wohnmobilbenutzer am 02 Aug 2015 10:10:01 ganderker hat geschrieben: ABER, wenn ich das Gefühl habe so nach einigen Jahren oder bei einer kritischen Wasseraufnahme oder bei der langen Hitze der letzten Zeit (ich lasse mein Wasser drin), ...
Hallo, wenn Du das Wasser längere Zeit im Womo drin lässt, verzichtest Du aber auf eine der einfachsten und effektivsten Methoden zur Verminderung der Verkeimungsproblematik im Womo (....womit wir wieder beim eigentlichen Thema wären). Die lieben Bewohner der Wasserversorgungssysteme, die so gerne die Biofilme bilden, vertragen Trockenheit nämlich überhaupt nicht. Wenn man dann berücksichtigt, daß eine Wassertankfüllung selten mehr als einen Euro kostet, sollte man sich einfach diese Sicherheitsmaßnahme gönnen und das Wasser am Ende der Reise ablassen. Als Nebeneffekt reduziert man damit auch Kalkablagerungen, die speziell bei der Mischung von Wässern verschiedenen Ursprungs (was im Womo öfter vorkommt) verstärkt auftreten können.
andwein am 02 Aug 2015 10:39:01 wohnmobilbenutzer hat geschrieben: wenn Du das Wasser längere Zeit im Womo drin lässt, verzichtest Du aber auf eine der einfachsten und effektivsten Methoden zur Verminderung der Verkeimungsproblematik im Womo. Die lieben Bewohner der Wasserversorgungssysteme, die so gerne die Biofilme bilden, vertragen Trockenheit nämlich überhaupt nicht.
Dem stimme ich zu, ich sehe es genauso. Aber drinnen lassen ist und ein Mittelchen reinschütten ist sicherlich bequemer. Einer, der immer leert, Andreas
ganderker am 02 Aug 2015 10:46:40 Hallo hatte das auch schon probiert, bei mir war der Tank nie trocken, sondern so feucht, dass Idealklima für Bakterien.Wachstum
andwein am 02 Aug 2015 10:54:59 Alles Wasser abgelaufen?, Reste ausgewischt, Ablauföffnung und Reinigungsdeckel zum Trocknen offen gelassen und dann feucht? Klar, ist Arbeit, kann man sich mit entsprechenden Mittelchen sparen, aber durchspülen muss man auch, und wieder ablassen, etc. Aber der Sand bleibt dann halt auch drin! Aber jeder wie er es sich wünscht, Andreas
ganderker am 02 Aug 2015 11:09:26 andwein hat geschrieben:Alles Wasser abgelaufen?, Reste ausgewischt, Ablauföffnung und Reinigungsdeckel zum Trocknen offen gelassen und dann feucht?
hallo Andreas, ich muss da immer Polster abbauen, eigentlich nicht dramatisch. Wenn ich weiß, die nächste Reise ist noch weit entfernt, werde ich deinen Rat doch mal beherzigen. Hatte mir das erspart, weil ich denke, die Leitungen bleiben weiterhin feucht und bieten Idealklima. Aber schon klar, die Fläche des Tanks ist viel größer, als die der Leitungen (denke ich mal), es würde sich wohl lohnen. Daher halt auch der Gedanke mit dem erwähnten "Generalreiniger" Oxi...., gebe zu, das hat auch was mit Faulheit zu tun :)
OscRa am 02 Aug 2015 11:28:40 Betreibe den selben Aufwand wie Andreas. Zusätzlich habe ich für die Hand-Luftpumpe (Schlauchboot) Adapter gebaut die Auf die Schläuche in der Küche und dem Bad passen und damit die Leitungen durchblase, bis nichts mehr kommt. Dann wird der Tank trocken gewischt und alles bleibt offen. Für Unterwegs bin noch am Recherchieren, nach dieser kontroversen Diskussion über die verschiedene Methoden bin ich sehr unsicher was nun das Optimale wäre. Tendiere zu der Methode von Scout, auch weil er für mich die beste Erklärungen brachte. Als Chemie-Leihe (die gute Note in der Schule ändert da auch nichts) ist man auf die Erfahrungen anderer angewiesen.
