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Reisebericht Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Kroatien


Schnecke am 21 Jan 2015 19:58:56


Sommer 2014 in Kroatien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro


Auszug aus meinem Reisetagebuch

30.7.14
Es ist zum Haareraufen ....

Das Wohnmobil steht gepackt in der Scheune ..
aber der tägliche Blick auf die Wetterkarte lässt uns die Abreise Tag für Tag verschieben

So sieht es dort aus , wo wir (eigentlich ) hinwollen

Quelle
--> Link

Ob wir unsere Reisepläne ändern?
Oder einfach noch ein paar Tage warten?

31.7.14
Wir haben uns entschieden noch etwas zu warten - bis Anfang/ Mitte nächster Woche

1. Am Wochenende sind die Bayern, Baden-Württemberger , Saarländer,Bremer, Niedersachsen unterwegs... den Staus schaue ich lieber zu als mittendrin zu sein
2. Das Wetter spielt verrückt.
Wenn ich sehe, was heute in Zadar los war...
Zadar pod vodom (30.07.2014.) Zadar unter Wasser !

Vielleicht hätten wir uns statt unserem "Kleinen" doch lieber ein Amphibienfahrzeug gekauft!

Quelle: Wikipedia

5.8.14

"Wenn Engel reisen, lacht der Himmel"
Sagt mal dem Petrus, dass wir Engel sind, er glaubt es nicht !

So sieht es heute aus.

Quelle: --> Link

Es schüttet wie aus Kübeln, aber wir wagen es und starten.
Morgen früh sehr zeitig! Die Richtung ist klar, das Ziel noch nicht.

Wie müssen einfach los.
Warum? Hier steht's :
Eines Tages.....
--> Link

6.8.14
Die erste Etappe:
Österreich - Kufstein, Pass Thurn, Mittersill
Es sieht aus, als würde das Wetter besser- Nebel im Salzachtal



dann der Plöckenpass ( mit unserem "Kleinen" war das Passfahren ein Vergnügen)



Italienische Autobahn bis Triest- gute Laune Wetter - 28 Grad.
Wir hätten in Italien bleiben sollen.

In Rijeka nur noch 24 Grad ,dunkle Wolken am Himmel, die immer dichter wurden.
Jetzt sind wir "hinter dem Velebit" ,in der Lika bei Otocac und es sieht so aus



Es regnet, die Wiese auf dem Campingplatz Borje ist matschig und grundlos - wir müssen einen Fleck finden, wo wir nicht steckenbleiben .
Hinten, wo die Berge sind , ist Plitvice.
Ich bedaure alle, die heute einen Ausflug an die Plitvicer Seen gemacht haben. 14 Grad!

Zur Versöhnung gab es heute gegrillte Leber mit Knoblauchsoße und ein kaltes Karlovacko ...
so beginnt ein echter Kroatienurlaub !

Ob wir morgen nach BiH fahren ( ist nur 50km entfernt ) oder schnurstracks auf der D1 nach Süden Richtung Knin, solange, bis die Sonne scheint, wird morgen früh ein Blick an den Himmel entscheiden.

7.8.14

Heute ist das Wetter schon viel besser als es die Prognose erwarten ließ.

Die Una zieht uns an wie ein Magnet…wir sind in Bosanska Krupa im Una Kamp
Und die Sonne scheint , 27 Grad, blauer Himmel !
Auf der Fahrt entlang der Una



Wir sind fast allein ( leider – das schlechte Wetter bisher hat dem Kamp eine schlechte Saison beschert)
Der CP ist nach wie vor sehr gepflegt- das Maihochwasser hat keinen Schaden angerichtet.



In den letzten Tage hat es viel geregnet- die Una führt schon wieder Hochwasser .

Das war die Badeplattform an der Una bei normalem Wasser stand ( 2012)



So sieht sie heute aus: die Plattform ist unter Wasser



Und das ist die derzeitige Wassertemperatur der Una



Wir genießen es, ein paar Tage hier zu sein. ( das kostenlose WIFI am Platz funktioniert mal gut, dann wieder einige Stunden nicht….)

Und ich bin auf Fotojagd nach einem großen, dicken Biber, der ständig hier am Ufer auftaucht, Zweige abbeißt und unter Wasser zieht – aber immer dann , wenn ich den Foto nicht bei der Hand habe.
Aber morgen erwisch ich ihn ( vielleicht )

10.8.14
Das Sommerwetter ist inzwischen eingetroffen – mit 35 Grad nach den kühlen Tagen gewöhnungsbedürftig.

Wir genießen die Zeit hier im Unakamp.
Morgens mit den Fahrrädern die ( nähere) Gegend erkunden



Nachmittags an der Una die etwas kühlere Luft über dem noch recht kalten Wasser .

Gestern sah es noch so aus



Heute ist der das Wasserstand wieder um einen Viertelmeter zurückgegangen



Und jeden Abend lassen wir uns von Idriz und Nurka verwöhnen:
Vorgestern gebratene Forelle, gestern gab es köstlichen Sa? (die bosnische Version der kroatischen Peka)



und heute Abend lassen wir uns überraschen. Die Campingküche bleibt kalt.

Gestern sind Campinggäste hier angekommen, die vom ca 50km entfernten Plitvice „geflüchtet“ sind, weil sie keinen Parkplatz bekommen haben und keine Lust hatten, sich auf den Holzstegen im Park in die Besucherschlange einzureihen.

Wir halten es hier noch gut bis übermorgen aus.
Abends an der Una






11.8.14

Ich will das kurze Zeitfenster des offenen Netzes hier am Unakamp ausnützen:

Forellen knabbern nicht an meinen Zehen - aber eine kleine Schlange ( vermutlich eine Ringelnatter) ist im Wasser an mir vorbeigeschwommen – mit einer unglaublichen Wendigkeit gegen die Strömung. ( Die Una hat schon wieder 15 Grad- für ein paar Schwimmzüge ok – so lange, bis einem die Luft wegbleibt)
Der Biber hat sich nicht mehr gezeigt- aber er ist vermutlich nachts am Werk- die Weiden am Ufer zeigen deutliche Spuren.
Auch eine dicke Bisamratte konnte ich kurz beobachten , viele kleine Grasfrösche auf der Wiese… die Natur scheint noch ziemlich in Ordnung zu sein.

Hier zwei Bilder von gestern





Es ist wieder sehr warm - 36 Grad – da ist Nichtstun angesagt ( Lesen , die Füße im Wasser- ich habe 32 Bücher dabei , auf dem Kindle natürlich)

Die Una hat nach dem Hochwasser schon wieder ihre schöne grünblaue Farbe bekommen,




12.8.14

Heute waren es 38 Grad- da wird die Unternehmungslust schon etwas gebremst.

