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Frage zu Zusatzluftfedern


villadsen am 21 Jan 2014 15:08:40

Hallo,
Im April sollte ich meine Neue XGO Dynamic 39 auf Renault Master Basis bekommen und da das Womo einen ziemlichen großen Überhang habe, bin dabei den Markt für Zusatzluftfederungen abzusuchen.
Grundlegend scheint mir alle Luftfedersätze mehr oder weniger gleich zu sein. Zwischen Chassis und Blattfeder wird ein Luftbalg eingebaut der von einen Kompressor aufgeblasen werden kann.
Jetzt bin ich aber bei der Firma Drive-Rite (Gesellschaft der Firestone Gruppe) auf einen etwas anderen System gestoßen. Dabei geht es um einen „Outboard“ System, der angeblich stabiler sein sollte. Beim Outboard System sitzen die Gummibalgen, so wie ich es in der Montageanleitung sehen kann, weiter nach außen und nach hinten, was also angeblich mehr Stabilität bringen sollte. Die original Gummiendfeder (Weiß nicht was sie richtig heißen) bleiben somit erhalten. Preislich liegt das System unter die Preise die ich hier im Forum gesehen haben für Systeme beispielsweise von der Firma Goldschmitt . Montageaufwand werden mit 1-2 Stunden angegeben.
Was sagen die technischen versierten Mitglieder zum Outboard Federn. Ist es bekannt? Wird es stabiler? Wer weiß etwas darüber?
aus Dänemark

Hier habe ich die Montageanleitung:
--> Link

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

ingemaus am 21 Jan 2014 16:42:12

Hallo!

Grundsätzlich kann durch den Einbau ein Absinken vom WM Heck verringert werden.
Die Belastung oder sogar Überlastung der Hinterachse kann sich nur äußerst minimal durch den Einbau von Zusatzluftfedern ändern. Die Tragfähigkeit der HA ist vorgegeben mit zum Beispiel 2.100 kg.
Der lange Überhang wird, besonders bei einer Heckgarage und Fahrrad- oder Motorradträger sehr stark schnell die Mindestbelastung überschreiten. Ob mit oder ohne ZF.
Aus eigener Erfahrung: WM ca 7,3 m Gesamtlänge Überhang ca 2,4 m. Fazit: HA weit überschritten!
Dazu wird natürlich umgekehrt durch die Hebelwirkung, die VA entlastet, dies so schnell, dass man unter die
Mindestachslast, die jedes FG haben muss, kommt.
Dazu kommt das Gewicht der ZF, die natürlich die Zuladung entsprechend verringert. Den Geldbeutel allerdings
belastet.

und tschüss ingemaus

rolf51 am 21 Jan 2014 17:05:35

ingemaus hat geschrieben:Hallo!


Dazu wird natürlich umgekehrt durch die Hebelwirkung, die VA entlastet, dies so schnell, dass man unter die
Mindestachslast, die jedes FG haben muss, kommt.

und tschüss ingemaus


Mindestachslast? Wo steht die!

Anzeige vom Forum


topolino666 am 21 Jan 2014 20:15:45

rolf51 hat geschrieben:Mindestachslast? Wo steht die!


... in gaaaanz vielen Beiträgen von "ingemaus":

--> Link

--> Link
--> Link
--> Link
--> Link

=> ansonsten gilt: :nixweiss:

berni1 am 21 Jan 2014 22:46:24

Mindestachslast steht nicht in den Papieren - also egal... - nur wichtig für den Bodenkontakt - sprich Beschleunigung. Beim bremsen verlagert sich das Gewicht ohnehin nach vorne.

Im Frühjahr bekommt unser aber auch eine Achsverstärkung auf der Hinterachse bei Goldschmitt - 2,5m Überhang machen das notwendig !

halbkette am 21 Jan 2014 23:07:26

Servus

Spätestens wenn du auf einer Achslastwaage stehts ist es nicht egal .....

dieter2 am 21 Jan 2014 23:31:49

rolf51 hat geschrieben:[
Mindestachslast? Wo steht die!


