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Motorbremse 1, 2, 3


traveller69 am 09 Nov 2013 12:11:34

Hallo Kurt,

also ich kann mir auch noch nicht vorstellen auf 4000 zu gehen. Ich werde mich langsam herantasten und sehen, was ich mir und dem Motor/Getriebe zumuten kann :D

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deedee am 09 Nov 2013 14:52:14

Es hört sich bei 4000 U/min tatsächlich sehr brutal an .... aber es geht.
Beim Beschleunigen würd ich das auch NIEMALS machen, aber wenn's länger steil bergab geht ... bleibt dir nicht viel Anderes übrig .... außer du willst die Bremsen zum Glühen bringen ....
Oh, ja, ich hab gelernt, von was ich rede ......

kurt2 am 09 Nov 2013 15:02:10

deedee hat geschrieben:.... außer du willst die Bremsen zum Glühen bringen ....
Oh, ja, ich hab gelernt, von was ich rede ......


Hallo deedee,
und ich habe es in Deinem Reise- Beitrag gelesen. :lach: :lach:
Höchst interessant und amüsant geschrieben.

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kurt2 am 09 Nov 2013 15:07:58

traveller69 hat geschrieben:Hallo Kurt,

also ich kann mir auch noch nicht vorstellen auf 4000 zu gehen. Ich werde mich langsam herantasten und sehen, was ich mir und dem Motor/Getriebe zumuten kann :D



Nein Torsten, ich möchte das gar nicht ausreizen, (der Technik und meinen Ohren zuliebe).

Lieber einmal mehr bremsen und wenn es gar nicht mehr geht, in eine Parkbucht fahren zum Abkühlen der Bremsen.
Ich bin zwar Laie, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Prozedur dem Getriebe und anderen betroffenen Teilen wohl tut.

rkopka am 09 Nov 2013 15:31:19

kurt2 hat geschrieben:Lieber einmal mehr bremsen und wenn es gar nicht mehr geht, in eine Parkbucht fahren zum Abkühlen der Bremsen.

Die Frage ist: wenn es gar nicht mehr geht, kannst du noch anhalten und gibt es dort auch eine Parkbucht ? Für die Temperatur gibt es ja IMHO keine Anzeigen. Und wenn man schon mal merkt, daß die Bremse nicht mehr richtig geht, ist es u.U. schon zu spät und evt. sogar mit Spätfolgen verbunden. Ich bin da eher für die maximale Ausnutzung der Motorbremse. Erst dann soviel bremsen, wie halt nötig. Wobei ich nur kurz bremse, wobei die Drehzahl nicht so weit zurückgeht, dafür lieber öfter, da ich vermute, daß die Motorbremse bei hohen Drehzahlen stärker wirkt.

Ich bin zwar Laie, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Prozedur dem Getriebe und anderen betroffenen Teilen wohl tut.

Wenn das schon die FIAT Techniker sagen, wird es das wohl aushalten. Außerdem ist so eine Bremsung ja i.A. eher der Sonderfall. Die meisten von uns fahren ja nicht ständig solche Gebirgspässe.

RK

deedee am 09 Nov 2013 15:31:32

Hm, Kurt ... wenn Dir aber nix anderes übrig bleibt?
Fahr mal Steinegg-Blumau runter .... und Du wirst Deine Meinung etwas ( na ja etwas) revidieren .... Da iss übrigens nur eine einzige (Not-) Haltebucht auf den 17 Terpentinen ..... Unn die hatt ich angesteuert ....

kintzi am 09 Nov 2013 16:04:30

Zitat:
Die Frage ist: wenn es gar nicht mehr geht, kannst du noch anhalten und gibt es dort auch eine Parkbucht ? Für die Temperatur gibt es ja IMHO keine Anzeigen. Und wenn man schon mal merkt, daß die Bremse nicht mehr richtig geht, ist es u.U. schon zu spät und evt. sogar mit Spätfolgen verbunden.

Überhitzung riecht man zuerst. Zirler Berg herunter führt trotz Bremsschaltung bei 3,5 u. 4 to am 244er 15 und 18 regelmässig zur Überhitzung, so daß man am Parkplatz unterhalb der Haarnadelkurve (Gasthaus) abkühlen lassen sollte, sonst tritt Fading ein. Gr. R.

kurt2 am 09 Nov 2013 19:34:34

Hallo,
mit "wenn es gar nicht mehr geht" habe ich natürlich nicht gemeint, dass es bereits zu spät ist, sondern, dass man wenn es zum Stinken und rauchen anfängt, (wenn möglich) in eine Parkbucht anfährt und hält. "Deedee" kennt das ja.
Wenn es natürlich schon zu spät ist und die Bremsleistung nachläßt, gibt es selbstverständlich (vor der Blechbremse) nur eine Option: Niedrigsten Gang reinwürgen und abwarten was die Pleuel machen!

