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Absorberkühlschrank optimiert


viking92 am 19 Jun 2013 22:21:34

Moin,
Vorwort:
Nein, dieses wird kein neuer "Lüfterfred" :D

Die Kühlleistung unseres Absorberkühlschrankes (RM 7655 L) war bei Temperaturen um die 30°C eher suboptimal.
Egal, ob über Gas, 230 oder 12 V. Von 7°C Innentemp. war tw. nur zu träumen.
Bei unserem Womo ist die Belüftung des Kühli zwar optisch elegant gelöst, jedoch lässt das Ergebnis eher zu wünschen übrig.
Sie erfolgt durch zwei 70 mm Rohre, die durch die Bodenplatte gehen & am Dach ist ein kleiner "Kaminaufsatz. Keine Seitengitter oder sonstiges.
Etlichen Versuche, mit Lüftern das Problem zu minimieren, waren mehr oder weniger erfolgreich.
Ein Absorberkühlschrank besitzt systembedingt zwei Wärmequellen, wovon eine gewollt & die andere nicht gewollt ist.
Also: Die Ursache bekämpfen & nicht die Folgen. :wink:

Punkt 1: bei 12 V Betrieb lagen an der Heizpatrone grade mal 10,5 V an. Die Batt.-spannung betrug jedoch 13,8 V. Ergo: 3 V werden irgendwo verheizt. 1 V gönnte sich das EBL Kühlirelais & der Rest wurde in den ~6 m Leitung in Wärme verbraten. Die original Leitung hatte 6 mm².
Also zusätzlich 6 mm² von der Heizpatrone zu den Batt. gezogen & das Kühli-Trenrelais im EBL totgelegt & "outgesorced" :D
Heisst, die Umschaltung Starter- / Aufbaubatt. erfolgt jetzt durch ein externes (kräftigeres) Relais.
Problem Nr.1 behoben:


Um der Be-/ Entlüftung etwas auf die Sprünge zu helfen, installierte ich in einem der beiden schwarzen Belüftungsrohre (die vom Unterboden Luft "ansaugen") einen 60 mm Rohrlüfter & legte den Auslass so, das er ca. 25 cm unter den Kühlrippen des Kondensators endet. Der 80 mm Lüfter im Dachkamin war noch von den ersten Versuchen über.
Den Ventilator habe ich zur Geräuschdämmung etwas eingepackt :wink:
Gesteuert werden die Lüfter über eine Temp-Differenzschaltung, sobald die Kühli-Rückseite um xx°C höher liegt (einstellbar) als unterm Fahrzeug, springen die Lüfter an.





Da ich öfters von dem Luftleitblech gelesen hatte....was lag näher, als so etwas auch noch zu montieren. Der Kühli war eh draussen & strömungstechnisch gesehen macht dieses Teil viel Sinn (schwarzes SIKA & ich werden nie Freunde).
Dieses Blech sitzt über dem Luftauslass & ca. 5 cm unter dem Kondensator (Foto mit Handy gemacht :( )


Ok.....die Abfuhr der "gewollten" Wärme war somit geklärt.

Problem Nr.2
Das Funktionsprinzip eines Absorberkühlschrankes beruht darauf, das ein Ammoniak/Wasser Gemisch erhitzt wird & diese dann, vereinfacht gesagt, dem Kühli-Innenraum die Wärme entzieht. Im o.g. Kondensator ist die Hitze somit gewollt, um das Ammoniak vom Wasserdampf zu trennen. Was absolut nicht optimal gelöst ist, ist die Tatsache, das der Ofen bei Betrieb extremst heiss wird. Nicht nur im Innern, wo es ja gewollt ist, sondern auch an der äusseren Hülle. Nach einigen Stunden Betrieb konnte man den Ofen definitiv nicht mehr mit den Händen berühren.
Den Ofen isolierte ich auf gesamter Länge mit 12 mm straker hitzebeständiger Isoliermatte. Mehr war nicht möglich.
Ich nutzte dazu THERMATEX 500. Das Material ist beständig bis +500°C & unbrennbar. Die Matte wurde mit Metallbindern fest um den Ofen gewickelt & zusätzlich an den Stoßstellen mit Metallfolie beklebt.
Nach ca. 4 Std. Betrieb kann man den Ofen noch anfassen, er ist handwarm & die Wärme geht dahin, wo sie soll, nämlich in's Medium & nicht an meine Womo-Innenwand.
Der Ofen ist die senkrechte Röhre am rechten Rand.