, Oskar
Julia10 am 02 Aug 2015 11:34:48 Kann mich Andreas Begründung nur anschließen und fürge ein paar Kleinigkeiten hinzu.
Alle Wasserhähne geöffnet lassen, beim Ablassen mal warm, mal kalt aufdrehen, dait sich die Leitungenentleegen.
Eine Runde nach dem Waaserablassen zu fahren schüttelt auch die Reste aus den Leitungen :D
Julia
Scout am 02 Aug 2015 11:45:12 ganderker hat geschrieben:Und dann kam der Ratgeber über die Tankreinigung im pm Heft 6-2015
Da Du den Artikel ansprichst möchte ich etwas bemerken. Ich habe mir pm wegen dieses Artikels gekauft. Wenn ich den Titel der Bildtabelle richtig interpretiere eignen sich die hier aufgeführten Mittel alle zur Entfernung von Biofilmen. Bemerkungen zum Punkt „Wirkstoff“ in der Tabelle. Unter Wirkstoff versteht man ein Biozid zum Desinfizieren. Folgende Angaben sind falsch. Multimans Keim-Ex. Der Wirkstoff ist Kaliumperoxomonosulfat und nicht Wasserstoffperoxid. Dr.Keddo Schleimspur. Der Wirkstoff ist Polyaminopropyl-Diguanidin-Hydrochlorid. Propandiol und Fruchtsäuren sind lediglich Hilfsmittel. Bei den Eigenschaften zur Biofilmentfernung ist folgendes zu Bemerken. In Fachbüchern wird beschrieben, dass Chlordioxid, Wasserstoffperoxid mit einem Katalysator (Silber) und Wasserstoffperoxid mit Fruchtsäuren Biofilme entfernen können. Yachticon Pura Tank Wasserstoffperoxid. Nach dem pm-Artikel müsste dies Mittel zur Biofilm – Entfernung geeignet sein. In der Beschreibung der Firma Yachticon, steht kein Wort darüber, dass es Biofilm entfernen könnte. Auch bei Dr. Keddos Schleimpur ist nichts zu lesen. In der Fachliteratur findet sich nicht der geringste Hinweis, dass Kaliumperoxomonosulfat, Biofilme entfernen könnte. Die Firmen sagen dies zwar in ihrer Werbung, haben dies aber noch nie belegt. Glaubt man den Aussagen aus der Fachliteratur können von den genannten Mittel nur jene mit dem Wirkstoff Chlordioxid und Wasserstoffperoxid mit Fruchtsäure Biofilme entfernen. Fazit Von den neun beschrieben Mitteln können vier Biofilme entfernen, fünf können es nicht.In dem Resümee schreibt dann die Dame. Bei Dr. Keddo hat man dann die Wahl zwischen Reiniger auf Chlor und Fruchtsäurebasis. Dr. Keddo hat überhaupt keine Produkte auf Chlorbasis und keine Desinfektionsmittel auf Fruchtsäurebasis. Man kann hier nur von einem hohen Grad der Inkompetenz sprechen. Die habe hier lediglich den Inhalt von Werbeprospekten oder Aufdrucke auf Flaschen abgeschrieben und natürlich nichts verstanden. Man muss dann nur noch die Anzeigenseiten durchblättern. Scout
Gast am 02 Aug 2015 11:53:50 ... ist ja nun schon ellenlang und ich habe nicht alles gelesen. Daher bitte ich um Nachsicht, sollte sich mein Frage wiederholen.
Was macht Ihr mit dem Wasser aus dem Boiler? Entleert Ihr diesen auch komplett oder verlasst Ihr Euch darauf, dass in diesem Bereich beim nächsten Aufheizen alle Keime vernichtet werden?