Morgen geht es weiter nach : Kulen Vakuf - --> Link
Wir werden die Tage dort genießen, aber eine Raftingtour über den Štrba?ki Buk , wie Bernd sie gemacht hat, werden wir mit Sicherheit nicht nachahmen!
Sein Bericht:
--> Link

Letztes Jahr haben wir die Wasserfälle des Štrba?ki Buk von der Nähe betrachtet, dieses Jahr werden wir diesen Abstecher auf der schmalen, immer noch nicht befestigten Straße nicht machen.

Bild von 2013
s. auch --> Link



14.8.14

Wir haben in diesem Urlaub zum ersten Mal unsere (Normal-) Fahrräder dabei ( wir sind allerdings nicht die ganz großen Fahrradfans…)
Ein Ausflug in das nahegelegene verschlafene Kulen Vakuf: eine Moschee, zwei kleine Läden, eine Polizeistation, zwei Kneipen - mehr gibt es nicht.
Meine Taschenkamera ( die kleine kompakte Nikon hat mich im Stich gelassen - alle Bilder sind unscharf und unbrauchbar.

Unser Platz am Rafting Camp







Das Wasser ist sehr klar - aber sehr kalt.
Auch die Strömung ist nicht zu unterschätzen.
Es reicht, bis zu den Knien ins Wasser zu gehen - das lässt mich schon die Luft anhalten .



Schlangen fühlen sich in dem kalten Wasser offensichtlich wohl





Der Campingplatz in Kulen Vakuf gehört sicher ( noch ) zu den Geheimtipps!
Er hat uns sehr gut gefallen - ich kenne eigentlich nichts Vergleichbares in D oder A .

Für heute hatten wir uns vorgenommen, zur Burg und zur alten Stari Grad Ostrovica oberhalb von Kulen Vakuf hinaufzufahren oder - zu schieben )



Beim Frühstück zogen jedoch Gewitterwolken auf und schon bald danach fing es an zu regnen. Gestern noch 34 Grad- jetzt haben wir gerade mal 18 Grad.

So wurde aus dem heutigen Tag ein Lesetag.
Ob wir darüber traurig sind? Eigentlich nicht so sehr.

Es gibt hier eine sehr schöne überdachte Terrasse mit einer Bar und mit Blick hinunter auf den Fluss, da kann man sehr schön sitzen ( und schnelles WLAN gibt es hier auch)




Draußen unter dem großen Nussbaum dreht sich ein Lamm am Spieß, es riecht nach Holzfeuer und gebratenem Fleisch -

Abends an der Una


Vielleicht fahren wir morgen weiter.

Übrigens: Wir sind sehr glücklich mit unserem "Kleinen", es klappert nichts beim Fahren, wir vermissen den riesigen Concorde nicht! Der Kleine hat alles, was wir brauchen.
Wir "wohnen " unterwegs nicht mehr - wir reisen und haben unser Bett dabei.
Und wir müssen nicht mehr so viel überlegen, ob die Straßen wohl breit genug, die Tunnels ausreichend hoch sind und ob wir auf den Parkplatz passen,

Es war (wetterbedingt ) nicht lohnenswert auf die Burg hinaufzufahren , man hatte keine Aussicht übers Unatal. ( Der Anstieg ist übrigens recht steil - auch mit EBikes hätten wir sicher oft schieben müssen.


15.8.14

Wir sind heute die Straße nach Martin Brod gefahren ( immer noch Baustellenstraße!) - und weil wir letztes Jahr das Kloster Rmanj nicht angeschaut hatten, haben wir dort die erste Pause gemacht.

Bei Regenwetter hätte ich diese Straße nicht fahren wollen. Aber die Sonne hatte den Lehm zum Glück schon getrocknet.



Kloster Rmanj



Es ist ein solch friedlicher Platz- und wenn man dann liest, dass dieses Kloster im 2. Weltkrieg von der Deutschen Luftwaffe dem Erdboden gleich gemacht wurde ( es war ein Lazarett der Partisanen), so mag man das gar nicht glauben und man bekommt ein ganz seltsames Gefühl.

Ein Mönch hat extra für uns die Kirche der 1990 wiederaufgebauten orthodoxen Klosters aufgeschlossen- wir waren die einzigen Touristen dort.





Neu : es gibt einen ganz einfachen Campingplatz in Martin Brod ( eine Wiese, nur WC, keine Duschen, kein Strom) - Das sollte man sich merken.



Die eigentliche Attraktion sind die Wasserfälle der Una bei Martin Brod.







Die Unac- ein Nebenfluss der Una



Wir sind inzwischen ein Stück weiter-
Von Marin Brod aus Richtung Drvar und Kljuc .
Auf der Straße bis Drvar ist uns kein einziges Auto begegnet.
Es war fast wie Niemandsland - die Grenze nach Kroatien ist in Sichtweite.

Blick hinunter nach Martin Brod und in die fast unzugängliche, wilde Schlucht der Unac.





Unser Ziel war die Sanaschlucht von Kljuc aus nordwärts.
Wir hatten gehofft, bis zu der Campingwiese bei Sokolovo zu kommen.
--> Link

Die Fahrt war ein Stück weit möglich - aber dann "Off Road" mit vielen ausgewaschenen Löchern und sehr tiefen Pfützen auf einer Schotterstaße- das wollten wir unserem "Kleinen " nicht antun.
Außerdem hatte die Sana vermutlich vom gestrigen starken Regen braunes, lehmiges Wasser- nach der glasklaren Una und der Unac in Martin Brod eine Enttäuschung.



Wir verschieben die Erkundung der Sanaschlucht auf ein anderes Jahr.

Wir sind jetzt auf dem Campingpatz bei Jajce in der Nähe der Wassermühlen am Plivsko Jezero





Da wir hier in der Republik Srpska sind und heute Mariä Himmelfahrt ist - ein Feiertag, der den Orthodoxen wohl auch etwas bedeutet, war viel los auf den Straßen. Morgen geht es wieder in die Föderation, - dort wo wieder vor allem Moscheen in den Orten stehen.

Was für ein seltsames Land, das man eigentlich nicht verstehen kann.
Dabei ist es ein so schönes Land!

