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faradayscher käfig bei wohnmobilen 1, 2


berny2 am 21 Apr 2013 01:14:45

Tipsel hat geschrieben:Kennt sich da jemand aus? Kommt nicht die Energie aus dem Erdreich dem Blitz entgegen, damit es passt? Hab sowas in Erinnerung.

Also wäre der Käfig besser als die Erdung, wenn man so ohne wirkliche Schutzhülle ganz nah dabei ist.

Deine Erinnerung täuscht Dich nicht. Es gibt aber keine feste Regel. "Kommt drauf an"...: --> Link

Ja, Käfig wäre besser - noch besser, wenn er auch noch geerdet wäre. Sönst wüsste er ja nicht wohin und würde einem immer um die Ohren summsen...: --> Link

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wolfherm am 21 Apr 2013 01:16:36

Mir egal. Will ich ewig leben? Außerdem ist es bis jetzt gut gegangen. Also, warum? Es sterben auch Menschen, sogar Wohnmobilisten, im Straßenverkehr, beim ? und im Bett.....

lucky01 am 21 Apr 2013 01:20:43

Keine Sorge,es trifft einen den Blitz nur beim Scheixxen,bei Gewitter einfach nicht koten und gut ist........

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gerri86 am 21 Apr 2013 01:23:44

Ab einem bestimmten Alter werden sicherlich solche Dinge wie Blitzschutz langweilig und man beginnt sich eher mit interessanteren Dingen wie "One way tickets zum Mars" o.ä. zu beschäftigen ... :D

wolfherm am 21 Apr 2013 01:25:35

Nee, ich beschaeftige mich einfach mit dem Leben. Bedenken kann ich noch später haben. Unter der Grasnarbe. Vorher habe ich Spaß. Aber macht ihr euch nur weiter ins Hemd.

gerri86 am 21 Apr 2013 01:29:46

Ich gebs ja zu das nicht der Mutigste bin. Aber irgendwie ist mir das letzte Gewitter auf dem Campingplatz an der Ostsee doch unangenehm in Erinnerung geblieben und auch die Aussage meiner Frau "nie wieder Wohnmobil" kommt meinem Hobby nicht entgegen.

Und die Notlüge "wir sind doch in einem Käfig, alles sicher, etc." war halt doch nur eine Lüge..

Tipsel am 21 Apr 2013 01:43:07

wolfherm hat geschrieben:Nee, ich beschaeftige mich einfach mit dem Leben. Bedenken kann ich noch später haben. Unter der Grasnarbe. Vorher habe ich Spaß. Aber macht ihr euch nur weiter ins Hemd.


Nee nee, 1,60 m tiefer kannste nicht mehr drüber nachdenken. Da bin ich mir fast sicher.

Vermeidbare Risiken vermeiden ist ja prinzipiell nicht verkehrt, wenn sie denn wirklioch vermeidbar sind. Und darum gehts hier.

Ich vergleichs ja auch noch mit dem 6er im Lotto, dass mich der Blitz beim scheei.... trifft. Aber ich denke, man kanns erklären, wie man geschützt ist, denn es ist doch Physik. Also erklärbar.

wolfherm am 21 Apr 2013 01:49:02

Wer weiß es denn so genau. Vielleicht klappt es ja doch mit dem Nachdenken.. :D und wenn nicht, sag' ich dir Bescheid... :D

Tipsel am 21 Apr 2013 01:51:54

Hat Papa auch gesagt. Aber seine Rückmeldungen waren nicht wirklich konkret.

Und bei uns wärs ein Wettstreit, wer wem die Nachricht zukommen lässt :kuller:

gerri86 am 21 Apr 2013 01:57:50

Ganz wichtig finde ich auch die Erkenntnis, das die GFK Eigner definitiv zu einer Hochrisikogruppe gehören. :idea:

Jeder mit einem normalen Lebenserhaltungstrieb ausgestatte Mensch sucht bei Gewittertätigkeit einen Schutzraum auf. Die GFKler bleiben im vermeintlichen sicheren Womo und sind damit schutzlos. D.h. ihre Chance getroffen zu werden liegt nicht 7 x höher als einen Hauptgewinn einzufahren, sondern locker um einen zweistelligen Faktor höher.

