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Iveco Agile 3 Liter, Problem mit Turbo


adria0815 am 14 Okt 2014 07:33:25

Haben uns jetzt ein N&B gekauft mit einem 3 Liter Iveco Agile Automatik. Das Wohnmobil stand jetzt fast ein Jahr beim Händler. Sind jetzt gut 500 klm gefahren. Dann motorproblem Fehler 132 luftmassenmesser. Er wurde getauscht nach einer Probefahrt und auslesen der Fehler (bei Iveco) sagte mir der Werkstatt meister ich solle inerhalb der Garantie den turbo noch mal prüfen lassen . Ist das bekannt das nach langer standzeit Probleme geben kann.? Hoffe auf gute Tips von euch.  

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Camperfan am 14 Okt 2014 11:08:51

Moin adria0815,

bei meinem 2007er Daily ging der Turbolader bei KM-Stand von ca. 80.000 defekt (Fehlercode 148 wurde angezeigt) und der Motor fiel immer ins Notlaufprogramm. Bei Neustart war der Fehler weg, kam aber beim starken Beschleunigen (Auffahrt auf Autobahn und Überholen von LKWs immer wieder).

Es wurde dann zu riskant und nach eingehender Fehlersuche (ich bestand darauf, in der Hoffnung, dass es nicht der TURBO sei) endete es dann doch beim Turbolader.
Auf mich kamen dann Gesamtkosten von 3.000 € zu.

Bei einem Bekannten (selbes Fz) trat selbiges Problem bei ca. 100.000 KM auf.
Er kam aber wesentlich billiger bei der Reparatur weg, er fand eine Spezialfirma, die den Turbolader reparieren konnte.

Ich hatte mich da auch vorher drum bemüht (bei einer anderen Firma), am Telefon sagte man mir, dass der Turbolader in seiner Größe noch gemacht werden könne, dann, nach ca. 1 Woche kam aber dann der Turbolader unrepariert zurück, da man angeblich die benötigten Teile nicht hätte.
Zumindest bekam ich ein sehr ausführliches Fehlerprotokoll, da war wohl nichts mehr, wie es sein sollte.

Da bei unserem WoMo die Zeit drängte, ließ ich dann Originalteile durch die Ivecowerkstatt einbauen.
Mein Bekannter hat die Turboladerreparatur für um die ca. 650 € bekommen, dazu kam noch Ein- und Ausbau.

In einer andere Ivecowerkstatt sagte man mir - der Turbolader ist halt ein Verschleißteil!!!! :eek:
Ich wand ein, warum dann die Postzustelldienste, wo die Motoren auch noch geprügelt werden und diese sicherlich auch nicht warmgefahren werden "ewig" hielten ...
Dort würde man halt die kleineren Motoren nehmen, wo die Luftschaufeln des Turboladers starr sind ... Die leistungsstarken Turbos (wie beim 3 Liter Daily) hätten die empfindlichen drehbaren Luftschaufeln, da gibt es häufig Probleme.

Da es also inzwischen "normal" zu sein scheint Turbolader auszutauschen, solltest Du entsprechend Geld auf die hohe Kante legen, wenn es Dir also auch einmal passieren könnte.
Iveco bot mir keine Hilfe oder Tipp an, wer den defekten Turbo reparieren kann - inzwischen bin ich aber schlauer.

Wir fuhren unseren Daily über das ganze Jahr (wenig Standzeiten) und hatten den Schaden früher als der Bekannte, der sein WoMo über den Winter nicht benutzte. Auch ihm sagte man, dass es an der langen Standzeit läge ....?

Ich denke, wir Wenigfahrer sollten lieber zur Vorsorge jährlich Motoröl und Ölfilter wechseln, auch wenn die Intervalle (bei unserem Fz waren es alle 40.000 km) noch lange nicht erreicht sind. Vielleicht tut regelmässig frisches Öl dem Turbo gut?

Ich war eigentlich froh, einen Motor mit Kettenantrieb zu haben und nicht mehr auf den Zahnriemen aufpassen zu müssen - da geht der Turbo kaputt, da hätte ich einige Zahnriemen für bekommen :?