Hatte das selbst schon einmal mit meinem ersten WoMo, mit dem Gewicht das da schiebt unerfahren, erlebt. Pass runter gefahren, Bremsen rauchten und stanken fürchterlich :eek: . Habe dann noch einmal bis fast zum Stillstand runtergebremst und den 1. Gang reingewürgt. Nach einer weiteren Kehre kam dann GsD eine Parkbucht die ich ansteuern konnte. Im WoMo sind wir fast umgekommen vor Gestank und Rauch. Haben dann eine gute Stunde sowohl uns heruntergefahren, als auch die Bremsen abkühlen lassen. Dann ging es im niedrigen Gang laaaangsam weiter.

Ich wünsche keinem die Gedanken, die einem in der Situation durch den Kopf gehen.

kheinz am 10 Nov 2013 00:30:45

Ich bin mir ziemlich sicher, das keiner mit seinem Fahrzeug (3,5 Tonnen) in welchem Gang auch immer ohne Fußbremse, so wie bei den älteren Fahrzeugen mit der Motorbremse, einen Paß bis ins Tal fahren kann.

MfG kheinz

pedaulm am 10 Nov 2013 14:20:33

kheinz hat geschrieben:Ich bin mir ziemlich sicher, das keiner mit seinem Fahrzeug (3,5 Tonnen) in welchem Gang auch immer ohne Fußbremse, so wie bei den älteren Fahrzeugen mit der Motorbremse, einen Paß bis ins Tal fahren kann.
MfG kheinz

Hallo Heinz,
ich denke, das wollte hier auch keiner behaupten. Das Problem ist doch, dass man bei steilen Bergabfahrten ohne Haltebuchten eigentlich nur die Wahl zwischen den folgenden beiden Alternativen hat und sich die Frage stellt, welche davon im Zweifelsfall die bessere ist:

1. Man belastet den Motor wenig, d.h. z.B. nur bis maximal 3.000 U/min. Dies kann in diesem Fall (steile Bergabfahrt) aber bedeuten , dass man fast ständig auf der Bremse steht und dieser damit kaum Gelegenheit gibt um abzukühlen. - Dies wiederum kann im ungünstigsten Fall dann dazu führen, dass die Bremswirkung so stark nachlässt, dass einem das Fahrzeug "durchgeht".

2. Man mutet dem Motor mehr zu, d.h. lässt ihn z.B. bis auf 4.000 U/min drehen, bremst dann jeweils kurz und heftig bis auf unter 1.000 U/min ab und geht dann wieder von der Bremse. Das verringert die Gefahr, dass die Bremswirkung einbricht, belastet aber Motor und evtl. auch das (Automatik-)Getriebe.

Ich hatte bei meiner Bergabfahrt von Val Thorens nach Moutiers die zweite Variante gewählt, bekam aber dann später auf der Ebene eine Warnmeldung vom Getriebe im Display angezeigt. Dies war dann auch der Grund, warum ich diesen Thread gestartet habe.

rkopka am 10 Nov 2013 15:02:39

pedaulm hat geschrieben:2. Man mutet dem Motor mehr zu, d.h. lässt ihn z.B. bis auf 4.000 U/min drehen, bremst dann jeweils kurz und heftig bis auf unter 1.000 U/min ab und geht dann wieder von der Bremse.

Machst du das wirklich so ? Da kommst du ja (je nach Gang) von sagen wir mal 80km/h auf 20km/h zurück !? Scheint mir eine sehr starke Bremsung. Da wird sich ein evt. Verkehr hinter dir aber bedanken. Schlimmstenfalls knallt dir einer rein und du bekommst noch Mitschuld wegen unnötigem Bremsens. Und bei 1000 U/min schiebt der Motor ja schon im Standgas.

RK

pedaulm am 10 Nov 2013 15:19:01

rkopka hat geschrieben:
pedaulm hat geschrieben:2. Man mutet dem Motor mehr zu, d.h. lässt ihn z.B. bis auf 4.000 U/min drehen, bremst dann jeweils kurz und heftig bis auf unter 1.000 U/min ab und geht dann wieder von der Bremse.