Zum Beispiel hier, Google ist Dein Freund :ja:
Zitat:
DA zu § 37 Abs. 1:

Die Forderung nach Einhaltung der zulässigen Werte für die Achslasten ist erfüllt, wenn

1. die zulässige Vorderachslast nicht überschritten wird,
2. die zulässige Hinterachslast nicht überschritten wird
und
3. die Mindestachslast der gelenkten Achse nicht unter 20 % des Fahrzeugmomentangewichtes liegt (gilt nicht für Sattelanhänger). Sofern die Fahrgeschwindigkeit 25 km/h nicht übersteigt, darf die Mindestachslast der gelenkten Achse bis auf 10 % des Fahrzeugmomentangewichtes gesenkt werden.

Die Maßnahmen zur Ladungsverteilung richten sich nach der Art des Ladegutes und den Konstruktionsmerkmalen des Fahrzeuges.

Empfehlungen zur Ladungsverteilung enthalten auch die VDI-Richtlinien 2700 "Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen", VDI 2700 Blatt 4 "Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen - Lastverteilungsplan" und die BG-Information "Ladungssicherung auf Fahrzeugen" (BGI 649).
Zitat Ende

Dieter


Alles zu lesen hier
--> Link

katja-jiscon am 21 Jan 2014 23:56:13

Tach,

ich habe mir auch Gedanken zu unserem Fahrwerk gemacht,
--> Link
bin aber noch zu keiner Entscheidung gekommen....

Hier mal der Link zu Drive Rite:

--> Link

Ich gehe mal davon aus das durch das Verschieben
der Einbaustelle auf der HA nur die "Stärke" der
Bälge bzw. der Luftdruck varrieren muß um das gleiche
Ergebniss zu bekommen. :(


Kai

frajop am 22 Jan 2014 09:12:38

Naja, was in den § steht ist ja völlig unrealistisch und passt immer, solange das Fahrzeug nicht hinterüber kippt....

Es geistert aber immer wieder durch die Foren, dass Fiat angeblich an der VA eine Mindestachlast von 42% (vom Istgewicht) vorschreiben würde.
Da würden manche schon Augen machen wenn das stimmt :eek:

Aber es kann dazu niemand eine Quellenangabe machen :roll:

Vielleicht ist es aber nur die Antwort auf die Frage aller Fragen
--> Link
:D


Frank

rolf51 am 22 Jan 2014 09:29:40

Hallo,

Mindestachslast im Privaten Bereich und nicht über BG. Ansonsten müssten wir bei 1 l Verdünnung an Bord auch ein EX-Schrank haben.
Führt aber jetzt am Thema vorbei.

villadsen am 22 Jan 2014 10:21:58

Hier noch mehr Informationen von der Firma Drive-Rite:

--> Link

Wenn mann den Text von Drive-Rite glauben darf, scheint es also ein Wunsch von Renault zu sein, das die Zusatzluftfederung als "outboard" gemacht werden.

Citat aus der Drive-Rite HP: "Following on from Drive-Rite's work with Renault, the engineering team have respected the wishes of the OEM to incorporate the original Bump Stops into the kit design"
Ich vermute mal dass es etwas mit Garantie und gewährleistung zu tuen haben könnte - also dass mann, im Garantiefall, besser da steht wenn vom Originalfahrzeug nichts entfernt wurde.

Schönen Tag noch

dieter2 am 22 Jan 2014 11:01:54

frajop hat geschrieben:Naja, was in den § steht ist ja völlig unrealistisch und passt immer, solange das Fahrzeug nicht hinterüber kippt....


Frank


Da berührt einen Womofahrer normaler weise überhaupt nicht.

Wenn das Womo mit 3500 kg und zulässiger Hinterachslast von 2000 kg gemäß den Achslasten ausgeladen ist hat die Vorderachse immer 42 % des Gewichtes.

Egal wie die Last nach hinten überhängt oder der Überhang ist.

Dieter

ingemaus am 22 Jan 2014 12:35:38

Hallo!
Noch einmal klipp und klar!
Fiat schreibt zu den Richtlinien hier Aufbau WM den WM Herstellern vor:

Die Mindestachslast der VA muss 42 % des zulässigem Gesamtgewichtes unter allen Bedingungen betragen.

