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Frankreichs Südwesten – Ein Reisebericht unserer Tour 2014


hundaufreisen am 18 Dez 2014 20:27:54

Frankreichs Südwesten – Ein Reisebericht unserer Tour 2014

Da wir bereits am Ende der letzten Tour --> Link entschieden hatten, wo es in diesem Jahr hingehen soll, konnten wir uns das komplette Jahr mit Planung und Vorbereitung beschäftigen. Die Feinplanung hat dann ergeben, dass es das Perigord und das Bordelais werden.

Wir: Kira, mittlerweile 15.5 jährige Schäferhundmischlings - Uroma und 2 Frau Personal
Planungsunterlagen: DuMont Reiseführer „Dordogne“
Michael Müller Verlag „Südwestfrankreich
Reise KnowHow „Südwestfrankreich“
Le Guide officiel „Aires de Services Camping-Car 2014
Guide Michelin „Les 100 plus beaux detours de France“
Martin Walker und seine Krimireihe um Bruno, den Dorfpolizisten von Saint-Denis
Martin Walker’s Reiseführer „Mein Perigord“
Jede Menge Michelin Karten
Die vielen Informationen aus den Office de Tourisme (OT) vor Ort

17.09.2014

Der ersehnte Anruf vom WoMo-Vermieter, um 11 können wir kommen. Dieses Jahr haben wir uns für den Knaus 700 MEG entschieden. Heim, einladen und gegen 16 Uhr heisst es „Tschüss Frankfurt“.
Wir rollen durch, entspannt und stau frei bei Emmendingen, den dortigen Stellplatz kennen wir noch vom letzten Jahr. Zum Abendessen ins Sportlerheim um die Ecke und früh ins Bett, morgen wollen wir Meter machen.

Tagesstrecke 304 km
Übernachtung: Stellplatz Emmendingen

18.09.2014

Bei leichtem Nieselregeln begeben wir uns auf die Suche nach einem Bäcker, zum letzten deutschen Frühstück haben wir uns Butterbretzeln in den Kopf gesetzt, die bekommen wir auch ;-)
Ab auf die Autobahn, sogar die mautpflichtige in Frankreich nehmen wir ein gutes Stück. Ab Dole ist Schluss, jetzt geht’s über die Landstrassen. So stellt sich das WoMo-Urlaubsgefühl richtig ein. Zum Übernachten bleiben wir in Lapalisse, ein hübscher kleiner Ort, die Mitte Europas (Eigenwerbung). Der Stellplatz ist erfreulicherweise mitten im Zentrum, wir können noch ein bisschen bummeln. Im OT rüsten wir uns mit Karten der Region aus, die meisten haben Stellplätze mit aufgeführt. Wir kochen und machen es uns im WoMo gemütlich, bis die Stromversorgung Alarm schlägt, haben wir den Kühlschrank versehentlich auf Batterie stehen lassen? Abends und die ganze Nacht zieht ein heftiges Gewitter über uns hinweg.

Tagesstrecke: 470 km
Übernachtung: Stellplatz Lapalisse
Autobahnmaut: EUR 21,10

19.09.2014

Immer noch heftiges Gewitter, also lieber noch ein bisschen schlafen :-o Die erste grosse Regenpause wird zum Gassi Gehen und Brotholen genutzt. Da die Stromversorgung nun komplett den Geist aufgegeben hat, müssen wir erstmal losfahren, damit sich die Batterie wieder aufladen kann. Wir fahren durch Vichy, eine wunderschöne Belle Epoque Stadt und stellen fest, dass wir noch nicht richtig in Frankreich angekommen sind: lassen uns von den Schildern im Kreis führen, achja daran müssen wir uns jedes Jahr aufs Neue gewöhnen. Das Wetter lädt nicht zum Bummeln ein, also weiter Richtung Zielgebiet. Wir fahren an Clermont-Ferrand vorbei, Gefallen tut uns das was wir sehen nicht. Auf halber Höhe zum Puy-le-Dome kommt die Sonne raus und wir stoppen auf einem Aussichtspunkt. Schöner Blick auf Clermont-Ferrand, aber ansprechender wird das Ganze nicht. Da die Sonne immer noch scheint, beschliessen wir kurzerhand auf den Puy-le-Dome hinaufzufahren, eine kleine Bahn bringt uns hinauf, es hat was von Jim Knopf :D aber lohnt: der Ausblick ist gigantisch!