Ein Glück bislang für die Mobilisten, dass es so wenig reine GFK Aufbauten gibt.

Gast am 21 Apr 2013 02:04:27

Nur weil Bayern ein Gegentor kassiert hat?

Oh Gott, haben sie? Wie schrecklich...

Aber Tipsel soll doch ruhig schlafen können...
Blitzexperte bin ich auch nicht, aber ich hatte mal mit Elektrotechnik zu tun.
Beim Blitz gleichen sich Ladungen aus, meistens negativ geladene Wolken und der im Vergleich dazu positiv geladene Boden.
Im Blitz fließt Strom, sehr viel, aber nur sehr kurz.
Luft ist normalerweise ein guter Isolator, aber im Blitzkanal verwandelt sie sich in sogenanntes Plasma und wird leitend.
Der Blitz "freut" sich aber auch über alles andere Leitende auf seinem Weg. Das kann das vom Regen feuchte Holz eines Baumes sein, der Blitzableiter am Haus, ein Auto oder die Aluhaut von einem Wohnmobil. Aber das Verhalten von Blitzen ist nicht wirklich berechenbar.
Der Faradaysche Käfig besteht aus leitendem Material. Wer da drin sitzt und die leitenden Teile nicht berührt, um den herum werden die größten Ströme herumgeleitet und er merkt nichts davon.
Erdung bedeutet eine möglichst gut leitende Verbindung zur Erde herzustellen, also dem eigentlichen "Ziel" des Blitzes. Richtig wäre es also, den Faradayschen Käfig zusätzlich auch zu erden, also z.B. ein leitend mit dem Käfig verbundenes, blankes Stück Metall in den Boden zu stecken. Hubstützen reichen da vielleicht schon. Aber bei den Spannungen wird der Blitz auch ohne Erdung einfach per Lichtbogen, also nochmal als Mini-Blitz, überspringen. Das gibt vielleicht noch angesengte Stellen dort wo der Lichtbogen entstanden ist.
Insgesamt glaube ich aber, dass man im WoMo bei Gewitter wahrscheinlich eher durch vom Blitz getroffene und umstürzende Bäume, als durch den Blitz selbst gefährdet ist.
gerri86 hat geschrieben:Ganz wichtig finde ich auch die Erkenntnis, das die GFK Eigner definitiv zu einer Hochrisikogruppe gehören.

Mein alter Freund Dirk (Nein, nicht der Admin) hat geschrieben:Wir werden alle sterben, aber ... später.

Meine neue Hütte ist auch aus GFK, hat aber vorne noch ein blechernes Fahrerhaus und hinten eine Reling mit Metalleiter auf dem Dach. Hubstützen sollen auch drunter sein, muss ich mal ganz genau nachsehen. Die habe ich bisher nie vermisst.
Tipsel hat geschrieben:Kommt nicht die Energie aus dem Erdreich dem Blitz entgegen, damit es passt?

Kann sein, dass sich der Blitz auch vom Boden zur Wolke bewegt. Das macht aber für Erdung oder den faradayschen Käfig keinen Unterschied.
Wenn mein WoMo auf einer kahlen Hügelkuppe die höchste Erhebung ist und das Gewitter da genau drüber zieht, dann könnte es attraktiv genug für den Blitz sein. Wenn was Höheres in der Nähe ist, also Bäume oder Häuser, dann wird der Blitz wohl eher diesen Weg wählen. Dann könnte aber was von dem voll getroffenen Baum oder Haus runterfallen auf mein WoModach.
Aber, wie schon mehrfach bei diesem Thema festgestellt: Es ist kein Fall bekannt, bei dem wirklich jemand an den Folgen eines Blitzeinschlages ins WoMo gestorben ist

