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Wandaufbau mit Styropur oder Styrodur


wolfbert113 am 16 Aug 2013 12:55:46

Hi,
da ich mich immer geärgert habe, weil viele Womowände auch heute noch mit Styropor gedämmt sind, habe ich mal nach dem Preisunterschied gesehen.

Internet und Styropor- bzw. Styrodurplatten, 30 mm.

100 m/2 würden bei Styopur ~ 500€ kosten, bei Styrodur ~1000 €.

Da denke ich, bei den Womopreisen kann es doch nicht angehen, dass noch ein Hersteller mit Styropur dämmt.

Oder mache ich irgendwo einen entscheidenden Fehler?

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wolfherm am 16 Aug 2013 12:58:13

Das Gewicht ist anders.

Und es bringt nur etwas, wenn er den Wandaufbau gänzlich ohne Holz macht. Und das ist dann nicht nur diese Preisdifferenz. Da muss er den ganzen Wandaufbau aufwändiger konstruieren. Holzlatten sind schön einfach zu nageln.... :D

blade01 am 16 Aug 2013 13:14:42

wolfherm hat geschrieben:... sind schön einfach zu nageln.... :D


...und haben sich bewährt ;)

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tober am 16 Aug 2013 13:20:50

Wie Wolfherm schon sagte ist es bei der frage Styrodur oder Styropor wohl das gewicht. Styropor wiegt etwas weniger als die hälfte von Styrodur. Bei 3,5t Mobile zählt jedes kilo. Inwieweit Styrodur "schlechter" zu verarbeiten ist was biegefähigkeit/elastisch anbelangt :nixweiss:

OT: Hierbei (Holzfreier Aufbau) ist auch oft zu beobachten das viele Wohnmobilisten auf einen GFK-Kabinen-Sandwichaufbau schwören und über alles loben in dem irrglauben GFK-Sandwich würde Holzfrei bedeuten.

tober am 16 Aug 2013 13:28:54

blade01 hat geschrieben:
wolfherm hat geschrieben:... sind schön einfach zu nageln.... :D


...und haben sich bewährt ;)


Zwangsläufig. (fast) Alles hat sich bewährt bis eine bessere,neue Technik kam.Deswegen wird das altbewährte nicht schlechter aber "hinkt" der Entwichlung hinterher. Deswegen muss man es zumindest im Preis merken (deutlich günstiger) ansonsten :abgelehnt: Vielleicht sind die Wasserschäden früher weniger gewesen weil nicht soviel zubehör an die Womos "geschraubt" wurde. ;D

blade01 am 16 Aug 2013 13:31:44

tober hat geschrieben:Zwangsläufig. (fast) Alles hat sich bewährt bis eine bessere,neue Technik kam.Deswegen wird das altbewährte nicht schlechter aber "hinkt" der Entwichlung hinterher.

Nicht jede Neuerung ist gut, nur weil sie neu ist :abgelehnt: ;)

Gast am 16 Aug 2013 13:43:50

Styrodur:
Eigentlich sagt es dir ja schon der Hersteller: Hervorragende Dämmeigenschaften, Hohe Druckfestigkeit, Geringe Wasseraufnahme, Alterungs- und verrottungsbeständig --> Link
Styropor ist leichter aber nimmt eben doch mehr Wasser auf.

Scout am 16 Aug 2013 16:05:15

Bei einer Skelettbauweise, also das Holzlattensystem, bringt Styrodur keine Vorteile.
Wenn bei diesem System Feuchtigkeit oder Wasser in den Zwischenraum gelangt bleibt das Wasser im Raum zwischen Beplankung und Isolierung. Die Feuchtigkeit die dann Styropor noch zusätzlich aufnehmen kann spielt dabei keine Rolle. Das kritische ist die Undichtigkeit, durch die das Wasser eingedrungen ist.
Die mechanischen Vorteile von Styrodur wie Festigkeit und Steifheit bringen bei einer Skelettbauweise keine Vorteile.