Der Weg durch die Auvergne hat nur dafür schon gelohnt. Als wir mit aus der kleinen Bahn steigen und zum WoMo zurücklaufen, ist der Berg wieder in eine Wolke gehüllt, alles richtig gemacht! Die Suche nach einem Stellplatz bringt uns in den Ort La Bourbaule, ein hübscher Badeort mit verblichenem Charme.



Bei unserem Rundgang durch den Ort entdecken wir einen Käseladen und lassen uns eine Platte mit den 5 Spezialitäten der Auvergne zusammenstellen. Das ist unser Abendessen, lecker.

Tagesstrecke 160 km
Übernachtung: La Bourbaule, Platz vorm Bahnhof

20.09.2014

Ein WoMo-Nachbar hatte uns gestern erzählt, es würde heute ein grosser Markt in La Bourbaule stattfinden, leider ist gegen 8 am Morgen noch nichts davon zu sehen, also machen wir uns auf den Weg nach Westen. Durch die Ausläufer der Auvergne rollen wir im Nieselregen weiter. Nach Tulle wechselt die Landschaft, wir sind im Süden und auch die Sonne begrüsst uns. Unser Etappenziel heisst Souillac und liegt direkt an der Dordogne. Der Stellplatz ist gut gelegen, aber die wenigen Schattenplätze sind belegt. Also nach nebenan auf den Campingplatz, hier buchen wir uns erstmal zum Ankommen ein.

Tagesstrecke 190 km
Übernachtung: Souillac, Camping Les Ondines

21.09.2014

Ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt bis sich der Nebel über dem Fluss gelichtet hat. Mit den Rädern rollen wir durch den Ort, es ist Sonntag, also hat alles geschlossen. Zurück zum WoMo, Hund in den Hänger und losgeradelt, wir hoffen auf eine schöne Strecke am Fluss entlang. Nach einigen Versuchskilometern an beiden Flussufern geben wir auf, es ist zwar schön,



aber nicht zum Radeln geeignet. Da bleibt nur unseren Hunger mit einem kleinen Mittagsmenue im Ort zu stillen. Den Rest des Tages verbummeln wir am Pool.

Tagesstrecke 0 km
Übernachtung: Souillac, Camping Les Ondines

22.09.2014

Wieder liegt Nebel über der Dordogne, danach erwartet uns ein strahlend blauer Himmel. Wir fahren weiter, das Perigord will erobert werden. Ziel ist Sarlat, wir finden einen freien Platz auf dem örtlichen Stellplatz, der seit Anfang September kostenfrei ist. Gemütlich bummeln wir durch den mittelalterlichen Ortskern, absolut sehenswert.







Den Nachmittag verbringen wir entspannt mit Lesen in der Sonne vorm WoMo, abends packen wir den Grill aus. Leider macht sich die Stromversorgung wieder bemerkbar, wir sitzen später bei Kerzenschein – hat ja auch was Romantisches.

Tagesstrecke 34 km
Übernachtung: Stellplatz Sarlat

23.09.2014

Das beste am Stellplatz Sarlat: er liegt direkt neben einer Bäckerei; Kira kann mal wieder mit zum Baguette beschaffen. Wir fahren wieder an die Dordogne, besuchen die Gärten von Marqueyssac.
Wunderschön und tolle Ausblicke über das Flusstal und die 3 Schlösser Castelnaud, Fayrac und Beynac









Der Ausflug hierher hat wirklich gelohnt. Wir rollen nach La Roque Garaec, ergattern einen Platz auf dem Stellplatz. Der Ort ist winzig, eigentlich nur eine Strasse mit Häusern, aber extrem sehenswert. Bedingt durch die Grösse ist die Besichtigung aber schnell erledigt. Kurzentschlossen fragen wir beim Kanuverleih nach, ob auch Kira mitfahren darf (v.a. hinterher beim Abholen) und es ist kein Problem. Also schnell umgezogen, Kira’s Schwimmweste geschnappt und ab auf den Fluss. Welch‘ ein Erlebnis: die 3 Schlösser aus vollkommen anderer Perspektive, komplette Ruhe und ein bisschen Sport. Natürlich müssen wir auf halber Strecke erstmal Pause machen, Paddeln macht Durst.









