Nach unseren Touren 2010 Provence, 2011 Normandie/Bretagne --> Link ;
2012 Südbretagne, Atlantikküste --> Link
haben wir uns für dieses Jahr wieder für den Süden Frankreichs entschieden und planen unsere Tour in die Region Languedoc – Roussillon.
Wir: Kira, 14 jährige Schäferhundmischlingshunde-Oma und ihre 2 Frau Personal
Unsere Reiseunterlagen:
Dumont Reiseführer Languedoc Roussillon
2 Womo Reiseführer aus dem WOMO Verlag
Ralf Gréus: Mit dem Wohnmobil durch Languedoc und Roussillon
Ralf Gréus: Mit dem Wohnmobil durch die Provence
Wohnmobil Tourguide: Die schönsten Routen durch die Provence
Rother Wanderführer: Languedoc Roussillon
Jede Menge Michelin Regional Karten
Mittwoch 04.09.2013
Wir können das WoMo schon holen, fahren es heim, packen. Über Nacht steht es vor der Tür.
Dieses Jahr haben wir einen Knaus Sky Wave 650 MF bekommen.
Donnerstag 05.09.2013
Kira und das WoMo müssen einen halben Tag mit zur Arbeit, dann geht es direkt los.
Strahlend blauer Himmel und sommerliche Temperaturen, wir fahren bis Breisach. Der Stellplatz liegt stadtnah und kostet nichts. Für die 2-Beiner gibt es eine kleine Besichtigung der Altstadt und ein leckeres „Angekommen-Bier“, Kira darf sich im Rhein abkühlen gehen.
Ein sehr entspannter Urlaubsauftakt.
Tagesstrecke: 285 km
Übernachtung: Stellplatz Breisach
Übernachtungskosten: EUR 0
Freitag 06.09.2013
Wir haben kurzfristig entschieden unsere Anfahrtsroute ins Zielgebiet ein bisschen zu ändern, damit wir durch den Gorge de Verdon fahren können. Da der Wetterbericht für den Sonntag nicht allzu verheissungsvoll ist, heisst es heute Kilometer schrubben. Wir durchqueren die Schweiz, gönnen uns Autobahn durch die Seealpen, die A41/A51 über Grenoble bis Ausbauende, dann über Landstrasse. Wir schaffen es bis Digne-les-Bains, der Stellplatz liegt sehr ruhig etwas ausserhalb des Ortes.
Tagesstrecke: 647 km
Autobahnmaut: EUR 31,80
Übernachtung: Stellplatz Digne-les-Bains
Übernachtungskosten: EUR 0
Samstag, 07.09.2013
Kurz nach 9 Uhr morgens sind wir in Castellane, dem Tor zum Gorge de Verdon. Nach einem kurzen Bummel durch den Ort – es ist Markt und sehr bevölkert – starten wir auf der Nordseite des Gorge unsere Besichtigung mit Frühstück am Fluss

Gut gestärkt geht es zum Tunnel du Baou

Bevor uns die Route des Cretes fantastische Ausblicke auf den Gorge beschert

Die Stille ist beeindruckend, die nur vom Flügelschlag der kreisenden Gänsegeier unterbrochen wird. Gegen die Natur kommen wir uns sehr sehr klein vor.
Viel zu schnell ist das Ende des Tals erreicht und der Lac de St Croix erscheint vor unseren Augen, das Bild sagt mehr als alle Worte:

Wir fahren noch bis Saint Croix du Verdon, ergattern einen Platz auf dem Stellplatz, wandern zum See hinunter und geniessen die Aussicht, Kira darf natürlich schwimmen gehen.