VG Petri
rolfwam am 02 Aug 2015 12:39:32 Mal eine kurze Zwischenfrage an die Wissenschaftler. Gibts es Statistiken, wieviel Womobesatzungen durch nicht hochwissenschaftlich korrekte Tankreinigung gesundheitliche Schäden davongetragen haben. Diarrhoe und Co? Ich hörte noch nichts dergleichen. Ich nehm einmal pro Jahr Danclorix nach Pi x Daumen-Methode, lass ab zwischen den Touren und erfreue mich bester Gesundheit. Hab ich jetzt nen Pferdemagen oder schiessen andere mit Kanonen auf Spatzen? Wobei es ja mittlerweile in den unzähligen Tankdesinfektionströts drum geht wer den längeren hat
kintzi am 02 Aug 2015 13:19:55 Hallo Fred ganderker, es ging doch zuletzt nicht um Systemdesinfektion, die machen wir auch mit Chlordioxid , je nach Indikation (schwere Verunreinigung mit Biorasen) auch machen. Ob nun ClO2 sehr leicht (deutliches Plus für OXOSANUM) oder umständl. ( Chloritlauge + Säure) erzeugt wird, bleibt dem Anwender des Chlordioxid überlassen. Ohne besondere Versiffung reicht Hypochlorit (z.B. Danklorix),sage ich u. andere. Erwähnt in Fachpresse wird's nicht, warum? Ist zu billig. M.M: bringt keine Werbekunden oder verärgert diese.
Es ging doch zuletzt um Wasserdesinfektion, eben das Brauchwasser mit ClO2 keimfrei/arm zu halten u. deshalb bei Nichtgebrauch des Womos bei hohen Temp. nicht ablassen zu müssen. Gut, das kann man offiziell machen, wenn man Nachdosiert u. das Wasser garantiert unter 0,2mg/l ClO2 hält. Einmal am Anfang für Wochen?`Sehr zweifelhaft. Und gerade in Nordafrika , nicht nur Bakterien u. Viren, sondern Parasiten zu Hause, würde ich vorsichtig das Wasser dauerchloriern (Hypochlorit, stärker Chlordioxid.) Bei ersterem merkt man Überdosierung bei penetrantem Chlorgeschmack, bei Chlordioxid nicht so leicht (gefährlicher, weil physiko-chemisch u. biochemisch wirksamer) . Und nur "Chlorhähnchen" einkaufen !! :D Ansonsten Tropeninstitut Tübingen oder Tropenkrankenhaus Hamburg. Gr. Richi
Julia10 am 02 Aug 2015 13:30:38 Petri, den Boiler lasse ich ebenfalls leerlaufen, macht ja sonst keinen Sinn (Kalkablagerungen lassen sich später durch Erhitzen nicht beseitigen).
Julia
kintzi am 02 Aug 2015 13:32:48 Zitat wolfram: Gibts es Statistiken, wieviel Womobesatzungen durch nicht hochwissenschaftlich korrekte Tankreinigung gesundheitliche Schäden davongetragen haben....
Meldest Du jede Sch...ei ( Durchfall) der zuständigen Behörde ? Kommen die dann u. untersuchen Trinkwasser? Hohe Dunkelziffer u. bis auf Epidemie Null Angaben! Der Silberkugelhersteller?/Zeitschrift? hat Verkeimungsuntersuchungen (Uni Tübingen?) veranlaßt, war in Promob. oder RI, Hefte liegen bei mir f. Sitzungen auf einer der Toiletten,muß mal suchen. Haben aber mittlerweise auch schon eine Gasdesinfektion mit ClO2 notwendig :lach: Gr. Richi
ganderker am 02 Aug 2015 13:35:19 Scout hat geschrieben: Ich habe mir pm wegen dieses Artikels gekauft.
ich auch :D dass ich damit nicht weiterkomme, war mich danach auch klar. Mit deinen Ergänzungen weiß ich nun erst recht, was ich davon zu halten habe. Allein schon, wie ausführlich die den Ausbau der Leitungen empfehlen/beschreiben, nur weil das versifft ist.... Leider habe ich nicht deinen fachlichen Background, sonst würde ich gerne das dortige Forum über den "Wert" dieses "Fachbeitrags" der Redaktion mal ein bischen aufmischen. Dort herrscht Grabesruhe zu dem Artikel. Auch nicht das Gelbe vom Ei, dann lieber gesittete Diskussion hier. Inzwischen dürfte wohl jeder das für ihn richtige bezüglich Tankreinigung gefunden haben.
kintzi am 02 Aug 2015 13:38:25 Gesittet ? Jetzt ja. Per Aspera ad Astra. Gr. Richi
Scout am 02 Aug 2015 13:47:32 Ich habe den Beitrag in ähnlicher Form dort eingestellt, das Wort "Inkompetent" habe ich vermieden. Keine Reaktion, weder von der Zeitschrift, noch von den Usern. Friede, Freude Eierkuchen.
