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Kaufberatung Hymer B514 (BJ 2004/2005)


Klappe am 27 Sep 2015 12:55:01

Hallo zusammen,

Bin neu hier, da wir den Kauf eines Wohnmobils erst überlegen. Haben jetzt 2 Saison mit einem Wohnwagen verbracht (Bürstner Flipper), dieser wird jedoch verkauft und ich möchte auf ein Wohnmobil umsteigen (meine Frau ist noch nicht davon überzeugt:)).

Wir sind eine junge Familie mit 2 Erwachsenen und 2 Kinder (6 und 4 Jahre) und obwohl uns alle zu einem Alkoven raten, mir würde ein Vollintegrierter besser gefallen.

Wegen unserem begränztem Budget (ca. 30.000 EUR) und meiner gewünschten Aufteilung (Hubbett vorne, Doppelbett hinten) gibt es wohl nur 1 Kandidaten, den älteren Hymer B514, Baujahr so um 2004/2005.

Ist es eine gute Wahl für eine junge Familie? Ist der B514 auf für Wintercamping geeignet? Gibt es verschiedene Motorisierungen/Chasis/Aufbau-Varianten? Falls ja, aud welche sollen wir lieber verzichten? Sind die Preise der Ersatzteile wirklich so hoch im Vergleich zu einem Alkoven?
Reicht die Zuladung bei B514 aus? Nach welcher Ausstattungsvariante/Ausführung sollte man suchen? Gibt es besondere Probleme dieser Baureihe?

Ich bin Ihnen für jegliche Tipps, Hinweise und Ratschläge dankbar.


Klappe

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Eichsfelder am 27 Sep 2015 14:28:28

Ich würde trotzdem einen Alkoven nicht ganz außer Acht lassen. Für Familien gibt's einfach nichts besseres und für dein Budget eine viel größere Auswahl als bei den Integrierten....

garagenspanner am 27 Sep 2015 15:19:52

Ihr solltet einmal einen Vollintegrierten mieten , um zu sehen ob Eure Wünsche
und Vorstellungen erfüllt werden.
Ich rate mit 2 Kindern in dem jungen Alter auch zum gebrauchten Alkoven ,

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oder

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Jan

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korikorakorinthe am 27 Sep 2015 21:45:23

Wir haben seit 1 Jahr genau so einen Hymer B 514 aus dem Jahr 2005.
Wir fahren meistens zu dritt (2 Erwachsene und 1 Kind 9 Jahre).
Vorher hatten wir 3 Jahre lang einen kleineren Dethleffs Alkoven mit Stockbetten.
Auch für uns ist nach dem Ausschlussprinzip eigentlich nur der B 514 aus diesen beiden Baujahren als einziges Womo übrigelieben, das alle unsere Wünsche vereint.
Denn es ist nur 6,39 m lang und nur 2,27 m breit (spätere Baujahre 6,6 bzw. 6,8 m lang und 2,35 m breit) und hat dennoch eine RIESIGE Heckgarage, eine ausreichend große Sitzgruppe und ein ausreichend großes Bad mit alltagstauglicher Dusche.
Ich hatte schonmal alle Vor- und Nachteile dieses Womos für die Wohnmobildatenbank in diesem Forum aufgeschrieben, es dann aber vergessen hochzuladen.
Ich suche die Datei auf meinem Rechner und stelle Sie morgen hier rein.
Vorab nur soviel: trotz einiger negativer Aspekte kann ich das Womo empfehlen (auch für 4 Personen, die Betten sind ausreichend groß !) Wir werden unseres jedenfalls nicht mehr hergeben und wohl fahren bis es "auseinanderfällt", was bei der angeblich so guten Hymer-Aufbauqualität hoffentlich noch mind. 20 Jahre dauert.
Ich finde nur, dass diese Modelle etwas zu hoch (Hymer Markenbonus ??) gehandelt werden.
Unseres haben wir vor 1 Jahr vom Händler für 33 tsd. € gekauft. Es hatte allerdings sage und schreibe nur eine Laufleitung von 27 tsd km (es ist noch die Erstbereifung drauf und die hatte noch 6 mm Profil ! werde ich allerdings nächstes Jahr altersbedingt wechseln) und war deshalb preislich eigentlich i.O. . Aber manche wollen den gleichen Preis mit weit über 100 tsd. km und das finde ich dann schon etwas happig.

