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Bergab bei Schnee gebremst? Was passiert bei Großen? 1, 2


buccaneer am 06 Jan 2015 09:05:01

buccaneer hat geschrieben: ... ich muss mit Frontantrieb meinen Gasfuß im Gebirge schon bei Nässe sehr gefühlvoll im Zaum halten, bei Schnee und Eis wie auf rohen Eiern ...

moin Thomas, ich ergänze noch, wie gewünscht, um aktuelle Erfahrungen aus der Toskana vom 30.12.2014:
Womo mit Frontantrieb, zGG 3,49 to (gewogen ca. 3,2 to), VA + HA mit Winterbereifung, ab ca. 1.000 m ü.NN leicht mit Neuschnee gepuderte Straße Passhöhe auf ca. 1.350 ü.NN, Temperatur ca. 0 Grad C., habe auf Grund des wenigen Schnees auf Schneeketten verzichtet, bergauf kein Problem sehr gefühlvolles Gasgeben war erforderlich, in den Kehren Drang zum Durchdrehen der Antriebsräder (einnmal musste ich in einer Ortsdurchfahrt anhalten, erneutes Anfahren an der Steigung war ziemlich rutschig),
bergab mehr als vorsichtig, daher kein rutschen, Gegenverkehr achtet glücklicherweise die Vorfahrt der Bergabfahrer, eine Gefahrbremsung möchte ich nicht haben, habe immer eine Ausweichstelle für einen Notstop gesucht
Fazit: Schneeketten hätte auf Grund des wenigen Schnees auch nicht geholfen (die PKW mit Ketten waren bergauf langsamer und behindernder unterwegs als wir, bergab standen links und rechts PKW und demontierten ihre unnötigen Ketten und behinderten den nachfolgenden Verkehr, ... mit Gewicht ins Rutschen kommen ist nie schön und sollte tunlichst durch Vorausschau vermieden werden

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JoergNRW am 06 Jan 2015 13:00:09

Hallo Zusammen,

wir sind heute Nacht aus dem Skiurlaub zurückgekehrt und uns hat gestern auf 1300 Meter Höhe der totale Wintereinbruch erwischt (ca. 60cm Neuschnee).

Das Bild ist am Tag davor entstanden.

Da wir uns sehr kurzfristig (am 31.12.) erst zum losfahren entschieden haben und ich eine Winterbereifung (Neu) habe, die keine Schneeketten zulässt, blieb uns nichts anderes übrig als doch die Bergabfahr zu wagen (wir mussten halt nach Hause).

Hier meine Vorraussetzungen: Ford Frontantrieb, ca 3,5T und eine Bergstraße mit ca. 10-12% Gefälle. Die Straße hatte eine festgefahrene Schneedecke (darunter Eis).
Ich kann nur sagen, das mit einer vorsichtigen und angepassten Geschwindigkeit (1-2Gang) keine Unsicherheit aufkam. Auch das Bremsen hat bei mir nicht dafür gesorgt, das das Heck ausbricht.

Sicherlich war unser Vorteil, das wir eine geschlossene Schneedecke hatten. Mit vereister Fahrbahn hätten wir keine Möglichkeit gehabt.

Auch beim Bergauf fahren hatten wir am 31.12. (ebenfalls geschlossene Schneedecke) mit der entsprechenden Fahrweise keine Probleme.

Ich möchte hier keine Diskussion über "warum biste ohne Schneeketten lostreten", Wir haben es halt gewagt und es ist gutgegangen. Das Schneeketten Sinn machen weis ich auch.

Trotzdem war ich sehr erstaunt, wir gut mein Fronttriebler sich verhält. Es war ja unsere erste Fahrt in den Schnee mit dem WoMo.

Also mein Fazit ist. Schneeketten machen Sinn, geschlossene Schneedecke ist machbar, Frontantrieb ist nicht so schlecht wir immer gemeint, Eis sollte man meiden.

