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Eine Frage an die Motor- und Getriebespezialisten: 1) Wie hoch darf man einen Dieselmotor bei Bergabfahrten eigentlich maximal drehen lassen? (Konkret habe ich einen 2,3 l Ducato-Diesel, BJ 2013, mit 147 PS) 2) Gibt bei einem Automatikgetriebe (Fiat "Roboter"-Automatik) ggf. zusätzlich noch etwas zu beachten? Für Eure Mühe vielen Dank im Voraus! Hallo ich würde ein Automatikgetriebe nicht zur Motorbremse nutzen, ich hatte kurze Zeit später einen großen Getriebeschaden!!!!! MfG Rolf Ohne Motorbremse kann man aber Passfahrten wie z. B. den Bernadino Richtung Italien vergessen. Wenn es sich um ein automatisiertes Getriebe handelt kann man per manueller Gangwahl die Motorbremse nutzen. Hallo, sorry das ich besten gewissen geantwortet habe. Erst schreibt keiner, aber dann draufhauen!!!!! Ich werde hier garnichts mehr schreiben. Rolf rolli, nich eingeschnappt sein, jeder schreibt doch nur über seine eigenen Erfahrungen. Du hattest einen Getriebeschaden .... Ich fahr unseren 'Berg' ... zugegebenerweise ist der nicht allzu lang... auch mit Gang 1 runter, sowohl im 'normalen Automat' meines älteren Amis als auch im Jeep mit CVT-Getriebe ..... und das CVT hat im ersten Gang auch die Zillertaler Höhenstraße problemlos verarbeitet. Und die Strecke war länger. Vielleicht hab ich auch nur Glück gehabt, aber ich hab auch so 'gelernt' (vor gefühlten 50 Jahren) dass man auch beim Automat nen niedrigen Gang einlegen sollte .... Aber das waren vielleicht auch noch robustere Automaten .... Bedienungsanleitung lesen ... vielleicht steht was von drinne ... Mich würde aber auch die Antwort für das normale Getriebe interessieren. Ich habe den 130PS Motor, aber dieses Thema dürfte diesbzgl. gleich sein. RK
Hallo Rolf, kann an der Antwort von Nille kein draufhauen erkennen, er hat nur geantwortet wie es gehen könnte. Zur Drehzahlfrage, bis 4000U/min kein Problem.
Auch mich interessiert die Antwort. Rolf, was macht Dich sicher, dass 4000 U/min kein Problem sind? Ich will Deine Fachkenntnis nicht anzweifeln. Ich bin Laie, aber bei 3000 heult mein Motor bereits so erbärmlich, dass ich lieber auf die Bremse gehe... Hallo Ich habe mal eine Dumme Frage,haben die neuen Diesel Motoren einen Drezahlbegrenzer. didje Mir sagte man ... ja, bei ~4.500 Touren. Aber das hört sich wirklich grauselig an, als ob's gleich vorbei wäre ..... wohlgemerkt schon bei 4000 u/mins ... tut mir richtig weg im Bauch .... Hallo Torsten, es mag ja sein, dass eine hohe Motordrehzahl für viele ein Unzumutbares Geräusch für den Motor ist. Die Max Leistung beim 130er liegt bei einer Drehzahl von 3600U/min. Bedeutet aber nicht das diese Drehzahl auch die Höchstdrehzahl ist. Diese liegt meistens zw. 300-800U/min höher. Ich fahre den Berg mit niedrigem Gang runder und lasse den Motor ggf. auf 3800-4000U/min hochdrehen. Dann Abbremsen bis 1400U/min und das Spiel geht von neuem los. Ein Motor lauft über Stunden mit Höchstdrehzahl ob im ersten oder sechsten Gang, kommt nicht auf die Geschwindigkeit an. Eigentlich darf man Motor nicht überdrehen, weil das passieren kann! Trotzdem bin ich der Meinung, dass man Motordrehzahl nicht voll ausreizen soll und da 3.000 U/min für Diesel Fahrzeuge eine vernünftige Obergrenze ist. Eine besondere Gefahr für Automatikgetriebe aus eigene Erfahrung kann ich nicht bestätigen. Gordan :hallo:
Bei Bergabfahrt hilft Drehzahlbegrenzer nicht! Unter Umständen dreht Motor höher und das ist Gefährlich! Gordan :hallo:
Richtig so, und Deine Womo-Bremsen werden es Dir, weil nicht überhitzt und nicht stinkend danken! gr mani
Hallo Gordan was macht den ein Drehzahlbegrenzer eigenlich ,ich dachte er spert die Spritzufuhr ab didje
Noch etwas Hintergrundinformation zu meiner Frage: Ich bin Ende Sept. d.J. von Val Thorens (2.300 m) nach Moutiers (465 m) hinuntergefahren. Ich habe hierbei den Motor als Motorbremse bis max. etwa 4.000 U/min drehen lassen und dann das Womo mittels Fußbremse auf unter 2.000 U/min heruntergebremst. Bei der Weiterfahrt im Tal erschien nach ca. 30 Minuten auf einmal ein Warnhinweis im Display, dass ein Problem mit dem Automatikgetriebe vorliegt und ich die Werkstatt aufsuchen soll. Nachdem die Anzeige dann aber gleich wieder verschwand und sich dann nicht mehr gemeldet hat (und auch sonst keine Besonderheiten zu bemerken waren), habe ich nichts weiter unternommen. - Aber vor der nächsten längeren Bergabfahrt würde ich schon gerne wissen, wie "belastbar" Motor und Automatikgetriebe sind, bevor ich mir evtl. einen Kapitelschaden einhandle. Ich habe jetzt mal eine entsprechende Anfrage an Fiat geschickt. Falls ich eine sachgemäße Antwort erhalte, werde ich hier berichten.