Und nochwas:
ich habe mich lange gesträubt, auch nur in Erwägung zu ziehen, einen Integrierten zu kaufen. Das waren für mich Womos für Rentner, die riesige Ablage vor dem Armaturenbrett fand ich megahäßlich und die Frontscheiben erinnerten mich immer an Aquarienscheiben.
Nach 1 Jahr Nutzung kann ich sagen: richtig schick und ästhetisch finde ich sie nach wie vor nicht, aber sonst haben sie für uns nur Vorteile: viel besseres Raumgefühl auf den Vordersitzen, toller Panoramablick wenn man durch schöne Landschaften fährt, kein Streit mehr darüber, wer vorne sitzen darf, weil man auch von der Sitzbank aus einen guten Blick nach vorne hinaus hat. Außerdem wird der Platz im Bereich des Führerhauses optimal ausgenutzt (zumindest wenn man vorne ein Hubbett hat, was ja aber die Regel ist).

Stefan

Klappe am 27 Sep 2015 22:15:35

Zuerst mal vielen Dank für die Reaktionen. Einen Alkoven halten wir nachwievor im Visier. Ist wohl wirklich das Beste für unsere Familie, was Preis/Leistung angeht. Mein Gehirn sagt Alkoven, jedoch der Rest tendiert eher zum Vollintegrierten. Mal schauen;) Falls ein Alkoven, dann auf keinen Fall ein Ford, eher ein Fiat oder noch lieber älterer Mercedes;)

Danke speziell an korikorakorinthe, genau nach solchen Meinungen suchen wir :) Wie teuer sind die Ersatzteile? Ist der Wagen auch in diesem Alter immer noch dicht? Benutzt ihr den WoMo auch im Winter? Was für Zuladung ist möglich? Gibt es besondere Schwachstellen?

Vielen Dank und schönen Abend noch.

Klappe

Tinduck am 28 Sep 2015 06:31:28

Hi Klappe,

auch ich würde Dir mit den Kindern (haben selber 3) zum Alkoven raten. Folgende Grundrissmerkmale waren uns wichtig:

- Volldinette, d. h. ohne Nutzung der Fahrer/Beifahrersitze. Das dient zum einen der Wintertauglichkeit, weil man abends dann nicht im zugigen Fahrerhaus sitzen muss. Zum anderen finden wir 2 Bänke (in unserem Fall eine über die gesamte Fahrzeugbreite, wenn der Durchgang zum Fahrerhaus zu ist) flexibler zum Hinlümmeln :D

- Stockbetten. Bei Dir reicht die Standardversion mit zweien, gibts genug am Markt. Unsere drei sind ziemlich lebhaft, wenn man die oder auch nur zwei davon in ein Bett packen würde, wäre Abends noch ewig Aufruhr. Ausserdem macht das bei unterschiedlichen Bettgehzeiten (je nach Alter) weniger Probleme. Zu guter letzt wollen die Kiddies mit zunehmendem Alter auch kaum noch mit ihren Geschwistern in einem Bett schlafen uns brauchen mal ihren eigenen Rückzugsraum zum Lesen, Musik hören etc. Auch nicht ohne ist der Platzgewinn, gegenüber einem Heck-Querbett sparst Du locker 75 cm Fahrzeuglänge.

Zum Hubbett ist zu bedenken, dass bei den meisten Grundrissen die Dinette darunter dann nicht mehr zu benutzen ist. Auch ist der abendliche Umbau nicht jedermanns Sache. Wir sind sehr froh, einen Grundriss zu haben, bei dem man zu fünft ohne Umbauen schlafen kann. War einer der Hauptgründe, unseren Wowa abzugeben.

