Etwas verspätet aber wie versprochen hier kommt der Bericht!
Noch einige Infos zu St. Andreasberg:
Hier gibt es zwei Stellplätze.
Zum einen den am Hallenbad: Kosten 12 Euro inkl. Strom. Direkt am Hang mit wunderbaren Blick auf den Oberharz. Leider auch mitten im Wind und direkt an der Hauptstraße dementsprechend laut am morgen. Im Preis enthalten weiterhin einmal Eintritt fürs Hallenbad oder zweimal Duschen in den Duschen des Hallenbades. Ca 10 Minuten vom Rodelberg entfernt.
Zum zweiten "Grube Samson". Ca. Einen Kilometer weiter runter ins Dorf. Kosten 10 Euro inkl. Strom und ebenfalls Eintritt oder Duschen im Bad. Ein Klo mit Code für die Wohnmobilisten etwa 100 m vom Stellplatz entfernt. Daneben auch die Möglichkeit kostenlos zu Ver- und Entsorgen (Bodeneinlass)
Ca. 5 Minuten vom Fuß des Rodelberges entfernt und absolut ruhig gelegen.
In meinen Augen die bessere Wahl.
Zum Rodeln nach St. Andreasberg
Freitag 27.01.2006
Lange geplant war diese Fahrt, da muss man wirklich sagen. Die Vorbereitungen waren abgeschlossen und um 14:00 Uhr zeigte ich meinem Arbeitgeber die kalte Schulter und verabschiedete mich in ein langes Wochenende. Zu dem Zeitpunkt hatte ich die Rechnung aber noch nicht mit meinen Kunden gemacht. Das wiederum bedeutete, dass ich kurz vor dem Ausloggen noch mal an meinen Platz musste um ein 1stündiges Gespräch mit einer Person führte, die es wirklich darauf anlegt sich mit mir anzulegen. Nur weil sie nach einem Plattencrash gar nicht mit unserem Programm arbeiten konnte. Toll, Prioritäten haben die Leute! Um 15:00 Uhr verabschiedete mich mein Abteilungsleiter mit den Worten: Ich dachte Du bist schon weg. Wenn er jetzt nicht mein Abteilungsleiter gewesen wäre, hätte sein Zahnarzt (und mein Kunde) nun ein wenig Arbeit gehabt. Aber so bekam er nur ein Lächeln und einen Gedanken, den ich auch hier nicht aussprechen werde. Nun ist schon so einiges schief gegangen und so sollte es auch diesmal wieder weiter gehen.
Das Wohnmobil war gepackt, nur noch Wasser rein und die Pumpe anschmeißen, oder besser rausschmeißen. Ich hatte gedacht meine Wasserschläuche wären leer gewesen. Waren Sie auch, es war kein bisschen Luft drin und das Wasser hatte bei den Temperaturen seinen Aggregatzustand in „Fest“ geändert, was der Pumpe im ersten Moment nicht wirklich gut bekam. Also, erstmal den Heizlüfter kräftig auf die Schläuche gehalten. Nach 30 Minuten bekam ich meine Pumpe zum laufen, nur das sie nun nicht wieder ausging. Egal, damit können wir leben, also los Richtung Harz. Noch ein Geschenk für unseren Freund besorgt und meinen Leibtechniker angerufen, eine neue Pumpe bestellen. Der Rest der Fahrt war unbeschwert und um 23:00 Uhr kamen wir auf dem Stellplatz an der Grube Samson an. Mit wieder korrekt funktionierender Pumpe, Sachen gibt´s!
Samstag 28.01.2006
Erstmals aufstehen und rausschauen. Bestes Wetter, wenn Engel reisen. Als erstes durften wir Umparken, weil auf dem Stellplatz eine Veranstaltung stattfand. Nach dem Frühstück das übliche Reinschiff und dann mit unseren Freunden und deren Kinder zum Rodeln. Leute, nach 19 Jahren zum ersten mal mit einem Schlitten den Berg runter. Nach der 5 fahrt kamen die Kinder und stritten mit mir, wem der Schlitten gehört und das Sie schließlich auch mal fahren möchten. Der Klügere gibt nach so die Devise und ich durfte noch eine Fahrt machen! Als wir nach 4 Stunden nass geschwitzt wieder im Womo ankamen, machten wir es uns vor selbigen mit unseren Klappstühlen und einem heißen Kakao gemütlich. Wir stellten fest, dass unser Nachbar ein Auslaufmodell gekauft hatte. Andere würden einen Eimer drunter stellen, er lässt laufen. Toll finde ich das nicht, aber wir haben Ihn das ganze Wochenende nicht gesehen um Ihn drauf anzusprechen. Am späten Nachmittag machten wir noch einen Spaziergang durch das Dorf und beschlossen am Samstag zu grillen. Der Abend endete mit Uno-Spielen und einem Gute-Nacht-Drink.