Scout
Scout am 02 Aug 2015 14:51:46 rolfwam hat geschrieben:Gibts es Statistiken, wieviel Womobesatzungen durch nicht hochwissenschaftlich korrekte Tankreinigung gesundheitliche Schäden davongetragen haben. Diarrhoe und Co? Ich hörte noch nichts dergleichen.
Hierzu gibt es eine eindeutige statistische Aussage. Gleichgültig, mit welchem Mittel, nach welcher Methode, wie gründlich, wie häufig oder durch Nichts der Tank desinfiziert, das Trinkwasser behandelt wurde, es hat noch keiner durch eine dieser Methoden das Zeitliche gesegnet. Scout
wohnmobilbenutzer am 02 Aug 2015 15:50:35 kintzi hat geschrieben:..würde ich vorsichtig das Wasser dauerchloriern (Hypochlorit, stärker Chlordioxid.) Bei ersterem merkt man Überdosierung bei penetrantem Chlorgeschmack, bei Chlordioxid nicht so leicht (gefährlicher, weil physiko-chemisch u. biochemisch wirksamer) .
Hallo, ich habe mittlerweile einige Erfahrung mit der permanenten Desinfektion mit Chlordioxid. Ich besitze auch ein Testset, mit dem man die Chlordioxidkonzentration im Trinkwasser überprüfen kann. Nach meiner Erfahrung ist es so, daß man eine versehentliche Überdosierung bei Chlordioxid schon riecht. Wenn man korrekt auf maximal 0,2 mg/l dosiert hat, hat man beim Aufdrehen des Wasserhahns, auch wenn man mit der Nase ganz dicht rangeht praktisch keinen Chlorgeruch. Wenn man nur gerinfügig darüberliegt, riecht es leicht nach Chlor. Ich mache deshalb auch schon vor dem Wasserfassen am Zapfhahn eine Geruchsprobe, damit ich bei der Dosierung eine eventuelle Chlorung des Wasserversorgers berücksichtigen kann. Wenn ich dann trotzdem mal darüberliegen sollte, trinke ich das Wasser nicht, sondern verwende es nur als Brauchwasser. Mag jetzt vielleicht dem einen oder anderen hier übertrieben vorkommen, aber wenn man beruflich im Bereich Wasserversorgung tätig ist, hat man halt ein besonderes Augenmerk auf diese Dinge. Und der Aufwand dafür ist eigentlich gering.
wohnmobilbenutzer am 02 Aug 2015 15:57:09 Scout hat geschrieben:Ich habe den Beitrag in ähnlicher Form dort eingestellt, das Wort "Inkompetent" habe ich vermieden. Keine Reaktion, weder von der Zeitschrift, noch von den Usern. Friede, Freude Eierkuchen.
Scout
Hallo, das erstaunt mich auch. Weil eigentlich jeder, der sich mit der Materie etwas auskennt, zu dem Schluß kommen muß, daß in dem Artikel zwar einige Grundlagen der Wasserhygiene richtig dargestellt wurden, der Rest aber eher wie eine unreflektierte Werbeveranstaltung für die verschiedenen Wasserbehandlungsmittelchen daherkommt.
Julia10 am 02 Aug 2015 16:12:53 Ich beschäftige mir gerade im Job intensiv mit der Trinkwasserverordnung und hier im Besonderen mit Legionellen.
Bleibt Wasser längere Zeit ohne Erhitzug bzw. regelmäßigen Durchfluss in den Leitungen, bzw. wie im WOMO im Tank stehen, bilden sich schnell Legionellen, welche bei Vernebelung und Einatmung (Wasserdampf) die Legionellenkrankheit erzeugen können.