Zur Wintertauglichkeit ist zu sagen, dass hier Alkoven klare Vorteile haben, wenn man das Fahrerhaus zum Wohnraum hin verschliessen kann (Tür, Thermovorhang etc.), dann heizt man nämlich nicht gegen das schlecht isolierte Fahrerhaus an. Hochwertige VIs haben meist Zusatzheizungen für vorn, weil man da sonst schnell fröstelt. Da kann man dann den Gasflaschen aber auch beim Leerwerden zuschauen, wenn zwei Heizungen dran nuckeln.
Auch ein Doppelboden ist für den Winter prima, weil die Tanks und Installationen dann optimal frostgeschützt sind. Beheizbare Tanks gehen zwar auch, aber erstens funktioniert das nur mit Landstrom (frei stehen im Winter ist dann nicht) und zweitens macht die Verrohrung auch gern Probleme mit Einfrieren etc., wenn das technisch nicht perfekt umgesetzt ist.
Vom Stauraum her natürlich auch nicht völlig sinnlos. so ein Kellergeschoss. Ach ja, der Grundriss hat dann meist auch weniger Kompromisse, weil die Hinterradkästen eben im DoBo und nicht im Wohnraum in irgendwelchen Schränken oder Sitztruhen sind.

Bzgl. Fahrgestell Iveco nicht ausser acht lassen :D

bis denn,

Uwe

Klappe am 28 Sep 2015 11:00:45

Hallo Uwe,

vielen Dank für deinen Beitrag. Kann mir vorstellen, dass mit 3 Kindern ein Alkoven die eigentlich einzige Wahl ist.
Unsere Kinder sind noch klein (4 und 6 Jahre) und ich glaube einige Jahre halten sie es noch aus in einem Doppelbett gemeinsam zu schlaufen (vielleicht liege ich hier jedoch falsch). In unserem Wohnwagen hatten wir Stockbetten und es stimmt schon, dass es beide Kinder geliebt haben. Wenn ich jedoch einen Wohnmobil mit Stockbetten kaufe, bedeutet es ich muss dann mit meiner Frau im Alkoven schlafen. Ist das überhaupt "zumutbar"? :-)

Aber was die Raumaufteilung angeht, ist dies wohl die beste Wahl - hinten Stockbetten für die Kinder und Eltern im Alkoven.

Was die Beheizung des Fahrerhauses angeht beim VI, so haben die meisten Doppel-Fenster (beim Hymer im Arktis-Paket beinhaltet) und dies sollte auch bessere Thermoregulation bringen (auch im Sommer).

Meiner Meinung nach ist es dann egal, ob man im Alkoven oder im Hubbett schläft, was Komfort angeht. Man muss nicht so viel umbauen, nur Fahrer- + Beifahrersitz umklappen, Hubbett runter und fertig. Oder? Mann kann ein Teil der Dinette weiter nutzen, oder liege ich hier wieder falsch?

Schönen Tag.

Klappe

dieter2 am 28 Sep 2015 11:26:28

Klappe hat geschrieben:Was die Beheizung des Fahrerhauses angeht beim VI, so haben die meisten Doppel-Fenster


Aber nur in den Seiten, die große Frontscheibe ist nur Verbundglas wie bei allen Autos.

Dieter

Tinduck am 28 Sep 2015 11:47:50

Ob beim VI ein Teil der Dinette weiter nutzbar ist, wenn das Hubbett unten ist, häng wohl vom Grundriss ab und davon, was Du unter 'benutzen' verstehst... aber sehr oft müssen sogar die Polster der Bank flachgelegt werden, damit das Bett genug Platz hat.

Im Alkoven schlafen finden meine Frau und ich völlig OK, wir haben da eine 2,00 x 1,50er Matratze drin und am Fussende noch 15 cm Platz. Ist breiter als unser Bett Zuhause :D und die Höhenbegrenzung macht uns nix.

bis denn,

Uwe

korikorakorinthe am 28 Sep 2015 12:02:22

Hier jetzt der angekündigte Erfahrungsbericht, den ich auch noch in die Womo-Datenbank bei "HYMER B514" einstellen werde.

Der User "Klappe" tendiert ja jetzt eher zum Alkoven aber nachdem der Thread ja "Kaufberatung Hymer B 514" heißt, passt er optimal hier rein und ist vielleicht auch für andere nützlich.