Machst du das wirklich so ? Da kommst du ja (je nach Gang) von sagen wir mal 80km/h auf 20km/h zurück !? Scheint mir eine sehr starke Bremsung. Da wird sich ein evt. Verkehr hinter dir aber bedanken. Schlimmstenfalls knallt dir einer rein und du bekommst noch Mitschuld wegen unnötigem Bremsens. Und bei 1000 U/min schiebt der Motor ja schon im Standgas.
RK

MIt "kurz und heftig" meinte ich jetzt keine Beinah-Vollbremsung, sondern eben zügig herunter bremsen, um nicht allzu lange auf der Bremse zu stehen. In meinem konkreten Fall kam mir entgegen, dass in diesen Phasen keiner hinter mir war.
Wenn man allerdings eine Schlange hinter sich herzieht, dann wird das Ganze natürlich richtig übel. Dann muss man wahrscheinlich eine Mischform der beiden Alternativen anwenden.

deedee am 10 Nov 2013 15:34:58

" ...bremst dann jeweils kurz und heftig bis auf unter 1.000 U/min ab und geht dann wieder von der Bremse ..."
JA ... genau so....doch! So bin ich dann die 2. Hälfte vom Steinegg runter gekrabbelt und auch von Kals runter ins Tal. War das einzig Richtige.
Und am Heizenberg ins Zillertal runter hatt ich da nen Holzrücker hinter mir, der hatte quasi schon drauf gewartet, dass ich kurz & heftig auf die Eisen gehe .... der hat das gewusst, dass es nur so geht und hatte den entsprechenden Abstand schon gewählt.
Übrigens ... LKW-Fahrer wissen das auch alle ... nur die (blöden) Autofahrer halt nicht. Man muss aber der Fairnis halber dazusagen, dass der hundsgewöhnliche Autofahrer damit auch nix zu tun hat .....

hufnagel am 27 Aug 2015 11:24:04

Möchte mich mal hier bedanken.Vor einer Woche saß ich mit stinkenden Bremsen auf halber Höhe der Abfahrt des Sognefjell in Norwegen und hatte noch 800 Höhenmeter vor mir. Notebook angeworfen und hier nach Hilfe gesucht. Der Tip: "Laufenlassen bis 4000, dann stark runterbremsen auf 2000" war goldrichtig und hat mir vermutlich Wohnmobil (Carado T132) und Haut gerettet. Motor 130PS, Baujahr 2014. Motorbremswirkung: Naja..... Ich bin den gleichen Pass vor vier Jahren mit dem 75PS Ducato von 1990 runtergekurbelt, da einfach in den 2. Gang und fertig. Übrigens bin ich dann unterwegs an ein paar PKWs mit rauchenden Bremsen vorbeigekommen......
Und ja, auch ich hatte hinter mir niemand, so dass ich das Spielchen machen konnte - bzw die zwei, drei Einheimischen, die unbedingt vorbeiheizen wollten, haben das trotzdem gemacht. Und nein, ich habe keine Meldungen vom Getriebe bekommen

July123 am 27 Aug 2015 11:52:58

Als Dieselfahrer ohne Turbolader wusste man früher die Bremswirkung des Motors zuschätzen.
Da im Schubbetrieb des Motors der Turbolader keinen Druck in den Brennraum bläst, ist die Verdichtung auf Zweitakter Level.
Die Bremswirkung ist bei Turbodiesel schlecht. Die Masse eines WOMO kommt auch noch dazu.
Grundsätzlich kommt der 2.Gang bei mir oft in Passabfahrten zum Einsatz, Ducato Multi 150.
Bis zur Nenndrehzahl in meinem Fall 3.600 U/min. ist selbstverständlich kein Problem. Mit einem WOMO auf PKW Tempo
bergab mit zuschwimmen macht keinen Sinn, der Verschleiß steigt im Quadrat.
Das runter bremsen immer knackig und dadurch kurz, das lange seichte bremsen bringt die Bremsscheiben auf unnötige hohe Temperaturen.
Nach meiner Beobachtung lassen sich WOMO Fahrer von den PKW leicht jagen, man will nicht als Bremsklotz wirken.
Kann nur empfehlen, Nervenstärke zeigen, runter vom Tempo, kleine Gänge schalten.

