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Süd-/Mittelnorwegen 2013 - Ein Reisebericht 1, 2, 3


Rodger44 am 25 Jun 2013 10:03:01

Dann weiterhin gute Reise und hoffentlich ein stabiles Wetter. Wollten eigentlich auch nach Skandinavien, aber letztlich hat das Wetter uns nach Kroatien geleitet. War ganz gut, Wetter ist dort sicherlich besser absehbar, aber mit Skandinavien nicht zu vergleichen. Wir wünschen Euch weiterhin eine gute Zeit uns hoffentlich schickt Ihr noch viele Bilder.

LG
rodger44

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Gast am 25 Jun 2013 10:20:27

Da hätt´ich ja was aus Molde, abends gegen 21.00 Uhr, Allerdings schon fast 10 Jahre her.

Die Radlerin ist meine Holde



Wenig später



Schnee im Mai 2004, die Bergkette vom CP Molde aus gesehen.



Schöne Reise noch!

arco1111 am 25 Jun 2013 22:03:31

Dienstag, 25.06.2013

Die Norweger scheinen ein sportliches Volk zu sein. Bis gegen Mitternacht sind junge Leute die 7 km den Berg hoch gekeucht, haben kurz verschnauft und sind wieder runtergerannt.
Allen Respekt vor dieser Freizeitbetätigung.

Die ganze Nacht hat es nur an einem Stück geregnet.
Jetzt am Morgen sehen wir nichts, weil nämlich die Wolken so tief hängen.
Nach dem Frühstück nutzen wir Walters Link, suchen uns ein Plätzchen, an dem die Sonne scheinen soll und fahren los.

Bei Bud schwenken wir auf den Atlanterhavsveien, ein schönes asphaltiertes Strässchen, bevor wir bei Vevang auf die berühmten Brücken treffen. Das Meer ist ruhig bei Ebbe, sodass uns erspart bleibt, auf den Brücken eine Salzwasserdusche abzubekommen.





Bei Kanestraum nehmen wir die Fähre über den Trangfjorden. Wenig später stehen wir vor dem 5,7 km langen Atlanterhavstunnel und bezahlen 125 NOK. Es geht mit 10 % Gefälle abwärts, ziemlich auf halber Strecke wurde eine Halle mit blauem Licht eingebaut, ähnlich dem Laerdalstunnel.
In Kristiansund angekommen, versuchen wir einen Parkplatz in City-Nähe zu finden. Nach 2 erfolglosen Stadtrundfahrten geben wir auf und steuern Richtung Trondheim. Ein weiterer Unterwassertunnel mit 5,1 km Länge ist zu durchfahren, bevor wir auf die E 39 einschwenken.



Kurz vor Trondheim haben wir endlich die Sonne wieder eingeholt. Nach Tagen des Regens war unsere Freude groß.

Jetzt stehen wir neben der Burgruine "Steinvikholmen", erbaut 1525 vom Erzbischof Olav Engelbrektsson, auch als Heiliger Olav bekannt. Und die Sonne scheint uns ins Gesicht.










Wir senden viele herzliche rüber zu Walter nach Selbu. Wir wären gerne vorbeigekommen, aber die Zeit ist diesmal einfach zu knapp.
Beim nächsten Mal wieder.

Gefahrene km: 356

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Gast am 25 Jun 2013 22:53:45

arco1111 hat geschrieben:Dienstag, 25.06.2013

Die Norweger scheinen ein sportliches Volk zu sein. Bis gegen Mitternacht sind junge Leute die 7 km den Berg hoch gekeucht, haben kurz verschnauft und sind wieder runtergerannt.
Allen Respekt vor dieser Freizeitbetätigung.



Auch wir sind den Berg hoch und runter, allerdings in normalem Wandertempo.. :D

Unser Respekt vor den Norwegern in Bezug auf Sportlichkeit und Naturverbundenheit ist übrigens riesig!!
Auch ein Grund wieso wir dieses Volk so mögen :ja:

steinar am 25 Jun 2013 23:28:30

Schönes Video vom Atlanterhavsveien: --> Link

arco1111 am 25 Jun 2013 23:56:30

Das hab ich heut selber eines gemacht, so wie es bei mir war.

Engis am 26 Jun 2013 08:01:31

Sacht mal,
was kostet derzeit der Diesel in Norwegen und Schweden?