Nach 1 Jahr intensiver Nutzung kann ich folgende Erfahrungen weitergeben:

NEGATIV:

-Qualität und Haptik des Interieurs:
die Möbel, Stoffe, Verkleidungen und v.a. die Kunststoffteile im Bad (Wanne, Waschbecken) sind keinesfalls besser als die von wesentlich billigeren Mobilen (ich hatte vorher ein Womo Dethleffs Advantage, das war keinesfalls schlechter).
Konkrete Mängel waren/sind z.B.: Duschwanne gerissen, Kunststoff im Bad wird spröde, rissig und vergilbt unter UV- Einfluss, Griffe und Scharniere der Möbelklappen defekt, Verkleidung des Armaturenbrettes und des Gaskastens innen (hauchdünner Stoff mit Gumminoppen) löst sich ab, PVC-Fussboden wird an einer Stelle wellig (irreparabel).


POSITIV:

-Sämtliche Polsterschaumstoffe (von Betten, Sitzbänken und Vordersitzen) entsprechen den Erwartungen an ein Hymermobil: formstabil, nicht zu weich und trotzdem bequem. Hier sind deutliche Qualitätsunterschiede zu einem „Billigmobil“ erkennbar.

-der äußere Aufbau incl. Türen, Klappen, Fenster wirkt etwas rustikal aber auch sehr solide. Zusammen mit der holzfreien PUAL-Bauweise von Dach und Wänden kann deshalb so ein Hymermobil, so glaube und hoffe ich, auch bei nur mäßiger Pflege jahrzehntelang halten.

-der Grundriss ist genial: bei nur 6,39 m Länge und 2,27 m Breite bleibt keine Ecke ungenutzt. Das Bad ist zwar klein aber durch eine optimale Raumausnutzung (Umbau zu einem vollwertigen Duschraum mit wenigen Handgriffen) für normale Nutzer (nicht größer als 1,95 m und nicht zu dick) auch bei täglichem Duschen absolut ausreichend. Die Sitzgruppe bietet Platz für 5 Personen. 5 Personen sind auch im Fahrzeugschein eingetragen, davon sogar 1 Platz ohne Gurt ! Bequem schlafen kann man aber nur zu viert.
Die Heckgarage ist für ein Womo dieser Größe riesig: es passen z.B. folgende Gegenstände hinein, die man einzeln, d.h. ohne vorheriges Herausräumen eines anderen Gegenstandes, herausnehmen kann: 1 Motorroller + 2 Fahrräder + 1 kleines Schlauchboot samt Außenbordmotor + Campingmöbel für 4 Personen + 4 kleine Klappkisten.

-Der Motor und das Chassis (Fiat mit 2,8 JTD und Alko-Maxi-Fahrwerk) gibt keinerlei Anlass zu Kritik. Der Verbauch ist überraschend niedrig: bei sehr moderater Fahrweise (max. 85 kmh auf der Autobahn) ist ein Verbrauch von 9,1 Ltr/100 km möglich (mehrmals über lange Strecken bestätigt) Der Durchschnittsverbrauch liegt bei ca. 9,8 Ltr.. Allerdings erst seit Umbau auf langen 5. Gang und Railsensor vom 2,3 JTD. Vorher bei gleicher Fahrweise mind. 11 Ltr.

Ich habe folgende Verbesserungen vorgenommen:
-Bessere Nutzbarkeit des Platzes in den Sitztruhen mittels Rolltüren.
-Leichteres Ein- und Ausladen der Fahrräder mittels Auszugsplattform in der Heckgarage.
-Umbau vom kurzen auf langen 5. Gang (Arbeitszeit nur 1 Std., Materialkosten 200 EUR), dadurch deutlich niedrigere Geräuschkulisse auf der Autobahn bei gleichzeitig deutlich niedrigerem Verbrauch.
-Umbau des nierenförmigen Esstisches zu einem Klapptisch (herausstehende Ecke umklappbar, dadurch breiterer Durchgang zu den Vordersitzen).