Zusätzlich demontierte ich den Alu-Kühlkörper im Kühliinnern, befreite die Kühlleitung von übermässiger Wärmeleitpaste & stellte somit einen direkten Kontakt zum dem Alu-Kühlkörper her.

Alles wieder eingebaut & GSD bot der nächste Tag optimale Voraussetzungen. Ok, die 40°C...liegt daran, das der Aussensensor direkt der Sonne ausgesetzt war.


Anfangs-Kühlitemperatur, sämtl. Fenster & Luken im Womo blieben geschlossen, um einen heissen Sommertag simulieren


Da mir die Leistung im 12 V Betrieb wichtig war, lief der Kühli kpl. über 12 V.
Kühli-Temp. nach 8 Std.


max. Endwert, nach ca. 12 Std.


TK-Fach, nach 12 Std.


Der Testlauf lief ohne Zuschaltung der Lüfter. Um etwas realistisch zu bleiben, öffnete ich 4x die Tür für ca. 30 sec.
Und nun das, was mich absolut in Erstaunen versetzt: Ein Zuschalten der Lüfter brachte keinerlei Verbesserung!
Deshalb hatte ich die Lüfter so umgebaut, das sie bei Bedarf in Reihe geschaltet werden & somit nur mit halber Leistung laufen. Dann sind sie absolut nicht mehr zu hören.

Am nächsten Tag den Testlauf nochmals gestartet, jedoch über Gas: Nach ca. 3 Std. wurden die gewünschten 6°C erreicht.
Aufgrund der höheren Abgastemp. durch den Brenner, wird eine aktive Lüftung hier wohl sinnvoll sein.
Problem ist, man sieht nicht, ob der Gasbrenner arbeitet oder nicht. :|

Im 12 V Betrieb ist m.E. nach keine Temp.-regelung möglich. Obwohl der Temp.-regler bei -2°C auf "Minimum" gedreht wurde, zog der Kühli weiterhin seine ~14 A.
Somit habe ich u.U. ein Problem: Mein Kühli kühlt zu gut :?

Was DOMETIC dazu sagt ....keine Ahnung. Sie antworten seit Tagen nicht.

Daher alles auf eigene Gefahr! :D
Ich wusste was ich tat, habe damit fast tagtäglich zu tun.

Um auch mal ein wenig zu jammern: Wieso konstruiert DOMETIC den Ofen nicht von vornherein vernünftig?

Bei mir ist er jetzt insgesamt 5 Tage ununterbrochen durchgelaufen.....absolut keine Probleme. Selbst bei den heutigen Temperaturen.

So denn....ist doch länger geworden wie gedacht.


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q2v am 19 Jun 2013 22:51:42

Super Doku. Vielen Dank dafür. :klatschen: :dankeschoen:
Sind ein paar für mich sehr interessante Erkenntnisse herausgekommen.


Ralf

pegasus1955 am 19 Jun 2013 22:55:49

Danke für den informativen Beitrag! Das eine oder andere kann man sicher noch am eigenen Kühlschrank optimieren. Ich werde die Isolation des "Ofens" nachmachen, denn es ist sicher sinnvoll, die Kühlschrankrückseite nicht unnötig aufzuheizen.



Pegasus

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viking92 am 19 Jun 2013 23:12:17

pegasus1955 hat geschrieben: denn es ist sicher sinnvoll, die Kühlschrankrückseite nicht unnötig aufzuheizen.

Bei unserem war es im Originalzustand so schlimm, das man an der Aussenwand die Wärme spürte.


gerri86 am 20 Jun 2013 15:14:38

Sehr interessanter Umbau. Allerdings steht zu befürchten, dass die zusätzliche Isolation eine Überkühlung berwirkt und deshalb von Waeco nicht vorgesehen wurde. Möglicherweise wäre der Leitungstausch für einen ordnungsgemäßen Betrieb auch bei 30 Grad aufwärts hinreichend gewesen.

viking92 am 20 Jun 2013 15:49:01

gerri86 hat geschrieben:Möglicherweise wäre der Leitungstausch für einen ordnungsgemäßen Betrieb auch bei 30 Grad aufwärts hinreichend gewesen.