17.8.14


Jaice ist ein interessantes Städtchen – es wird zur Zeit angestrebt , dass es in die Liste der UNESCO Welterbe aufgenommen wird.
Sowohl die Osmanen als auch die das österreich-ungarische Imperium habe die Stadt geprägt.
--> Link
Wir hatten die Stadt schon vor zwei Jahren besucht , fuhren dran vorbei , weil wir auf dem Weg nach Mostar ein Kloster besuchen wollten.
Auf der Fahrt von Jaice Richtung Süden führt die Hauptstraße an dem Ort Prozor vorbei.
Dieses Mal haben wir den Ort nicht rechts liegen lassen, sondern sind hinuntergefahren zu dem ca 10km entfernten Ramsko Jezero ( Ramasee), einem 1968 aufgestauten See.
--> Link







Auf dem Inselchen Š?it steht ein großes Franziskanerkloster – die Ursprünge gehen bis in 16. Jahrhundert zurück. Aber wie viele Klöster hier wurde es mehrmals zerstört und erst in den neunziger Jahren wieder aufgebaut.

Das Kloster selbst ( außer der Klosterkirche ) und auch das kleine ethnographische Museum konnten wir nicht besuchen ( geschlossen) - aber der schöne gepflegte Park mit Wiese und schattigen Plätzchen lud zu einer langen Pause ein – es ist inzwischen in der Mittagszeit wieder recht warm geworden.













Auf dem kleinen Inselchen Scit ist ein großer Platz vor dem Kloster- ich könnte mir vorstellen, dass man da mit dem Wohnmobil durchaus übernachten kann. ( Wenn nicht gerade ein kirchl. Fest ist - in die große Kirche passen einige hundert Leute)

Wir haben auch gesehen, dass rund um den See Einheimische offensichtlich das Wochenende verbracht haben - mit Zelten, Wohnwagen, kleinen Lieferwagen... nach Camping sah das nicht aus , aber anscheinend ist es geduldet- Sarajevo ist in erreichbarer Entfernung und für Großstädter ist das sicher ein sehr angenehmer Erholungsort.





Nachmittags fuhren wir zuerst an der Rama , dann an der Neretva entlang.



Die gestaute Neretva



Vorbei an Mostar (das überquillt von Touristen) - wir hatten keine Lust, Mostar nach einem ausgedehnten Besuch vor 3 Jahren nochmal anzuschauen und uns durch die Gassen schieben zu lassen.
Wenn Mostar, dann am frühen Morgen, bevor die Ausflugsbusse kommen!

Und jetzt sind wir auf dem CP Wimbledon in Blagaj.
Ein Gewitter stand am Himmel. Es hat uns aber nicht erreicht .

Eine Fahrpause ist nach dem langen Tag angesagt.
Heute früh gab es eine Überraschung von der Chefin des CP : Einladung zum späten Frühstück .

Typisch für die Region:
Links Kajmak ( eine spezielle Art Butter), rechts dann frischen Ov?i sir ( Schafskäse) und dazu eine herzegowinische(bosnische) Spezialität: Peksimeti, in heißem Öl ausgebackene Hefeteigstücken ( Der Hefeteig mit Sauermilch oder Sauerrahm/Joghurt (?) gemacht)



Inzwischen ist es wieder ziemlich warm geworden , 33 Grad, aber es weht ein recht kräftiger Wind.

Am Platz ist ein kleiner Swimmingpool – gut gepflegt, das Internet funktioniert ( kostenloses WIFI, zumindest hin und wieder, manchmal zwar nur mit 4,8 kB/s ein Geduldsspiel ), man kann es hier gut aushalten.

Heute Abend werde ich ( wenn die vielen Sonntagstouristen wieder weggefahren sind und es auf der Straße wieder weniger gefährlich ist ) mal mit dem Fahrrad hinter zur Bunaquelle radeln.




21.8.14

Nach längerer Pause in Blagaj bei Mostar sind wir weitergezogen…
Die Straße führt oberhalb von Blagaj an der Burg vorbei in Richtung Nevesinje und Gacko.

Die Burg Stjepan Grad, oberhalb von Blagaj, einer der historisch bedeutsamsten Orte der Herzegowina



Es ist eine weite, einsame Landschaft - spärlich bewachsene Hügel, steiniger Boden , nur wenige Dörfer, immer wieder Schaf- und Ziegenherden,
und schnurgerade Straßen mit wenig Verkehr. Am Straßenrand immer mal wieder Radarkontrollen, die schwarzen Limousinen sind oft erst spät zu erkennen.







Tagebau bei Gacko - laut Wikipedia soll es Braunkohle sein.
Unübersehbar das große Kraftwerk





Der Stausee Klinje zwischen Gacko und dem Sutjeska Nationalpark, einer der vielen Stauseen in Bosnien und Herzgowina,
Das Land könnte mit Stromexporten Geld verdienen- wenn die meisten Kraftwerke nicht hoffnungslos veraltet wären.





Im Reiseführer stand, die Straße im Nationalpark sei sehr schlecht und führe über den Maglic Pass.
Das hat sich offensichtlich geändert- die neue Straße mit einem langen Tunnel ist hervorragend.



Im Sutjeska Nationalpark









Im Osten von Bosnien kommt man nicht an der Geschichte vorbei – unvorstellbar was sich in dieser schönen , wilden Landschaft die deutsch- italienischen Truppen mit Titos Partisanen an Kämpfen geliefert haben …( und im letzten Krieg war Ostbosnien auch wieder Schauplatz grausamer Kämpfe…nochmals unvorstellbar)

In Gacko, aber auch im Sutjeska Nationalpark finden sich immer wieder Gedenkstätten– wie hier bei Tjentište , ein ca 20m hohes Denkmal und Beinhaus für mehr als 3000 gefallene Partisanen.







Dieses Denkmal bei Tjentište hat den letzten Krieg unbeschadet überstanden. Das Museum daneben ist geschlossen.
Nach 1995 bis vor wenigen Jahren war das Gebiet ziemlich verlassen. Erst jetzt scheinen wieder Touristen zu kommen. Bergsteiger, Mountainbiker usw.
Nach den Autokennzeichen waren es vor allem BiH , SRB und PL , ein paar italienische Motorradfahrer - nur selten D und A.
Wir haben auch ein Schild Kamp gesehen - aber das Kamp selbst nicht.

Es gibt in dem kleinen Ort ein Informationszentrum , sowie ein paar Konobas und Häuser (auch hotelähnliche), in denen man übernachten kann.
Ich vermute, dass es kein Problem gewesen wäre, bei Tjentište mit dem Wohnmobil ein Übernachtungsplätzchen zu finden.

Hier liegt Tjentište


Es sieht so aus, als würde der Sutjeska Nationalpark so langsam für den Tourismus erschlossen. Es gibt Hinweistafeln und einige markierte Wanderwege.
Campen ist möglich – wie z.B. hier bei einer kleinen Konoba an der Straße.



Unsere Fahrt führte uns von Foca aus Drina- aufwärts Richtung Montenegro .

