Hallo Gemeinde
Bei unserem WoMo habe ich einfach für Notfälle einen kleineren Spannungswandler mit reiner Sinunswelle eingebaut. Ist für Geräte mit max. 600 Watt geeignet.
Nun habe ich mir einen günstigen 220V-Wasserkocher gekauft mit einer Nennleistung von eben diesen 600 Watt.
Im Aufbau sind 2 Yellowtop mit je 75Ah eingebaut. Zur Überwachung ein Büttner Batteriecomputer und ein Akku-Wächter MT100.
Heute früh bei gemessenen -2 Grad im WoMo wollte ich es dann wissen und habe getestet.
Zwei Sachen sind mir nicht logisch:
A) Stromverbrauch
Zu Beginn des Tests zeigte mein Batteriecomputer eine Kapazität von 145Ah an. Die Batterien haben sich gestern tagsüber mit der Solaranlage vollständig geladen.
Mit eingeschaltetem Panel und eingeschaltetem Wechselrichter habe ich einen Ruhestromverbrauch von ca. 1,5A.
Mit zusätzlich eingeschaltetem Wasserkocher stieg der gemessene Stromfluss dann auf 62A. Was mich nicht weiter beunruhigt hat. Keine thermischen Probleme oder dergleichen.
Nach ca. 3-4 Minuten (kurz bevor das Wasser anfing zu kochen) habe ich den Versuch dann abbrechen müssen. Dies wegen Ursache B).
Jedoch hat mich dann die angezeigte Restkapazität der Batterien sehr überascht.
Der Batteriecomputer zeigte noch 109Ah an. Die Leerlaufspannung nach dem Test betrug ca. 12,3V.
Also sind (145-109) 36Ah "verschwunden".
Gemäss meiner Theorie müsste ich einen Wasserkocher der 60A zieht ca. eine halbe Stunde betreiben, damit bei der Batterie 30Ah an Kapazität fehlen.
Woran liegt das?
Lässt sich das mit den kalten Temperaturen irgendwie erklären?
B)
Als Akkuwächter setze ich den MT-100 ein.
Die Schalter für die Abschaltspannung habe ich auf 10,7V voreingestellt.
Ca. 30 Sek nachdem ich den Wasserkocher eingeschaltet habe, piepste der akustische Alarm des Akkuwächters.
In der selben Periode zeigte der Batteriecomputer eine Spannung der Aufbaubatterie von 11,5V. Also alles noch im grünen Bereich.
Ich liess trotz dem Pfeifton den Test weiterlaufen und beobachtete die Batteriespannung.
Bei ca. 11,2V fing dann ein seltsames "Spiel" an:
Irgendwie wurde die Spannung in einem Intervall von ca. 1 Sek ein- und ausgeschaltet. Bemerkbar am ein- und ausschaltenden Pfeifton. Auch die Beleuchtung des Batteriecomputers schaltete sich aus und ein. Dann habe ich den Wechselrichter (übrigens ein Fraron SWI650W12V) ausgeschaltet.
Zuerst dachte ich, dass ich die Abschaltspannung am Batteriewächter zu tief gesetzt habe.
Die Kontrolle ergab, dass die (so wie Eingans erwähnt) auf 10,7V war. Die Sensorleitung für den Batteriewächter habe ich ja extra auch an die Aufbaubatterie verlegt gehabt.....
Also habe ich nun den Batteriewächter auf 9,5V Abschaltspannung geschaltet und den Test erneut gestartet: dito!
Ab ca. 11,5V Batteriespannung pfeift das Teil und ab 11,2V habe ich wieder "Disco-Feeling".
Dann habe ich den Wechselrichter abgestellt.
Zuletzt habe ich nun versucht den "Beeper" des Akkuwächters abzustellen und habe den Kippschalter (Pos 4) auf "-" geschaltet um den Test zum letzten Mal zu starten.
Ab 11,5V pfeifft das Teil obwohl ich den Beeper abgestellt habe......
Hat jemand hierfür eine Erklärung?
Sämtliche eingebauten Teile sind keine 2 Monate alt und ich bin jetzt einfach mal am Testen, um in der Saison genau diese Dinge nicht lösen zu müssen :cry:
Herzlichen Dank für eure Rückmeldungen.
, Martin

