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Batterie ständig laden?


JoergR am 10 Dez 2015 09:10:08

Hallo,
Ich habe mal eine Frage.
Was ist für die Lebensdauer der Batterie besser, wenn das WoMo ständig am Landstrom angeschlossen ist.
Oder ist es besser die Batterie im WoMo nur regelmäßig anzuschließen?

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UTS2 am 10 Dez 2015 09:30:30

Hi, das kommt auf das Ladegerät an...
z.B. die neuen Ladegeräte von Schaudt (Bsp. LAS 1218 BUS) sagen folgendes:
Bleibt das Ladegerät nach Erreichen der 3. Phase (U, Erhaltungsladen)
ständig am Netz angeschlossen, ohne dass die Batterie nennenswert belastet
wird, schaltet das das Ladegerät nach einer Zeit von mehreren Tagen in
den Ruhebetrieb. Dabei wird ständig eine Refreshzyklus durchlaufen.

Ralf

JoergR am 10 Dez 2015 10:19:06

Bei mir ist ein Schaut elb 99 im WoMo verbaut.
Zusätzlich ist ein. Solar Panel auf dem Dach. Das aber auch über den Schaut läuft.

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volki am 10 Dez 2015 11:15:49

JoergR hat geschrieben:Was ist für die Lebensdauer der Batterie besser, wenn das WoMo ständig am Landstrom angeschlossen ist. Oder ist es besser die Batterie im WoMo nur regelmäßig anzuschließen?

Ja und Nein

Ich habe eine Calira-EVS 30/30-DS/IU. Damals riet mir Calira, wenn ich schon ständig Landstrom hätte (P zu Hause) den dauern angeschlossen zu lassen, das sei besser für die Batterien. Was ich dann auch tat.

1 Jahr später auf der 1. Reise im neuen Jahr versagte auf der GR-Fähre der 230V-Anschluss. In GR liess ich dann den Fehler von einem Fachmann überprüfen, Es wurden graue (Kalk-) Ablagerungen auf der Platine der EVS festgestellt = Wassereintritt. Da die EVS zu weit von Fenstern und Türen entfernt ist, kann es sich nur um Kondens-/Schwitz-Wasser handeln. Das gleiche wurde dann auch bei Calira selbst, festgestellt. Irgendwie ist bei dem dauernd am Strom hängen, Kondenswasser entstanden.

Seit dem ziehe ich den Landstrom-Stecker ab und stecke ihn nur immer 2-3 Tagen übers Monatsende ein.
So habe ich das jetzt klaglos über ein paar Jahre angewandt.

PS Die Solaranlage ist ebenfalls angehängt, aber da im Winter nur selten die Sonne aufs Panel scheint, wird die wohl nicht viel Strom abgeben

luedra am 10 Dez 2015 11:27:14

Hallo Joerg R,
habe auch ein EBL 99 mit Solaranschluss verbaut und es ist zu Hause immer an 220V angeschlossen..
WOMO steht bei Nichtbenutzung in der Scheune.
Habe 2 GEL-Batterien verbaut, die ich 2015 nach 11 Jahren zur Sicherheit (Schwedenurlaub)
gewechselt habe.
Es scheint aber eine Glaubensfrage zu sein ob immer am Netz oder in regelmäßigen Abständen.

xbmcg am 10 Dez 2015 11:40:20

JoergR hat geschrieben:Bei mir ist ein Schaut elb 99 im WoMo verbaut.
Zusätzlich ist ein. Solar Panel auf dem Dach. Das aber auch über den Schaut läuft.


Das Schaudt EBL hat zwar einen Solareingang, seine Funktion ist aber nur ein Stecker, ein Stück Draht
und eine Sicherung. Also bitte nicht überbewerten bei der Einschätzung der Wirkung.

Die Frage kann man schwer beantworten, da man keine Aussage har, wie das Womo abgestellt ist,
welche Verbraucher an sind oder ob der Trennschalter aus ist, welche Ladetechnik verbaut ist,
wie es um Temperaturkompensation und Erhaltungsladespannung bestellt ist, welcher Batterietyp
verbaut ist und wie die Ladetechnik eingestellt ist etc.

Jede Batterietechnik hat ihre Tücken / Vor- und Nachteile.

Es gibt Ladegeräte, die ein Erhaltungsladeprogramm haben und auch die Batterie gegen Schichtungen pulsen -
das Pulsen macht aber nur bei Nassbatterien Sinn. Gel Batterien und AGM Batterien haben keine freie Flüssigkeit,
die eine Konzentrationsschichtung der Säure bei langem Stehen verursacht - im Gegensatz zu Nassbatterien.