Bei den Sandwichplatten ist das anders. Da ist die Außenhaut mit der Isolierung verklebt. Bei einer Undichtigkeit kann sich zwischen Außenhaut und Isolierung kein Wasser oder Feuchtigkeit ansammeln. Würde man hier Styropor verwenden würden die wesentlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als Styrodur oder PU-Schaum.
Hier muss man Materialien verwenden, die wenig Feuchtigkeit aufnehmen.
Die Sandwichplatten beim Womo haben, soweit ich den Überblick habe, PU-Schaum als Isoliermaterial.


Scout

mv4 am 16 Aug 2013 19:14:05

auch bei dem was du skelettbauweise nennst ist die Aussenbeblankung fest mit dem styropur und wenn Holz drin ist (es gibt auch hersteller die verwenden teilweise aluleisten) verklebt. Wenn das nicht so wäre würde die wand unter ihren eigenen Gewicht zusammenbrechen.

pepe53 am 16 Aug 2013 20:23:25

Hier ist ja viel geschrieben. Aber nun erläutere doch mal bitte jemand worin der Unterschied zwischen Styropor und Styrodur ist. Chemisch betrachtet ist Styrodur auch bloss Styropor. :) Styrodur ist extrudiertes Styropor. Und warum soll man das nicht als Dämmung verwenden? Die unterschiedlichen Dämmeigenschaften sind maginär im WoMo. Nach 3 - 4 Stunden ist bei beiden Varianten die Wärme drin. Mit einer vorhandenen Holzkonstruktion hat der Einsatz nun wirklich nichts zu tun.

wolfherm am 16 Aug 2013 20:25:38

Jürgen,


dann erkläre dem TE doch mal, warum die Hersteller das immer noch so machen.... :D

mv4 am 16 Aug 2013 20:31:40

mit styrodur kann man festere Sandwichplatten bauen...deswegen kann man dort teilweise auf Holz verzichten...
Styrodur hat eine höhere Dichte..und wird aufgeschäumt...in der Sandwichkonstruktion...das ist sehr aufwendig und erfordert aufwendige Werkzeuge.
Beim Beim Styropur werden die Platten erst auf die eine seite der späteren sandwichplatte geklebt...und dann mittels Kleber mit der anderen Platte verklebt; genauso wie beim XPS auch genannt Styrofoam

pepe53 am 16 Aug 2013 21:02:36

Wie mv4 richtig schreibt hat Styrodur ein dichteres Gefüge. Dadurch ist es biegesteifer als Styropor. Leider wird Styrodur nicht beim Wandbau aufgeschäumt, es wird in Extrudern gefertigt (teuer). Es lassen sich so verschiedenartige Formen herstellen, aber das führt hier zu weit. In den Wänden/Decken der WoMos sind also vorgefertigte Platten wie auch in Styroporwänden verarbeitet. Nun haben die Styrodurwände eine bessere Wärmedämmung als solche aus Styropor bei gleicher Stärke, aber auch ein höheres Gewicht. Nivelliert man den gewichtsnachteil (geringere Stärke) dann gleichen sich auch die U-Werte (Wärmedämmvermögen) an. Hauptvorteil liegt in der größeren Dichte und damit einer geringeren Wasseraufnahmefähigkeit.

wolfherm am 16 Aug 2013 21:53:40

Und warum wird hauptsächlich Styropor verbaut? Das war die Frage. :D

pepe53 am 16 Aug 2013 22:09:33

Es ist billiger :) . Im Fahrzeugbau wird im Einkauf z.B. bei Schrauben um 1000stel ct. gefeilscht. Kleinvieh macht halt auch Mist. Gleiches gilt ja auch für die Bauindustrie - Dämmung von Wänden, Styrodur dort hauptsächlich im Fundamentbereich (Nässe, Druckfestigkeit).
Riesige Vorteile bringt ja Styrodur in den Wandaufbauten auch nicht. Ordentlich gefertigte Sandwichwände halten mit Styroporkernen genauso gut wie andere.
Auch so am rande - Fertighäuser sind auch in Holzrahmenbauweise mit Styroporkern gefertigt.
Für mich ist die Styrodurdiskussion eher akademisch und ein willkommeneres Verkaufsargument der Hersteller.