Hy Gerri,

der reine Leitungstausch hätte nicht viel gebracht, da auch die Kühlleistung unter Gas nicht zufriedenstellend war.
Eine Überkühlung ist eher nicht zu befürchten, da zum einen doch öfters mal die Tür geöffnet wird & zum anderen lässt sich die Temp. bei Gasbetrieb regeln. Da der Kühli jedoch nur zu ca. 1/3 des Tages über 12 V läuft (so denn die Sonne mitspielt :wink: ) sehe ich es noch nicht als Problem an.
Der Sommer wird es zeigen :wink:


luberon am 20 Jun 2013 16:22:33

Super-Beitrag!!!! Danke
luberon

Gast am 20 Jun 2013 16:34:48

Hallo Birger,

Respekt und Hut ab,
tolle Arbeit und bestens dokumentiert! :daumen2:
Das solltest Du bei den 2 großen Reisemobilzeitschriften einreichen,
dann bekommst Du erstens ein paar Euros dafür und wirst bundesweit bekannt
als brillianter WOMO-Bastler !
Eigentlich bist Du es ja eh schon :ja: ;D
Und dann, dann bekommst Du einen Vertrag als Berater usw usw :D
aber ich sags ja immer:
Dem Inschenschör ist nix zu schwoer !

Gast am 20 Jun 2013 20:38:19

viking92 hat geschrieben:Also zusätzlich 6 mm² von der Heizpatrone zu den Batt. gezogen & das Kühli-Trennrelais im EBL totgelegt & "outgesorced"


Hast du die zusätzlichen 6mm2 zum EBL oder zu der Aufbaubatterie verlegt?
Welches Relais hast du verwendet?

Lg

viking92 am 20 Jun 2013 21:37:35

Hy Conny,

bin mit den zusätzlichen 6 qmm direkt in Batt.-nähe gegangen, wo auch der EBL sitzt.
Vom EBL hab ich mir nur das D+ Signal geholt.
Als Umschaltrelais (Starter-/Aufbaubatt.) hab ich das hier genommen: --> Link

ät Peter: Danke :wink: Ich will gar nicht bekannt werden, kenne mich ja selber kaum :D

LG

norbert1958 am 20 Jun 2013 22:14:17

Hallo,

ich habe einfach im oberen Bereich des Lüftungsgitters einen 12 V Ventilator eingesetzt.
Der treibt die warme Luft raus und es gibt keine Probleme.
Manuell über einen Schalter zuschaltbar,
reicht völlig.

OttoWalke am 20 Jun 2013 22:29:39

Hallo Birger

für das hier

melde ich schon mal meinen bei Dir vorsorglich zur Optimierung an.
Ich mache ja eh nur Gasbetrieb der ja regelbar ist, und mit dieser Wärmeoptimierung würde ja auch Gas gespart.

G OW

Gast am 20 Jun 2013 22:43:31

At Birger

Nochmal zum Verständnis:
Sowohl die original 6qmm als auch die zusätzliche sind mit dem Relais dazwischen direkt an den Batts, also nicht mehr am Block1 des EBLs?

gerri86 am 20 Jun 2013 23:00:31

At Viking: Ach stimmt, Du hattest ja geschrieben auch bei Gasbetrieb das Problem.

Nur irgendwie kann ich noch nicht so recht glauben das Waeco bislang wirklich nicht selbst auf diese Lösung zum sicheren Betrieb bei hohen Temperaturen und zum Energiesparen gekommen ist.

Ich habe nur so einen kleinen, ganz neuen Küli (BJ 2013) auch von Waeco, der war die letzten Tage bei bald 40 Grad im Womo (zu Testzwecken nicht gelüftet) eiskalt mit Gas und mittlerer Temperatur-Einstellung. Bei den großen Teilen mag das schwieriger zu Händeln sein.

macagi am 21 Jun 2013 07:19:27

Schön beschrieben, Monsteraufwand!

Ein Problem sehe ich: durch die Isolation des Ofens wird bei gleichbleibender Heizleistung im 12V Betrieb (bzw die ist durch die höhere Spannung nun ja noch höher) die Temperatur innen ansteigen, was negative Folgen haben könnte. Man müsste also einen Takter dazwschenschalten, da sich das Heizelement wohl kaum ändern lässt. Dann hättest du auch deine Regelung.

viking92 am 21 Jun 2013 08:59:07

OttoWalke hat geschrieben:Hallo Birger
Ich mache ja eh nur Gasbetrieb der ja regelbar ist, und mit dieser Wärmeoptimierung würde ja auch Gas gespart.

