Ein Erlebnis der besonderen Art bei DEKRA am 11.05.2026 in Darmstadt möchte ich Euch nicht vorenthalten. Stichwort: Prüfer-Willkür.
Nachdem ich bei DEKRA in Darmstadt telefonisch erfragt hatte, dass ich ohne Termin kommen kann, bin ich mit meinem Dicken am Montag um 7:30 dorthin gefahren.
Ein freundlicher Mitarbeiter sagte, ich solle vor das Tor fahren. Bevor ich im Auto saß, kam ein Prüfer heraus und auf mich zu. Er sah mich nur kurz an, musterte das Auto, das aussah wie schon in den vergangenen 7 Jahren zuvor (nur gewaschen :-) und sagte: „Nein, also ich habe Probleme mit Ihrem H-Kennzeichen, das kann ich nicht prüfen; außerdem sind da unsachgemäße Reparaturen...“ :eek:
Ich gehe davon aus, das mit so einer Voreinstellung kein gutes Prüfergebnis herauskommt, deswegen erbat ich ohne Diskussion den Schein zurück, der mir wortlos zurück gegeben wurde, der Prüfer ging wieder.
Ich war erst mal geschockt, dann fuhr ich direkt 300m weiter zum TÜV in der Pfnorstraße, wo ich noch bis 8 Uhr warten musste (Öffnungszeiten). Dann kam ich nach 15 Minuten dran, das Fahrzeug wurde mit geringen Mängeln geprüft und die Plakette zugeteilt (Mängel mittlerweile natürlich längst behoben).
Zur Erinnerung: Das Auto habe ich von 2016 bis 2019 komplett neu aufgebaut. Es wurden zeitgemäße Werkstoffe und -Verfahren verwendet. 2019 wurde von einem DEKRA-Prüfer bei der Fa. EMRO in Darmstadt zum ersten Mal die HU durchgeführt; bei der Gelegenheit ließ ich mich für die Untersuchung nach §27 StVZO (Oldtimer-Untersuchung) beraten. „Das da hinten (Wohnaufbau) ist ok. Aber wenn Sie im Führerhaus ein Radio mit CD-Player installieren, fallen Sie durch“...
Im Jahr 2020 wurde das Oldtimer- Gutachten von diesem DEKRA-Prüfer erstellt. Auch die HU 2022 und 2024 wurde von der DEKRA von verschiedenen Prüfern abgenommen, 2024 musste ich -hauptsächlich wg. Auspuff und einem Rostloch – wieder vorfahren.
Das H-Kennzeichen kann aberkannt werden, aber nicht, wenn sich das Fahrzug seit der 1. Prüfung nicht verändert hat, sondern wenn es z.B. defekt oder verwahrlost ist oder nicht mehr den Prüfbedingungen entspricht. Aber mein Fahrzeug ist verglichen mit 2020 im Originalzustand ohne jegliche Veränderung.
Ich habe mir das so erklärt, dass der Prüfer schlecht drauf war / ist und einfach keinen Bock hatte, als Erstes nach dem Wochenende so einen Trumm zu prüfen, der ihm auch offensichtlich nicht gefiel - vermutlich wg. der Wellen. Aber selbst dann: ich habe über 30 Jahre im Handel+Dienstleistung gearbeitet: Diese Art geht gar nicht. DEKRA müsste sein Personal besser schulen und im Griff haben. Es gibt viele negative Bewertungen zum Personal dieser Prüfstelle - vielleicht immer von diesem Prüfer?
Mich haben Sie als Kunden verloren...
Klar kann man immer Pech haben, aber ich (mittlerweile 69) habe ja schon einige KFZ-Prüfungen in meinem Leben hinter mir: Beim TÜV habe ich DAS noch nie erlebt...