VG Jörg

brainless am 06 Jan 2015 16:33:48

buccaneer hat geschrieben:.......Gegenverkehr achtet glücklicherweise die Vorfahrt der Bergabfahrer, eine Gefahrbremsung möchte ich nicht haben, habe immer eine Ausweichstelle für einen Notstop gesucht




Hallo Peter,

bei Dir ist ja alles gutgegangen.
Für's nächste Mal aber ein Rat:
--> Link

Gute Fahrt,


Volker ;-)

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Jagstcamp-Widdern am 06 Jan 2015 16:45:52

ja volker,

so kenne ich das auch!

buccaneer am 06 Jan 2015 17:18:29

:D ... da sind wir ja einer Meinung ... die Vorfahrt der Bergfahrer wurde aus verschieden Merkblättern des ADAC zietiert bzw. entnommen
(z.B. Länderbestimmung Schweiz oder Wohnmobile bis 3,5t in den Alpen)

ups sehe erst jetzt, dass ich einen Schreibfehler hatte :oops: ... Vorfahrt sollte der Bergauffahrer haben

pelle1 am 06 Jan 2015 17:25:51

Da kann ich nur zustimmen.
Bin früher Reisebus gefahren und kann nur sagen, wenn er rutscht dann rutscht er,kaum eine Chance.
Bei Automatik ganz schlimm.
Also wenn dann gaaaaanz langsam und wenns geht irgendwo ran.

Scheiß Situation !

Pelle

Bergbewohner1 am 06 Jan 2015 18:07:43

Was sagt uns die Diskussion hier, wer sich nicht sicher ist, sollte für paar Euros ein Fahrsichersicherheitstrainung absolvieren. Das gilt nicht nur für WoMo Eigner. Wenn ich das hier so lese, kann es einem ja "Himmelangst" werden, wenn einem so ein "schlitter Fahrzeug" entgegenkommt oder gar noch von hinten kommt. :help:

Gast am 06 Jan 2015 20:15:02

At Peter und Jörg: Super, Danke für Eure Berichte!

Ich war noch nie mit dem (frontgetriebenen) Womo bei Glätte unterwegs. Deshalb find ich es toll, an solchen Erfahrungen teilhaben zu können. Da kann man sich schon bischen auf den Fall der Fälle einstellen. Ich hoffe ja, bald mal wieder in die Berge fahren zu können, Winterreifen sind drauf und Schneeketten dabei. Wobei ich da noch unbedingt Trockenübungen machen muss! (Noch nie im Leben Schneeketten aufgezogen!)

Und 60cm Neuschnee über Nacht, wenn man oben auf'm Berg steht, muss ich nicht unbedingt haben :wink:

buccaneer hat geschrieben:ups sehe erst jetzt, dass ich einen Schreibfehler hatte :oops: ... Vorfahrt sollte der Bergauffahrer haben

Das hätte ich aus dem Bauch heraus auch so gesehen. Der Rauffahrer hat ja mglw. keine Chance mehr, wieder anzufahren, wenn er erstmal steht. Der Runterfahrer kommt auf jeden Fall wieder in Schwung :razz:

didje3 am 06 Jan 2015 21:18:27

Weiß auch nicht, was das jetzt mit Alkohol zu tun haben soll, damit habe ich überhaupt kein Problem[/quote]
Ich Entschuldige mich war nur ein Scherz
didje

buccaneer am 07 Jan 2015 08:08:15

moin Werner Waldtroll , danke für Deinen Erfahrungsbericht :wink: berichtest Du auch mal von Deinen Scheudererfahrungen mit Wohnmobil?

wer mal absichtlich sein Fahrzeug (kontolliert) ins Rutschen gebracht hat kann sich auf ungewollte Rutscher besser einstellen
Sicherheitstrainig ist ein guter Vorschlag (habe bisher aus jedem Trainig mit unterschiedlichen Fahrzeugen etwas mitgenommen bzw. dazugelernt)
... auch Kettenanlegung sollte schon mal als "Trockenübung" vorab ausprobiert worden sein

Bergbewohner1 am 07 Jan 2015 18:07:49

buccaneer hat geschrieben:moin Werner Waldtroll , danke für Deinen Erfahrungsbericht :wink: berichtest Du auch mal von Deinen Scheudererfahrungen mit Wohnmobil?