LG

kintzi am 27 Aug 2015 12:15:26

Bauen wir doch eine Wasserkühlung für die Vorderbremsen: Schlauch v. Wassersystem nach vorn, y-Verteiler Schlauch rechts u. links vor die Bremse, Zerstäuberdüse vorne drauf u. Kontaktknopf f. die Tauchpumpe, Druckpumpe mit Magnetventil (aus der Thetf.-Toilette), kannst dann bis zu 100l spritzen!! :razz:
So haben's die DB-Leute in 2. WW gemacht: bei Kampf- oder Notleistung (2400PS)wurden die 12 Zylinder (DB 60X-Reihe) so heiß, daß die Kolben bzw. Ventile drohten weich zu werden. Diese Leistungen waren dann zeitbegrenzt mit Wassereinsptitzung direkt in die Zylinder verfügbar ähnlich den Nachbrennern, das Titan hält auch nicht jede Temperatur aus. Gr. Richi

pedaulm am 27 Aug 2015 12:35:29

Hallo Hufnagel,
freut mich sehr, dass Dir der Tipp geholfen hat. Wenn man Stress mit seinem Hintermann hat, kann man ja bei nächster Gelegenheit (falls vorhanden) mal rechts ran fahren und ihn überholen lassen. Ansonsten sollte man sich einfach vor Augen halten, dass einem der Hintermann den Schaden nicht ersetzen wird, wenn man sich wegen ihm übernimmt und das Womo samt Insassen zu Schaden kommen (falls dann überhaupt noch etwas zu "reparieren" ist).

kheinz am 27 Aug 2015 13:15:21

hufnagel hat geschrieben:.............. Motor 130PS, Baujahr 2014. Motorbremswirkung: Naja..... Ich bin den gleichen Pass vor vier Jahren mit dem 75PS Ducato von 1990 runtergekurbelt, da einfach in den 2. Gang und fertig.


Wenn wundert beim Bremsen der Unterschied zwischen 75 und 130 PS ?
Je mehr PS die Kisten haben, je kleiner ist (in den einzelnen Gängen) die Übersetzung :wink:
Je weniger PS die Kisten haben, je größer ist (in den einzelnen Gängen) die Übersetzung :wink:

MfG kheinz

kintzi am 27 Aug 2015 13:57:34

[url]
Je mehr PS die Kisten haben, je kleiner ist (in den einzelnen Gängen) die Übersetzung
Je weniger PS die Kisten haben, je größer ist (in den einzelnen Gängen) die Übersetzung

MfG kheinz[/url]

Nicht umgekehrt? Ansonsten schlüssig, die Übersetzungen u. die Drehzahlen sind es.

Egal ob mit oder ohne Turbolader, Diesel immer volle Luft. Beim Sauger mit Atmosphärendruck,
beim mit TL halt mit zusätzlichem 1 TL-Bar. Demnach bremst einer mit TL sogar besser, denn die Luftmenge , die
er im Schleppbetrieb (als Kompressor) umpumpt u. der Druck sind deutlich höher.
Leistung wird über die Dieseleinspritzung geregelt, im Teillastbereich immer Luftüberschuß, daher auch die Sparsamkeit.

In dem Zusammenhang von Motorbremse zu sprechen, hat sich zwar eingebürgert, Motorbremse ist aber etwas anderes, z. B. den Motor im Schleppbetrieb gegen Auspuffkrümmer- Klappe/Widerstand "ausatmen" zu lassen, was natürlich viel wirkungsvoller bremst.
Ohne zusätzliche Bremseinrichtung spricht man richtiger von Schleppbetrieb.
Und das Intervall-Bremsen ist klar. Manche hatten in den 50er u. 60er im Gebirge Wassereimer dabei (besonders Zweitakter, kaum Motorbremswirkung, DKW/Autounion/Borgward-Gruppe mit Lloyd u. Goliath u. ä) , um über die Bremsen zu kübeln, was aber einige Bremstrommeln platzen ließ. Die österreicher Werkstätten vorzugsweise an den Fußtälern der Pässe hatten immer
etwas an den Urlaubern zu verdienen, im Sommer heiße Kühler u. Bremsen, im Winter Frostschäden, meist Batts, daher kannte ich damals schon Banner ! Gr Richi

wolf2 am 27 Aug 2015 14:11:10

Hallo zusammen,
wassergekühlte Bremsen gibt es auch heute noch!
In Wettbewerbsfahrzeugen z.b. Rallye Weltmeisterschaft, werden wassergekühlte Bremsen mit Keramikbremsscheiben eingesetzt.
Wenn allerdings jemand mit seinem WoMo ständig Passabfahrten macht, würde ich ihm zur Sicherheit den Einbau eines Retarders empfehlen.
Da ist man dann auf der sicheren Seite.