Wird man draußen vom Gewitter überrascht, sollte man in die Hocke gehen und sich möglichst klein machen. Auf keinen Fall breitbeinig stehen bleiben oder sich hinlegen. Wenn der Blitz einschlägt, fließt der Strom durch das Erdreich. Das hat einen bestimmten Widerstand. Fließt Strom durch einen Widerstand, fällt darüber eine Spannung ab. Stehe ich jetzt breitbeinig auf dem feuchten Waldboden und es fließen unter mir 100 Ampere durch den Boden bei 50 Ohm Widerstand (rein hypothetische Zahlen), dann fallen zwischen meinem linken und rechten Fuß 5000 Volt ab (U = R x I, Ohmsches Gesetz --> Link ). Das ist die sogenannte Schrittspannung (--> Link) Das reicht locker, damit ich mir keine weiteren Gedanken mehr über das Wetter machen muss.
Halte ich beide Füße dicht zusammen, ist der Widerstand darunter deutlich kleiner, vielleicht nur ein Ohm oder weniger. Bei der jetzt geringeren Spannung von 100Volt reichen wahrscheinlich meine Schuhsohlen als Isolierung aus.
Gewitternächte im WoMo finde ich auch nicht so wahnsinnig gemütlich, meistens fällt der Schlaf dann aus, wegen dem Krach und dem Geblitze. Wahrscheinlich würde ich mich auch aus dem Alkoven ins Fahrerhaus oder hinten unter die Dachreling verziehen.
Das Kabel sollte man aber schon abziehen. Der Blitz kann irgendwo ins Umspannwerk einschlagen, dann gibts eine schöne Überspannung und es raucht aus dem Elektroblock.
Manche ziehen Blitzschäden auch magisch an. Bei Freunden von mir geht fast bei jedem Gewitter irgendein Elektrogerät kaputt.


CarbonUnit

Tipsel am 21 Apr 2013 02:22:28

Zuhause hat es bei uns gleich 5 Fernseher auf einmal zerschossen, trotz Blitzableiter und riesiger Eiche nebenan. Überspannung. Er schlug in einen winzigen Pfirsichbaum im Garten. War deutlich sichtbar.

Also deshalb glaub ich halt an den 6er im Lotto, und Peter wird nichtmal wach, weil er weiß, dass er nix dran ändern kann.

Gast am 21 Apr 2013 15:16:02

felix52 hat geschrieben:Das, lieber Georg,
kann ich jetzt nicht nachvollziehen.
Bei dieser Ausstattung gehe ich eher von "Volltreffer" aus.... :D

Felix52 :)

O.k., dann eine einfach gehaltene technische Erklärung:

Der Blitz nimmt den Weg des geringsten Widerstandes.
Eine geschlossene Ritterrüstung Helm/Körper/"Hose" bei der die 3 Teile elektrisch miteinander verbunden sind, hat <1 Ohm.
Dein Körper hat ein paar tausend Ohm. Schlägt der Blitz in der Rüstung ein, so wird er über das Metall abfließen, nicht über den Körper.
Zusätzlich kommt der Skin-Effekt, der extrem schnelle Ladungen an der Oberfläche und nicht im Leiter fließen lässt.
Was du mitbekommst ist ein extrem greller Blitz, ein Riesenrums und wenn es ein extrem starker Blitz war evtl. eine Aufheizung der Rüstung (aber keine 100 Grad).
Ist ein WoMo aus GfK und es regnet stark, dann läuft auch hier der Blitz über den Wasserfilm der Außenhaut ab.

Stehst du im freien und dich trifft der Blitz, ist der Innenwiderstand deines Körpers geringer wie der der trockenen Haut. Also geht der Blitz durch den Körper. Bist du rappelnass, geht der größte Teil des Stroms über den Wasserfilm der Außenhaut und nur ein geringerer Teil durch den Körper. Extrem ausgedrückt sind die Überlebenschancen wenn man völlig nass ist größer, als wenn man trocken ist. Bei absolutem Volleinschlag spielt das dann aber auch keine Rolle mehr.

