@alle,
die WollMilchSau gibt es nicht.
Wenn man bei Schnee, Matsch usw. beste Traktion haben möchte, ist es bei Frontantrieb sicher gut, die besseren Reifen vorne zu haben. Z.B. Im Gebirge bei Schnee bergauf.
ABER: Kommt man bei diesen schlechten Verhältnissen ins Rutschen, ist es besser, das gute Profil hinten zu haben. Z.B. im Gebirge bergab.
WEIL: Hinten kann man nicht lenken. Zumindest dort sollten also 'geordnete', d.h. stabile Verhältnisse herrschen (soweit überhaupt noch möglich). Vorne kann man bei Frontantrieb nämlich korrigieren
a) durch Lenken
b)
Gas geben oder Gas wegnehmen, dadurch ist Über- bzw. Untersteuern möglich. Gerade bei Frontantrieb kann man mit Gasgeben (insbesondere auch bei durchdrehenden Rädern) durch die zusätzlich verstärkten Kreiselmomente das Fahrzeug noch stabilisieren. Einfacher gesagt: Die Räder ziehen in Richtung des Lenkeinschlags.
Gerade auch wegen der Kreiselmomente in Richtung der Radstellung sind vorderradangetriebene Fahrzeuge bei Glätte gegenüber hinterradangetriebenen stabiler im Fahrverhalten, solange nicht alle vier Räder die Haftung verlieren.
Wer einmal die Kraft von Kreiselmomenten selbst feststellen will, nehme mal die Achse eines Fahrrad-Vorderrads in die Hand, lasse einen Partner das Rad drehen und bewege die Achse mal hin und her (aber langsam, Gefahr von Daumenbrüchen) .....
Mein Fazit: Die Reifen mit der besseren Traktion eher nach hinten. Lieber mal steckenbleiben als irgendwo quer über die Starße rutschen.