Dieser Umweg hat sich definitiv gelohnt.
Tagesstrecke: 142 km
Übernachtung: Stellplatz Saint Croix du Verdon
Übernachtungskosten: EUR 6 (Kassierer kommt)
Sonntag, 08.09.2013
In strömendem Regen verlassen wir Saint Croix, glücklicherweise hört der Regen bald auf. Durch die Camargue steuern wir Aigues-Mortes an, hier wollen wir eigentlich bleiben. Aber der Stellplatz ist teuer (EUR 16), gefällt uns gar nicht und ist heillos überfüllt, damit hat sich diese Frage geklärt. :D Nach einigem Gekurve finden wir einen legalen Parkplatz und laufen in die Altstadt, die uns sehr gut gefällt – trotz des Touristenrummels. Es nützt nichts, wir müssen weiter, Le Grau du Roi soll es nun sein, aber hier ist Stierkampf, der Stellplatz nicht erreichbar. Also weiter Richtung Westen, wir enden in La Grande Motte. Der Stellplatz liegt ca. 1 km vom Strand entfernt, dazwischen Bettenburgen vom Feinsten, wir freuen uns sehr über unser WoMo.
Tagesstrecke: 245 km
Übernachtung: Stellplatz La Grande Motte
Übernachtungskosten: EUR 13 inkl. V/E, Strom, Du/WC
Montag 09.09.2013
Wir laufen am Strand und verlaufen uns auf dem Rückweg…. diese Bettenburgen sehen alle gleich aus. Wir sind froh den Stellplatz wieder erreicht zu haben und La Grande Motte verlassen zu können. Weiter gen Westen, mehr Feriensiedlungen im Betonstil, jeder soll nach seiner Facon im Urlaub glücklich werden. Séte streifen wir am Rande, wollen am Etang de Thau zu Mittag essen – wo es hier doch die angeblich besten Austern und sonstigen Schalentiere gibt. Sehr gute Moules Frites haben wir in Mèze bekommen. Quer durch die La Clape geht es weiter nach Gruissan, nach den begeisterten Berichten hier im Forum, haben wir beschlossen, dass dies genau der richtige kleine Ort ist, um ein paar Tage zu entspannen. Wir lassen uns hierzu auf dem Camping Municipale nieder.

Tagesstrecke: 170 km
Übernachtung: Camping Municipale, Gruissan
Übernachtungskosten: EUR 17,60 inkl. V/E, Strom, Du/WC
Dienstag 10.09.2013
Mit dem Fahrrad erkunden wir Gruissan, das Village gefällt uns auf Anhieb,

Gruissan Port ist ganz nett, aber uns zu trubelig. Lieber eine kleine Tour durch die Weinberge und Salinen

Am Nachmittag kommt auch Kira mit, erstmal wird das „cave“ der Weincooperative von Gruissan erkundet und die guten Tropfen durchgestestet. Dann geht es direkt nach Gruissan Plage, hier lassen wir den Tag mit einem lecker Rosé ausklingen.
Tagesstrecke: 0 km
Übernachtung: Camping Municipale, Gruissan
Übernachtungskosten: EUR 17,60 inkl. V/E, Strom, Du/WC
Mittwoch 11.09.2013
Heute ist Markttag, also nichts wie hin. Es macht immer wieder Laune über einen typisch französischen Kleinstadtmarkt zu schlendern. Das hat uns so angestrengt :wink: , dass wir im Windschatten am WoMo entspannen müssen. Leider ist strahlend blauer Himmel aber kalter böiger Wind, der uns das draussen sein ziemlich verleidet. Zum Abendessen geht es ins Restaurant Le Lamparo, das uns sehr empfohlen wurde, nicht zu Unrecht.
Tagesstrecke: 0 km
Übernachtung: Camping Municipale, Gruissan
Übernachtungskosten: EUR 17,60 inkl. V/E, Strom, Du/WC
Donnerstag 12.09.2013
Wir haben genug entspannt, weiterfahren steht heute auf dem Programm. Zuerst geht es in die La Clape zum Cimetière Marin und zur Kirche Notre Dames des Auzelis. In kurzer Zeit sind wir hinaufgewandert und werden mit einem grandiosen Ausblick über Gruissan und Umgebung belohnt

Richtung Narbonne auf der Landstrasse kommen wir am Weingut Chateau Rocaille vorbei, dass auf unserer Verkostungsliste sehr weit oben steht. Eine Stunde später haben wir in sehr angenehmer Atmosphäre das komplette Sortiment durchgetestet und einige Flaschen ins WoMo geladen. Entspannt rollen wir direkt nach Narbonne auf den städtischen Stellplatz. Schön ist er nicht, aber liegt ganz gut. Mit den Rädern sind wir in 10 Minuten mitten in der Stadt, viele schöne Gasse, alte Häuser. Eine Stadt mit Flair, das Leben tobt am Canal du Robine.