Dieses heißt bei einem 3,5 t dürfen 1.470 kg an der VA nicht unterschritten werden!

Auch wenn nur der Fahrer im WM sitzt, auch mit fast leeren Treibstoff- Tank.

Blödsinn ist die Behauptung, beim Bremsen wird das Gewicht nach vorne verlagert. Zum Teil mag es wohl stimmen, wer bremst aber immer, doch nur wenn es kritisch wird, das kann es zu spät sein, wenn das WM ins schleudern kommt.
Dazu und dies ist viel schlimmer sind Fahrten bei denen es Bergauf geht. Das Durchdrehen des VA Antriebes zeigt
sofort, keine Griffigkeit/ Traktion!
Ausschlaggebend ist die hergestellte, berechnete Mittelachslast vom Hersteller.
Hier hapert es bei fast allen WM, weil Aufbau bedingt, eine gute Mittelachslast schlecht zu erreichen ist.

und tschüss ingemaus

villadsen am 22 Jan 2014 12:50:02

ingemaus:

In dieser Thread geht es um einen Renault Master. Danke.

dieter2 am 22 Jan 2014 13:02:37

ingemaus hat geschrieben:Hallo!
Noch einmal klipp und klar!
Fiat schreibt zu den Richtlinien hier Aufbau WM den WM Herstellern vor:
Die Mindestachslast der VA muss 42 % des zulässigem Gesamtgewichtes unter allen Bedingungen betragen

und tschüss ingemaus


Ich möchte Dir ja glauben wollen, aber bitte eine Quelle :roll:

Dieter

kintzi am 22 Jan 2014 13:07:23

Zitat:
Blödsinn ist die Behauptung, beim Bremsen wird das Gewicht nach vorne verlagert.

Ausser die Ladung rutscht nach vorn, dann stimmt's wieder :razz:

Nein, Spaß beiseite, was die meisten damit meinen, ist eine "dynamische Schwerpunktverschiebung" , z.B sichtbares Einfedern der VA beim Bremsen.
Eine grössere Belastung der VA kann man aber auch durch Anheben des Aufbaus an der HA erreichen, nichts anderes geschieht beim Aufpumpen. Wieviel das aber ausmacht, müsste man mal Modell-Rechnen . Gr.R

berni1 am 22 Jan 2014 20:06:35

Ich möchte Dir ja glauben wollen, aber bitte eine Quelle :roll:

Dieter[/quote]

und wo steht das in den Papieren ?

a.miertsch am 22 Jan 2014 20:53:36

Es geht dem TE doch aber um seinen Renault in Verbindung mit dem Outbordsystem. Dazu habe ich noch nichts förderliches gelesen. Was man erkennt ist nicht mehr als ein spezielles System für den Renault.
Was soll also das Ge-spräch über Überhänge und Lastverschiebungen bei div. Fahrwerken . Wer kennt es denn nun wirklich und kann etwas dazu sagen.
Albert

dieter2 am 22 Jan 2014 20:55:27

berni1 hat geschrieben:Ich möchte Dir ja glauben wollen, aber bitte eine Quelle :roll:

Dieter

und wo steht das in den Papieren ?


Das ist hier die Frage. :?:

Das mußt Du die Ingemaus fragen.

dieter

heiinjoy am 22 Jan 2014 21:06:33

Hallo Zusammen,

§ 37 StVZO betrifft Gleitschutzeinrichtungen.
§ 37 StVO sind Wechsellichtzeichen.
Mindestvorderachslast gibt es für Fahrzeuge (PKW, LKW) nicht - Ausnahme: Landwirtschaftliche Fahrzeuge nach Vorschrift der BG.
Es gibt aber bei den Herstellern von Fahrgestellen Vorgaben für die Aufbauhersteller. Hier werden die möglichen Maße und Gewichte der Aufbauten beschrieben.
Die DIN 2700 (z.B. Blatt 4, Lastverteilungsplan) kann man hier nicht heranziehen, da der Aufbau keine Ladung im Sinne der DIN ist.
Bei meinem Iveco kann man die Herstellervorgaben auf der Seite (Datenblätter der Fahrgestelle) von Iveco nachlesen. Diese Vorgaben sind aber nicht mit den Vorschriften des öffentlichen Rechts gleich zusetzen. Wenn jedoch gegen diese Vorgaben verstoßen wird, wird es im Schadensfall z.B. Bruch des Leiterrahmens, ein schönes Gespräch zwischen Hersteller des Fahrgestells und dem Aufbauhersteller geben wer den Schaden bezahlt.