kintzi am 27 Aug 2015 14:44:59

Hallo Wolfgang, interessant, vielen Dank, wußte ich nicht. Als ich noch in grauer Vorzeit R. auf Fiat Abarth fuhr, gab es da irgend eine Strecke , glaube in der Ostschweiz, wo beim Wettbewerb, glaube irgendeine Bergsektionswertung, es eine Senke gab, die die Feuerwehr aus einem nahe gelegenen Bergsee mit Wasser leicht füllte, um alles überhitzte, einschl. Fahrer u. Co in den Spidern, abzukühlen. Gr. Richi

kamann am 27 Aug 2015 15:04:55

Hallo:
aber leider ist in dem frontmotorducato kein platz für einen retarder!!!
und sehr wenige würden dann den aufpreis zahlen!!
und die Bremswirkung der heutigen Downsizing, abgasoptimierten Dieselmotoren ist gut mit normalen benzinern zu vergleichen.
PS: bei meinen ersten diesel den ich fuhr,ein 220 D, war ich der meinung als ich im ersten gang vom gas ging: eben geht er fest!!!
mfG KH

Allsquare am 27 Aug 2015 15:18:46

Die echte Motorbremse, die bei mir zusätzlich verbaut wurde, schätze ich sehr.
Aber generell gilt, wahrscheinlich wie vor 50 Jahren, das Wort meines Bundeswehr-
fahrlehrers (2er): "wer bergab bremst, ist im falschen Gang"

Allsquare

Tinduck am 27 Aug 2015 16:03:05

Den Spruch kenn ich auch noch aus der BW-Fahrschule.

Gilt allerdings eher für LKW... Mit WoMo auf Transporterbasis gehen einem bei starken Gefällen ganz schnell die Gänge aus. Wenn man im ersten ist und die Fuhre beschleunigt immer noch, bleibt halt nur Intervallbremsung. Oder Retarder, aber die gibt's nur für Heckantrieb und kostet so um die 5k€ aufwärts.

Und ja, es gibt solche Gefälle. Die kommt man im 1. hoch, bräuchte aber einen -2. um im reinen Schleppbetrieb runter zu rollen, ohne schneller zu werden.

Bis denn,

Uwe

thomas56 am 27 Aug 2015 16:34:11

wolf2 hat geschrieben:wassergekühlte Bremsen gibt es auch heute noch!

und den Wasserretarder, der mit Kühlwasser bremst!

ein Wunder dass der überhaupt noch fährt.....so wie der gebremst wird. --> Link aber ich kann sagen, eine absolut goile Sache!

Gast am 28 Aug 2015 11:47:29

Hallo,

ich bin sehr oft in den Alpen unterwegs und meine WoMo hat in der Regel so an die 4, 5 to auf Ducato Maxi mit 150.er Motor. Leider ist die Motorbremswirkung bei diesem Gewicht recht unbefriedigend. Retarder (Wirbelstrombremse), Stauklappe ist für den Duc leider auch für viel Geld nicht zu haben. Also hilft nur angepasstes Fahren, d. h. bergab oft im ersten oder zweiten Gang bis ca. 3.800 Umdrehungen. Dann wieder abbremsen auf ca. 2500 Um. Nicht weiter, denn sonst ist das Bremsmoment des Motors zu gering und die Bremse wird zu stark erhitzt und es gibt zu wenig Kühlung durch den Fahrtwind. Gilt auch für das Automatisierte Getriebe von Fiat (es werden nur die Gänge gewechselt, ist ja keine Wandlerautomatik). Wichtig ist, dass die Bremse ganz frei gegeben wird, um wieder abzukühlen.(Intervallbremsung). So bin ich noch jeden Pass heruntergekommen. Es dauert halt etwas länger. Einfach runterfahren, wie mit dem PKW geht halt nicht.
Bin gerade in den Schweizer Alpen unterwegs.
waldheini

July123 am 28 Aug 2015 11:59:45

Korrekt, so ist es richtig und optimal. Ich schalte die Klimaanlage dazu ein, eine kleine spürbare Bremshilfe. :wink:

wolf2 am 28 Aug 2015 12:02:29

Hallo Waldheini,
du beschreibst die einzig richtige Vorgehensweise wie man mit dem frontangetreiebenen Ducato steile Bergabpassagen fahren sollte!