mv4 am 16 Aug 2013 22:11:10

weil es billiger ist... :D

schon allein die Linie für die Herstellung vor Ort geschäumter Sandwichplatten kostet eine halbe Mille. Dafür spart man den teuren Kleber ein...und ist wesendlich schneller in der Fertigung. Lohnt sich also für Großserienhersteller. Dafür kann es passieren das man in den Platten Wellenschläge hat.

Styrodur platten kann man seit einigen Jahren auch verkleben...der kleber dafür ist aber ziemlich teuer

wolfbert113 am 17 Aug 2013 12:13:56

Der Unterschied ist doch, dass Styrodur kein Wasser aufnimmt, im Gegensatz zu Styropur, das sich vollsaugt wie ein Schwamm.

Und man könnte ja auch feuchtigkeitsresistente Dachlatten nehmen.

wolfherm am 17 Aug 2013 12:22:21

Na klar, man könnte auch statt einer Holzplatte einen Unterboden aus GFK bauen usw. Das gibt es auch alles, nur nicht in der Preisklasse.

dieter2 am 17 Aug 2013 12:41:03

Man könnte sogar das Womo mit Holzlatten und Styropur fachmännich warten und pflegen
und hätte eine fast unendlich Haltbarkeit :wink:

Ich kenn Wohnwagen auf Dauerplätze die da schon über 30 Jahre stehen und noch pfurztrocken sind :ja:

Dieter

Lancelot am 17 Aug 2013 13:11:14

dieter2 hat geschrieben:Ich kenn Wohnwagen auf Dauerplätze die da schon über 30 Jahre stehen und noch pfurztrocken sind :ja:


Allerdings : die stehen da ... und fahren nicht ..

Schon ein (gewaltiger) Unterschied ... :)

stu am 17 Aug 2013 13:27:52

wolfbert113 hat geschrieben:Der Unterschied ist doch, dass Styrodur kein Wasser aufnimmt, im Gegensatz zu Styropur, das sich vollsaugt wie ein Schwamm.

Und man könnte ja auch feuchtigkeitsresistente Dachlatten nehmen.


--> Link
--> Link

EPS (Styropor®) ist etwas leichter als XPS (Styrodur®, Styrofoam® etc), wobei beide Produkte in verschiedenen Dichten angeboten werden: EPS von 0.17 bis 0.23 und XPS von 0.25 bis >0.35. Beide sind unverrottbar, wenn auch UV-instabil.
Die Wärmeleitfähigkeit beträgt bei beiden je nach Treibmittel und Dicke zwischen 0.023 bis 0.04.
EPS nimmt bis zu 5% Wasser auf, XPS 2% - 5% Wasser. Bei beiden ist der Wasserdampfwiderstand ähnlich hoch.
Bei Tauchversuchen nimmt auch EPS in 28 Tagen nur < 3% Wasser auf --> Link
Vorteil EPS: Gewicht; Vorteil XPS: höhere Druckfestigkeit. XPS läßt sich vom Selbstbauer besser bearbeiten.

Der Kern des Problems ist der dampfdichte und trockene Einbau jedweder Isolation, vor allem, wenn die Schichten nicht durchgehend verklebt sind. Tauwasser kann nur anfallen, wenn da schon Feuchte war oder die Gelegenheit hat, zum Taupunkt zu wandern - von innen oder durch Leckagen an Fenstern, Schraubverbindungen etc. Bei XPS dauert es halt etwas länger, bis Dauerschäden an anderen Bauteilen (Skelett, Außen- und Innenhaut) anfallen. Der Vorteil von XPS im professionellen Womo-Bau: leichter und damit (potentiell) fehlertoleranter zu verarbeiten.