Die Brücke über die Tara bildet die Grenze zu MNE. ( Durch die Scheibe fotografiert. Ich wusste nicht, ob ich die Grenze fotografieren darf)



Endpunkt der Tararaftingtouren in Scepan Polje (Im Mai/Juni mit Holzrafts, im Sommer mit Gummibooten)



Fahrt entlang der Piva - immer hoch oben entlang der gewaltigen Schlucht.



Kurz vor Pluzine zweigt die Passstraße zum Sedlopass ab – schmal , kurvenreich mit vielen unbeleuchteten Tunnels und stellenweise mit zahlreichen Schlaglöchern bis hinauf auf zunächst ca 1000 m Höhe.
Was bin ich froh über unsere „nur“ 2,05m Breite und 2,65m Höhe!
Wir sind glücklich mit unserem Pössl - wir kommen an viel mehr versteckte Plätze und schmale Sträßchen und durch enge niedere Tunnel, für die wir in den letzten 10 Jahren mit dem Concorde zu groß und zu schwer waren.



Unser Tagesziel war die kleine Siedlung Trsa, wo wir übernachten wollten.
Ein paar Hütten zum Übernachten, eine Konoba - fließendes Wasser aus einem Tank – recht rustikal.



Es gab herrlichen luftgetrockneten hausgemachten Schinken ( ich habe schon lange keinen solch köstlichen Schinken gegessen) Käse aus der Gegend, selbstgebackenes Brot aus Maismehl - wir wollten eigentlich dort stehenbleiben.

Aber der Wetterbericht für den nächsten Tag war nicht gut- Gewitterwolken standen am Himmel und wir hatten keine Lust, den 1800m hohen Sedlopass am nächsten Tag im Nebel und bei Nässe zu überqueren.
So fuhren wir nach einer längeren Pause weiter- immer weiter hinauf bis auf die Passhöhe.







Je näher wir an Zabljak waren, desto besser wurde die Straße, - kein Vergleich zu unserer Fahrt über den Pass vor 3 Jahren.

Jetzt sind wir in Zabljak am CP Ivan Do – und der heutige Tag bestätigt uns, dass unsere Entscheidung, gestern schon über den Pass zu fahren , richtig war : Heute jagt ein Gewitter das andere und die Berge ringsum sind verhüllt.
Die Breite der Sedlo Straße war natürlich ein Problem.
Es gibt keine regelmäßigen Ausweichstellen. Manchmal kann man auf eine Wiese hinausfahren, manchmal muss einer halt so lange zurückfahren, bis der Platz für 2 Fahrzeuge reicht.

Es war wenig Verkehr. Nur ein Mal war es spannend, als ein uralter, kleiner, überladener LKW, hoch bepackt mit einer schwankenden, überbreiten Ladung Heuballen, einfach nicht ausweichen wollte. Er hätte an der kleinen Steigung mit seinen wenigen PS vermutlich gar nicht mehr anfahren können.

Da hieß es : Rückwärtsgang einlegen und mehrere 100m zurücksetzen.

Man darf es nicht eilig haben über den Sedlopass - aber ich denke für einen erfahrenen Fahrer ist er auch mit einem Wohnmobil fahrbar.

Wir werden in Zabljak wieder ein paar Tage Pause einlegen .
Zabljak ist kein attraktives Städtchen - die Region wurde im 2. Weltkrieg von italienischen und deutschen Truppen heimgesucht und geriet zwischen die Fronten von Titos Partisanen und den Besatzern.
Dörfer auf der Hochebene wurden niedergebrannt, die Menschen ermordet, sofern sie nicht fliehen konnten.
Eine schlimme Zeit!!

Heute ist Zabljak ein Erholungsort in ca 1500m Höhe und Ausgangpunkt für Bergtouren.
Es wird wild gebaut - die schöne Landschaft wird zersiedelt - Feriensiedlungen, auch luxuriöse Holzhäuser, die Teil leer stehen und nicht verkauft werden können.





Partisanendenkmal



Auf dem Weg zum Crno Jezero



26.8.14
Am letzen Sonntag war im Durmitor traumhaft schönes Bergwetter.
Am Camp Ivan Do

Man kann nicht behaupten, der Campingplatz sei überfüllt. :wink:









Nach dem Regen der Vortage schossen die Pilze aus dem Boden – man hätte sie in den Wäldern den Nationalparks kübelweise sammeln können!
Ich habe mich „aus Sicherheitsgründen“ aufs Fotografieren beschränkt.







Wir sind nicht zum ersten Mal hier und kennen schon eltiches in der Umgebung.

Zum ersten Mal vermissen wur unser Motorrad. Für die Fahrräder fehlt uns ein wenig die Lust.
So genießen wir einfach die frische Bergluft in 1500m Höhe bei kleinen Spaziergängen.
Eindrücke von Ausflügen im Durmitor im letzten Jahr:
--> Link
--> Link

27.8.14
Gestern Abend zogen dicke Gewitterwolken herein.



Am Morgen: Regen, 10 Grad – kalt!
Es war Zeit zusammenzupacken und es war Zeit für’s Meer.

Von Zabljak zur montenegrinischen Küste sind es rund 200km.

An der Tara gibt es an einer einsamen Nebenstraße ein kleines orthodoxes Kloster in Dobrilovina mit der Kirche des Hl. Georg .
Trotz Regen fuhren wir die schmale Straße hinunter zu diesem Kloster.



Eine junge Nonne hatte uns schon entdeckt und kam mit einem riesigen Schlüssel, um uns die Kirche aufzuschließen.



Der kleine Umweg hatte sich gelohnt – vom Boden bis zur Decke war die Kirche mit naturfarbenen Fresken vom Beginn des 17. Jahrhunderts bedeckt – nicht alle unbeschädigt, aber die Szenen und Farben waren noch sehr schön erkennbar.
Wir waren die einzigen Besucher. Leider durfte ich keine Fotos vom Innenraum machen und auch die Nonne wollte nicht fotografiert werden, was ich natürlich respektierte.

Weiterfahrt Richtung Mojkovac - durch das wilde Moracatal nach Podgorica.





Der Regen hatte aufgehört und die Temperatur war auf knapp 30 Grad gestiegen.

Nur wenige Kilometer von der Küste entfernt : Der Skutarisee



Wir hatten es eigentlich nicht ernsthaft geplant : aber es zog uns wieder weiter nach Süden – nach Ulcinj.

Und wieder einmal sind wir in Ada bei Ulcinj gelandet – auf dem Camp Nudist, der inzwischen schon ziemlich leer geworden ist.
Wir haben viel Platz rund ums herum.



Und auch am Strand ist viel Platz- wie hier an der Mündung der Bojana. Es ist schön warm, nicht heiß – ein Klima zum Wohlfühlen.
Mal sehn, wie lange wir es hier aushalten.
Nicht auf die Uhr schauen müssen, Zeit haben und Natur beobachten können - das ist Luxus.