Engis

arco1111 am 26 Jun 2013 08:45:47

Schweden weiß ich nicht, in Norwegen habe ich so zwischen 13,15 bis 13,89 NOK bezahlt.

arco1111 am 26 Jun 2013 21:21:58

Mittwoch, 26.06.2013

Wir folgen der regenfreien Zone Richtung Norden, also auf der E 6 nach Steinkjer, am Snåsavatnet vorbei, um hinter Grong auf die 775 abzubiegen. Wir kennen diese Strasse noch vom letzten Jahr und wissen, dass dort gerne die Schafe vor den Leitplanken auf der Strasse liegen. Also Vorsicht. Und tatsächlich, es hat ihnen niemand diese Unsitte zwischenzeitlich abgewöhnt.



Wir folgen der RV 17 und beschließen spontan, einen Abstecher nach Rørvik zu machen, wo sich so um 20 Uhr das nord- und das südgehende Hurtigruten-Schiff treffen sollen. Über eine 41 m hohe und 700 m lange Hängebrücke, die den Nærøysundet überspannt, kommen wir in die Stadt.



Wir suchen einen Stellplatz irgendwo innerhalb der Stadt, finden aber nur Parkplätze mit einer Höchstparkdauer von 2 Stunden. Auch das Touristbüro im Küstenmuseum "Norveg" kann uns nicht weiterhelfen und verweist auf strenge Kontrollen und einen Campingplatz außerhalb der Stadt.



Selbst die putzigen brütenden Möwen können unsere Laune nicht heben.



Wir entscheiden uns, diese Stadt wieder zu verlassen. Die 770 und nach Kolvereid die 771 bringen uns weiter nordwärts. Nach einem guten Stück wieder auf der RV 17 kommen wir in Holm an die Fähre nach Vennesund, 237 NOK werden fällig.



Jetzt stehen wir in Brønnøysund auf einem Parkplatz hinter der Statoil-Tankstelle. Verbotsschild gibt's keines, also werden wir hier die Nacht verbringen, bevor wir morgen die 16 km zum Torghatten fahren.


Gefahrene km: 436

walter7149 am 26 Jun 2013 22:42:37

Hallo Uwe, wie war die übernachtung am Steinvikholmen ?
Habe gerade in unserer zeitung gelesen, das dort durch rowdytum der kiosk zerstört wurden ist und die kasse mit den parkgebühren aufgebrochen ist.

arco1111 am 26 Jun 2013 23:40:32

Hallo Walter,
Gestern Abend hab ich noch das Kuvert mit den 50 NOK in den Schlitz an der Hauswand des Kiosks gesteckt. Da war nichts aufgebrochen und der Kiosk war nicht zerstört.
Wir haben dort sehr gut und sehr ruhig geschlafen. Die Leute, die vorbeikamen, waren alle sehr nett, Rowdys haben wir keine getroffen.
Ich kann diesen Platz nur empfehlen.

lonsome am 26 Jun 2013 23:56:45

Hallo Walter,
täuscht mein Eindrcuk, oder nehmen diese Dinge auch in Norwegen immer mehr zu? Abgerissene Mautkästen etc. habe ich früher nicht gesehen, aber in den letzten Jahren immer mehr.

Klaus

arco1111 am 27 Jun 2013 19:28:01

Donnerstag, 27.06.2013

Eigentlich müsste ich jetzt unseren Reisebericht beenden, der Titel heißt ja Süd- / Mittelnorwegen und wir nähern uns immer mehr dem Norden.
Gestern haben wir die Grenze zum Nordland überschritten. Auf der RV 17 weniger spektakulär als auf der E 6, wo man durch ein stilisiertes Tor in den Norden einfährt.

Heute Nacht kurz vor 1:00 Uhr hat uns das Hurtigruten-Schiff „Nordnorge“ einen Besuch abgestattet.



Unser heutiges Ziel ist der Torghatten. Ein Berg mit einem Loch in der Mitte. Ca. 35 m hoch und ca. 160 m lang.





Welche Erklärung gibt es dafür?
A: Die wissenschaftliche:
Nach der Eiszeit durch Auswaschungen der Meereswellen.
B: Die mystische:
Ein Pfeil wurde durch einen Hut geschossen. Die komplette Sage ist unter

--> Link nachzulesen.

Der Aufstieg hoch zum Loch erinnert mich stellenweise an den Aufstieg zum Preikestolen.



Ich würde das Loch gerne vom Meer aus sehen, aber ohne Boot geht das ja schlecht.

Wir nehmen die 76, um wieder auf die E 6 zu kommen. 15 km vorher durchfahren wir den relativ schwach beleuchteten 5,9 km langen Tosentunnel.



Vor Korgen passieren wir den 8,6 km langen Korgen-Tunnel, der bei unserem Besuch letztes Jahr noch gesperrt war und wir deshalb einen Umweg über das Korgfjell machen mussten.

