Es ist auch völlig egal ob das Ladegerät noch zu dem Akku passt welchen ich mir neu zulegen möchte.(AGM-Säurekennlinie wie Lifeline oder Gel oder doch speziell AGM)Alles was ich hier schreibe sind meine persönlichen Tests die ich durchgeführt habe.
Hallo Sonnentau,
da hast du jetzt so viel Info reingepackt, daß auch ich das erst mal 2 Mal lesen muß.
Ich möchte das mal kurz analysieren.
Gut-das ist jetzt sehr technisch alles und wollte das eigentlich alles erst per PM durchdiskutieren.
Aber ich weiß, daß es hier auch etliche gibt, die auch technisch sehr interessiert sind. Und warum sollte man das dann nicht "öffentlich" diskutieren. Man lernt ja nie aus (also ich zumindest...)
Also: Spannung 3-3,65V. Glaub ich dir und hab ich auch schon in anderen (Modellbau-)Foren gelesen, daß die (scheinbar) diese Spannung haben.
Aber jetzt hab ich gerade das Datenblatt von Winston vor mir (hab mal die 160er genommen):
--> LinkDa wenn ich mir die "discharge curve" (Seite2 oben links) anschau, dann lese ich hier bei 0,5 C (also Entladung bei 80 A) eine Nennspannung von 3,2 V - 3,0 V ab, bis sie zu 100 % entladen ist.
Wäre natürlich schön, wenn man da auch ne Kurve hätte mit 0,05C z.B.
Auf 3,65 V lese ich da nix raus. :(
Ist das die Leerlaufspannung?
Und eine Angabe über die (als Zahl) fehlt ja im Datenblatt gänzlich...
Es gibt eine Angabe "operation voltage charge" von 4,0 und "operation voltage discharge" von 2,8.
Das sind aber nur die Grenzwerte...
Bleiben wir mal kurz bei den Kurven:
Also Seite 2 oben links: Das müsste wohl die "discharge curve" bei Nenntemperatur (20 oder 25 Grad) sein.
Direkt darunter -unten links- ist das Diagram in Abhängigkeit von der Temperatur mit 0,5C.
Also wenn ich die beiden vergleiche, müsste ja die Kurve "0,5C bei 25 Grad" bei beiden gleich sein.
Ja-ist sie aber nicht-überhaupt nicht!
Oben links geht Kurve (die oberste) von 3,2 bis 3 V bis sie zu 100 % entladen ist. Und bis sie auf 2,8 V ist, dürften wohl um die 105 % entnehmbar sein (Prozentangaben gegenüber der Nennkapazität. Also wohl so um die 168 Ah)
Unten links geht diese Kurve (2. von oben) von 3,18 bis 2,2!!! V bis sie zu 100 % entladen ist.
Ja-was stimmt denn nun???
Kannst Du mir das erklären?
Deswegen bin ich "so geil" auf Daten, die aus der Praxis kommen.
Nun zu deiner Abschaltung.
Das ist auf jeden Fall eine bessere Lösung, die Einzelspannung und nicht die Gesamtspannung als Abschaltkriterium zu nehmen-und das noch Lastabhängig (und folglicherweise auch Temperaturabhängig). Nur stehe ich da wieder vor dem Problem, welche Daten ich da nehmen sollte. Steh ja vor dem Problem, daß die beiden Kurven nicht übereinstimmen...
Welche Werte hast du da genommen?
Du schreibst:
"Laut ECS und Thundersky ist dieser Wert (3,55-3,65V) genau der höchste Wert zwischen Lebensdauer und Zyklenzahl."
Das ist eine sehr gute Angabe! Weil ich hätte mich jetzt an die 4 V gehalten, die ja im Datenblatt angegeben sind!
Weil auf dem Datenblatt ist nur eine Kurve der Zyclenzahl in Abhängigkeit der Entladetiefe angegeben.
Daß die Zyclenzahl auch von der Ladespannungshöhe abhängig ist, wird in dem Datenblatt komplett verschwiegen.
Darf ich fragen, wo es diese Info her hast? Gibt es da noch andere Datenblätter, die ausführlicher sind?
