Nur weil Bayern ein Gegentor kassiert hat?
Oh Gott, haben sie? Wie schrecklich...
Aber Tipsel soll doch ruhig schlafen können...
Blitzexperte bin ich auch nicht, aber ich hatte mal mit Elektrotechnik zu tun.
Beim Blitz gleichen sich Ladungen aus, meistens negativ geladene Wolken und der im Vergleich dazu positiv geladene Boden.
Im Blitz fließt Strom, sehr viel, aber nur sehr kurz.
Luft ist normalerweise ein guter Isolator, aber im Blitzkanal verwandelt sie sich in sogenanntes Plasma und wird leitend.
Der Blitz "freut" sich aber auch über alles andere Leitende auf seinem Weg. Das kann das vom Regen feuchte Holz eines Baumes sein, der Blitzableiter am Haus, ein Auto oder die Aluhaut von einem Wohnmobil. Aber das Verhalten von Blitzen ist nicht wirklich berechenbar.
Der Faradaysche Käfig besteht aus leitendem Material. Wer da drin sitzt und die leitenden Teile nicht berührt, um den herum werden die größten Ströme herumgeleitet und er merkt nichts davon.
Erdung bedeutet eine möglichst gut leitende Verbindung zur Erde herzustellen, also dem eigentlichen "Ziel" des Blitzes. Richtig wäre es also, den Faradayschen Käfig zusätzlich auch zu erden, also z.B. ein leitend mit dem Käfig verbundenes, blankes Stück Metall in den Boden zu stecken. Hubstützen reichen da vielleicht schon. Aber bei den Spannungen wird der Blitz auch ohne Erdung einfach per Lichtbogen, also nochmal als Mini-Blitz, überspringen. Das gibt vielleicht noch angesengte Stellen dort wo der Lichtbogen entstanden ist.
Insgesamt glaube ich aber, dass man im WoMo bei Gewitter wahrscheinlich eher durch vom Blitz getroffene und umstürzende Bäume, als durch den Blitz selbst gefährdet ist.
gerri86 hat geschrieben:Ganz wichtig finde ich auch die Erkenntnis, das die GFK Eigner definitiv zu einer Hochrisikogruppe gehören.
Mein alter Freund Dirk (Nein, nicht der Admin) hat geschrieben:Wir werden alle sterben, aber ... später.
Meine neue Hütte ist auch aus GFK, hat aber vorne noch ein blechernes Fahrerhaus und hinten eine Reling mit Metalleiter auf dem Dach. Hubstützen sollen auch drunter sein, muss ich mal ganz genau nachsehen. Die habe ich bisher nie vermisst.
Tipsel hat geschrieben:Kommt nicht die Energie aus dem Erdreich dem Blitz entgegen, damit es passt?
Kann sein, dass sich der Blitz auch vom Boden zur Wolke bewegt. Das macht aber für Erdung oder den faradayschen Käfig keinen Unterschied.
Wenn mein WoMo auf einer kahlen Hügelkuppe die höchste Erhebung ist und das Gewitter da genau drüber zieht, dann könnte es attraktiv genug für den Blitz sein. Wenn was Höheres in der Nähe ist, also Bäume oder Häuser, dann wird der Blitz wohl eher diesen Weg wählen. Dann könnte aber was von dem voll getroffenen Baum oder Haus runterfallen auf mein WoModach.
Aber, wie schon mehrfach bei diesem Thema festgestellt: Es ist kein Fall bekannt, bei dem wirklich jemand an den Folgen eines Blitzeinschlages ins WoMo gestorben ist
Wird man draußen vom Gewitter überrascht, sollte man in die Hocke gehen und sich möglichst klein machen. Auf keinen Fall breitbeinig stehen bleiben oder sich hinlegen. Wenn der Blitz einschlägt, fließt der Strom durch das Erdreich. Das hat einen bestimmten Widerstand. Fließt Strom durch einen Widerstand, fällt darüber eine Spannung ab. Stehe ich jetzt breitbeinig auf dem feuchten Waldboden und es fließen unter mir 100 Ampere durch den Boden bei 50 Ohm Widerstand (rein hypothetische Zahlen), dann fallen zwischen meinem linken und rechten Fuß 5000 Volt ab (U = R x I, Ohmsches Gesetz
--> Link ). Das ist die sogenannte Schrittspannung (
--> Link) Das reicht locker, damit ich mir keine weiteren Gedanken mehr über das Wetter machen muss.
Halte ich beide Füße dicht zusammen, ist der Widerstand darunter deutlich kleiner, vielleicht nur ein Ohm oder weniger. Bei der jetzt geringeren Spannung von 100Volt reichen wahrscheinlich meine Schuhsohlen als Isolierung aus.
Gewitternächte im WoMo finde ich auch nicht so wahnsinnig gemütlich, meistens fällt der Schlaf dann aus, wegen dem Krach und dem Geblitze. Wahrscheinlich würde ich mich auch aus dem Alkoven ins Fahrerhaus oder hinten unter die Dachreling verziehen.
Das Kabel sollte man aber schon abziehen. Der Blitz kann irgendwo ins Umspannwerk einschlagen, dann gibts eine schöne Überspannung und es raucht aus dem Elektroblock.
Manche ziehen Blitzschäden auch magisch an. Bei Freunden von mir geht fast bei jedem Gewitter irgendein Elektrogerät kaputt.
CarbonUnit