G OW

Moin Otto,

im Grunde müsste er Gas sparen....ja.
Der Stromverbrauch lässt sich ja anzeigen. Bei Gasbetrieb ist es mir nicht möglich, zu schauen ob Brenner nun weniger oft zündet.
Damals gab's ja immer so Guckaugen :D im Kühli.

Ja Du ansonsten.....komm vorbei :D


viking92 am 21 Jun 2013 09:25:13

norbert1958 hat geschrieben:Hallo,

ich habe einfach im oberen Bereich des Lüftungsgitters einen 12 V Ventilator eingesetzt.
Der treibt die warme Luft raus und es gibt keine Probleme.
Manuell über einen Schalter zuschaltbar,
reicht völlig.

Hallo Norbert,

glaub mir....in den letzten 3 Jahren alles probiert. Aufgrund der fehlenden Seitengitter ist der passive Luftaustauch im orig. Zustand eher marginal.

gerri86 hat geschrieben:Nur irgendwie kann ich noch nicht so recht glauben das Waeco bislang wirklich nicht selbst auf diese Lösung zum sicheren Betrieb bei hohen Temperaturen und zum Energiesparen gekommen ist.

Ich auch nicht. Ich hatte DOMETIC vor längerer Zeit angeschrieben.....keine Antwort. :(

macagi hat geschrieben:Man müsste also einen Takter dazwschenschalten, da sich das Heizelement wohl kaum ändern lässt. Dann hättest du auch deine Regelung.

Ich werde es diesen Sommer sehen, wie es sich verhält. Ansonsten wird die Spannung an der 12 V Heizpatrone über einen innenliegendenThermofühler gekappt. Das Relais dafür hängt ja hinten am Kühli.
Ich war selbst arg verwundert, das über 12 V Betrieb keine Temp.-regelung erfolgt.
Du kannst den Regler auf "Minimum" drehen....das Dingens läuft trotzdem weiter.
Traut Dometic seinen Kühlis nicht soviel zu? :D :D

ät conny: Genau!!! Habe die ganze Schaltung vom EBL deaktiviert. Alte & neue Leitung hängen am neuen Relais, welches Batterienah sitzt. Im Originalzustand fehlten allein von der Batt. bis zum Ausgang an "Block 1" 1 V.


wohnwagen-otto am 21 Jun 2013 11:19:42

Hallo,
danke für den Bericht.
viking92 hat geschrieben:Die Kühlleistung unseres Absorberkühlschrankes (RM 7655 L) war bei Temperaturen um die 30°C eher suboptimal.
...
Zusätzlich demontierte ich den Alu-Kühlkörper im Kühliinnern, befreite die Kühlleitung von übermässiger Wärmeleitpaste & stellte somit einen direkten Kontakt zum dem Alu-Kühlkörper her....

Wie dick war denn die Wärmeleitpaste aufgetragen?
War das evtl. der größte Fehler? (Die Ventilatoren brachten später kaum Veränderung)
--
Habe vereinzelt von schlechter Kühleistung gelesen,
-weil Folienreste zwischen Kühlrohr und Kühlkörper waren
-weil der Rückwandausschnitt nicht groß genug war und Teile der Rückwand zwischen Kühlrohr und Kühlkörper eingeklemmt waren
In diesen Fällen wurde trotz Wärmeleitpaste der Wärmetransport von Kühlkörper nach Kühlrohr ausgebremst. Zuviel Wärmeleitpastendicke hätte den gleichen Effekt?

viking92 am 21 Jun 2013 11:40:27

Moin Otto,

nach Demontage des Kühlkörpers, der doch eigentlich als Wärmetauscher arbeitet :D .....war eine recht grosse Menge von...ich sage mal grauen Dekalin-ähnlichem Zeug zu sehen. Also keine Wärmeleitpaste im herkömmlichen Sinne.
Aufgrund der Abdrücke auf der Rückseite des Alu-Körpers konnnte man wunderbar sehen, das die Kühlleitung tw. keinen direkten Kontakt zu dem Körper hatte.
Habs soweit bereinigt & die Kühlleitung erstmal dünn mit Wärmeleitpaste bestrichen, den Alu Körper wieder montiert & gleich wieder demontiert.....e voilà: auf gesamter Länge kpl. Vollkontakt. :)
Habs dann wieder so zusammengebaut.

