chalander hat geschrieben:.........
Wie kommt es, daß sie vorher funktioniert haben und jetzt anscheinend platt sind?
Wie kann ich feststellen, ob eine noch funktioniert und vielleicht nur eine platt ist? Sind die Spindeln, mit denen ich die Säure messen kann, genau genug?.......
"Schlecht" behandelte Batterien können durchaus nach 2 Jahren "am Ende" sein. Ob das bei Dir zutrifft, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Das spezifische Gewicht der Säure sagt nur bedingt etwas über die Gesundheit Deiner Batterie aus.
Dabei ist zu beachten, dass man bei einer Batterie die "schonend" geladen wird (z.B. 14,4 / 13,8 Volt bei winterlichen Temperaturen) Säureschichtung auftritt. Dabei ist die Säure mit der höheren Dichte unten in den Zellen. Erstens schadet das den Platten durch Korrosion, zweitens verfälscht es die Messung mit dem Säureheber. Es empfiehlt sich daher die Batterie gelegentlich in die Gasung zu Laden (vorsicht Knallgas tritt aus), womit die Säureschichtung behoben wird. Die Standard (Billig)-Netzgeräte können das leider nicht. Wer ein Labornetzgerät und etwas Fachkenntniss besitzt kann mit 15 bis 16 Volt für 3 Stunden (bei Überwachung der Batterietemparatur) selbst Hand anlegen.
Um festzustellen, ob eine oder beide Batterien noch gesund sind kann eder Laie selbst eine primitive Kapazitätsmessung seiner Batterien voenehmen:
1. Zunächst Batterie mit Netzladegerät 24 Stunden 100% voll laden.
2. Dann so viel Lampen oder andere Verbraucher einschalten, dass etwa eine 20 stündige Entladung stattfindet.
Beispiel: Batterie hat 100 Ah Nennkapazität.
Mit 5 Ampere Laststrom würde die Batterie etwa nach 20 Stunden entladen sein.
5 A x 20 Std = 100 Ah
Also z.B. mehrere Lampen mit insgesamt 60 Watt einschalten, entsprechend 5 Ampere Entladestrom. (60 W / 12 V = 5 A)
(Wenn möglich Stromwert mit dem Amperemeter prüfen.)
3. Nach Testbeginn den Spannungswert der Batterie (möglichst mit einem Digitalvoltmeter) in Volt ablesen und notieren.
4. Immer mal wieder messen, häufiger messen, wenn sich die Spannung den 11 Volt nähert.
5. Test sofort beenden, wenn die 11 Volt erreicht sind (Batterie ist entladen).
Nicht vergessen sofort wieder mit dem Laden der Batterie zu beginnen!!
6. Nun muss man ausrechnen wie viel Ladung die Batterie geliefert hat (= das zeitliche Integral des Stromwertes in Ampere-Stunden). Dazu nimmt man einfach den gemessenen (oder geschätzten) durchschnittlichen Stromwert (z.B. 5 A) und multipliziert ihn mit der Testdauer (= Zeit bis die Batteriespannung auf 11 Volt gesunken war) z.B. 5 A x 15 Stunden = 75 Ah.
Fazit: unter den gegebenen Bedingungen hat die Batterie eine verfügbare Kapazität von grob etwa 75 Ah. Das ist für eine 100 Ah Batterie noch ok..
Anmerkungen:
1. vor und nach jedem Ausflug (und spätestens alle 4 Wochen) sollte man die Batterie mit dem Netzladegerät 100 % Vollladen.
Mit der Lima bekommt man die Batterie nur etwa 80% geladen.
Wenn man nie oder nur selten 100% voll lädt, dann bildet sich harte Sulfatierung was zum vorzeitigen Ausfall der Batterie führt.
2. man sollte grundsätzlich einer Bleisäurebatterie im Womo nicht mehr als 50% der Nennkapazität entnehmen. Also z.B. 50Ah aus einer Batterie mit einer Nennkapazität von 100 Ah. Wer keinen Batteriecomputer an Bord hat kann sich folgendermaßen behelfen:
- alle Verbraucher und Ladegeräte ausschalten
(bei Solaranlage in den Schatten fahren oder nachts messen)
- 20 Watt Lampe einschalten
- Spannung messen, dabei warten, bis der Spannungswert stabil ist
- die Spannung sollte nun über 11,6 Volt liegen. Bei niedrigeren Werten
besteht die Gefahr, dass man die Batterie bereits mehr als 50%
entladen wurde. Dann sollte man den Stromverbrauch soweit wie
möglich reduzieren und bei nächster Gelegenheit aufladen.
.........
Und letzte Frage: hat jemand einen Tipp, wo ich preiswert neue Batterien beziehen kann?
Siehe mal nach unter:
--> Link
Hans