Insgesamt sind wir in aller Ruhe 9 km die Dordogne runtergepaddelt, ein wirklich empfehlenswerter Ausflug – sogar für mich nicht seefesten Menschen. Abends bummeln wir noch über die Dorfstrasse, gönnen uns noch einen Pichet im Sonnenuntergang, danach wird chez nous gekocht.

Tagesstrecke 29 km
Übernachtung. Stellplatz La Roche Garaec

24.09.2014

Der Stromgau, wir wachen mit schreiender Versorgung auf, also wird alles ausgeschaltet – mal wieder. Irgendwas muss dann bald passieren…. Wieder liegt Nebel über der Dordogne, das kennen wir ja schon. Wir wollen erstmal nach Domme, eine der ältesten Bastiden (Wehrsiedlung, schachbrettartig aufgebaut, immer an strategischen Punkten) hier im Tal. Das Finden dieses Örtchens erweist sich mit dem WoMo als verzwickt, da das Schild für WoMo und alles über 3,5 t so hinter der Abzweigung versteckt ist, dass wir es erst entdecken, als wir in der Bar eine Café zu uns nehmen :? . Yippie wir kommen doch nach Domme. Eine Bilderbuchbastide:







Nach so viel Geschichte, steht uns der Sinn nach noch Älterem und wir fahren nach Montignac an die Vezere. Hier im OT müssen die Tickets für die Höhle von Lascaux II gekauft werden – so zumindest die Info im Reiseführer. Was leider nicht erwähnt ist: an Markttagen bricht der Verkehr zusammen und natürlich ist Markttag. Nach gefühlter Ewigkeit springe ich aus dem WoMo und stürze kurz vor der Mittagspause in die OT, nur um zu erfahren, dass 1. In der Wintersaison die Tickets direkt an der Höhle verkauft werden und 2. Der nächste Verkauf und die nächste Führung nach der Mittagspause (14:00) erfolgen. Mit diesen Informationen können wir gemütlich das WoMo am Stellplatz parken, über den Markt bummeln, diverse Leckereien zum Picknick erwerben, zur Höhle fahren und dort entspannt Essen. Kira ist sehr zufrieden, wir hatten zu viel Käse gekauft.
Nach kurzen Anstehen, können wir dann Tickets für eine Führung kaufen und bestaunen die Höhlenmalereien – ja, nur Nachbildungen, aber auch die haben es in sich.
Es ist schon 16 Uhr als wir aus dem Höhlengebiet abfahren, Zeit sich um die Übernachtung Gedanken zu machen. Wir nähern uns dem kleinen Ort Le Bugue, Vorbild für Saint Denis, Heimat des Dorfpolizisten Bruno. Hier wollen wir auf jeden Fall einen Stopp machen. Der Stellplatz kostet – entgegen der uns vorliegenden Information EUR 7/Nacht, dann können wir auch für 17/Nacht auf den 4* Campingplatz gehen, incl. Aller Annehmlichkeiten und nur unwesentlich weiter. Nachdem wir uns ein schönes Fleckchen ausgesucht haben, geht es mit den Rädern das Örtchen erkunden.

Tagesstrecke 103 km
Übernachtung: Camping des Trois Caupain, Le Bugue

25.09.2014

Ausgeschlafen und festgestellt, dass sich das Dordogne Morgenritual: Nebel überm Fluss dann Sonne 1:1 auf die Vezere übertragen lässt. Aber damit können wir sehr gut leben :D . Der Reiseführer des Martin Walker empfiehlt eine Pizzeria im Nachbarort Limeul, wir beschliessen dort zum Mittagessen einzufallen. Mit den Rädern sind es nur 6 km nach Limeul, leider immer über die Landstrasse, wir sind froh, dass wir Kira im WoMo gelassen haben. Limeul erweist sich als toller Tip, ein wunderschöner kleiner Ort, direkt an der Mündung der Vezere in die Dordogne gelegen. Hoch über dem Ort ein Schloss, jetzt noch zugänglich ist der Garten. Superblick und wunderschön angelegt.