Sonntag 29.01.06
Wieder bestes Wetter, die Planung sah Rodeln vor, was auch sonst. Ich hielt mich heute zurück, da ich mir es mit den Kindern nicht verscherzen wollte. Ich nahm mir einfach einen Rodelteller mit. Einfach ein überdimensionierter Plastik-Wok, mit dem man wunderbar unkontrolliert den Berg runter schießen konnte. Einfach lauthals schreien und wer nicht aus dem Weg ging, bekam es mit 90 Kilo Lebendgewicht zu tun. Das ging gut bis die eine Bodenwelle meine Fahrt ziemlich abrupt stoppte, also ich meine die des Tellers, denn ich schoss noch etwa 30 m weiter den Hang runter und lag dort komplett eingeschneit, aber mit einem Grinsen im Gesicht mitten auf der Piste. Ich drehte mich um, holte meinen Teller und hörte ein schreien, Andreas mit genau dem gleich Gesichtsausdruck wie ich Ihn hatte als ich die Bodenwelle sah. Naja, so konnte ich wenigstens sehen, wie es aussieht, wenn der Teller stehen bleibt und der Rodler eine herben Satz über den Tellerrand hinaus macht. Wie zwei geschundene Pudel machten wir uns wieder auf den Weg nach oben. Natürlich machten wir viele Fahrten mit den Kindern den Berg runter. Das schlimme daran ist, dass die Kinder meinen, einen Anspruch darauf zu haben wieder nach oben gezogen zu werden. Noch schlimmer aber ist, dass sie den auch noch durchsetzen. Das war echter Hochleistungssport für uns, aber Spaß hat´s gemacht. Am Nachmittag wurde gegrillt und Abend ging es zum Nachtrodeln bei fast leerer Piste. Es wurde immer besser. Der Abend endete mit Uno-Spielen und zwei Gute-Nacht-Drinks!
Montag 30.01.2006
Aufstehen, rausschauen, Sonne. Womit haben wir denn das verdient? Nach einem ausgiebigen Frühstück zog es uns nach Braunlage. Vorher gingen wir aber im Hallenbad von St. Andreasberg schön Duschen. Dies war ja im Preis von 10 Euro für den SP mit drin. In Braunlage angekommen, spazierten wir einmal die durch die Kleinstadt und aßen zu Mittag einen Döner. Nicht wirklich prickelnd dieses Städtchen aber es hat auf den Pisten sicherlich seinen Reiz. Zurück in St. Andreasberg gingen wir, richtig, Rodeln. Heute sollte die Kleine mal Ihre Showeinlage bekommen. Mit 4 Jahren auf einem Rennschlitten ging es allein weiter runter als eigentlich geplant. Ihre Mutter war genauso schnell zu Fuß unterwegs wie ich mit dem Schlitten. Die Kurze war ein wenig verstört aber so richtig Angst hat sie nicht gehabt. Im Gegensatz zu Ihrer Mutter. Am Abend spielten wir Scrabble und gönnten uns einige Gute-Nacht-Drinks. Beim der abendlichen Wäsche stellten wir dann fest, dass ich am morgen die beiden Anzeigen für Wasser und Abwasser vrwechselt hatte und so durfte ich Nachts noch mit der Gießkanne einige Liter Wasser besorgen. Die leere Pumpe dankte es mir mit Ausfall. Egal ist aj nur noch morgen und dafür hat Sie gut durchgehalten.
Dienstag 31.01.2006
Sonne Sonne Sonne! Heute hat Andreas Geburtstag und wir waren zum Frühstück eingeladen. Da wir um 14:00 Uhr spätestens weg wollten, gingen wir um 11:00 Uhr noch ein letztes mal zum Rodeln und bereiteten uns ab 12:30 Uhr auf die Abfahrt nach Hause vor. Die Fahrt war wieder unspektakulär und als wir Abends bei unserem Stammchinese vom Wochenende erzählten sind wir fast wieder rausgeflogen. Die Besitzer hatten schon seit 3 Jahren keinen Urlaub mehr. Um 19:30 Uhr waren wir dann zu Haus. Wir räumten noch das Womo leer und erholten uns von einem wirklich wunderschönen Wochenende. Wir freuen uns schon auf nächste Jahr!!!

