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Aufbaubatterie einfach tauschen?


ostbaarwomo am 27 Mär 2014 21:08:36

Hallo liebe Forumsteilnehmer,

als absoluter Womo-Neuling hoffe ich hier Hilfe zu finden.

Ich habe mir vor wenigen Wochen ein gebrauchtes TEC Rotec 580 G Wohnmobil zugelegt. Das Fahrzeug hat zwei parallel geschaltete Aufbaubatterien (jeweils Blei-Säure, einmal mit 88 Ah einmal mit 90 Ah) verbaut.

Laut Vorbesitzer handelt es sich um die ersten Batterien (somit 8 Jahre alt).

An einer der Batterien sind die Kreuzschlitze der Batteriestopfen schon sehr stark verschlissen sodass es hier nur noch sehr schwer möglich ist den Wasserstand zu kontrollieren oder aufzufüllen. Außerdem ist das Röhrchen für den Lüftungsschlauch abgebrochen und nur notdürftig angeklebt (welche Risiken bestehen?).

Die zweite Batterie ist hingegen in Ordnung.

Batterie "eins" würde ich aus vorgenannten Gründen gerne austauschen. Hierbei stellen sich mir folgende Fragen:

- Muss dann auch Batterie "zwei" getauscht werden (wegen dem hohen Altersunterschied) oder kann man bedenkenlos eine alte und eine neue Batterie parallel betreiben?

- Muss die neue Batterie die gleiche Kapazität wie die Ersetzte haben? Würde gerne eine stärkere einbauen. Hierbei verunsichert mich jedoch der folgende Passus aus dem Bordbuch "Bei Wechseln der Versorgungsbatterie nur Batterien der selben Bauart verwenden. Eine 75 AH-Batterie darf z. B. nur durch eine 75 AH-Batterie getauscht werden."
In der Dokumentation zum Elektroblock (Schaudt EBL 99) konnte ich keinen entsprechenden Hinweis finden. Dort steht nur, dass die Batterie min. 55 Ah haben sollte.

- Müssen zwei parallel geschaltete Batterien die gleiche Kapazität aufweisen oder kann ich z. B. eine 55 Ah mit einer 90 Ah Batterie kombinieren?

- Was haltet Ihr davon statt den zwei (88 Ah u. 90 Ah) nur noch eine Batterie zu verwenden (150 Ah)? Könnte dann der eine Batteriekasten einfach leer gelassen werden oder muss hierzu grundsätzlich etwas an der Verkabelung / Einstellung geändert werden?

- Aus Kostengründen tendiere ich bei der neuen Batterie wieder zu Blei-Säure. Ist das für den Aufbau okay oder sollte ich auf die teuren Gelbatterien umschwenken? Welche Gründe sprechen dafür, welche dagegen?

- Am Wochenende wollen wir unsere erste Tour machen. Welche Gefahren ergeben sich daraus, dass der Lüftungsschlauch an Batterie eins nur mit Sikaflex auf die Lüftungsöffnung geklebt ist?
Wann besteht Gefahr von Gasen oder Explosion (bei Verstopfung der Öffnung)? Nur beim Laden des Wohnmobils an 230 V oder auch bei Fahren und Laden über die Lichtmaschine? Oder vielleicht sogar nur bei Verwendung eines externen Ladegerätes?

Ich würde mich freuen wenn Ihr mir hierzu mit Euren Erfahrungen und Eurem Wissen weiterhelfen könntet.

Liebe

Markus

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Variophoenix am 27 Mär 2014 21:36:24

Ganz schön viele Fragen.
Also ein muss: Beide ersetzten geneu gleiche AH und Bauart. ( AGM, Gel, Blei) Du kannst auch nur eine grosse Einbauen wenn du Platz hast. Je grösser die Ah je länger hält sie. Meine Empfehlung Gel. Zwar teuer aber Zyklenfester. Nie zu fest entladen und gleich wieder aufladen dann halten sie fast ewig. Schlaucdefekt ist nicht so schlimm. Ist da für überlauf der Säure und entlüftung zugleich. Nie alte und neue paralell schalten sonst macht die alte die neue defekt. Beim Ladegerät nicht vergessen auf Gel zu stellen. ev. EBL Block. Das ist das teil wo alle sicherungen für den Aufbau sind.

Gast am 27 Mär 2014 21:40:52

Schließe mich meinem Vorschreiber in der Beurteilung an,allerdings mit einem Unterschied: Es müssen keine teuren Gel-Batterien sein,ich benutze seit Jahren normale Starterbatterien 2 x 90 AH, die halten so etwa 5-6 Jahre,hatte nie Probleme.

Arno

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ostbaarwomo am 27 Mär 2014 22:30:55

hokeyass hat geschrieben:Beide ersetzten geneu gleiche AH und Bauart. ( AGM, Gel, Blei) Du kannst auch nur eine grosse Einbauen wenn du Platz hast.
...
Schlaucdefekt ist nicht so schlimm. Ist da für überlauf der Säure und entlüftung zugleich.


