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Hallo zusammen, mit tut es immer ein bisschen weh, wenn sich andere (und manchmal ich - aus Versehen) so verhalten, dass wieder andere einen richtigen Brass auf Wohnmobilisten bekommen. Was führt eigentlich zu solchen Entwicklungen? Beispiel 1: Wir kommen abends in Löf auf dem Stellplatz an und wollen nach einem Weinchen ins Bett. - Aber: der Wohnmobilnachbar lässt seinen Motor laufen. Na ja, er wird ihn ja gleich ausmachen.....-ist ja auch für die umliegenden Häuser (50-80m weg) nicht so toll. "Gleich" waren in diesem Fall ca. 10-15 Minuten (ich habe nicht auf die Uhr geschaut). Also steht dem zu Bettgehen nichts im Wege. Gerade als wir beide wegschlummerten, ging der Nachbarmotor wieder an! Also bin ich aufgestanden, -angezogen, -zum Nachbar gegangen, -höflich um Ruhe gebeten, weil wir schlafen wollen. Die Erklärung ("aber wir gucken doch die Eurovision") war für mich nicht ausreichend. Immerhin machten sie den Motor aus und er wurde auch nicht mehr angemacht (nachts). Beispiel 2: Dieses Beispiel tut mir persönlich ziemlich weh, weil es mir passiert ist. Nach einer Entsorgung kam es aufgrund einiger Zufälle dazu, dass wir den Brauchwasserabfluss nicht verschlossen haben. Wir fuhren also auf einen Stellplatz ohne Ver- und Entsorgung und blieben dort fast 2 Tage. Wir duschten und spülten und.................. Als wir dort wegfuhren (auch um zu entsorgen), hatten wir kein Brauchwasser im Tank. Nun wurde uns schlagartig klar, weshalb uns die Holländer von nebenan so böse angeschaut haben!!! Oh hätten sie doch etwas gesagt oder gezeigt. Wir selbst haben es nicht bemerkt, da wir in relativ hohem Gras standen und es daher nicht plätscherte und auch keine Pfützen zu sehen waren. Es gibt sicher noch viele weitere Beispiele - gewollte oder ungewollte. Ich lerne daraus, dass ich nicht lange warte, bevor ich andere anspreche, wenn mir etwas auffällt.... - ich möchte ja auch angesprochen werden und aufmerksam gemacht werden. Viele Achim was möchtest Du mitteilen? :gruebel: Also ich habe es verstanden... Ist ja was Wahres dran! Ich bin da voll auf deiner Seite: Wenn ich unbewusst (vielleicht sogar bewusst) etwas falsch mache, so soll man mich durchaus darauf hinweisen. Mir ist das mit dem offenen Brauchwasser auch schon passiert, bei unserem frühen, kleinen Wohnwagen hatte ich den Hahn nicht zugedreht. Auf einem Campingplatz hab ich versehentlich 3 Tage mit Strom geheizt, weil die Vorrangschlatung auf Strom stand. Hab ich dann von mir aus nachgezahlt da nach meiner Rechnung das nicht inclusive sein konnte. Auf dem Platz in Tothenburg o.d.T hatten sich zwei Mobile entlang der Rasenkante aufgestellt und blockierten mindestens 6 Plätze nur um mit schöner Aussicht auf die Stadt vor an der Türseite ihres Mobiles sitzen zu können. Der Platz war voll. In Frankreich auf einem Parkplatz in der Stadt machte ein Wohnmobilfahrer seinen Generator an "um sich eine Pizza zu backen". (Hatte der einen Elektrobackofen?) Ich möchte jedenfalls andere nicht mehr stören. als unbedingt notwendig.