Aufgrund der diversen kleinen Veränderungen, kann ich Dir jetzt leider nicht sagen, welche Aktion am ausschlaggebensten war.


wohnwagen-otto am 21 Jun 2013 13:12:55

viking92 hat geschrieben:...Aufgrund der Abdrücke auf der Rückseite des Alu-Körpers konnnte man wunderbar sehen, das die Kühlleitung tw. keinen direkten Kontakt zu dem Körper hatte....
Aus meiner Sicht hat das mindestens einen erheblichen Anteil an der ehemals schlechten Kühlleistung.

Hier hat jemand sogar zusätzliche Alublechstücke dazwischengelegt,
weil das Kondeswasser auf der einen Seite des Kühlkörpers nicht gefroren ist: --> Link

Nebenbei: Rostwasser läuft hinter Kühlkörper heraus. --> Link

Jeweils unter den Bildern weiterklicken.

viking92 am 21 Jun 2013 13:23:47

Ahhh....super Danke für den Link. :top:

Allerdings sieht die "Kühlschlange" bei meinem etwas anders aus, ohne dieses zusätzl. angeschweisste Befestigungsblech.
Sie war auch optisch völlig i.O.


Gast am 21 Jun 2013 13:53:20

Hallo miteinander,
Zitat:
Viking92
Punkt 1: bei 12 V Betrieb lagen an der Heizpatrone grade mal 10,5 V an. Die Batt.-spannung betrug jedoch 13,8 V. Ergo: 3 V werden irgendwo verheizt. 1 V gönnte sich das EBL Kühlirelais & der Rest wurde in den ~6 m Leitung in Wärme verbraten. Die original Leitung hatte 6 mm².
Also zusätzlich 6 mm² von der Heizpatrone zu den Batt. gezogen & das Kühli-Trenrelais im EBL totgelegt & "outgesorced"
Heisst, die Umschaltung Starter- / Aufbaubatt. erfolgt jetzt durch ein externes (kräftigeres) Relais.
Problem Nr.1 behoben:
Zitat:
macagi
Ein Problem sehe ich: durch die Isolation des Ofens wird bei gleichbleibender Heizleistung im 12V Betrieb (bzw die ist durch die höhere Spannung nun ja noch höher) die Temperatur innen ansteigen, was negative Folgen haben könnte. Man müsste also einen Takter dazwschenschalten, da sich das Heizelement wohl kaum ändern lässt. Dann hättest du auch deine Regelung.

Zum besseren Verständnis müsst Ihr mir dies mal bitte näher erklären.
Die Heizung hat 170 W, meine ich jedenfalls in den Unterlagen gelesen zu haben.
Welchen Einfluss hat da die Spannung? Ob 13,8 V oder 10,5 V, das ist doch egal und hat auf die Leistung keinen Einfluss. Bestenfalls der fließende Strom (A) verändert sich; oder?
Bei 10,5 V ca. 16 A und bei 13,8 V etwa 12 A. Der Vorteil besteht evtl . darin, dass der Kühlschrank nach dem Umbau weniger Strom aus der Batterie zieht. Ist ja auch ein Erfolg, aber dass er besser kühlt, das kann ich nicht nachvollziehen. Bitte macht mich schlau.

Ewald

viking92 am 21 Jun 2013 14:28:53

lukashig hat geschrieben:Die Heizung hat 170 W....

Moin Ewald,

ich machs mal ganz einfach...ansonsten kann Raidy es noch bildlicher erklären :wink:
Diese angegebene Leistung gilt für 12 V.
Da die die Heizspirale ein ohmscher Verbraucher ist, dessen Widerstandswert immer gleich ist, ändert sich die Leistung je nach angelegter Spannung (P = U²/R)
Bei 10,5 V hat dieselbe Heizspirale nur noch ca. 130 W
Bei 13,8 V z.B. 224 W
Du siehst also, das die Spannung gar nicht so unwichtig ist. Geht also Spannung unterwegs verloren, dann sinkt auch die Leistung des Verbrauchers.
Bestes Beispiel: Vergessen Licht am Auto auszuschalten! Nach einiger Zeit geht die Batt.-spannung in Keller & das Licht wird immer dunkler. Im Grunde das gleiche...nur bei der Lampe siehste das Ergebnis :wink:



PS: das sich jetzt der Widerstand mit Anstieg der Temp. ändert...lass ich mal einfach aussen vor ;D ....sowie andere Faktoren auch.