Stu

vemi am 22 Aug 2013 10:18:45

stu hat geschrieben:
wolfbert113 hat geschrieben:Die Wärmeleitfähigkeit beträgt bei beiden je nach Treibmittel und Dicke zwischen 0.023 bis 0.04.Stu

ich finde du hast es super erklärt, dennoch eine kleine Anmerkung

Die Wärmeleitgruppe (WLG) ist bei EPS-Systemen (Styropor) zur Zeit geringer als bei XPS-Systemen (Styrodur). Da die Hersteller auch Aufbaudicken berücksichtigen, bringt ein EPS meist geringfügig bessere Wärmedämmwerte des Aufbaus als ein XPS. Zur Zeit gängige Werte im EPS sind WLG 0,32 im XPS WLG 0,35. Es gibt vereinzelt zwar schon bessere Werte, die aber wiederum teurer sind und dadurch für den Hersteller unattraktiv.

pepe53 hat geschrieben:Aber nun erläutere doch mal bitte jemand worin der Unterschied zwischen Styropor und Styrodur ist. Chemisch betrachtet ist Styrodur auch bloss Styropor. :)

XPS ist nicht EPS: Bei XPS (Styrodur) handelt es sich um aufgeschäumte Platte (feinporige Struktur, bessere Verarbeitung beim schneiden, bei EPS (Styropor) um miteinander verklebte kleine Kügelchen, die beim schneiden immer diesen schönen Schnee verursachen. Hier liegt auch der Grund der Wasseraufnahmefähigkeit. Im EPS gibt es verbundene Hohlräume die Wasser besser saufnehmen und speichern können. im XPS sind es im Regelfall durch den Schaum einzelne Luftbläschen.

pepe53 hat geschrieben:Auch so am rande - Fertighäuser sind auch in Holzrahmenbauweise mit Styroporkern gefertigt.

Könntest du bitte zu deinem Statement mal einen Hersteller benennen, der einen EPS-Kern verbaut? Aus reiner Neugier....

Vemi

MatzeEsprit7150 am 22 Aug 2013 21:38:16

.. also....
Styrodur hat eine höhere Rohdichte als Styropor. Hierdurch auch ein höheres Gewicht und eine bessere Wärmedämmung.

Jürgen

vemi am 30 Aug 2013 14:20:05

an Jürgen...

leider nein. "Styropor" hat die besseren Dämmwerte bzw. die geringere Wärmeleitfähigkeit.

Vemi

Scout am 30 Aug 2013 17:36:55

Es gibt prktisch keine Unterschiede

Wärmeleitzahlen / ?-Werte
Expandiertes Polystyrol(Styropor) (EPS) 0,032 - 0,040 W/mK
Extrudiertes Polystyrol(Styrodur) (XPS): 0,032 - 0,040 W/mK

Quelle
--> Link

MatzeEsprit7150 am 30 Aug 2013 18:17:01

... unterschieden wird noch in PS 15 /PS 20..... was dann die Dichte (Gewicht m3) angibt.

travelfan am 30 Aug 2013 20:37:30

Hallo,
Polystyrolhartschaumplatte = Styropor ist biegsam und leichter, wird also teilweise auch in schicken teuren Wohnmobilen verarbeitet, wenn Rundungen gedämmt werden sollen. Die Dämmeigenschaft ist hervorragend, die Wasseraufnahme schneller ( 7 Tage ), was bei holzfreiem Aufbau nicht das Problem ist, trocknet auch schnell wieder, wenn der Fehler behoben ist.
Beim Hausbau sollte man im Fußboden Styrodur bevorzugen, nicht wegen der besseren Isolierung sondern wegen der stärkeren Schrumpfung bei Trittbelastung.
Der hohe Preisunterschied ergibt sich auch aus der Materialdichte, wobei für die Isolierung die preiswertere Luft im Material ( Styropur )völlig ausreichend ist und man außerdem Gewicht einspart.