Schleudererfahrung mit WoMo kann ich nicht dienen, da ich im Winter Winterdienstfahrzeug fahre und wenn das ins schleudern käme, würde ich versuchen noch rauszuspringen, wenn ich dies schaffe. Natürlich komme ich damit schon mal bißchen ins driften, aber es ist schon besser sein Fahrzeug zu beherrschen, ehe Pässe im Winter gefahren werden.
Wir waren vor paar Jahren in der letzten Oktoberwoche in Waidach auf dem SP beim Spielepark. Es schüttete wie aus Eimern, als ich dann kurz vor Mitternacht aus dem Fenster sah, traute ich meinen Augen nicht, alles weiß. Bin dann raus, über 20 cm nasser Neuschnee. Habe die ganze Familie geweckt, zusammengepackt und dann die Passtraße nach Mittenwald runter. Es lagen schon viele abgeknickte Bäume über die Straße, aber konnte gerade immer noch so vorbei. Mein Glück war, daß auf dem Tabbert Ganzjahresreifen drauf waren und auch noch Zwillinge hinten. Bin ohne Schlingern etc. sehr gut in Mittenwald angekommen und dann bis nach Kehlheim in der Nacht noch gefahren.
Was ich aber auch bestätigen kann, mit Automatik ist es immer Winter schwerer die Kiste in der Spur zu halten, wie mit Schaltgetriebe.

buccaneer am 08 Jan 2015 10:12:10

danke ... hast Du beim Sicherheitstrainig mit dem Womo keine rutschigen Erfahrungen gemacht?
Fahrzeugbeherrschung sollte immer sein, nicht nur beim Befahren von Bergregionen ;D

Bergbewohner1 am 08 Jan 2015 21:01:54

buccaneer hat geschrieben:danke ... hast Du beim Sicherheitstrainig mit dem Womo keine rutschigen Erfahrungen gemacht?
Fahrzeugbeherrschung sollte immer sein, nicht nur beim Befahren von Bergregionen ;D

Ich habe bei der NVA als Stabsfahrer mit richtigen Großen im Gelände und auch mit PKW im Parkour eine Zusatzausbildung absolvieren können/müssen. Da gabs noch keine Wohnmobile :cry:

Roadstar am 08 Jan 2015 21:39:17

Hallo,

ich habe da das Hill Descent Control (HDC) System .

Es sorgt dafür, das das Fahrzeug bergab, durch ein gleichmäßiges und differenziertes Bremsen einzelner Räder Fahrstabil bleibt.
Das Fahrzeug muss unter 25 kmh fahren, dann kann man es aktivieren.

Da bin ich mal gespannt, wie sich das dann im Ernstfall anfühlt.


Sven

almeluju am 08 Jan 2015 22:08:31

Das hast Du aber nicht in Deinem Womo, oder?

Roadstar am 08 Jan 2015 22:15:38

almeluju hat geschrieben:Das hast Du aber nicht in Deinem Womo, oder?


Sicher doch ! :!:

roxy am 08 Jan 2015 22:33:11

Servus,

kann Dir zu dem System, aus jahrelanger Erfahrung, sagen (bei SUV, PKW mit xDrive) funktioniert absolut top aber lass die Füße vom Gas und von der Bremse. Kannst Du im WOMO auch langsamer regeln, sonst ist es evtl zu schnell.

Roadstar am 08 Jan 2015 23:13:29

Unterhalb von 25 km/h kann man jede Geschwindigkeit wählen.
Und auch jederzeit mit Gas oder Bremse eingreifen.

Rofalix am 08 Jan 2015 23:42:13

Doofe Frage von mir: bergab bei Schnee mit Frontantrieb und zwei Schneeketten bringt´s, wenn ich die Schneeketten nur hinten montiere? Oder besser vorne und dann beim Bremsen greifen nur die vorderen Räder (scheint mir irgendwie suspekt)?

Ich habe echt keine Ahnung aber irgendwie würde ich es logischer finden, beim Abwärtsfahren nur hinten montieren.

Rofalix

renier am 09 Jan 2015 01:22:12

wombat1 hat geschrieben:Also ich weiß was Ihr meint.

