Hallo Hanns,
die strecke auf der E 6 mit den meisten dicht nacheinander folgenden tunnel ist nördlich von Fauske und war in unseren ersten fünf jahren in Norwegen unsere hausstrecke die letzten 150 km bis dann der Steigentunnel des Fv 835 uns in unsere heimatkommune brachte.
Wie man aus der autokarte sehen kann ist gerade diese strecke das berühmte "Nadelöhr" in der süd-nord-landverbindung von Norwegen - dort muß der ganze LKW- und womoverkehr in beiden richtungen durch und eine umleitung ist nicht möglich oder wäre nur sehr sehr weiträumig über Schweden möglich.
Mir ist bisher noch nicht bekannt, das dieser streckenabschnitt eine länger als 12 stunden andauernde tunnelsperrung durch einen unfall hatte - max. 12 stunden sperrung meistens nachts bei umfangreicheren straßen- oder wartungsarbeiten.
Die E 6 von süden kommend ist vor dem ersten tunnel nördlich von Fauske, in Megård (GPS 67.40433º N, 15.65483º O ;
67° 24? 15.6?N, 15° 39? 17.4?O ) ein höhenbegrenzungsbalken über der rechten fahrbahnseite und gleich der zweite tunnel ist der spannensde tunnel der strecke, weil man ca. einhundert meter vor der südlichen tunneleinfahrt gleichzeitig die nördliche tunnelausfahrt sehen kann und natürlich auch umgedreht, d.h. der tunnel macht einen 180°bogen.
Man kann also beidseitig der tunneleinfahrt den zu erwartenden gegenverkehr schon vorher einige sekunden beobachten oder vom beifahrer beobachten lassen.
Trotzdem hatten auch wir zwei erinnerungswürdige erlebnisse bei tunneldurchfahrten auf diesem streckenabschnitt.
Einmal, als ich im rückspiegel den funkenflug eines container-lkw zwischen oberer rechten containerkante und tunnelfelswand gesehen habe. Seitdem fahre ich mit sehr großem sicherheitsabstand hinter vorausfahrenden lkw, denn ein steinschlag im tunnel, ob pkw oder
Womo ist gefährlich.
Ein anderes mal hatte ein lkw mit munitionscontainern rechtsseitig eine reifenpanne, der munitionscontainer sich gegen die rechte felswand geneigt. Für lkw war der tunnel gesperrt wegen der unmöglichen durchfahrtbreite und -höhe. Pkw durften nur einzeln durch den tunnel und an der direkten gefahrenstelle im schritttempo passieren.
Für womofahrer mit einer ausgeprägten Tunnelphobie ist Norwegen mit seinen vielen straßentunnel nicht als das geeignetste reiseland zu empfehlen oder man kann hier gerade seine Tunnelangst richtig bekämpfen.