Welches Material im Wohnmobil verwendet wurde, erkennt man an der Farbe von weiß über hellblau und rosa.

Fröhliches Basteln, zum Schneiden eignet sich perfekt ein elektrisches Fleischmesser!

Viele

travelfan am 30 Aug 2013 20:45:26

MatzeEsprit7150 hat geschrieben:.. also....
Styrodur hat eine höhere Rohdichte als Styropor. Hierdurch auch ein höheres Gewicht und eine bessere Wärmedämmung.

Jürgen


Die Dichte bestimmt nur bedingt den Dämmwert, sie begünstigt die Schnelligkeit der Wasseraufnahme von 1 Woche bis 4 Wochen je nach Material bei Dauerbefeuchtung. Jeder weiß, dass "Zwiebellook" mit Lufteinschluss besser wärmt als dicker enger Pullover. Ähnlich ist es mit den zu Platten gepressten Styropurkügelchen.

Gast am 30 Aug 2013 21:11:56

Ich kann gar nicht verstehen das heutzutage überhaupt noch jemand Styropor in einem Wohnmobil verbaut, die Nachteile sind hinlänglich bekannt und verbilligen ein Wohnmobil höchstens im Promillebereich des Gesamtpreises auch bei einer Renovierung.

travelfan am 30 Aug 2013 22:41:50

Es geht nicht ums Geld sondern um die Biegefähigkeit

Scout am 30 Aug 2013 23:26:58

vario614 hat geschrieben:Ich kann gar nicht verstehen das heutzutage überhaupt noch jemand Styropor in einem Wohnmobil verbaut, die Nachteile sind hinlänglich bekannt und verbilligen ein Wohnmobil höchstens im Promillebereich des Gesamtpreises auch bei einer Renovierung.


Das hängt vom Konstruktionsprinzip ab.

Bei einer Skelettbauweise ist die tragende Konstruktion ein Ständerwerk oder Fachwerk, wie auch bei Fachwerkhäusern.
--> Link
Der Zwischenraum wird mit Isoliermaterial ausgefacht, das nichts zur Tragfähigkeit beitragen muss.
Da dieses Material nichts zur Statik beitragen muss, reicht eine Isolierplatte ohne große Festigkeit, eine geschäumte Styroporplatte. Die wird einfach zwischen die Ständer gestellt oder geklemmt.
Eine extrudierte Platte wie Styrodur hat da keine Vorteile.

Dann das Konstruktionsprinzip ohne Ständerwerk. Ein Wandaufbau mit Sandwichplatten.
--> Link
--> Link
Seite 10
Da müssen die Platten die Tragfähigkeit übernehmen. Sandwichplatten sind zwei Platten die durch einen Isolierkern fest miteinander verbunden sind. Die Platten können Alu, GfK oder Sperrholz sein. Der Isolierkern trägt wesentlich zu der mechanische Stabilität, der Tragfähigkeit, der Platte bei. Hier braucht man Isolierplatten mit hoher mechanischer Festigkeit. Das sind extrudierte Platten wie Styrodur, Styrofoam oder PU-Schaumplatten.

Es gibt auch Sandwichplatten mit Styroporkern, aber diese haben nicht die hohe Festigkeit und werden soweit ich weiß nicht im Fahrzeugbau für tragende Wände verwendet.


Scout

turbokurtla am 31 Aug 2013 08:47:56

Scout hat geschrieben:Bei einer Skelettbauweise ist die tragende Konstruktion ein Ständerwerk oder Fachwerk, wie auch bei Fachwerkhäusern.
--> Link
Der Zwischenraum wird mit Isoliermaterial ausgefacht, das nichts zur Tragfähigkeit beitragen muss.