Aber wenn du schreibst, daß dann 30 % mehr herauszuholen wäre-auf welchen Spannungswert ist dann die im Datenblatt angegebene Nennkapazität angegeben? Also hat der 160 Ah-Accu bei einer Ladeendspannung von 3,65 V 30% weniger als als Nennkapazität angegeben? Schließlich lade ich ihn ja nicht ganz voll...
Auch würde mich interessieren, ob die Daten der Entladekurven genauso übertragbar ist auf die Ladekurven.
Ladekurven gibt es leider gar keine. Gerade was die Temperaturabhängigkeit betrifft...
Auch das Kurvendiagram 2.Seite oben rechts ist mir nicht schlüssig:
"charging and discharging curve under normal temperature" mit 0,5C
Ja-discharge ist mir klar.
Aber auch charge? Die Kurve muß doch völlig anders aussehen?
Also nicht daß du das irgendwie falsch verstehst. Ich zweifle deine praktische Erfahrung in keinster Weise an!
Sie sind mir sehr wichtig. Nur probiere ich sie gerade in Einklang zu bringen mit den existierenden theoretischen Angaben in dem Datenblatt.
Bei ner Lapidaren Blei-Säure-batterie wäre mir das wohl auch ziemlich egal. Die sind ja auch recht fehlertolerant. Ist da die Ladespannung etwas höher, muß man halt öfter mal dest. Wasser nachfüllen.
Aber bei denen und dem was die Kosten, geht eine falsche Handhabung recht schnell richtig ins Geld!
SSR brauch ich nicht, weil sowiso alles von der CPU überwacht wird. Wird einfach alles einzeln runtergefahren...
Das Ladegerät kann ich über die CPU regeln von 12,000V bis 18,000V und von 0,000A bis max.-wie ich es eben programmiere...
Klar-ist bei mir ein Sonderfall, weil bei mir ja alles über einen Zentralcomputer geregelt ist...
Der holt sich sogar die tägliche Sonnenscheindauer der nächsten 5 Tage aus dem Netz für die GPS-Koordinaten wo ich gerade bin und regelt dementsprechend die Elektronik.
Als Beispiel:
Ich
dusche an dem Abend-verbrauche also Warmwasser.
Nun muß ja dieses verbrauchte Wasser wieder aufgefüllt werden und auch wieder erwärmt werden.
Der Computer "schaut" nach, wie denn die nächsten 5 Tage werden und rechnet das hoch.
Kommt er jetzt zu dem Ergebniss, daß die nächsten 5 Tage so schön werden, daß nach der Vollladung der Accus noch genügend Kapazität übrig bleibt, erwärmt er das Brauchwasser mit Strom (er weiß ja, daß die Energie die nächsten 5 Tage wieder aufgefüllt wird)
Wird es nun die nächsten 5 Tage schlecht, erwärmt er das Brauchwasser mit der Standheizung...
Da ich ja auch mein Brauchwasser "vom Dach" bekomme (ja-ich dusche mit Regenwasser und meine Klospülung braucht auch kein Trinkwasser) habe ich hier genauso Prognosen.
Also da kann ich dann auch mal eine längere "Duschorgie" machen, wenn ich weiß, daß der Tank morgen eh wieder gefüllt wird. Ja-oder eben auch nicht, wenn ich gemeldet bekomme, daß es wohl die nächsten 5 Tage nicht nach Regen ausschaut...
Also alles, was irgendwie gerregelt werden kann wird auch geregelt.
Und darüber wird natürlich auch die ganze Lade- und Entladetechnik geregelt.
Hardwaretechnisch kein Problem. Sofwaretechnisch auch nicht-wenn ich dann mal die richtigen Daten habe :D
Aber die Idee von dir, eine BMS zu entwickeln (oder entwickelt zu haben) um einen problemlosen Austausch von Blei auf LiFePo zu ermöglichen ist für manch einen sicher was feines!
Und wenn da wirklich mal "Langzeiterfahrungen" vorliegen, daß das System hält, was es verspricht werden sicher etliche umsteigen...