Ja schon. Nur was nutzt die Schub/Spritabschaltung wenn das Gefälle den Motor im Schubbetrieb immer schneller drehen lässt. gr mani Moin, das Wandlerautomatikgetriebe schaltet auch bei manuell gewähltem Gang bei erreichen der max. Drehzahl in den nächst höheren Gang. Ich denke, daß es auch bei einem automatisierten Schaltgetriebe so ist. , Charly Hallo zusammen, Ich wollte auf niemanden draufhauen....wurde ja auch schon von Anderen so erkannt. Allerdings kann man eben nicht wie am Bernadino 25 km konstant bergabfahren ohne die Motorbremse zu nutzen. Wenn man das mit einem beladenen Womo probiert sind die Bremsen hinterher vermutlich ausgeglüht. Zum Drehzahlbegrenzer: bis zur Einführung des Common Rail wurde die Drehzahlbegrenzung durch ein Fliehkraftgewicht in Einspritzpumpe realisiert, das bei zu hoher Drehzahl die Kraftstoffversorgung zurückgeregelt. Heute wird das über das Motorsteuergerät geregelt. Bei Bergabfahrt kann der Motor aber trotzdem überdrehen und Schaden nehmen. Die max. Drehzahl ist im Drehzahlmesser rot markiert. Bei meinem Fahrzeug beginnt z.B bei 2700 u/min. Dieser rote Bereich sollte nicht erreicht werden. Beim Abbremsen immer nur kurz und dafür stärker abbremsen und das Pedal dann vollständig loslassen und nicht Schleifen lassen. Dann kann die Bremse sich zwischendurch abkühlen. Nach starken Bremsungen und anschließendem Anhalten die Bremse nicht im Stillstand gedrückt lassen. Durch die unterschiedliche Abkühlung (durch die anliegenden Bremsklötze) können sich die Bremsscheiben verziehen. Man sollte bei der Zieldrehzahl unterscheiden, ob der Motor warm oder kalt ist. Sehr schaedlich ist es, wenn man im Winter von einem Berg nach langer Standzeit mit kaltem Motor herunterfaehrt und ihn bergab hochdrehen laesst, zumal er auch dann nur sehr langsam warm wird. Was ihr meint, ist keine Motorbremse, sondern Motor im Schiebebetrieb. Gr. R Als Motorbremse bezeichnet man lt. Wikipedia: Als Motorbremse wird der mechanische Widerstand bezeichnet, den ein Motor einem von außen aufgezwungenen Drehmoment entgegensetzt. Was Du meinst ist die Motorstaubremse.