Tagesstrecke: 24 km
Übernachtung: Stellplatz Narbonne, Avenue Maitre Hubert Mouly
Übernachtungskosten: EUR 9 inkl. V/E, Strom – zahlen am Automat
Freitag 13.09.2013
Erstaunlicherweise konnten wir trotz der 4-spurigen Einfallsstrasse gut schlafen. Es geht noch mal nach Narbonne, die „Les Halles“ locken zum shoppen. Wir besorgen alles für ein leckeres Tapas-Abendessen, radeln zurück zum WoMo und verlassen Narbonne in Richtung der Corbières. Lagrasse ist das Ziel des Tages, das wir gegen 13:15 erreichen. Völlig ausgehungert stürzen wir in ein Restaurant und schaffen es noch ein kleines Menü zu Mittag zu ergattern. :) Derart gestärkt schauen wir uns im Ort um – zählt zu einem der „Plus beaux villages de France“. Ja das gefällt uns richtig gut: Stellplatz direkt am Ort, Badestelle für Kira

und gute Auswahl an Restaurants. Wir bleiben gerne.
Tagesstrecke: 47 km
Übernachtung: Stellplatz Lagrasse – Achtung Platz ist mit P2 ausgeschildert!
Übernachtungskosten: EUR 5 inkl. V/E, Strom – am nächsten Morgen kommt ein netter Herr zum kassieren
Samstag 14.09.2013
Strahlend blauer Himmel und das Ereignis „les journées européennes du patrimoine“ begünstigen unseren Plan noch eine Nacht in Lagrasse zu bleiben. Wir haben noch sehr wenig Kultur im Urlaub erlebt, das muss geändert werden. Die Abtei von Lagrasse gehört zu den Bauwerken, die im Zuge der „les journées européennes du patrimoine“ kostenfrei besichtigt werden können. Eine tolle Veranstaltung, in ganz Frankreich sind wichtige kulturelle Stätten kostenfrei zu besichtigen, wir werden morgen noch weiter davon profitieren. Aber erstmal heute: die Abtei von Lagrasse: ein sehr imposantes Bauwerk, dessen grösster Teil noch von Mönchen bewohnt und bewirtschaftet wird.

Nach der Kultur holen wir Kira und erklimmen den Hügel hinter dem Kloster, ein toller Blick über das Tal tut sich auf

Als Belohnung gibt es ein gutes Mittagessen im Le Temps des Courges mitten in der Altstadt von Lagrasse und einen sehr entspannten Nachmittag im Schatten am WoMo.
Tagesstrecke: 0 km
Übernachtung: Stellplatz Lagrasse
Übernachtungskosten: EUR 5 inkl. V/E, Strom – am nächsten Morgen kommt ein netter Herr zum kassieren
Sonntag 15.09.2013
In der Nacht hat es geregnet, auch am Morgen sieht es noch grau aus, uns zieht es weiter. Gleich im nächsten Ort ruft die Kultur wieder nach uns, das „Chateau de Villerouge-Termenes“. Auch hier kein Eintritt und Kira darf problemlos mit zur Besichtigung eintreten, auch wenn sie keinen „Audioguide“ bekommt. Wir lassen uns die Geschichte des Schlosses und des Belibaste, des letzten Führers der Katharer erzählen, sehr beeindruckend wiedergegeben.

Weiter geht’s durch Corbière Richtung Carcassonne. Wir wollten – natürlich – nicht auf einen Sonntag dort ankommen, aber sollen wir nur deshalb irgendwo stehen bleiben? Nein, Augen zu und durch und sofort auf den Camping de la Cité, wenn auch teuer, zumindest optimal gelegen. Mit den Rädern sind wir in wenigen Minuten unterhalb der Cité

und stürzen uns ins Getümmel. Die Altstadt geht noch einigermassen, im Chateau – auch hier wieder kostenlos - werden wir nur noch fremdbestimmt geschoben, schrecklich! Dabei möchten wir doch nur auf der Mauer bummeln, aber wir schaffen es und finden den Aufgang.

Das hat sich gelohnt! Kaum einer macht sich die Mühe den spektakulären Weg zu beschreiten, wir werden mit tollen Ausblicken belohnt.
Tagesstrecke: 98 km
Übernachtung: Camping de la Cité, Carcassonne
Übernachtungskosten: EUR 29,60 – die Luxusausgabe mit Allem
Montag 16.09.2013
Ein Ruhetag ist angesagt, mit dem Rad erkunden wir Carcassonne und fahren unsere ersten Meter am Canal du Midi; an der Aude entlang geht es im weiten Bogen um die Stadt, Kira darf noch ein bisschen Schwimmen gehen und wir entspannen den Nachmittag am WoMo und im Pool unseres Luxus-Campingplatzes.
Tagesstrecke: 0 km
Übernachtung: Camping de la Cité, Carcassonne
Übernachtungskosten: EUR 29,60 – die Luxusausgabe mit Allem
Dienstag 17.09.2013
Der Berg ruft, weiter geht es Richtung Minervois. Das Örtchen Minèrve – auch unter den plus beaux villages gelistet – ist das erste Ziel des Tages, der Weg aus dem Tal in die Berge hochspannend, da es in den Bergen immer wieder regnet.