Gast am 21 Jun 2013 17:39:46

Alles klar, dem gibt es nichts hinzuzufügen.
Danke viking92

biauwe am 22 Jun 2013 21:28:56

viking92 hat geschrieben:..Im 12 V Betrieb ist m.E. nach keine Temp.-regelung möglich. Obwohl der Temp.-regler bei -2°C auf "Minimum" gedreht wurde, zog der Kühli weiterhin seine ~14 A.

Unser Kühlschrank RM 7855 L mit AES regelt im Gasbetrieb und 12 bzw. 230 V.
Soll 7°C im Kühlschrank, Ist 7°C und Gefrierfach je nach Jahreszeit und Temperatur (-18°C Sommer bis 0°C im Winter).

Gast am 22 Jun 2013 22:12:12

Ich habe die Leistung meines Absorbers dadurch verbessert das ich auf dem Boden hinter dem Kühli drei Computerlüfter liegend und nach oben wirkend verbaut habe,Dämpfung durch Neopren so wie drei weitere Lüfter oben die die von unten herauf kommende Warmluft durch das obere Lüftungsgitter nach aussen blasen.Die Schaltung erfolgt manuell durch Schalter,bin jetzt sehr zufrieden mit der Kühlleistung.

Arno

viking92 am 23 Jun 2013 13:09:41

biauwe hat geschrieben:Unser Kühlschrank RM 7855 L mit AES regelt im Gasbetrieb und 12 bzw. 230 V.
Soll 7°C im Kühlschrank, Ist 7°C und Gefrierfach je nach Jahreszeit und Temperatur (-18°C Sommer bis 0°C im Winter).

Moin Uwe,

ja Du.....wie schon gesagt....hatte den Kühli bei -2 Grad dann mal auf "Minimum" gestellt. Er zog weiterhin sein ~13 A.
Dometic selber hatte hier irgendwo auch schonmal was von geschrieben, von wegen "Temp.-regelung erfolgt nur bei Gas/230 V.
Habe auf die Schnelle nur das hier gefunden: --> Link


andwein am 03 Jul 2013 14:55:58

[quote="viking92":fn?sbg]
Die Kühlleistung unseres Absorberkühlschrankes (RM 7655 L) war bei Temperaturen um die 30°C eher suboptimal. Egal, ob über Gas, 230 oder 12 V. Von 7°C Innentemp. war tw. nur zu träumen.
Und nun das, was mich absolut in Erstaunen versetzt: Ein Zuschalten der Lüfter brachte keinerlei Verbesserung!
[/quote:fn?sbg]
Ein sehr interesanter Beitrag
Ich habe bei mir ja auch einen Lüfter eingebaut und die Auswirkung mit Fragezeichen versehen. Allerdings ist bei mir der Thermo-Austausch wesentlich größer und kürzer konstruiert. Kühlluftzufuhr durch Rohre (mindestens 50cm Länge) und Wärmeabfuhr über einen Kamin erscheinen mir persönlich nicht optimal
Die Isolierungs-Idee erscheint mir gar nicht so schlecht, allerdings meine ich, dass dies nicht nur im unteren "Gas-Ofen-Bereich" sondern auch im Bereich der "12/230V Heizpatronen" sinnvoll wäre.
Andreas

viking92 am 03 Jul 2013 15:32:48

Hy Andreas,

ich hatte auf Deiner Seite auch die Testreihe mit den Lüftern & Temp. im Kühli "studiert".
War echt hilfreich.

Ich hatte den kpl. Ofen isoliert. Also auch den Bereich, wo die beiden Heizpatronen sitzen.

Die Lösung, mit Be- & Entlüftung über Dach & Boden ist im Grunde optisch schon fantastisch. Nur bringt es bei weitem nicht soviel, wie über die die üblichen Seitengitter.
Ausserdem....musste den Kühli, z.B. bei Brennerreinigung, jedesmal aus dem Schrank ziehen.

