suchenderainer am 22 Feb 2006 19:32:43 Hallo zusammen, :D
der Rainer nervt zu dritten mal mit einer wahrscheinlich schon
x-mal gestellten Frage, die ich aber über die Suchfunktion nicht gefunden habe.
Woran kann man die Quallitätsunterschiede an den Wohnmobilen
festmachen oder anders gefragt, was unterscheidet ein gutes von einem
schlechten Wohnmobil?
Die Frage tauchte bei mir eigendlich während des Messebesuche in Hamburg
auf. Als Newbie steht man im WoMo, schaut sich um, öffnet Schränke, aber das wars dann aber auch. Den Verkäufer fragen macht meiner Ansicht nach in 9 von 10 Fällen keinen Sinn, da dieser Verkaufen will.
Vieleicht haben die alten Hasen ja eine Antwort auf meine Frage.
Danke Rainer
Gast am 22 Feb 2006 20:27:26 Moin,
Quallitätsunterschiede bzw. Quallitätsanmutungen haben m.E. in erster linie etwas mit den investierten Geldmittel zu tun.... deshalb scheue ich pauschale Aussagen zu treffen. Man kann keinen RMB Silver Star mit einem Gantemobil vergleichen, außer dem Einsatzzweg vielleicht......
Es gibt Preissegmente da wirst du zu nahezu 100% auf Sperrholzausbauten treffen, die in ihrer Funktion / lebensdauer genau so gut (oder schlecht) sein können wir Massivausbauten.
Im Innenraum gibt es m.E. keine wirklich schlechten Mobile. Kinderkrankheiten haben (fast) alle, vom Volkswomo bis zum Concorde.... So richtig gut im Sinne von tadellose Funktion ist ein Mobil erst nach 12 bis 24 Monaten in Eignerhand :wink:
Persönlich würde ich mein Hauptaugenmerk auf den Aufbau richten. Es gibt unterschiedliche Außenmaterialien (ALU/GFK), beide haben vor und nachteile.... Wichtiger wäre m.E. da schon die Dämmmaterialfrage, einfaches Holzgerüst mit Styropur oder Holzfreier Aufbau mit PU-Schaum? Winterfest oder Wintertauglich? Ersatzteilbeschaffung - evtl. lange Lieferzeiten? Welche Heizung ist verbaut, lieber etwas stärker als zu klein, ....usw.....
Auf jeden Fall sollte der Erstkontakt positiv ausfallen. Auf einer Messe ist uns bei einem der Hersteller die auf unserer Liste standen, die Besteckschublade beim öffnen herausgefallen - ausgebrochene Schräubchen(!)..... naja - auf zum Nächsten :wink:
Gast am 22 Feb 2006 20:36:37 Hallo Rainer,
wenn das man so einfach wäre !
Was ist ein gutes Wohnmobil - in erster Linie erstmal das Wohnmobil das meinen Ansprüchen an Grundriss, Technik, Zuladung und so gerecht wird. Das hat also erstmal nichts mit Qualität zu tun.
Die kommt dann in einem weiteren Schritt dazu. Hier geht es dann um Dinge wie Umleimer, Klappenschlösser und -schaniere. Weiter gehr es bei der Verarbeitung (Spaltmaß und Co).
Außerdem geht es dann noch um Dinge wie Ergonomie und natürlich schlicht und einfach den Wohlfühlfaktor.
Und zu guter letzt gilt es dann abzuwägen, welche Punkte nun tatsächlich wie wichtig sind. Kann ich z.B. billigere Plastik-Klappenaufsteller verkraften, wenn dafür die Aufteilung der Küche passt.
Eine Checkliste lässt sich m.E. nicht erstellen. Jedes Mobil hat seine - ofr subjektiven - Stärken und Schwächen.
Schwächen für mich sind z.B., wenn ich in ein WoMo komme und gleich über Schrauben stolpere, die auf einer Seite ins Holz gedreht sind und leider ihr Ziel verfehlt haben und somit auf der anderen Seite mit der Spitze herausschauen. Wenn solche Fehler schon im Sichtbereich auftauchen, wie ist die Verarbeitung dann an anderen, nicht so zugänglichen stellen ?
Stephan
Camperfan am 22 Feb 2006 20:46:43 Naja,
hilfreich wäre - Messe, Messe, Messe .... tasten, fühlen, grabschen ...