Erstmal Vielen Dank für die schnelle Antwort. Muss hier nochmal nachfassen: Die "große" welche zwei kleine ersetzen soll muss aber nicht genau deren gemeinsamer Kapazität entsprechen, oder doch?

Entlüftung in den Wohnraum ist kein Problem? Evtl. durch Kleber verschlossenes Lüftungsloch auch nicht?

ostbaarwomo am 27 Mär 2014 22:33:27

rosselarno hat geschrieben:Es müssen keine teuren Gel-Batterien sein,ich benutze seit Jahren normale Starterbatterien 2 x 90 AH, die halten so etwa 5-6 Jahre,hatte nie Probleme.

Arno


Vielen Dank! Wie unterscheiden sich die "normalen" Starterbatterien von den speziellen Campingbatterien außer im Preis?

Variophoenix am 27 Mär 2014 22:40:50

Gel halten gute 10 Jahre bei nicht zu fester entladezyklen. Batterie grösse einer Bat. kannst du frei wählen. Wenn du viel strom ziehst an grösser, so das sie am besten max halb entladen wird. Entlüftung ist nur ein problem bei überladung = wenn der Laderegler defekt sein sollte.

gordan am 27 Mär 2014 22:41:38

ostbaarwomo hat geschrieben:.....Die "große" welche zwei kleine ersetzen soll muss aber nicht genau deren gemeinsamer Kapazität entsprechen, oder doch?

Entlüftung in den Wohnraum ist kein Problem? Evtl. durch Kleber verschlossenes Lüftungsloch auch nicht?


Muß nicht gemeinsamer Kapazität entsprechen, aber wie größer die Leistung um so besser!
Entlüftung im Wohnraum unbedingt vermeiden. Lüftungsschlauch(e) durch Boden nach außen führen!

Gordan :hallo:

kheinz am 27 Mär 2014 22:48:45

Eine "normale" Starterbatterie ist gebaut worden um einen hohen Strom zum Starten des Fahrzeuges zu liefern.
Eine Versorgungsbatterie ist gebaut worden um über viele Stunden Verbraucher mit einem relativ geringen Strom zu versorgen. Diese Batterien halten bei guter Wartung in der Regel länger als eine Starterbatterie.

MfG kheinz

kheinz am 27 Mär 2014 22:59:48

Und hier noch ein alter Beitrag von mir:

Wenn ich an Batterien bzw. Akkus mit
- unterschiedlicher Größe und
- unterschiedlichen Amper / Amperstunden und
- unterschiedlichem Alter
denke, stelle ich mir immer eine Kutsche mit zwei Pferden vor.

Wenn eines der Pferde z.B ein Pony ist, hat die Kutsche wohl zwei Pferde aber nicht die Leistung die zwei gleich große Pferde / Akkus haben.

Das gleiche ist mit den unterschiedlich alten Pferden / Akkus. Wenn das alte Pferd schon ermüdet, steht das junge Pferd noch voll unter Dampf. Ergo muß das junge Pferd mehr leisten.

So ähnlich verhält es sich mit dem Laden der Batterien bzw. Akkus.
Auch dazu ein Beispiel: Ein junger Mann, gleich groß und schwer, verdrückt schneller und mehr an Speisen als ein älterer Mann. Und wenn dem älteren Mann so langsam die Kraft ausgeht, steht der junge Mann noch voll unter Dampf. Ausnahmen bestätigen die Regel (nicht) :wink:
Daher ist für mich klar, wann immer es geht nur gleich große ( Volt / Ampere / Ampere Stunden ) und gleich alte Akkus einbauen und ganz wichtig auch laden.
Daher, unterschiedlich alte Akkus - besser - getrennt laden.

MfG kheinz

felix52 am 27 Mär 2014 23:08:01

Zitat Ostbaarwomo:
" Erstmal Vielen Dank für die schnelle Antwort. Muss hier nochmal nachfassen: Die "große" welche zwei kleine ersetzen soll muss aber nicht genau deren gemeinsamer Kapazität entsprechen, oder doch?
Entlüftung in den Wohnraum ist kein Problem? Evtl. durch Kleber verschlossenes Lüftungsloch auch nicht?"




Moin,
zu Frage 1: Nein, je nach Anspruch (s. "Kapazitätsrechner") oder Threads dazu hier im Forum
zu Frage 2: Es ist ein Problem ( im Volksmund: "Knallgas")

Du stellst dezidierte Fragen!Weißt also, worum es geht. :)
Ich würde Dir, obwohl die "Suche" wegen der mannigfaltigen Themen hier im Forum nicht so ganz einfach ist, auch empfehlen, diese zu benutzen. Etwa unter dem Stichworten "Batterie". So erfährst Du schnell viel, ohne lange auf Antworten warten zu müssen. :ja:
Und meine Vorschreiber haben ja auch schon nützliche Tipps gegeben. :ja:

Hier wird Dir geholfen.... :ja:


Felix52

Variophoenix am 27 Mär 2014 23:14:50

Bei den Accus geht es darum das wenn sie nicht die absolut gleiche (24H abgehängt) Ruhespannung haben, die stärkere die Schwächere ladet und somit die stärkere nicht mehr voll geladen ist und an capazität einbüsst. Also auch nicht 2 alte zusammenführen da die immer unterschiedliche Werte haben.