Heiinjoy

willi_chic am 22 Jan 2014 21:58:37

kintzi hat geschrieben:Eine grössere Belastung der VA kann man aber auch durch Anheben des Aufbaus an der HA erreichen, nichts anderes geschieht beim Aufpumpen. Wieviel das aber ausmacht, müsste man mal Modell-Rechnen . Gr.R

ich habs hier --> Link in einem anderen Zusammenhang mal durchgerechnet

grüße klaus

boxer80 am 22 Jan 2014 22:33:49

Hallo,
mich interessiert das Thema auch.
Was kann man denn bei einem 7,4 m langen Wohnmobil mit 4,3m Radstand denn tun,
um mehr Traktion auf die Vorderachse zu bekommen ?


Heiko

willi_chic am 22 Jan 2014 23:38:04

Hallo Heiko,

mir fallen spontan 3 Möglichkeiten ein:

1. Hinterachse um 1 m anheben bringt 27%
2. viel mehr Gewicht nach vorne
3. vorne andere Reifen

1 und 2 fallen wegen Praxisferne aus, 3 wäre eine Überlegung wert

grüße klaus

mv4 am 22 Jan 2014 23:41:05

soviel wie möglich Last in Richtung Vorderachse bringen...zb. einen größeren Dieseltank einbauen...

willi_chic am 23 Jan 2014 10:22:27

vorher aber klären wieviel zusätzliche Last noch auf die Vorderachse darf, viele Womos haben hier schon ab Werk erhebliche Probleme

grüße klaus

berni1 am 23 Jan 2014 22:31:05

mv4 hat geschrieben:soviel wie möglich Last in Richtung Vorderachse bringen...zb. einen größeren Dieseltank einbauen...


bringt aber nichts, wenn der Tank leer is....

katja-jiscon am 23 Jan 2014 23:23:59

boxer80 hat geschrieben:um mehr Traktion auf die Vorderachse zu bekommen ?


ich glaub das beste Mittel wäre rückwärtsfahren... :D :D :)

Kai

werfab am 24 Jan 2014 21:51:59

Zu der Achslastverteilung gibt FIAT im Handbuch für Umbau und Ausrüstungen folgendes an, weil hier nach einer Quelle gefragt wurde:
"ZULÄSSIGE HÖCHSTGEWICHTE
Das Gesamtgewicht des Fahrzeugs und die zulässigen, auf den Achsen lastenden Höchstgewichte sind in der nachstehenden Tabelle wiedergegeben. Die Leergewichte beziehen sich auf die Fahrzeuge in ihrer Standardausführung (Gewicht des Fahrzeuges (unbeladen) mit 90% Kraftstoff);
Spezialausrüstungen können Veränderungen an den Massen und an deren Aufteilung auf die Achsen mit sich bringen.
Vor der Ausrüstung sollten daher das Fahrzeuggewicht im Leerzustand und seine Verteilung auf die Achsen geprüft werden.
Um immer eine korrekte Straßenlage und Beschleunigungskraft auch auf Straßen mit geringem
Haftungskoeffizienten, ein dynamisches Verhalten in Kohärenz mit der Fahrtsicherheit, Zuverlässigkeit und die gewünschten Leistungen zu garantieren, muss die Gewichtsverteilung in allen Belastungsbedingungen innerhalb der folgenden Grenzwerte liegen (die nicht überschritten werden dürfen):
- Vorderachse: Gewicht am Boden immer zwischen 70% und 40% des Fahrzeuggesamtgewichts am Boden.
- Hinterachse: Gewicht am Boden immer zwischen 30% und 60% des Fahrzeuggesamtgewichts am Boden.
Je nach der Lastverteilung können daher das Gesamtgewicht am Boden und/oder die zulässigen Höchstgewichte der Achsen nicht vollständig ausgeschöpft sein."

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