Das Ende des Regenbogens haben wir leider nicht gefunden.
Minèrve ist goldig aber auch hochtouristisch und durchorganisiert. Aber wir sind aus einem anderen Grund hier: wandern. Aus dem Rother Wanderführer ist eine Wanderung durch den Gorges de Cesse erwählt, die wir angehen. Kira bleibt zur Sicherung des WoMo’s zurück, wäre für sie auch zu anstrengend gewesen.
Durch ausgewaschene Höhlen

Vorbei an wilden Tieren

Geht es durch das ausgetrocknete Flussbett übers Geröll, den Hang wieder hinauf und durchs Heideland (Garrigue) auf dem Hochplateau zurück zum WoMo.
Eine schöne, wenn auch teils unwegsame Tour, mit tollen Ausblicken von Hochplateau. Nun wundern wir uns auch nicht mehr, dass die Languedoc mit der Toskana verglichen wird.
Wir fahren wieder hinunter ins Tal, wollen die Nacht in Homps, direkt am Canal du Midi verbringen. Am Hafen ist es erlaubt zu stehen, wir ergattern noch ein Plätzchen.
Tagesstrecke: 75 km mit dem WoMo, 11 km gewandert
Übernachtung: Hafen von Homps
Übernachtungskosten: EUR 0
Mittwoch 18.09.2013
Heute ist der grosse Tag, wir haben einen Tisch bei Gilles Goujon in Fontjoncouse gebucht und werden zum Abendessen erwartet.
Auf dem Weg dorthin liegt die Abbaye de Fontfroide. Kurz nach 10 sind wir schon dort und können kurz darauf an einer Führung teilnehmen. Das lohnt in jedem Fall! Selten haben wir eine so gut gepflegte und interessant vorgestellte Anlage besichtigt.

Alleine der Garten ist phantastisch.

Aber für uns geht es nun weiter nach Fontjoncouse, wir haben den Weg von einer Freundin beschrieben bekommen mit den Worten: wenn Ihr denkt ihr seid am A… der Welt, geht’s noch ein bisschen weiter. Da das WoMo nicht am Hotel des Herrn Goujon auf den Parkplatz passt, klemmen wir uns mitten in der Ortsmitte auf den „Place de la Source“, dies wird im WoMoführer als Geheimtipp genannt. Der Ort ist winzig und scheint nur vom Hotel/Restaurant des Gilles Goujon zu leben. Erlaufen haben wir ihn in sehr kurzer Zeit.
Das Essen war phänomenal – 3 Sterne würdig. Die Getränke unangemessen teuer, der Service hatte nicht seinen besten Tag. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Tagesstrecke: 54 km
Übernachtung: Fontjoncouse
Übernachtungskosten: EUR 0
Donnerstag 19.09.2013
Nachdem wir am Canal du Midi schon geschnuppert haben, wollen wir dieses grandiose Bauwerk noch ein bisschen weiter betrachten und folgen dem Verlauf Richtung Osten. Aber erst noch ein kleiner Ausflug in eine der kleinsten Appellationen der Languedoc: St. Chinian.

In der Cooperative des Ortes probieren wir mehrere gute Tropfen und kaufen auch ordentlich ein. Kurz überlegen wir die Nacht hier zu verbringen, die Mitarbeiter der Cooperative haben uns am Rand des Betriebsgeländes einen Platz unter Bäumen gezeigt, den wir nutzen können, aber die permanent zum Hof tuckernden Trecker stören doch und wir fahren wieder ins Tal an den Kanal. In Colombières finden wir neben einem netten Ort, einem hübschen Hafen sogar einen kostenlosen Stellplatz und bleiben.
Tagesstrecke: 123 km
Übernachtung: Colombières
Übernachtungskosten: EUR 0
Freitag 20.09.2013
Räder und Hänger abgeladen und immer am Kanal entlang Richtung Beziers. Kurz davor befinden sich die „Ecluses des Fonsérannes“, 9 eiförmige Schleusen, mit denen der Canal du Midi die Höhe von fast 14 Metern überwindet.