In 2 Wochen wird sich's zeigen, ob das Ganze auch bei 35°C was bringt. :?


kintzi am 03 Jul 2013 15:39:14

Ist denn von Haus aus heute kein Produkt optimiert, so dass nachoptimiert (isoliert) werden muss ?
Meine Frau wies mich auf letzter Tour auf mangelnde Kühlleistung bei Gas hin, bei Landstrom jedoch deutliche Besserung.
Deshalb nahm ich Fehler in Brennerleistung an, nach dessen Reinigung u. Ausblasen der ganzen Kühltechnik die Kühlleistung deutlich besser wurde. Im Kühlraum unterm Frostfach nach 12h von 22°C auf 2°C, Frostertemp - 5°C. Richi

viking92 am 03 Jul 2013 15:49:54

kintzi hat geschrieben:Ist denn von Haus aus heute kein Produkt optimiert, so dass nachoptimiert (isoliert) werden muss ?

:? ...von DOMETIC kam keine Reaktion.
Was soll's.
Eigentlich traurig, da die Mehrkosten im < 1 Euro Bereich liegen.


andwein am 03 Jul 2013 16:40:45

kintzi hat geschrieben:Ist denn von Haus aus heute kein Produkt optimiert. mangelnde Kühlleistung bei Gas, bei Landstrom jedoch deutliche Besserung.
Deshalb nahm ich Fehler in Brennerleistung an, nach dessen Reinigung u. Ausblasen der ganzen Kühltechnik die Kühlleistung deutlich besser wurde.

Deshalb heißen die Gitterblenden auch nicht mehr "Lüftungsgitter" sondern "Serviceblenden" mit einem (bestimmt patentierten) "Easy-Access" Verschlussschieber. Jetzt kann man(n), theoretisch auch frau, ohne Schraubendreher den Sche..... Brenner ausblasen.
Es ist billiger die Plastikgitter zu ändern als zu verhindern dass der Rost der Heizpatrone auf den Brenner bzw. deren Zündung fällt.
Ach bin ich heute wieder garstig, Andreas

Thosch am 07 Jul 2015 10:54:45

Hallo Viking 92,

ich möchte auch gerne den Ofen meines Kühlschrankes isolieren, mit 30mm Rohrisolation. Da hat mitr aber ein "Fachmann" strikt abgeraten: Durch die Isolierung würde die Temperatur im Ofen und im System steigen und dadurch könne es zum "Platzen" eines Aggregates kommen.
Hast Du das berücksichtigt?
Wie sind Deine Erfahrungen bisher, wenn Du mit maximaler Gasflamme kühlst?

Ich würde mich sehr Über Deine Erfahrungen freuen.

Tom

Wickinger am 08 Jul 2015 19:50:32

Ich habe heute meine Veränderung getestet bei ca. 20Grad Umgebungstenp. mit 220V, Gefriefach vorher -15,6C Kühlschrank nicht gemessen(vergessen), dann mit eingeklebten Leitblech GF = -18,5*C, KS = 2,7*C, dann mit 120mm Doppellüfter Temp. Füller automatic GF = -18,6*C, KS = 1,9*C. Italien kann kommen dann wird mal bei denn dortigen Temp. gemessen.

viking92 am 09 Jul 2015 12:55:08

Thosch hat geschrieben:Da hat mitr aber ein "Fachmann" strikt abgeraten: Durch die Isolierung würde die Temperatur im Ofen und im System steigen und dadurch könne es zum "Platzen" eines Aggregates kommen.
Hast Du das berücksichtigt?
Wie sind Deine Erfahrungen bisher, wenn Du mit maximaler Gasflamme kühlst?

Hy Tom,

diese Aussage ist falsch.
Es wird nichts überhitzt bzw, neigt irgendwas zum platzen.
Durch die zusätzl. Isolierung (so`n büsschn ist ja schon vorhanden) bleibt die Temp. im Ofen relativ konstant & die Wärme kommt dahin, wo sie hin soll: ins Medium :wink:
Sprich, der Brenner läuft weniger bzw. die Heizpatrone wird öfters abgeschaltet.
Seit dieser Aktion läuft der Kühli unverändert gut. Absolut keine Probleme.
Max. Gasflamme (Regler auf 100%) ist nicht mehr nötig, da er bei normalen Aussentemp. bereits bei 25% optimal arbeitet.


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