Dann ist aber Zeit zum Pizzaessen und wir schlemmen, natürlich mit einem leckeren Rotwein dazu.
Zurück in Le Bugue geht’s in die Weinhandlung von Julien de Saviagnac, natürlich auch ein Tip von Martin Walker.



Mit einigen Leckereien im Gepäck geht’s zurück zum Campingplatz, den Rest des Tages entspannen wir vorm WoMo



Tagesstrecke WoMo 0, Fahrrad 18 km
Übernachtung: Camping des Trois Caupain, Le Bugue

26.09.2014

Und wieder begrüsst uns der Morgennebel, aber der verzieht sich bald. Ein supersonniger Tag, wir spannen an und suchen die optimale Hundebadestelle an der Vezere.

Nachdem Kira ihre Abkühlung hatte, machen wir es uns am Pool vom Camping gemütlich, später probieren wir die Einkäufe von gestern – nicht dass wir was besonders gutes verpassen 8) - und grillen.
Ein extrem entschleunigter Tag.

Tagesstrecke WoMo 0, Fahrrad 10
Übernachtung: Camping des Trois Caupain, Le Bugue

27.09.2014

Ein untypischer Morgen, die Sonne scheint direkt. Wir verlassen Le Bugue, nicht ohne nochmals bei Julien de Savaignac einzukehren und die vorab verkosteteten Weine einzukaufen. Einen weiteren Tip von Martin Walker wollen wir uns anschauen, Le Vieux Logix in Tremolat, dies ist DAS Restaurant, wenn er seine Frau zum Geburtstag oder ähnlichen wichtigen Ereignissen ausführen will. Wir bekommen noch einen Tisch zum Mittagsmenue und es hat sich definitiv gelohnt









5 Gänge brauchen ihre Zeit und wir wollen nicht mehr allzuweit fahren. Perigueux heisst das heutige Ziel. Der Stellplatz liegt einigermassen in Laufnähe zur Stadt. Wir sind fast erschlagen von den vielen Menschen. Mit viel Freude bummeln wir durch die Gassen der Altstadt. Natürlich ist der Dom das faszinierendste an dieser Stadt.




Abends sitzen wir noch lange mit Kira am WoMo und wieder schreit die Elektrik irgendwann.

Tagesstrecke 70 km
Stellplatz Perigueux

28.09.2014

Morgenlicht über dem Dom und schon sieht alles anders aus



Wir fahren ins Perigord Vert nach Brantome, dem Venedig des Perigord. Sonntags ist in Frankreich alles sehr verschlafen und v.a. geschlossen, dieses Phänomen macht auch vor Brantome nicht halt. Wir suchen einen Parkplatz für unseren „Kleinwagen“, keine Chance. Der Stellplatz würde uns - egal wie lange wir stehen – die volle Gebühr kosten, das sehen wir nicht ein und parken in einer PkW Bucht an der Strasse. Sonntags morgens gegen 9:30 wird schon nichts passieren. Wir bummeln durch den Ort, der wirklich sehenswert ist.









Unser Reiseführer empfiehlt den Ort Bourdeilles, unweit von Brantome. Wir fahren hin, und es lohnt! Der Stellplatz ist kostenfrei, direkt an der Dronne gelegen, Kira testet auch dieses Flüsschen aus. Wir besichtigen das Schloss oder besser die beiden Schlösser.







Nach kurzer Beratung beschliessen wir nicht im Ort zu bleiben und rollen gemütlich zurück an die Dordogne Richtung Bergerac. Wir finden einen Stellplatz in Lalinde, direkt am Bahnhof. Der Ort ist komplett geschlossen - Sonntag mal wieder. Wir kochen und entspannen vorm WoMo. Die Bordbatterie schreit mittlerweile fast dauerhaft.

Tagesstrecke 140 km
Stellplatz Lalinde

29.09.2014

Das Dordognetal wird immer breiter,



wir besichtigen zunächst Frankreichs Fischaufzug am Stauwerk bei Lalinde, leider sind keine Fische zu sehen. In einem Industriegebiet vor Bergerac entdecken wir eine Werkstatt und lassen uns dort eine neue Bordbatterie einbauen. Das Dauergeschrei geht uns doch ziemlich auf die Nerven. Das Ganze dauert keine Stunde und führt zu deutlich entspannteren Womo Insassinnen. Wir besichtigen Bergerac, ein schöner kleiner Ort, aber montags ist halt nicht viel los.