Verschlossene wartungsfreie Batterien sind sehr empfindlich bei Überladung / zu hohe Spannungen, weil sie dann
anfangen zu gasen, der Druck erhöht sich und die Ventile lassen das Gas ab, was dann der Batterie fehlt. Sie
können so austrocknen. Wenn die Ladetechnik darauf programmiert ist (Temperaturfühler, richtige Erhaltungsspannung),
spricht nichts gegen ein dauerndes "Erhaltungsladen", dabei fließt kaum ein Strom, es wird lediglich die Zellspannung
auf einen Wert gehalten, der eine Selbstentladung verhindert.

Wenn die Batterien nicht voll sind, lagert sich Bleisulfat an, das bei genügend langer Zeit ohne Nachladen und Bewegung
auskristallisiert. Die Kristalle haben sehr stabile Bindungen und lassen sich durch Anlegen einer Ladespannung schwer bis gar nicht
wieder auflösen. Damit fehlt Schwefelsäure und die elektrischen Eigenschaften der Oberfläche verschlechtern sich,
die Leistung und die Kapazität der Batterie nimmt ab. Deshalb ist es vorteilhaft, die Bleibatterien möglichst voll geladen
zu lagern oder öfter nachzuladen.

Was die Verbraucher angeht: wenn die nicht vollständig abgeschaltet sind und man z.B. durch Solar die Erhaltungsladung
realisiert, wird die Batterie ständig gepumpt - sie entlädt sich Nachts über die Stand-By Geräte und wird am nächsten Tag
wieder geladen. Es sind zwar nur kleine Zyklen von vielleicht 5% der Kapazität, aber jeder Zyklus bringt die Batterie zum Altern.
Das gilt natürlich analog auch für das Laden alle paar Tage oder Wochen mit Landstrom nach dem Abstellen.


Um das abzukürzen, für jeden Batterietyp gibt es die optimale Ladetechnik. Mit der kann man die Batterie dauerhaft
Erhaltungsladen, beim Abstellen sollte man immer darauf achten, dass alle Verbraucher möglichst aus sind. Ist die Technik
ungeeignet oder falsch eingestellt, kann sie aber auch Schaden verursachen.

kintzi am 10 Dez 2015 12:54:35

Hallo volki,
Du hast geschrieben: 1 Jahr später auf der 1. Reise im neuen Jahr versagte auf der GR-Fähre der 230V-Anschluss. In GR liess ich dann den Fehler von einem Fachmann überprüfen, Es wurden graue (Kalk-) Ablagerungen auf der Platine der EVS festgestellt = Wassereintritt. Da die EVS zu weit von Fenstern und Türen entfernt ist, kann es sich nur um Kondens-/Schwitz-Wasser handeln. Das gleiche wurde dann auch bei Calira selbst, festgestellt. Irgendwie ist bei dem dauernd am Strom hängen, Kondenswasser entstanden. Zitat Ende

Entschuldige, auch wenn von Fachleuten festgestellt, halte ich das für einen Quatsch.
Begründung : Kondenswasser ist Feuchtigkeit aus der Luft u. enthält keine gelösten Salze, schon garnicht Kalk. Es ist mit destilliertem Wasser zu vergleichen. Was es aber ist, gegenüber Metallen höchst aggressiv bzgl. Korrosion.
Und bei der E-tronik bzgl. Lötungen, wenn sie nicht gerade farblos überlackiert sind (hochwertige Flugzeugelektronik).
Zur Vermeidung v. Gerätekorrosion ließen wir bei kritischen Wetterlagen auch in den Hallen unsere Avionik eingeschaltet, jeder Flieger hatte meist seine Außenstarteinrichtung (Netzeinheit 24V Start-Batt + Lader),Steckeinheit
blieb halt im Flieger u. Netz wie bei USV-Computer/Server, den elektr. Kreiselinstrumente wurde die Sicherung gezogen. So heizten sich die Geräte über ihre Verlustwärme selbst u. Kondensation wurde verhindert.
Ansonsten sollten gut funkt. u. temp.-komp. Automatiklader stecken bleiben, einzig verbreitete sichere Weg, um übermäßige Sulfatierung zu vermeiden.
Bei Nassen Batt kann es zu erhöhter Elektrolyse des Wassers kommen. Grund: immer wieder Neubeginn des Zyklus nach Stromunterbrechung (nicht alle, viele Booster machen es nicht, dort wichtig). Deshalb nachschauen. Bei Verschlossenen
(Gel/AGM) nicht, da ausreichend Rekombination. Mein Womo steckt immer ohne Nachteil im Netz. Was den Batts aber gut tut,
ist sie gelegentlich vom Netz abzuhängen, die Heizung laufen zu lassen, durchzulüften, eine LEDLicht-Orgie zu feiern , den Lap auf Vordermann zu bringen u. die Funktion der Fernseher/Oyster zu überprüfen usw. Wenn die Batts auf 50% sind , wird wieder eingesteckt u. schlafen gegangen. Gr. Richi