Daher ist dringend davon abzuraten, Frischwasser in den Tanks, dem Boiler oder den Leitungen stehen zu lassen :!:
Julia
Scout am 02 Aug 2015 16:32:32 Etwas zu den Legionellen. Legionellen sind zusammen mit anderen Bakterien im Grund- und Oberflächengewässern vorhanden. Ihre Anzahl ist gering und somit ungefährlich. Sie können dann gefährlich werden, wenn sie sich vermehren können. Eine Infektion durch Legionellen geschieht durch Einatmen (Inhalation) der Erreger, seltener durch Trinken von Wasser das Legionellen enthält. Wenn, dann infiziert man sich beim Duschen und nicht beim Trinken oder Zähneputzen. Bis zu Temperaturen von etwa 20 °C vermehren sich Legionellen nur sehr langsam. Zwischen 30 und 45°C ist sie optimal. Ab etwa 50 °C erfolgt meist kaum noch Vermehrung und bei etwa 55 °C ist diese nicht mehr möglich und es kommt langsam zum Absterben. Eine sichere und mit steigenden Temperaturen zunehmend raschere Abtötung findet erst knapp oberhalb von 60 °C. Neben der Temperatur sind Vermehrungsorte für Legionellen wichtig. Vermehrungsorte sind Biofilme Schlämme oder Verkrustungen in Rohrleitungen. Erfahrungen liegen in erster Linie aus dem Bereich der Hauswasserinstallationen vor. Milieu und Nahrungsgrundlagen Bei der Hauswasserinstallation bilden Sedimente – Ablagerungen in den Rohrleitungen eine Siedlungs- und Nahrungsgrundlage und fördern das Wachstum der Legionellen. --> LinkSolch verkrustete Rohrleitungen aus der Hauswasserinstallation bilden gute Voraussetzungen für die Entwicklung von Legionellen. Im Womo bilden sich Biofilme – Schleimige Beläge an der Tankwand und den Schläuchen. Verkrustungen wie in dem Bild sind in den Schläuchen oder Kunststoffrohren nicht zu erwarten. In solchen Biofilmen finden Legionellen Nahrung und können sich vermehren. Eine regelmäßige Desinfektion des Trinkwassersystems unterbindet die Bildung von Biofilmen und erschwert es den Legionellen sich zu vermehren. GenerationszeitLegionellen haben lange Generationszeiten, sie vermehren sich recht langsam. In freier Natur alle 22 bis 72 Stunden. Unter optimalen Bedingungen alle 2 bis 3 Stunden. Im Vergleich hierzu, Colibakterien haben eine Generationszeit von 20 Minuten. Optimale Bedingungen im Womo wären eine Temperatur von 37 °C und Biofilme. Achtet man darauf, dass im Trinkwassersystem des Womo keine Biofilme vorhanden sind, gibt es keine optimalen Bedingungen für Legionellen. Ihre Generationszeit ist dann länger als 1 Tag. Wir haben in unserem Womo Zapfstellen, Bad und Küche, mal abgesehen von der Toilette. An jeder Zapfstelle wird mehrmals am Tag Wasser entnommen. Da haben Legionellen keine Zeit sich ausreichend zu vermehren, auch nicht im Duschschlauch. Fazit. Legionellen sind im Womo weniger zu erwarten als in der Hauswasserinstallation. Die Bedingungen im Womo sind für eine Entwicklung der Legionellen ungeeignet. Scout
wohnmobilbenutzer am 02 Aug 2015 16:47:37 Scout hat geschrieben: Fazit. Legionellen sind im Womo weniger zu erwarten als in der Hauswasserinstallation. Die Bedingungen im Womo sind für eine Entwicklung der Legionellen ungeeignet.
Scout
Hallo, speziell beim zweiten Satz wäre ich mir nicht so sicher. Es könnte ja jemand sein Wohnmobil mit einer ungepflegten Wasserversorgungsanlage wochenlang mit gefülltem Tank im Sommer abgestellt haben. Wenn er dann losfährt und duscht dann erstmals mit der ersten Stufe der Truma-Temperatureinstellung (40 Grad), würde ich schon eine größere Legionellenkonzentration im Duschwasser erwarten. Ob man dann an einer Legionellose erkrankt, ist natürlich eine andere Sache. Das hängt halt sehr stark vom Immunsystem ab und wieviele Keime man einatmet.
kintzi am 02 Aug 2015 16:54:10 Zitat wohnmobilbenutzer: Hallo,
das erstaunt mich auch. Weil eigentlich jeder, der sich mit der Materie etwas auskennt, zu dem Schluß kommen muß, daß in dem Artikel zwar einige Grundlagen der Wasserhygiene richtig dargestellt wurden, der Rest aber eher wie eine unreflektierte Werbeveranstaltung für die verschiedenen Wasserbehandlungsmittelchen daherkommt.