Am Ortseingang von Mo i Rana (500 m vor der Touristinformation) sehen wir links eine Entsorgungsstation und nutzen diese auch.
Die Temperatur ist mittlerweile auf 24 Grad geklettert.



Die 76 km bis zum Polarkreis-Center gehen recht flott, auch auf der besagten Brücke kommt diesmal keiner entgegen und schrottet unseren Rückspiegel samt Fenster.

Wir stehen jetzt auf dem Parkplatz am Polarkreis und sind mal gespannt, ob wir heute Nacht die Mitternachtssonne sehen.




Gefahrene km: 352

Gast am 27 Jun 2013 22:39:18

Das ist der Vorteil, wenn man "mobil" ist...wir können alle unseren Standort verlagern. Ist in dem langezogenen Norwegen nicht ganz unwichtig.
Freut mich, das ihr besseres und wärmeres Wetter gefunden habt. Wird man ja ganz neidisch bei 24°, da liegen wir im Schniit hier in Süddeutschland gute 10° drunter :(

Wollt ihr noch weiter rauf??

walter7149 am 27 Jun 2013 23:04:19

Hallo, sieht nicht so gut aus mit " Mitternachtssonne " - --> Link

Aber hier - --> Link

Engis am 27 Jun 2013 23:35:12

Hi!

Da wir auch zum Torghattan wollen: Kann man denn überhaupt das Loch von irgendwo aus sehen (wie hier: --> Link)

Wo müsste man da stehen?

Viele
Engis

arco1111 am 27 Jun 2013 23:50:03

Ja kann man, vom Wasser aus

walter7149 am 28 Jun 2013 00:00:51

Engis hat geschrieben:Hi!

Da wir auch zum Torghattan wollen: Kann man denn überhaupt das Loch von irgendwo aus sehen (wie hier: --> Link)

Wo müsste man da stehen?

Viele
Engis


Ja, vom deck eines schiffes der Hurtigruten - --> Link

arco1111 am 28 Jun 2013 08:29:37

Morgen Walter,
Wir bemühen uns, dem obersten Norden näher zu kommen, aber bis zum Nordkapp wird es in der uns verbleibenden Urlaubszeit nicht reichen.

canyon59 am 28 Jun 2013 09:45:25

Engis hat geschrieben:Hi!

Da wir auch zum Torghattan wollen: Kann man denn überhaupt das Loch von irgendwo aus sehen (wie hier: --> Link)

Wo müsste man da stehen?

Viele
Engis


moin
kann man auch von Land aus sehen,
du hast sicher mehr Telebrennweite als ich damals


Engis am 28 Jun 2013 10:39:24

Grrr.

Dann werd ich wohl das Kajak auspacken müssen :-)
Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht auch hin bekäme...

Viele
Engis

arco1111 am 28 Jun 2013 23:23:25

Freitag, 28.06.2013

Die Nacht war sehr windig aber Taghell. Mitternachtssonne haben wir keine gesehen, dazu war es zu sehr bewölkt.

Wir folgen der E 6 durch das malerische Saltdalen.

Kurz vor Fauske ist dann das heutige Hauptthema nicht mehr die Suche nach der Sonne, sondern der Rückspiegel (wieder mal).
Im Kvænflågtunnelen fährt ein Kleinbus über die Mittellinie und kommt auf uns zu.



Innerhalb von Sekundenbruchteilen gibt es 2 Möglichkeiten: versuchen auszuweichen und WoMo gegen die Tunnelwand steuern oder bewusst nicht das Auto verreissen und warten was kommt. Es kommt der unvermeidliche Schlag, als unser Rückspiegel abgerissen wird, allerdings bleibt dieses Mal das Fenster zum Glück ganz. Lediglich tiefe Kratzspuren sind auch noch an der Seitenwand festzustellen.
Der Kontrahent entkommt unerkannt in dem dunklen Tunnel.

Wir haben noch die provisorischen Spiegel für alle Fälle in der Heckgarage. Einer davon wird moniert. Sieht zwar sch.... aus, aber ich kann nach hinten sehen und die Reparatur Zuhause kommt billiger und frisst nicht ein paar Tage unseres Urlaubs.



Auf der Höhe Sandnes passieren wir die schmalste Stelle Norwegens. Weil der Hellemofjorden weit ins Land greift, bleiben nur noch 4,3 km Land bis zur schwedischen Grenze übrig.

Dieser Streckenabschnitt der E 6 bietet fantastische Abwechslung zwischen Fjord- und Bergpanorama.