WINTERTAUGLICHKEIT:
-das Womo besitzt einen sog. Hymer-Funktionsboden, das ist aber kein echter, durchgehender Doppelboden, sondern in der Mitte sind die Tanks (Frisch- und Brauchwasser) untergebracht und an den Seiten sind über Klappen zugängliche Staufächer vorhanden. Nur an einer Stelle gibt es eine schmale Durchlademöglichkeit über die gesamte Fahrzeugbreite, da passt aber nichtmal ein normaler Campingtisch oder -stuhl hinein.
Soweit ich weiß ist der „Doppelboden“ nur im Bereich der beiden Tanks etwas beheizt.
Fazit: Wintertauglichkeit prinzipiell ja, aber für exzessives Wintercamping gibt es noch deutlich bessere Womos.
Ich muss aber auch dazu sagen, dass wir keine Wintercamper sind. Meine Erfahrungen beschränken sich auf Temperaturen um den Gefrierpunkt und damit kommt das Womo jedenfalls locker zurecht.


GEWICHT:
-das Womo wiegt ca. 3 t leer. Man hat also ca. 500 kg Zuladung.
Ich habe es mal gewogen: es waren mit ca. 100 Ltr. Wasser, 70 Ltr. Diesel, normalem Urlaubsgepäck für 3 Wochen und 3 Personen und einem Motorroller (ca. 100 kg) OHNE Personen genau 3,5 to. D.h. man ist normalerweise mit 4 Personen immer überladen oder darf nur ganz wenig Gepäck mitnehmen. Aber das ist ja auch bei allen anderen Womos ab ca. 6,5 m Länge der Fall.
Ich habe das Maxi-Fahrwerk (16 Zoll-Bereifung) und könnte noch bis 3,8 to auflasten, das würde dann auf jeden Fall reichen. Werde ich aber nicht machen, denn mit einer geringen Überladung kann ich gut leben, zumal man es dem Womo absolut nicht ansieht und man beim Fahren das Gefühl hat, dass das Fahrwerk noch deutliche Reserven hat.


Die Ersatzteilpreise von Hymer sind genauso happig wie die aller anderen Hersteller. Da gibt es kaum Unterschiede.
Fotos vom Womo und den Umbauten könnt Ihr in der Womo-Datenbank (Hymer B514) anschauen.



Stefan

Eichsfelder am 28 Sep 2015 13:21:51

Wir waren mit einigen Mietmobilen und immer mit Stockbetten unterwegs. Die Kinder in den Stockbetten wir im Alkoven. Dann stellte sich heraus, dass die Kinder (13w und 9m) lieber zusammen im Alkoven schlafen. Gekauft haben wir dann einen mit Alkoven für die Kinder und ein Querbett hinten für uns.... So unterschiedlich sind die Vorlieben..... :lol:

Klappe am 28 Sep 2015 13:34:11

Hallo Steffan,

Vielen Dank für diesen tollen Bericht, es wird uns definitiv sehr helfen. Es werden uns zwar Alkoven-Womos als bessere Wahl vorgeschlagen, der B514 bleibt jedoch weiterhin die Nr. 1 auf meiner Wunschliste.

Gibt es für bessere Vorstellung auch Bilder von den Mängeln, die du beschrieben hast? Es wundert mich, dass du so viele Mängel im Innenraum gefunden hast. Unser Wohnwagen Bürstner war auch BJ 2005 und im Innenraum könnte ich keines der Mängel, die du beschrieben hast, feststellen, obwohl ich die Marke Hymer qualitativ noch höher als Bürstner einschätzen würde.

Danke auch für die Angaben der max. Geschwindigkeit und des Verbrauchs. Die Geschwindigkeit hat mich negativ überrascht, da ich mit unserem Wohnwagen locker um die 100 bis sogar 120 km/h fahren konnte. Schafft der Motor trotz 2,8 Liter Hubraum wirklich nicht mehr? Der Verbrauch dagegen ist schon recht gut, ein Alkoven braucht wohl um einiges mehr.

Gibt es jemanden, der seine Erfahrunfen mit einem ehnlichen Womo im Winter posten könnte?
Vielen Dank.