Es ist schön und spricht auch für dich, daß du offen bist für gutgemeinte Hinweise. Nur die allermeisten Menschen sehen in gutgemeinten Hinweisen erst mal eine Belehrung, und manchmal auch ein direkter Angriff auf ihre langjährige Campererfahrung. Vor Jahren hatte ich auf einem einsamen Stellplatz in der Pampa wo ich und ein anderer Wohnmobilist die einzigen waren, in freundlicher Absicht den Kollegen auf ein Malheur aufmerksam zu machen versucht. Ich ging von einem Versehen seinerseits aus und dachte folglich er wäre mir dankbar für meinen Hinweis. Der hatte an seinem Womo den Ablaßhahn vom Grauwasser offen stehen, so daß die Brühe direkt nach draußen im Gras versank. Als ich an seine Womotür klopfte und ihn freundlich darauf aufmerksam machte, meinte er wütend ich solle mich um meinen eigenen Kram kümmern, und das in einem Ton der weitere Worte überflüssig machten. Jetzt wußte ich daß bei dem offenen Hahn kein Versehen, sondern eine Absicht dahinter lag. Als ich erschrocken über sein agressives Verhalten mich nicht gleich von dannen machte, packte er einen neben seiner Tür wohl bereitstehenden Baseballschläger und meinte, ob er damit seinen Worten Nachdruck verleihen sollte. Sicher hätte ich mich auch auf eine körperliche Ausseinandersetzung mit ihm einlassen können. Aber weshalb und wozu das alles? Also kümmerte ich mich wieder um meinen eigenen Kram und verließ sogar den Stellplatz. Das ist jetzt schon einige Jahre her, und dieser gewaltbereite Mensch stellt wohl auch die minderheit der gesammten Campingfraktion dar. Aber seit dem Vorfall kümmere ich mich wirklich nur noch um meinen eigenen Kram, und verlasse Stellplätze auch sofort wieder, sofern ich überhaupt mal welche anfahre, sobald ich die Gegenwart solcher asozialen Camper erahne oder sichtbar wahrnehme. Ich persönlich ziehe dann lieber ein paar kilometer weiter, und habe irgendwo in einer verlassenen Ecke meine Ruhe. Mir selbst reicht es für mein gutes Gewissen, wenn ICH als Camper in meiner Umwelt einen guten Eindruck hinterlasse. Für den Eindruck den andere hinterlassen, fühle ich mich schon lange nicht mehr verantwortlich. Also ich bin für gut gemeinte Hinweise - in "normalem" Ton dankbar. Wenn ich aber vom Platzhirsch gleich blöd angemacht werde (wie im Februar in Rottweil) pack ich ein und ziehe weiter. Moin! Da passt wieder das Motto: " Der Klügere gibt nach! " Nur das Dumme daran ist, dass die "Unklugen" sich dadurch immer durchsetzen können! Es ist und war schon immer so, dass einige wenige, vielen anderen alles verderben. :| WILMA57
In diesem Falle hätte ich dann ein Foto vom auslaufenden Grauwasser gemacht und später eine Anzeige unter dem Hinweis, dass du darauf hingewiesen hast (Vorsatz) wegen Verstoßes gegen §22 Bundesimmissionsschutzgesetz erstattet. Sich kümmern erfordert allerdings auch ein gewisses Maß an Civilcourage da einem dabei auch solch unangenehme dinge passieren können. Sich als Zeuge zur Verfügung stellen ist immer unangenehm. Ob Malheur oder nicht, die "helfende Hand" ist manchmal gar nicht gewollt. Auf einem Bodensee SP standen wir recht weit abseits und die Kabeltrommel inkl. des Cee-Kabels reichten grad so ans WoMo für uns. Ich machte dann einen neuen Mobilisten darauf aufmerksam, dass, wenn er Strom benötigte, schlechte Karten habe, bzw. ob er diesen brauche. Keine Reaktion, im Gegenteil, nicht mal die Tageszeit konten die beiden Gestalten an diesem und am nächsten Tag sagen. Sowas brauche ich wie ein Loch im Kopp. Fazit: Einfach mal die Fresse halten und gut! Ich denk, dass jedem, mal Kleinigkeiten unterlaufen, allerdings möchte ich wissen, wie solche Leuchte, wie im Eröffnungsfred Punkt 1. sonst so durchs Leben gehen! Ich darf alles, andere nix? Wohl so ähnlich. Bei dem Knipser wäre ich nach 5 Minuten rausgelaufen, bzw. hätte wohl noch eher "mach die Karre aus, Du Vollpfosten" aus meinem Mobil heraus gerufen. Als ich an seine Womotür klopfte und ihn freundlich darauf aufmerksam machte, meinte er wütend ich solle mich um meinen eigenen Kram kümmern, und das in einem Ton der weitere Worte überflüssig machten. Jetzt wußte ich daß bei dem offenen Hahn kein Versehen, sondern eine Absicht dahinter lag.
Wenn jeder Wohnmobilist den anderen wegen auslaufendem Grauwasser immer gleich Anzeigen würde, dann würden die Wohnmobilisten mehr Zeit in Amtstuben verbringen, als auf Stellplätzen. Ich bin mir absolut sicher daß "fast" jeder schon mal in seiner Campinglaufbahn kleinere oder größere Mengen Grauwasser in der Botanik entsorgt hat. Ich will das gar nicht schönreden, aber immer gleich Fotos machen, mit Anzeigen drohen, und auf Verstöße hinweisen für dessen Paragraphen man sich erst mal ein Gesetzesbuch zulegen muß daß dann noch dicker ist als jeder Stellplatzführer, das ist weisgott nicht meine Welt.