Weiter geht’s in Bordelais, wir landen in St. Emilion erstmal in der Cooperative und erfahren einiges über die Besonderheit der Appelation. Nach Verkostung geht s in den Ort, wir fühlen uns an die Toskana erinnert. Im OT werden wir sehr freundlich und fröhlich beraten und auch dieser – durchaus Wein-Elitäre Ort – empfiehlt Stellplätze. Wir haben viel Glück und finden einen an der Gendamerie – auch noch gut bewacht :wink: . Wir laden Rad und Hänger aus und erkunden mit Kira den Ort.









Tagesstrecke 100 km
Stellplatz Saint Emilion

30.09.2014

Wir fahren im – mal was Neues :-o - Nebel recht früh los, wollen wir doch heute in die Stadt. Bordeaux heisst unser Ziel und wir kommen im strahlenden Sonnenschein am Camping Bordeaux-Lac an. Der einzige Campingplatz auf Gebiet einer französischen Grosstadt – so zumindest die Eigenwerbung. Nachdem wir ein Plätzchen bezogen haben, kommen die Räder raus und wir rollen gemütlich über gut beschilderte Wege direkt in die Stadt. Wow, das lohnt! An allen Ecken und Enden wurde gebaut, renoviert und restauriert, hierher kommen wir bestimmt zurück, soviel Stadt lässt sich in kurzer Zeit nicht erfassen.











Nach dem Mittagessen rollen wir gemütlich zurück zum Camping und entspannen mit Kira vorm WoMo. Lustigerweise parkt am Nachbarplatz ein Frankfurter WoMo ein, wir kommen ins Gespräch und stellen fest, dass wir fast mal Nachbarn waren. Wir sitzen abends lange zusammen und plaudern. Ein wirklich schöner Tag.

Tagesstrecke 43km, Fahrrad 20 km
Stellplatz Camping Bordeaux-Lac

01.10.2014

Strahlend blauer Himmel, wir können zum allerstenmal draussen frühstücken. Gegen 10 rollen wir mit den Rädern wieder in die Stadt. Es macht wirklich Laune diese Stadt zu besichtigen













Auf dem Rückweg zum Campingplatz lege ich mich mit dem Rad hin, bremse mal wieder mit dem Knie. Natürlich komme ich noch zurück, dann ist aber erstmal Schonzeit angesagt. Die Mädels fahren alleine zum Schwimmen am Lac de Bordeaux.



Tagesstrecke Fahrrad 25 km (Versehrte) 30 km (Schwimmer)
Stellplatz Camping Bordeaux-Lac

02.10.2014

Wieder strahlend blauer Himmel und nochmal draussen frühstücken – dass müssen wir doch ausnutzen. Nach VE geht s los Richtung Medoc, viele Kilometer Weinberge und alle Weingüter heissen Chateau.





Zum Mittagessen bleiben wir in Pauillac, die dortige Cooperative hat sogar leckere bezahlbare Weine. Wir rollen noch ein bisschen durch die „grossen“ Lagen und beschliessen, angesichts der Versehrten-Zahl im WoMo (1xRücken-Lahm, 1xKnie-Lahm, 1xAlterHund-Lahm) die Besteigung der Dune de Pyla auf einen zukünftigen Urlaub zu verschieben und statt dessen Entspannungstage an einem der grossen Binnensees der Landes, dem Lac d’Hourtin. Am Campingplatz in Maubuisson parken wir ein, es ist so viel Platz, dass wir Schwierigkeiten haben uns für den „richtigen“ zu entscheiden :).

Tagestrecke 116 km
Stellplatz: Camping Municipale Maubuisson

03.10.2014

Wir können uns an strahlend blauen Himmel gewöhnen. Da das Radfahren bei der Knie-Lahmen noch nicht funktioniert, radeln alle anderen zum See. Hundeschwimmen ist angesagt. Störend sind nur die Massen an Mücken.



Da Sport müde macht, beschliesst Kira den Nachmittag im Hänger zu verschlafen, draussen wäre ja auch viel zu viel Dreck



Wir entspannen vorm Womo.