:lol: , u. nicht nur dort. Will mal herauskriegen, was die Wasserwerke f. Chlordioxid zahlen , Wahrscheinlich will man den Markt ausdehnen, was natürlich bei den Substanzpreisen Sinn macht. Kenne ich v. L-Ascorbinsäure (Vit.C) Im Medizinmarkt her, bis zu 5000-fachen Preisaufschlag zum Erzeugerpreis. Gr. Richi
siemueller am 02 Aug 2015 17:12:01 heute schon Wasser abgelassen ? :lach:
rolfwam am 02 Aug 2015 18:02:33 Ich machs gleich. Langsam bekomm ich nämlich Angst vor Wasser.
Julia10 am 02 Aug 2015 18:17:07 Brauchst Du nicht :)
Immer alles Wasser ablassen, nach dem Neueinfüllen warmwasser auf 60 Grad erhitzen und kurte Zeit das heiße Wasser durch die Leitungen laufen lassen. Dann bist Du, in Hinsicht auf Legionellen, auf der sicheren Seite.
Julia
Julia10 am 02 Aug 2015 18:19:11 War doppelt, sorry :!: Julia
Scout am 02 Aug 2015 19:29:32 Julia10 hat geschrieben:Immer alles Wasser ablassen, nach dem Neueinfüllen warmwasser auf 60 Grad erhitzen und kurte Zeit das heiße Wasser durch die Leitungen laufen lassen. Dann bist Du, in Hinsicht auf Legionellen, auf der sicheren Seite.
Für eine thermische Desinfektion muss das Wasser mindestens 70°C haben, am Auslass des Zapfhahnes, nicht nur im Boiler. Das schafft kein Boiler. Scout
Gast am 02 Aug 2015 20:25:55 Das schafft kein Boiler.
Das ist wohl wahr. Selbst wenn man im Boiler die Wassertemperatur auf >70°C erhöhen würde, was technisch sicher machbar ist, muss an allen Zapfstellen mindesten 3 min. lang 70°C heißes Wasser gezapft werden. Nur so kann die Bedingung erfüllt werden, die zur Abtötung von Legionellen führt. Das dürfte wohl mit keinem im Womo verbauten Heizsystem machbar sein. VG Petri
Allradmobilist am 02 Aug 2015 21:03:18 Julia10 hat geschrieben:...Immer alles Wasser ablassen, nach dem Neueinfüllen warmwasser auf 60 Grad erhitzen und kurte Zeit das heiße Wasser durch die Leitungen laufen lassen. Dann bist Du, in Hinsicht auf Legionellen, auf der sicheren Seite. ...
Wasserablassen ist unnötig, sofern man Tank und ggf. auch Trinkwasser (wenn das Wasser längere Zeit im Tank bleiben soll und/oder es warm ist) mit Chlordioxid behandelt. Chlordioxid ist in der Lage, Biofilme aufzubrechen und so die Existenzbedingung für Legionellen zu zerstören. In mit Chlordioxid nach Trinkwasserverordnung behandeltem Wasser können Legionellen nicht überleben. Eine kurze Suche im Netz ergab z.B. diesen Text hier: --> Link. Darin wird auch auf den Vorteil von Chlordioxid gegenüber Chlorbleichlauge (DanKlorix) eingegangen.
Allradmobilist am 02 Aug 2015 21:31:57 Konnte meinen Beitrag leider nicht mehr editieren, deshalb hier noch eine Ergänzung. Wir haben unser Mobil seit knapp 5 Jahren und in dieser Zeit noch nie (!) die Tanks geleert. Abgesehen natürlich von der jährlichen Tankdesinfektion. Wir haben kein Haus und also auch keinen Wasserhahn in der Nähe, der uns mal eben Wasser spenden könnte. Für uns wäre es sehr umständlich, mit leeren Tanks losfahren und als erstes Wasser suchen zu müssen, vor allem im Winter.