... mieten, mieten, mieten, (durch alle Marken, zu allen Jahreszeiten wenn möglich und für mehrere Wochen), dann paßt es :D
Kann wohl mehrere Jahre dauern. :gruebel:
Und dann den Liebling kaufen
:oops:
Roman am 22 Feb 2006 21:00:06 Hallo Rainer,
in einem anderen Forum war die Fragestellung: "Was macht ein Womo teuer oder preiswert". Letztendlich geht das in die gleiche Richtung. Daher kopiere ich einfach mal, was mir dazu eingefallen ist:
Was macht ein Womo teuer:
-die Basis (Sprinter),
-leistungsfähige starke Motoren,
-Wandstärke des Aufbaues,
-Aufwand bei den Eckverbindungen,
-Möbelbau, Sperrholz statt Spanplatte, Echtholzfurnier, statt "Fototapete", Hochwertige Beschläge,
-Armaturen aus verchromtem Messing mit Keramikmischer,
-wohnliche Wand-/Deckenverkleidung aus Stoff,
-hochwertige Betten/Matratzen mit Lattenrost oder Froli,
-hochwertige Polster (evtl. Alcantara),
-hochwertige Rahmenfenster,
-großzügige Stromversorgung (z.B. 245 AH-Batterie),
-große Füllmengen der Tanks,
-individuell wählbare Grundrisse und Einflußnahme darauf,
-insgesamt hochwertige Verarbeitung,
-durchdachte Grundrisse,
-hochwertige große Dachfenster (Hartal,...),
-großzügige Beleuchtung,
-hochwertige Sitze, verstellbar
-viele Schränke mit Klappen, bzw. Schubladen
-Herstellungsland (Deutschland)
Was macht ein Womo günstig:
-Grundrisse von der Stange,
-Kunststoffarmaturen,
-beschichtete Hartfaserplatten an Decken und Wänden,
-einfache vorgehängte Fenster,
-Möbel aus dem Baukasten (für Wowa und Womo gleich),
-einfacher Wandaufbau mit Dachlattengerüst,
-schwache Batterien,
-billige Stoffe für die Polster,
-kleine Füllmengen,
-nachlässige Verarbeitung im Detail,
-billige Beschläge,
-dünne Matratzen auf Spanplatte,
-preiswertere Basis,
-schwache Motoren,
-billige Dachluken,
-wenige, billige Lampen,
-unbequeme/kurze fast senkrechte Rückenlehnen,
-offene Regale, kaum Schubladen.
-Herstellungsland (Spanien, Slowenien)
Das soll jetzt nicht heißen, daß "teuer" immer gut bedeutet. Aber meine Erfahrung bisher zeigt, daß auch bei Wohnmobilen Qualität nicht zum Nulltarif zu bekommen ist.
Roman 8)
markensammler am 23 Feb 2006 00:19:45 Hallo Rainer
also. wir sind wie folgt vorgegangen.
An den Wochenenden haben wir alle möglichen Wohnmobilhändler bei uns in der Umgebung abgeklappert. Alle Marken, alle Modelle, neue und gerauchte uns dann angeschaut und den Verkäufer erzählen lassen.
Wir haben nie erzählt was wir ausgeben möchten. Auf die Frage was wir investieren möchten mit " wir haben ein gutes Polster " geantwortet. Wenn es konkret wurde dann mit ca. 60.000,. unsere Grenze angesetzt.
Das wollten wir selbstverständlich nicht investieren.
Dann haben wir uns ein Wohnmobil gemietet und sind eine Woche in ganz Deutschland viele Händler angefahren.
Gleiche Masche, gleiches Spiel :D
Ihr werdet ziemlich schnell merken, wo die Tendenz hingeht.
So haben wir unsere Erfahrung gesammelt.
Letztendlich haben wir einen 4 jährigen gebrauchten Alkoven von Knaus gekauft. 700FG. Wir hätten für das Geld auch einen neuen ??????????? kaufen können. Uns war aber anderes wichtiger, was der Knaus eben hatte, als ein neues Fahrzeug zu kaufen.
Nur eine Überlegung für Euch. Worauf achtet Ihr beim Schuhkauf.
Schuhe die gut verarbeitet sind, die lange halten, die nicht drücken und
bequem sind, haben eben Ihren Preis. :zustimm:
Dieter
Lothar May am 23 Feb 2006 09:41:11 Man kann die Überlegung ja auch mal rückwärts gestalten.
Woran sterben oder kranken die meisten Womos?
Der Menge der Einträge nach würde ich sagen: Ganz klar Wasserschäden. Somit würde ich unbedingt ein Womo in Sandwichbauweise bevorzugen, da hier eindringende Feuchtigkeit keine so weitreichenden Folgen haben kann wie bei Dachlatten und Styropor. Das saugt sich alles voll, vergammelt in der Wand und wenn du es merkst ist es oft zu spät. Sandwichwände hingegen nehmen kein Wasser auf, da der verwendete Schaum geschlossenporig ist und mit der Aussenwand und Innenwand voll verklebt ist.
Billige Scharniere, Griffe u.s.w. kan man durch bessere ersetzen. Das gilt auch für miese Plastikmischbatterien die man gegen Haushaltsqualität tauschen kann. Auch Einbauteile wie Kühlschrank, Batterie, Pumpe u.s.w. lassen sich austauschen.
Sehr wichtig wäre mir noch die ausreichende Motorisierung des Fahrgestells, weil auch hier später nichts mehr zu machen ist (ausser Chip tuning) und es einem schon den Spass am Womo verleiden kann, wenn man an jeder Steigung in den dritten Gang muß und die Brummifahrer ärgert.