Die gefährlichsten Einschläge sind immer die Trockengewitter. Denn hier gehen die Blitze oft durch das Haus und entzünden es.
Bei Regen fließt der meiste Strom über den Wasserfilm ab. Es sit also nicht die Nässe des Wassers, sondern die Leitfähigkeit, weshalb Blitze bei Regen weniger Hausbrände verursachen.

willi_chic am 21 Apr 2013 17:58:35

zufällig bin ich über ein Buch namens "Blitzschutz und allg. Blitzschutzbestimmungen" gestolpert, bearbeitet und herausgegeben vom Ausschutz für Blitzableiterbau e.V., 8. Auflage erschienen im VDE-Verlag Berlin 1971

dazu steht im Merkblatt zur Verhütung von Blitzunfällen bei Neubauten:
4. Baubuden und Wohnwagen sind bei nahen Gewittern nur dann als Aufenthaltsort geeignet, wenn sie Stahlkonstruktionen enthalten oder behelfsmäßige Blitzableiter besitzen. Als solcher genügt eine über das Dach gelegte Leitung aus Stahldraht oder Stahlseil von mindestend 4mm Durchmesser, deren Enden an einer metallenen Wasserleitung angeschlossen oder auf etwa 3m Länge eingegraben werden. Erdung möglichst nicht in Türnähe

soweit zum Stand der Technik anno 71

grüße klaus

gerri86 am 21 Apr 2013 19:59:55

carbonunit hat geschrieben:Meine neue Hütte ist auch aus GFK, hat aber vorne noch ein blechernes Fahrerhaus


Dann bist Du doch fein raus. Hätte mein Alkoven keine 2er Dinette würde ich bei Gewitter einfach ins Fahrerhaus gehen, so viel Aufwand ist das ja auch wieder nicht.

Wahrscheinlich werde ich einfach eine Reling anbringen lassen und 2 Ableitungen in die Radhäuser führen, der Blitz wird per Lichtbogen über die Räder im Erdreich verschwinden, eingegraben werden muss da nichts.

brainless am 24 Apr 2013 16:55:12

Seit vier Tagen kein neuer Beitrag in diesem Thread. Das ändert sich nun!!

Da wir bei unserem Mobil die leidige "3,5 t Problematik" haben und nicht auf den verspiegelten und hinterleuchteten Champagnerschalenhalter verzichten wollten, wußten wir keinen anderen Rat, als den Faradayschen Käfig kurzerhand auszubauen.
Mindestens 73 kg oder sogar bis zu 119 kg (je nach individueller Meinung) an Zuladung gewonnen. :!:
Seitdem fährt sich das Fahrzeug deutlich leichter, läßt sich besser einparken und verbraucht auch weniger Strom bei Gewitter.

Wir wundern uns nur, daß noch niemand vor uns darauf gekommen ist,


Volker :wink:

schnatterente am 24 Apr 2013 17:08:44

8119 brainless,

sehr spitzfindig von dir. Ich schlage vor, deinen Käfig an einen Ralleyfahrer weiter zu verkaufen. :wink: :D

Ich hoffe, du hast auch die entsprechende Anschlusssteckdose mit dabei, damit der Blitz gezielt einschlagen kann.

brainless am 24 Apr 2013 17:19:40

Ich schlage vor, deinen Käfig an einen Ralleyfahrer weiter zu verkaufen.



Klappt nicht:

Wer fährt schon einen 3,5t mit 7 m Länge bei Rallies??

Wenn Ihr euch mal verkleinern wollt, könnt ihr unsern Käfig kriegen: Liegt, sauber demontiert, in unserer Garage.
Notfalls könnte ich den auch als Email-Anhang verschicken.
Ich warte auf Gebote,


Volker :wink:

Gast am 24 Apr 2013 17:47:13

Volker, mir graut vor Dir!! :lol:

Arno

stu am 25 Apr 2013 00:53:33

thomas56 hat geschrieben:
katze-bruno hat geschrieben:ich fahr nie unter eichen, sondern nur unter buchen... :idea:

Eichen sollst du meiden und Buchen sollst du suchen! :ja:

Eichen sollst Du weichen!? (einweichen?)
Weiden sollst Du meiden.
Linden sollst Du finden!

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