Umgebaut wurde in den letzten drei Jahren in Schnaitheim ein Vorklärbecken, das jetzt der Denitrifikation dient, neu gebaut wurde ein 32 Meter durchmessenden Zwischenklärbecken. Dass der Abschluss der Bauarbeiten kein Ende der Bemühungen um ein optimal reines Wasser sein muss, unterstrich Eberhard Back, der als Vertreter der Süddeutschen Abwasserreinigungsgesellschaft nach Schnaitheim gekommen war. Seit nahezu 20 Jahren unterstützt das in Ulm ansässige Unternehmen die Heidenheimer mit Ingenieurleistungen und kann hier auch künftiges Neues bieten. So empfahl Back, auch ein Augenmerk auf Hormone, endokrine Stoffe und Arzneimittel im
Abwasser zu haben. Hier experimentieren die Ulmer derzeit mit einer hochfeinen Filtermembran. Auch die 20 bis 30 Fahrten Klärschlamm pro Tag von Schnaitheim zur Klärwerk Mergelstetten müssten nach seiner Ansicht nicht sein, wenn in den Seewiesen dieser Überrest verdickt werde. „Um pfiffige Ideen sind wir nicht verlegen.“
Von Ilg wie von Prof. Rott wurde die überragende Bedeutung der Klärtechnik für den Wasserschutz besonders hervorgehoben. In diesem Sinn, so Rott, sei die modernisierte Kläranlage Schnaitheim „ein Meilenstein.“ „Die Brenz hat schlechte Zeiten hinter sich“, erinnerte Rott an eine gar nicht weit zu entfernte Vergangenheit. In einem Symposium im Jahre 1999 schließlich waren Ziele und Vorgehensweisen angesprochen worden, damit auch im Blick auf die Landesgartenschau die Brenz wieder eine „erste Adresse der Stadt“ (OB Ilg) wird.
Erste Adresse der Besucher war die Kläranlage gestern auch dank eines umfangreichen Beiprogramms. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Stadtwerke AG und weitere Dienste zeigten bei verschiedenen Aktionen ihr Leistungsvermögen und nicht zuletzt weihte der Camping-Club gleichzeitig mit einer Wohnmobil- und Wohnwagenschau den unmittelbar benachbarten neuen
Stellplatz für
Wohnmobile ein.