Lothar
Nille am 23 Feb 2006 09:57:41 Roman hat geschrieben:Hallo Rainer,
in einem anderen Forum war die Fragestellung: "Was macht ein Womo teuer oder preiswert". Letztendlich geht das in die gleiche Richtung. Daher kopiere ich einfach mal, was mir dazu eingefallen ist:
Was macht ein Womo teuer:
-die Basis (Sprinter), -leistungsfähige starke Motoren, -Wandstärke des Aufbaues, -Aufwand bei den Eckverbindungen, -Möbelbau, Sperrholz statt Spanplatte, Echtholzfurnier, statt "Fototapete", Hochwertige Beschläge, -Armaturen aus verchromtem Messing mit Keramikmischer, -wohnliche Wand-/Deckenverkleidung aus Stoff, -hochwertige Betten/Matratzen mit Lattenrost oder Froli, -hochwertige Polster (evtl. Alcantara), -hochwertige Rahmenfenster, -großzügige Stromversorgung (z.B. 245 AH-Batterie), -große Füllmengen der Tanks, -individuell wählbare Grundrisse und Einflußnahme darauf, -insgesamt hochwertige Verarbeitung, -durchdachte Grundrisse, -hochwertige große Dachfenster (Hartal,...), -großzügige Beleuchtung, -hochwertige Sitze, verstellbar -viele Schränke mit Klappen, bzw. Schubladen -Herstellungsland (Deutschland)
Was macht ein Womo günstig:
-Grundrisse von der Stange, -Kunststoffarmaturen, -beschichtete Hartfaserplatten an Decken und Wänden, -einfache vorgehängte Fenster, -Möbel aus dem Baukasten (für Wowa und Womo gleich), -einfacher Wandaufbau mit Dachlattengerüst, -schwache Batterien, -billige Stoffe für die Polster, -kleine Füllmengen, -nachlässige Verarbeitung im Detail, -billige Beschläge, -dünne Matratzen auf Spanplatte, -preiswertere Basis, -schwache Motoren, -billige Dachluken, -wenige, billige Lampen, -unbequeme/kurze fast senkrechte Rückenlehnen, -offene Regale, kaum Schubladen. -Herstellungsland (Spanien, Slowenien)
Das soll jetzt nicht heißen, daß "teuer" immer gut bedeutet. Aber meine Erfahrung bisher zeigt, daß auch bei Wohnmobilen Qualität nicht zum Nulltarif zu bekommen ist.
Roman 8)
Zu dem Beitrag wollte ich in dem "anderen Forum" auch schon was schreiben:
Kann den "TEUER" nicht genauso wie "BILLIG" auch PREISWERT sein???
Die Frage, die sich jeder (selbst) beantworten muss, ist doch ob dem ausgegebenen Geld eine angemessenen Gegenleistung gegenübersteht. Und das kann halt auch bei einem Billigmobil der Fall sein, ist doch alles eine Frage der Ansprüche.
Wir haben vor 15 Jahren mit einem teils selbst ausgebauten, damals schon 12 Jahre altem LT (Laut und teuer ;) ) angefangen. Dieses Fahrzeug hat unseren damaligen Ansprüchen voll genügt und war damit aus unserer Sicht "preiswert". Dann kam der Nachwuchs und der LT kam wegen Platzmangel aufs Abstellgleis und wurde nur noch als Transporter und Zweitwagen genutzt und war damit plötzlich überhaupt nicht mehr preiswert...und wurde dann verkauft. Es folgten dann mehrere Dethleffs und dann für 4 Jahre ein Laika Ecovip.
Unser jetziges Mobil ist halt ein Ergebnis eines langjährigen Entwicklungsprozesses und aus unserer Sicht "seinen Preis wert". Wenngleich man auch sagen muss, das auch Fahrzeuge der oberen Preisklasse teilweise erschreckende Verarbeitungsmängel aufweisen. Ich schliesse mein Fahrzeug da nicht aus. Es braucht halt immer noch ein - zwei Jahre "Bauzeit" in Eignerhand bis ein Mobil wirklich fertig ist.
Roman am 23 Feb 2006 11:19:34 Hallo nils,
Du hast natürlich vollkommen recht. Jeder muß für sich entscheiden was er "braucht" bzw. wieviel ihm die (vermeintlich) höhere Qualität wert ist.
Aber in beiden Fragestellungen geht es halt nun mal darum, was ein Womo teuer oder billiger macht. bzw. auf was man achten soll, wenn das Womo möglichst hochwertig sein soll. Und darauf habe ich versucht eine möglichst allgemein gültige Antwort, nach meinen bisherigen Erfahrungen, zu geben.
Daß jetzt jemand sagt, all die unter "Was macht ein Womo teuer" aufgeführten Punkte brauche ich nicht, ist doch jedem überlassen. Natürlich gibt es auch Wohnmobile, die preiswert sind, ohne billig zu sein. Nur die muß man finden.
Wenn man dann aber eine Vorstellung davon hat, worauf man achten sollte, sprich wo liegen die Qualitätunterschied, findet man solche Mobile evtl eher.
Roman 8)
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