In Bognes nehmen wir die Fähre weiter Richtung Narvik, wo wir nach einer guten Stunde ankommen und einen Stellplatz suchen. Leider ist das nicht so einfach, weil alle Plätze, die wir ansteuern, überfüllt sind.



Hinter Narvik finden wir einen Platz am Fjord, den eine norwegische WoMo-Reisegruppe für sich in Beschlag genommen hat. Die WoMo’s auf 10 m Abstand gestellt und dazwischen als Platzhalter Stühle und Tische. Als wir darauf warten, dass jemand sein Gerödel wegstellt, damit auch wir ein Plätzchen bekommen, ernten wir nur blödes Gegrinse (ist das die berühmte norwegische Gastfreundschaft????). Wir haben uns dann für die Kollegialität bedankt und sind 20 km weitergefahren, um auf einem kleinen privaten Campingplatz mitten im Wald ganz alleine die Nacht zu verbringen.


Gefahrene km: 368

Gast am 28 Jun 2013 23:41:17

Ihr habt aber auch ein "Spiegelpech" :eek:
Unglaublich..
Ich kenne das Geräusch gut, eckelhaft!
....zum "Glück" war es nicht ganz so schlimm wie beim letzten Male!
Geht es jetzt noch auf die Lofoten??

arco1111 am 29 Jun 2013 00:00:52

Nein Klaus,
wir fahren morgen rüber nach schwedisch Lappland und an die finnische Grenze und dann wieder Stück für Stück Richtung Heimat. Ich weiß noch nicht wie ich es in Schweden mit dem Internet mache, vielleicht werd ich mich täglich mal bei McDonalds mit freiem WLAN einfinden.
Ansonsten müsst ihr warten.

walter7149 am 29 Jun 2013 00:23:07

Hallo Uwe, ja ihr habt aber auch ein pech mit dem spiegel. An dem kleinbus muß doch dann auch der spiegel flöten gegangen sein und er hätte wenigstens stoppen können.
Ich glaub ich hätte gewendet, die polizei informiert und wär hinterhergefahren bis ich ihn eingeholt hätte und die sache dann sofort geklärt.
Warum hast du mich nicht kontaktiert, nördlich von Fauske hätte ich euch jede menge stellplätze nennen können, hab ja schon mal 5 jahre in dieser gegend gewohnt und gearbeitet.
Ansonsten immer weg von den hauptstrassen bei der stellplatzsuche und ruhig mal 5 bis 10 km nebenstrecke fahren und da findet man immer was.
Wünsche noch gute weiterreise.

walter7149 am 29 Jun 2013 00:28:42

arco1111 hat geschrieben:Nein Klaus,
wir fahren morgen rüber nach schwedisch Lappland und an die finnische Grenze und dann wieder Stück für Stück Richtung Heimat. Ich weiß noch nicht wie ich es in Schweden mit dem Internet mache, vielleicht werd ich mich täglich mal bei McDonalds mit freiem WLAN einfinden.
Ansonsten müsst ihr warten.


Da müßte deine norwegische sim-karte auch funktionieren, eventuell zum gleichen tarif oder mit etwas mehr kosten,
das mußt du mal prüfen, denn du solltest dann von Telenor eine SMS bekommen wo der tarif Norden benannt ist und eventuell mußt du was aktivieren damit es weiter funktioniert.

arco1111 am 29 Jun 2013 08:37:04

Danke Walter, wir fahren eigentlich schon runter von der Hauptstraße bei der Stellplatzsuche, aber zur Zeit sind so viele norwegische und schwedische Wohnmobile unterwegs. Sind gerade Ferien oder drängt am Wochenende alles raus?

arco1111 am 29 Jun 2013 21:00:43

Samstag, 29.06.2013

Die ganze Nacht war nicht das leiseste Geräusch zu hören, die Sonne strahlte so herunter, dass wir beinahe Sonnencreme im Bett auflegen mussten.

Wir nehmen den Kong-Olavs-Vei (E 10) über das Bjørnfjell Richtung Kiruna. Bald passieren wir die schwedische Grenze und in Abisko hat dieses Mal die einzige Tankstelle auf dieser Strecke geöffnet.





In Kiruna kaufen wir noch Brot, biegen dann bald links ab, um nordwärts nach Karesuando an der finnischen Grenze zu fahren.

Und dann steht plötzlich unser erstes Rentier dieses Jahr mitten auf der Straße.



Karesuando ist bekannt dadurch, dass zum einem dort die nördlichste schwedische Kirche steht, zum anderen durch seine Messerfabrik, deren Werksverkauf leider am Wochenende nicht geöffnet hat.