siemueller am 10 Dez 2015 18:11:45

Hallo !
Hatte über Jahrzehnte meine Womos immer permanent am Landstrom,- wenn sie nicht genutzt wurden. Durch einige Treads hier im Forum bekam ich allerdings Angst, da einige davon schrieben, das , wenn ein techn. Defekt am Ladegerät auftritt oder die Batterie einen Zellenschluss hat, es leicht zum Brand kommen kann. Mein Womo steht in einer Holzscheune. Die fackelt innerhalb weniger Minuten ab. Aus diesem Grund habe ich mir jetzt eine Wlan-Steckdose zugelegt und kann bei Abwesenheit (berufl. viel unterwegs) p. Internet immer mal wieder f. ca. 24 Std. die Stromzufuhr einschalten. Leider ist das natürlich auch keine sichere Massnahme, da ich nicht weiss was dort genau vor sich geht. Allerdings, wer sitzt schon am oder im Wagen um den Ladevorgang über Stunden zu überwachen.


Beduin am 10 Dez 2015 18:21:32

Ich favorisiere ja wie von meinem Händler Kumpel schon vor Jahren gesagt. Immer mal wieder, aber nicht dauernd an der Storm.
Hatte ja schon mit vielen Sachen Theater, aber selten mal mit meinen Aufbau Batterien.

volki am 10 Dez 2015 19:31:18

kintzi hat geschrieben: Begründung : Kondenswasser ist Feuchtigkeit aus der Luft u. enthält keine gelösten Salze, schon gar nicht Kalk. Es ist mit destilliertem Wasser zu vergleichen. Was es aber ist, gegenüber Metallen höchst aggressiv bzgl. Korrosion.

Was immer der Verursacher war, er hinterliess auf der Platine sichtbare "graue Stellen/Flecken". Ob das jetzt Regen- oder Kondens-oder was auch immer-Wasser war. ist mir gleich :D
Seit dem monatlichen Lade-Verfahren, das FZ steht noch immer auf dem selben P wie damals, habe ich kein solches Problem mehr gehabt

Der Rest deines Postings ist für mich "Potemkinsche Dörfer" :cry:

kintzi am 10 Dez 2015 22:20:23

?

Gast am 15 Dez 2015 10:20:49

Aus Wikipedia:

Als Potemkinsches Dorf (russisch ???????????? ???????) – teilweise auch in der Schreibweise Potjomkinsches Dorf – wird etwas bezeichnet, das fein herausgeputzt wird, um den tatsächlichen, verheerenden Zustand zu verbergen. Oberflächlich wirkt es ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihm aber an Substanz.

xbmcg am 15 Dez 2015 10:37:10

:top: sehr gut erklärt, Alf. Nicht zu verwechseln mit den Böhmischen Dörfern...

Die weißen Flecken auf der Platine sind Anzeichen von Korrosion des verwendeten Lotes,
das passiert, wenn man ein zu agressives / falsches Flußmittel beim Löten verwendet und
dieses nach dem Löten nicht ausreichend neutralisiert / entfernt.

Die weißen Flecken sind Blei- / Zinn-Salze, die beim dauerhaften Kontakt mit der Säure
des Flußmittels, die durch die Luftfeuchtigkeit angelöst und aktiviert wird, auskristallisieren.
Sieht man manchmal auch an Batteriepolen, wenn Batteriesäure ausgetreten ist.

Um das zu vermeiden wurden die Pole früher mit Polfett eingeschmiert, Leiterplatten
werden zum Schutz nach dem Löten vom überschüssigen Flussmittel gereinigt und mit einem
Schutzlack überzogen, oder es werden Flußmittel verwendet, die erst bei hoher Temperatur
aktiviert werden und beim Erkalten wieder eine Schutzschicht bilden (z.B. Kolophonium Harze).

kintzi am 15 Dez 2015 14:46:54

Mann, seit ihr schlau ! :lol: Genau das meinte ich. Um Kondensation fern zu halten, kann man auch zusätzl. heizen, z.B. mit Abwärme, billiger als teure Reps bei teurer Avionik. (Unter 500 DM kein Kondensatorwechsel) Empfehlung hieß: Alle Geräte mindest auf Stand by u. für Strom sorgen. Gr. Richi

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