Ich wollte mit meinen Bemerkungen lediglich darauf hinweisen, dass es für Extremanwendungen im Motorsport auch noch wasssergekühlte Scheibenbremsen und für heckangetriebene Fahrzeuge wie die Sprinterbaureihe oder die Iveco Daily´s sowie die LKW Chassis für alle die die sich sonst unsicher fühlen und sehr oft Bergabpassagen zu bewältigen haben auch noch die Retarderlösung gibt.

mv4 am 28 Aug 2015 13:59:10

es gibt auch KLS-Motorbremsen die gibt es auch für den Ducato...950 €


--> Link Seite 2 und 3

die Vorgehensweise einen steilen Berg hinunter zu fahren...gilt für alle Fahrzeuge auch Hecktriebler...ich habe schon PKW vor mir fahren gesehen die sind den Zirler Berg von oben bis unten auf der Bremse stehend gefahren...unten sind sie dann immer schneller geworden :D

kintzi am 28 Aug 2015 14:55:39

Is ja super ! Einen Guten Gr. Richi

rkopka am 28 Aug 2015 22:18:46

Allsquare hat geschrieben:"wer bergab bremst, ist im falschen Gang"

Ich hab auch so Fälle, wo der 3. einfach zu hoch läuft. Da, wo es geht, bin ich jetzt teilweise mit dem 4. besser gefahren. Natürlich wird er schneller, aber wenn die Straße paßt, ist es noch machbar. Dabei hat er sich bei einer (höheren) Geschwindigkeit stabilisiert, und ich mußte kaum einmal bremsen.

RK

kintzi am 28 Aug 2015 22:49:26

Bis auf den plötzlichen Notfall, da geht alles wie Energie/Wucht, Anhalteweg usw im Quadrat der Geschwindigkeit. :oops: Gr. Richi

thomas56 am 28 Aug 2015 23:37:04

wolf2 hat geschrieben: zur Sicherheit den Einbau eines Retarders empfehlen.
Da ist man dann auf der sicheren Seite.

Die Sicherheit scheint im Wohnmobilbereich nicht sonderlich gefragt zu sein!

Und wenn die Kisten noch so weit an der Beladungsgrenze sind, Geschirrspüler, Dyson oder festeingebauter Staubsauger muss noch rein und ganz oben stehen die automatischen Hubstützen, damit kann man`s dem Nachbarn mal richtig zeigen! :D
Retarder ist dagegen die absolute Seltenheit......klar, den sieht und hört ja auch kein Stellplatznachbar. :?

fmkberlin am 29 Aug 2015 01:11:19

Herrlich dieser Fred :lach:
Ich hab mich selten so über Beiträge, die nur so von Halbwissen oder Unwissen strotzen amüsiert!
Am Besten war, im Zusammenhang mit gleicher Gang Bergab wie Bergauf: Unsynchronisierte Getriebe lassen sich bei Bergabfahrt nicht herunterschalten!
Köstlich :wink:
Solange das Fahrzeug nicht schon ausser Kontrolle ist, kann man mit dementsprechendem Zwischengas, in jeden Gang schalten. Man muss es nur gelernt haben.
Es sind aber auch viele Beiträge geschrieben worden, die Sinn und Verstand haben!
Für mich gilt, bei steilen Abfahrten, den Gang wählen, bei dem ich am wenigsten mit der Fußbremse dazu Bremsen muss.
Ich behindere auch niemanden mit meiner eventuell etwas langsamern Fahrt, wenn ich mit meinem Fahrzeug auf dieser Straße fahren darf. Die Schnelleren müssen halt damit leben.
Noch etwas aus meiner Erfahrungskiste: Es gab früher Motorbremsen bei LKWs (Auspuffklappen Bremsen) die rein mechanisch betätigt wurden. Dafür war dann ein relativ langer Hebel von Nöten, um die Klappe im Abgasstrang quer zu stellen. Das war aber zu Zeiten, in denen die Fahrer auch noch manuell den Einpritzzeitpunkt verändern konnten/mussten ;D

aus Berlin
Frank

halbkette am 29 Aug 2015 07:10:10

Servus

rkopka hat geschrieben:Ich hab auch so Fälle, wo der 3. einfach zu hoch läuft. Da, wo es geht, bin ich jetzt teilweise mit dem 4. besser gefahren


Ich bin jetzt ca. 3 Millionen km im Lkw unterwegs , teils nur im hügeligen Gebiet .... aber das er im 4. die Geschwindigkeit hält aber im 3. nicht kannst du mir nicht erzählen.

fmkberlin hat geschrieben: Es gab früher Motorbremsen bei LKWs (Auspuffklappen Bremsen) die rein mechanisch betätigt wurden.