Tagestrecke 0 km
Stellplatz: Camping Municipale Maubuisson

04.10.2014

Jetzt sind wir schon so weit gefahren, dann müssen wir wenigsten s mal in den Atlantik reinschauen, aber erstmal Kaffee und den gibt s an der Promade am Lac d’Hourtin



Nach so viel Romatik, hat der Atlantik kaum eine Chance, dafür aber viele Surfer und viele Wellen



Wir machen uns zurück ins Landesinnere, das Entre-Deux-Mer verheisst leckere Weissweine, wir müssen noch ein bisschen einkaufen. Das Örtchen Creon erfreut uns mit einem tollen Restaurant (La Table), das prima Essen mit einem tollen Wein serviert.



Das Weingut besuchen wir direkt und laden fröhlich ein. Weiter geht’s nach Cadillac, hier gibt es einen stadtnahen Stellplatz, einen kleinen Markt mit weiteren Weingütern. Kira und ich warten, im Hänger werden die Kisten zum WoMo gefahren ;D . Der Abend klingt entspannt im WoMo bei Käse und Wein aus.

Tagesstrecke 144 km
Stellplatz: Cadillac

05.10.2014

Sonntag, wir rollen recht früh los und schaffen es bis 15 Uhr in Cahors zu sein. Mit viel Glück – ein anderes WoMo parkt grade aus – bekommen wir einen der 3! Stellplätze direkt am Ufer der Lot.



Angesichts des Tages, hat mal wieder alles geschlossen, wir durchschlurfen den Ort eigenständig.







In einem Bistro können wir verschiedenen Cahors Weine probieren, richtig lecker. Mit einer halben Flasche Restwein kommen wir am WoMo an, es wird erstmal gegrillt. Erfreulicherweise ist ca. 400 m entfernt noch eine Degustationsstube, der Verkäufer liefert unsere Einkäufe bis ans WoMo.

Tagesstrecke 188 km
Stellplatz Cahors

06.10.2014

Wir versuchen es nochmal mit der Stadt Cahors, am Montag ist schon ein bisschen mehr geöffnet. Leider ist im Maison Malbec eine Veranstaltung, wir können keine Verkostung machen. Gut, dann besichtigen wir das Unesco Weltkulturerbe, die Pont Valentré. Wow, ein wirklich sehenswertes Brückchen



Kira war nicht mit im Ort, soll aber zumindest nochmal in der(?) Lot schwimmen



Danach machen wir uns auf den Weg und rollen entspannt über D und N Strassen nach Osten. Wir durchqueren die Cevennen, eine fasziniere Landschaft. Da wir es nicht schaffen, in Langogne einen Stellplatz zu erspähen, versuchen wir unser Glück in Le Puy en Velay. Der ausgewiesene Stellplatz am Bahnhof ist wegen Bauarbeiten geschlossen, nach viel Sucherei finden wir noch ein Plätzchen auf einem halblegalen Parkplatz gegenüber des bereits geschlossenen Campingplatzes von Aiguilhe; aber mit schönem Blick auf die Statue Notre Dame de France.



Tagesstrecke 319 km
Stellplatz: Aiguilhe

07.10.2014

Kira schafft es nochmal mit zum Brotholen zu laufen. Wir sind wirklich stolz auf unsere Hunde-Omi. Ein weiterer Fahrtag steht uns bevor, wir lassen es entspannt angehen. Bei Lyon gibt es nochmal Grosseinkauf bei Auchan, bevor wir gemütlich auf die N83 Richtung Besancon rollen. Zum Mittag geht es ins Örtchen Trevoux, auch wieder eine Empfehlung des Michelin Guides. Hier haben wir wirklich gut gegessen.



Und weiter über die Landstrassen, es gibt wirklich viel zu sehen, aber irgendwann wird es einfach langweilig, also raus uns ein Übernachtungsplätzchen gesucht. Wir landen in Poligny im Jura und beschliessen nach einiger Sucherei auf einem grossen Parkplatz im Ort stehen zu bleiben. Ein weiteres WoMo hat es uns vorgemacht, das französiche Paar steht hier nach eigener Aussage schon ein paar Tage; dann können wir auch eine Nacht stehen 8)
Poligny ist die Heimat des Comté, dem bekanntesten Käse des Jura. Natürlich probieren wir noch ein bisschen und auch den heimischen Wein testen wir.