Für mich persönlich hat einen anderen wegen seines absichtlich auslaufendem Grauwassers gleich anzuzeigen, mit Zivilcourage nichts zu tun. Ich fotografier und zeige auch keine Camper an die trotz sichtbarem Verbot auf einem Waldparkplatz Camping betreiben. Warum? Ganz einfach weil es mich persönlich nicht stört. Zivilcourage zeige ich wenn überhaupt nur da, wo Menschen oder Tiere in Not sind, und sich selbst nicht mehr helfen können.
Genau richtig, Dein Fazit. Bevor ich jemandem ungefragt Hilfe anbiete, überlege ich mir das 3 Mal. Manche wollen das gar nicht und werden dann sogar frech, wenn man sich in ihren Kram "einmischt". Zitat von oben: Da passt wieder das Motto: " Der Klügere gibt nach! " Bedeutet auch: Die Weltherrschaft der Dummen. :(
"Wenn die Klugen immer nachgeben, regieren die Dummen eines Tages die ganze Welt! " :) ----------------------------------------- Deshalb nehme ich unterwegs immer gerne einen Rat an und frage und helfe auch gerne, wenn ich sehe, das jemand ein Problem hat. In Bayern sagt man. "mim redn kemmat leit zam" Wenn die Leute zusammen sprechen, kommen sie auch zusammen. An Meteor Ich fühle mich aus dem Zusammenhang zitiert. Ich würde nicht jeden Anzeigen, der Grauwasser auslaufen lässt, ob absichtlich oder unabsichtlich, oder falsch parkt, oder ins Gebüsch pi.... Glaube auch, dass wir das alle schon mal gemacht haben Aber wenn ich jemanden darauf Hinweise, dass er wohl vergessen hat, den Abwasserhahn zu schließen, und der mir dann mit Prügel droht, da ist die Grenze schon niedriger anzusetzen. Die Grenze, wann man eine Anzeige erstattet ist sowieso fließend. Wer würde z.B. nicht anzeigen, wenn einer Öl in der Pampa abläßt für den Ölwechsel, oder seine Kinder mißhandelt, oder seine Frau? Oder beim Nachbarn den Stuhl stiehlt. Geht mich nichts an???? Aber gut, das ist mir noch nicht passiert und ich habe deshalb noch niemanden angezeigt ;-) Aber angesprochen habe ich schon Leute. Außerdem bin ich wohl falsch verstanden worden bezüglich Zivilcourage: Anzeigen wegen Grauwasser-laufen-lassen habe ich damit nicht gemeint, sondern sich kümmern. Den anderen Ansprechen, wenn ich glaube, dass etwas falsch läuft, das ist Civilcourage. Jemandem Hilfe anbieten, das ist Civilcourage. Sich als Zeuge, z.B. bei einem Unfall oder einer beobachteten Straftat zur Verfügung zu stellen, das ist Civilcourage. Erste Hilfe leisten ist Zivilcourage. Ich glaube nicht, dass man das abstreiten kann. Das hat auch nichts mit "verpfeifen" zu tun. Wenn ich jemandem einen Hinweis gebe, dass etwas falsch läuft, dann kann ich erwarten, dass das abgestellt wird. Ich bin auch schon dazwischengegangen, als ein junger Mann seiner Freundin auf der Straße eine Ohrfeige gab. Auch wenn die Geohrfeigte danach gegen mich war, würde ich das wieder machen. Ich habe (blöderweise) auch schon mal den Abwasserhahn offen gelassen und würde mich freuen, wenn Du mir bescheid sagst.
dem schließ ich mich an, leider ist uns das auch schon passiert und man wundert sich dann bloß warum die anderen einen so schief anschauen. Es wäre mir echt lieber sie sagen warum..... Hallo, tja, nur ist es manchmal schwer den normalen Ton anzuschlagen, wenn man evtl. auch schon längere Zeit u. wiederholt genervt wird / "Schweinereien" beobachtet (immer wieder Moppel an, immer Abwasser offen, was auch schon mal offensichtlich quer über den Parkplatz läuft ...) Und dann als Kritisierter ist es ja auch nicht leicht, das erst mal aufzunehmen, auch oder gerade weil man den Fehler (sich selber / ggf. vor seiner Familie ! ) eingestehen muss! Das ist manchmal wirklich schwierig! Da ist es nicht verwunderlich, wenn als erstes solche Reaktionen kommen:
... einfach dumm stellen und (auch konstruktiv gemeinte) Kritik ignorieren ... :roll: Und es gibt ja noch "nettere" Reaktionen, bis zur Gewaltandrohung.
Ich würde deswegen gar keinen Anzeigen, selbst den Prügel androher nicht. Das wäre mir die Sache nicht wert.