Klappe

Klappe am 28 Sep 2015 13:40:29

WOMONewcomer hat geschrieben:Wir waren mit einigen Mietmobilen und immer mit Stockbetten unterwegs. Die Kinder in den Stockbetten wir im Alkoven. Dann stellte sich heraus, dass die Kinder (13w und 9m) lieber zusammen im Alkoven schlafen. Gekauft haben wir dann einen mit Alkoven für die Kinder und ein Querbett hinten für uns.... So unterschiedlich sind die Vorlieben..... :lol:


So ähnlich wird es wohl auch bei uns sein. Der Alkoven ist doch ein toller Platz für die Kids, mit einem Hauch Abendteuer :-) Ich als Kind würde dort sehr gerne schlafen.

Werden es wohl testen müssen und uns einen Alkoven mieten, das geht leicht.

Mit eiener Ausleihe von einem VI (ideal des B514) wird es jedoch nicht einfach sein, da in unserer Gegend solche Wohnmobile keiner vermietet :(

Eichsfelder am 28 Sep 2015 14:18:01

Ja erst mieten und dann entscheiden ist die beste methode, um dann das richtige Mobil zu finden.
Auch ich hatte bei meiner Suche ehr auf einen VI geschielt. Ein Traum bleibt das auch. Wir haben dann entschieden, solange die Kinder noch mitfahren, einen Alkoven zu fahren.... und dann, wenn wir allein unterwegs sind, uns einen VI zu gönnen.....

topolino666 am 28 Sep 2015 14:29:01

Klappe hat geschrieben:.... bedeutet es ich muss dann mit meiner Frau im Alkoven schlafen. Ist das überhaupt "zumutbar"? :-)


Deine / Eure Vorstellung mit dazugehörigem Kopfkino vom Schlafen im Alkoven entstammt wahrscheinlich schlechten Camperfilmen von '72! ;-)

Die heutigen - wirklich hohen Alkoven -lichtdurchflutet mit 3 Fenstern sind vermutlich von Eurer Vorstellung recht weit weg! :!:

korikorakorinthe am 28 Sep 2015 18:13:13

Hallo Klappe,

das mit der Geschwindigkeit hast Du falsch verstanden:
die 85 kmh war nicht die Höchstgeschwindigkeit sondern die Geschwindigkeit bei der Du ihn mit gut 9 Litern fahren kannst.
Der 2,8 JTD bringt den Hymer auch vollbeladen locker auf 130 kmh wobei er dann auch schätzungsweise mind. 13 Ltr/100 km verbraucht (noch nicht auf längeren Strecken gemessen, so schnell bin ich nur mal testweise gefahren).
Der 2,3 JTD ist übrigens auch nicht schlecht; den würde ich sogar dem 2,8 JTD vorziehen weil er einfach der modernere und sparsamere Motor ist. Gibt’s aber bei der B-Klasse bis 2006 sehr selten.

Das mit den Mängeln im Innenraum ist nicht so gravierend und schon gar nicht kaufentscheidend.
Das sind Kleinigkeiten, aber ich hatte mir halt von der Marke Hymer mehr als von z.B. Dethleffs erwartet, und das ist definitiv nicht der Fall.
Mein Schwager z.B. hat ein Hymermobil von 1990, das ist zwar innen mega-altmodisch (Eiche rustikal) wirkt aber solider und wertiger als meines.

Zum Thema Wintertauglichkeit muss ich das von mir oben Geschriebene korrigieren:
Ich habe nochmal online im Hymer Verkaufsprospekt von 2005 nachgeschaut. Dort wird der Doppelboden der B-Klasse als ganz tolles Hymer-Patent angepriesen, der durchgehend beheizt und voll wintertauglich sei.
Insofern stimmt es nicht, dass nur die Tanks beheizt sind.
Falls Du Dich bei Deinem Nutzerverhalten (Wintercamping) für einen B514 entscheiden solltest, würde ich darauf achten, dass er das „Winterpaket“ hat (hat dann u.a. z.B. Isolierglasscheiben vorne ).