An der Mündung der Bojana



29.8.14

Mein tausendund....ter Sonnenuntergang
Gestern südlich von Ulcinj , am Velika Plaza



Wir sind immer noch auf der Insel Ada- Sonne, blauer Himmel, leichter Wind.

Heute waren wir in Ulcinj, es war Markttag - das Angebot an Obst und Gemüse überwältigend : Riesenmelonen, Trauben . Pfirsiche, Nektarinen, Feigen... Gurken, Tomaten usw... alles, was die Bauern auf ihren Feldern hier anbauen, ,meistens sind es Albaner, die hier ihre Produkte anbieten.





Ich habe den Eindruck , in Ulcinj kann man alles kaufen - von der Elektronik über techn. Geräte, Schmuck, Uhren ("Markenware", zumindest nach der Aufschrift ) Haushaltswaren bis hin zu Kleidung und "Souvenirs" jeglicher Art ( v.a. chinesischer Herkunft....)



Sehen und gesehen werden: Am Stadtstrand in Ulcinj



Dabei gibt es am nur wenige Kilometer entfernten 12 km langen Sandstrand Velika Plaza noch viele Abschnitte mit viel Platz.

Nach drei Stunden Hektik und Gedränge in der Stadt waren wir froh, dass uns der Bus wieder in das ca 15km entfernte Ada fuhr.
Das Meer ist so warm, dass man auch abends noch sehr gut schwimmen kann .

Und abends kann man am Strand von Ada Bojana ("Camp Nudist") auch schon mal ein Foto von dem langen Strand mit dem dunklen Sand machen.



31.8.14

Länger als 1 Woche halten wir es nicht an einem Ort aus- auch nicht hier bei Sonne und Meer im Süden von Montenegro.
Der Wetterbericht kündigt zwar entlang der Adriaküste Regen an und sinkende Temperaturen - aber wir werden trotzdem morgen nach HR aufbrechen und mal schauen, wie es in Süddalmatien sein wird.

1.9.14

Heute jagte ein Gewitter das andere.
Sturzbäche auf den Straßen- in Budva stand das Wasser auf der Hauptstraße stellenweise 10cm hoch. Teilwiese war nur Schritttempo möglich.
Da wir in vergangenen Jahren oft sehr lange Wartezeiten bei der Einreise von MNE nach HR ( Debeli Brig) erleben musste, wählten wir dieses Mal den kleinen GrenzübergangNjivice (Richtung Halbinsel Prevlaka)

Blick von dort in die Bucht von Kotor und nach Herzeg Novi





Das war gut so, nur ein Auto vor uns musste abgefertigt werden. Irgendjemand hatte erzählt, die Straße sie sei schlecht und schmal - das war nicht so : sie war breit und mit neuem Asphalt.

Jetzt sind wir in HR angekommen – in Molunat auf CP Monika , ganz im Süden , im Konavle.

Wir stehen geschützt hinter Oliven und unter einem Johannisbrotbaum. ( Heute Nacht werde ich sicher öfter erschrecken, wenn die Früchte - dunkelbraune, ca 15cm lange Schoten - auf das Dach prasseln)



Molunat ist ein kleines, etwas verschlafen wirkendes Dorf in einer schönen Bucht- es gibt Apartmenthäuser, aber kein großes Hotel, einen Market, zwei Cafebars, zwei Restaurants, drei Minicampingplätze ( Adriatic I und II, CP Marinero) auf kleinen Wiesen direkt am Hafen. Ich könnte mir vorstellen, dass man hier noch einen recht ruhigen Urlaub verbringen kann.
Ein wirklich kleiner Campingplatz, direkt am Meer, direkt an der Bucht mit vielen Bojen.





Diese Bilder sind alles bei einem Spaziergang im Regen entstanden - bei Sonne und blauem Himmel sieht das alles anders aus.







Der Regen hat nachgelassen, aber der Sturm wird im Moment immer stärker und die Wellen überrollen die kleine Badebucht und donnern 2-3m hoch gegen eine Natursteinmauer.

Es ist dunkel geworden, aber es sind immer noch 25 Grad.

2.9.14
CP Molunat ist ein netter Platz.

Der Platz ist etwas eng und die Terrassen sind schmal, wenn viele Leute da sind. ( Leider war auch kein freundliches Personal an der Rezeption - es war der einzige CP auf der ganzen Reise)



Wegen dem Unwetter hatten wir keine Zeit, uns auf den Terrassen nach verschiedenen freien Plätzen umzuschauen und standen ganz unten zwischen Rezeption und Restaurant.

Ich erinnere mich nicht, so viele aufeinanderfolgende Gewitter und so starken Regen erlebt zu haben wie gestern bis zum frühen Morgen . Die stundenlange „Blitzbeleuchtung“ erinnerte mich an eine kaputte, ständig flackernde Neonröhre.
Ich kenne Monsunregen- aber das war noch viel heftiger.
Das Restaurant am Camp stand unter Wasser .

In Dubrovnik fielen 150 l pro qm ( laut HR TV ) Sturzbäche schwemmten Erde ins Meer, die teilweise ganze Buchten schmutzigbraun färbten (Slano, Zaton)

Wir hatten richtig Glück, relativ früh dran zu sein. Freunde, die 2 Stunden später von Ulcinj wegfuhren , kamen nicht mehr durch: Schlammlawinen, Muren, unterspülte Straßen. Sie haben sich in der Verzweiflung dann (als Camper) irgendwo ein Hotel gesucht.

Da ging es uns unter unserem Johannisbrotbaum richtig gut.

Am Morgen blauer Himmel – Blick von Frühstücksplatz zur noch etwas aufgewühlten Badebucht.



Weiterfahrt
Bucht von Molunat



Ein paar Tage dort wären sicher schön gewesen. Wir werden sicher nochmals dorthin zurückkehren.

--> Link

Aber ein Blick nach Südosten und auf die Wetterkarte verhieß nichts Gutes.
Um 9 Uhr morgens bereits wieder Gewitterstimmung.



3.9.14
Das grüne Konavle mit seinen Zypressen ist eine sehr schöne Landschaft- ich kenne in HR keine, mit der ich sie vergleichen könnte.



Eigentlich hätten wir gerne weiter nördlich im Velebitgebirge unsere Wanderschuhe wieder ausgepackt.
Aber das genaue Studium der Wetterkarte ( gelobt seien die Möglichkeiten, die man mit dem Internet hat) zeigte eine dicke Wolkendecke und Regen entlang der gesamten Küstenregion.
Hier bei Ston konnte man schon die Wolkenwand im Norden in Mitteldalmatien erkennen.