Tagesstrecke 331 km
Stellplatz: Poligny

08.10.2014

Unser letzter Tag, das letzte frische Baguette, es ist immer wieder traurig. Über die Autobahn geht es nach Strassburg, ein letztes Mal günstig tanken und gegen 14 Uhr hat uns Deutschland wieder. Um 17 Uhr parken wir im Regen vor der Haustür ein.

Tagesstrecke 546 km
Autobahnmaut EUR 16,40
Stellplatz: Frankfurt

Statistik:

Gesamtstrecke 3.326 km
22 Tage
Durchschnittliche Übernachtungskosten: EUR 9,42

Fazit:
Wir haben viele tolle neue Ecken von Frankreich gesehen und festgestellt, dass wir wiederkommen müssen. Es gibt noch so viel zu entdecken.

Danke an alle hier im Forum, die ihre wertvollen Informationen teilen, das hilft beim planen, reisen und geniessen.



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Ganzalleinunterhalter am 18 Dez 2014 21:10:16

Merci für den schönen Bericht !

wackeldackel am 18 Dez 2014 21:41:42

Danke, toller Bericht mit wunderschönen Fotos. Es verführt so richtig zum nachfahren.

Anzeige vom Forum


Gast am 18 Dez 2014 22:05:50

Hallo Conny,

sehr schöner Bericht mit sehr schönen Fotos!

Ein ähnliche Tour hatten wir im Sommer 2013 gemacht, wir hatten allerdings
Bordeaux und Périgueux ausgelassen. Ein Grund, wieder mal dahin zu fahren.

TomAnne am 19 Dez 2014 10:30:17

Hallo Conny,
vielen Dank für den tollen Bericht mit sehr schönen Fotos. Diese Reise könnte ich mir genau so für uns auch mal vorstellen.

Grüssle
Thomas

Klausimaus am 19 Dez 2014 11:41:06

Moin!
Kann mich den Vorschreibern nur anschließen: Toll geschrieben mit schönen Fotos. Ja, Frankreich ist ein wirklich schönes und abwechslungsreiches Land.
Klausimaus

mk9 am 19 Dez 2014 13:13:23

Ich möchte mich für Euren Reisebericht ebenfalls bedanken.
Interessante Berichterstattung mit vielen und schönen Fotos.

vom linken Niederrhein
Manfred

reisetanteuta am 19 Dez 2014 16:02:59

Danke fuer den schoenen Reisebericht.

Dies war genau die richtige Lektuere fuer einen verregneten Nachmittag.
Und nun sitze ich hier mit dieser Sehnsucht im Herzen, moechte am liebsten das Wohnmobil aus der Scheune holen und losduesen.........

Frohes Fest

Uta

fr-camper am 19 Dez 2014 16:31:16

Danke für den Reisebericht, wie vor schon geschrieben: interessant und informativ!
Wir waren in diesem Jahr auf der Rückreise von Spanien auch an einigen Eurer Plätze und Städte gewesen.
Den CP in Bordeaux haben wir gut in Erinnerung. Tolle Stadt.
Bis zum nächsten Mal in F! :francais:
:santa: Frohes Fest!

Aretousa am 19 Dez 2014 17:02:27

Vielen Dank für den wunderschönen Reisebericht. Ihr wart ja fast zur selben Zeit wie wir im Südwesten unsres Lieblingslandes unterwegs.
Vieles haben wir ja dort schon gesehen, aber bis Bordeaux haben wir es nie geschafft.
Das Buch von Martin Walker muss ich nun unbedingt noch haben, die Krimis kenne ich natürlich alle.
Und ich zitiere mal euren Eintrag bei Hans- Werners Bericht : es macht immer viel Spass mit Euch zu reisen, da Ihr sehr ähnlichen Hobbies wie wir frönt: essen und trinken Das kann ich zurückgeben. :wink: :wink:

hundaufreisen am 20 Dez 2014 11:15:20

Vielen lieben Dank für Euer Lob. Da es unglaublich viel Spass macht Reiseberichte zu lesen, wird der Spass beim Reiseberichte verfassen immer grösser :)

->Thomas
Euer Reisebericht vom letzten Jahr hat die Idee für unsere diesjährige Tour verstärkt!

->Lena
:D :D :D

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