Beeindruckend.
Zurück am Kanal wollen wir an Colombières vorbei zum Tunnel de Malpas radeln. Doch wir werden abrupt gestoppt von einem „Platten“ am Hänger. Ob Kira keine Lust mehr auf die Schaukelei hat? Glücklicherweise hat das Personal an alles gedacht und nach kurzer Reparaturpause, weil es sich richtig lohnt waren gleich 2 Löcher drin, darf unser Queenie wieder einsteigen und wir radeln weiter zum Tunnel de Malpas. Eine sehr lustige Tunnelansammlung: Eisenbahn, Strasse und der Canal du Midi, alles übereinandergetürmt. Die Bootsfahrer haben viel Spass in diesem 1. Schiffstunnel der Welt.

Wir radeln zurück nach Colombières, laden das WoMo wieder ein und fahren weiter. Ein kurzer Bummel durch Beziers, das uns nicht anspricht, lässt uns weiterfahren. Wir landen schliesslich in Agde, der ältesten Stadt Frankreichs und bekommen noch ein Plätzchen direkt am Ufer des Hérault.

Tagesstrecke: 35 km + 30 km Fahrrad
Übernachtung: Agde
Übernachtungskosten: EUR 0
Samstag 21.09.2013
Wir bummeln durch Agde, besuchen das Office de Tourisme und sind bestens für eine Radtour durch die Stadtteile ausgerüstet. Am Ufer des Hérault hinunter bis zum Meer nach Le Grau D’Agde, hier gefällt es uns jetzt ausserhalb der Saison richtig gut. Finden sogar Strandabschnitte ohne Hundeverbotsschilder

Wir radeln weiter Richtung Osten und treffen auf eine touristische Scheusslichkeit namens Le Cap d’Agde. Es erinnert uns kolossal an die Betonherrlichkeit von La Grande Motte. Nichts wie weg, zurück ins beschauliche Le Grau D’Agde, hier verbringen wir den Nachmittag entspannt mit einem Pichet Rosé in der Strandbar, bevor wir zurück zum WoMo radeln.

Tagesstrecke: 20 km Fahrrad
Übernachtung: Agde
Übernachtungskosten: EUR 0
Sonntag 22.09.2013
Wir haben gestern lange diskutiert, wie wir die letzte Urlaubswoche gestalten wollen und beschlossen, noch ein paar Tage in der Provence zu verbringen. Nach Zwischenstop zur V/E in Comps (Rhone) erreichen wir Uzès, an das wir eine sehr gute Erinnerung haben. Unser WoMo-Führer empfiehlt mehrere Stellmöglichkeiten, wir entschliessen es für einen grossen – recht neuen – Parkplatz unterhalb des Schwimmbads. Hier in Laufnähe zur Stadt verbringen wir den Nachmittag im Schatten, bevor es zum Abendessen in den wunderschönen kleinen Ort geht.

Tagesstrecke: 195 km
Übernachtung: Uzès
Übernachtungskosten: EUR 0 (V/E EUR 2)
Montag 23.09.2013
Nach dem besten Baguette bisher auf der Reise, geht es gut gestärkt Richtung Avignon. Grosseinkauf im Leclerc und Decathlon, das reicht erstmal wieder mit Grossstadt :) . Wir rollen in die Provence, wie immer zur Mittagszeit mit grossem Hunger, aber wir haben die Rechnung ohne den Montag gemacht, was an diesem Tag in Frankreich so alles geschlossen hat…… in Vacquerays werden wir endlich fündig und rollen gesättigt einige Meter weiter nach Gigondas. Hier gibt es einen tollen Stellplatz direkt am kleinen Ort, der eigentlich nur aus Weinprobierstuben besteht. 2 Kisten aus unserem Lieblingsweingut (Domaine du Terme) dürfen mit nach Frankfurt. Ein unglaublich entspannter Ort.

Tagesstrecke: 96 km
Übernachtung: Gigondas
Übernachtungskosten: EUR 0
Dienstag 24.09.2013
Nur wenige Kilometer sind es nach Vaison-la-Romaine, hier wollen wir uns zum Abschluss noch mal Luxus auf dem Campingplatz gönnen. Obwohl es 4 Jahre her ist, kann sich der Betreiber des Campingplatzes noch an uns erinnern und wir bekommen das letzte freie Plätzchen zugeteilt :). Grosse schattige Grundstücke, alle Annehmlichkeiten und das stadtnah, so lassen wir auch beruhigt Kira am WoMo zurück und schlendern erstmal über den Markt, einen der grössten in diesem Teil der Provence. Mit jeder Menge Leckereien im Gepäck geht es zurück und wir verbummeln den Rest des Tages auf unserem Luxusgrundstück.
Tagesstrecke: 20 km
Übernachtung: Vaison-la-Romaine, Camping du Theatre
Übernachtungskosten: EUR 23,10
Mittwoch 25.09.2013
Im OT lassen wir uns über die Radstrecken in der Region beraten und können in den vielen Broschüren tolle Touren für uns heraussuchen. Aber zunächst geht es zur Ortserkundung mit Kira, die braucht keinen Stadtplan und läuft wie eine heimkehrende Brieftaube zur Badestelle, die sie vor 4 Jahren schon begeistert hat.