Hier noch eine gute Beschreibung:

Die wichtigen Zyklen
Die Anzahl Zyklen - ein Zyklus ist eine Entladung der Batterie mit anschliessender Aufladung - wird vom Hersteller beziffert und ist für den Laien kaum nachvollziehbar und dennoch sehr wichtig. Denn je stärker eine Batterie jeweils entladen und wieder aufgeladen wird, desto geringer wird die Anzahl Zyklen, und folglich verkürzt sich die Lebensdauer. Bei der von mir gewählten EXIDE GEL EQUIPMENT ES 1600 mit 140 Ah werde folgende Anzahl Zyklen erreicht bei einer Entladung von jeweils:
100 % > 250 Zyklen,
50 % > 600 Zyklen
17,5 % > 3'400 Zyklen.

"Sie sehen, je weniger Kapazität einer Batterie prozentual nach einer 100-%igen Aufladung entnommen wird, umso länger ist sie nutzbar", schrieb mir der Techniker zu seinen obigen Zyklenliste. Oder mit anderen Worten: Je mehr Ah-Kapazität, je länger die Lebensdauer der Batterie.

GEL in der Praxis
Bereits in meinem früheren Womo achtete ich darauf, nie mehr als 20 % aus den Batterien zu entnehmen. Dies dankten mir meine damaligen GEL-Batterien mit einer Lebensdauer von gegen 15 (!) Jahren. Auch von anderen Womo-Besitzer vernahm ich von über 10-jähriger Lebendauer ihrer GEL.
Verbrauche ich heute beispielsweise 50 Ah pro Abend, so wäre dies bereits kritisch viel bei der eingangs erwähnten 92-Ah-AGM. Daher müsste ich eine AGM-Batterie mit wesentlich höherer Ah-Kapazität kaufen, was teurer, schwerer und grösser bedeutet. Mein Händler empfahl mir zuerst 360-Ah-AGM für meinen budgetierten Verbrauch; ich wählte jedoch nur 280-Ah, aber als GEL. Dadurch sparte ich einerseits Gewicht, Diesel, Stauraum und Geld, und andererseits, was mir wichtiger war: Meine GEL lieferten mir erst noch mehr (!) Watt und viel mehr Zyklen, als die vom Händler empfohlenen 360-Ah-AGM. Warum soll ich mit AGM auf eine neue Technologie setzen, die noch gar keine Langzeiterfahrungen haben kann, während ich mit GEL in meinem früheren Womo doch mehr als zufrieden war, fragte ich den Händler.

In meinem neuen Womo habe ich noch nie mehr als 50 Ah pro Abend verbraucht. Das sind 17,9 % meiner gesamten Ah-GEL-Kapazität. Und sollte die obige Zyklenliste meines Technikers stimmen, könnte ich ziemlich genau während zehn Jahren täglich (!) 50 Ah entnehmen. Da ich aber meistens weniger als 50 Ah konsumiere, die nächsten zehn Jahre nicht permanent im Camper leben werde und tagsüber die liebe Sonne meistens nachladen tut, müsste die Lebendauer meiner beiden EXIDE EQUIPMENT GEL viel länger ausfallen.

ostbaarwomo am 27 Mär 2014 23:42:44

vielen vielen Dank! Natürlich nutze ich parallel auch die Suchfunktion.

Eine letzte Frage tut sich mir aber noch auf:

Gelbatterien lassen ja eine stärkere Entladung zu. Bedeutet das, dass eine 100ah Gelbatterie zwei 90ah Säurebatterien gleichgesetzt werden kann da diese ja nur bis zur Hälfte entladen werden können?

Variophoenix am 28 Mär 2014 17:27:04

ja so kann man es auch sehen, nur schleppst du mehr gewicht rum, und wenn eine aussteigt musst du beider ersetzten. Kosten kannst du so nicht sparen.

Hiba am 28 Mär 2014 18:18:27

Es wird hier ja sicherlich zu einem Akkuaustausch kommen, möchte aber trotzdem einmal auf die Millionen von gebauten VW-Käfern hinweisen. Da stand die Batterie einfach so unter der Rückbank. Batterien waren da noch nicht wartungsarm und hatten an Stelle der Entlüftungsleitung kleine Löcher in den Schraubverschlüssen. Da konnte das Knallgas schön entweichen. Der alte Gleichstromlichtmaschinen-Regler war gleich daneben und manches hatte er auch keine Kappe mehr dran. Ständig Abreißfunken und trotzdem kein Knall.
Man will es heutzutage natürlich nicht mehr haben, aber eine wirkliche Gefahr geht davon ja wohl nicht aus.

Hinnirk

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