Nur ein schmaler Streifen weit draußen im Meer war laut Wetterkarte verschont: Im Westen der Insel Korcula.

Und jetzt sind wir dort, wo wir es wirklich nicht geplant hatten und wo wir schon oft waren: auf Camp Mindel am äußersten Ende der Insel Korcula.

Ringsum ( auf Hvar,auf Lastovo , an der Küste, auch auf Vis) regnet es – hier hat es nur ca 10 Min leicht geregnet bei 26 Grad.

Ich spreche nicht oft und nicht sehr gern von Sehnsuchtsorten – aber das hier ist wirklich so einer – wir sind hier fast zu Hause (für die nächsten 3-4 Tagen) Die Ruhe, der Duft nach Pinien, nach trockenen Kräutern, das Zirpen der Zikaden, der weite Ausblick über Inseln und das Meer, der nächtliche Sternenhimmel, der durch keine Straßenlichter beeinträchtigt wird, und dazu die Gastfreundschaft und ehrliche Freude über unser spontanes Kommen vermitteln ein wunderbares Lebensgefühl, das ich nur ganz schlecht beschreiben kann.

5.9.14
Schon wieder ist fast eine Woche um.
Wir wollten gar nicht so lange hier auf Korcula bleiben.

Aber der Blick Richtung Festland zu all den grauen Regenwolken ließ uns unsere Weiterreise von Tag zu Tag verschieben.



Das kroat. TV zeigt Regen vor allem in Nordkroatien und wir sind froh, hier zu sein.

Zwischen Vis, Susac ( bei Lastovo) und dem Westende der Insel Korcula scheint es ein magisches Wetterdreieck zu geben: Es regnet hier viel weniger. ( Das ist kein Wunschdenken, es ist nachgewiesen!)

So auch in den letzten Tagen .
Es war immer warm, sonnig, nur heute 2 Stunden Regen.

So waren wir einfach faul: Schwimmen, in Olivenhainen herumspazieren, Feigen essen ( sie sind wunderbar reif und süß und es gibt viele wilde Feigenbäume, um die sich niemand kümmert), Lesen, usw. Nichts Aufregendes, nichts Spannendes.

Einer unserer Lieblingsplätze : Martina Bok mit Blick hinüber nach Hvar - ca 20 Min Fußmarsch vom Campingplatz entfernt.





Spazierwege rund um Camp Mindel





An 4 Abenden konnten wir wunderbare Sonnenuntergänge beobachten (Hier der von gestern

Die Sonne „verschwindet“ hinter der Insel Vis



Morgen geht es weiter- wir müssen langsam Richtung „nach Hause“ fahren.

5.9.14

Wir sind auf dem Rückweg und bummeln so langsam nach Norden .

Dieser Ausblick ist bekannt – aber immer wieder beeindruckend: Der Korculanski Kanal , rechts Orebic, links Korcula

Abschied von Süddalmatien



Wir benützten nicht die Fähre von Trpanj nach Ploce, sondern fuhren wieder den "Umweg" über die Halbinsel Pelejsac



Blick zum Festland



Vorbei an Ston mit der großen Mauer , die über den Berg von Mali nach Veliki Ston führt.
Wie immer: ein Cappuccino und ein Sladoled in der CaffeBar Placa in Ston - die junge Bedienung kennt uns schon - wir sind jedes Jahr mindestens 2 Mal dort.



Im Neretvadelta kaufen wir schon seit Jahren immer bei der gleichen Bäuerin ein – je nach Saison Obst , Gemüse und selbstgemachte Marmeladen.
Man kennt sich, immer werden wir freudig begrüßt.

Zwischenübernachtung in der Nähe von Sibenik auf CP Marina bei Lozovac .

Am nächsten Tag – schon wieder sehr viel weiter nordwärts- fuhren wir erstmals auf dieser Straße ( D 25) , die von Gospic über das Velebitgebirge hinüber ans Meer bei Karlobag führt.
Wir sind selbst überrascht, dass wir dort noch nie waren: Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise.

Sicher sind wir hier nicht zum letzen Mal gefahren, zumal wir einen urigen kleinen CP entdeckt haben, mitten in den Bergen, ohne Komfort, einfach auf einer Wiese bei einer Berghütte . Sicher könnte man von diesem Platz aus schöne Bergtouren unternehmen. Zu beachten : Nur bis 31 .8. geöffnet.
--> Link
Wir waren zu spät dran.
Eine Bergsteigergruppe war gerade am Zusammenräumen.







Ein phantastischer Ausblick am Ostarijske Vrata
Blick hinunter auf den Velebitski Kanal und auf die Insel Pag









Blick hinunter nach Karlobag





7.9.2014]
Heute war ein langer Fahrtag- wir sind bis in die Nähe von Udine durchgefahren und stehen auf dem Campingplatz Tri Communi am Lago di Cavazzo , ein sympathischer kleiner Platz direkt am See und zu dieser Jahreszeit schon fast leer.



Nur wenige Kilometer vom Lago die Cavazzo entfernt ist die Stadt Venzone.
Schon oft sind wir daran vorbeigefahren und schon oft haben wir uns vorgenommen, sie einmal zu besuchen.
Jetzt hatten wir Zeit , jetzt war die Gelegenheit dazu.
Unser Navi ( Eingabe: "der kürzeste Weg" ) führte uns über einen Höhenzug zunächst nach Bordano.
Der kürzeste Weg war schließlich aber ein sehr, sehr schmales Sträßchen am Fluss Tagliamento entlang.
Eine letzte Herausforderung diese Reise für Auto und Fahrer-: die Zweige hingen tief herunter und die Straße war noch nicht einmal so breit, dass Radfahrer und unser Auto aneinander vorbeikamen, eine Unterführung mit 2,80m Durchfahrtshöhe war vorher nicht angezeigt.....Wenden wäre nicht möglich gewesen. Zum Glück gab es keinen Gegenverkehr. Einer hätte zurückfahren müssen.
Mir unserem anderen Wohnmobil hätten wir keine Chance gehabt.

Über eine schmale Brücke über den Tagliamento ging es hinüber nach Venzone



Venzone ist die Stadt , die nach einem verheerenden Erdbeben von 1976 wieder wunderbar aufgebaut wurde.







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9.9.2014
Das Wetter ist so wunderbar, spätsommerlich warm. Die Fahrt über den Plöcken war gestern wieder ein Vergnügen.
In Kötschach Mauthen genehmigten wir uns eine ausgedehnte Kaffepause - keinen Bijelo Cafe mehr , keinen italienischen Espresso, sondern einen Braunen und einen Topfengolatschen ... wir sind in Österreich.