Motorstaubremsen gibts auch heute noch .... zwar nicht mehr mit Hebel aber immerhin. Leider sind die neueren MSB nicht mehr so effektiv wie die alten .....

rkopka am 29 Aug 2015 09:54:27

rkopka hat geschrieben:Ich hab auch so Fälle, wo der 3. einfach zu hoch läuft. Da, wo es geht, bin ich jetzt teilweise mit dem 4. besser gefahren
halbkette hat geschrieben:Ich bin jetzt ca. 3 Millionen km im Lkw unterwegs , teils nur im hügeligen Gebiet .... aber das er im 4. die Geschwindigkeit hält aber im 3. nicht kannst du mir nicht erzählen.

Kann ich schon :-) LKW fahr ich nur (mit), wenn hinten mein Fahrzeug drauf ist :-(

Das Beispiel ist der Pötschenpaß mit 9% max. Steigung. 130PS Ducato 250. Im 3. muß ich regelmäßig dazubremsen. Den 2. habe ich mir noch nicht angetan. Im 4. kommt er natürlich auf deutlich höhere Geschwindigkeit, aber wird nicht mehr schneller (Luftwiderstand ?). Geht nur bis zu einer engeren Kurve, aber der Paß ist sehr gut ausgebaut und ich fahre ihn regelmäßig.

RK

berny2 am 29 Aug 2015 11:28:55

Mein Motor S8U von SOFIM ist bei der AU schon bis gut 4800U/min gedreht worden und lebt immer noch.

Tinduck am 29 Aug 2015 13:24:41

Ät rkopka:

Auf Deinem Pötschenpass wäre dann der 2. der Gang der Wahl. Bei 9% Gefälle und 70-80 km/h im vierten (oder noch schneller? Der Luftwiderstand nimmt erst oberhalb von 60 km/h merklich zu) möchte ich mal eine Vollbremsung sehen, da brauchst Du wahrscheinlich bis in die nächste Zeitzone, bis Du stehst.
Schön im zweiten runterzuckeln, da musst Du auch nicht zubremsen und gefährdest höchstens die Nerven der Hintermänner. Aber das muss man am Berg hinter größeren Fahrzeugen ab können.

Bis denn,

Uwe

rkopka am 29 Aug 2015 20:33:41

Tinduck hat geschrieben:Auf Deinem Pötschenpass wäre dann der 2. der Gang der Wahl.

Muß ich interessehalber mal probieren, ob er sich da stabilisiert.

Bei 9% Gefälle und 70-80 km/h im vierten (oder noch schneller? Der Luftwiderstand nimmt erst oberhalb von 60 km/h merklich zu) möchte ich mal eine Vollbremsung sehen, da brauchst Du wahrscheinlich bis in die nächste Zeitzone, bis Du stehst.

Eher an die 100km/h nach Tacho. Aber was soll da so besonders sein. Auf der ebenen Bundesstraße fährt man ja auch so schnell, auf der AB noch mehr. Das Gefälle bringt evt. etwas zusätzlichen Bremsweg, aber soviel kann das auch nicht sein.

Schön im zweiten runterzuckeln, da musst Du auch nicht zubremsen und gefährdest höchstens die Nerven der Hintermänner. Aber das muss man am Berg hinter größeren Fahrzeugen ab können.

Fände ich aber übertrieben, da ich im 4. mit 70-80km/h (?) hoch fahre. 9% ist maximal, Durchschnitt sind 5%.

RK

Tinduck am 30 Aug 2015 12:44:42

rkopka hat geschrieben:Eher an die 100km/h nach Tacho. Aber was soll da so besonders sein. Auf der ebenen Bundesstraße fährt man ja auch so schnell, auf der AB noch mehr. Das Gefälle bringt evt. etwas zusätzlichen Bremsweg, aber soviel kann das auch nicht sein.


Naaaaaaeein, höchstens so 50% längerer Bremsweg, grob geschätzt. Hab gerade keine Lust, das über Vektorrechnung korrekt zu berechnen... das Problem ist, dass bei 9% Gefälle 4,5% der Fahrzeugmasse ständig nach vorn drücken (Hangabtriebskraft). Das wären bei einem 3,5 Tonner ungefähr 1700 Newton an Kraft, die ständig der Bremse entgegenwirken. Dazu kommt, dass die Hinterachse bergab eh schon entlastet wird, durch das Bremsen auch noch, so dass da bergab kaum noch Bremswirkung anfällt.

100 km/h bei 5-9% Gefälle mag auf einer übersichtlichen, leeren Autobahn OK sein, aber nicht auf einem Gebirgspass, wo hinter der nächsten Kurve ein langsames Fahrzeug sein könnte.