Wenn man sehr langsam fährt sollte ein modernes Wohnmobil mit ABS das meistern.
Nur wer tritt wirklich feste auf die Bremse damit das ABS greift ?
Wombat1


Vor drei Jahren war ich Teilnehmer eines ADAC- Sicherheitstrainings. Ich kann nur bestätigen was Womat1 schreibt.
Findet ihr keinen Halt z.B. freigefahrenen Asphaltflecken, Schotter o.ä. dann beherzt in die Bremse treten. ABS gepaart mit ESP bringt mehr Erfolg als zaghafte Bremsmanöver.
Ich fahre jede Abfahrt, auch im Sommer kleingängig, um eine Restsicherheit bei Notbremsen zu haben. Die nachfolgenden Fahrzeuge interessieren mich dann nicht, wenn es um die Sicherheit meines Autos geht.

Renier

rheinberger am 09 Jan 2015 09:59:01

ät Rofalix

"Versuch macht Kluch" :)

Rheinberger

wombat1 am 09 Jan 2015 10:12:19

Hallo Renier
die Einwände der Kollegen sind schon berechtigt.
ABS verkürzt bei einer optimalen Bremsung den Bremsweg nicht, das Fahrzeug bleibt aber lenkbar.
Die FRage ist : Bekomme ich ohne ABS die optimale Bremsung hin?

Ein weiterer Punkt die mögliche Verzögerung bei Eis ist Faktor 7,5 schlechter als bei trockener Fahrbahn. Bei nassem Eis ist es Faktor 15.
Im Bremsweg wird dieser Wert noch quadriert. Dann sind wir schnell bei Zahlen 50-225.

Und dies ist hier gemeint. Der Bremsweg hört nicht auf.
Hier hat man mit ABS einfach ein besseres Gefühl.
Es wird ein Teil der Kontrolle wieder hergestellt.

Ich bin am 29.12.2014 durch das verscheite Mecklenburg-Vorpommern gefahren ohne Probleme.
Und eigentlich habe ich mit mehr Sorgen um die Anstiege als um die Abfahrten gemacht.

Wombat1

BadHunter am 09 Jan 2015 11:16:34

Wir haben ja nun seit jeher Ganzjahresreifen am Womo, und Frontantrieb. Schneeketten habe ich als Flachlandbewohner nicht, würde sie aber sicher ausleihen wenn es im Winter mal in die Berge gehen sollte.
Bisher habe ich mehrfach Erfahrungen bei starkem Schneefall, der unterwegs oder über Nacht eingesetzt hat, gemacht, immer ohne Probleme, auch bergab. Da waren aber auch keine Gefälle von 10% oder mehr dabei. Trotzdem merkt man ja, wie das Womo reagiert.
Ich habe mal ein Fahrsicherheitstraining gemacht, allerdings mit dem PKW. Aber wirklich anders verhält sich das Womo auch nicht, wenn es um das Bremsen oder lenken bei Glätte geht. Ich fahre dann nur etwas langsamer, aber auch deshalb, weil mir das Womo noch mehr am Herzen liegt als der PKW... ;D
ABS hat unser Womo zudem auch nicht.
Grundsätzlich gilt, wenn kein ABS vorhanden ist: sobald ein Fahrzeug beim Bremsen ins Rutschen kommt: Fuß von der Bremse! Denn nur so werden die Vorderräder wieder lenkbar! Dann Fahrzeug wieder in die Spur bringen und wieder vorsichtig bremsen.
Einmal musste ich das mit dem Womo so praktizieren, und es hat wunderbar funktioniert.
Wenn ABS vorhanden ist, voll ins Pedal latschen, das Fahrzeug bleibt trotzdem lenkbar.
Bei Glatteis ist es letztendlich egal, mit welchem Fahrzeug man unterwegs ist, da helfen nur Spikes (leider schon lange nicht mehr erlaubt) oder eben Ketten. Letzte Alternative: dort bleiben wo man ist und garnicht fahren, irgendwann kommt immer der Winterdienst und macht die Straßen wieder befahrbar.

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