Hi Petermann,
den Einbau eines Fäkalienfesttanks halte ich aus eigener Erfahrung für eine gute Sache. Habe das bereits 1984 bei meinem Selbstausbau so gemacht. Wichtig ist allerdings, daß Du dafür auch Platz hast. Bei einem doppelten Boden dürfte das kein Problem für den Tank sein. Allerdings wird der Tank selbst bei den heutigen Höhen der Böden möglicherweise ein Problem. Aber Tanks kann man sich auch maßgerecht herstellen lassen. Da Du sicherlich eine Toilette (Cassette) eingebaut hast, sollte auch dort ohne große :?: Umbauarbeiten das Cassettenklo durch eine neue Klo-Schüssel ersetzt werden können. Wenn Du dann den Tank direkt darunter bauen kannst, ist der Füllstand auch von oben durch die Toilette zu kontrollieren (viele Amerikaner haben das so). Füllstandsfühler arbeiten bei Fäkalien aufgrund der hohen Leitfähigkeit des Mediums nicht korrekt.
Sollte der Tank nicht unter die Schüssel eingebaut werden können, bietet sich als Toilette eine Zerhackerpumpe (elektrischer Anschluß mit 2,5 Quadrat) aus dem Yachtbereich an (hatte ich eingebaut) mit der ich die Fäkalien dahin pumpen kann, wo ich den Tank einbauen kann. Als Entleerung bietet sich eine Einrohrentleerung des Fäkalien- und Abwassertanks über einen 3" - Valterra-Schieber an. Bei einer derartigen Konstruktion könntest Du zuerst den Fäkalientank leeren und danach durch den Fäkalien- den Abwassertank. Dadurch würde der Fäk.-Tank noch einmal gespült. Für den vorgenannten Valterra-Schieber gibt es eine über Bajonetverschluß anschließbare Zerhackerpumpe mit einem bis zu 20 m langen flexiblen Schlauch. Damit wird das Entleeren der Tanks - auch von der Sauberkeit her, auch bei ungünstiger Lage der Entsorgungsstation völlig unproblematisch.
Von Thetford gibt es übrigens eine Cassete-/Tankkombination, bei der ich den Cassettenbetrieb auf Tank umstellen kann. Diese Kombination war/ist in hochwertigen italienischen Fz. eingebaut (habe sie selbst in einem Arca - Amerika kennen gelernt).
Zu einem Wechselrichter:
Hier solltest Du zunächst den Bedarf feststellen. Soll es ein reiner Sinus- oder nur ein modifizierter (Sinus-)
wechselrichter sein. Die modifizierten Wechsler sind wesentlich preiswerter. Was Du bei eBay gesehen hast, dürfte solch ein Gerät sein. Zu berücksichtigen ist hier bei allen Geräten der Nutzungsgrad, der bei reinen Sinusgeräten höher als bei den anderen Geräten (80 - 90 %) liegt. Sinusgeräte braucht man nur zum Betrieb elektronisch gesteuerter Geräte. Selbst mein Digital - TV-Receiver arbeitet mit dem einfachen Gerät.
Bei einer Dauer-Ausgangsleistung des Wechselrichters solltest Du wie folgt rechnen:
1500 W Watt Ausgang = 1800 W Eingang (bei 80 % Nutzungsgrad) = 150 Ah, die von der Batterie kommen müssen.
Je nach Leitungslänge zwischen Batterie und Wechswelrichter muß der Querschnitt der Kabel berechnet werden. Bei den meisten angebotenen Wechselrichtern ist das 12 V-Kabel ca. 80 cm lang und
im Gerät angeschlossen. Hier kannst Du nichts ändern, ohne die Garantie zu verlieren. Bei einer Anschlusslänge von 1 - 1,5 m müsste das Kabel (ist nicht genau berechnet) wenigstens 35 Quadrat haben. Ist ein derartiges Kabel an die äusseren Polklemmen überhaupt anschließbar ? Die Plusleitung müsste mit 150 A unmittelbar an der Batterie abgesichert werden.
Diese Angaben sind ohne Gewähr. Ich bin auf jeden Fall so verfahren.
Mein Gerät ist übrigens auch von Fraron.
Mit freundlichen n und einem arbeitsreichen Neuen Jahr
Klaus