Über den Grenzfluss Muonio wechseln wir nach Finnland über und folgen der E 8 südwärts.

Die ganze Zeit schon werden wir verfolgt von Schwärmen von Mücken, ein Aufenthalt im Freien ist so gut wie unmöglich.

Jetzt stehen wir am Ufer mit Sandstrand des Muonio, das Grillen fällt wegen der blutrünstigen Plagegeister aus, das Fleisch wandert in die Pfanne.





Gefahrene km: 469

arco1111 am 30 Jun 2013 19:38:19

Sonntag, 30.06.2013

Die Nacht ist kurz, sehr kurz.
Kurz vor 4 Uhr kapitulieren wir. Die blutrünstigen Monster, die durch die Zwangsentlüftung und alle sonstigen nicht erkennbaren Öffnungen ins WoMo zum Blutsaugen kommen, haben gewonnen. Ich weiß nicht, wieviel von den Plagegeistern wir totschlagen oder kaputtsprühen. An Nachtruhe ist nicht mehr zu denken. Also fahren wir los Richtung Tornio .

Frühstück gibt's am Polarkreis.



Und dann fängt es an zu regnen, es schüttet was runtergeht. Na ja, wenigstens fliegen dann keine Moskitos.

In Tornio überqueren wir den Grenz-Fluss nach Schweden und nehmen die E 4 Richtung Lulea.

Der Reiseführer beschreibt in Töre einen Picknickplatz in Nähe des Hafens. Dorthin geht's, um das Formel 1-Rennen im Fernsehen anzuschauen und um was zu Mittag zu essen.
Forumskollege Pelle1, auf der Rückfahrt vom Nordkapp, spricht uns aufgrund des Forumaufklebers an und wir plauschen kurz, bevor wieder jeder seinen Weg fortsetzt.

Am kleinen Hafen liegt eine Markierungsboje verankert, die den nördlichsten Punkt vom Bottnischen Meerbusen markiert.



Wir verlassen die E 4 und machen einen Abstecher nach Lulea Gammelstad.
Dies ist eine Siedlung mit 400 Hütten, in denen die Bewohner der Gemeinde übernachten konnten, wenn sie zum Gottesdienst kamen.

Weiteres in Wikipedia --> Link







Im Speiselokal "Kyrkbyns Matsalar" essen wir einen Teller mit allen möglichen Spezialitäten Lapplands. Und der Gipfel der Verwöhnung, es gibt ein Hefeweizen von Pulaner dazu.

Jetzt stehen wir auf dem Besucherparkplatz von Gammelstad bei 24 Grad und herrlichem Sonnenschein.





Gefahrene km: 396

knipperdollink am 30 Jun 2013 22:30:10

Hi Uwe,
das letzte Bild ist doch Verwöhnung pur für den Gaumen. Auch glaube ich, ihr habt bisher eine wunderschöne Tour hinter euch gebracht, fehlt halt manchmal das richtige Wetter. Aber schon allein der Bericht mit dem Spiegel, ich glaube ich werde meine alten WOWA-Spiegel mitnehmen. Vielleicht hast Du mal ein paar Bilder Stellplätze oder den sonstigen Übernachtungsplätzen für uns Neugierigen. Auch die INFO über die Moskitos bringt mich schon ins grübeln. Ich wünsche euch noch eine gute Tour, das beste Wetter und eine gesunde Rückfahrt. :)
Glückauf ausm Pott

arco1111 am 01 Jul 2013 09:46:03

Hallo knipperdollink,
Ok, ich werde, wenn ich zurück bin, die Koordinaten ünserer Übernachtungsplätze einstellen. Vielleicht finde ich auch das eine oder andere Bild davon.

miko am 01 Jul 2013 11:32:42

Das wäre super, denn wir starten am 8. Juli fast den selben Weg hinauf zum Nordkapp !

arco1111 am 01 Jul 2013 22:21:39

Montag, 01.07.2013

wir folgen der E 4 Richtung Pitea. In Jävre besuchen wir die alte Raststätte, in der alle möglichen Ausstattungsgegenstände aus den 60er Jahren zusammengestellt wurden.



In Skeleftea wechseln wir auf die 95, um in Varuträsk die Vildmarksgruven zu besichtigen und das eine oder andere interessante Mineral selbst zu finden. Sogar Gold soll dort zu finden sein. Öffnungszeit Montag bis Freitag ab Juli. Die Anlage ist geschlossen. haben wir heut nicht Juli???
Also fahren wir unverrichteter Dinge weiter und der Traum vom Goldfund muss noch warten.