Auf der anderen Seite des Gailbergpasses wollten wir gestern auf dem Campingplatz in Oberdrauburg eigentlich nur übernachten- aber jetzt werden es 2 Tage.
Der CP Platz ist fast leer - ein Spaziergang hinunter ins schmucke Örtchen -

Die Drau







Das schöne Wetter lockte heute zu einer kleinen, nicht schwierigen einstündigen Wanderung hinauf zur Burgruine Rosenberg





Ein wunderschöner Blick über das Drautal



Nachmittags wollten wir den letzten warmen Tag genießen - für morgen ist schlechtes Wetter angekündigt.





Es ist unübersehbar: Der Herbst kommt!







10.09.2014
Es ist definitiv unser letzter Urlaubstag.

Bei trübem Wetter ging es über Lienz, den Felbertauern, Mittersill, Pass Thurn, Kitzbühel., Kufstein g es auf der Autobahn nach Hause.
An der Ersatzstraße Felbertauern gab es auch dieses Mal keine Probleme.



Mit Interesse verfolgen wir die Baufortschritte bei der neuen Trasse, Im Sommer 2015 soll sie ferig sein.

5 Wochen liegen hinter uns - wir haben vieles spontan gemacht, viel Neues gesehen, haben uns nie unter Druckgesetzt, sind geblieben wo und so lange es uns gefallen hat .

Ich weiß nicht, wie viel Kilometer wir gefahren sind, es dürften etwas mehr als 3000 gewesen sein, ich habe nicht aufgeschrieben wie viel Diesel und Maut wir gebraucht haben - wir waren einfach unterwegs und haben uns jeden Tag überraschen lassen.

Unser (inzwischen nicht mehr ganz neuer) Kleiner hat uns Freude bereitet und uns nie im Stich gelassen.

Nach eingehender Reinigung innen und außen steht er wieder in der Scheune bei einem Bauern. Er braucht jetzt Winterreifen , mal sehen, wohin uns die nächste Fahrt führt.

Zum Abschluss noch eine Skizze des Reiseverlaufs.



Copyright und Lizenz für die Verwendung der Karte siehe
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Elke

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bernierapido am 21 Jan 2015 20:36:18

Toller Bericht, macht gleich Lust, wieder hin zu fahren.
Bosnien- Herzegowina, Montenegro und Kroatien waren eigentlich schon letztes Jahr geplant, haben wir aber verschieben müssen.

Einen Teil davon haben wir auch schon gesehen.

kurt2 am 21 Jan 2015 20:49:51

Hallo,
vielen Dank, das Ihr uns auf Eure wunderbare Reise mitgenommen habt. Ein sehr aufwändiger Bericht mit vielen fantastischen Fotos.

Bosnien- Herzegowina scheint für Camper noch ein wirklicher Geheimtipp zu sein, im Gegensatz zu Enduro- Fahrern, die dieses Eldorado bereits für sich entdeckt haben.

Anzeige vom Forum


Stefan-Claudia am 21 Jan 2015 20:58:52

Du meine Güte!!!!!!!!!! Elke !!!!!!!!!!!!! Schnecke!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

was hast Du dir wieder für Mühe gegeben und so einen tollen Reisebericht verfasst, da gibt es nur eins :respekt: :yau: :respekt: :yau: :respekt: :yau: :respekt: :yau: :respekt: :yau: :respekt: :yau: :respekt:

vadda am 25 Jan 2015 15:39:33

Ich gerate wieder ins Schwärmen, liebe Elke! Deine Berichte zu lesen und die herrlichen Bilder zu schauen ist (fast) genau so, wie mit dir zu reisen.

Dir ist ein Beitrag gelungen, den ich wohl noch einige Male lesen werde, herzlichen Dank!

Lieben ,
Klaus

hockd am 25 Feb 2015 08:33:49

Toller Bericht, macht gleich Lust,hin zu fahren.

Aber echt, diese Tour wollen wir in diesem Sommer machen
da werde ich noch ein paar mal rein schauen und Tipps mir holen

snoopyunterwegs am 30 Jul 2015 15:50:35

Liebe Elke, ein wirklich toller Bericht.

Montenegro kennen wir ja schon von unserer Tour 2013.
Nach Bosnien wollten wir vergangenen Herbst, aber da haben wir uns nicht getraut wegen der Folgeschäden des Frühjahrshochwassers. Aber diesen Oktober werden wir fahren (mit unserer Concorde, aus der wir vor den Tunneln am liebsten die Luft rauslassen würden).

Vielen Dank
Anja

Julia10 am 30 Jul 2015 17:34:59

Habe Euren Bericht gerade gefunden und mich durchgescollt und nur wenig gelesen. Hole ich aber ganz sicher noch nach :!: .

Ein superschöner Bericht, tolle Landschafts- Natur und Insektenaufnahmen. Diese Reise nehme ich in meine to do Liste auf.

Für die viele Arbeit, die in diesem Bericht steckt, vielen DAnk.

Julia

Beduin am 30 Jul 2015 19:33:21

Vielen Dank für den suuuuuuuuuuper Bericht!

Schnecke am 31 Jul 2015 11:25:08

Danke für Euer Interesse!
Wir konnten es auch dieses Jahr nicht bleiben lassen, auf dem Balkan rumzureisen.
Dieses Mal haben wir in Griechenland begonnen ( Mit der Fähre von Ancona nach Igoumenitsa) , dann langsam über Albanien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Kroatien..... wieder nach Hause.
Und wieder waren wir mit unserem kleinen, wendigen Pössl mehr als zufrieden ( wir hatten letztes Jahr unseren Concorde verkauft - und haben es immer noch nicht bereut. Wir hätten einige Straßen mit dem "Großen" nicht fahren können.)
Seit 3 Tagen sind wir daheim - es wird auch dieses Jahr einen tagebuchähnlichen Bericht geben - aber das wird noch ein Weilchen dauern.
Für alle , die bisher gezögert haben, in diese Länder zu fahren: es gab keinerlei Probleme ( auch nicht in Griechenland) - die Gastfreundschaft war überall sehr groß.

Elke

Asterixwelt am 31 Jul 2015 11:56:43

Hallo Elke,

Danke für den tollen Bericht auch wenn ich diesen erst gehen habe.