Vor zwei Jahren haben wir unser Mobil mehrere Monate (über den Sommer!) stehen lassen müssen - mit Wasser in den Tanks. Nach dieser Pause war das Wasser vollkommen klar, absolut geruchsfrei und so schmackhaft wie immer. Wir kochen auch das Wasser aus den Tanks nicht ab, bevor wir es trinken.
Wir desinfizieren die Tanks 1x pro Jahr mit Chlordioxid (jetzt Oxosanum) und geben bei jedem Nachtanken die entsprechende Menge Chlordioxidlösung hinzu, so dass eine Konzentration von max. 0,2mg/l entsteht. Die Lösung habe ich zuvor aus zwei Komponenten (z.B. von Desintec) hergestellt und in kleinen bis zum Rand gefüllten Violettglasfläschchen im Kühlschrank aufbewahrt.
Scout am 02 Aug 2015 21:38:02 Allradliebhaber hat geschrieben:In mit Chlordioxid nach Trinkwasserverordnung behandeltem Wasser können Legionellen nicht überleben. Darin wird auch auf den Vorteil von Chlordioxid gegenüber Chlorbleichlauge (DanKlorix) eingegangen.
Entschuldige bitte, aber wann kapierst Du endlich, dass man Danklorix nicht zur Desinfektion von Trinkwasser verwendet. Es ist ein Reinigungsmittel und eignet sich zur Desinfektion von Tank und Leitungen, aber nicht zur Desinfektion von Trinkwasser. Du musst nicht so um dein Chlordioxid betteln, das will dir doch keiner abspenstig machen, es ist das Beste. Langsam kommst Du mir vor wie ein religiöser Wanderprediger. Wenn Du jetzt noch ein paar Jungfrauen im Paradies in Aussicht stellst, konvertiere ich. Scout
kintzi am 02 Aug 2015 21:53:15 Scout: :razz: :razz: Du musst nicht so um dein Chlordioxid betteln, das will dir doch keiner abspenstig machen, es ist das Beste. Langsam kommst Du mir vor wie ein religiöser Wanderprediger. Wenn Du jetzt noch ein paar Jungfrauen im Paradies in Aussicht stellst, konvertiere ich. :razz: :razz:
Scout
Scout, halt an Dich, damit Du nicht auch wie ich zu einer "Persona non Grata" wirst. :D Gr. Richi
kintzi am 02 Aug 2015 22:03:05 Das hohe Lied v...... Aber jetzt wird es mit dem Link, mag er auch v. einem Anbieter mit Umsatzinteressen sein ( Uni, Hochschulartikel, Ämtererklärungen wären mir lieber, obwohl z. T. auch von Industrie durch Spenden/Fördergelder unterwandert), niveauvoller. Man soll den Glauben nicht verlieren. :razz: Gr. Richi
Allradmobilist am 02 Aug 2015 22:19:58 Scout hat geschrieben:...Entschuldige bitte, aber wann kapierst Du endlich, dass man Danklorix nicht zur Desinfektion von Trinkwasser verwendet. Es ist ein Reinigungsmittel und eignet sich zur Desinfektion von Tank und Leitungen, aber nicht zur Desinfektion von Trinkwasser. ..