Und dann seh ich ihn. Er steht hinter dem Wildschutzzaun an der E 4. Zum fotografieren bleibt keine Zeit, wir sind viel zu schnell vorbei. Also bei nächster Gelegenheit wenden. Und tatsächlich, er ist noch da und vertilgt in aller Ruhe das frische Grün. Der erste freilaufende Elch, den ich fotographieren konnte.



In Ratan verlassen wir wiederum die E 4 um in Norrfjärden an der Fährstation zur Insel Holmön den Parkplatz als evtl. Übernachtungsquartier anzuschauen. Leider ist der Parkplatz total überfüllt, keine Chance, noch ein WoMo unterzubringen. Aber der Platz hätte eine schöne Aussicht aufs Meer gehabt.



Also zurück nach Ratan, wo es einen Naturcamp gibt. Dort sind jedoch so viele Fliegen, dass wir schnell wieder das Weite suchen und weiterfahren nach Umea auf den Campingplatz.

Wir grillen und zum Nachtisch gibt's frische Waffeln von einem alten Waffeleisen.



Walter, was machen Deine Waffel-back-Versuche?


Gefahrene km: 374

walter7149 am 02 Jul 2013 00:54:02

Hallo Uwe, mann sieht das lecker aus, gab´s Blaubeermarmelade dazu :?:
Unser neues womo-waffeleisen für den grill oder die gasflamme liegt leider immer noch unbenutzt in seiner hülle unter dem fahrersitz.
Für zuhause haben wir ein elektrisches waffeleisen, welches jeden freitag köstliche waffeln macht aus der besten fertigwaffelmischung von Toro.
Auf dem letzten weihnachtsmarkt in Røros konnten wir dann noch dies erwerben





zum stilechten servieren der waffeln.

Wünsche noch eine mückenfreie weiterreise bei immer schönem wetter.

Knuffel am 02 Jul 2013 13:33:21

Engis hat geschrieben:Hi!

Da wir auch zum Torghattan wollen: Kann man denn überhaupt das Loch von irgendwo aus sehen (wie hier: --> Link)

Wo müsste man da stehen?

Viele
Engis


Zu spät gesehen..
Man kann es auch von Land aus sehen - sieht dann durch den anderen Winkel allerdings kleiner aus..



arco1111 am 03 Jul 2013 00:54:23

Dienstag, 02.07.2013

Es regnet, als wir losfahren. Heute ist ein Reisetag angesagt. Aber nach gerade mal 100 km erreichen wir Örnsköldsvik, wo wir traditionsgemäß bei Fjällräven im Werksverkauf reinschauen.





So viel billiger ist es dort nicht, aber die Auswahl. Traumhaft. Ich finde mal wieder ne Hose.

In Sundsvall schreitet der Bau der Brücke für die Ortsumgehung zügig voran.



Über Gävle fahren wir bis kurz nach Uppsala, wo wir die Autobahn verlassen und nach Osten auf der 77 fahren. Auf den Schildern ist Helsinki angeschrieben. Ja klar, wenn wir dazu die Fähre nach Finnland nehmen.

Die Schärenlandschaft ist traumhaft.



Jetzt stehen wir auf einem Parkplatz an der Fährstation in Furusund. Das alleine ist noch nichts spektakuläres, aber die Fähre geht genau über die Fahrrinne der großen Fährschiffe, die Stockholm verlassen. Damit fahren sie an unserem WoMo direkt vorbei.









Gefahrene km: 667

arco1111 am 03 Jul 2013 21:52:55

Mittwoch, 03.07.2013

Wir haben sehr gut geschlafen. Es war absolute Ruhe, kein Fährverkehr, keine auslaufenden Fähren. Beim Aufwachen scheint die Sonne.
Nach dem Frühstück fahren wir los.
Die Schärenlandschaft sieht auch in der Morgensonne sehr interessant aus.





Stockholm wird durchquert, der übliche Stau auf irgendeinem Stadtautobahnabschnitt lässt nicht lange auf sich warten. Wir genießen die Skyline von Stockholm.



Nach Norrköping überqueren wir auf der E 4 den Gota-Kanal, leider ist keiner der historischen Dämpfer zu sehen. Wäre ja auch der absolute Zufall gewesen.
Weiter geht's an Linköping vorbei, wo aufgestellte Flugzeuge an die Firma Saab und deren bessere Zeiten erinnern.



Bald begleiten wir den Vätternsee, den zweitgrößten See Schwedens, über viele km mit herrlicher Aussicht.





Ab Jönköping heißt es nur noch km machen, ohne landschaftliche Highlights.