Das stimmt so nur bei Wägen aus den 70iger Jahren oder älter.
Ab Mitte der 80iger Jahre bis heute gab/gibt es die Sandwichbauweise. Diese Platten wurden 2 x vollflächig verklebt.
Auch die Styroporplatten werden hierbei vollflächig, innen mit der Dekorplatte und außen mit dem Blech, verklebt.
Solche Platten sind mit deutlich weniger Holzrahmen als früher, sehr, sehr stabil.
Und wenn man sich die Flächen des verklebten Styropors mal anschaut, erkennt man ganz deutlich, was mehr mehr Halt erzeugt.
Kurt


andwein am 11 Sep 2013 16:48:53

wolfbert113 hat geschrieben:Der Unterschied ist doch, dass Styrodur kein Wasser aufnimmt, im Gegensatz zu Styropur, das sich vollsaugt wie ein Schwamm.

Warum bloss immer diese Übertreibungen bei einem sachlichen Thema???
Andreas

rkopka am 11 Sep 2013 19:42:14

andwein hat geschrieben:
wolfbert113 hat geschrieben:Der Unterschied ist doch, dass Styrodur kein Wasser aufnimmt, im Gegensatz zu Styropur, das sich vollsaugt wie ein Schwamm.

Warum bloss immer diese Übertreibungen bei einem sachlichen Thema???

So sehr übertrieben ist das nicht. Als ich meinen Wasserschaden repariert habe, konnte ich tatsächlich einige Styroporteile von weiter unten auswringen ! Da kam eine Menge Wasser raus.

RK

pepe53 am 11 Sep 2013 19:49:22

Wasseraufnahme von Styropor 3 - 5%, von Styrodur bis 3%. Der Unterschied ist also recht klein.

Gast am 11 Sep 2013 19:49:47

Es ist wirklich so, wenn Styropur länger nass ist, dann saugt sich das voll wie (fast :D ) ein Schwamm.
Ich hatte mal in meinem Wintergarten ein Wasserschaden. Die Styropurplatte unter dem Bodenbelag lagen länger
im Wasser. Bis dato habe ich das auch nicht für möglich gehalten.

LongJohn

Gast am 12 Sep 2013 06:47:17

Ich kann das auch nur bestätigen, ich habe auf einem Flachdach Styroporplatten entsorgt die man nur zu zweit tragen konnte weil sie so mit Wasser vollgesogen waren, das wird jedoch nicht bei einem Womo passieren weil dort das Wasser immer irgendwo ablaufen wird und im senkrechten Wandbereich ist es ohnehin auszuschließen.

Hier auch mal ein Link dazu warum das so ist:--> Link

Zitat aus og. Link: Dämmmaterialien wie EPS, XPS, PUR nehmen selbst bei Unterwasserlagerung nur sehr wenig an Wasser auf. EPS zwischen 4 und 7 Volumenprozent, XPS ca. nur 4 Volumenprozent. Deshalb sind die Schwimmer in unseren WC Spülkästen auch aus EPS - Polystyrol. Dennoch bauen wir oftmals an Flachdächer Dämmplatten aus, die pro Quadratmeter oft mehr als 50 Volumenprozent an Wasser aufweisen. So wiegt dann eine einfache z.B. 10 cm starke EPS, XPS oder PUR Platte plötzlich mehr als 50 kg pro m².

bernierapido am 12 Sep 2013 09:03:24

Unser Tischer ist mit Sandwichplatten aus Holzrahmen und Styrodur, Außen Alu und innen Sperrholz mit Tapete (durch die Feuchtigkeit difundieren kann) aufgebaut. Nur die Rundung des Alkovens ist mittig mit Styropur isoliert. Die Seitenteile des Alkovens, außen aus GFK innen Sperrholz, wiederum direkt mit Isolierschaum ausgegossen.
Diese Bauweise ermöglicht es, dass ich auf dem Dach herumlaufen kann und das Alu keine Druckstellen bekommt, wenn ich drauf kniee.

Die Rillen im Styrodur dienen zur Aufnahme überschüssigen Klebstoffs beim Pressen.

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