Und nochwas zum Thema Alkoven versus Integrierte:

Ich habe anfangs unserem Alkoven nachgetrauert. Mittlerweile weiß ich aber die Vorzüge eines Integrierten derart zu schätzen, dass ich nie mehr auf die Idee käme, wieder auf Alkoven zu wechseln.
Hier nochmals die Vorteile für mich als Nicht-Wintercamper:
-Panoramablick (auch für die hinteren Mitfahrer !)
-Raumgefühl und tatsächlicher Platz auf den vorderen Sitzen unübertroffen
-niedriger Einstieg ins Hubbett (wenn man sehr sportlich ist, braucht man nicht mal eine Leiter)
-optimale Platzausnutzung des Bereiches Vordersitze/Armaturenbrett durch Hubbettabsenkung
-deutlich niedrigere Gesamthöhe des Womos mit entsprechend weniger Luftwiderstand und Verbrauch


Stefan

Klappe am 28 Sep 2015 18:45:00

Vielen Dank Steffan, sind wirklich alles sehr interesante und für mich wichtige Informationen.
Am Ende wird wohl ein konkreter Stück entscheiden, ob es ein B514 oder ein Alkoven wird. Wichtig ist halt der Gesamtzustand des Fahrzeugs.

LG
Klappe

doisle am 25 Feb 2024 10:50:13

Hallo Klappe, für welches Modell habt ihr euch entschieden? Ist es wirklich ein B514 geworden und wie zufrieden seid ihr?
Ich interresiere mich auch für den B514!
Hat jemand einen B514 den er verkaufen möchte oder kennt ihr jemanden?
Im Moment werden nur neue Modelle ab 2007 mit über 40 000 € angeboten. Wir würden gern max. 30 000 € ausgeben.
Danke Daniel

korikorakorinthe am 04 Mär 2024 14:37:07

Hallo Daniel,
wir haben den B514 (Modell 2005) aus meinem Erfahrungsbericht von 2015 noch und sind weiterhin zufrieden damit.
Ich wüsste nicht was an einem neueren Modell besser sein sollte deshalb habe ich mich auch in all den Jahren nie nach einer Alternative umgesehen.
Werden aber immer noch hoch gehandelt (nominal gleiche Preise wie 2015 !!).
Was als Mangel seit 2015 hinzugekommen ist:
die Lackierung der Kunststoff-Stoßstangen blättert an vielen Stellen ab (vorne und hinten, Klarlack und Grundlack). Müsste mal komplett neu lackiert werden.
Was Du allerdings auch bei diesem Modell (wie bei vielen anderen Womos auch) bedenken solltest ist das Leergewicht.
Meines wiegt 3150 kg leer (ganz aktuell gewogen; Wasser leer, Diesel voll, Gas voll, 200 Wh Solar, 300 Ah Lithium, incl. Grundausstattung wie Geschirr, Campingmöbeln, Auffahrkeile etc.) so dass für Personen, Gepäck, Fahrräder etc. nur noch 350 kg Zuladung verbleiben.
Oder halt ohne technische Änderung auf 3900 kg auflasten (ist bei dem meisten möglich da diese damals ganz überwiegend mit Maxi-Fahrwerk -mit 16 Zoll-Reifen- bestellt wurden).
Viel Erfolg bei der Suche
Gruß
Stefan

Vicenzo72 am 29 Sep 2024 20:53:08

Hallo zusammen!

Kann mir jemand sagen, ob der B514 (BJ 2014) mit dem 2.8l Motor auf Euro 4 umrüstbar ist?

Danke und Grüße

Vicenzo72 am 30 Sep 2024 07:40:28

Sorry, meinte natürlich BJ 2004.


Vicenzo72 hat geschrieben:Hallo zusammen!

Kann mir jemand sagen, ob der B514 (BJ 2014) mit dem 2.8l Motor auf Euro 4 umrüstbar ist?

Danke und Grüße

Tinduck am 30 Sep 2024 09:00:32

Der ist auf Grüne Umweltplakette (Partikelnorm 4) umrüstbar, z. B. mit nem Citifilter (googeln).

Die Euro-Emissionseinstufung ändert sich dadurch nicht.

bis denn,

Uwe

Vicenzo72 am 30 Sep 2024 09:44:54

Damit wäre mir vorerst geholfen.

Besten Dank, Uwe!

Tinduck hat geschrieben:Der ist auf Grüne Umweltplakette (Partikelnorm 4) umrüstbar, z. B. mit nem Citifilter (googeln).

Die Euro-Emissionseinstufung ändert sich dadurch nicht.

bis denn,

Uwe

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