Jetzt stehen wir unterhalb Malmö auf dem Parkplatz des Wikingerdorfes/-Museum in Höllviken direkt am Wasser und schauen in den Sonnenuntergang.






Gefahrene km: 725

arco1111 am 04 Jul 2013 18:24:58

Donnerstag, 04.07.2013

Es war ein schöner Stellplatz so direkt am Wasser mit Blick in den Sonnenuntergang. Dafür bezahlen wir die Parkgebühr von 100 SEK gerne.

Unser Weg geht die wenigen km zurück nach Malmö und auf die 7845 m lange Öresundbrücke. Dank unseres BroBizz-Transponders können wir einfach durchfahren und werden elektronisch für die richtige Gebührengrundlage vermessen.



Wir fahren auf der E 20 an Kopenhagen vorbei immer Richtung Odense. Nach Slagelse kommen wir zur 2. Brücke, die 6611 m lange Storebæltsbroen, die auch ihren Wegzoll mit dem BroBizz automatisch vergütet bekommt.





Jetzt fehlt noch die 3199 m lange Storstrømsbroen von 1937, die keine Gebühr kostet.



Am Autobahnkreuz Kolding biegen wir ab Richtung Süden und verlassen bald darauf Skandinavien.



Schleswig-Holstein begrüsst uns.



Unser heutiges Ziel ist Nordstrand bei Husum. Dort wollen wir auf einen Campingplatz direkt hinter dem Deich noch bis Sonntag zu bleiben.


Gefahrene km: 415

sternleinzähler am 04 Jul 2013 23:13:34

SCHADE!!!
Hatte gehofft ihr bleibt noch etwas oben!
Bleiben dieses Jahr in D und so habe ich mich gefreut euch "virtuell" begleiten zu dürfen!

arco1111 am 05 Jul 2013 22:12:38

Freitag, 05.07.2013

Heute wechseln wir das Fahrzeug, wir steigen um auf Miet-Fahrräder, um einen Teil der Insel, die keine Insel mehr ist, zu erkunden.
Wir nutzen die sehr gut ausgebauten Radwege und die Wege vor, hinter und auf dem Damm.
In Fuhlehörn finden wir ein kleines Stückchen Sandstrand und aufgestellte Strandkörbe.



Am Nachmittag kann, wer will, mit einer Pferdekutsche zur Hallig Südfall fahren.

Auf dem Damm und zwischen all den Schafen, die hier die Salzwiesen abgrasen, radeln wir zum Fährhafen Strucklahnungshörn. Von da aus geht die Fähre nach Pellworm (dort soll es ja auch einen schönen Stellplatz geben).
Es herrscht geschäftiges Treiben in dem kleinen Hafen, die einen Krabbenkutter kommen vom Fang zurück und werden entladen, die anderen fahren raus zum Fang.





Dazu läuft die Fähre von Pellworm ein und bald auch die Adler V, die von ihrer Fahrt durchs Weltnaturerbe Wattenmeer mit Insel Amrum und Insel Sylt zurückkommt.





Die Krabben- und Fischbrötchen schmecken hier am Imbisswagen besonders gut.

Mit Gegenwind radeln wir über Norderhafen auf dem Damm zurück bis nach Holmer Siel, drehen aber dann um, weil zum Einen der Hintern weh tut und zum Anderen wegen vergessener Sonnencreme langsam die Haut zu brennen anfängt.

Als das Niedrigwasser einsetzt, gehen wir nochmals über den Deich und versuchen durch den Schlick raus zu laufen.



Na ja, nicht so mein Fall, ist doch ein komisches Gefühl.
Zum Glück ist am Strandzugang eine Dusche installiert, um die Füsse wieder sauber zu bekommen.



Der Tag geht mit einem stimmungsvollen Sonnenuntergang zu Ende.




Gefahrene km: 0

Engis am 05 Jul 2013 22:30:09

Grüßt mir die Inseltöpferei!!!
Wir horten seid Jahren Schüsseln und Tassen von dort und fahren auch mal einen 300km Abstecher, um "mal" vorbei zu kieken :razz:


Engis

arco1111 am 07 Jul 2013 12:21:13

Samstag, 06.07.2013

Auch heute wechseln wir das Fahrzeug und gehen aufs Schiff zu einer Tagestour nach Sylt.
Ein Shuttle bringt uns vom Campingplatz zum Hafen und wenige Minuten später geht’s los, mit Volldampf raus ins Wattenmeer. Bald sehen wir die ersten Seehunde, die auf Sandbänken liegend sich faul die wärmende Sonne auf den Pelz brennen lassen.