Beim Öl wechsel in der Pampa, bei des Nachbars Stuhl stehlen, und bei der mißhandelten Freundin/Frau würde ich definitiv keine Anzeige erstatten, wenn ich zufällig dessen sichtbar würde. Ich persönlich fühle mich weder für Umweltsünder, noch für die Stühle meines Nachbarn, und schon gar nicht für den prügelnden Partner einer erwachsenen Frau verantwortlich. Als Zeuge würde ich mich sofern schon eine Anzeige vorläge, aber durchaus zur Verfügung stellen, aber selbst eine Anzeige erstatten würde ich definitiv nicht. Bei mißhandelten Kinder liegt die Sache wieder auf einer ganz anderen Ebene. Kinder sind total hilflos, können sich dagegen nicht wehren, und haben ihre prügelnden Eltern auch nicht selbst gewählt. Sie sind immer auf den Schutz und die Hilfe dritter angewiesen. Da wegzuschauen ist nicht nur sträflich, sondern auch ein klassischer Fall von fehlender Zivilcourage.
Na gut, über die definition von Zivilcourage kann man geteilter Meinung sein. Hilfsbereitschaft zeigen, kommt bei einigen deiner genannten Beispiele, da schon eher hin.
Ich würde mich NIEMALS in so eine Bagatelle einmischen, und zwar ganz einfach deswegen weil es mich zu Recht absolut gar nichts angeht, wie Paare ihre Konflikte austragen. Was anderes wäre es, wenn die Freundin schon hilflos am Boden läge, und der Freund noch immer auf sie eintreten würde. Ich will da jetzt keine Moraldiskussion vom Zaun brechen, aber ich z.B. will nicht überall meine Nase reinstecken, und wäre froh wenn andere bei meinen Verfehlungen die niemandem Schaden, es auch nicht tun würde. Meteor, an deiner Einstellung sieht man, woran es in unserer Gesellschaft krankt: Nur an sich selbst denken. Die Ohrfeige ist eine Körperverletzung und vielleicht der Auftakt zu viel Schlimmerem. Da schreitest du dann also nicht ein, weil es deren Privatsache ist? Oder der Diebstahl. Den tolerierst du auch? Mir graut vor dir und deiner Einstellung.
:daumen2: Vor zwei Jahren an Weihnachten in Portugal auf dem CP klopfte sich ein englisches Pärchen soo.. lange und richtig heftig im Wohnmobil, es polterte als wollten sie sich gegenseitig umbringen. Ich hab’s nicht mehr ausgehalten da zu zuhören, hatte Angst um die Frau, klopfte dann am Fenster. Der Mann machte kurz das Fenster auf, maulte kurz und schlug das Fenster wieder zu. Kurz danach gings weiter… Am nächsten Nachmittag kamen sie mir Händchenhaltend und grinsend entgegen. Ich würde trotzdem wieder klopfen, obwohl’s mir fast peinlich war. Also ich wäre schon sauer wenn wer unser Vorspiel stört. :mrgreen:
Wenn dem so ist, dann bin ich wohl bei den meisten Menschen in allerbester Gesellschaft.
Richtig, ich schreite da guten Gewissens nicht ein. Die Frau die sich den Prügler als Partner auserwählt hat, kann ihn ja wegen Körperverletzung anzeigen. Sofern sie mich als Zeuge benennen möchte, stehe ich ihr deswegen gerne zur Verfügung. Aber die Frau wird ihren Partner ( in 99% der fälle ist es so) deswegen weder Anzeigen, noch wird sie ihn deswegen verlassen. Packt schlägt sich, und pack verträgt sich.
Nein, den Diebstahl toleriere ich nicht, ich bringe ihn nur nicht zur Anzeige. Wenn der Nachbar den Diebstahl anzeigen möchte, dann stelle ich mich gerne als Zeuge zur Verfügung.
Wenn es dir erleichterung verschafft so über mich zu denken, mein Segen hast du.
:daumen2: :daumen2: :daumen2: :daumen2: :daumen2: :daumen2:
Also das ist wohl ein bisschen heftig ausgedrückt, es gibt viele User hier vor denen es mir eher graut. :( Vor zwei Jahren an Weihnachten in Portugal auf dem CP klopfte sich ein englisches Pärchen soo.. lange und richtig heftig im Wohnmobil, es polterte als wollten sie sich gegenseitig umbringen. Ich hab’s nicht mehr ausgehalten da zu zuhören, hatte Angst um die Frau, klopfte dann am Fenster. Der Mann machte kurz das Fenster auf, maulte kurz und schlug das Fenster wieder zu. Kurz danach gings weiter… Am nächsten Nachmittag kamen sie mir Händchenhaltend und grinsend entgegen. Ich würde trotzdem wieder klopfen, obwohl’s mir fast peinlich war.[/quote] Wohl nach dem Motto: Die Frau braucht täglich ein Mal Schläge, er weiß nicht warum, aber sie weiß es ganz genau :D :D :D :D :D :D |
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