Moin, wenn schon, dann bitte Schubbetrieb. In diesem wirkt auch die Schubabschaltung, die die Kraftstoffzufuhr unterbricht, um eine bessere Motorbremswirkung zu erreichen. :ja: , Charly Fazit: Ein Motor im Schubbetrieb und innerhalb der Normaldrehzahl (bis zum roten Bereich) bremst, spart Treibstoff und entlastet die Bremsanlage. Ein automatisches Schaltgetriebe hält das aus, ist aber manchmal schwer zum "runterschalten" zu bewegen Ein vollautomatisches Wandlergetriebe sollte es aushalten, die Wandlerflüssigkeit wird aber heiß und verliert an Wirkung. Den Beispielpass Bernhardino fahre ich im 3./4./5 Gang rauf und im 2. Gang (Drehzahl ca. 2700) runter. Ist ein 6-Gang Schaltgetriebe, sollte aber dem halbautomatischen Getriebe entsprechen. Oder?, Andreas hab mal auf einem Schild in den Bergen einen Empfehlung gelesen: ... bergab gleicher Gang wie bergauf ... kurz, einfach und prägnant wünsche allzeit Gute Fahrt Turbo-Motor: bergab 1-2 Gaenge niedriger als bergauf
Das gilt seit vielen Jahrzehnten. Problem - vor 40 jahren war die "Bergaufleistung" viel geringer. Heute kommt man statt mit 30 locker mit 80 den Berg rauf. Das Schild sollte an die PS/kg gekoppelt sein :D :D :D
Bei (meinem) 244er z. B. nicht .... keine Markierung ... und "Bei der Weiterfahrt im Tal erschien nach ca. 30 Minuten auf einmal ein Warnhinweis im Display, dass ein Problem mit dem Automatikgetriebe vorliegt und ich die Werkstatt aufsuchen soll." Das könnte ein Warnhinweis "Überhitzung" gewesen sein ..... könnt ich mir jedenfalls vorstellen ... Hi, wenn kein roter Bereich da ist hilft der AU-Zettel weiter: Dort ist die Abregeldrehzahl des Motors erwähnt. Höher sollte man den Motor auch mit der Motorbremse nicht drehen. Gibt eigentlich die Fiat Bedienungsanleitung Hinweise zur Benutzung des (Wandler?)-Automatikgetriebes? Hallo Nille, Beim 250 er 3,0 l Duc gibt's keinen AU Zettel mehr. AU wird per OBD gemacht. D.h. Steuergerät wird ausgelesen. Bei fehlerfreiem Ergebnis erfolgt die Zuteilung der AU. Kein Hochdrehen des Motors Richtung 4000 U/min mehr nötig. Motorbremse, ich lese hier immer wieder Motorbremse. Ich kenne Motorbremse vom LKW. Dazu hat man am Boden einen Knopf, der mit dem linken Fuß betätigt wird. Beim Treten des Knopfes wird bewirkt, dass die Dieselzufuhr unterbrochen wird und im Auspuff eine Drosselklappe geschlossen wird, die die Auspuffgase aufstaut und so die Drehzahl drosselt. Das, wovon hier geschrieben wird hat mit der Motorbremse nix zu tun. Aet pipendekel Du meinst auch die Motorstaubremse. Nähere Erklärung in Wikipedia. aet smeagul Im Beitrag vorher ging es um den 244er der muss wohl noch zur normalen AU (wenn ich mich nicht irre ?).
Kurz, einfach und pregnant Dann musst du auch so einen Oldie mit 75PS und 4-Gang Getriebe fahren. Andreas
"Motorstaubremse" und ist bei Wikipedia ein Unterpunkt von "Motorbremse". Wenn ich den Artikel richtig verstehe, dann geht es bei der Motorbremse insgesamt genau um das, was Pipendekel beschrieben hat. Ich denke, was ich damals in der Fahrschule als Motorbremse gelernt habe ist eigentlich eine Getriebebremse, denn hier kommt doch eigentlich die Bremswirkung her, wenn ich Gänge am Berg runter schalte, oder? Deshalb habe ich auch ein ungutes Gefühl diese "Bremse" zu arg zu strapazieren, denn Bremsen sind kostengünstiger auszutauschen als ein Getriebe! Einem Schaltgetriebe macht das wenig aus,bei einem Automatikgetriebe entstehen hohe Öldrücke und Temperaturen,da ist schon Vorsicht geboten,außerdem kann man leicht die Maschine überdrehen,deshalb den Drehzahlmesser im Auge behalten.Die Betriebsbremse muß man bei längeren Bergabfahrten ebenfalls mit Bedacht einsetzen,hart herunterbremsen und dann wieder Fuß von der Bremse damit sie abkühlen kann. Wichtig: Regelmässiger Wechsel der Bremsflüssigkeit,sie ist hygroskopisch,bei zu hohem Wasseranteil bilden sich bei starker Beanspruchung Luftblasen und dann tritt man irgend wann ins leere,kann einem den ganzen Tag versauen. Arno Als Motorbremse bezeichnet man alle Verzögerungen bei denen der Motor durch sein Gegenmoment als "Bremse" genutzt wird. Im Prinzip ist jede Gaswegnahme ein Auslösen der Motorbremse. Beim Bergabfahren erhöht kann man das Bremsmoment durch gezielte Wahl eines niedriegen Ganges erhöhen. Piependekel hat die Motorstaubremse beschrieben. Bei der Motorstaubremse (bei LKW meist Serie) wird zur Erhöhung der