Wie an einer Perlenschnur aufgereiht, tauchen die Halligen auf. Die kleinste davon ist gerade von 2 Personen bewohnt.



Eine der grössten Halligen, die Hallig Hooge, wird von unserer „Adler Express“ angelaufen und die ersten Passagiere steigen für einen Tagesausflug aus.
Dann geht’s wieder mit voller Fahrt weiter zur Insel Amrum, deren herrlicher Sandstrand schon die ganze Zeit am Horizont als heller Streifen zu erahnen ist.



Da momentan genug Wasser unter dem Kiel ist, kann die Abkürzung zwischen Amrum und Föhr gefahren werden, was uns früher in Hörnum auf Sylt einlaufen lässt.



Der Bus steht schon bereit und bringt uns zum Bahnhof Westerland.
Wir haben 2 Stunden Aufenthalt, bevor die gebuchte Inselrundfahrt startet. Die Zeit wird für einen Bummel durch die bekannte Friedrichstrasse genutzt, an deren Ende sich der Zugang zum Strand (natürlich nur gegen Bezahlung der Kurtaxe) befindet.





Na ja, wer diesen Trubel haben will, soll sich das alles antun, ich brauche es nicht.

Die Inselrundfahrt ist sehr informativ und vieles wird ausführlich erklärt und gezeigt.
Die Insel ist sehr schön, aber mir sind da zu viel Leute, auch bevorzuge ich eine andere Art von Urlaubsgestaltung.

Mit über einer halben Stunde Verspätung geht’s mit voller Pulle wieder über Amrum und Hallig Hooge zurück.



Das Wasser fliesst immer mehr zurück und an manchen Stellen ist Kriechgang angesagt. Aber irgendwie schafft es der Käpt‘n dann doch, das Boot mehr durch Schlamm als durch Wasser am Aussenkai anzulegen, da die Hafeneinfahrt mittlerweile schon trocken ist.



Zum Glück hat unser Shuttle die ganze Stunde Verspätung auf uns gewartet.


Gefahrene km: 0

arco1111 am 09 Jul 2013 00:26:51

Wir sind zuhause, nach über 8.000 km in 22 Tagen gut gelandet.

Wie versprochen, hier noch schnell die Koordinaten unserer Übernachtungsplätze:

17.06. SP Jagel - 54° 27.258 N - 009° 32.190 O
18.06. CP Hirtshals - 57° 35.187 N - 009° 56.745 O
19.06. SP Evje - 58° 35.882 N - 007° 51.365 O
20.06. SP Skilift - 60° 19.736 N - 008° 30.128 O
21.06. SP Peer-Gynt-Vegen - 61° 23.565 N - 009° 58.687 O
22.06. SP Refvik Sand - 62° 00.100 N - 005° 05.155 O
23.06. SP Alesund - 62° 28.595 N - 006° 09.513 O
24.06. SP Molde Varden - 62° 44.897 N - 007° 00.600 O
25.06. SP Steinvikholmen - 63° 32.467 N - 010° 48.850 O
26.06. SP Bronnoysund - 65° 28.751 N - 012° 12.958 O
27.06. SP Polarkreis - 66° 34.000 N - 015° 21.100 O
28.06. CP bei Narvik - 68° 28.444 N - 017° 30.015 O
29.06. SP am Muonio - 68° 01.885 N - 023° 33.493 O
30.06. SP Gammelstad - 65° 38.888 N - 022° 01.747 O
01.07. CP Umea - 63° 50.567 N - 020° 20.433 O
02.07. SP Furusund - 59° 39.833 N - 018° 55.467 O
03.07. SP Höllviken - 55° 25.677 N - 012° 57.426 O
04.07. CP Nordstrand - 54° 30.945 N - 008° 51.519 O

nordlicht03 am 09 Jul 2013 05:24:38

Hallo Uwe,
Eine Super-Tour! Vielen Dank fürs Mitnehmen. Tollle Bilder!!
Aber waren die Tagesetappen nicht sehr ambitioniert?
Gerade in Norwegen gehen die Straßen ja nicht immer nur geradeaus. Oder habt ihr auch etwas Ruhe gehabt? ( nicht nur auf den Nordseeinseln :D )
Danke!

knipperdollink am 09 Jul 2013 13:08:12

Hallo Uwe,
Ich schließe mich NORDLICHT03 an. Macht mich neugierig und Hoffnung auf viele selbst erlebte Eindrücke. Auch ein Dankeschön an die anderen Forenteilnehmern mit ihren zusätzlichen Beiträgen. Glückauf ausm POTT

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