Ich kann ja wieder das alte Lied anstimmen... Ein WoMo ist kein PKW, sondern ein (L)LKW und sollte auch so gefahren werden. Diejenigen, die das nicht verinnerlicht haben, kann man in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen gut verstreut auf der Autobahn besichtigen. MIR ist mein WoMo als Mittelpunkt einer solchen Aktion zu teuer, mal ganz zu schweigen von der drin sitzenden Familie.

Bis denn,

Uwe

Alter Hans am 30 Aug 2015 13:36:15

Hab zwar keinen Fiat sondern einen max. 3 to schweren VW T4 und fahre immer wieder den Bernardino hinab ins Tessin.
Da meine T4 Bremse idR zu wenig beansprucht wird (bis zum Rosten der Bremsscheiben hinten) nutze ich die Passabfahrt zum Freibremsen.
Im 4. bzw. 3. Gang (von 5) immer wieder hochdrehen lassen auf ca 3500 U/min und dann abbremsen auf ca 2500. Dabei stinken oder faden die Bremsen unten noch nicht. Dauerbremsen mache ich nie.
In Norwegen kam mir mal aus einem langen Gefälletunnel ein Schwertransporter mit aufgeladenem Bagger bergab rasend entgegen. Das Warnbegleitfahrzeug hatte vorsichtshalber einen Vorausabstand von ca 1 km gehalten so dass ich die Warnung nicht mehr ernst genommen hatte.
Glücklicherweise ist der Schwertransporter mir nicht im Tunnel begegnet mit seiner Überbreite und eingeschränkten Lenkfähigkeit. Der ganze Tunnel hatte dann zwei km lang kräftig nach heisser Bremse gestunken.
Wenige Tage später fuhr ich hinter einem LKW Zug her. Der bremste km lang ununterbrochen mit der Fussbremse. Unten hielt er dann an und stank und qualmte. Nicht alle LKW Fahrer machen das leider richtig.

Tinduck am 30 Aug 2015 21:08:54

Aber ein paar depperte LKW-Fahrer müssen einen ja nicht davon abhalten, es selber richtig zu machen :D

Solange Intervallbremsen noch geht, ist ja alles gut. Aber spätestens, wenn die Bremsen anfangen zu stinken oder das Pedal weich wird, muss der niedrigere Gang rein, notfalls mit Gewalt.

Bis denn,

Uwe

berny2 am 31 Aug 2015 00:06:24

Tinduck hat geschrieben:Solange Intervallbremsen noch geht, ist ja alles gut. Aber spätestens, wenn die Bremsen anfangen zu stinken oder das Pedal weich wird, muss der niedrigere Gang rein, notfalls mit Gewalt.

oder - geschickterweise - mit Zwischengas. :idea:

Tinduck am 31 Aug 2015 07:18:39

berny2 hat geschrieben:oder - geschickterweise - mit Zwischengas. :idea:


Ja klar, geht nur nicht mehr, wenn die Drehzahl im nötigen Gang schon höher ist als die Nenndrehzahl. Dann hilft evtl noch Kraft, ansonsten nur noch beten. Deshalb eben die Bremsen fürs runterbremsen schonen, dann geht auch der niedrigere Gang noch rein.

Herborn ist übrigens passiert, weil die brandneue teilautomatisierte Schaltung des Tanklastzuges keinen niedrigeren Gang mehr zulassen wollte wegen zu hoher Drehzahl, die Bremsen waren zu dem Zeitpunkt schon Fratze. Nach dem Unglück bekam das System dann einen Not-Override-Knopf. Und fast alle starken Autobahn-Gefälle Schotter-Auslaufzonen.

Falls Ihr automatisierte oder automatische Getriebe fahrt, schaut mal in die Anleitung, ob die Drehzahlüberwachung beim runterschalten greift oder nicht. Wenn man das erst im entscheidenden Moment rausfindet, gibt es SEHR große Augen :eek: :eek:

Bis denn,

Uwe

rkopka am 25 Mär 2016 18:27:28

Tinduck hat geschrieben:Auf Deinem Pötschenpass wäre dann der 2. der Gang der Wahl.
Schön im zweiten runterzuckeln, da musst Du auch nicht zubremsen und gefährdest höchstens die Nerven der Hintermänner. Aber das muss man am Berg hinter größeren Fahrzeugen ab können.

Heute war die Gelegenheit. Also alle hinten vorbeifahren lassen und dann mit dem 2. Gang (nicht mal die steilste Stelle). Keine Chance !!! In kurzer Zeit ist er auch so auf 4000U/min gekommen und die Motorbremse hat nicht gereicht. Gefühlsmäßig sogar schlechter als im 3. Evt. weil der Windwiderstand fehlte.

RK

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