Du solltest zur Sicherheit mal einen Turbotest machen lassen (in der Garantie) dann bist Du auf Nummer sicher. Auch den Motor schonend warm - und kaltfahren und beim Abstellen zu Hause oder dem Stellplatz noch etwas laufen lassen .... Mehr kannst Du dann vermutlich nicht tuen.

Welches Baujahr ist Dein FZ? - Es gab einige Updates zum Agilegetriebe auf Kulanz, letztendlich dann die Abstimmung auf "Wohnmobil", da einige Getriebe noch auf Auslieferzustand (Pritschenfahrgestell) gemünzt waren.

adria0815 am 14 Okt 2014 17:33:16

Danke für die sehr ausführlich antwort. Der Meister von iveco sagte mir das ich in der Garantie es noch mal überprüfen sollte. Laut Diagramm was ich leider nicht sah ist er noch im Toleranzbereich. Aber durch die lange standzeit halt das Problem kommen könnte. Also ende der Ferien werde ich mit dem Händler und einer iveco Werkstatt nochmal Kontakt aufnehmen. Man man immer was neues.

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viking92 am 14 Okt 2014 19:55:02

Hy,

wenn der Lader über eine VTG verfügt.....die interne Mechanik verkokt ganz gerne mal. Kommt dann eine längere Standzeit dazu, kann sie sich schonmal festsetzen.
Das ist allerdings kein Grund für einen kpl. Ladertausch. In den meisten Fällen lässt sich die VTG wieder "freirütteln".
Warum es bei den Paket-Ivecos nicht auftritt? Sie "heizen" und dadurch arbeitet die VTG im gesamten Regelbereich. Ablagerungen können so erst gar nicht entstehen.

Hatte selbiges letztes Jahr beim Transit durch.


canter am 14 Okt 2014 20:52:36

Ein Turbolader ist leider ein Verschleißteil - im Dauerbetrieb halten die bis die Lager eingelaufen sind ( um 300tkm ) - bei sehr langen Standzeiten leider teils sehr viel weniger. Auch durch zu "lasche" Ölwechsel, da sich im Öl Wasser sammelt, entstehen bei langen Standzeiten Schäden . Daher entweder nach KM oder wie in den Wartungsheften steht jährlich Öl wechseln. Auch dauerhaftes Fahren mit niedrigen Drehzahlen sorgt für ein "Verkoken" der Lader. Bei einem warm gefahrenen Motor sind
hohe Drehzahlen ( und damit Temperaturen ) ehr gut als schädlich!! Verkokungen lösen sich - der DPF kommt dauerhaft auf Temperatur - Kondenswasser im Motoröl verdampft - Kondenswasser im Auspuff ( Endtopf ) verdampft.
Der Preis von 3.000,- wundert mich allerdings etwas!! Im AT kosten normale Lader um 350,-€ - VTG Lader meist um 600,-. Jeweils incl. Druckdose. Neuteile etwa 40% mehr.
Dann sind es normal nur noch paar Dichtungen und max. 4 Stunden Arbeit.
Selbst der Garret VTG Lader des 3.0 4 Zyl / 177PS E4/5 ( F1C ) Motors kostet NEU mit Druckdose "nur" 1150,-Brutto.
Oder ist der Motor im Niesmann so verbaut das der für den Wechsel des Turbos raus muss????
Oft passiert es aber auch ( gerade bei VTG Ladern ) das die nach langen Standzeiten ( über mehrere Monate ) oder bei sehr hohen Laufleistungen neu kalibriert werden müssen.
Eine "gute" Adresse ist stk turbotechnik - einfach mal unter Reparaturen gucken.

Gast am 14 Okt 2014 21:03:03

adria0815 hat geschrieben:... Man man immer was neues. ...



Am besten, Du ignorierst die blöde Aussage des Werkstattleiders. Solang nichts kaputt ist/geht musst Du dich nicht über Iveco aufregen.