Wir sind völlig baff, dass sie sich das hat merken können. Wir schlendern noch durch die Altstadt und – da uns wieder der kleine Hunger überrascht – halten noch zum Mittagsmenü im La Belle Etoile

Unbedingt empfehlenswert!
Nach einem sportlichen Nachmittag entspannen wir im Schatten.
Tagesstrecke: 0 km
Übernachtung: Vaison-la-Romaine, Camping du Theatre
Übernachtungskosten: EUR 23,10
Donnerstag 26.09.2013
Eine der vorgeschlagenen Radtouren des OT wird heute in Angriff genommen, da wir ja schliesslich den ganzen Tag Zeit haben, wählen wir die mittlere Tour, 35 km werden angegeben. Wir rollen gemütlich auf Nebenstrassen durch die Weinberge

Vorbei an kleinen Winzerdörfern

Leider hat die Tour auch negatives, wir müssen über den Col de Depat, mit einer Höhe von 251 m. Das hört sich erstmal nach nicht grade viel an, aber mit Kira in ihrem Hänger sind das 50 Kilo Zusatzgewicht, die die Serpentinen hochgezogen werden wollen. Was ein Glück gibt es in Saint Roman de Malegarde ein kleines Bistro, wo wir uns mit kalten Getränken regenerieren können. Danach ist der letzte Anstieg durch Villedieu ein Klacks und wir rollen sehr fröhlich nach Vaison zurück.
Zum Abendessen gönnen wir uns einen Ausflug in die Altstadt.
Tagesstrecke: 40 km Fahrrad
Übernachtung: Vaison-la-Romaine, Camping du Theatre
Übernachtungskosten: EUR 23,10
Freitag 27.09.2013
Unser letzter Tag. Wir machen einen Ausflug nach Nyons, kaufen in der Ölmühle noch ordentlich ein. Auf dem Rückweg noch im Supermarkt die letzten notwendigen Erledigungen und zurück auf den Campingplatz. Wir entspannen uns noch mal ausgiebig und bummeln zum Abschluss durch den Ort, natürlich nicht ohne diverse Zwischenstops zum Essen, Trinken und Käsekauf.
Tagesstrecke: 36 km
Übernachtung: Vaison-la-Romaine, Camping du Theatre
Übernachtungskosten: EUR 23,10
Samstag 28.09.2013
Es ist bewölkt, genau das richtige Wetter zum fahren. Via Montelimar, Valence, Romain sur Isère, Chambery bis Annecy, hier nochmal billig tanken. Quer durch die Schweiz bis nach Bad Säckingen, direkt am Rhein. Der Stellplatz ist uns in guter Erinnerung. Da wir aber recht spät kommen, ist er schon voll, wir sind zu müde um weiterzufahren und stellen uns auf der anderen Strassenseite auf den Busparkplatz. Nach lecker Essen und Trinken gegenüber des Münsters ziehen wir uns zurück.
Tagesstrecke: 617 km
Übernachtung: Bad Säckingen
Übernachtungskosten: 0
Sonntag 29.09.2013
Es hat nachts geregnet und ist auch immer noch grau. Über die Landstrassen tuckern wir bis Emmendingen. Auf dem dortigen Stellplatz frühstücken wir und machen noch einen kurzen Gang um die Elz. Dann geht’s zur BAB und nach Hause.
Um 14.00 sind wir zurück in Frankfurt und der Urlaub ist zu Ende.
Tagesstrecke: 389 km
Übernachtung: Frankfurt
Übernachtungskosten: 0
Statistik:
25 Tage
Gesamtstrecke 3339 km
Fazit:
Die Sucht ist nur kurz gestillt. Wir kommen wieder. Menschen, Landschaft, Essen, Trinken es gibt eigentlich nichts, was uns nicht gefällt in unserem Lieblings-WoMo-Land.
Danke an alle hier im Forum, die mit ihren wertvollen Tips das Reisen erleichtern, hier im Besonderen an Chris 62 für die tollen Beschreibungen der Stellplätze um Freiburg.