Motorbremsleistung eine Klappe im Abgasstrang über ein Druckluftventil verschlossen. Bei modernen LKW wird diese Funktion nicht mehr manuell bedient sondern über das Bremspedal und einen Schalter zur manuellen Auslösung. Wenn der LKW mit ZF Tipmatic ausgerüstet wurde schaltet das Getriebe auch bei Bremsen automatisch runter um die volle Bremsleistung in Verbindung mit der Stauklappe auszunutzen. Ihr könnt mir ruhig glauben: 1. habe ich das gelernt und 2. habe ich einen LKW als Basis. Eine Getriebebremse gibt es so nicht. Natürlich werden aber die Bremsmomente über das Getriebe übertragen. Klar , ditje, aber doch nicht wenn der Motor praktisch von den Rädern angetrieben wird . Ein Fahrrad wird doch auch schneller als du treten kannst wenn du den Berg runter fährst . Übrigens ist es richtig , muss der Motor auch bergab mehr als 3000 U/min aushalten . Bei Automatic ,wie bei Schaltgetriebe weit runter bremsen und Fahrstufe 2 oder evtl 1 einlegen . U.U. dazu abbremsen , wenn die Drehzahlen zu hoch kommen . Rein gefühlsmässig würde ich die Umdrehungen einhalten die bei Beschleunigung in den einzelnen Gängen gefahren werden könnten. 3-4000 T U/min sind sicher für einen Diesel hinnehmbar und akzeptabel . Giovanni. Vielen Dank für die vielen Antworten, insbesondere für die vielen Deutungen und Richtigstellungen zu dem Begriff "Motorbremse" :D (sowie die Richtigstellungen zu den Richtigstellungen :D :D ). Ich habe den Motor damals nicht allzu hoch drehen lassen (bin sicherlich immer unter 4.000 U/min geblieben), aber trotzdem kam später dann die oben erwähnte Warnmeldung. Vielleicht bedeutet so eine sporadische Anzeige ja nicht viel (wie andere Threads nahelegen), aber so rein spekulativ möchte ich damit doch nicht umgehen. Ich habe deshalb jetzt auch mal "ganz offiziell" über das Kontaktformular bei Fiat Deutschland nachgefragt. Wenn ich von dort eine sachdienliche Auskunft erhalte, werde ich sie hier posten. Ob Motor überdreht wurde, wird mit Drehzahl, Überdrehzeit u. Häufigkeit im Steuergerät auch des 244 aufgezeichnet. Dieses ist nur im "Schubbetrieb" (also beim Schieben im Hangabtrieb in niedrigem Gang) zu erreichen. Mit Gas wird zwar bei ca. 4150 RpM abgeregelt, aber in zu niedrigen Gang überwiegt der Hangabtrieb. Also wenn`s der TE genau wissen will, OBD auslesen. Gr.R Der Fiat-Zentralservice sich heute gemeldet (Respekt, sie haben direkt in der Entwicklung nachgefragt): Die Empfehlung ist, den Motor bei Einsatz der "Motorbremse" nicht über 4.000 U/min zu drehen. Zu der Frage, ob bei einem automatisierten Schaltgetriebe noch zusätzlich etwas zu beachten ist, kam von den Technikern leider keine Antwort. Vielen Dank für die Rückmeldung. Bislang habe ich ja nicht gewagt über 3000 zu gehen...
Das galt für frühere LKW's ohne syncronisiertes Getriebe. Da soll man den Berg schon vor der Abfahrt in dem Gang anfahren den man auch hoch nehmen würde. Ganz einfach aus dem Grund: WEnn ich mal bergab eine bestimmte Geschwindigkeit habe, dann komm ich mit einem unsyncronisierten Getriebe nicht mehr in einen niedrigeren Gang. Und die LKW Bremse damals waren noch nicht so gut wie heute... Und ein automatisches Getriebe hat die Stufen 1und 2 um bergab zu fahren. Und dass ein Automatikgetriebe deshalb kaputt gegangen sein soll, ist absoluter Quatsch. Wobei ich den heutigen Ford und Fiat Getrieben alles zutrauen würde... Zitat: WEnn ich mal bergab eine bestimmte Geschwindigkeit habe, dann komm ich mit einem unsyncronisierten Getriebe nicht mehr in einen niedrigeren Gang. Geht (natürlich in Grenzen) mit vieel Zwischengas (Grenze ist Abregeldrehzahl des Motors). Mercedes Langschnauzer LKW in den 60er vom Stuttgarter Bopser (Fernsehturm) zum Hbf. im entsprechendem Gang (unsynchronisiert) mit Staubremse u. Druckluftbremse ohne Probleme. Ansonsten ist Bremswirkung umso höher, je niedriger der Gang. Dieser liegt nahe dem Gang, der aufwärts auch 2500-3000 bei Vollgas drehen würde. Mein 4 t 244er musste unlängst in den Seealpen häufig bergab in den 3. oder 2.Gang. Bergauf waren`s diesselben Gänge. Gr.R Hallo Zusammen, hier ein Artikel für die vorsichtigen Motoreinfahrer. Denke, dass 90% der Autofahrer eine andere Auffassung haben. --> Link
Hallo Torsten ich auch, bei 3000 U/Min stieg ich in die Eisen (sonst hätte ich vermutlich schon einen "Tinitus brutale"). :D |
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