Michael

kiteliner am 31 Jul 2015 13:19:09

Danke für den tollen Bericht. Trage mich schon seit längerem mit dem Gedanken mal meiner Familie zu seigen, wo ich in drei Abschnitten fast 1 Jahr (in Flecktarn) verbracht habe.
Bin allerdings wegen meiner Erlebnisse dort (zwischen 1998 und 2002) ein wenig "über-sensibilisiert" für die Sicherheitslage, gerade in Bezug auf Minen. Wir waren damals nahezu täglich unterwegs und haben weite Teile vom deutschen Verantwortungsbereich und darüber hinaus in BiH gesehen.
Reizen tut mich der Besuch dort unten schon lange, hatte bisher aber Bedenken wegen Frau und Kindern. Aber Euer Bericht hört sich ja wirklich gut an und ich denke, wenn ich endlich meinen Bus soweit habe, werde ich das mal angehen. Die Landschaft und auch viele Begegnungen dort haben mich damals sehr beeindruckt und das würde ich gerne meiner Frau und meinen Kindern zeigen. Und vielleicht auch ein wenig von damals aufarbeiten...
Nochmals Danke!!!!!
viele und weiterhin gute Fahrt wünscht
Thomas

nuvamic am 31 Jul 2015 14:00:08

Wow. Ein dickes großes Dankeschön für den Bericht überhaupt, die vielen Details (wie merkst du dir das alles??) und die schönen Bilder!

Wie kommt Ihr denn sprachlich klar? Offenbar habt Ihr oft und intensiv Kontakt vor Ort...

bärnd am 31 Jul 2015 14:17:16

Von mir auch ein dickes Dankeschön!

Aretousa am 31 Jul 2015 14:27:59

Hallo Elke, vielen Dank für diesen tollen, umfangreichen und informativen Bericht über Länder die ich so gar nicht kenne. Dazu traumhafte Bilder, die einen neugierig machen auf diesen Teil der Welt.
Auf den neuen Bericht freue ich mich schon!!
Danke noch mal.

vadda am 10 Aug 2015 10:25:54

Schnecke hat geschrieben:...Seit 3 Tagen sind wir daheim - es wird auch dieses Jahr einen tagebuchähnlichen Bericht geben - aber das wird noch ein Weilchen dauern.
Für alle , die bisher gezögert haben, in diese Länder zu fahren: es gab keinerlei Probleme ( auch nicht in Griechenland) - die Gastfreundschaft war überall sehr groß.

Elke


Elkes Fahrt führte über Ancona nach Griechenland, von der Küste ins Pindosgebirge, durch das albanische Hinterland ins Durmitorgebirge nach Montenegro, in BiH vorbei am Nationalpark Sutjeska nach Blagaj und durch das kroatische Velebitgebirge heimwärts. Die spannende Reise lässt sich hier verfolgen: --> Link

,
Klaus

khreiling am 17 Nov 2015 11:37:25

Hallo Elke, tolle Tour möchte diese in Mai bis Juni 2016 fahren. Anfang und Ende etwas anders aber meine wichtigste Frage,
ich habe einen Concorde 8,30 3,55 2,50 8,6t. Kann ich die Strecke von Pluzine über Tras Zabljak Mojkovac fahren?
Wichtig sind nur die Tunnel von der Höhe. Meine beiden Navis in welchen die Maße etc. eingegeben sind melden ok.
Nochmals toller Reisebericht möchte am liebsten jetzt losfahren.
Danke für Eure Antwort.
Karl-Heinz aus Kölle

lupus43 am 19 Aug 2016 13:37:45

Hallo Elke,
vielen Dank für Deinen tollen Bericht. Er hat uns - mit Hund Beppo - motiviert und dient uns gewissermaßen als Reiseführer.
Begonnen haben wir auch auf dem Unacamp in Bosanska Krupa (freundliche Leute, prima Stimmung, genau das Richtige, um erst mal die Anreise sacken zu lassen). Dann eine Nacht im Camp Kiro (eine Nacht reichte völlig aus) und dann zum Strcbacki Buk, dem großen Wasserfall. Zur Zeit sind wir für 3-4 Tage in Kulen Vakuf und sind schier weg begeistert! Senna, der Chef, begrüßte uns mit selbstgebranntem Slivovitz und abends briet uns seine Frau frische Forellen.
Wir sind also genau 2 Jahre nach dir unterwegs und werden eine Großteil der Strecke ebenfalls abfahren. Wir berichten dann auch mal über Aktualisierungen (habe gerade gehört, dass die Straße nach Martin Brod immer noch nicht fertig ist).
Für Fotos ist es mir jetzt erst mal zu anstrengend, ich will erst mal Urlaub machen.
Liebe Grüße aus Bosnien
Wolfgang und Helga
und Beppo, der Harzer Fuchs.

volki am 19 Aug 2016 14:55:45

lupus43 hat geschrieben:(habe gerade gehört, dass die Straße nach Martin Brod immer noch nicht fertig ist).
Wolfgang und Helga und Beppo, der Harzer Fuchs.

Die Naturstrasse von Kulen-Vakuf nach Martin-Brod bin ich schon 2008 mehrfach gefahren, Wenn sie jetzt nicht viel schlechter geworden ist, ist das für ein Wohnmobil kein Problem
Es ist halt wie in Skandinavien ,wo abseits auch nicht jedes Weglein geteert ist.
Oben im Dorf Martin-Brod, am Weg zu den Fällen, hat es 2-3 Restaurants (Spezialität Forellen, wohl aus der nahen Fischzucht)

Hier noch ein paar Bilder

Kulen-Vakuf

Blick von der Brücke, RO ist die grosse Fischzucht


Einer der vielen Fälle



Etwa 2-3 km vor Marin-Brod geht recht ein Strässchen "steil" hinunter, hier wäre ein Super-Übernachtungsplatz

lupus43 am 22 Aug 2016 14:33:45

Aktualisierung Martin Brod:
die 9 km lange Straße von Kulen Vakuf nach Martin Brod ist auf 5 km asphaltiert. 4 km Schlaglochpiste (für die 4 km brauchten wir 20 Minuten). In Martin Brod kann man am Nationalpark-Infohäuschen über Nacht stehen (bezahlen beim Eingang zu den Wasserfällen).
Am Infohäuschen geht links ein Wanderweg in die Unac-Schlucht (unbedingt festes Schuhwerk!). Atemberaubende Blicke! Der erste Tunnel ist ohne Taschenlampe machbar; kurz danach kommt der zweite Tunnel. Diesmal ist kein Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Wir hatten zwar Taschenlampen mit, sind auch ein paar Meter rein, aber da wir Fledermäuse aufscheuchten, verzichteten wir lieber auf eine weitere Erkundung (na ja, es war uns auch ein bisschen mulmig).


(wie kann ich das Bild drehen???)

Dauer der Wanderung: bequeme 60 Minuten.

Noch ein Hinweis auf Preise: Diesel z. Zt. € 0,86. Restaurant für 2 Personen € 10 - 15. Obst und Gemüse vielleicht ein Drittel wie bei uns; Wein und Bier die Hälfte. CPs € 10 - 16.

Liebe Grüße
Wolfgang

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