Gut, dass Du darauf nochmal hinweist. Mir ist das vollkommen klar. Der Hinweis auf den im Text erwähnten Vergleich beider Substanzen habe ich mir erlaubt, weil des öfteren hier so getan wird, als seien beide Substanen in etwa gleichwertig für die Tankdesinfektion. Das war hier vielleicht überflüssig, ist doch aber noch lange kein Grund, hier so die Contenance zu verlieren. Bislang habe ich Dich nachgerade bewundert für Deine schon stoisch zu nennende Gelassenheit und Geduld. :)
kintzi am 02 Aug 2015 22:21:43 Scout, eine Frage, haben Legionellen ein Thermometer eingebaut ? :razz:
Spaß bei Seite, bei 70°C sind alle Legs mit hinreichender Sicherheit verreckt (hitzeinaktiviert). Der Legionellen-Exodus beginnt schon deutlich früher, der rechte Ast der Gaußsche Verteilung sollte vor 70° C schon die 0-Linie schneiden/nahe kommen. Und die Zeit darf man natürlich nicht vergessen. Bei 60°C ist ein Großteil auch schon verreckt, aber eben nicht alle. Sicher alle mit initial Chlordioxid, am besten Einhandmischung mit OXySANUM; oh Gott, jetzt bin ich auch schon infiziert, Ssssaaitenbacher läßt grüßen :razz: Gr. Werbeträger Richi
kintzi am 02 Aug 2015 22:23:43 Allrad: Bislang habe ich Dich nachgerade bewundert für Deine schon stoisch zu nennende Gelassenheit und Geduld.
die wohl jetzt auch ihre Grenzen zu erreichen scheint. :( Gr. Richi
Scout am 02 Aug 2015 23:25:54 kintzi hat geschrieben: Bei 60°C ist ein Großteil auch schon verreckt, aber eben nicht alle. Sicher alle mit initial Chlordioxid, am besten Einhandmischung mit
Das ist wie mit einer Schwangerschaft, ein bißchen schwanger gibt es nicht. Bei der Desinfektion ist es ähnlich. Entweder die Viecher sind kaputt oder nicht. Ein bißchen kaputt gibt es nicht. Scout
kintzi am 03 Aug 2015 01:40:47 Scout, das ist ja schon klar, bischen schwanger falsch verstanden. Wenn man aber Empfehlungen erarbeitet,erstellt man Statistik mit Keimzahlen bei versch. Temperaturen , meist als Gauss'sche Verteilung ausgedrückt mit s-Bereichen. Jetzt nur als Beispiel (Zahlen angenommen) : Überleben 0 Erreger bei 65°C, rückt man aus Sicherheitsgründen die Temp. höher, z.B. auf 70°C n. Statistik, um sicher zu gehen u. ordnet diese Tempeinwirkung mit Zeit an. Heißdruckdampf bei 130°C für Ops, 170°C für Heißluftsterilisation evtl. auf Station , das ganze zum Abtöten v. Sporen. Gibt nat. auch Kaltdesinf. Chemie flüssig, Gas z.B. für Endoskope . Die Verfahren u. Grenzwerte sind "Gesetz", kommt ein Pat. zu Schaden, legt die staatliche Kontrolle dieses Werte im Gutachten zu Grunde, Staatsanwalt u . Richter urteilen danach. Was die Ami-Scouts hatten, war dasselbe wie beim Militär, Ozonbildner, hatte ich irgendwo schon geschildert. Gr. Richi
Allradmobilist am 03 Aug 2015 08:41:37 kintzi hat geschrieben:....die wohl jetzt auch ihre Grenzen zu erreichen scheint. :( Gr. Richi
Nö, sooo schnell geht das bei mir nicht. :)
kintzi am 03 Aug 2015 08:43:59 Wer redet denn von Dir, ich redete von Scout !! Gr. Richi
andwein am 03 Aug 2015 10:39:15 An alle "Wasserablasser, desinfizierer und Biofilmentferner. Ich habe heute frisches Wasser eingefüllt (ohne Zusätze), morgen fahre ich in Urlaub, und in drei Wochen poste ich die darmtechnischen Folgen falls es welche gab. Ich spiele für euch das Testkarnikel, bis dahin könnt ihr das Kriegsbeil begraben. Viel Spass noch. Andreas
kintzi am 03 Aug 2015 11:29:59 Einzellfall, statistische Aussage =0 :razz: Schönen Urlaub. Gr. Richi
Allradmobilist am 03 Aug 2015 15:38:56 kintzi hat geschrieben:Wer redet denn von Dir, ich redete von Scout !! Gr. Richi
Vielleicht solltest Du noch ein wenig das Zitieren üben. :D
kintzi am 04 Aug 2015 08:03:27 Brauch ich nicht, habe mein eigenes System, erfordert halt ein bischen.... :) Gr. Richi
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