Gute Fahrt, Alf

viking92 am 14 Okt 2014 21:35:41

Genau :top:

Gebrauchte PKW mit Turbomotoren stehen auch schon mal ein paar Monate auf dem Hof, und da wird auch nichts gewechselt.
Lass Dich nicht verrückt machen. :wink:


KlausGibisch am 15 Okt 2014 07:06:55

Hallo Adria,

das ist bei Iveco immer das Selbe.
Ich habe mit den angeblich zu langen Standzeiten, ständig meine Probleme.
Nach 2 Jahren ging es mit dem Rost los, wurde 5x nachbehandelt, nach einem Jahr wieder das Gleiche.
Aussage der Werkstatt, Fahrzeug steht zu lange, unbewegt. Fahre im Jahr max. 5-10.000 km.
Alle 3 Jahre neue Bremsanlage Scheiben, Klötze, Sattel, Rost. Aussage Werkstatt zu lange Standzeiten, ist
Gift für das Auto. Mindestens alle 3 Wochen für 100km bewegen. Was ich zum Teil nun auch mache.
Jetzt nach 10 Jahren und 87.000 km habe ich das Problem mit festsitzenden Kreuzgelenken an der Kardanwelle, siehe den
entsprechenden Beitrag hier.
Nun zum Turbolader: Nach 6 Jahren hatte ich auch damit Probleme, die wieder auf Rost zurückzuführen waren.
Irgendwie ist der Motor nicht auf Leistung gekommen, da eine Klappe, oder so was ähnliches, wegen Rost nicht aufgemacht hat.
Erste Aussage eines Monteurs, neuer Turbolader fällig. Mit dem Meister dann gesprochen, dass kann doch nicht wahr sein,
das Fahrzeug hat doch erst 60k runter. Dann hat man es mit viel Rostlöserspray versucht, und siehe da, seitdem läuft er.
Übrigens mit dem Rost bin ich mittlerweile vor Gericht.

Viele
Klaus

heiinjoy am 15 Okt 2014 08:06:05

Hallo,

meist ist nicht der eigentliche Turbo defekt sondern die Schaufelräder sind fest (verkokt). War beim meinem Fiat Punto (km 120.000)(baugleich mit Opel Corsar) auch so. Turbo ganz aber Schaufelräder fest. Mit unterschiedlichen Drehzahlen fahren, damit die Schaufeln sich verstellen müssen und so beweglich bleiben, wurde mir gesagt.
Hat bei meinem Punto aber auch nichts geholfen, wurde so gefahren.



Heiinjoy

viking92 am 15 Okt 2014 09:44:59

Hy,

hier ist der Übeltäter ganz gut zu erkennen.
Die Verstellmimik der VTG arbeitet mit sehr geringen Toleranzen. Da reicht eine geringe Russschicht um den VTG-Ring rum und er hakt.
Ergo: Ladedruck passt nicht mehr -> Fehlermeldung / Notlauf

Das Problem ist, das diese Verstellmimik indirekt bzw. kaum mit den Abgasen in Kontakt kommt. Ein wenig Russ....etwas Kondensat & dazu einen Schuss Hitze: gibt `ne unschöne Schmodderschicht. Die Schaufeln werden jedoch direkt vom heissen Abgasstrom getroffen. Da kann sich nichts grossartig absetzen.





Camperfan am 15 Okt 2014 11:32:42

Hi Canter,

Iveco Daily mit Alkovenaufbau (Hobby Sphinx). Nichts verbautes.

Mit ausgiebiger Fehlersuche, Arbeitslohn und allem drum und dran hat die Reparatur knapp über 3.000 € gekostet. Das ist ein normaler Werkstattpreis.

Allein die Probeläufe und Fehlersuche vor der Reparatur kosten viel Zeit (drosselklappe, Sensor, Sensorreinigung, Sensoraustausch, usw.). Wenn dann auch noch Schrauben festsitzen, die ausgedreht werden müssen (ist am Turbo oder Auspuff üblich), kommt allein auf Grund des Zeitfaktors viel zusammen, vom Preis des Turboladers allein ist das Fz noch lange nicht fahrbereit. :wink:

Mannstunden sind leider sehr teuer. :oops:

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